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Das Buch Bamidbar (In der Wüste)

DAS VIERTE BUCH MOSE (Numeri)

11. Kapitel

11,1 Und das Volk klagte vor den Ohren HASHEM , dass es ihm schlecht gehe. Und als es HASHEM hörte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer HASHEM loderte auf unter ihnen und fraß am Rande des Lagers.

11,2 Da schrie das Volk zu Moshe, und Moshe bat HASHEM ; da verschwand das Feuer.

11,3 Und man nannte die Stätte Tabera, weil hier das Feuer HASHEM unter ihnen aufgelodert war.

11,4 Das fremde Volk aber unter ihnen war lüstern geworden. Da fingen auch die Israeliten wieder an zu weinen und sprachen: Wer wird uns Fleisch zu essen geben?

11,5 Wir denken an die Fische, die wir in Mitzrayim umsonst aßen, und an die Kürbisse, die Melonen, den Lauch, die Zwiebeln und den Knoblauch.

11,6 Nun aber ist unsere Seele matt, denn unsere Augen sehen nichts als das Manna.

11,7 Es war aber das Manna wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedolachharz.

11,8 Und das Volk lief hin und her und sammelte und zerrieb es mit Mühlen oder zerstieß es in Mörsern und kochte es in Töpfen und machte sich Kuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie Ölkuchen.

11,9 Und wenn bei Nacht der Tau über das Lager fiel, so fiel das Manna mit darauf.

11,10 Als nun Moshe das Volk weinen hörte, alle Geschlechter miteinander, einen jeden in der Tür seines Zeltes, da entbrannte der Zorn HASHEM sehr. Und auch Moshe verdross es.

11,11 Und Moshe sprach zu HASHEM : Warum bekümmerst du deinen Knecht? Und warum finde ich keine Gnade vor deinen Augen, dass du die Last dieses ganzen Volks auf mich legst?

11,12 Hab ich denn all das Volk empfangen oder geboren, dass du zu mir sagen könntest: Trag es in deinen Armen, wie eine Amme ein Kind trägt, in das Land, das du ihren Vätern zu geschworen hast?

11,13 Woher soll ich Fleisch nehmen, um es all diesem Volk zu geben? Sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch zu essen.

11,14 Ich vermag all das Volk nicht allein zu tragen, denn es ist mir zu schwer.

11,15 Willst du aber doch so mit mir tun, so töte mich lieber, wenn anders ich Gnade vor deinen Augen gefunden habe, damit ich nicht mein Unglück sehen muss.

11,16 HASHEM sprach zu Moshe: Sammle mir siebzig Männer unter den Ältesten Israels, von denen du weißt, dass sie Älteste im Volk und seine Amtleute sind, und bringe sie vor die Stiftshütte und stelle sie dort vor dich,

11,17 so will ich hernieder kommen und dort mit dir reden und von deinem Geist, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, damit sie mit dir die Last des Volks tragen und du nicht allein tragen mußt.

11,18 Und zum Volk sollst du sagen: Qadosh euch für morgen, so sollt ihr Fleisch zu essen haben; denn euer Weinen ist vor die Ohren HASHEM gekommen, die ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen? Denn es ging uns gut in Mitrayim. Darum wird euch HASHEM Fleisch zu essen geben,

11,19 nicht nur einen Tag, nicht zwei, nicht fünf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang,

11,20 sondern einen Monat lang, bis ihr's nicht mehr riechen könnt und es euch zum Ekel wird, weil ihr HASHEM verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir aus Mitrayim gegangen?

11,21 Und Moshe sprach: Sechshunderttausend Mann Fußvolk sind es, mit denen ich lebe, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, dass sie einen Monat lang zu essen haben.

11,22 Kann man so viele Schafe und Rinder schlachten, dass es für sie genug sei? Oder kann man alle Fische des Meeres einfangen, dass es für sie genug sei?

11,23 HASHEM aber sprach zu Moshe: Ist denn die Hand HASHEM zu kurz? Aber du sollst jetzt sehen, ob sich dir mein Wort erfüllt oder nicht.

11,24 Und Moshe ging heraus und sagte dem Volk die Worte HASHEM und versammelte siebzig Männer aus den Ältesten des Volks und stellte sie rings um die Stiftshütte.

11,25 Da kam HASHEM hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm Ruachah, die auf ihm war, und legte sie auf die siebzig Ältesten. Und als Ruachah auf ihnen ruhte, gerieten sie in Verzückung wie Propheten und hörten nicht auf.

11,26 Es waren aber noch zwei Männer im Lager geblieben; der eine hieß Eldad, der andere Medad. Und Ruachah kam über sie, denn sie waren auch aufgeschrieben, jedoch nicht hinausgegangen zu der Stiftshütte, und sie gerieten in Verzückung im Lager.

11,27 Da lief ein junger Mann hin und sagte es Moshe und sprach: Eldad und Medad sind in Verzückung im Lager.

11,28 Da antwortete Yohushuah, der Sohn Nuns, der dem Moshe diente von seiner Jugend an, und sprach: Moshe, wehre ihnen!

11,29 Aber Moshe sprach zu ihm: Eiferst du um meinetwillen? Wollte HASHEM, das alle im Volk Propheten wären, dann wäre Ruachah über sie kommen!

11,30 Darauf kehrte Moshe zum Lager zurück mit den Ältesten Israels.

11,31 Da erhob sich ein Wind, den HASHEM gesandt, und ließ Wachteln kommen vom Meer und ließ sie auf das Lager fallen, eine Tagereise weit rings um das Lager, zwei Ellen hoch auf der Erde.

11,32 Da machte ich das Volk auf und sammelte Wachteln diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den andern ganzen Tag; und wer am wenigsten sammelte, der sammelte hundert Scheffel. Und sie breiteten sie rings um das Lager aus, um sie zu dörren.

11,33 Als aber das Fleisch noch zwischen ihren Zähnen war und ehe es ganz aufgebraucht war, da entbrannte der Zorn HASHEM gegen das Volk, und er schlug sie mit einer sehr großen Plage.

11,34 Daher heißt die Stätte «Lustgräber», weil man dort das lüsterne Volk begrub.

11,35 Von den «Lustgräbern» aber zog das Volk weiter nach Hazerot, und sie blieben in Hazerot.

12. Kapitel

12,1 Da redeten Mirjam und Aaron gegen Moshe um seiner Frau willen, der Kuschiterin, die er genommen hatte. Er hatte sich nämlich eine kuschitische Frau genommen.

12,2 Und sie sprachen: Redet denn HASHEM allein durch Moshe? Redet er nicht auch durch uns? HASHEM hörte es.

12,3 Aber Moshe war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden.

12,4 Und sogleich sprach HASHEM zu Moshe und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zu der Stiftshütte! Und sie gingen alle drei hinaus.

12,5 Da kam HASHEM hernieder in der Wolkensäule und trat in die Tür der Stiftshütte und rief Aaron und Mirjam, und die gingen beide hin.

12,6 Und er sprach: Hört meine Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet HASHEM , dem will ich mich kundmachen in Gesichten oder will mit ihm reden in Träumen.

12,7 Aber so steht es nicht mit meinem Knecht Moshe; ihm ist mein ganzes Haus anvertraut.

12,8 Von Mund zu Mund rede ich mit ihm, nicht durch dunkle Worte oder Gleichnisse, und er sieht HASHEM in seiner Gestalt. Warum habt ihr euch denn nicht gefürchtet, gegen meinen Knecht Moshe zu reden?

12,9 Und der Zorn HASHEM entbrannte gegen sie, und er wandte sich weg;

12,10 auch wich die Wolke von der Stiftshütte. Und siehe, da war Mirjam aussätzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, dass sie aussätzig ist,

12,11 und sprach zu Moshe: Ach, mein Herr, lass die Sünde nicht auf uns bleiben, mit der wir töricht getan und uns versündigt haben.

12,12 Lass Mirjam nicht sein wie ein Totgeborenes, das von seiner Mutter Leibe kommt und von dem schon die Hälfte seines Fleisches geschwunden ist.

12,13 Moshe aber schrie zu HASHEM : Ach HASHEM, heile sie!

12,14 HASHEM sprach zu Moshe: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespieen hätte, würde sie nicht sieben Tage sich schämen? Lass sie abgesondert sein sieben Tage außerhalb des Lagers; danach soll sie wieder aufgenommen werden.

12,15 So wurde Mirjam sieben Tage abgesondert außerhalb des Lagers. Und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen wurde. 12,16 Danach brach das Volk von Hazerot auf und lagerte sich in der Wüste Paran.

13. Kapitel

13,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

13,2 Sende Männer aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Israeliten geben will, aus jedem Stamm ihrer Väter je einen Mann, lauter Älteste.

13,3 Da entsandte Moshe aus der Wüste Paran nach dem Wort HASHEM lauter Männer, die Häupter waren unter den Israeliten.

13,4 Und sie hießen: Schammua, der Sohn Sakkurs, vom Stamme Ruben;

13,5 Schafat, der Sohn Horis, vom Stamme Simeon;

13,6 Kaleb, der Sohn Jefunnes, vom Stamme Yahuda;

13,7 Jigal, der Sohn Yosephs, vom Stamme Yssachar;

13,8 Hoschea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim;

13,9 Palti, der Sohn Rafus, vom Stamme Benjamin;

13,10 Gaddïl, der Sohn Sodis, vom Stamme Sebulon;

13,11 Gaddi, der Sohn Susis, vom Stamme Yoseph, von Manashe;

13,12 Ammïl, der Sohn Gemallis, vom Stamme Dan;

13,13 Setur, der Sohn Michaels, vom Stamme Asser;

13,14 Nachbi, der Sohn Wofsis, vom Stamme Naftali;

13,15 Gëuël, der Sohn Machis, vom Stamme Gad.

13,16 Das sind die Namen der Männer, die Moshe aussandte, um das Land zu erkunden. Aber Hoschea, den Sohn Nuns, nannte Moshe Yohushuah.

13,17 Als sie nun Moshe aussandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu ihnen: Zieht da hinauf ins Südland und geht auf das Gebirge

13,18 und seht euch das Land an, wie es ist, und das Volk, das darin wohnt, ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;

13,19 und was es für ein Land ist, darin sie wohnen, ob's gut oder schlecht ist; und was es für Städte sind, in denen sie wohnen, ob sie in Zeltdörfern oder festen Städten wohnen;

13,20 und wie der Boden ist, ob fett oder mager, und ob Bäume da sind oder nicht. Seid mutig und bringt mit von den Früchten des Landes. Es war aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.

13,21 Und sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wüste Zin bis nach Rehob, von wo man nach Hamat geht.

13,22 Sie gingen hinauf ins Südland und kamen bis nach Hebron; da lebten Ahiman, Scheschai und Talmai, die Söhne Anaks. Hebron aber war erbaut worden sieben Jahre vor Zoan in Mitrayim.

13,23 Und sie kamen bis an den Bach Eschkol und schnitten dort eine Rebe ab mit einer Weintraube und trugen sie zu zweien auf einer Stange, dazu auch Granatäpfel und Feigen.

13,24 Der Ort heißt Bach Eschkol *nach der Traube, die Israeliten dort abgeschnitten hatten.*.

13,25 Und nach vierzig Tagen, als sie das Land erkundet hatten, kehrten sie um,

13,26 gingen hin und kamen zu Moshe und Aaron und zu der ganzen Sippe der Israeliten in die Wüste Paran nach Kadesch und brachten ihnen und der ganzen Sippe Kunde, wie es stand, und ließen sie die Früchte des Landes sehen.

13,27 Und sie erzählten ihnen und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das ihr uns sandtet; es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies sind seine Früchte.

13,28 Aber stark ist das Volk, das darin wohnt, und die Städte sind befestigt und sehr groß; und wir sahen dort auch Anaks Söhne.

13,29 Es wohnen die Amalekiter im Südland, die Hetiter und Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen am Meer und am Yordan.

13,30 Kaleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Moshe murrte, und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.

13,31 Aber die Männer, die mit ihm hinaufgezogen waren, sprachen: Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dies Volk, denn sie sind uns zu stark.

13,32 Und sie brachten über das Land, das sie erkundet hatten, ein böses Gerücht auf unter den Israeliten und sprachen: Das Land, durch das wir gegangen sind, um es zu erkunden, frisst seine Bewohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von großer Länge.

13,33 Wir sahen dort auch Riesen, Anaks Söhne aus dem Geschlecht der Riesen, und wir waren in unsern Augen wie Heuschrecken und waren es auch in ihren Augen.

14. Kapitel

14,1 Da fuhr die ganze Sippe auf und schrie, und das Volk weinte die ganze Nacht.

14,2 Und alle Israeliten murrten gegen Moshe und Aaron, und die ganze Sippe sprach zu ihnen: Ach dass wir in Mitzrayim gestorben wären oder noch in dieser Wüste stürben!

14,3 Warum führt uns HASHEM in dies Land, damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen wieder nach Mitrayim?

14,4 Und einer sprach zu dem andern: Laßt uns einen Hauptmann über uns setzen und wieder nach Mitrayim ziehen!

14,5 Moshe aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Sippe der Israeliten.

14,6 Und Yohushuah, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider

14,7 und sprachen zu der ganzen Sippe der Israeliten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist sehr gut.

14,8 Wenn HASHEM uns gnädig ist, so wird er uns in dies Land, bringen und es uns geben, ein Land, darin Milch und Honig fließt.

14,9 Fallt nur nicht ab HASHEM und fürchtet euch vor dem Volk dieses Landes nicht, denn wir wollen sie wie Brot auffressen. Es ist ihr Schutz von ihnen gewichen, HASHEM aber ist mit uns. Fürchtet euch nicht vor ihnen!

14,10 Aber das ganze Volk sprach, man sollte sie steinigen. Da erschien die Herrlichkeit HASHEM über der Stiftshütte allen Israeliten.

14,11 HASHEM sprach zu Moshe: Wie lange lästert mich dies Volk? Und wie lange wollen sie nicht an mich glauben trotz all der Zeichen, die ich unter ihnen getan habe?

14,12 Ich will sie mit der Pest schlagen und sie vertilgen und dich zu einem größeren und mächtigeren Volk machen als dieses.

14,13 Moshe aber sprach zu HASHEM : Dann werden die Mitzrites hören; denn du hast dies Volk mit deiner Kraft aus ihrer Mitte herausgeführt.

14,14 Auch wird man es sagen zu den Bewohnern dieses Landes, die da gehört haben, dass du, HASHEM, unter diesem Volk bist, dass du von Angesicht gesehen wirst und deine Wolke über ihnen steht und dass du, HASHEM, vor ihnen hergehst in der Wolkensäule am Tage und in der Feuersäule bei Nacht.

14,15 Würdest du nun dies Volk töten wie einen Mann, so würden die Völker, die solch ein Gerücht über dich hören, sagen:

14,16 HASHEM vermochte es nicht, dies Volk in das Land zu bringen, das er ihnen zu geben geschworen hatte; darum hat er sie hingeschlachtet in der Wüste.

14,17 So lass nun deine Kraft, HASHEM , groß werden, wie du gesagt hast:

14,18 HASHEM ist geduldig und von großer Barmherzigkeit und vergibt Missetat und Übertretung, aber er lässt niemand ungestraft, sondern sucht heim die Missetat der Väter an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied.

14,19 So vergib nun die Missetat dieses Volks nach deiner großen Barmherzigkeit, wie du auch diesem Volk vergeben hast von Mitrayim an bis hierher.

14,20 HASHEM sprach: Ich habe vergeben, wie du es erbeten hast.

14,21 Aber so wahr ich lebe und alle Welt der Herrlichkeit HASHEM voll werden soll:

14,22 alle die Männer, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich getan habe in Mitrayim und in der Wüste, und mich nun zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,

14,23 von denen soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vätern zu geben geschworen habe; auch keiner soll es sehen, der mich gelästert hat.

14,24 Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen,

14,25 während die Amalekiter und Kanaaniter in der Ebene wohnen bleiben. Morgen wendet euch und zieht in die Wüste auf dem Wege zum Schilfmeer!

14,26 HASHEM redete mit Moshe und Aaron und sprach:

14,27 Wie lange murrt diese böse Sippe gegen mich? Ich habe das Murren der Israeliten, womit sie gegen mich gemurrt haben, gehört.

14,28 Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht HASHEM : ich will mit euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.

14,29 Eure Leiber sollen in dieser Wüste verfallen. Alle, die ihr gezählt seid von zwanzig Jahren an und darüber, die ihr gegen mich gemurrt habt,

14,30 wahrlich, ihr sollt nicht in das Land kommen, über das ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, euch darin wohnen zu lassen, außer Kaleb, dem Sohn Jefunnes, und Yohushuah, dem Sohn Nuns.

14,31 Eure Kinder aber, von denen ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich hineinbringen, dass sie das Land kennen lernen, das ihr verwerft.

14,32 Aber eure eigenen Leiber sollen in dieser Wüste verfallen.

14,33 Und eure Kinder sollen Hirten sein in der Wüste vierzig Jahre und eure Untreue tragen, bis eure Leiber aufgerieben sind in der Wüste.

14,34 Nach der Zahl der vierzig Tage, in denen ihr das Land erkundet habt – je ein Tag soll ein Jahr gelten -, sollt ihr vierzig Jahre eure Schuld tragen, auf dass ihr innewerdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.

14,35 Ich, HASHEM , habe es gesagt, und wahrlich, das will ich auch tun mit dieser ganzen bösen Sippe, die sich gegen mich empört hat. In dieser Wüste sollen sie aufgerieben werden und dort sterben.

14,36 So starben vor HASHEM durch eine Plage alle die Männer, die Moshe ausgesandt hatte, um das Land zu erkunden, und die zurückgekommen waren und die ganze Sippe gegen ihn zum Murren verleitet hatten,

14,37 dadurch dass sie über das Land ein böses Gerücht aufbrachten.

14,38 Aber Yohushuah, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, blieben am Leben von den Männern, die gegangen waren, um das Land zu erkunden.

14,39 Als Moshe diese Worte allen Israeliten sagte, da trauerte das Volk sehr.

14,40 Und sie machten sich früh am Morgen auf und zogen auf die Höhe des Gebirges und sprachen: Hier sind wir und wollen hinaufziehen in das Land, von dem HASHEM geredet hat; denn wir haben gesündigt.

14,41 Moshe aber sprach: Warum wollt ihr das Wort HASHEM übertreten? Es wird euch nicht gelingen.

14,42 Zieht nicht hinauf - denn HASHEM ist nicht unter euch -, dass ihr nicht geschlagen werdet vor euren Feinden.

14,43 Denn die Amalekiter und Kanaaniter stehen euch dort gegenüber, und ihr werdet durchs Schwert fallen, weil ihr euch HASHEM abgekehrt habt, HASHEM wird nicht mit euch sein.

14,44 Aber sie waren so vermessen und zogen hinauf auf die Höhe des Gebirges; aber die Lade des Bundes HASHEM und Moshe wichen nicht aus dem Lager.

14,45 Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohnten, herab und schlugen und zersprengten sie bis nach Horma.

15. Kapitel

15,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

15,2 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zur Wohnung geben werde,

15,3 und ihr HASHEM Feueropfer darbringen wollt von Rindern oder von Schafen, es sei ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer oder um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder bei euren Festen, um HASHEM einen lieblichen Geruch zu bereiten,

15,4 dann soll, wer nun seine Gabe HASHEM opfern will, als Speisopfer ein Zehntel feinstes Mehl dazutun, vermengt mit einer viertel Kanne Öl,

15,5 und als Trankopfer auch eine viertel Kanne Wein zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, zu jedem Schaf, das geopfert wird.

15,6 Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du als Speisopfer darbringen zwei Zehntel feinstes Mehl, mit einer drittel Kanne Öl vermengt,

15,7 und als Trankopfer auch eine drittel Kanne Wein. Das sollst du HASHEM zum lieblichen Geruch opfern.

15,8 Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besonderen Gelübdeopfer oder zum Dankopfer HASHEM darbringen,

15,9 so sollst du zu dem Rind als Speisopfer hinzutun drei Zehntel feinstes Mehl, mit einer halben Kanne Öl vermengt,

15,10 und als Trankopfer auch eine halbe Kanne Wein. Das ist ein Feueropfer für HASHEM zum lieblichen Geruch.

15,11 So sollst du tun mit einem Stier, mit einem Widder, mit einem Schaf oder mit einer Ziege.

15,12 Wie die Zahl dieser Opfer, so soll auch die Zahl der Speisopfer und Trankopfer sein.

15,13 Wer ein Einheimischer ist, der soll es so halten, wenn er HASHEM opfern will ein Feueropfer zum lieblichen Geruch.

15,14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt oder unter euch bei euren Nachkommen lebt und will HASHEM ein Feueropfer zum lieblichen Geruch darbringen, so soll er es halten wie ihr.

15,15 Für die ganze Sippe gelte nur eine Satzung, für euch wie auch für die Fremdlinge. Eine ewige Satzung soll das sein für eure Nachkommen, das vor HASHEM der Fremdling sei wie ihr.

15,16 Einerlei Gesetz, einerlei Recht soll gelten für euch und für den Fremdling, der bei euch wohnt.

15,17 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

15,18 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde,

15,19 und ihr esst von dem Brot des Landes, so sollt ihr HASHEM eine Opfergabe darbringen:

15,20 Als Erstling eures Teigs sollt ihr einen Kuchen als Opfergabe darbringen. Wie die Opfergabe von der Tenne,

15,21 so sollt ihr auch HASHEM den Erstling eures Teigs geben für alle Zeit. Über Sünden aus Versehen und aus Vorsatz

15,22 Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht tut, die HASHEM dem Moshe gesagt hat,

15,23 irgendeins von allem, was HASHEM euch durch Moshe geboten hat, von dem Tage an, da er anfing zu gebieten, und fortan für alle Zeit, -

15,24 wenn nun ohne Wissen der Sippe etwas versehen würde, so soll die ganze Sippe einen jungen Stier als Brandopfer darbringen zum lieblichen Geruch für HASHEM samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und einen Ziegenbock als Sündopfer.

15,25 Und so soll der Cohen für die ganze Sippe der Israeliten Sühne schaffen, und es wird ihnen vergeben sein; denn es war ein Versehen. Wenn sie diese ihre Gabe darbringen zum Feueropfer für HASHEM und ihr Sündopfer vor HASHEM für ihr Versehen,

15,26 so wird's vergeben der ganzen Sippe der Israeliten, dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt, weil das ganze Volk an solchem Versehen teilhat.

15,27 Wenn aber ein Einzelner aus Versehen sündigen wird, so soll er eine einjährige Ziege zum Sündopfer bringen.

15,28 Und der Cohen soll Sühne schaffen vor HASHEM für den, der aus Versehen gesündigt hat, dass er für ihn Sühne schaffe und ihm vergeben werde.

15,29 Und es soll einerlei Gesetz gelten für die, die ein Versehen begehen, für den Einheimischen unter den Israeliten und für den Fremdling, der unter euch wohnt.

15,30 Wenn aber ein Einzelner aus Vorsatz frevelt, es sei ein Einheimischer oder Fremdling, so hat er HASHEM geschmäht. Er soll ausgerottet werden aus seinem Volk;

15,31 denn er hat HASHEM Wort verachtet und sein Gebot gebrochen. Ja, der soll ausgerottet werden; seine Schuld bleibt auf ihm. Strafe für Shabatschändung

15,32 Als nun die Israeliten in der Wüste waren, fanden sie einen Mann, der Holz auflas am Shabat-Tag.

15,33 Und die ihn dabei gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Moshe und Aaron und vor die ganze Sippe.

15,34 Und sie legten ihn gefangen, denn es war nicht klar bestimmt, was man mit ihm tun sollte.

15,35 HASHEM aber sprach zu Moshe: Der Mann soll des Todes sterben; die ganze Sippe soll ihn steinigen draußen vor dem Lager.

15,36 Da führte die ganze Sippe ihn hinaus vor das Lager und steinigte ihn, so dass er starb, wie HASHEM dem Moshe geboten hatte.

15,37 HASHEM sprach zu Moshe:

15,38 Rede mit den Israeliten und sprich zu ihnen, dass sie und ihre Nachkommen sich Quasten machen an den Zipfeln ihrer Kleider und blaue Schnüre an die Quasten der Zipfel tun.

15,39 Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote HASHEM denken und sie tun, damit ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen laßt und abgöttisch werdet,

15,40 sondern ihr sollt an alle meine Gebote denken und sie tun, dass ihr kadosh seid für HASHEM.

15,41 Ich bin HASHEM euer HASHEM , der euch aus Mitzrayim geführt hat, dass ich euer HASHEM sei.

16. Kapitel

16,1 Und Korach, der Sohn Yizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Lewis, dazu Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Söhne Rubens,

16,2 die empörten sich gegen Moshe, dazu zweihundertundfünfzig Männer unter den Israeliten, Vorsteher der Sippe, von der Versammlung berufen, namhafte Leute.

16,3 Und sie versammelten sich gegen Moshe und Aaron und sprachen zu ihnen: Ihr geht zu weit! Denn die ganze Sippe, sie alle sind kadosh, HASHEM ist unter ihnen. Warum erhebt ihr euch über die Sippe HASHEM ?

16,4 Als Moshe das hörte, fiel er auf sein Angesicht

16,5 und sprach zu Korach und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird HASHEM kundtun, wer ihm gehört, wer kadosh ist und zu ihm nahen soll; wen er erwählt, der soll zu ihm nahen.

16,6 Dies tut morgen: Nehmt euch Pfannen, Korach und seine ganze Rotte,

16,7 und legt Feuer hinein und tut Räucherwerk darauf vor HASHEM . Wen dann HASHEM erwählt, der ist kadosh. Ihr geht zu weit, ihr Söhne Lewi!

16,8 Und Moshe sprach zu Korach: Höret doch, ihr Söhne Lewi!

16,9 Ist's euch zu wenig, dass euch HASHEM Israels ausgesondert hat aus der Sippe Israel, ihm zu nahen, damit ihr euer Amt ausübt an der Wohnung HASHEM und vor die Sippe tretet, um ihr zu dienen?

16,10 Er hat dich und mit dir alle deine Brüder, die Söhne Lewi, zu sich nahen lassen; und ihr sucht nun auch das Kadosh?

16,11 Du und deine ganze Rotte, ihr macht einen Aufruhr wider HASHEM ! Es ist nicht Aaron, gegen den ihr murrt.

16,12 Und Moshe schickte ihn und ließ Datan und Abiram rufen, die Söhne Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht!

16,13 Ist's nicht genug, dass du uns aus dem Lande geführt hast, darin Milch und Honig fließt, und uns tötest in der Wüste? Musst du auch noch über uns herrschen?

16,14 Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, darin Milch und Honig fließt, und hast uns Äcker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst du den Leuten auch die Augen ausreißen? Wir kommen nicht!

16,15 Da ergrimmte Moshe sehr und sprach zu HASHEM : Wende dich nicht zu ihrem Opfer. Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe keinem von ihnen ein Leid getan.

16,16 Und Moshe sprach zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor HASHEM kommen, du und sie und Aaron.

16,17 Und ein jeder nehme seine Pfanne und lege Räucherwerk darauf, und tretet hin vor HASHEM , ein jeder mit seiner Pfanne, zweihundertundfünfzig Pfannen; auch du und Aaron, ein jeder mit seiner Pfanne.

16,18 Und ein jeder nahm seine Pfanne und legte Feuer hinein und tat Räucherwerk darauf, und sie traten vor die Tür der Stiftshütte und Moshe und Aaron auch.

16,19 Und Korach versammelte gegen sie die ganze Sippe vor der Tür der Stiftshütte. Da erschien die Herrlichkeit HASHEM vor der ganzen Sippe.

16,20 HASHEM redete mit Moshe und Aaron und sprach:

16,21 Scheidet euch von dieser Sippe, damit ich sie im Nu vertilge.

16,22 Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach HASHEM, der du bist HASHEM des Lebensgeistes für alles Fleisch, wenn ein einziger Mann gesündigt hat, willst du darum gegen die ganze Sippe wüten?

16,23 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

16,24 Sage der Sippe: Weicht ringsherum zurück von der Wohnung Korachs und Datans und Abirams.

16,25 Und Moshe stand auf und ging zu Datan und Abiram, und die Ältesten Israels folgten ihm nach;

16,26 und er redete mit der Sippe und sprach: Weicht von den Zelten dieser gottlosen Menschen und rührt nichts an, was sie haben, damit ihr nicht auch umkommt durch all ihre Sünde.

16,27 Und sie gingen hinweg von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams. Datan aber und Abiram gingen heraus und traten an die Tür ihrer Zelte mit ihren Frauen und Söhnen und kleinen Kindern.

16,28 Und Moshe sprach: Daran sollt ihr merken, dass mich HASHEM gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und dass ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen:

16,29 Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich HASHEM nicht gesandt;

16,30 wird aber HASHEM etwas Neues schaffen, dass die Erde ihren Mund auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, dass sie lebendig hinunter zu den Toten fahren, so werdet ihr erkennen, dass diese Leute HASHEM gelästert haben.

16,31 Und als er alle diese Worte beendet hatte, zerriss die Erde unter ihnen

16,32 und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Sippen, mit allen Menschen, die zu Korach gehörten, und mit all ihrer Habe.

16,33 Und sie fuhren lebendig zu den Toten hinunter mit allem, was sie hatten, und die Erde deckte sie zu, und sie kamen um, mitten aus der Sippe heraus.

16,34 Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie dachten: dass uns die Erde nicht auch verschlinge!

16,35 Und Feuer fuhr aus von HASHEM und fraß die zweihundertundfünfzig Männer, die das Räucherwerk opferten.

17. Kapitel

17,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

17,2 Sage Eleasar, dem Sohn des Cohen Aaron, dass er die Pfannen aufhebe aus dem Brand und streue das Feuer weit hinweg.

17,3 Denn die Pfannen dieser Sünder, die umgekommen sind, gehören dem Kadosh. Man schlage sie zu breiten Blechen, dass man den Altar damit überziehe; denn sie haben sie hingebracht vor HASHEM , so dass sie kadosh sind; sie sollen den Israeliten ein Zeichen sein.

17,4 Und Eleasar, der Cohen, nahm die kupfernen Pfannen, die Verbrannten herangebracht hatten, und schlug sie zu Blechen, um den Altar zu überziehen;

17,5 als Mahnzeichen für die Israeliten, dass kein Fremder, der nicht vom Geschlecht Aarons ist, sich nahe, um Räucherwerk zu opfern vor HASHEM , damit es ihm nicht gehe wie Korach und seiner Rotte, wie HASHEM zu ihm geredet hatte durch Moshe.

17,6 Am andern Morgen aber murrte die ganze Sippe der Israeliten gegen Moshe und Aaron, und sie sprachen: Ihr habt HASHEM Volk getötet.

17,7 Und als sich die Sippe versammelte gegen Moshe und Aaron, wandten sie sich zu der Stiftshütte: Und siehe, da wurde sie bedeckt von der Wolke, und die Herrlichkeit HASHEM erschien.

17,8 Und Moshe und Aaron gingen hin vor die Stiftshütte.

17,9 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

17,10 Hebt euch hinweg aus dieser Sippe; ich will sie im Nu vertilgen! Und sie fielen auf ihr Angesicht.

17,11 Und Moshe sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tu Feuer hinein vom Altar und lege Räucherwerk darauf und geh eilends zu der Sippe und schaffe für sie Sühne; denn der Zorn ist von HASHEM ausgegangen, und die Plage hat angefangen.

17,12 Und Aaron tat, wie ihm Moshe gesagt hatte, und lief mitten unter die Sippe; und siehe, die Plage hatte schon angefangen unter dem Volk. Da räucherte er und schaffte Sühne für das Volk

17,13 und stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt.

17,14 Die aber gestorben waren an der Plage, waren vierzehntausendsiebenhundert, außer denen, die mit Korach starben.

17,15 Und Aaron kam wieder zu Moshe vor die Tür der Stiftshütte, und der Plage war gewehrt.

17,16 HASHEM redete mit Moshe, und sprach:

17,17 Rede mit den Israeliten und nimm von ihnen zwölf Stäbe, von jedem Fürsten ihrer Sippen je einen, und schreib eines jeden Namen auf seinen Stab.

17,18 Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stab Lewis. Denn für jedes Haupt ihrer Sippen soll je ein Stab sein.

17,19 Und lege sie in der Stiftshütte nieder vor der Lade mit dem Gesetz, wo ich mich euch bezeuge.

17,20 Und wen ich erwählen werde, dessen Stab wird grünen. So will ich das Murren der Israeliten, mit dem sie gegen euch murren, stillen.

17,21 Moshe redete mit den Israeliten, und alle ihre Fürsten gaben ihm zwölf Stäbe, ein jeder Fürst je einen Stab, nach ihren Sippen, und der Stab Aarons war auch unter ihren Stäben.

17,22 Und Moshe legte die Stäbe vor HASHEM nieder in der Hütte des Gesetzes.

17,23 Am nächsten Morgen, als Moshe in die Hütte des Gesetzes ging, fand er den Stab Aarons vom Hause Lewi grünen und die Blüte aufgegangen und Mandeln tragen.

17,24 Und Moshe trug die Stäbe alle heraus von HASHEM zu allen Israeliten, dass sie es sahen, und ein jeder nahm seinen Stab.

17,25 HASHEM aber sprach zu Moshe: Trage den Stab Aarons wieder vor die Lade mit dem Gesetz, damit er verwahrt werde zum Zeichen für die Ungehorsamen, dass ihr Murren vor mir aufhöre und sie nicht sterben.

17,26 Moshe, tat, wie ihm HASHEM geboten hatte.

17,27 Und die Israeliten sprachen zu Moshe: Siehe, wir verderben und kommen um; wir werden alle vertilgt und kommen um.

17,28 Wer sich naht zu der Wohnung HASHEM , der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar untergehen?

18. Kapitel

18,1 HASHEM sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und deine Sippe, ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung begangen wird am Kadosh; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung begangen wird bei eurem Cohendienst.

18,2 Aber deine Brüder aus dem Stamme deines Vaters Lewi sollst du zu dir nehmen, dass sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir sollen dienen vor der Hütte des Gesetzes.

18,3 Und sie sollen dir dienen und den Dienst an der ganzen Stiftshütte versehen. Doch zu dem Gerät des Kadosh und zu dem Altar sollen sie sich nicht nahen, damit nicht beide sterben, sie und ihr,

18,4 sondern sie sollen bei dir sein, dass sie ihren Dienst versehen an der Stiftshütte, alles, was das Amt erfordert; und kein Fremder soll sich neben euch zum Dienste nahen.

18,5 So verseht nun den Dienst am Kadosh und den Dienst am Altar, damit hinfort nicht mehr ein Zorn komme über die Israeliten.

18,6 Denn siehe, ich habe die Lewiten, eure Brüder, genommen aus den Israeliten euch zum Geschenk, als die HASHEM zu eigen gegeben sind, damit sie das Amt ausüben an der Stiftshütte.

18,7 Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt auf euer Cohenamt acht haben, dass ihr dienet in allen Verrichtungen am Altar und drinnen hinter dem Vorhang; denn euer Cohenamt gebe ich euch zum Geschenk. Wenn ein Fremder sich naht, so soll er sterben.

18,8 HASHEM sagte zu Aaron: Siehe, dies überlasse ich dir bei dem Dienst an meinen Opfergaben: von allen kadosh Gaben der Israeliten gebe ich dir einen Anteil, dir und deinen Söhnen, als ewiges Anrecht.

18,9 Das sollst du haben von den Gadolkadosh Gaben, soweit sie nicht verbrannt werden: alle ihre Gaben bei allen ihren Speisopfern und bei allen ihren Sündopfern und bei allen ihren Schuldopfern, die sie mir erstatten; als Kadosh gebe ich es dir und deinen Söhnen.

18,10 Am Gadolkadosh Ort sollst du es essen. Was männlich ist, darf davon essen; denn es soll dir kadosh sein.

18,11 Auch das soll dir gehören: die kadosh Abgabe von ihren Gaben, von allen Schwingopfern der Israeliten gebe ich sie dir und deinen Söhnen und Töchtern mit dir als ewiges Anrecht. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.

18,12 Alles Beste vom Öl und alles Beste vom Wein und Korn, die Erstlingsgabe, die sie HASHEM bringen, habe ich dir gegeben.

18,13 Die Erstlinge, die sie HASHEM bringen von allem, was in ihrem Lande ist, sollen dir gehören. Wer rein ist in deinem Hause, darf davon essen.

18,14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehören.

18,15 Alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei allem Fleisch, es sei Mensch oder Vieh, das sie HASHEM bringen, soll dir gehören. Doch sollst du die Erstgeburt eines Menschen auslösen lassen, und die Erstgeburt eines unreinen Viehs sollst du auch auslösen lassen.

18,16 Du sollst es aber auslösen, wenn's einen Monat alt ist, und du sollst es auslösen lassen nach der Ordnung, die dir gegeben ist, um fünf Silberstücke nach dem Gewicht des qodesh, das Silberstück zu zwanzig Gramm.

18,17 Aber die Erstgeburt eines Rindes, eines Schafes oder einer Ziege sollst du nicht auslösen lassen; denn sie sind kadosh. Ihr Blut sollst du an den Altar gießen, und ihr Fett sollst du in Rauch aufgehen lassen als Feueropfer für HASHEM zum lieblichen Geruch.

18,18 Ihr Fleisch soll dir gehören, wie auch die Brust des Schwingopfers und die rechte Schulter dir gehören.

18,19 Alle kadosh Opfergaben, die Israeliten HASHEM darbringen, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir als ewiges Anrecht. Das soll ein Salzbund sein für immer vor HASHEM für dich und für deine Nachkommen mit dir.

18,20 HASHEM sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbgut besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben; denn ich bin dein Anteil und dein Erbgut inmitten der Israeliten.

18,21 Den Söhnen Lewi aber habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum Erbgut für ihr Amt, das sie an der Stiftshütte ausüben.

18,22 Hinfort sollen sich die Israeliten nicht zur Stiftshütte nahen, damit sie nicht Sünde auf sich laden und sterben,

18,23 sondern die Lewiten sollen das Amt ausüben an der Stiftshütte, und sie sollen die Schuld für ihre Verfehlung tragen; das sei eine ewige Ordnung bei euren Nachkommen. Und sie sollen unter den Israeliten kein Erbgut besitzen;

18,24 denn den Zehnten der Israeliten, den sie HASHEM als Opfergabe geben, habe ich den Lewiten zum Erbgut bestimmt; darum habe ich zu ihnen gesagt, dass sie unter den Israeliten kein Erbgut besitzen sollen.

18,25 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

18,26 Sage den Lewiten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmt von den Israeliten, den ich euch von ihnen bestimmt habe als euer Erbgut, so sollt ihr davon eine kadosh Abgabe HASHEM geben, je den Zehnten von dem Zehnten;

18,27 und diese eure kadosh Abgabe soll euch angerechnet werden, als gäbet ihr Korn von der Tenne und Wein aus der Kelter.

18,28 So sollt auch ihr die kadosh Abgaben HASHEM geben von allen euren Zehnten, die ihr nehmt von den Israeliten, und sollt diese kadosh Abgabe für HASHEM dem Cohen Aaron geben.

18,29 Von allem, was euch gegeben wird, sollt ihr HASHEM die kadosh Abgabe geben, von allem Besten die davon gebührende kadosh Gabe.

18,30 Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon als kadosh Abgabe nehmt, so soll's den Lewiten angerechnet werden wie ein Ertrag von der Tenne und wie ein Ertrag von der Kelter.

18,31 Ihr dürft es essen an allen Orten, ihr und eure Kinder; denn es ist euer Lohn für euer Amt an der Stiftshütte.

18,32 Ihr werdet dabei nicht Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abgebt, und werdet nicht entweihen die kadosh Gaben der Israeliten und nicht sterben.

19. Kapitel

19,1 HASHEM redete mit Moshe und Aaron und sprach:

19,2 Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das HASHEM geboten hat: Sage den Israeliten, dass sie zu dir führen eine rötliche Kuh ohne Fehler, an der kein Gebrechen ist und auf die noch nie ein Joch gekommen ist.

19,3 Und gebt sie dem Cohen Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager führen und dort vor seinen Augen schlachten lassen.

19,4 Und der Cohen Eleasar soll etwas von ihrem Blut mit seinem Finger nehmen und in Richtung auf die Stiftshütte siebenmal sprengen,

19,5 und er soll die Kuh vor seinen Augen verbrennen lassen, ihr Fell und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist.

19,6 Und der Cohen soll Zedernholz und Ysop und scharlachrote Wolle nehmen und auf die brennende Kuh werfen

19,7 und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser abwaschen und danach ins Lager gehen und unrein sein bis zum Abend.

19,8 Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen und seinen Leib mit Wasser abwaschen und unrein sein bis zum Abend.

19,9 Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh sammeln und sie draußen vor dem Lager an eine reine Stätte schütten, damit sie dort verwahrt werde für die Sippe der Israeliten für das Reinigungswasser; es ist ein Sündopfer.

19,10 Und derselbe, der die Asche der Kuh gesammelt hat, soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend. Und dies soll eine ewige Ordnung sein für die Israeliten und die Fremdlinge, die unter euch wohnen:

19,11 Wer irgendeinen toten Menschen anrührt, der wird sieben Tage unrein sein.

19,12 Er soll sich mit dem Reinigungswasser entsündigen am dritten Tage und am siebenten Tage, so wird er rein. Und wenn er sich nicht am dritten Tage und am siebenten Tage entsündigt, so wird er nicht rein.

19,13 Wenn aber jemand irgendeinen toten Menschen anrührt und sich nicht entsündigen will, so macht er die Wohnung HASHEM’s unrein, und solch ein Mensch soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Reinigungswasser nicht über ihn gesprengt ist, ist er unrein; seine Unreinheit bleibt an ihm.

19,14 Dies ist das Gesetz: Wenn ein Mensch in seinem Zelt stirbt, soll jeder, der in das Zelt geht, und wer im Zelt ist, unrein sein sieben Tage.

19,15 Auch jedes offene Gefäß, auf das kein Deckel gebunden ist, wird unrein.

19,16 Auch wer auf dem freien Feld einen berührt, der mit dem Schwert erschlagen ist, oder einen Gestorbenen oder eines Menschen Gebein oder ein Grab anrührt, der ist unrein sieben Tage.

19,17 So soll man nun, für den Unreinen Asche nehmen von dem verbrannten Sündopfer und fließendes Wasser darauf tun in ein Gefäß.

19,18 Und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ins Wasser tauchen und das Zelt besprengen und alle Gefäße und alle Leute, die darin sind; ebenso auch den, der eines Toten Gebein oder einen Erschlagenen oder Gestorbenen oder ein Grab berührt hat.

19,19 Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten Tage besprengen und ihn am siebenten Tage entsündigen, und der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser abwaschen, so wird er am Abend rein.

19,20 Wer aber unrein wird und sich nicht entsündigen will, der soll ausgerottet werden aus der Sippe; denn er hat Qadosh HASHEM unrein gemacht und ist nicht mit Reinigungswasser besprengt; darum ist er unrein.

19,21 Und das soll euch eine ewige Ordnung sein. Und auch der, der mit dem Reinigungswasser gesprengt hat, soll seine Kleider waschen, und wer das Reinigungswasser berührt, der soll unrein sein bis zum Abend.

19,22 Und alles, was der Unreine berührt, wird unrein werden, und wer ihn berührt, soll unrein sein bis zum Abend.

20. Kapitel

20,1 Und die ganze Sippe der Israeliten kam in die Wüste Zin im ersten Monat, und das Volk lagerte sich in Kadesch. Und Mirjam starb dort und wurde dort begraben.

20,2 Und die Sippe hatte kein Wasser, und sie versammelten sich gegen Moshe und Aaron.

20,3 Und das Volk haderte mit Moshe und sprach: Ach dass wir umgekommen wären, als unsere Brüder umkamen vor HASHEM !

20,4 Warum habt ihr die Sippe HASHEM in diese Wüste gebracht, dass wir hier sterben mit unserm Vieh?

20,5 Und warum habt ihr uns aus Mitrayim geführt an diesen bösen Ort, wo man nicht säen kann, wo weder Feigen noch Weinstöcke noch Granatäpfel sind und auch kein Wasser zum Trinken ist?

20,6 Da gingen Moshe und Aaron von der Sippe hinweg zur Tür der Stiftshütte und fielen auf ihr Angesicht, und die Herrlichkeit HASHEM erschien ihnen.

20,7 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

20,8 Nimm den Stab und versammle die Sippe, du und dein Bruder Aaron, und redet zu dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Sippe tränken und ihr Vieh.

20,9 Da nahm Moshe den Stab, der vor HASHEM lag, wie er ihm geboten hatte.

20,10 Und Moshe und Aaron versammelten die Sippe vor dem Felsen, und er sprach zu ihnen: Höret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch wohl Wasser hervorbringen können aus diesem Felsen?

20,11 Und Moshe erhob seine Hand und schlug den Felsen mit dem Stab zweimal. Da kam viel Wasser heraus, so dass die Sippe trinken konnte und ihr Vieh.

20,12 HASHEM aber sprach zu Moshe und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht kadosh habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Sippe nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.

20,13 Das ist das Haderwasser, wo die Israeliten mit HASHEM haderten und er sich kadosh an ihnen erwies.

20,14 Und Moshe sandte Botschaft aus Kadesch zu dem König der Edomiter: So läßt dir dein Bruder Israel sagen: Du kennst all die Mühsal, die uns betroffen hat,

20,15 dass unsere Väter nach Mitrayim hinab gezogen sind und wir lange Zeit in Mitrayim gewohnt haben und dass die Mitzrites uns und unsere Väter schlecht behandelt haben.

20,16 Und wir schrien zu HASHEM ; der hat unsere Stimme gehört und einen Malach gesandt und uns aus Mitrayim geführt. Und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt an deiner Grenze.

20,17 Lass uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch Äcker oder Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken. Die Landstraße wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir durch dein Gebiet hindurch gekommen sind.

20,18 Edom aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht hindurch ziehen, oder ich werde dir mit dem Schwert entgegentreten.

20,19 Die Israeliten sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Straße ziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, so wollen wir's bezahlen. Wir wollen nichts als nur zu Fuß hindurch ziehen.

20,20 Er aber sprach: Du sollst nicht hindurch ziehen. Und die Edomiter zogen aus, ihnen entgegen, mit mächtigem Heer und starker Hand.

20,21 So weigerten sich die Edomiter, Israel zu gestatten, durch ihr Gebiet zu ziehen. Und Israel wich ihnen aus.

20,22 Und die Israeliten brachen auf von Kadesch und kamen mit der ganzen Sippe an den Berg Hor.

20,23 HASHEM redete mit Moshe und Aaron am Berge Hor an der Grenze des Landes der Edomiter und sprach:

20,24 Aaron soll versammelt werden zu seinen Vätern; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Israeliten gegeben habe, weil ihr meinem Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.

20,25 Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und führe sie auf den Berg Hor

20,26 und zieh Aaron seine Kleider aus und zieh sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron soll dort zu seinen Vätern versammelt werden und sterben. 20,27 Da tat Moshe, wie ihm HASHEM geboten hatte, und sie stiegen auf den Berg Hor vor der ganzen Sippe.

20,28 Und Moshe zog Aaron seine Kleider aus und zog sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort oben auf dem Berge. Moshe aber und Eleasar stiegen herab vom Berge.

20,29 Und als die ganze Sippe sah, dass Aaron tot war, beweinten sie ihn dreißig Tage, das ganze Haus Israel.

 

 
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