Kap.12 :: Kap.13 :: Kap.14 :: Kap.15 :: Kap.16 :: Kap.17 :: Kap.18 :: Kap.19 :: Kap.20
Das Buch Divre Ha Yamim Bet

DAS ZWEITE BUCH DER CHRONIK

11. Kapitel

11,1 Und als Rehabeam nach Jerusalem kam, sammelte er das Haus Juda und Benjamin, hundertundachtzigtausend streitbare Männer, um gegen Israel zu kämpfen, damit sie das Königtum an Rehabeam zurückbrächten.

11,2 Aber Haschem's Wort kam zu Schemaja, dem Mann Haschem:

11,3 Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und all denen von Israel, die in Juda und Benjamin wohnen:

11,4 So spricht Haschem: Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder kämpfen. Ein jeder gehe wieder heim; denn das ist von mir geschehen! - Sie gehorchten den Worten Haschem's, kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam. Rehabeams erste Regierungsjahre

11,5 Rehabeam aber wohnte in Jerusalem und baute Städte in Juda zu Festungen aus,

11,6 nämlich: Bethlehem, Etam, Tekoa,

11,7 Bet-Zur, Socho, Adullam,

11,8 Gat, Marescha, Sif,

11,9 Adorajim, Lachisch, Aseka,

11,10 Zora, Ajalon und Hebron. Das waren die festen Städte in Juda und Benjamin.

11,11 Und er machte die Festungen stark und setzte Hauptleute über sie und legte Vorrat von Speise, Öl und Wein,

11,12 sowie Schilde und Spieße in alle Städte; so machte er sie sehr stark. Und Juda und Benjamin waren ihm untertan.

11,13 Die Priester aber und die Leviten von ganz Israel hielten sich zu ihm aus ihrem ganzen Gebiet;

11,14 denn die Leviten verließen ihre Ortschaften und ihre Habe und kamen nach Juda und Jerusalem. - Denn Jerobeam und seine Söhne hatten sie verstoßen, daß sie das Priesteramt vor Haschem nicht mehr ausüben konnten,

11,15 und er bestellte sich Priester für die Höhen und die Feldgeister und für die Kälber, die er machen ließ.

11,16 Und die den Haschem, den Haschem Israels, von Herzen suchten, folgten den Leviten aus allen Stämmen Israels nach Jerusalem, daß sie opferten Haschem, Haschem ihrer Väter.

11,17 So machten sie das Königreich Juda mächtig und stärkten Rehabeam, den Sohn Salomos, für drei Jahre; denn drei Jahre wandelten sie in dem Wege Dawids und Salomos.

11,18 Und Rehabeam nahm zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Dawids, und der Abihajil, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais.

11,19 Die gebar ihm diese Söhne: Jëusch, Schemarja und Saham.

11,20 Nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Abischaloms, zur Frau; die gebar ihm Abija, Attai, Sisa und Schelomit.

11,21 Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Abischaloms, lieber als alle seine Frauen und Nebenfrauen; denn er hatte achtzehn Frauen und sechzig Nebenfrauen und zeugte achtundzwanzig Söhne und sechzig Töchter.

11,22 Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, als Ersten unter seinen Brüdern, als Thronfolger, ein; denn er gedachte, ihn zum König zu machen.

11,23 Und er handelte klug und verteilte alle seine Söhne in die Gebiete von Juda und Benjamin, in alle festen Städte, und gab ihnen Nahrung in Menge und verschaffte ihnen viele Frauen.

12. Kapitel

12,1 Als aber das Königtum Rehabeams sich gefestigt hatte und er mächtig war, verließ er das Gesetz Haschem's und ganz Israel mit ihm.

12,2 Da zog im fünften Jahr des Königs Rehabeam herauf Schischak, der König von Mitzrayim, gegen Jerusalem denn sie hatten sich am Haschem versündigt

12,3 mit tausendzweihundert Wagen und mit sechzigtausend Reitern; und das Volk war nicht zu zählen, das mit ihm aus Mitzrayim kam, Libyer, Sukkijiter und Kuschiter.

12,4 Und er nahm die festen Städte ein, die in Judawaren, und kam bis vor Jerusalem.

12,5 Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den Obersten Judas, die sich in Jerusalem aus Furcht vor Schischak versammelt hatten, und sprach zu ihnen: So spricht Haschem: Ihr habt mich verlassen; darum habe ich euch auch verlassen und in Schischaks Hand gegeben.

12,6 Da demütigten sich die Obersten in Israel mit dem König und sprachen: Haschem ist gerecht.

12,7 Als aber Haschem sah, daß sie sich demütigten, kam das Wort Haschem's zu Schemaja: Sie haben sich gedemütigt; darum will ich sie nicht verderben, sondern ich will sie in Kürze erretten, daß mein Grimm sich nicht durch Schischak auf Jerusalem ergieße.

12,8 Doch sollen sie ihm untertan sein, damit sie innewerden, was es heißt, mir zu dienen oder den Königreichen der Länder.

12,9 So zog Schischak, der König von Mitzrayim, gegen Jerusalem herauf und nahm die Schätze im Hause Haschem's und die Schätze im Hause des Königs; alles nahm er weg, auch die goldenen Schilde, die Salomo hatte machen lassen.

12,10 An ihrer Statt ließ der König Rehabeam kupferne Schilde machen und übergab sie den Obersten der Leibwache, die das Tor am Haus des Königs bewachte.

12,11 Und sooft der König in Haschem's Haus ging, kam die Leibwache und trug sie und brachte sie dann wieder in ihre Kammer.

12,12 Und weil er sich demütigte, wandte sich Haschem's Zorn von ihm, daß er ihn nicht ganz verdarb; denn auch in Juda war noch manches Gute.

12,13 Und der König Rehabeam wurde wieder mächtig in Jerusalem und regierte weiter. Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde, und regierte siebzehn Jahre zu Jerusalem in der Stadt, die Haschem erwählt hatte aus allen Städten Israels, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse. Seine Mutter hieß Naama, eine Ammoniterin.

12,14 Aber er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf, daß er den Haschem suchte.

12,15 Die Geschichte Rehabeams aber, die frühere und die spätere, steht geschrieben in den Geschichten des Propheten Schemaja und des Sehers Iddo, ebenso auch die Kriege zwischen Rehabeam und Jerobeam, die sie ihr Leben lang führten.

12,16 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der Stadt Dawids. Und sein Sohn Abija wurde König an seiner Statt.

13. Kapitel

13,1 Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam wurde Abija König über Juda

13,2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Michaja, eine Tochter Urïls, aus Gibea. Es war aber Krieg zwischen Abija und Jerobeam.

13,3 Und Abija rüstete sich zum Kampf mit einem Heer von Kriegsleuten, vierhunderttausend Mann, auserlesenen Leuten. Jerobeam aber rüstete sich, gegen ihn zu kämpfen, mit achthunderttausend auserlesenen Leuten, streitbaren Männern.

13,4 Und Abija stellte sich hin oben auf den Berg Zemarajim, der im Gebirge Ephraim liegt, und sprach: Hört mir zu, Jerobeam und ganz Israel!

13,5 Wisset ihr nicht, daß Haschem, Haschem Israels, das Königtum über Israel Dawid gegeben hat ewiglich, ihm und seinen Söhnen durch einen Salzbund?

13,6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Dawids, erhob sich und wurde seinem Herrn abtrünnig.

13,7 Und es schlugen sich auf seine Seite ruchlose Leute, böse Menschen, und wurden mächtiger als Rehabeam, der Sohn Salomos; denn Rehabeam war noch jung und zaghaft, so daß er sich nicht gegen sie wehrte.

13,8 Nun denkt ihr euch zu empören gegen das Königtum Haschem's, das in der Hand der Söhne Dawids ist, weil ihr ein großer Haufe seid und die goldenen Kälber bei euch habt, die euch Jerobeam zu Göttern gemacht hat.

13,9 Habt ihr nicht die Priester Haschem's, die Söhne Aaron, und die Leviten verstoßen und euch eigene Priester gemacht wie sonst die Völker in den Ländern? Wer da kam mit einem jungen Stier und sieben Widdern, um sich die Hand füllen zu lassen, der wurde Priester derer, die nicht Götter sind.

13,10 Wir aber sind gewiß: Haschem ist unser Haschem; ihn haben wir nicht verlassen; denn die Priester, die Haschem dienen, sind die Söhne Aaron, und die Leviten stehen in ihrem Amt,

13,11 um Haschem alle Morgen und alle Abende Brandopfer darzubringen, dazu das gute Räucherwerk, und Brote aufzulegen auf den Tisch aus reinem Gold und den goldenen Leuchter anzuzünden mit seinen Lampen alle Abende; denn wir halten die Gebote Haschem's, ihr aber habt ihn verlassen.

13,12 Siehe, mit uns ist an der Spitze Haschem und seine Priester und die Kriegstrompeten, um sie gegen euch zu blasen. Ihr Israeliten, streitet nicht gegen den Haschem, den Haschem eurer Väter; denn es wird euch nicht gelingen!

13,13 Aber Jerobeam legte einen Hinterhalt, daß er ihnen in den Rücken fiele, so daß sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda.

13,14 Als sich nun Juda umwandte, siehe, da wurden sie von vorn und von hinten angegriffen. Da schrien sie zum Haschem, und die Priester bliesen die Trompeten,

13,15 und die Männer von Juda erhoben das Kriegsgeschrei. Und als sie schrien, schlug Haschem Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda.

13,16 Und Israel floh vor Juda, und Haschem gab sie in ihre Hände,

13,17 so daß Abija mit seinem Volk sie hart schlug, und es blieben von Israel erschlagen liegen fünfhunderttausend auserlesene Leute.

13,18 Also wurden die Männer von Israel zu der Zeit gedemütigt, aber die Männer von Juda blieben unverzagt; denn sie verließen sich auf den Haschem, den Haschem ihrer Väter.

13,19 Und Abija jagte Jerobeam nach und gewann ihm Städte ab: Bethel mit seinen Ortschaften, Jeschana mit seinen Ortschaften und Efron mit seinen Ortschaften,

13,20 so daß Jerobeam keine Macht mehr hatte, solange Abija lebte. Und Haschem schlug ihn, daß er starb.

13,21 Abija aber wurde mächtig. Und er nahm vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Söhne und sechzehn Töchter.

13,22 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, sein Wandel und seine Worte, das steht geschrieben in der Geschichte des Propheten Iddo.

13,23 *Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der Stadt Dawids. Und sein Sohn Asa wurde König an seiner Statt. Zu dessen Zeiten hatte das Land zehn Jahre Ruhe.

14. Kapitel

14,1 Und Asa tat, was recht war und Haschem, seinem Haschem, wohlgefiel,

14,2 und entfernte die Altäre der fremden Götter und die Opferhöhen und zerbrach die Steinmale und hieb die Bilder der Aschera um

14,3 und gebot Juda, daß sie den Haschem, den Haschem ihrer Väter, suchten und täten nach dem Gesetz und Gebot.

14,4 Und er entfernte aus allen Städten Judas die Opferhöhen und die Rauchopfersäulen; und das Königreich hatte Ruhe unter ihm.

14,5 Und er baute feste Städte in Juda, weil das Land Ruhe hatte und in diesen Jahren kein Krieg gegen ihn war; denn Haschem hatte ihm Ruhe gegeben.

14,6 Und er sprach zu Juda: Laßt uns diese Städte ausbauen und um sie Mauern herumführen mit Türmen, Toren und Riegeln, solange das Land noch unser ist; denn wir haben den Haschem, unsern Haschem, gesucht, und er hat uns Ruhe gegeben ringsumher. Also bauten sie, und es ging glücklich vonstatten.

14,7 Und Asa hatte eine Heeresmacht, aus Juda dreihunderttausend, die große Schilde und Spieße trugen, und aus Benjamin zweihundertachtzigtausend, die kleine Schilde trugen und mit dem Bogen schießen konnten; und diese alle waren starke Kriegsleute.

14,8 Es zog aber gegen sie Serach, der Kuschiter, mit einer Heeresmacht von tausendmal tausend, dazu dreihundert Wagen, und sie kamen bis nach Marescha.

14,9 Und Asa zog ihm entgegen; und sie rüsteten sich zum Kampf im Tal Zefata bei Marescha.

14,10 Und Asa rief den Haschem, seinen Haschem, an und sprach: Haschem, es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Hilf uns, Haschem, unser Haschem; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge. Haschem, du bist unser Haschem, gegen dich vermag kein Mensch etwas.

14,11 Und Haschem schlug die Kuschiter vor Asa und vor Juda, so daß sie flohen.

14,12 Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach bis nach Gerar. Und die Kuschiter fielen, so daß keiner von ihnen am Leben blieb, sondern sie wurden zerschlagen vor Haschem und vor seinem Heer. Und Juda trug sehr viel Beute davon.

14,13 Und sie schlugen alle Städte um Gerar her; denn der Schrecken Haschem's kam über sie. Und sie plünderten alle Städte; denn es war viel Beute darin.

14,14 Auch schlugen sie die Zeltlager der Hirten und führten eine Menge Schafe und Kamele weg und kamen wieder nach Jerusalem.

15. Kapitel

15,1 Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Haschem.

15,2 Da zog er hinaus Asa entgegen und sprach zu ihm: Höret mir zu, Asa und ganz Juda und Benjamin! Haschem ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Werdet ihr ihn aber verlassen, so wird er euch auch verlassen.

15,3 Lange Zeit hindurch war Israel ohne rechten Haschem, ohne Priester, der da lehrte, und ohne Gesetz.

15,4 Als sie sich aber in ihrer Not zu Haschem, Haschem Israels, bekehrten und ihn suchten, ließ er sich von ihnen finden.

15,5 Zu der Zeit gab es keine Sicherheit für den, der aus- und einging; denn es war große Verwirrung bei allen, die in diesen Ländern wohnten.

15,6 Denn ein Volk zerschlug das andere und eine Stadt die andere; denn Haschem erschreckte sie mit Ängsten aller Art.

15,7 Ihr aber, seid getrost und laßt eure Hände nicht sinken; denn euer Werk hat seinen Lohn.

15,8 Als aber Asa diese Worte hörte und die Weissagung, die der Prophet Asarja, der Sohn Odeds, gesprochen hatte, ward er getrost, und er tat weg die greulichen Götzen aus dem ganzen Lande Juda und Benjamin und aus den Städten, die er auf dem Gebirge Ephraim erobert hatte, und erneuerte den Altar Haschem's, der vor der Vorhalle Haschem's stand.

15,9 Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und alle aus Ephraim, Manashe und Simeon, die bei ihnen wohnten; denn es fiel ihm eine große Menge aus Israel zu, als sie sahen, daß Haschem, sein Haschem, mit ihm war.

15,10 Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat des fünfzehnten Jahres der Herrschaft Asas

15,11 und opferten Haschem am selben Tage von der Beute, die sie hergebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe.

15,12 Und sie traten in den Bund, den Haschem, den Haschem ihrer Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele.

15,13 Wer aber den Haschem, den Haschem Israels, nicht suchen würde, sollte sterben, klein und groß, Mann und Frau.

15,14 Und sie schworen Haschem mit lauter Stimme, unter Freudengeschrei und unter Trompeten- und Posaunenschall.

15,15 Und ganz Juda war fröhlich über den Schwur; denn sie hatten geschworen von ganzem Herzen, und sie suchten den Herrn mit ganzem Willen, und er ließ sich von ihnen finden. Und Haschem gab ihnen Ruhe ringsumher.

15,16 Auch setzte der König Asa seine Mutter Maacha ab, daß sie nicht mehr Herrin war, weil sie der Aschera ein Greuelbild gemacht hatte. Und Asa zerschlug ihr Greuelbild und zermalmte es und verbrannte es am Bach Kidron.

15,17 Aber die Opferhöhen in Israel wurden nicht entfernt; doch war das Herz Asas rechtschaffen sein Leben lang.

15,18 Und er brachte ins Haus Haschem, was sein Vater gesegnet und was er gesegnet hatte, Silber, Gold und Gefäße.

15,19 Und es war kein Krieg bis in das fünfunddreißigste Jahr der Herrschaft Asas.

16. Kapitel

16,1 Im sechsunddreißigsten Jahr der Herrschaft Asas zog Bascha, der König von Israel, herauf gegen Juda und baute Rama aus, damit niemand bei Asa, dem König von Juda, aus- und eingehen sollte.

16,2 Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause Haschem's und aus dem Schatz im Hause des Königs Silber und Gold und sandte zu Ben-Hadad, dem König von Aram, der zu Damaskus herrschte, und ließ ihm sagen:

16,3 Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und deinem Vater. Darum schicke ich dir Silber und Gold, daß du den Bund mit Bascha, dem König von Israel, aufgibst, damit er von mir abzieht.

16,4 Ben-Hadad hörte auf die Bitte des Königs Asa und sandte seine Obersten gegen die Städte Israels; die schlugen Ijon, Dan und Abel-Majim und von Naftali alle Städte mit Kornspeichern.

16,5 Als Bascha das hörte, ließ er ab, Rama auszubauen, und hörte auf mit seinem Werk.

16,6 Aber der König Asa bot ganz Juda auf, und sie nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Bascha gebaut hatte, und er baute damit Geba und Mizpa aus.

16,7 Zu der Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem König von Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den König von Aram verlassen hast und nicht auf den Haschem, deinen Haschem, darum ist das Heer des Königs von Aram deiner Hand entronnen.

16,8 Hatten nicht die Kuschiter und Libyer eine große Heeresmacht mit sehr viel Wagen und Reitern? Doch Haschem gab sie in deine Hand, da du dich auf ihn verließest.

16,9 Denn Haschem's Augen schauen alle Lande, daß er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Du hast töricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben.

16,10 Aber Asa wurde zornig über den Seher und legte ihn ins Gefängnis; denn er grollte ihm darüber. Auch bedrückte er zu dieser Zeit einige vom Volk.

16,11 Die Geschichte Asas aber, die frühere und die spätere, siehe, die steht geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

16,12 Und Asa wurde krank an seinen Füßen im neununddreißigsten Jahr seiner Herrschaft, und seine Krankheit nahm sehr zu; und er suchte auch in seiner Krankheit nicht den Haschem, sondern die Ärzte.

16,13 So legte sich Asa zu seinen Vätern und starb im einundvierzigsten Jahr seiner Herrschaft.

16,14 Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich in der Stadt Dawids hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf sein Lager, das man mit gutem Räucherwerk und allerlei kunstvoll zubereiteter Spezerei gefüllt hatte, und sie machten ihm zu Ehren einen sehr großen Brand.

17. Kapitel

17,1 Und sein Sohn Joschafat wurde König an seiner Statt und wurde mächtig gegenüber Israel.

17,2 Er legte Kriegsvolk in alle festen Städte Judas und setzte Amtleute ein im Lande Juda und in den Städten Ephraims, die sein Vater Asa erobert hatte.

17,3 Und Haschem war mit Joschafat; denn er wandelte wie vormals sein Vater Dawid und suchte nicht die Baale,

17,4 sondern den Haschem seines Vaters und wandelte in seinen Geboten und nicht so wie Israel.

17,5 Darum stärkte Haschem das Königtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte großen Reichtum und viel Ehre.

17,6 Und als er in den Wegen Haschem's noch mutiger wurde, entfernte er wieder die Opferhöhen und die Ascherabilder aus Juda.

17,7 Im dritten Jahr seiner Herrschaft sandte er seine Oberen Ben-Hajil, Obadja, Secharja, Netanel und Michaja, daß sie in den Städten Judas lehren sollten,

17,8 und mit ihnen die Leviten Schemaja, Netanja, Sebadja, Asaël, Schemiramot, Jonatan, Adonija, Tobija und Tob-Adonija und mit ihnen die Priester Elischama und Joram.

17,9 Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch Haschem's bei sich und zogen in allen Städten Judas umher und lehrten das Volk.

17,10 Da kam der Schrecken Haschem's über alle Königreiche der Länder, die um Juda herum lagen, so daß sie nicht gegen Joschafat kämpften.

17,11 Sogar einige von den Philistern brachten Joschafat Geschenke und Silber als Abgabe; auch die Araber brachten ihm siebentausendundsiebenhundert Widder und siebentausendundsiebenhundert Böcke.

17,12 So wurde Joschafat immer mächtiger. Und er baute in Juda Burgen und Städte mit Kornspeichern

17,13 und hatte viel Vorrat in den Städten Judas und Kriegsleute, streitbare Männer, zu Jerusalem.

17,14 Und dies war ihre Ordnung nach ihren Sippen: in Juda waren Oberste über tausend: Adna, der Oberste, und unter ihm dreihunderttausend streitbare Männer;

17,15 neben ihm Johanan, der Oberste, und unter ihm weihundertundachtzigtausend;

17,16 neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig in den Dienst Haschem's gestellt hatte, und unter ihm zweihunderttausend streitbare Männer;

17,17 und aus Benjamin: Eljada, ein streitbarer Mann, und unter ihm zweihunderttausend, die mit Bogen und Schild gerüstet waren;

17,18 neben ihm Josabad und unter ihm hundertundachtzigtausend zum Kampf gerüstete Männer.

17,19 Diese alle dienten dem König außer denen, die der König in die festen Städte von ganz Juda gelegt hatte.

18. Kapitel

18,1 Und Joschafat hatte großen Reichtum und viel Ehre und verschwägerte sich mit Ahab.

18,2 Und nach einigen Jahren zog er hinab zu Ahab nach Samaria. Und Ahab ließ für ihn und für das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder schlachten. Und er beredete ihn, daß er hinaufzöge nach Ramot in Gilead.

18,3 Ahab, der König von Israel, sprach zu Joschafat, dem König von Juda: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead ziehen? Er sprach zu ihm: Ich bin wie du und mein Volk wie dein Volk; wir wollen mit dir in den Kampf.

18,4 Aber Joschafat sprach zum König von Israel: Frage doch zuerst nach dem Wort Haschem's!

18,5 Und der König von Israel versammelte vierhundert Propheten und sprach zu ihnen: Sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Haschem wird es in des Königs Hand geben.

18,6 Joschafat aber sprach: Ist nicht noch irgendein Prophet Haschem's hier, daß wir durch ihn den Herrn befragen?

18,7 Der König von Israel sprach zu Joschafat: Es ist noch ein Mann hier, durch den man den Haschem befragen kann; aber ich bin ihm gram, denn er weissagt über mich nichts Gutes, sondern immer nur Böses, nämlich Micha, der Sohn Jimlas. Joschafat sprach: Der König rede so nicht.

18,8 Und der König von Israel rief einen seiner Kämmerer und sprach: Bringe eilends her Micha, den Sohn Jimlas!

18,9 Und der König von Israel und Joschafat der König von Juda, saßen ein jeder auf seinem Thron, mit ihren königlichen Kleidern angetan. Sie saßen aber auf dem Platz vor dem Tor von Samaria, und alle Propheten fingen an, vor ihnen zu weissagen.

18,10 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hörner und sprach: So spricht Haschem: Hiermit wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie aufreibst.

18,11 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hinauf nach Ramot in Gilead! Es wird dir gelingen, Haschem wird es in des Königs Hand geben.

18,12 Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen, sprach zu ihm: Siehe, die Worte der Propheten sind einmütig gut für den König. Laß doch auch dein Wort wie ihr Wort sein und rede Gutes.

18,13 Micha aber sprach: So wahr Haschem lebt: was mein Haschem sagen wird, das will ich reden.

18,14 Und als er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Er sprach: Ja, zieht hinauf! Es wird euch gelingen, sie werden in eure Hände gegeben werden.

18,15 Aber der König sprach zu ihm: Wie oft soll ich dich beschwören, daß du mir im Namen Haschem's nichts als die Wahrheit sagst!

18,16 Da sprach er: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und Haschem sprach: Diese haben keinen Herrn. Ein jeder kehre wieder heim mit Frieden!

18,17 Da sprach der König von Israel zu Joschafat: Sagte ich dir nicht: Er weissagt nichts Gutes über mich, sondern nur Böses?

18,18 Micha aber sprach: Darum höret Haschem's Wort! Ich sah den Haschem sitzen auf seinem Thron, und das ganze himmlische Heer stand zu seiner Rechten und zu seiner Linken.

18,19 Und Haschem sprach: Wer will Ahab, den König von Israel, betören, daß er hinaufziehe und falle bei Ramot in Gilead? Und als dieser so und jener anders redete,

18,20 trat ein Geist vor und stellte sich vor den Haschem und sprach: Ich will ihn betören. Haschem aber sprach zu ihm: Womit?

18,21 Er sprach: Ich will ausfahren und ein Lügengeist sein in aller seiner Propheten Mund. Und der Herr sprach: Du wirst ihn betören und wirst es ausrichten; fahr hin und tu das!

18,22 Nun siehe, Haschem hat einen Lügengeist in den Mund dieser deiner Propheten gegeben, und Haschem hat Unglück gegen dich geredet.

18,23 Da trat herzu Zedekia, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Wege sollte der Geist Haschem's von mir gewichen sein, um nun durch dich zu reden?

18,24 Micha sprach: Wahrlich, an jenem Tage wirst du's sehen, wenn du von einer Kammer in die andere gehst, um dich zu verstecken.

18,25 Aber der König von Israel sprach: Nehmt Micha und bringt ihn zu Amon, dem Stadthauptmann, und zu Joasch, dem Sohn des Königs,

18,26 und sagt: So spricht der König: Legt diesen ins Gefängnis und speist ihn nur kärglich mit Brot und Wasser, bis ich wiederkomme mit Frieden!

18,27 Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat Haschem nicht durch mich geredet. Und er sprach: Höret, alle Völker!

18,28 So zogen der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, hinauf nach Ramot in Gilead.

18,29 Und der König von Israel sprach zu Joschafat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine königlichen Kleider an! Und der König von Israel verkleidete sich, und sie zogen in den Kampf.

18,30 Aber der König von Aram hatte den Obersten über seine Wagen geboten: Ihr sollt nicht kämpfen gegen Geringe und Hohe, sondern allein gegen den König von Israel.

18,31 Als nun die Obersten der Wagen Joschafat sahen, dachten sie, es sei der König von Israel, und umringten ihn, um gegen ihn zu kämpfen. Aber Joschafat schrie, und Haschem half ihm, und Haschem lockte sie von ihm weg.

18,32 Denn als die Obersten der Wagen merkten, daß er nicht der König von Israel war, wandten sie sich von ihm ab.

18,33 Es spannte aber ein Mann seinen Bogen von ungefähr und schoss den König von Israel zwischen Panzer und Wehrgehänge. Da sprach er zu seinem Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Kampf; denn ich bin verwundet!

18,34 Aber der Kampf nahm immer mehr zu an jenem Tage, und der König von Israel blieb in seinem Wagen stehen gegenüber den Aramäern bis zum Abend; und er starb, als die Sonne unterging.

19. Kapitel

19,1 Joschafat aber, der König von Juda, kam wieder heim mit Frieden nach Jerusalem.

19,2 Und es ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen und sprach zum König Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den Haschem hassen? Darum kommt über dich der Zorn vom Haschem.

19,3 Etwas Gutes ist aber doch an dir gefunden, daß du die Bilder der Aschera aus dem Lande ausgetilgt und dein Herz darauf gerichtet hast, Haschem zu suchen. Joschafat ordnet die Rechtsprechung

19,4 Und Joschafat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder im Volk umher von Beerscheba an bis auf das Gebirge Ephraim und brachte sie zurück zu Haschem, Haschem ihrer Väter.

19,5 Und er bestellte Richter im Lande in allen festen Städten Judas, Stadt für Stadt,

19,6 und sprach zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn ihr haltet Gericht nicht im Namen von Menschen, sondern im Namen Haschem's, und er ist bei euch, wenn ihr Recht sprecht.

19,7 Darum laßt die Furcht Haschem's bei euch sein, haltet und tut das Recht; denn bei Haschem, unserm Haschem, ist kein Unrecht, weder Ansehen der Person noch Annehmen von Geschenken.

19,8 Auch bestellte Joschafat in Jerusalem einige aus den Leviten und Priestern und Sippenhäuptern Israels für das Gericht Haschem's und für die Streitfälle der Einwohner Jerusalems.

19,9 Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht Haschem's, in Treue und mit ganzem Herzen!

19,10 In allen Streitfällen, die vor euch kommen von euren Brüdern, die in ihren Städten wohnen, es gehe um Bluttat, um Gesetz und Gebot, um Satzungen und Rechte, da sollt ihr sie unterrichten, daß sie sich nicht am Haschem verschulden und ein Zorn über euch und eure Brüder komme. Tut also, so werdet ihr euch nicht verschulden.

19,11 Siehe, der Hohepriester Amarja ist über euch bestellt in allen Sachen Haschem's, und Sebadja, der Sohn Jismaels, der Vorsteher im Hause Juda, in allen Sachen des Königs; und als Amtleute habt ihr die Leviten bei euch. Geht unverzagt ans Werk, und Haschem wird mit dem Guten sein.

20. Kapitel

20,1 Danach kamen die Moabiter, die Ammoniter und mit ihnen auch Mëuniter, um gegen Joschafat zu kämpfen.

20,2 Und man kam und sagte zu Joschafat: Es kommt gegen dich eine große Menge von jenseits des Salzmeeres, von Edom, und siehe, sie sind schon in Hazezon- Tamar, das ist En-Gedi.

20,3 Joschafat aber fürchtete sich und richtete sein Angesicht darauf, den Haschem zu suchen; und er ließ in ganz Juda ein Fasten ausrufen.

20,4 Und Juda kam zusammen, den Haschem zu suchen; auch aus allen Städten Judas kamen sie, den Haschem zu suchen.

20,5 Und Joschafat trat hin unter die Gemeinde Judas und Jerusalems im Hause Haschem's vorn im neuen Vorhof

20,6 und sprach: Haschem, du Haschem unserer Väter, bist du nicht Haschem im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht, und es ist niemand, der dir zu widerstehen vermag.

20,7 Hast du, unser Haschem, nicht die Bewohner dieses Landes vertrieben vor deinem Volk Israel und hast es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben für immer?

20,8 Und sie wohnten darin und haben dir ein Mikdash für deinen Namen gebaut und gesagt:

20,9 Wenn Unglück, Schwert, Strafe, Pest oder Hungersnot über uns kommen, werden wir vor diesem Hause und vor dir stehen - denn dein Name ist in diesem Hause - und zu dir schreien in unserer Not, und du wirst hören und helfen.

20,10 Nun siehe, die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seïr, durch die du Israel nicht hindurchziehen ließest, als sie aus Mitzrayimland kamen - sondern sie mußten vor ihnen weichen und durften sie nicht ausrotten -,

20,11 siehe, sie lassen uns das entgelten und kommen, uns auszutreiben aus deinem Eigentum, das du uns gegeben hast.

20,12 Unser Haschem, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.

20,13 Und ganz Juda stand vor Haschem mit seinen Alten, Frauen und Kindern.

20,14 Aber der Geist Haschem's kam mitten in der Gemeinde auf Jahasïl, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiëls, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Söhnen Asaf.

20,15 Und Jahasïl sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, König Joschafat! So spricht Haschem zu euch: Ihr sollt euch nicht fürchten und nicht verzagen vor diesem großen Heer; denn nicht ihr kämpft, sondern Haschem.

20,16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Wenn sie den Höhenweg von Ziz heraufkommen, werdet ihr auf sie treffen, wo das Tal endet, vor der Wüste Jeruël.

20,17 Aber nicht ihr werdet dabei kämpfen; tretet nur hin und steht und seht die Hilfe Haschem's, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! Fürchtet euch nicht und verzaget nicht! Morgen zieht ihnen entgegen! Haschem ist mit euch.

20,18 Da beugte sich Joschafat mit seinem Antlitz zur Erde, und ganz Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor Haschem nieder und beteten den Haschem an.

20,19 Und die Leviten von den Söhnen Kehat und von den Söhnen Korach schickten sich an, den Haschem, den Haschem Israels, zu loben mit laut schallender Stimme.

20,20 Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen aus zur Wüste Tekoa. Und als sie auszogen, trat Joschafat hin und sprach: Höret mir zu, Juda und ihr Einwohner von Jerusalem! Glaubet an den Haschem, euren Haschem, so werdet ihr sicher sein, und glaubet seinen Propheten, so wird es euch gelingen.

20,21 Und er beriet sich mit dem Volk und bestellte Sänger für Haschem, daß sie ingesegnetem Schmuck Loblieder sängen und vor den Kriegsleuten herzögen und sprächen: Danket Haschem; denn seine Barmherzigkeit währet ewiglich.

20,22 Und als sie anfingen mit Danken und Loben, ließ Haschem einen Hinterhalt kommen über die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirg Seïr, die gegen Juda ausgezogen waren, und sie wurden geschlagen.

20,23 Es stellten sich die Ammoniter und Moabiter gegen die Leute vom Gebirge Seïr, um sie auszurotten und zu vertilgen. Und als sie die Leute vom Gebirge Seiër alle aufgerieben hatten, kehrte sich einer gegen den andern, und sie wurden einander zum Verderben.

20,24 Als aber Juda an den Ort kam, wo man in die Wüste sehen kann, und sie sich gegen das Heer wenden wollten, siehe, da lagen nur Leichname auf der Erde; keiner war entronnen.

20,25 Und Joschafat kam mit seinem Volk, die Beute auszuteilen, und sie fanden Vieh in Menge und Güter und Kleider und kostbare Geräte und nahmen sich so viel weg, daß es kaum zu tragen war, und teilten drei Tage die Beute aus; denn es war viel.

20,26 Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn dort lobten sie den Haschem. Daher heißt die Stätte «Lobetal» bis auf diesen Tag.

20,27 So kehrte jedermann von Juda und Jerusalem wieder um und Joschafat an der Spitze, daß sie nach Jerusalem zögen mit Freuden; denn Haschem hatte ihnen Freude gegeben an ihren Feinden.

20,28 Und sie zogen in Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trompeten zum Hause Haschem's.

20,29 Und der Schrecken Haschem kam über alle Königreiche der Länder, als sie hörten, daß Haschem gegen die Feinde Israels gestritten hatte.

20,30 Also hatte das Königreich Joschafats Frieden, und sein Haschem gab ihm Ruhe ringsumher.

20,31 Und Joschafat regierte über Juda; er war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und er regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba, eine Tochter Schilhis.

20,32 Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und ließ nicht davon ab und tat, was Haschem wohlgefiel.

20,33 Nur die Opferhöhen wurden nicht entfernt; denn das Volk hatte sein Herz noch nicht ganz zu Haschem seiner Väter gewandt.

20,34 Was aber mehr von Joschafat zu sagen ist, die frühere und die spätere Geschichte, siehe, das steht geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohnes Hananis, die aufgenommen sind in das Buch der Könige von Israel.

20,35 Danach schloß Joschafat, der König von Juda, einen Vertrag mit aAhasja, dem König von Israel, der gottlos war in seinem Tun.

20,36 Er kam mit ihm überein, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten die Schiffe in Ezjon-Geber.

20,37 Aber Elïser, der Sohn Dodawas von Marescha, weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du mit Ahasja übereingekommen bist, zerstört Haschem dein Werk. Und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarsis fahren.

 

 
  zum Anfang