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Das Buch Melechim Alef

DAS ERSTE BUCH KÖNIGE

1. Kapitel

1,1 Als aber der König David alt war und hochbetagt, konnte er nicht warm werden, wenn man ihn auch mit Kleidern bedeckte.

1,2 Da sprachen seine Großen zu ihm: Man suche unserm Herrn, dem König, eine Jungfrau, die vor dem König stehe und ihn umsorge und in seinen Armen schlafe und unsern Herrn, den König, wärme.

1,3 Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels und fanden Abischag von Schunem und brachten sie dem König.

1,4 Und sie war ein sehr schönes Mädchen und umsorgte den König und diente ihm. Aber der König erkannte sie nicht.

1,5 Adonija aber, der Sohn der Haggit, empörte sich und sprach: Ich will König werden! Und er schaffte sich Wagen und Gespanne an und fünfzig Mann als seine Leibwache.

1,6 Und sein Vater hatte ihm nie etwas verwehrt sein Leben lang, daß er gesagt hätte: Warum tust du das? Und er war auch ein sehr schöner Mann und war David geboren als der nächste Sohn nach Absalom.

1,7 Und er beriet sich mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Abjatar, dem Priester; die hielten zu Adonija.

1,8 Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan, der Prophet, und Schimi und Reï und die Helden Davids waren nicht mit Adonija.

1,9 Und als Adonija Schafe und Rinder und gemästetes Vieh opferte bei dem Stein Sohelet, der neben der Quelle Rogel liegt, lud er alle seine Brüder, des Königs Söhne, ein und alle Männer Judas, die dem König dienten.

1,10 Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein.

1,11 Da sprach Nathan zu Batseba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehört, daß Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist, und David, unser Herr, weiß nichts davon?

1,12 So komm nun, ich will dir einen Rat geben, daß du dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo errettest.

1,13 Auf, geh zum König David hinein und sprich zu ihm: Hast du nicht, mein Herr und König, deiner Magd geschworen: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen? Warum ist dann Adonija König geworden?

1,14 Siehe, während du noch da bist und mit dem König redest, will ich nach dir hineinkommen und deine Worte zu Ende führen.

1,15 Und Batseba ging hinein zum König in das Gemach. Der König aber war sehr alt, und Abischag von Schunem diente dem König.

1,16 Und Batseba neigte sich und fiel vor dem König nieder. Der König aber sprach: Was willst du?

1,17 Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei Haschem, deinem Haschem: Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir und auf meinem Thron sitzen.

1,18 Nun aber siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr und König, weißt nichts davon.

1,19 Er hat Stiere und gemästetes Vieh und viele Schafe geopfert und hat alle Söhne des Königs geladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab, den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.

1,20 Du aber, mein Herr und König, die Augen von ganz Israel sehen auf dich, daß du ihnen kundtust, wer auf dem Thron meines Herrn und Königs nach ihm sitzen soll.

1,21 Wenn aber mein Herr und König sich zu seinen Vätern gelegt hat, so werden ich und mein Sohn Salomo als Empörer dastehen.

1,22 Während sie noch mit dem König redete, kam der Prophet Nathan.

1,23 Und sie sagten dem König an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und als er hinein vor den König kam, fiel er vor dem König nieder auf sein Angesicht zur Erde

1,24 und sprach: Mein Herr und König, hast du gesagt: Adonija soll nach mir König sein und auf meinem Thron sitzen?

1,25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Stiere und Mastvieh und viele Schafe und hat alle Söhne des Königs geladen und die Hauptleute, dazu den Priester Abjatar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm und rufen: Es lebe der König Adonija!

1,26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.

1,27 Ist das von meinem Herrn und König befohlen, und du hast deine Großen nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn und Königs nach ihm sitzen soll?

1,28 Der König David antwortete und sprach: Ruft mir Batseba! Und sie kam hinein vor den König. Und als sie vor dem König stand,

1,29 schwor der König und sprach: So wahr Haschem lebt, der mich erlöst hat aus aller Not:

1,30 ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei Haschem, als ich sagte: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König sein, und er soll für mich auf meinem Thron sitzen.

1,31 Da neigte sich Batseba mit ihrem Antlitz zur Erde und fiel vor dem König nieder und sprach: Lang lebe mein Herr, der König David!

1,32 Und der König David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und als sie hineinkamen vor den König,

1,33 sprach der König zu ihnen: Nehmt mit euch die Großen eures Herrn und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zum Gihon.

1,34 Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn dort zum König über Israel. Und blast die Posaunen und ruft: Es lebe der König Salomo!

1,35 Und zieht wieder hinauf hinter ihm her, und er soll kommen und sitzen auf meinem Thron und für mich König sein. Denn ihn setze ich zum Fürsten über Israel und Juda ein.

1,36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: So sei es! Haschem, der Haschem meines Herrn und Königs, bestätige es!

1,37 Wie Haschem mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er auch mit Salomo, daß sein Thron größer werde als der Thron meines Herrn, des Königs David!

1,38 Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter und setzten Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn zum Gihon.

1,39 Und der Priester Zadok nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Salomo. Und sie bliesen die Posaunen, und alles Volk rief: Es lebe der König Salomo!

1,40 Und alles Volk zog wieder herauf hinter ihm her, und das Volk blies mit Flöten und war sehr fröhlich, so daß die Erde von ihrem Geschrei erbebte.

1,41 Und Adonija hörte es und alle, die er geladen hatte und die bei ihm waren, und sie hatten schon gegessen. Und als Joab den Schall der Posaune hörte, sprach er: Was soll das Geschrei und Getümmel der Stadt?

1,42 Als er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. Und Adonija sprach: Komm her, denn du bist ein redlicher Mann und bringst gute Botschaft.

1,43 Jonatan antwortete und sprach zu Adonija: Nein, denn unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht

1,44 und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, und sie haben ihn auf des Königs Maultier gesetzt.

1,45 Und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbt zum König beim Gihon, und sie sind von da heraufgezogen mit Freuden, so daß die Stadt voll Getümmel wurde. Das ist das Geschrei, das ihr gehört habt.

1,46 Und schon sitzt Salomo auf dem königlichen Thron,

1,47 und die Großen des Königs sind hineingegangen, zu segnen unsern Herrn, den König David, und haben gesagt: Haschem mache Salomos Namen herrlicher als deinen Namen und lasse seinen Thron größer werden als deinen Thron! Und der König hat sich verneigt auf seinem Lager

1,48 und hat so gesagt: Gelobt sei Haschem, der Haschem Israels, der heute einen meiner Söhne auf meinen Thron gesetzt hat, daß es meine Augen gesehen haben.

1,49 Da erschraken alle, die bei Adonija geladen waren, und machten sich auf und gingen hin, jeder seinen Weg.

1,50 Aber Adonija fürchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin und faßte die Hörner des Altars.

1,51 Und es wurde Salomo angesagt: Siehe, Adonija fürchtet den König Salomo, und siehe, er faßt die Hörner des Altars und spricht: Der König Salomo schwöre mir heute, daß er seinen Knecht nicht töten wird mit dem Schwert.

1,52 Salomo sprach: Wird er redlich sein, so soll kein Haar von ihm auf die Erde fallen; wird aber Böses an ihm gefunden, so soll er sterben.

1,53 Und der König Salomo sandte hin und ließ ihn vom Altar holen. Und als er kam, fiel er vor dem König Salomo nieder. Salomo aber sprach zu ihm: Geh in dein Haus!

2. Kapitel

2,1 Als nun die Zeit herbeikam, daß David sterben sollte, gebot er seinem Sohn Salomo und sprach:

2,2 Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann

2,3 und diene Haschem, daß du wandelst in seinen Wegen und hältst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie geschrieben steht im Gesetz des Moshe, damit dir alles gelinge, was du tust und wohin du dich wendest;

2,4 damit Haschem sein Wort erfülle, das er über mich geredet hat: Werden deine Söhne auf ihre Wege achten, daß sie vor mir in Treue und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll dir's niemals fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.

2,5 Auch weißt du sehr wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptleuten Israels, aAbner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, wie er sie ermordet hat und so im Krieg vergossenes Blut im Frieden gerächt und unschuldiges Blut an den Gürtel seiner Lenden und an die Schuhe seiner Füße gebracht hat.

2,6 Tu nach deiner Weisheit, daß du seine grauen Haare nicht in Frieden hinunter zu den Toten bringst.

2,7 Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du Barmherzigkeit erweisen, daß sie an deinem Tisch essen. Denn sie taten wohl an mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.

2,8 Und siehe, du hast bei dir Schimi, den Sohn Geras, den Benjaminiter von Bahurim, der mir schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach Mahanajim ging. Dann aber kam er mir entgegen am Jordan. Da schwor ich ihm bei Haschem und sprach: Ich will dich nicht töten mit dem Schwert.

2,9 Du aber laß ihn nicht frei ausgehen; denn du bist ein weiser Mann und wirst sehr wohl wissen, was du ihm tun sollst, daß du seine grauen Haare mit Blut hinunter zu den Toten bringst.

2,10 Also legte sich David zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids.

2,11 Die Zeit aber, die David König gewesen ist über Israel, ist vierzig Jahre: sieben Jahre war er König zu Hebron und dreiunddreißig Jahre zu Jerusalem.

2,12 Und Salomo saß auf dem Thron seines Vaters David, und seine Herrschaft hatte festen Bestand.

2,13 Aber Adonija, der Sohn der Haggit, kam zu Batseba, der Mutter Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch mit Frieden? Er sprach: Ja!

2,14 Und er sprach: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage an!

2,15 Er sprach: Du weißt, daß das Königtum mein war und ganz Israel hatte sich auf mich gerichtet, daß ich König sein sollte; aber nun hat sich das Königtum gewandt und ist meinem Bruder zuteil geworden - von Haschem ist's ihm zuteil geworden.

2,16 Nun bitte ich eins von dir; du wollest mich nicht abweisen! Sie sprach zu ihm: Sage an!

2,17 Er sprach: Rede mit dem König Salomo, denn er wird dich nicht abweisen, daß er mir gebe Abischag von Schunem zur Frau.

2,18 Batseba sprach: Gut, ich will mit dem König deinetwegen reden.

2,19 Und Batseba ging hin zum König Salomo, um mit ihm zu reden Adonijas wegen. Und der König stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich vor ihr und setzte sich auf seinen Thron. Und es wurde der Mutter des Königs ein Thron hingestellt, und sie setzte sich zu seiner Rechten.

2,20 Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; du wollest mich nicht abweisen. Der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, ich will dich nicht abweisen.

2,21 Sie sprach: Gib doch Abischag von Schunem deinem Bruder Adonija zur Frau!

2,22 Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abischag von Schunem für Adonija? Erbitte ihm doch auch das Königtum! Denn er ist mein älterer Bruder, und zu ihm hält der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja.

2,23 Und der König Salomo schwor bei Haschem und sprach: Haschem tue mir dies und das, diese Bitte soll Adonija sein Leben kosten!

2,24 Und nun, so wahr Haschem lebt, der mich bestätigt hat und gesetzt auf den Thron meines Vaters David und der mir ein Haus gemacht hat, wie er zugesagt hat: heute noch soll Adonija sterben!

2,25 Und der König Salomo sandte hin Benaja, den Sohn Jojadas; der stieß ihn nieder, daß er starb.

2,26 Und zu dem Priester Abjatar sprach der König: Geh hin nach Anatot zu deinem Besitz, denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute nicht töten, denn du hast die Lade Haschem's vor meinem Vater David getragen und hast alles mitgelitten, was mein Vater gelitten hat.

2,27 So verstieß Salomo den Abjatar, daß er nicht mehr Priester des Haschem's sein durfte, damit erfüllt würde Haschem's Wort, das er über das Haus Elis geredet hatte in Silo.

2,28 Und die Kunde davon kam vor Joab; denn Joab hatte Adonija angehangen und nicht Absalom. Da floh Joab in das Zelt Haschem's und faßte die Hörner des Altars.

2,29 Und es wurde dem König Salomo angesagt: Joab ist zum Zelt Haschem's geflohen, und siehe, er steht am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja, den Sohn Jojadas, und sprach: Geh, stoß ihn nieder!

2,30 Und als Benaja zum Zelt Haschem's kam, sprach er zu Joab: So sagt der König: Geh heraus! Er sprach: Nein, hier will ich sterben. Und Benaja sagte das dem König wieder und sprach: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet.

2,31 Der König sprach zu ihm: Tu, wie er gesagt hat, und stoß ihn nieder und begrabe ihn, damit du das Blut, das Joab ohne Grund vergossen hat, von mir tust und von meines Vaters Hause.

2,32 Und Haschem lasse das Blut auf sein Haupt kommen, weil er zwei Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie getötet hat mit dem Schwert, ohne daß mein Vater David darum wußte, nämlich Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann über Israel, und Amasa, den Sohn Jeters, den Feldhauptmann über Juda.

2,33 Ihr Blut komme auf das Haupt Joabs und seiner Nachkommen für immer; aber David und seine Nachkommen, sein Haus und sein Thron sollen Frieden haben ewiglich von Haschem!

2,34 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hin und stieß ihn nieder und tötete ihn. Und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.

2,35 Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt über das Heer, und den Priester Zadok setzte der König an die Stelle Abjatars.

2,36 Und der König sandte hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm: Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort und geh von da nicht heraus, weder hierhin noch dahin.

2,37 An dem Tag, an dem du hinausgehen und über den Bach Kidron gehen wirst - so wisse, daß du des Todes sterben mußt; dein Blut komme dann auf dein Haupt!

2,38 Schimi sprach zum König: Das ist recht so; wie mein Herr, der König, geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi in Jerusalem lange Zeit.

2,39 Es begab sich aber nach drei Jahren, daß zwei Knechte dem Schimi entliefen zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem König von Gat. Und es wurde Schimi angesagt: Siehe, deine Knechte sind in Gat.

2,40 Da machte sich Schimi auf und sattelte seinen Esel und zog hin nach Gat zu Achisch, um seine Knechte zu suchen. Und als er hinkam, brachte er seine Knechte von Gat zurück.

2,41 Und es wurde Salomo angesagt, daß Schimi von Jerusalem nach Gat gezogen und wiedergekommen wäre.

2,42 Da sandte der König hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm: Hab ich dich nicht schwören lassen bei Haschem und dich gewarnt: an dem Tag, an dem du die Stadt verläßt und hierhin oder dorthin gehst, sollst du wissen, daß du des Todes sterben mußt? Und du sprachst zu mir: Es ist recht so; ich habe es gehört.

2,43 Warum hast du denn nicht gehalten den Schwur vor Haschem und das Gebot, das ich dir geboten habe?

2,44 Und der König sprach zu Schimi: Du weißt all das Böse, dessen dein Herz sich bewußt ist und das du meinem Vater David angetan hast. Nun läßt Haschem dies Böse auf dein Haupt kommen;

2,45 aber der König Salomo ist gesegnet, und der Thron Davids wird feststehen vor Haschem ewiglich.

2,46 Und der König gebot Benaja, dem Sohn Jojadas; der ging hin und stieß ihn nieder, daß er starb. Und das Königtum wurde gefestigt durch Salomos Hand.

3. Kapitel

3,1 Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von Ägypten, und nahm eine Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein Haus und Haschem's Haus und die Mauer um Jerusalem gebaut hatte.

3,2 Aber das Volk opferte noch auf den Höhen; denn es war noch kein Haus gebaut dem Namen Haschem's bis auf diese Zeit.

3,3 Salomo aber hatte Haschem lieb und wandelte nach den Satzungen seines Vaters David, nur daß er auf den Höhen opferte und räucherte.

3,4 Und der König ging hin nach Gibeon, um dort zu opfern; denn das war die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte dort tausend Brandopfer auf dem Altar.

3,5 Und Haschem erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Haschem sprach: Bitte, was ich dir geben soll!

3,6 Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knecht, große Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen vor dir, und hast ihm auch die große Barmherzigkeit erwiesen und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzen sollte, wie es denn jetzt ist.

3,7 Nun, Haschem, du hast deinen Knecht zum König gemacht an meines Vaters David Statt. Ich aber bin noch jung, weiß weder aus noch ein.

3,8 Und dein Knecht steht mitten in deinem Volk, das du erwählt hast, einem Volk, so groß, daß es wegen seiner Menge niemand zählen noch berechnen kann.

3,9 So wollest du deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, damit er dein Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?

3,10 Das gefiel dem Herrn gut, daß Salomo darum bat.

3,11 Und Haschem sprach zu ihm: Weil du darum bittest und bittest weder um langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um Verstand, zu hören und recht zu richten,

3,12 siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verständiges Herz, so daß deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.

3,13 Und dazu gebe ich dir, worum du nicht gebeten hast, nämlich Reichtum und Ehre, so daß deinesgleichen keiner unter den Königen ist zu deinen Zeiten.

3,14 Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, daß du hältst meine Satzungen und Gebote, wie dein Vater David gewandelt ist, so werde ich dir ein langes Leben geben.

3,15 Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und er kam nach Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte Brandopfer und Dankopfer und machte ein großes Festmahl für alle seine Großen. Salomos Urteil

3,16 Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.

3,17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause.

3,18 Und drei Tage, nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie. Und wir waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir beide.

3,19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt.

3,20 Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie in meinen Arm.

3,21 Und als ich des Morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.

3,22 Die andere Frau sprach: Nein, mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt. Und so redeten sie vor dem König.

3,23 Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist tot. Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.

3,24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und als das Schwert vorden König gebracht wurde,

3,25 sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hälfte und jener die Hälfte.

3,26 Da sagte die Frau, deren Sohn lebte, zum König - denn ihr mütterliches Herz entbrannte in Liebe für ihren Sohn - und sprach: Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; laßt es teilen!

3,27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig und tötet's nicht; die ist seine Mutter.

3,28 Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte, und sie fürchteten den König; denn sie sahen, daß die Weisheit Haschem's in ihm war, Gericht zu halten.

4. Kapitel

4,1 So war Salomo König über ganz Israel.

4,2 Und dies waren seine Großen: Asarja, der Sohn Zadoks, war Priester;

4,3 Elihoref und Ahia, die Söhne Schischas, waren Schreiber; Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler;

4,4 Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann; Zadok und Abjatar waren Priester;

4,5 Asarja, der Sohn Nathans, stand den Amtleuten vor; Sabud, der Sohn Nathans, war des Königs Freund;

4,6 Ahischar war Hofmeister; Hadoniram, der Sohn Abdas, war Fronvogt.

4,7 Und Salomo hatte zwölf Amtleute über ganz Israel, die den König und sein Haus versorgten, und zwar ein jeder im Jahr einen Monat lang.

4,8 Sie hießen: Der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;

4,9 der Sohn Dekers in Makaz und in Schaalbim und in Bet-Schemesch und in Elon und Bet-Hanan;

4,10 der Sohn Heseds in Arubbot, und hatte dazu Socho und das ganze Land Hefer;

4,11 der Sohn aAbinadabs über das ganze Hügelland von Dor; er hatte Tafat, eine Tochter Salomos, zur Frau;

4,12 Baana, der Sohn Ahiluds, in Taanach und in Megiddo und über ganz Bet- Schean, das liegt neben Zaretan unterhalb von Jesreel, von Bet-Schean bis Abel- Mehola, bis jenseits von Jokneam;

4,13 der Sohn Gebers zu Ramot in Gilead; er hatte die Dörfer Jaïrs, des Sohnes Manasses, in Gilead und die Gegend Argob, die in Baschan liegt, sechzig große Städte, ummauert und mit ehernen Riegeln;

4,14 Ahinadab, der Sohn Iddos, in Mahanajim;

4,15 Ahimaaz in Naftali; auch er hatte eine Tochter Salomos, Basemat, zur Frau genommen;

4,16 Baana, der Sohn Huschais, in Asser und Bealot;

4,17 Joschafat, der Sohn Paruachs, in Issachar;

4,18 Schimi, der Sohn Elas, in Benjamin;

4,19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Königs der Amoriter, und Ogs, des Königs in Baschan. Ein Amtmann war in diesem Lande.

4,20 Juda aber und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer, und sie aßen und tranken und waren fröhlich.

5. Kapitel

5,1 So war Salomo Herr über alle Königreiche, vom Euphratstrom bis zum Philisterland und bis an die Grenze Ägyptens; die brachten ihm Geschenke und dienten ihm sein Leben lang.

5,2 Und Salomo mußte täglich zur Speisung haben dreißig Sack feinstes Mehl, sechzig Sack anderes Mehl,

5,3 zehn gemästete Rinder und zwanzig Rinder von der Weide und hundert Schafe, ohne die Hirsche und Gazellen und Rehe und das gemästete Federvieh.

5,4 Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des Euphrat, von Tifsach bis nach Gaza, über alle Könige diesseits des Euphrat, und hatte Frieden mit allen seinen Nachbarn ringsum,

5,5 so daß Juda und Israel sicher wohnten, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo lebte.

5,6 Und Salomo hatte viertausend Gespanne für seine Kriegswagen und zwölftausend Leute für die Pferde.

5,7 Und die Amtleute versorgten den König Salomo und alles, was zum Tisch des Königs gehörte, jeder in seinem Monat, und ließen es an nichts fehlen.

5,8 Auch Gerste und Stroh für die Pferde brachten sie an den Ort, wo diese waren, jeder nach seiner Ordnung.

5,9 Und Haschem gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt,

5,10 daß die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter.

5,11 Und er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der Esrachiter, Heman, Kalkol und Darda, die Söhne Mahols, und war berühmt unter allen Völkern ringsum.

5,12 Und er dichtete dreitausend Sprüche und tausendundfünf Lieder.

5,13 Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis zum Ysop, der aus der Wand wächst. Auch dichtete er von den Tieren des Landes, von Vögeln, vom Gewürm und von Fischen.

5,14 Und aus allen Völkern kam man, zu hören die Weisheit Salomos, und von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.

5,15 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Botschafter zu Salomo; denn er hatte gehört, daß sie ihn zum König gesalbt hatten an seines Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Leben lang.

5,16 Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen:

5,17 Du weißt, daß mein Vater David nicht ein Haus bauen konnte für Haschem, um des Krieges willen, der um ihn her war, bis Haschem seine Feinde unter seine Füße gab.

5,18 Nun aber hat mir Haschem, Ruhe gegeben ringsum, so daß weder ein Widersacher noch ein böses Hindernis mehr da ist.

5,19 Siehe, so hab ich gedacht, dem Namen Haschem, ein Haus zu bauen, wie Haschem zu meinem Vater David gesagt hat: Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, der soll meinem Namen das Haus bauen.

5,20 So befiehl nun, daß man mir Zedern im Libanon fällt, und meine Leute sollen mit deinen Leuten sein. Und den Lohn deiner Leute will ich dir geben, alles, wie du es sagst. Denn du weißt, daß bei uns niemand ist, der Holz zu hauen versteht wie die Sidonier.

5,21 Als Hiram aber die Worte Salomos hörte, freute er sich sehr und sprach: Gelobt sei Haschem heute, der David einen weisen Sohn gegeben hat über dies große Volk.

5,22 Und Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe die Botschaft gehört, die du mir gesandt hast. Ich will alle deine Wünsche nach Zedern- und Zypressenholz erfüllen.

5,23 Meine Leute sollen die Stämme vom Libanon hinabbringen ans Meer, und ich will sie in Flöße zusammenlegen lassen auf dem Meer bis an den Ort, den du mir sagen lassen wirst, und will sie dort zerlegen, und du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch meine Wünsche erfüllen und Speise geben für meinen Hof.

5,24 So gab Hiram Salomo Zedern- und Zypressenholz nach allen seinen Wünschen.

5,25 Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Sack Weizen zum Unterhalt für seinen Hof und zwanzigtausend Eimer gepreßtes Öl. Das gab Salomo jährlich dem Hiram.

5,26 Und Haschem gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte. Und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie schlossen miteinander einen Vertrag.

5,27 Und Salomo hob Fronarbeiter aus von ganz Israel, und ihre Zahl war dreißigtausend Mann

5,28 und sandte sie auf den Libanon, je einen Monat zehntausend, so daß sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und Hadoniram war der Fronvogt.

5,29 Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend Steinhauer im Gebirge,

5,30 ohne die Vögte Salomos, die über die Arbeiten gesetzt waren: dreitausenddreihundert, welche den Leuten geboten, die die Arbeit taten.

5,31 Und der König gebot, große und kostbare Steine auszubrechen, behauene Steine zum Grund des Hauses.

5,32 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter hieben sie zurecht; so bereiteten sie Holz und Steine zu, um das Haus zu bauen.

6. Kapitel

6,1 Im vierhundertundachtzigsten Jahr nach dem Auszug Israels aus Mitzrayim, im vierten Jahr der Herrschaft Salomos über Israel, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, wurde das Haus Haschem gebaut.

6,2 Das Haus aber, das der König Salomo Haschem baute, war sechzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch.

6,3 Und er baute eine Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses, zwanzig Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem Hause her.

6,4 Und er machte am Hause Fenster mit festen Stäben davor.

6,5 Und er baute einen Umgang an der Wand des Hauses ringsumher, so daß er um die Tempelhalle und um den Chorraum herging und machte Seitengemächer ringsumher.

6,6 Der untere Gang war fünf Ellen weit und der mittlere sechs Ellen weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er machte Absätze außen am Hause ringsumher, so daß die Balken nicht in die Wände des Hauses eingriffen.

6,7 Und als das Haus gebaut wurde, waren die Steine bereits ganz zugerichtet, so daß man weder Hammer noch Beil noch irgendein eisernes Werkzeug beim Bauen hörte.

6,8 Die Tür zum unteren Seitengemach war auf der rechten Seite des Hauses, so daß man durch eine Wendeltreppe hinaufging auf die mittleren Seitengemächer und von den mittleren auf die dritten.

6,9 So baute er das Haus und vollendete es. Und er deckte das Haus mit Balken und Tafelwerk von Zedern.

6,10 Und er baute Gänge um das ganze Haus herum, je fünf Ellen hoch, und verband sie mit dem Hause durch Balken von Zedernholz.

6,11 Und es geschah Haschem's Wort zu Salomo:

6,12 So sei es mit dem Hause, das du baust: Wirst du in meinen Satzungen wandeln und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten und in ihnen wandeln, so will ich mein Wort an dir wahrmachen, das ich deinem Vater David gegeben habe,

6,13 und will wohnen unter Israel und will mein Volk Israel nicht verlassen.

6,14 Und Salomo baute das Haus und vollendete es.

6,15 Er bedeckte die Wände des Hauses innen mit Brettern von Zedernholz. Vom Boden des Hauses bis an die Decke täfelte er es innen mit Holz, und den Boden des Hauses täfelte er mit Brettern von Zypressenholz.

6,16 Und er baute zwanzig Ellen von der Rückseite des Hauses entfernt eine Wand aus zedernen Brettern vom Boden bis an die Decke und baute so im Innern den Chorraum, das Mikdash.

6,17 Die Tempelhalle vor dem Chorraum war vierzig Ellen lang.

6,18 Innen war das ganze Haus lauter Zedernholz mit gedrehten Knoten und Blumenwerk, so daß man keinen Stein sah.

6,19 Den Chorraum machte er im Innern des Hauses, damit man die Lade des Bundes Haschem's dahin stellte.

6,20 Und vor dem Chorraum, der zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch war und überzogen mit lauterem Gold, machte er den Altar aus Zedernholz.

6,21 Und Salomo überzog das Haus innen mit lauterem Gold und zog goldene Riegel vor dem Chorraum her, den er mit Gold überzogen hatte,

6,22 so daß das ganze Haus ganz mit Gold überzogen war. Dazu überzog er auch den ganzen Altar vor dem Chorraum mit Gold.

6,23 Er machte im Chorraum zwei Cherubim, zehn Ellen hoch, von Ölbaumholz.

6,24 Fünf Ellen hatte ein Flügel eines jeden Cherubs, so daß zehn Ellen waren von dem Ende seines einen Flügels bis zum Ende seines andern Flügels.

6,25 So hatte auch der andere Cherub zehn Ellen, und beide Cherubim hatten das gleiche Maß und die gleiche Gestalt.

6,26 Auch war jeder Cherub zehn Ellen hoch.

6,27 Und er stellte die Cherubim mitten ins Mikdash. Und die Cherubim breiteten ihre Flügel aus, so daß der Flügel des einen Cherubs die eine Wand berührte und der Flügel des andern Cherubs die andere Wand berührte. Aber in der Mitte berührte ein Flügel den andern.

6,28 Und er überzog die Cherubim mit Gold.

6,29 An allen Wänden des Mikdashn ließ er ringsum Schnitzwerk machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk, innen und außen.

6,30 Auch überzog er innen den Boden mit Goldblech.

6,31 Und an der Tür des Chorraums machte er zwei Türflügel von Ölbaumholz mit fünfeckigen Pfosten

6,32 und ließ Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und überzog sie mit Goldblech.

6,33 Ebenso machte er auch an der Tür der Tempelhalle viereckige Pfosten von Ölbaumholz

6,34 und zwei Türen von Zypressenholz, so daß jede Tür zwei Flügel hatte, die sich drehten,

6,35 und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk und überzog es mit Gold, genau wie es eingegraben war.

6,36 Er baute auch den inneren Vorhof von drei Schichten behauener Steine und von einer Schicht Zedernbalken.

6,37 Im vierten Jahr, im Monat Siw, wurde der Grund gelegt zum Hause Haschem's,

6,38 und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, wurde das Haus vollendet, wie es sein sollte, so daß sie sieben Jahre daran bauten.

7. Kapitel

7,1 Aber an seinen Königshäusern baute Salomo dreizehn Jahre, bis er sie ganz vollendet hatte.

7,2 So baute er das Libanon-Waldhaus, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch. Auf drei Reihen von Zedernsäulen legte er eine Decke von Zedernbalken

7,3 und deckte auch mit Zedernholz die Gemächer über den Säulen; und es waren fünfundvierzig Säulen, je fünfzehn in einer Reihe.

7,4 Und Gebälk lag in drei Reihen, und Fenster waren einander gegenüber dreimal.

7,5 Und alle Türen und Fenster waren viereckig, und die Fenster waren einander gegenüber dreimal.

7,6 Er baute auch eine Halle von Säulen, fünfzig Ellen lang und dreißig Ellen breit, und noch eine Halle vor diese mit Säulen und einem Aufgang davor;

7,7 und baute auch die Thronhalle, in der er Gericht hielt, die Gerichtshalle, und täfelte sie vom Boden bis zur Decke mit Zedernholz;

7,8 dazu sein Haus, in dem er wohnte, im andern Hof, hinten an der Halle, gebaut wie die andern; und baute noch ein Haus wie diese Halle für die Tochter des Pharao, die Salomo zur Frau genommen hatte.

7,9 Das alles war von kostbaren Steinen, nach dem Winkeleisen gehauen, mit Sägen geschnitten auf allen Seiten, vom Grund bis an das Dach und von außen bis zum großen Hof.

7,10 Die Grundsteine waren auch kostbare und große Steine, zehn und acht Ellen lang,

7,11 und darauf kostbare Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, und Zedernholz.

7,12 Aber der große Hof hatte ringsum drei Schichten behauene Steine und eine Schicht Zedernbalken, wie auch der innere Vorhof am Hause Haschem's und die Halle am Hause.

7,13 Und der König Salomo sandte hin und ließ holen Hiram von Tyrus

7,14 - den Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war aus Tyrus gewesen -; der war ein Kupferschmied, voll Weisheit, Verstand und Kunst in allerlei Kupferarbeit. Der kam zum König Salomo und machte ihm alle seine Werke.

7,15 Er goß zwei Säulen aus Kupfer, jede achtzehn Ellen hoch, und eine Schnur von zwölf Ellen war das Maß um jede Säule herum.

7,16 Und er machte zwei Knäufe, aus Kupfer gegossen, oben auf die Säulen zu setzen; jeder Knauf war fünf Ellen hoch.

7,17 Und es war an jedem Knauf oben auf den Säulen Gitterwerk, sieben geflochtene Reifen wie Ketten.

7,18 Und er machte an jedem Knauf zwei Reihen Granatäpfel ringsumher an dem Gitterwerk, mit denen der Knauf bedeckt wurde.

7,19 Und die Knäufe oben auf den Säulen waren wie Lilien, jeder vier Ellen dick.

7,20 Und es waren zweihundert Granatäpfel in den Reihen ringsum, oben und unten an dem Gitterwerk, das um die Rundung des Knaufs her ging, an jedem Knauf auf beiden Säulen.

7,21 Und er richtete die Säulen auf vor der Vorhalle des Tempels; die er zur rechten Hand setzte, nannte er Jachin, und die er zur linken Hand setzte, nannte er Boas.

7,22 Und oben auf den Säulen war Lilienschmuck. So wurde vollendet das Werk der Säulen.

7,23 Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen war das Maß ringsherum.

7,24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guß mitgegossen waren.

7,25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt.

7,26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit, und sein Rand war wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es gingen zweitausend Eimer hinein.

7,27 Er machte auch zehn Gestelle aus Kupfer, jedes vier Ellen lang und breit und drei Ellen hoch.

7,28 Es war aber das Gestell so gemacht, daß es Seiten hatte zwischen den Leisten.

7,29 Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Löwen, Rinder und Cherubim, und ebenso auf den Leisten und oberhalb und unterhalb der Löwen und Rinder waren herabhängende Kränze.

7,30 Und jedes Gestell hatte vier kupferne Räder mit kupfernen Achsen. Und auf den vier Ecken waren Träger gegossen, jeder dem andern gegenüber, unten an den Kessel gegossen.

7,31 Aber der Hals mitten auf dem Gestell war eine Elle hoch und rund, anderthalb Ellen weit, und es waren Buckel an dem Hals in Feldern, die viereckig waren und nicht rund.

7,32 Die vier Räder aber waren unten an den Seiten, und die Achsen der Räder waren am Gestell. Jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.

7,33 Es waren Räder wie Wagenräder, und ihre Achsen, Naben, Speichen und Felgen waren alle gegossen.

7,34 Und die vier Träger auf den vier Ecken eines jeden Gestells waren auch am Gestell.

7,35 Und oben auf dem Gestell, eine halbe Elle hoch, rundherum, waren Griffe und Leisten am Gestell.

7,36 Und er ließ auf die Flächen der Griffe und Leisten eingraben Cherubim, Löwen und Palmenbäume, soviel Platz auf jedem war, und Kränze ringsherum daran.

7,37 Auf diese Weise machte er zehn Gestelle, alle von einem Guß, einem Maß und einer Gestalt.

7,38 Und er machte zehn Kessel aus Kupfer, daß vierzig Eimer in einen Kessel gingen, und jeder war vier Ellen weit, und auf jedem Gestell war ein Kessel.

7,39 Und er stellte fünf Gestelle an die rechte Seite des Hauses und die andern fünf an die linke Seite; aber das Meer stellte er rechts vor das Haus nach Süden hin.

7,40 Und Hiram machte auch Töpfe, Schaufeln, Becken; und so vollendete er alle Werke, die der König Salomo am Hause Haschem's machen ließ:

7,41 die zwei Säulen und die kugligen Knäufe oben auf den zwei Säulen und die zwei Gitterwerke, die die beiden kugligen Knäufe auf den Säulen bedecken sollten,

7,42 und die vierhundert Granatäpfel an den zwei Gitterwerken, je zwei Reihen Granatäpfel an einem Gitterwerk, die die beiden kugligen Knäufe auf den Säulen bedecken sollten,

7,43 dazu die zehn Gestelle und zehn Kessel obendrauf

7,44 und das Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer

7,45 und die Töpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Geräte, die Hiram dem König Salomo machte für das Haus Haschem's, waren von blankem Kupfer.

7,46 In der Gegend des unteren Jordans ließ sie der König gießen in der Gießerei von Adama zwischen Sukkot und Zaretan.

7,47 Und Salomo ließ alle Geräte ungewogen wegen der sehr großen Menge des Kupfers.

7,48 Auch ließ Salomo alles Gerät machen, das zum Hause Haschem's gehörte: den goldenen Altar, den goldenen Tisch, auf dem die Schaubrote liegen,

7,49 fünf Leuchter zur rechten Hand und fünf Leuchter zur linken vor dem Chorraum von lauterem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und Lichtscheren;

7,50 dazu Schalen, Messer, Becken, Löffel und Pfannen von lauterem Gold. Auch waren die Angeln an den Türen zum Mikdashn innen im Hause und an den Türen der Tempelhalle von Gold.

7,51 So wurde das ganze Werk vollendet, das der König Salomo gemacht hatte am Hause Haschem's. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David gesegnet hatte an Silber und Gold und Geräten, und legte es in den Schatz des Hauses Haschem's.

8. Kapitel

8,1 Da versammelte der König Salomo zu sich die Ältesten in Israel, alle Häupter der Stämme und Obersten der Sippen in Israel nach Jerusalem, um die Lade des Bundes Haschem's heraufzubringen aus der Stadt Davids, das ist Zion.

8,2 Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am Fest im Monat Etanim, das ist der siebente Monat.

8,3 Und als alle Ältesten Israels kamen, hoben die Priester die Lade Haschem's auf

8,4 und brachten sie hinauf, dazu die Stiftshütte und alles Gerät des Mikdashs, das in der Stiftshütte war. Das taten die Priester und Leviten.

8,5 Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm versammelt hatte, ging mit ihm vor der Lade her und opferte Schafe und Rinder, so viel, daß man sie nicht zählen noch berechnen konnte.

8,6 So brachten die Priester die Lade des Bundes Haschem's an ihren Platz in den Chorraum des Hauses, in das Mikdash, unter die Flügel der Cherubim.

8,7 Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus an dem Ort, wo die Lade stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von obenher.

8,8 Und die Stangen waren so lang, daß ihre Enden gesehen wurden in der Halle, vor dem Chorraum; aber von außen sah man sie nicht. Und dort sind sie bis auf diesen Tag.

8,9 Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln des Moshe, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes, den Haschem mit Israel schloß, als sie aus Mitzrayim gezogen waren.

8,10 Als aber die Priester aus dem Halle gingen, erfüllte die Wolke das Haus Haschem's,

8,11 so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit Haschem's erfüllte das Haus.

8,12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat Haschem an den Himmel gestellt; er hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.

8,13 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, eine Stätte, daß du ewiglich da wohnest.

8,14 Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde Israel, und die ganze Gemeinde Israel stand.

8,15 Und er sprach: Gelobt sei Haschem, der AELOHIM Israels, der durch seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es durch seine Hand erfüllt hat und gesagt:

8,16 Von dem Tage an, als ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, hab ich keine Stadt erwählt unter irgendeinem Stamm Israels, daß mir ein Haus gebaut würde, damit mein Name da wäre. Jerusalem hab ich erwählt, daß mein Name da wäre, und David hab ich erwählt, daß er über mein Volk Israel Herr sein sollte.

8,17 Mein Vater David hatte es zwar im Sinn, dem Namen Haschem's, ein Haus zu bauen,

8,18 aber Haschem sprach zu meinem Vater David: Daß du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du wohlgetan, daß du dir das vornahmst.

8,19 Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn, der dir geboren wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.

8,20 Und Haschem hat sein Wort wahr gemacht, das er gegeben hat; denn ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David Statt und sitze auf dem Thron Israels, wie Haschem zugesagt hat, und habe gebaut ein Haus dem Namen Haschem's,

8,21 und habe dort eine Stätte zugerichtet der Lade, in der die Tafeln des Bundes sind, den er geschlossen hat mit unsern Vätern, als er sie aus Mitzrayim führte.

8,22 Und Salomo trat vor den Altar Haschem's angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel

8,23 und sprach: Haschem, Haschem Israels, es ist kein Haschem weder droben im Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen;

8,24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

8,25 Nun, Haschem, halt deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der vor mir steht, der da sitzt auf dem Thron Israels, wenn nur deine Söhne auf ihren Weg achthaben, daß sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt bist.

8,26 Nun, Haschem Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht, meinem Vater David, zugesagt hast.

8,27 Aber sollte Haschem wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

8,28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, mein Haschem, damit du hörest das Flehen und Gebet deines Knechts heute vor dir:

8,29 Laß deine Augen offen stehen über diesem Hause Nacht und Tag, über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein. Du wollest hören das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte betet,

8,30 und wollest erhören das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, wenn sie hier bitten werden an dieser Stätte; und wenn du es hörst in deiner Wohnung, im Himmel, wollest du gnädig sein.

8,31 Wenn jemand an seinem Nächsten sündigt und es wird ihm ein Fluch auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt und verflucht sich vor deinem Altar in diesem Hause,

8,32 so wollest du hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, daß du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt kommen läßt, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.

8,33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir gesündigt haben, und sie bekehren sich dann zu dir und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause,

8,34 so wollest du hören im Himmel und die Sünde deines Volkes Israel vergeben und sie zurückbringen in das Land, das du ihren Vätern gegeben hast.

8,35 Wenn der Himmel verschlossen wird, daß es nicht regnet, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beten dann zu dieser Stätte hin und bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Sünden, weil du sie bedrängst,

8,36 so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg weist, auf dem sie wandeln sollen, und regnen läßt auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.

8,37 Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist -

8,38 wer dann bittet und fleht, es seien Einzelne oder dein ganzes Volk Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und breiten ihre Hände aus zu diesem Hause,

8,39 so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig sein und schaffen, daß du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du sein Herz erkennst - denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder -,

8,40 damit sie dich fürchten allezeit, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vätern gegeben hast.

8,41 Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen

8,42 - denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner mächtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm -, wenn er kommt, um zu diesem Hause hin zu beten,

8,43 so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und alles tun, worum der Fremde dich anruft, auf daß alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen, damit auch sie dich fürchten wie dein Volk Israel, und daß sie innewerden, daß dein Name über diesem Hause genannt ist, das ich gebaut habe.

8,44 Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine Feinde auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie beten werden zum Haschem nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,

8,45 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel und ihnen Recht schaffen.

8,46 Wenn sie an dir sündigen werden - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt - und du zürnst ihnen und gibst sie dahin vor ihren Feinden, daß sie sie gefangen führen in das Land der Feinde, fern oder nahe,

8,47 und sie nehmen sich's zu Herzen im Lande, in dem sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Gefangenschaft und sprechen: Wir haben gesündigt und übelgetan und sind gottlos gewesen,

8,48 und bekehren sich zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele im Lande ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und beten zu dir nach ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben hast, nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe:

8,49 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und ihnen Recht schaffen

8,50 und wollest vergeben deinem Volk, das an dir gesündigt hat, alle ihre Übertretungen, mit denen sie gegen dich gesündigt haben, und wollest sie Erbarmen finden lassen bei denen, die sie gefangen halten, so daß sie sich ihrer erbarmen.

8,51 Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus Ägypten, aus dem glühenden Ofen, geführt hast.

8,52 Laß deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, daß du sie hörst, sooft sie dich anrufen;

8,53 denn du hast sie dir ausgesondert zum Erbe aus allen Völkern auf Erden, wie du geredet hast durch deinen Knecht Moshe, als du unsere Väter aus Ägypten führtest, Haschem!

8,54 Und als Salomo dies Gebet und Flehen vor Haschem vollendet hatte, stand er auf von dem Altar Haschem's und hörte auf zu knien und die Hände zum Himmel auszubreiten

8,55 und trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter Stimme und sprach:

8,56 Gelobet sei Haschem, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie er es zugesagt hat. Es ist nicht EINS dahingefallen von allen seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Moshe.

8,57 Haschem, unser Haschem, sei mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.

8,58 Er neige unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen und halten seine Gebote, Satzungen und Rechte, die er unsern Vätern geboten hat.

8,59 Mögen diese Worte, die ich vor Haschem gefleht habe, nahe sein, unserm Haschem, Tag und Nacht, daß er Recht schaffe seinem Knecht und seinem Volk Israel alle Tage,

8,60 damit alle Völker auf Erden erkennen, daß Haschem Haschem ist, und sonst keiner mehr!

8,61 Und euer Herz sei ungeteilt bei Haschem, unserm Haschem, daß ihr wandelt in seinen Satzungen und haltet seine Gebote, wie es heute geschieht.

8,62 Und der König und ganz Israel opferten vor Haschem Opfer.

8,63 Und Salomo opferte Dankopfer, die er Haschem opferte, zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe. So weihten sie das Haus Haschem's ein, der König und ganz Israel.

8,64 An demselben Tage weihte der König die Mitte des Vorhofes, der vor dem Hause Haschem's war, dadurch, daß er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Dankopfer dort darbrachte. Denn der kupferne Altar, der vor Haschem stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und das Fett der Dankopfer.

8,65 Und Salomo beging zu der Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm - eine große Versammlung von der Grenze Hamats bis an den Bach Ägyptens - vor Haschem, sieben Tage und noch sieben Tage, das waren vierzehn Tage.

8,66 Und er entließ das Volk am achten Tage. Und sie segneten den König und gingen heim fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das Haschem an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan hatte.

9. Kapitel

9,1 Und als Salomo das Haus Haschem's gebaut hatte und das Haus des Königs und alles, was er zu machen gewünscht hatte,

9,2 erschien ihm Haschem zum zweitenmal, wie er ihm erschienen war in Gibeon.

9,3 Und Haschem sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen gehört, das du vor mich gebracht hast, und habe dies Haus gesegnet, das du gebaut hast, daß ich meinen Namen dort wohnen lasse ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen da sein allezeit.

9,4 Und du, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, daß du alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Gebote und meine Rechte hältst,

9,5 so will ich bestätigen den Thron deines Königtums über Israel ewiglich, wie ich deinem Vater David zugesagt habe: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.

9,6 Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe, und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten,

9,7 so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und das Haus, das ich meinem Namen geweiht habe, will ich verwerfen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Spott und Hohn sein unter allen Völkern.

9,8 Und dies Haus wird eingerissen werden, so daß alle, die vorübergehen, sich entsetzen werden und höhnen und sagen: Warum hat Haschem diesem Lande und diesem Hause das angetan?

9,9 Dann wird man antworten: Weil sie Haschem, verlassen haben, der ihre Väter aus Mitzrayim führte, und andere Götter angenommen und sie angebetet und ihnen gedient haben - darum hat Haschem all dies Unheil über sie gebracht.

9,10 Als nun die zwanzig Jahre um waren, in denen Salomo die beiden Häuser baute, Haschem's Haus und des Königs Haus,

9,11 - dazu hatte Hiram, der König von Tyrus, Salomo Zedernbäume und Zypressen und Gold nach all seinen Wünschen gegeben -, da gab der König Salomo Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.

9,12 Und Hiram zog aus von Tyrus, die Städte zu besehen, die ihm Salomo gegeben hatte, und sie gefielen ihm nicht.

9,13 Und er sprach: Was sind das für Städte, mein Bruder, die du mir gegeben hast? Und man nannte sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.

9,14 Und Hiram hatte dem König hundertundzwanzig Zentner Gold gesandt.

9,15 Und so verhielt sich's mit den Fronleuten, die der König Salomo aushob, um zu bauen Haschem's Haus und sein Haus und den Millo und die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser -

9,16 denn der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter erschlagen, die in der Stadt wohnten, und hatte seiner Tochter, Salomos Frau, den Ort zum Geschenk gegeben;

9,17 und Salomo baute Geser wieder auf und das untere Bet-Horon 9,18 und Baalat und Tamar in der Wüste im Lande Juda

9,19 und alle Städte mit Kornspeichern, die Salomo hatte, und alle Städte der Wagen und die Städte der Gespanne und was er zu bauen wünschte in Jerusalem, im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft -:

9,20 alles Volk, das noch übrig war von den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, die nicht zu den Israeliten gehörten,

9,21 deren Nachkommen, die übriggeblieben waren im Lande, an denen Israel den Bann nicht hatte vollstrecken können, die machte Salomo zu Fronleuten bis auf diesen Tag.

9,22 Aber aus Israel machte er niemand zu Fronleuten, sondern ließ sie Kriegsleute und seine Räte und Oberste und Ritter und Hauptleute über seine Wagen und Gespanne sein.

9,23 Und die Zahl der obersten Amtleute, die über Salomos Bauarbeiten gesetzt waren, betrug fünfhundertundfünfzig; diese geboten über die Leute, die die Arbeiten taten.

9,24 Und die Tochter des Pharao zog herauf von der Stadt Davids in ihr Haus, das Salomo für sie gebaut hatte. Dann baute er auch den Millo.

9,25 Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Dankopfer auf dem Altar, den er Haschem gebaut hatte, und räucherte auf ihm vor Haschem. Und so wurde das Haus fertig.

9,26 Und Salomo baute auch Schiffe in Ezjon-Geber, das bei Elat liegt am Ufer des Schilfmeers im Lande der Edomiter.

9,27 Und Hiram sandte auf die Schiffe seine Leute, die gute Schiffsleute und auf dem Meer erfahren waren, zusammen mit den Leuten Salomos.

9,28 Und sie kamen nach Ofir und holten dort vierhundertundzwanzig Zentner Gold und brachten's dem König Salomo.

10. Kapitel

10,1 Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen.

10,2 Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge, mit Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und als sie zum König Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte.

10,3 Und Salomo gab ihr Antwort auf alles, und es war dem König nichts verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können.

10,4 Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte,

10,5 und die Speisen für seinen Tisch und die Rangordnung seiner Großen und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause Haschem's opferte, geriet sie vor Staunen außer sich

10,6 und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe.

10,7 Und ich hab's nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte hat man mir gesagt. Du hast mehr Weisheit und Güter, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe.

10,8 Glücklich sind deine Männer und deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören.

10,9 Gelobt sei Haschem, dein Haschem, der an dir Wohlgefallen hat, so daß er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil Haschem Israel lieb hat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, daß du Recht und Gerechtigkeit übst.

10,10 Und sie gab dem König hundertundzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es kam nie mehr so viel Spezerei ins Land, wie die Königin von Saba dem König Salomo gab.

10,11 Auch brachten die Schiffe Hirams, die Gold aus Ofir einführten, sehr viel Sandelholz und Edelsteine.

10,12 Und der König ließ Pfeiler machen aus dem Sandelholz im Hause Haschem's und im Hause des Königs und Harfen und Zithern für die Sänger. Es kam nie mehr so viel Sandelholz ins Land, wurde auch nicht gesehen bis auf diesen Tag.

10,13 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, außer dem, was er ihr von sich aus gab. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

10,14 Und das Gewicht des Goldes, das für Salomo in einem Jahr einkam, war sechshundertsechsundsechzig Zentner,

10,15 außer dem, was von den Händlern und vom Gewinn der Kaufleute und von allen Königen Arabiens und von den Statthaltern kam.

10,16 Und der König Salomo ließ zweihundert große Schilde vom besten Gold machen - sechshundert Lot Gold nahm er zu einem Schild -

10,17 und dreihundert kleine Schilde vom besten Gold, je drei Pfund Gold zu einem kleinen Schild. Und der König brachte sie in das Libanon-Waldhaus.

10,18 Und der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog ihn mit dem edelsten Gold.

10,19 Und der Thron hatte sechs Stufen, und hinten am Thron waren Stierköpfe, und es waren Lehnen auf beiden Seiten am Sitz, und zwei Löwen standen an den Lehnen.

10,20 Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Dergleichen ist nie gemacht worden in allen Königreichen.

10,21 Alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße im Libanon-Waldhaus waren auch aus lauterem Gold; denn das Silber achtete man zu den Zeiten Salomos für nichts.

10,22 Denn der König hatte Tarsisschiffe, die auf dem Meer zusammen mit den Schiffen Hirams fuhren. Diese kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

10,23 So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden.

10,24 Und alle Welt begehrte, Salomo zu sehen, damit sie die Weisheit hörten, die ihm Haschem in sein Herz gegeben hatte.

10,25 Und jedermann brachte ihm jährlich Geschenke, silberne und goldene Geräte, Kleider und Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.

10,26 Und Salomo brachte Wagen und Gespanne zusammen, so daß er tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Gespanne hatte, und er legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.

10,27 Und der König brachte es dahin, daß es in Jerusalem so viel Silber gab wie Steine, und Zedernholz so viel wie wilde Feigenbäume im Hügelland.

10,28 Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten und aus Koë; und die Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë zu ihrem Preis.

10,29 Und sie brachten herauf aus Ägypten den Wagen für sechshundert Silberstücke und das Pferd für hundertundfünfzig. Dann führten sie diese wieder aus an alle Könige der Hetiter und an die Könige von Aram.

11. Kapitel

11,1 Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hetitische -

11,2 aus solchen Völkern, von denen Haschem den Israeliten gesagt hatte: Geht nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiß eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit Liebe.

11,3 Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz.

11,4 Und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei Haschem, war, wie das Herz seines Vaters David.

11,5 So diente Salomo der Astarte, der Göttin derer von Sidon, und dem Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.

11,6 Und Salomo tat, was Haschem mißfiel, und folgte nicht völlig Haschem wie sein Vater David.

11,7 Damals baute Salomo eine Höhe dem Kemosch, dem greulichen Götzen der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Moloch, dem greulichen Götzen der Ammoniter.

11,8 Ebenso tat Salomo für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.

11,9 Haschem aber wurde zornig über Salomo, daß er sein Herz von dem ihm, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war

11,10 und ihm geboten hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte. Er aber hatte nicht gehalten, was ihm Haschem geboten hatte.

11,11 Darum sprach Haschem zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist und du meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten hast, die ich dir geboten habe, so will ich das Königtum von dir reißen und einem deiner Großen geben.

11,12 Doch zu deiner Zeit will ich das noch nicht tun um deines Vaters David willen, sondern aus der Hand deines Sohnes will ich's reißen.

11,13 Doch will ich nicht das ganze Reich losreißen; einen Stamm will ich deinem Sohn lassen um Davids willen, meines Knechts, und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.

11,14 Und Haschem erweckte Salomo einen Widersacher, den Edomiter Hadad, vom königlichen Geschlecht in Edom.

11,15 Denn als David die Edomiter schlug - damals als der Feldhauptmann Joab hinaufgezogen war, um die Erschlagenen Israels zu begraben, da erschlug er alles, was männlich war in Edom;

11,16 sechs Monate blieb Joab und ganz Israel dort, bis er ausgerottet hatte alles, was männlich war in Edom -,

11,17 da floh Hadad und mit ihm einige Edomiter vom Gefolge seines Vaters, um nach Ägypten zu entkommen. Hadad aber war noch ein sehr junger Mann.

11,18 Und sie machten sich auf von Midian und kamen nach Paran und nahmen Leute mit sich aus Paran und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem König von Ägypten. Der gab ihm ein Haus und Nahrung und wies ihm Land an.

11,19 Und Hadad fand große Gnade vor dem Pharao, so daß er ihm sogar die Schwester seiner Gemahlin, der Königin Tachpenes, zur Frau gab.

11,20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, und Tachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so daß Genubat im Hause des Pharao unter den Kindern des Pharao war.

11,21 Als nun Hadad hörte in Ägypten, daß David sich zu seinen Vätern gelegt hatte und daß der Feldhauptmann Joab tot war, sprach er zum Pharao: Laß mich in mein Land ziehen!

11,22 Der Pharao sprach zu ihm: Was fehlt dir bei mir, daß du in dein Land ziehen willst? Er sprach: Nichts, aber laß mich ziehen!

11,23 Und Hadad kehrte in sein Land zurück und hatte einen Haß auf Israel und wurde König über Edom.

11,24 Auch erweckte Haschem dem Salomo noch einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadad- Eser, dem König von Zoba, geflohen war.

11,25 Der hatte Männer um sich gesammelt und war Hauptmann einer Schar geworden - als David die Aramäer schlug -, und er zog nach Damaskus und nahm es ein und wurde König in Damaskus.

11,26 Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem Schaden, den Hadad tat.

11,27 Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zereda, Salomos Vogt - seine Mutter hieß Zerua, eine Witwe -, hob die Hand auf gegen den König.

11,28 Und so ging es zu, als er die Hand gegen den König aufhob: Salomo baute den Millo und schloß damit die Lücke in der Stadt Davids, seines Vaters.

11,29 Und Jerobeam war ein tüchtiger Mann. Und als Salomo sah, daß der Jüngling viel schaffte, setzte er ihn über alle Fronarbeit des Hauses Josef.

11,30 Es begab sich aber zu der Zeit, daß Jerobeam aus Jerusalem hinausging, und es traf ihn der Prophet Ahija von Silo auf dem Wege und hatte einen neuen Mantel an, und es waren die beiden allein auf dem Felde.

11,31 Und Ahija faßte den neuen Mantel, den er anhatte, und riß ihn in zwölf Stücke

11,32 und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stücke zu dir! Denn so spricht Haschem, der AELOHIM Israels: Siehe, ich will das Königtum aus der Hand Salomos reißen und dir zehn Stämme geben -

11,33 einen Stamm soll er haben um meines Knechts David willen und um der Stadt Jerusalem willen, die ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels -,

11,34 weil er mich verlassen hat und angebetet die Astarte, die Göttin der Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, und nicht in meinen Wegen gewandelt ist und nicht getan hat, was mir wohlgefällt, meine Gebote und Rechte, wie sein Vater David.

11,35 Ich will aber aus seiner Hand das Reich noch nicht nehmen, sondern ich will ihn Fürst sein lassen sein Leben lang um meines Knechtes David willen, den ich erwählt habe und der meine Gebote und Rechte gehalten hat.

11,36 Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königtum nehmen und will dir zehn Stämme

11,37 und seinem Sohn einen Stamm geben, damit mein Knecht David vor mir eine Leuchte habe allezeit in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen.

11,38 So will ich nun dich nehmen, daß du regierst über alles, was dein Herz begehrt, und König sein sollst über Israel.

11,39 Wirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde, und in meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefällt, und meine Rechte und Gebote halten, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es David gebaut habe, und will dir Israel geben

11,40 und will das Geschlecht Davids deswegen demütigen, doch nicht für alle Zeit.

11,41 Salomo aber trachtete danach, Jerobeam zu töten. Da machte sich Jerobeam auf und floh nach Ägypten zu Schischak, dem König von Ägypten, und blieb in Ägypten, bis Salomo starb.

11,42 Was mehr von Salomo zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, das steht geschrieben in der Chronik von Salomo.

11,43 Die Zeit aber, die Salomo König war zu Jerusalem über ganz Israel, ist vierzig Jahre.

11,44 Und Salomo legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam wurde König an seiner Statt.

 

 
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