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Das Buch Melechim Bet

DAS ZWEITE BUCH KÖNIGE

21. Kapitel

21,1 Manasse war zwölf Jahre alt, als er König wurde; und er regierte fünfundfünfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hefzi-Bah.

21,2 Und er tat, wasHaschem mißfiel, nach den greulichen Sitten der Heiden, die Haschem vor Israel vertrieben hatte,

21,3 und baute wieder die Höhen auf, die sein Vater Hiskia zerstört hatte, und richtete dem Baal Altäre auf und machte ein Bild der Aschera, wie Ahab, der König von Israel, getan hatte, und betete alles Heer des Himmels an und diente ihnen.

21,4 Und er baute Altäre im Hause Haschem'S, von dem Haschem gesagt hatte: Ich will meinen Namen zu Jerusalem wohnen lassen,

21,5 und er baute allem Heer des Himmels Altäre in beiden Vorhöfen am Hause Haschem'S.

21,6 Und er ließ seinen Sohn durchs Feuer gehen und achtete auf Vogelgeschrei und Zeichen und hielt Geisterbeschwörer und Zeichendeuter; so tat er viel von dem, wasHaschem mißfiel, um ihn zu erzürnen.

21,7 Er stellte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem Haschem zu Dawid und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich,

21,8 und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen von dem Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe, sofern sie alles halten und tun, was ich geboten habe, das ganze Gesetz, das mein Knecht Moshe ihnen geboten hat.

21,9 Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verführte sie, daß sie es ärger trieben als die Heiden, die Haschem vor Israel vertilgt hatte.

21,10 Da redete Haschem durch seine Knechte, die Propheten, und sprach:

21,11 Weil Manasse, der König von Juda, diese Greuel getan hat, die ärger sind als alle Greuel, die die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind, und weil er auch Juda sündigen gemacht hat mit seinen Götzen,

21,12 darum spricht Haschem, der Haschem Israels: Siehe, ich will Unglück über Jerusalem und Juda bringen, so daß dem, der es hören wird, beide Ohren gellen sollen.

21,13 Und ich will an Jerusalem die Meßschnur anlegen wie an Samaria und das Lot wie ans Haus Ahab und will Jerusalem auswischen, wie man Schüsseln auswischt, und will's umstürzen.

21,14 Und wer von meinem Erbteil übrigbleiben wird, den will ich verstoßen und will sie geben in die Hände ihrer Feinde, daß sie Raub und Beute aller ihrer Feinde werden,

21,15 weil sie getan haben, was mir mißfällt, und mich erzürnt haben von dem Tage an, da ihre Väter aus Mitzrayim gezogen sind, bis auf diesen Tag.

21,16 Auch vergoß Manasse sehr viel unschuldiges Blut, bis Jerusalem ganz voll davon war - außer der Sünde, durch die er Juda sündigen machte, daß sie taten, wasHaschem mißfiel.

21,17 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist und alles, was er getan hat, und seine Sünde, die er tat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.

21,18 Und Manasse legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben im Garten an seinem Hause, im Garten Usas. Und sein Sohn Amon wurde König an seiner Statt.

21,19 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König wurde; und er regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Meschullemet, eine Tochter des Haruz aus Jotba.

21,20 Und er tat, wasHaschem mißfiel, wie sein Vater Manasse getan hatte,

21,21 und wandelte ganz in dem Wege, den sein Vater gewandelt war, und diente den Götzen, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an

21,22 und verließ Haschem, den Haschem seiner Väter, und wandelte nicht im Wege Haschem'S.

21,23 Und seine Großen machten eine Verschwörung gegen Amon und töteten den König in seinem Hause.

21,24 Aber das Volk des Landes erschlug alle, die die Verschwörung gegen den König Amon gemacht hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum König an seiner Statt.

21,25 Was aber Amon mehr getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.

21,26 Und man begrub ihn in seinem Grabe im Garten Usas. Und sein Sohn Josia wurde König an seiner Statt.

22. Kapitel

22,1 Josia war acht Jahre alt, als er König wurde; und er regierte einunddreißig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Jedida, eine Tochter Adajas aus Bozkat.

22,2 Und er tat, wasHaschem wohlgefiel, und wandelte ganz in dem Wege seines Vaters Dawid und wich nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken.

22,3 Und im achtzehnten Jahr des Königs Josia sandte der König den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, in das Haus Haschem'S und sprach:

22,4 Geh hinauf zu dem Hohenpriester Hilkija, daß er abgebe alles Geld, was zum Hause Haschem'S gebracht ist, das die Hüter an der Schwelle gesammelt haben vom Volk,

22,5 damit man es gebe den Werkmeistern, die bestellt sind im Hause Haschem'S, und sie es geben den Arbeitern am Hause Haschem'S, damit sie ausbessern, was baufällig ist am Hause,

22,6 nämlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern und denen, die Holz und gehauene Steine kaufen sollen, um das Haus auszubessern;

22,7 doch daß sie keine Rechnung zu legen brauchten von dem Geld, das ihnen gegeben wird, sondern daß sie auf Treu und Glauben handeln.

22,8 Und der Hohepriester Hilkija sprach zu dem Schreiber Schafan: Ich habe dies Gesetzbuch gefunden im Hause Haschem'S. Und Hilkija gab das Buch Schafan, und der las es.

22,9 Und der Schreiber Schafan kam zum König und gab ihm Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschüttet, das im Hause des Herrn gesammelt ist, und haben's den Werkmeistern gegeben, die bestellt sind am Hause Haschem'S.

22,10 Dazu sagte der Schreiber Schafan dem König: Der Priester Hilkija gab mir ein Buch. Und Schafan las es vor dem König.

22,11 Als aber der König die Worte des Gesetzbuches hörte, zerriß er seine Kleider.

22,12 Und der König gebot dem Priester Hilkija und aAhikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Kämmerer des Königs, und sprach:

22,13 Geht hin und befragt Haschem für mich, für das Volk und für ganz Juda über die Worte dieses Buches, das gefunden ist; denn groß ist der Grimm Haschem'S, der über uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht den Worten dieses Buches gehorcht haben und nicht alles taten, was darin geschrieben ist.

22,14 Da gingen hin der Priester Hilkija, Ahikam, Achbor, Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau Schallums, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Hüters der Kleider, und sie wohnte in Jerusalem im zweiten Bezirk der Stadt; und sie redeten mit ihr.

22,15 Sie aber sprach zu ihnen: So spricht Haschem, der Haschem Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:

22,16 So spricht Haschem: Siehe, ich will Unglück über diese Stätte und ihre Einwohner bringen, alle Worte des Buches, das der König von Juda hat lesen lassen,

22,17 weil sie mich verlassen und andern Göttern geopfert haben, mich zu erzürnen mit allen Werken ihrer Hände; darum wird mein Grimm gegen diese Stätte entbrennen und nicht ausgelöscht werden.

22,18 Aber dem König von Juda, der euch gesandt hat, Haschem zu befragen, sollt ihr sagen: So spricht Haschem, der Haschem Israels: Was die Worte angeht, die du gehört hast:

22,19 Weil du im Herzen betroffen bist und dich gedemütigt hast vorHaschem, als du hörtest, was ich geredet habe gegen diese Stätte und ihre Einwohner, daß sie sollen zum Entsetzen und zum Fluch werden, und weil du deine Kleider zerrissen hast und vor mir geweint hast, so habe ich's auch erhört, spricht Haschem.

22,20 Darum will ich dich zu deinen Vätern versammeln, damit du mit Frieden in dein Grab kommst und deine Augen nicht sehen all das Unglück, das ich über diese Stätte bringen will. Und sie sagten es dem König wieder.

23. Kapitel

23,1 Und der König sandte hin, und es versammelten sich bei ihm alle Ältesten Judas und Jerusalems.

23,2 Und der König ging hinauf ins Haus Haschem'S und alle Männer Judas und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten und alles Volk, klein und groß. Und man las vor ihren Ohren alle Worte aus dem Buch des Bundes, das im Hause Haschem'S gefunden war.

23,3 Und der König trat an die Säule und schloß einen Bund vor Haschem, daß sieHaschem nachwandeln sollten und seine Gebote, Ordnungen und Rechte halten von ganzem Herzen und von ganzer Seele, um zu erfüllen die Worte dieses Bundes, die geschrieben stehen in diesem Buch. Und alles Volk trat in den Bund.

23,4 Und der König gebot dem Hohenpriester Hilkija und dem zweitobersten Priester und den Hütern der Schwelle, daß sie aus dem Tempel Haschem'S hinaustun sollten alle Geräte, die dem Baal und der Aschera und allem Heer des Himmels gemacht waren. Und er ließ sie verbrennen draußen vor Jerusalem im Tal Kidron und ihre Asche nach Bethel bringen.

23,5 Und er setzte die Götzenpriester ab, die die Könige von Juda eingesetzt hatten, um auf den Höhen zu opfern in den Städten Judas und um Jerusalem her; auch die dem Baal geopfert hatten, der Sonne und dem Mond und den Planeten und allem Heer am Himmel.

23,6 Und er ließ das Bild der Aschera aus dem Hause Haschem'S bringen hinaus vor Jerusalem an den Bach Kidron und verbrennen am Bach Kidron und zu Staub mahlen und den Staub auf die Gräber des einfachen Volks werfen.

23,7 Und er brach ab die Häuser der Tempelhurer, die an dem Hause Haschem'S waren, in denen die Frauen Gewänder für die Aschera wirkten.

23,8 Und er ließ kommen alle Priester aus den Städten Judas und machte unrein die Höhen, wo die Priester opferten, von Geba an bis nach Beerscheba und brach ab die Höhe der Feldgeister, die vor dem Tore Joschuas, des Stadtvogts, war zur Linken, wenn man zum Tor der Stadt hineingeht.

23,9 Doch durften die Priester der Höhen nicht opfern auf dem Altar Haschem'S in Jerusalem, sondern aßen ungesäuertes Brot unter ihren Brüdern.

23,10 Er machte auch unrein das Tofet im Tal Ben-Hinnom, damit niemand seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen ließe.

23,11 Und er schaffte die Rosse ab, die die Könige von Juda für den Dienst der Sonne bestimmt hatten am Eingang des Hauses Haschem'S, bei der Kammer Netan- Melechs, des Kämmerers, die am Parwarhause war, und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.

23,12 Und die Altäre auf dem Dach, dem Obergemach des Ahas, die die Könige von Juda gemacht hatten, und die Altäre, die Manasse gemacht hatte in den beiden Vorhöfen des Hauses Haschem'S, brach der König ab und ging hin und warf ihren Staub in den Bach Kidron.

23,13 Auch die Höhen, die östlich von Jerusalem waren, zur Rechten am Berge des Verderbens, die Salomo, der König von Israel, gebaut hatte der Astarte, dem greulichen Götzen von Sidon, und Kemosch, dem greulichen Götzen von Moab, und Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter, machte der König unrein

23,14 und zerbrach die Steinmale und hieb die Ascherabilder um und füllte ihre Stätte mit Menschenknochen.

23,15 Auch den Altar in Bethel, die Höhe, die aJerobeam gemacht hatte, der Sohn Nebats, der Israel sündigen machte, diesen Altar brach er ab, zerschlug seine Steine und machte sie zu Staub und verbrannte das Bild der Aschera.

23,16 Und Josia wandte sich um und sah die Gräber, die auf dem Berge waren, und sandte hin und ließ die Knochen aus den Gräbern holen und verbrannte sie auf dem Altar und machte ihn unrein nach dem Wort Haschem'S, das der Mann Haschem ausgerufen hatte, als er es verkündete.

23,17 Und er sprach: Was ist das für ein Grabmal, das ich sehe? Und die Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Haschem, der von Juda kam und ausrief, was du getan hast an dem Altar in Bethel.

23,18 Und er sprach: Laßt ihn liegen, niemand rühre seine Gebeine an! Und so blieben mit seinen Gebeinen auch die Gebeine des Propheten unberührt, der von Samaria gekommen war.

23,19 Und er entfernte auch alle Kultstätten auf den Höhen in den Städten Samariens, die die Könige von Israel gemacht hatten, um Haschem zu erzürnen, und tat mit ihnen, ganz wie er in Bethel getan hatte.

23,20 Und er ließ alle Priester der Höhen, die dort waren, schlachten auf den Altären und verbrannte Menschengebeine darauf und kam nach Jerusalem zurück.

23,21 Und der König gebot dem Volk: Haltet Haschem, eurem Haschem, Passa, wie es geschrieben steht in diesem Buch des Bundes!

23,22 Denn es war kein Passa so gehalten worden wie dies von der Zeit der Richter an, die Israel gerichtet haben, und in allen Zeiten der Könige von Israel und der Könige von Juda,

23,23 sondern im achtzehnten Jahr des Königs Josia wurde in Jerusalem dies Passa gehalten Haschem.

23,24 Auch rottete Josia aus alle Geisterbeschwörer, Zeichendeuter, Abgötter und Götzen und alle Greuel, die im Lande Juda und in Jerusalem zu sehen waren, damit er erfüllte die Worte des Gesetzes, die geschrieben standen in dem Buch, das der Priester Hilkija im Hause Haschem'S gefunden hatte.

23,25 Seinesgleichen war vor ihm kein König gewesen, der so von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften sich zum Haschem bekehrte, ganz nach dem Gesetz des Moshe, und nach ihm kam seinesgleichen nicht auf.

23,26 Doch kehrte sich Haschem nicht ab von dem Grimm seines großen Zorns, mit dem er über Juda erzürnt war um all der Ärgernisse willen, durch die ihn Manasse erzürnt hatte.

23,27 Und Haschem sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht tun, wie ich Israel weggetan habe, und will diese Stadt verwerfen, die ich erwählt hatte, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt hatte: Mein Name soll dort sein.

23,28 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.

23,29 Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der König von Mitzrayim, herauf gegen den König von Assyrien an den Strom Euphrat. Und der König Josia zog ihm entgegen, aber Necho tötete ihn in Megiddo, als er ihn sah.

23,30 Und seine Männer brachten den Toten von Megiddo und führten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn zum König an seines Vaters Statt.

23,31 Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er König wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal, eine Tochter Jirmejas aus Libna.

23,32 Und er tat, was Haschem mißfiel, wie seine Väter getan hatten.

23,33 Aber der Pharao Necho legte ihn ins Gefängnis in Ribla im Lande Hamat, damit er nicht mehr in Jerusalem regieren sollte, und legte eine Geldbuße aufs Land von hundert Zentnern Silber und einem Zentner Gold.

23,34 Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum König anstatt seines Vaters Josia und wandelte seinen Namen um in aJojakim. Aber Joahas nahm er und brachte ihn nach Mitzrayim; dort starb er.

23,35 Und Jojakim gab das Silber und Gold dem Pharao. Doch legte er eine Steuer auf das Land, um das Geld aufzubringen, auf Befehl des Pharao. Von jedem unter dem Volk des Landes trieb er Silber und Gold ein, je nach seinem Vermögen, um es dem Pharao Necho zu geben.

23,36 Fünfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Sebuda, eine Tochter Pedajas aus Ruma.

23,37 Und er tat, was Haschem mißfiel, wie seine Väter getan hatten.

24. Kapitel

24,1 Zu seiner Zeit zog herauf Nebukadnezar, der König von Babel, und Jojakim war ihm untertan drei Jahre. Aber er wurde wieder abtrünnig von ihm.

24,2 Da ließ Haschem über ihn Scharen von Kriegsleuten kommen aus Chaldäa, aus Aram, aus Moab und aus Ammon und sandte sie gegen Juda, daß sie ihn vernichteten nach dem Wort Haschem'S, das er geredet hatte durch seine Knechte, die Propheten.

24,3 Aber das geschah Juda nach dem Wort Haschem'S, daß er es von seinem Angesicht täte um der Sünden Manasses willen, die er getan hatte,

24,4 auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergoß, so daß er Jerusalem mit unschuldigem Blut erfüllte. Das wollte Haschem nicht vergeben.

24,5 Was aber mehr zu sagen ist von Jojakim und alles, was er getan hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.

24,6 Und Jojakim legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Jojachin wurde König an seiner Statt.

24,7 Und der König von Mitzrayim zog nicht mehr aus seinem Lande; denn der König von Babel hatte ihm alles genommen, was dem König von Mitzrayim gehörte, vom Bach Mitzrayim bis an den Strom Euphrat.

24,8 aAchtzehn Jahre alt war Jojachin, als er König wurde; und er regierte drei Monate zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Nehuschta, eine Tochter Elnatans aus Jerusalem.

24,9 Und er tat, was Haschem mißfiel, wie sein Vater getan hatte.

24,10 Zu der Zeit zogen herauf die Kriegsleute Nebukadnezars, des Königs von Babel, gegen Jerusalem und belagerten die Stadt.

24,11 Und Nebukadnezar kam zur Stadt, als seine Kriegsleute sie belagerten.

24,12 Aber Jojachin, der König von Juda, ging hinaus zum König von Babel mit seiner Mutter, mit seinen Großen, mit seinen Obersten und Kämmerern. Und der König von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seiner Herrschaft.

24,13 Und er nahm von dort weg alle Schätze im Hause Haschem'S und im Hause des Königs und zerschlug alle goldenen Gefäße, die Salomo, der König von Israel, gemacht hatte im Tempel Haschem'S, wie denn Haschem geredet hatte.

24,14 Und er führte weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Kriegsleute, zehntausend Gefangene und alle Zimmerleute und alle Schmiede und ließ nichts übrig als geringes Volk des Landes.

24,15 Und er führte weg nach Babel aJojachin und die Mutter des Königs, die Frauen des Königs und seine Kämmerer; dazu die Mächtigen im Lande führte er auch gefangen von Jerusalem nach Babel.

24,16 Und von den besten Leuten siebentausend und von den Zimmerleuten und Schmieden tausend, lauter starke Kriegsmänner, die brachte der König von Babel gefangen nach Babel.

24,17 Und der König von Babel machte Mattanja, Jojachins Oheim, zum König an seiner Statt und wandelte seinen Namen um in Zedekia.

24,18 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er König wurde; und er regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Hamutal, eine Tochter Jirmejas aus Libna.

24,19 Und er tat, was Haschem mißfiel, wie Jojakim getan hatte.

24,20 Denn so geschah es mit Jerusalem und Juda um des Zornes Haschem'S willen, bis er sie von seinem Angesicht wegstieß.

25. Kapitel

25,1 Und Zedekia wurde abtrünnig vom König von Babel. Im neunten Jahr seiner Herrschaft, am zehnten Tag des zehnten Monats, zog heran Nebukadnezar, der König von Babel, mit seiner ganzen Macht gegen Jerusalem, und sie belagerten die Stadt und bauten Bollwerke um sie her.

25,2 So wurde die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia.

25,3 Aber am neunten Tage des vierten Monats wurde der Hunger stark in der Stadt, so daß das Volk des Landes nichts mehr zu essen hatte.

25,4 Da brach man in die Stadt ein. Und der König und alle Kriegsmänner flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den zwei Mauern auf dem Wege, der zu dem Garten des Königs geht. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt. Und der König floh zum Jordantal hin.

25,5 Aber die Kriegsleute der Chaldäer jagten dem König nach, und sie holten ihn ein im Jordantal von Jericho, und alle Kriegsleute, die bei ihm waren, zerstreuten sich von ihm.

25,6 Die Chaldäer aber nahmen den König gefangen und führten ihn hinauf zum König von Babel nach Ribla, und sie sprachen das Urteil über ihn.

25,7 Und sie erschlugen die Söhne Zedekias vor seinen Augen und blendeten Zedekia die Augen und legten ihn in Ketten und führten ihn nach Babel.

25,8 Am siebenten Tage des fünften Monats, das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, als Feldhauptmann des Königs von Babel nach Jerusalem

25,9 und verbrannte das Haus Haschem'S und das Haus des Königs und alle Häuser in Jerusalem; alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer.

25,10 Und die ganze Heeresmacht der Chaldäer, die dem Obersten der Leibwache unterstand, riß die Mauern Jerusalems nieder.

25,11 Das Volk aber, das übrig war in der Stadt, und die zum König von Babel abgefallen waren und was übrig war von den Werkleuten, führte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, weg;

25,12 aber von den Geringen im Lande ließ er Weingärtner und Ackerleute zurück.

25,13 Die kupfernen Säulen am Hause Haschem'S und die Gestelle und das kupferne Meer, das am Hause Haschem'S war, zerbrachen die Chaldäer und brachten das Kupfer nach Babel.

25,14 Und die Töpfe, Schaufeln, Messer, Löffel und alle kupfernen Gefäße, die man beim Opferdienst brauchte, nahmen sie weg.

25,15 Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Pfannen und Becken, alles, was golden und silbern war,

25,16 die beiden Säulen, das Meer und die Gestelle, die Salomo gemacht hatte für das Haus Haschem'S. Das Kupfer aller dieser Gefäße aber war nicht zu wägen.

25,17 Achtzehn Ellen hoch war eine Säule, und ihr Knauf darauf war auch aus Kupfer und drei Ellen hoch, und das Gitterwerk und die Granatäpfel an dem Knauf umher, alles war aus Kupfer. Genauso war auch die andere Säule mit ihrem Gitterwerk.

25,18 Und der Oberste der Leibwache nahm den obersten Priester Seraja und Zefanja, den zweitobersten Priester, und die drei Hüter an der Schwelle

25,19 und aus der Stadt einen Kämmerer, der über die Kriegsmänner gesetzt war, und fünf Männer, die stets vor dem König waren, die sich in der Stadt fanden, und den Schreiber des Feldhauptmanns, der das Volk des Landes zum Heere aufbot, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die in der Stadt sich fanden, -

25,20 diese alle nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und brachte sie zum König von Babel nach Ribla.

25,21 Und der König von Babel schlug sie tot in Ribla im Lande Hamat. So wurde Juda weggeführt aus seinem Lande.

25,22 Aber über das Volk, das übrig war im Lande Juda, das Nebukadnezar, der König von Babel, übriggelassen hatte, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans.

25,23 Als nun alle Hauptleute des Kriegsvolkes und ihre Männer hörten, daß der König von Babel Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja nach Mizpa, nämlich Jismael, der Sohn Netanjas, und Johanan, der Sohn Kareachs und Seraja, der Sohn Tanhumets, der Netofatiter, und Jaasanja, der Sohn eines Maachatiters, samt ihren Männern.

25,24 Und Gedalja schwor ihnen und ihren Männern und sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht vor den Chaldäern; bleibt im Lande und seid dem König von Babel untertan, so wird's euch gut gehen.

25,25 Aber im siebenten Monat kam Jismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, von königlichem Geschlecht, und zehn Männer mit ihm und schlugen Gedalja tot, dazu die Judäer und Chaldäer, die bei ihm waren in Mizpa.

25,26 Da machte sich das ganze Volk auf, klein und groß, und die Obersten des Kriegsvolkes und zogen nach Mitzrayim; denn sie fürchteten sich vor den Chaldäern.

25,27 Aber im siebenunddreißigsten Jahr, nachdem aJojachin, der König von Juda, weggeführt war, am siebenundzwanzigsten Tage des zwölften Monats ließ Ewil- Merodach, der König von Babel, im ersten Jahr seiner Herrschaft Jojachin, den König von Juda, aus dem Kerker kommen

25,28 und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Sitz über die Sitze der Könige, die bei ihm waren zu Babel.

25,29 Und Jojachin legte die Kleider seiner Gefangenschaft ab, und er aß alle Tage bei dem König sein Leben lang.

25,30 Und es wurde ihm vom König sein ständiger Unterhalt bestimmt, den man ihm gab an jedem Tag sein ganzes Leben lang.


 
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