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Das Buch Divre Ha Yamim Bet

DAS ZWEITE BUCH DER CHRONIK

1. Kapitel

1,1 Und Salomo, der Sohn Dawids, wurde mächtig in seinem Königtum, und Haschem, sein Haschem, war mit ihm und machte ihn immer größer.

1,2 Und Salomo redete mit ganz Israel, mit den Obersten über tausend und über hundert, mit den Richtern und mit allen Fürsten in Israel, mit den Häuptern der Sippen,

1,3 daß sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm, zu der Höhe, die bei Gibeon war; denn dort war die Stiftshütte Haschem, die Moshe, der Knecht Haschem's, in der Wüste gemacht hatte.

1,4 - Nur die Lade Haschem hatte Dawid heraufgebracht von Kirjat-Jearim an den Ort, den er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr ein Zelt aufgeschlagen zu Jerusalem.

1,5 Auch der kupferne Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung Haschem's. Und Salomo und die Gemeinde pflegten ihn aufzusuchen.

1,6 Und Salomo opferte vor Haschem tausend Brandopfer auf dem kupfernen Altar, der vor der Stiftshütte stand.

1,7 In derselben Nacht aber erschien Haschem dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll.

1,8 Und Salomo sprach zu Haschem: Du hast große Barmherzigkeit an meinem Vater Dawid getan und hast mich an seiner Statt zum König gemacht.

1,9 So laß nun, Haschem, dein Wort an meinen Vater Dawid wahr werden; denn du hast mich zum König gemacht über ein Volk, das so viel ist wie Staub auf Erden.

1,10 So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, daß ich vor diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten?

1,11 Da sprach Haschem zu Salomo: Weil du dies im Sinn hast und nicht gebeten um Reichtum noch um Gut noch um Ehre noch um deiner Feinde Tod noch um langes Leben, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, mein Volk zu richten, über das ich dich zum König gemacht habe,

1,12 so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Dazu will ich dir Reichtum, Gut und Ehre geben, wie sie die Könige vor dir nicht gehabt haben und auch die nach dir nicht haben werden.

1,13 So kam Salomo von der Höhe, die bei Gibeon war, von der Stiftshütte, nach Jerusalem und regierte über Israel.

1,14 Und Salomo brachte Wagen und Reiter zusammen, so daß er tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Reiter hatte, und legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.

1,15 Und der König brachte es dahin, daß es in Jerusalem so viel Silber und Gold gab wie Steine und so viele Zedern wie Maulbeerbäume im Hügelland.

1,16 Und man brachte Salomo Pferde aus Mitzrayim und aus Koë; die Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë zu ihrem Preis;

1,17 aus Mitzrayim aber brachten sie herauf den Wagen für sechshundert Silberstücke und das Pferd für hundertfünfzig. Dann führten sie diese wieder aus an alle Könige der Hetiter und an die Könige von Aram.

1,18 Und Salomo gedachte dem Namen Haschem's ein Haus zu bauen und auch ein Haus für sich als König.

2. Kapitel

2,1 Und Salomo zählte siebzigtausend ab, die Lasten tragen, und achtzigtausend, die im Gebirge Steine hauen sollten, und dreitausendsechshundert Aufseher über sie.

2,2 Und Salomo sandte zu Hiram, dem König von Tyrus, und ließ ihm sagen: Wie du mit meinem Vater Dawid tatest und ihm Zedern sandtest, daß er sich ein Haus baute, in dem er wohnte, -

2,3 siehe, ich will dem Namen Haschem's, meines Haschem, ein Haus bauen, das ihm gesegnet werde, um gutes Räucherwerk vor ihm darzubringen und ständig Schaubrote zuzurichten und Brandopfer am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden und an den Festen Haschem's, unseres Haschem, wie es allezeit für Israel gilt.

2,4 Und das Haus, das ich bauen will, soll groß sein; denn unser Haschem ist größer als alle Götter.

2,5 Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Wer bin ich denn, daß ich ihm ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu opfern?

2,6 So sende mir nun einen tüchtigen Mann, der mit Gold, Silber, Kupfer, Eisen, rotem Purpur, Scharlach und blauem Purpur arbeiten kann und der Bildwerk zu schnitzen versteht zusammen mit den Meistern, die bei mir in Juda und Jerusalem sind und die mein Vater Dawid bestellt hat.

2,7 Und sende mir Zedern-, Zypressen- und Sandelholz vom Libanon; denn ich weiß, daß deine Leute verstehen, das Holz auf dem Libanon zu hauen. Und siehe, meine Leute sollen mit deinen Leuten sein,

2,8 daß man mir viel Holz zubereite; denn das Haus, das ich bauen will, soll groß und prächtig sein.

2,9 Und siehe, ich will den Holzhauern, deinen Leuten, die das Holz behauen, zweihunderttausend Scheffel Weizen und zweihunderttausend Scheffel Gerste und zwanzigtausend Eimer Wein und zwanzigtausend Eimer Öl zur Speise geben.

2,10 Da antwortete Hiram, der König von Tyrus, in einem Brief und sandte zu Salomo: Da Haschem sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gemacht.

2,11 Und Hiram schrieb weiter: Gelobt sei Haschem, Haschem Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, daß er dem König Dawid einen weisen, klugen und verständigen Sohn gegeben hat, Haschem ein Haus bauen will und auch ein Haus für sich als König!

2,12 So sende ich nun einen tüchtigen und verständigen Mann, Hiram, meinen Berater;

2,13 er ist der Sohn einer Frau von den Töchtern Dan, und sein Vater ist ein Tyrer gewesen. Der versteht zu arbeiten mit Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Steinen, Holz, rotem und blauem Purpur, feiner Leinwand und Scharlach, und Bildwerk zu schnitzen und alles, was man ihm aufgibt, kunstreich zu machen mit deinen Meistern und mit den Meistern meines Herrn, des Königs Dawid, deines Vaters.

2,14 Mein Herr sende nun seinen Leuten, wie er gesagt hat, Weizen, Gerste, Öl und Wein,

2,15 so wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, soviel du bedarfst, und wollen es auf Flößen übers Meer nach Jafo bringen. Von da mußt du es hinauf nach Jerusalem schaffen.

2,16 Und Salomo ließ alle Fremdlinge im Lande Israel zählen, nachdem schon sein Vater Dawid sie gezählt hatte, und es fanden sich 153 600.

2,17 Und er machte von ihnen 70 000 zu Trägern und 80 000 zu Steinhauern im Gebirge und 3600 zu Aufsehern, die die Leute zum Dienst anhielten.

3. Kapitel

3,1 Und Salomo fing an, das Haus Haschem's zu bauen in Jerusalem auf dem Berge Morija, wo Haschem seinem Vater Dawid erschienen war, an der Stätte, die Dawid auf der Tenne Araunas, des Jebusiters, zubereitet hatte.

3,2 Im zweiten Monat am zweiten Tage im vierten Jahr seiner Herrschaft fing er an zu bauen.

3,3 Und dies sind die Maße, nach denen Salomo das Haus Haschem baute: die Länge sechzig Ellen (s.u. Ellen:Maße u. Gewichte) nach altem Maß, die Breite zwanzig Ellen.

3,4 Und die Vorhalle, die sich davor befand, war nach der Breite des Hauses zwanzig Ellen lang, die Höhe aber war hundertzwanzig Ellen, und er überzog sie innen mit lauterem Gold. Nach anderer Überlieferung: zwanzig Ellen.

3,5 Die große Halle aber täfelte er mit Zypressenholz und überzog sie mit dem besten Gold und brachte darauf Palmen und Blumenwerk an.

3,6 Und er zierte die Halle mit edlen Steinen zum Schmuck, das Gold aber war Parwajim-Gold.

3,7 Und er überzog die Halle, die Balken und die Schwellen samt ihren Wänden und Türen mit Gold und ließ auf die Wände Cherubim schnitzen.

3,8 Er machte auch den Raum des Miqdash. Dessen Länge war zwanzig Ellen nach der Breite des Baues, und seine Breite war auch zwanzig Ellen, und er überzog ihn mit dem besten Gold, an sechshundert Zentner;

3,9 und er gab auch für die Nägel fünfzig Lot Gold an Gewicht und überzog die Obergemächer mit Gold.

3,10 Er machte auch im Raum des Miqdash zwei Cherubim, kunstreiche Werke, und überzog sie mit Gold.

3,11 Und die Länge der Flügel der Cherubim war zwanzig Ellen, so daß ein Flügel fünf Ellen hatte und die Wand des Hauses berührte und der andere Flügel auch fünf Ellen hatte und den Flügel des andern Cherubs berührte.

3,12 So hatte auch der eine Flügel des andern Cherubs fünf Ellen und berührte die Wand des Hauses, und sein anderer Flügel hatte auch fünf Ellen und berührte den Flügel des andern Cherubs,

3,13 so daß diese Flügel der Cherubim zwanzig Ellen weit ausgebreitet waren. Und sie standen auf ihren Füßen, und ihr Antlitz war zur Halle hingewandt.

3,14 Er machte auch einen Vorhang von blauem und rotem Purpur, von Scharlach und feiner Leinwand und brachte Cherubim darauf an.

3,15 Und er machte vor dem Hause zwei Säulen, fünfunddreißig Ellen hoch, und den Knauf oben darauf fünf Ellen

3,16 und machte Ketten zum Gitterwerk und tat sie oben an die Säulen und machte hundert Granatäpfel und tat sie an die Ketten

3,17 und richtete die Säulen auf vor dem Tempel, eine zur Rechten und die andere zur Linken, und nannte die zur Rechten Jachin und die zur Linken Boas.

4. Kapitel

4,1 Er machte auch einen kupfernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und zehn Ellen hoch.

4,2 Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn Ellen breit, ganz rund, fünf Ellen hoch, und eine Schnur von dreißig Ellen konnte es umspannen.

4,3 Und unter ihm umgaben es ringsum Gestalten, Rindern vergleichbar; und es waren um das Meer her zehn Knoten je Elle; zwei Reihen bildeten die Knoten, die bei dem Guß mit angegossen waren.

4,4 Es stand aber auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und das Meer stand oben auf ihnen; und ihre Hinterteile waren alle nach innen gekehrt.

4,5 Die Stärke seiner Wand war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers Rand, wie eine aufgegangene Lilie, und es faßte dreitausend Eimer.

4,6 Und er machte zehn Kessel. Von ihnen stellte er fünf zur Rechten und fünf zur Linken, um in ihnen zu waschen - nämlich was zum Brandopfer gehört, sollte man darin abspülen -; das Meer aber stellte er auf, daß sich die Priester darin waschen sollten.

4,7 Er machte auch zehn goldene Leuchter, wie sie sein sollten, und stellte sie in die Tempelhalle, fünf zur Rechten und fünf zur Linken,

4,8 und machte zehn Tische und tat sie in die Tempelhalle, fünf zur Rechten und fünf zur Linken, und machte hundert goldene Schalen.

4,9 Er machte auch einen Vorhof für die Priester und einen großen Vorhof und Türen für den Vorhof und überzog die Türen mit Kupfer

4,10 und setzte das Meer rechts vor das Haus nach Süden hin.

4,11 Und Hiram machte Töpfe, Schaufeln und Becken. Danach vollendete Hiram die Arbeit, die er für den König Salomo tat am Hause Haschem,

4,12 nämlich die zwei Säulen mit den kugligen Knäufen oben auf beiden Säulen und die zwei Gitterwerke, zu bedecken beide kugligen Knäufe oben auf den Säulen,

4,13 und die vierhundert Granatäpfel an den beiden Gitterwerken, zwei Reihen Granatäpfel an jedem Gitterwerk, zu bedecken beide kugligen Knäufe, die oben auf den Säulen waren.

4,14 Auch machte er die Gestelle und die Kessel auf den Gestellen

4,15 und das Meer und die zwölf Rinder darunter;

4,16 dazu machte Hiram, sein Berater, dem König Salomo Töpfe, Schaufeln, Gabeln samt allen Gefäßen für das Haus Haschem's von geglättetem Kupfer.

4,17 In der Gegend des unteren Jordans ließ sie der König gießen in der Gießerei von Adama, zwischen Sukkot und Zereda.

4,18 Und Salomo machte sehr viele von allen diesen Geräten, so daß das Gewicht des Kupfers nicht zu erforschen war.

4,19 Und Salomo machte alles Gerät für das Haus Haschem, nämlich den goldenen Altar und die Tische mit den Schaubroten darauf,

4,20 die Leuchter mit ihren Lampen von lauterem Gold, daß sie brennen vor dem Chorraum nach der Ordnung.

4,21 Und die Blumen und die Lampen und die Scheren waren golden, das war alles ganz aus Gold;

4,22 auch die Messer, Schalen, Löffel und Pfannen waren von lauterem Gold. Und an den Eingängen des Hauses waren die inneren Türen zum Miqdash und die Türen zur Tempelhalle aus Gold.

5. Kapitel

5,1 Also wurde alle Arbeit vollbracht, die Salomo am Hause Haschem's tat. Und Salomo brachte hinein alles, was sein Vater Dawid gesegnet hatte, und legte das Silber und Gold und alle Geräte in den Schatz im Hause Haschem.

5,2 Da versammelte Salomo alle Ältesten Israels, alle Häupter der Stämme und die Fürsten der Sippen Israels in Jerusalem, damit sie die Lade des Bundes Haschem's hinaufbrächten aus der Stadt Dawids, das ist Zion.

5,3 Und es versammelten sich beim König alle Männer Israels zum Fest, das im siebenten Monat gefeiert wird.

5,4 Und es kamen alle Ältesten Israels, und die Leviten hoben die Lade auf

5,5 und brachten sie hinauf samt der Stiftshütte und allem Gerät, das in der Stiftshütte war; es brachten sie hinauf die Priester und Leviten.

5,6 Aber der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die bei ihm vor der Lade versammelt war, opferten Schafe und Rinder, so viel, daß es niemand zählen noch berechnen konnte.

5,7 So brachten die Priester die Lade des Bundes Haschem's an ihre Stätte, in den Chorraum des Hauses, in das Allerehrwürdigste, unter die Flügel der Cherubim,

5,8 daß die Cherubim ihre Flügel ausbreiteten über die Stätte der Lade. Und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.

5,9 Die Stangen aber waren so lang, daß man ihre Enden vor dem Chorraum in der Tempelhalle sah, aber von außen sah man sie nicht. Und sie war dort bis auf diesen Tag.

5,10 Und es war nichts in der Lade außer den zwei Tafeln, die Moshe am Horeb hineingelegt hatte, die Tafeln des Bundes, Haschem mit Israel geschlossen hatte, als sie aus Mitzrayim zogen.

5,11 Und die Priester gingen heraus aus dem Mikdash - denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich gereinigt, ohne daß sie sich an die Ordnungen hielten -,

5,12 und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertundzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen.

5,13 Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken Haschem. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man Haschem lobte: «Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig», da wurde das Haus Haschem's erfüllt mit einer Wolke,

5,14 so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit Haschem's erfüllte das Haus Haschem.

6. Kapitel

6,1 Da sprach Salomo: Haschem hat gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.

6,2 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung und einen Sitz, da du ewiglich wohnest.

6,3 Und der König wandte sein Antlitz und segnete die ganze Gemeinde Israel, während sie stand,

6,4 und sprach: Gelobt sei Haschem, Haschem Israels, der durch seinen Mund meinem Vater Dawid zugesagt und es mit seiner Hand erfüllt hat, als er sagte:

6,5 Seit der Zeit, da ich mein Volk aus Mitzrayimland geführt habe, habe ich keine Stadt erwählt aus allen Stämmen Israels, ein Haus zu bauen, daß mein Name daselbst sein sollte, und habe auch keinen Mann erwählt, daß er Fürst sein sollte über mein Volk Israel;

6,6 aber Jerusalem habe ich erwählt, daß mein Name daselbst sei, und Dawid habe ich erwählt, daß er über mein Volk Israel Herr sei.

6,7 Und als mein Vater Dawid im Sinn hatte, dem Namen Haschem's, Haschem's Israels, ein Haus zu bauen,

6,8 sprach Haschem zu meinem Vater Dawid: Du hast wohlgetan, daß du im Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen.

6,9 Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn, der von dir kommen wird, soll meinem Namen das Haus bauen.

6,10 So hat nun Haschem sein Wort wahr gemacht, das er geredet hat; denn ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters Dawid Statt und sitze auf dem Thron Israels, wie Haschem zugesagt hat, und habe dem Namen Haschem's, des Haschem's Israels, ein Haus gebaut

6,11 und habe die Lade hineingebracht, in der die Tafeln des Bundes Haschem's sind, den er mit den Israeliten geschlossen hat.

6,12 Und er trat vor den Altar Haschem's angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus

6,13 aber Salomo hatte eine Kanzel aus Kupfer gemacht und mitten in den Vorhof gestellt, fünf Ellen lang und breit und drei Ellen hoch; auf diese trat er und fiel nieder auf seine Knie angesichts der ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel

6,14 und sprach: Haschem, Haschem Israels, niemand ist dir gleich weder im Himmel noch auf Erden, der du hältst den Bund und die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen.

6,15 Du hast deinem Knecht Dawid, meinem Vater, gehalten, was du ihm zugesagt hast; mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfüllt, so wie es heute ist.

6,16 Nun, Haschem, Haschem Israels, halte deinem Knecht Dawid, meinem Vater, was du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der vor mir steht, der auf dem Thron Israels sitzt, sofern deine Söhne ihren Weg bewahren, daß sie wandeln in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt bist.

6,17 Nun, Haschem, Haschem Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht Dawid zugesagt hast.

6,18 Aber sollte Haschem wirklich bei den Menschen auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen; wie sollte es dann dies Haus tun, das ich gebaut habe?

6,19 Wende dich aber, Haschem, mein Haschem, zu dem Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, daß du erhörest das Bitten und Beten deines Knechtes vor dir!

6,20 Laß deine Augen offen sein über diesem Hause Tag und Nacht, über der Stätte, von der du gesagt hast, du wollest deinen Namen daselbst wohnen lassen, daß du hörest das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte beten wird.

6,21 So höre nun das Flehen deines Knechts und deines Volkes Israel, wenn sie bitten werden an dieser Stätte; höre es von der Stätte deiner Wohnung, vom Himmel her, und wenn du es hörst, wollest du gnädig sein!

6,22 Wenn jemand an seinem Nächsten sündigt und es wird ihm ein Fluch auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt und verflucht sich vor deinem Altar in diesem Hause,

6,23 so wollest du hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, daß du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt kommen läßt, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.

6,24 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir gesündigt haben, und sie bekehren sich dann und bekennen deinen Namen, bitten und flehen vor dir in diesem Hause,

6,25 so wollest du hören vom Himmel her und vergeben die Sünde deines Volkes Israel und sie in das Land zurückbringen, das du ihnen und ihren Vätern gegeben hast.

6,26 Wenn der Himmel verschlossen ist, daß es nicht regnet, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beten dann an dieser Stätte und bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Sünden, weil du sie bedrängt hast,

6,27 so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde deiner Knechte und deines Volkes Israel, daß du sie den guten Weg lehrest, auf dem sie wandeln sollen, und regnen lassest auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast.

6,28 Wenn eine Hungersnot im Lande sein wird oder Pest oder Dürre, Getreidebrand, Heuschrecken, Raupen, oder wenn sein Feind im Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da ist,

6,29 wer dann bittet oder fleht, es seien einzelne Menschen oder dein ganzes Volk Israel, wenn jemand seine Plage und Schmerzen fühlt und seine Hände ausbreitet zu diesem Hause,

6,30 so wollest du hören vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und gnädig sein und jedermann geben nach all seinem Wandel, wie du sein Herz erkennst - denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder,

6,31 damit sie dich fürchten und wandeln in deinen Wegen alle Tage, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vätern gegeben hast.

6,32 Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus fernen Landen kommt um deines großen Namens und deiner mächtigen Hand und deines ausgereckten Arms willen und zu diesem Hause hin betet,

6,33 so wollest du hören vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und alles tun, worum er dich anruft, auf daß alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel und innewerden, daß dein Name über diesem Hause genannt ist, das ich gebaut habe.

6,34 Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine Feinde auf dem Wege, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten nach dieser Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,

6,35 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören vom Himmel her und ihnen zu ihrem Recht helfen.

6,36 Wenn sie an dir sündigen werden - denn es gibt keinen Menschen, der nicht sündigt und du über sie zürnst und sie vor ihren Feinden dahingibst und diese sie gefangen wegführen in ein fernes oder nahes Land

6,37 und sie nehmen es sich dann zu Herzen in dem Lande, in dem sie gefangen sind, und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Feinde und sprechen: «Wir haben gesündigt, übel getan und sind gottlos gewesen»,

6,38 und sich von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir bekehren im Lande ihrer Feinde, in dem man sie gefangen hält, und sie beten nach ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben hast, und nach der Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem Namen gebaut habe,

6,39 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören vom Himmel her, vom Sitz deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen und deinem Volk vergeben, das an dir gesündigt hat.

6,40 So laß nun, mein Haschem, deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.

6,41 Und nun mache dich auf, Haschem, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht. Laß deine Priester, Haschem, mit Wohlergehen angetan werden und deine Gerechten sich freuen des Guten.

6,42 Du, Haschem, weise nicht ab das Antlitz deines Gesalbten! Gedenk an die Gnaden, die du deinem Knechte Dawid verheißen hast.

7. Kapitel

7,1 Und als Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel Feuer vom Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer, und die Herrlichkeit Haschem's erfüllte das Haus,

7,2 so daß die Priester nicht ins Haus Haschem's hineingehen konnten, weil Haschem's Herrlichkeit das Haus Haschem's füllte.

7,3 Und alle Israeliten sahen das Feuer herabfallen und die Herrlichkeit Haschem's über dem Hause, und sie fielen auf ihre Knie mit dem Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an und dankten Haschem, daß er gütig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich währt.

7,4 Der König aber und das ganze Volk opferten vor Haschem;

7,5 zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe opferte der König Salomo. Und so weihten der König und das ganze Volk das Haus Haschem ein.

7,6 Die Priester aber übten ihren Dienst aus, und die Leviten standen dabei mit den Saitenspielen Haschem's, die der König Dawid hatte machen lassen, Haschem zu danken, daß seine Barmherzigkeit ewiglich währt, mit den Psalmen Dawids, die sie sangen. Und die Priester bliesen Trompeten ihnen gegenüber, und ganz Israel stand.

7,7 Und Salomo weihte die Mitte des Vorhofes, der vor dem Hause Haschem's war; denn er hatte dort Brandopfer und das Fett der Dankopfer dargebracht. Denn der kupferne Altar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen.

7,8 Und Salomo hielt damals das Fest sieben Tage lang und ganz Israel mit ihm, eine sehr große Gemeinde, von Hamat an bis an den Bach Mitzrayims.

7,9 Am achten Tage aber hielten sie eine Versammlung; denn die Einweihung des Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch sieben Tage.

7,10 So ließ er am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monats das Volk fröhlich heimgehen und guten Mutes über all das Gute, das Haschem an Dawid, Salomo und seinem Volk Israel getan hatte.

7,11 So vollendete Salomo das Haus Haschem's und das Haus des Königs. Und es gelang ihm, alles, was ihm in den Sinn gekommen war, am Hause Haschem's und an seinem Hause auszuführen.

7,12 Und Haschem erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und diese Stätte mir zum Opferhaus erwählt.

7,13 Siehe, wenn ich den Himmel verschließe, daß es nicht regnet, oder die Heuschrecken das Land fressen oder eine Pest unter mein Volk kommen lasse

7,14 und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, daß sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.

7,15 So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.

7,16 So habe ich nun dies Haus erwählt und gesegnet, daß mein Name dort sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen dort sein allezeit.

7,17 Und wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater Dawid gewandelt ist, daß du alles tust, was ich dich heiße, und meine Gebote und Rechte hältst,

7,18 so will ich den Thron deines Königtums bestätigen, wie ich mit deinem Vater Dawid einen Bund geschlossen habe und gesagt: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der über Israel Herr sei.

7,19 Werdet ihr euch aber abkehren und meine Rechte und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten,

7,20 so werde ich Israel ausreißen aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben habe, und dies Haus, das ich meinem Namen geweiht habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und werde es zum Hohn machen und zum Spott unter allen Völkern.

7,21 Und vor diesem Hause, das so hoch erhoben wurde, werden sich entsetzen alle, die vorübergehen, und sagen: Warum ist Haschem mit diesem Lande und mit diesem Hause so verfahren?

7,22 Und man wird sagen: Weil sie Haschem, der Haschem ihrer Väter, verlassen haben, der sie aus Mitzrayimland geführt hat, und sie sich an andere Götter gehängt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dies Unheil über sie gebracht.

8. Kapitel

8,1 Und nach zwanzig Jahren, in denen Salomo Haschem's Haus und sein Haus gebaut hatte

8,2 er hatte auch die Städte, die Hiram Salomo gegeben hatte, ausgebaut und ließ die Israeliten darin wohnen -,

8,3 da zog Salomo gegen Hamat-Zoba und eroberte es.

8,4 Er baute Tadmor in der Wüste aus und alle Städte mit Kornspeichern, die er in Hamat angelegt hatte;

8,5 auch das obere und untere Bet-Horon, daß sie feste Städte wurden mit Mauern, Toren und Riegeln;

8,6 dazu Baalat und alle Städte mit Kornspeichern, die Salomo hatte, und alle Wagen- und Reiterstädte und alles, was Salomo in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft zu bauen wünschte.

8,7 Alles Volk, das noch übrig war von den Hetitern, Amoritern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, die nicht zu Israel gehörten

8,8 - ihre Nachkommen, die im Lande übriggeblieben waren, die Israel nicht vertilgt hatte, machte Salomo zu Fronarbeitern bis auf diesen Tag.

8,9 Aber von den Israeliten machte Salomo keinen zum Knecht für sein Werk, sondern sie waren Kriegsleute, seine Obersten und Ritter und Hauptleute über seine Wagen und Reiter.

8,10 Und es waren zweihundertundfünfzig oberste Amtleute des Königs Salomo, die über die Leute geboten.

8,11 Und Salomo führte die Tochter des Pharao herauf aus der Stadt Dawids in das Haus, das er für sie gebaut hatte. Denn er sprach: Eine Frau soll mir nicht wohnen im Hause Dawids, des Königs von Israel; denn es ist gesegnet, weil die Lade Haschem's hineingekommen ist.

8,12 Von da an opferte Salomo Haschem Brandopfer auf dem Altar Haschem's, den er gebaut hatte vor der Vorhalle,

8,13 wie es vorgeschrieben war im Gesetz des Moshe, zu opfern an jedem Tag, an den Sabbaten, Neumonden und Festen des Jahres dreimal, nämlich am Fest der ungesäuerten Brote, am Wochenfest und am Laubhüttenfest.

8,14 Und er bestellte die Ordnungen der Priester zu ihrem Amt, wie es sein Vater Dawid bestimmt hatte, und die Leviten zu ihrem Dienst, daß sie lobten und dienten vor den Priestern, wie es jeder Tag erforderte, und die Torhüter nach ihren Ordnungen, jede an ihrem Tor. Denn so hatte es Dawid, der Mann Haschem, befohlen.

8,15 Und man wich in keiner Hinsicht vom Gebot des Königs über die Priester und Leviten, auch nicht bei den Schätzen.

8,16 So wurde alles Werk Salomos ausgeführt von dem Tage an, da Haschem's Haus gegründet wurde, bis er das Haus Haschem's ganz vollendet hatte.

8,17 Zu der Zeit zog Salomo nach Ezjon- Geber und nach Elat am Ufer des Meeres im Lande Edom.

8,18 Und Hiram sandte ihm durch seine Leute Schiffe und auch Leute, die des Meeres kundig waren, und sie fuhren mit den Leuten Salomos nach Ofir und holten von da vierhundertundfünfzig Zentner Gold und brachten's dem König Salomo.

9. Kapitel

9,1 Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie mit einem sehr großen Gefolge nach Jerusalem, mit Kamelen, die viel Spezerei und Gold trugen und Edelsteine, um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen. Und als sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich vorgenommen hatte.

9,2 Und der König gab ihr Antwort auf alles, was sie fragte, und es war Salomo nichts verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können.

9,3 Und als die Königin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte,

9,4 die Speisen für seinen Tisch, die Rangordnung seiner Großen, das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider, seine Mundschenken mit ihren Kleidern und seine Brandopfer, die er im Hause Haschem's darbrachte, da geriet sie vor Staunen außer sich

9,5 und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe.

9,6 Ich aber wollte es nicht glauben, bis ich gekommen bin und es mit meinen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte von deiner großen Weisheit hat man mir gesagt. Du bist größer, als die Kunde sagte, die ich vernommen habe.

9,7 Glücklich sind deine Männer und glücklich diese deine Großen, die allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hören.

9,8 Haschem, dein Haschem, sei gelobt, der dich lieb hat, daß er dich auf seinen Thron gesetzt hat zum König Haschem's. Weil dein Haschem Israel lieb hat, auf daß er es ewiglich bestehen lasse, darum hat er dich über sie zum König gesetzt, daß du Recht und Gerechtigkeit übest.

9,9 Und sie gab dem König hundertzwanzig Zentner Gold und sehr viel Spezerei und Edelsteine. Es gab keine Spezerei wie diese, die die Königin von Saba dem König Salomo gab.

9,10 Die Leute Hirams und die Leute Salomos, die Gold aus Ofir einführten, brachten auch Sandelholz und Edelsteine.

9,11 Und Salomo ließ aus dem Sandelholz Treppen im Hause Haschem's und im Hause des Königs machen und Harfen und Zithern für die Sänger. Solches Holz hatte man früher im Lande Juda nie gesehen.

9,12 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel und was sie erbat, mehr als die Gastgeschenke, die sie dem König gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

9,13 Und es war das Gewicht des Goldes, das Salomo in einem Jahr gebracht wurde, sechshundertsechsundsechzig Zentner,

9,14 außer dem, was die Händler und Kaufleute brachten. Auch alle Könige der Araber und die Statthalter brachten Gold und Silber zu Salomo.

9,15 Daraus machte der König Salomo zweihundert große Schilde von bestem Gold, so daß sechshundert Lot Gold auf einen Schild kam,

9,16 und dreihundert kleine Schilde von bestem Gold, so daß dreihundert Lot Gold auf einen kleinen Schild kam. Und der König brachte sie in das Libanon-Waldhaus.

9,17 Und der König machte einen großen elfenbeinernen Thron und überzog ihn mit lauterem Gold.

9,18 Und der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen Fußschemel am Thron, und er hatte Lehnen auf beiden Seiten am Sitz, und zwei Löwen standen neben den Lehnen.

9,19 Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. Dergleichen ist nicht gemacht worden in irgendeinem Königreich.

9,20 Und alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße des Libanon-Waldhauses waren aus lauterem Gold - denn das Silber wurde zur Zeit Salomos für nichts geachtet -.

9,21 Denn die Schiffe des Königs, die mit den Leuten Hirams nach Tarsis fuhren, kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

9,22 So wurde der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle Könige auf Erden.

9,23 Und alle Könige auf Erden begehrten, Salomo zu sehen, um seine Weisheit zu hören, die ihm Haschem in sein Herz gegeben hatte.

9,24 Und sie brachten ihm jährlich ein jeder sein Geschenk, silberne und goldene Gefäße, Kleider, Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.

9,25 Und Salomo hatte viertausend Pferde und Wagen und zwölftausend Reiter, und man legte sie in die Wagenstädte und zu dem König nach Jerusalem.

9,26 Und er war ein Herr über alle Könige vom Euphrat an bis zu dem Land der Philister und bis zu der Grenze Mitzrayims.

9,27 Und der König brachte es dahin, daß es in Jerusalem so viel Silber gab wie Steine und so viele Zedern wie Maulbeerbäume im Hügelland.

9,28 Und man führte für Salomo Rosse ein aus Mitzrayim und aus allen Ländern.

9,29 Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, das Frühere und das Spätere, siehe, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten Nathan, sowie in den Prophezeiungen Ahijas von Silo und in den Gesichten des Sehers Jedo gegen Jerobeam, den Sohn Nebats.

9,30 Und Salomo regierte zu Jerusalem über ganz Israel vierzig Jahre.

9,31 Und Salomo legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt Dawids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam wurde König an seiner Statt.

10. Kapitel

10,1 Rehabeam zog nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen.

10,2 Und als das Jerobeam hörte, der Sohn Nebats, der in Mitzrayim war, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, kam er aus Mitzrayim zurück.

10,3 Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Und Jerobeam kam mit ganz Israel und sie redeten mit Rehabeam und sprachen:

10,4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. So erleichtere nun du den harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er auf uns gelegt hat, so wollen wir dir untertan sein.

10,5 Er sprach zu ihnen: Kommt nach drei Tagen wieder zu mir! Und das Volk ging hin.

10,6 Und der König Rehabeam hielt einen Rat mit den Ältesten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch am Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, daß ich diesem Volk Antwort gebe?

10,7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du zu diesem Volk freundlich sein und sie gütig behandeln und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertan sein allezeit.

10,8 Er aber ließ außer acht den Rat der Ältesten, den sie ihm gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jüngeren, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm standen,

10,9 und sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir diesem Volk antworten, das zu mir gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?

10,10 Die Jüngeren aber, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: So sollst du sagen zu dem Volk, das zu dir gesprochen hat: «Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; mach du unser Joch leichter» - so sollst du zu ihnen sagen: Mein kleiner Finger soll dicker sein als meines Vaters Lenden.

10,11 Hat nun mein Vater auf euch ein schweres Joch gelegt, so will ich euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen züchtigen.

10,12 Als nun Jerobeam und alles Volk am dritten Tage zu Rehabeam kam, wie der König gesagt hatte: «Kommt wieder zu mir am dritten Tage»,

10,13 antwortete ihnen der König hart. Und der König Rehabeam ließ außer acht den Rat der Ältesten

10,14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jüngeren und sprach: Hat mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich's noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen züchtigen.

10,15 So hörte der König nicht auf das Volk; denn es war so von Haschem bestimmt, damit Haschem sein Wort wahr machte, das er durch Ahija von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, gesagt hatte.

10,16 Als aber ganz Israel sah, daß der König nicht auf es hörte, antwortete das Volk dem König und sprach: Was haben wir für Teil an Dawid oder Erbe am Sohn Isais? Jedermann von Israel, auf zu seiner Hütte! So sorge nun du für dein Haus, Dawid! - Und ganz Israel ging heim,

10,17 so daß Rehabeam nur über die Israeliten regierte, die in den Städten Judas wohnten.

10,18 Und als der König Rehabeam den Fronvogt Adoniram sandte, steinigten ihn die von Israel zu Tode. Aber der König Rehabeam stieg eilends auf seinen Wagen und floh nach Jerusalem.

10,19 Also fiel Israel ab vom Hause Dawid bis auf diesen Tag.

Ellen

 
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