Kap.12 :: Kap.13 :: Kap.14 :: Kap.15 :: Kap.16 :: Kap.17 :: Kap.18 :: Kap.19 :: Kap.20
Das Buch Beresheet (Im Anfang)

DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS)

11. Kapitel

11,1 Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.

11,2 Als sie nun nach Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande Schinar und wohnten daselbst.

11,3 Und sie sprachen untereinander: Wohlauf, laßt uns Ziegel streichen und brennen! - und nahmen Ziegel als Stein und Erdharz als Mörtel

11,4 und sprachen: Wohlauf, laßt uns eine Stadt und einen Turm bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reiche, damit wir uns einen Namen machen; denn wir werden sonst zerstreut in alle Länder.

11,5 Da fuhr HASHEM hernieder, daß er sähe die Stadt und den Turm, die  Menschenkinder bauten.

11,6 HASHEM sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache unter ihnen allen, und dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich vorgenommen haben zu tun.

11,7 Wohlauf, laßt uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, daß keiner des andern Sprache verstehe!

11,8 So zerstreute sie HASHEM von dort in alle Länder, daß sie aufhören mussten, die Stadt zu bauen.

11,9 Daher heißt ihr Name Babel, weil HASHEM daselbst verwirrt hat aller Länder Sprache und sie von dort zerstreut hat in alle Länder.

11,10 Dies ist das Geschlecht Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpachschad zwei Jahre nach der Sintflut

11,12 Arpachschad war 35 Jahre alt und zeugte Schelach

11,13 und lebte danach 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,14 Schelach war 30 Jahre alt und zeugte Eber

11,15 und lebte danach 403 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,16 Eber war 34 Jahre alt und zeugte Peleg

11,17 und lebte danach 430 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,18 Peleg war 30 Jahre alt und zeugte Regu

11,19 und lebte danach 209 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,20 Regu war 32 Jahre alt und zeugte Serug

11,21 und lebte danach 207 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,22 Serug war 30 Jahre alt und zeugte Nahor

11,23 und lebte danach 200 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,24 Nahor war 29 Jahre alt und zeugte Terach

11,25 und lebte danach 119 Jahre und zeugte Söhne und Töchter.

11,26 Terach war 70 Jahre alt und zeugte Awram, Nahor und Haran.

11,27 Dies ist das Geschlecht Terachs: Terach zeugte Awram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot.

11,28 Haran aber starb vor seinem Vater Terach in seinem Vaterland zu Ur in Chaldäa.

11,29 Da nahmen sich Awram und Nahor Frauen. Awrams Frau hieß Sarai und Nahors Frau Milka, Harans Tochter, des  Vaters der Milka und der Yiska.

11,30 Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.

11,31 Da nahm Terach seinen Sohn Awram und Lot, den Sohn seines Sohnes Haran, und seine Schwiegertochter Sarai, die Frau seines Sohnes Awram, und führte sie aus Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Und sie kamen nach Haran und wohnten dort.

11,32 Und Terach wurde zweihundertundfünf Jahre alt und starb in Haran.

12. Kapitel

12,1 HASHEM sprach zu Awram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will.

12,2 Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.

12,3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.

12,4 Da zog Awram aus, wie HASHEM zu ihm gesagt hatte, und Lot zog mit ihm. Awram aber war fünfundsiebzig Jahre alt, als er aus Haran zog.

12,5 So nahm Awram Sarai, seine Frau, und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und die Leute, die sie erworben hatten in Haran, und zogen aus, um ins Land Kanaan zu reisen. Und sie kamen in das Land,

12,6 und Awram durchzog das Land bis an die Stätte bei Sichem, bis zur Eiche More; es wohnten aber zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.

12,7 Da erschien HASHEM dem Awram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben. Und er baute dort einen Altar für HASHEM, der ihm erschienen war.

12,8 Danach brach er von dort auf ins Gebirge östlich der Stadt Bethel und schlug sein Zelt auf, so daß er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte, und baute dort HASHEM einen Altar und rief den Namen HASHEM an.

12,9 Danach zog Awram weiter ins Südland.

12,10 Es kam aber eine Hungersnot in das Land. Da zog Awram hinab nach Mitzrayim, daß er sich dort als ein Fremdling aufhielte; denn der Hunger war groß im Lande.

12,11 Und als er nahe an Mitzrayim war, sprach er zu Sarai, seiner Frau: Siehe, ich weiß, daß du ein schönes Weib bist.

12,12 Wenn dich nun die Menschen in Mitzrayim sehen, so werden sie sagen: Das ist seine Frau, und werden mich umbringen und dich leben lassen.

12,13 So sage doch, du seist meine Schwester, auf daß mir's wohlgehe um deinetwillen und ich am Leben bleibe um deinetwillen.

12,14 Als nun Awram nach Mitzrayim kam, sahen die Menschen in Mitzrayim, daß seine Frau sehr schön war.

12,15 Und die Großen des Pharao sahen sie und priesen sie vor ihm. Da wurde sie in das Haus des Pharao gebracht.

12,16 Und er tat Awram Gutes um ihretwillen; und er bekam Schafe, Rinder, Esel, Knechte und Mägde, Eselinnen und Kamele.

12,17 Aber HASHEM plagte den Pharao und sein Haus mit großen Plagen um Sarais, Awrams Frau, willen.

12,18 Da rief der Pharao Awram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das angetan? Warum sagtest du mir nicht, daß sie deine Frau ist?

12,19 Warum sprachst du denn: Sie ist meine Schwester -, so daß ich sie mir zur Frau nahm? Und nun siehe, da hast du deine Frau; nimm sie und zieh hin.

12,20 Und der Pharao bestellte Leute um seinetwillen, daß sie ihn geleiteten und seine Frau und alles, was er hatte.

13. Kapitel

13,1 So zog Awram herauf aus Mitzrayim mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot auch mit ihm, ins Südland.

13,2 Awram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.

13,3 Und er zog immer weiter vom Südland bis nach Bethel, an die Stätte, wo zuerst sein Zelt war, zwischen Bethel und Ai,

13,4 eben an den Ort, wo er früher den Altar errichtet hatte. Dort rief er den Namen HASHEMS an.

13,5 Lot aber, der mit Awram zog, hatte auch Schafe und Rinder und Zelte.

13,6 Und das Land konnte es nicht ertragen, daß sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war groß, und sie konnten nicht beieinander wohnen.

13,7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Awrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Es wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Perisiter im Lande.

13,8 Da sprach Awram zu Lot: Laß doch nicht Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder.

13,9 Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken.

13,10 Da hob Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn ehe HASHEM Sodom und Gomorra vernichtete, war sie wasserreich, bis man nach Zoar kommt, wie der Garten HASHEM's, gleichwie Mitzrayim.

13,11 Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern,

13,12 so daß Awram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Städten am unteren Jordan. Und Lot zog mit seinen Zelten bis nach Sodom.

13,13 Aber die Leute zu Sodom waren böse und sündigten sehr wider HASHEM.

13,14 Als nun Lot sich von Awram getrennt hatte, sprach HASHEM zu Awram: Hebe deine Augen auf und sieh von der Stätte aus, wo du wohnst, nach Norden, nach Süden, nach Osten und nach Westen.

13,15 Denn all das Land, das du siehst, will ich dir und deinen Nachkommen geben für alle Zeit

13,16 und will deine Nachkommen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch den Staub auf Erden zählen, der wird auch deine Nachkommen zählen.

13,17 Darum mach dich auf und durchzieh das Land in die Länge und Breite, denn dir will ich's geben.

13,18 Und Awram zog weiter mit seinem Zelt und kam und wohnte im Hain Mamre, der bei Hebron ist, und baute dort HASHEM einen Altar.

14. Kapitel

14,1 Und es begab sich zu der Zeit des Königs Amrafel von Schinar, Arjochs, des Königs von Ellasar, Kedor- Laomers, des Königs von Elam, und Tidals, des Königs von Völkern,

14,2 daß sie Krieg führten mit Bera, dem König von Sodom, und mit Birscha, dem König von Gomorra, und mit Schinab, dem König von Adma, und mit Schemeber, dem König von Zebojim, und mit dem König von Bela, das ist Zoar.

14,3 Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, wo nun das Salzmeer ist.

14,4 Denn sie waren zwölf Jahre dem König Kedor-Laomer untertan gewesen, und im dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen.

14,5 Darum kamen Kedor-Laomer und die Könige, die mit ihm waren, im vierzehnten Jahr und schlugen die Refaïter zu Aschterot-Karnajim und die Susiter zu Ham und die Emiter in der Ebene Kirjatajim

14,6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Seïr bis El-Paran, das an die Wüste stößt.

14,7 Danach wandten sie um und kamen nach En-Mischpat, das ist Kadesch, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-Tamar wohnten.

14,8 Da zogen aus der König von Sodom, der König von Gomorra, der König von Adma, der König von Zebojim und der König von Bela, das ist Zoar, und rüsteten sich, zu kämpfen im Tal Siddim

14,9 mit Kedor-Laomer, dem König von Elam, und mit Tidal, dem König von Völkern, und mit Amrafel, dem König von Schinar, und mit Arjoch, dem König von Ellasar, vier Könige gegen fünf.

14,10 Das Tal Siddim aber hatte viele Erdharzgruben. Und die Könige von Sodom und Gomorra wurden in die Flucht geschlagen und fielen da hinein, und was übrig blieb, floh auf das Gebirge.

14,11 Da nahmen sie alle Habe von Sodom und Gomorra und alle Vorräte und zogen davon.

14,12 Sie nahmen auch mit sich Lot, Awrams Brudersohn, und seine Habe, denn er wohnte in Sodom, und zogen davon.

14,13 Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Awram an, dem Hebräer, der da wohnte im Hain Mamres, des Amoriters, des Bruders von Eschkol und Aner. Diese waren mit Awram im Bund.

14,14 Als nun Awram hörte, daß seines Bruders Sohn gefangen war, wappnete er seine Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen nach bis Dan

14,15 und teilte seine Schar, fiel des Nachts über sie her mit seinen Knechten und schlug sie und jagte sie bis nach Hoba, das nördlich der Stadt Damaskus liegt.

14,16 Und er brachte alle Habe wieder zurück, dazu auch Lot, seines Bruders Sohn, mit seiner Habe, auch die Frauen und das Volk.

14,17 Als er nun zurückkam von dem Sieg über Kedor-Laomer und die Könige mit ihm, ging ihm entgegen der König von Sodom in das Tal Schawe, das ist das Königstal.

14,18 Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester von HASHEM

14,19 und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Awram, vom HASHEM, der Himmel und Erde geschaffen hat;

14,20 und gelobt sei HASHEM der deine Feinde in deine Hand gegeben hat. Und Awram gab ihm den Zehnten von allem.

14,21 Da sprach der König von Sodom zu Awram: Gib mir die Leute, die Güter behalte für dich!

14,22 Aber Awram sprach zu dem König von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu HASHEM dem höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat,

14,23 daß ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch einen Schuhriemen nehmen will, damit du nicht sagest, du habest Awram reich gemacht,

14,24 ausgenommen, was die Knechte verzehrt haben; doch lass die Männer Aner, Eschkol und Mamre, die mit mir gezogen sind, ihr Teil nehmen.

15. Kapitel

15,1 Nach diesen Geschichten begab sich's, daß zu Awram das Wort HASHEM's kam in einer Offenbarung: Fürchte dich nicht, Awram! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn.

15,2 Awram sprach aber: HASHEM, was willst du mir geben? Ich gehe dahin ohne Kinder, und mein Knecht Elïser von Damaskus wird mein Haus besitzen.

15,3 Und Awram sprach weiter: Mir hast du keine Nachkommen gegeben; und siehe, einer von meinen Knechten wird mein Erbe sein.

15,4 Und siehe, HASHEM sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.

15,5 Und er hieß ihn hinausgehen und sprach: Sieh gen Himmel und zähle die Sterne; kannst du sie zählen? Und sprach zu ihm: So zahlreich sollen deine Nachkommen sein!

15,6 Awram glaubte HASHEM, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.

15,7 Und er sprach zu ihm: HASHEM sprach zu Awram, ich führte dich aus Ur in Chaldäa, auf daß ich dir dieses Land zu besitzen gebe.

15,8 Awram aber sprach: HASHEM, woran soll ich merken, daß ich's besitzen werde?

15,9 Und ER sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege, einen dreijährigen Widder, eine Turteltaube und eine andere Taube.

15,10 Und er brachte ihm dies alles und zerteilte es in der Mitte und legte je einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht.

15,11 Und die Raubvögel stießen hernieder auf die Stücke, aber Awram scheuchte sie davon.

15,12 Als nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Awram, und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn.

15,13 Da sprach HASHEM zu Awram: Das sollst du wissen, daß deine Nachkommen werden Fremdlinge sein in einem Lande, das nicht das ihre ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre.

15,14 Aber ich will das Volk richten, dem sie dienen müssen. Danach sollen sie ausziehen mit großem Gut.

15,15 Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden.

15,16 Sie aber sollen erst nach vier Menschenaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll.

15,17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da war ein rauchender Ofen, und eine Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin.

15,18 An dem Tage schloss HASHEM einen Bund mit Awram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dies Land geben, von dem Strom Mitzrayims an bis an den großen Strom Euphrat:

15,19 die Keniter, die Kenasiter, die Kadmoniter,

15,20 die Hetiter, die Perisiter, die Refaïter,

15,21 die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgaschiter, die Jebusiter.

16. Kapitel

16,1 Sarai, Awrams Frau, gebar ihm kein Kind. Sie hatte aber eine Magd aus Mitzrayim, die hieß Hagar.

16,2 Und Sarai sprach zu Awram: Siehe, HASHEM hat mich verschlossen, daß ich nicht gebären kann. Geh doch zu meiner Magd, ob ich vielleicht durch sie zu einem Sohn komme. Und Awram gehorchte der Stimme Sarais.

16,3 Da nahm Sarai, Awrams Frau, ihre Magd aus Mitzrayim Hagar und gab sie Awram, ihrem Mann, zur Frau, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan gewohnt hatten.

16,4 Und er ging zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, daß sie schwanger war, achtete sie ihre Herrin gering.

16,5 Da sprach Sarai zu Awram: Das Unrecht, das mir geschieht, komme über dich! Ich habe meine Magd dir in die Arme gegeben; nun sie aber sieht, daß sie schwanger geworden ist, bin ich gering geachtet in ihren Augen. HASHEM sei Richter zwischen mir und dir.

16,6 Awram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist unter deiner Gewalt; tu mit ihr, wie dirs gefällt. Als nun Sarai sie demütigen wollte, floh sie von ihr.

16,7 Aber der Malach- HASHEM fand sie bei einer Wasserquelle in der Wüste, nämlich bei der Quelle am Wege nach Schur.

16,8 Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo willst du hin? Sie sprach: Ich bin von Sarai, meiner Herrin, geflohen.

16,9 Und der Malach- HASHEM sprach zu ihr: Kehre wieder um zu deiner Herrin und demütige dich unter ihre Hand.

16,10 Und der Malach- HASHEM sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so mehren, daß sie der großen Menge wegen nicht gezählt werden können.

16,11 Weiter sprach der Malach HASHEM zu ihr: Siehe, du bist schwanger geworden und wirst einen Sohn gebären, dessen Namen sollst du Yishmael nennen; denn HASHEM hat dein Elend erhört.

16,12 Er wird ein wilder Mensch sein; seine Hand wider jedermann und jedermanns Hand wider ihn, und er wird wohnen all seinen Brüdern zum Trotz.

16,13 Und sie nannte den Namen HASHEM, der mit ihr redete: Du bist HASHEM, der mich sieht. Denn sie sprach: Gewiss hab ich hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat.

16,14 Darum nannte man den Brunnen «Brunnen des Lebendigen, der mich sieht». Er liegt zwischen Kadesch und Bered.

16,15 Und Hagar gebar Awram einen Sohn, und Awram nannte den Sohn, den ihm Hagar gebar, Yishmael.

16,16 Und Awram war sechsundachtzig Jahre alt, als ihm Hagar den Yishmael gebar.

17. Kapitel

17,1 Als nun Awram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm HASHEM und sprach zu ihm: Ich bin HASHEM; wandle vor mir und sei mir gehorsam.

17,2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir schließen und will dich über alle Maßen mehren.

17,3 Da fiel Awram auf sein Angesicht. HASHEM redete weiter mit ihm und sprach:

17,4 Siehe, ich habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater vieler Völker werden.

17,5 Darum sollst du nicht mehr Awram heißen, sondern Awraham soll dein Name sein; denn ich habe dich gemacht zum Vater vieler Völker.

17,6 Und ich will dich sehr fruchtbar machen und will aus dir Völker machen, und auch Könige sollen von dir kommen.

17,7 Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinen Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht, daß es ein ewiger Bund sei, so daß ich dein und deiner Nachkommen HASHEM bin.

17,8 Und ich will dir und deinem Geschlecht nach dir das Land geben, darin du ein Fremdling bist, das ganze Land Kanaan, zu ewigem Besitz, und will ihr HASHEM sein.

17,9 So haltet nun meinen Bund, du und deine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht.

17,10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden;

17,11 eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.

17,12 Jedes Knäblein, wenn's acht Tage alt ist, sollt ihr beschneiden bei euren Nachkommen. Desgleichen auch alles, was an Gesinde im Hause geboren oder was gekauft ist von irgendwelchen Fremden, die nicht aus eurem Geschlecht sind.

17,13 Beschnitten soll werden alles Gesinde, was dir im Hause geboren oder was gekauft ist. Und so soll mein Bund an eurem Fleisch zu einem ewigen Bund werden.

17,14 Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.

17,15 HASHEM sprach abermals zu Awraham: Du sollst Sarai, deine Frau, nicht mehr Sarai nennen, sondern Sarah soll ihr Name sein.

17,16 Denn ich will sie segnen, und auch von ihr will ich dir einen Sohn geben; ich will sie segnen, und Völker sollen aus ihr werden und Könige über viele Völker.

17,17 Da fiel Awraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Soll mir mit hundert Jahren ein Kind geboren werden, und soll Sara, neunzig Jahre alt, gebären?

17,18 Und Awraham sprach zu HASHEM: Ach daß Yishmael möchte leben bleiben vor dir!

17,19 Da sprach HASHEM: Nein, Sarah, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären, den sollst du Yizaaq nennen, und mit ihm will ich meinen ewigen Bund aufrichten und mit seinem Geschlecht nach ihm.

17,20 Und für Yishmael habe ich dich auch erhört. Siehe, ich habe ihn gesegnet und will ihn fruchtbar machen und über alle Maßen mehren. Zwölf Fürsten wird er zeugen, und ich will ihn zum großen Volk machen.

17,21 Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Yizaaq, den dir Sara gebären soll um diese Zeit im nächsten Jahr.

17,22 Und er hörte auf, mit ihm zu reden. HASHEM fuhr auf von Awraham.

17,23 Da nahm Awraham seinen Sohn Yishmael und alle Knechte, die im Hause geboren, und alle, die gekauft waren, und alles, was männlich war in seinem Hause, und beschnitt ihre Vorhaut an eben diesem Tage, wie ihm HASHEM gesagt hatte.

17,24 Und Awraham war neunundneunzig Jahre alt, als er seine Vorhaut beschnitt.

17,25 Yishmael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als seine Vorhaut beschnitten wurde.

17,26 Eben auf diesen Tag wurden sie alle beschnitten, Awraham, sein Sohn Yishmael,

17,27 und was männlich in seinem Hause war, im Hause geboren und gekauft von Fremden; es wurde alles mit ihm beschnitten.

18. Kapitel

18,1 HASHEM erschien ihm im Hain Mamre, während er an der Tür seines Zeltes saß, als der Tag am heißesten war.

18,2 Und als er seine Augen aufhob und sah, siehe, da standen drei Männer vor ihm. Und als er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tür seines Zeltes und neigte sich zur Erde

18,3 und sprach: HASHEM, hab ich Gnade gefunden vor deinen Augen, so geh nicht an deinem Knecht vorüber.

18,4 Man soll euch ein wenig Wasser bringen, eure Füße zu waschen, und lässt euch nieder unter dem Baum.

18,5 Und ich will euch einen Bissen Brot bringen, daß ihr euer Herz labet; danach mögt ihr weiterziehen. Denn darum seid ihr bei eurem Knecht vorüber gekommen. Sie sprachen: Tu, wie du gesagt hast.

18,6 Awraham eilte in das Zelt zu Sarah und sprach: Eile und menge drei Maß feinstes Mehl, knete und backe Kuchen.

18,7 Er aber lief zu den Rindern und holte ein zartes gutes Kalb und gab's dem Knechte; der eilte und bereitete es zu.

18,8 Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor und blieb stehen vor ihnen unter dem Baum, und sie aßen.

18,9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sarah, deine Frau? Er antwortete: Drinnen im Zelt.

18,10 Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen übers Jahr; siehe, dann soll Sarah, deine Frau, einen Sohn haben. Das hörte Sarah hinter ihm, hinter der Tür des Zeltes.

18,11 Und sie waren beide, Awraham und Sarah, alt und hoch betagt, so daß es Sarah nicht mehr ging nach der Frauen Weise.

18,12 Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich noch der Liebe pflegen, und mein Herr ist auch alt!

18,13 Da sprach HASHEM zu Awraham: Warum lacht Sarah und spricht: Meinst du, daß es wahr sei, daß ich noch gebären werde, die ich doch alt bin?

18,14 Sollte HASHEM etwas unmöglich sein? Um diese Zeit will ich wieder zu dir kommen übers Jahr; dann soll Sarah einen Sohn haben.

18,15 Da leugnete Sarah und sprach: Ich habe nicht gelacht -, denn sie fürchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht so, du hast gelacht.

18,16 Da brachen die Männer auf und wandten sich nach Sodom, und Awraham ging mit ihnen, um sie zu geleiten.

18,17 Da sprach HASHEM: Wie könnte ich Awraham verbergen, was ich tun will,

18,18 da er doch ein großes und mächtiges Volk werden soll und alle Völker auf Erden in ihm gesegnet werden sollen?

18,19 Denn dazu habe ich ihn auserkoren, daß er seinen Kindern befehle und seinem Hause nach ihm, daß sie HASHEM'S Wege halten und tun, was recht und gut ist, auf daß HASHEM auf Awraham kommen lasse, was er ihm verheißen hat.

18,20 HASHEM sprach: Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorra, daß ihre Sünden sehr schwer sind.

18,21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, oder ob's nicht so sei, damit ich's wisse.

18,22 Und die Männer wandten ihr Angesicht und gingen nach Sodom. Aber Awraham blieb stehen vor HASHEM

18,23 und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem Ungerechten umbringen?

18,24 Es könnten vielleicht fünfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fünfzig Gerechter willen, die darin wären?

18,25 Das sei ferne von dir, daß du das tust und tötest den Gerechten mit dem Ungerechten, so daß der Gerechte wäre gleich wie der Ungerechte! Das sei ferne von dir! Sollte der Richter aller Welt nicht gerecht richten?

18,26 HASHEM sprach: Finde ich fünfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben.

18,27 Awraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, zu reden mit HASHEM, wiewohl ich Erde und Asche bin.

18,28 Es könnten vielleicht fünf weniger als fünfzig Gerechte darin sein; wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fünf willen? Er sprach: Finde ich darin fünfundvierzig, so will ich sie nicht verderben.

18,29 Und er fuhr fort mit ihm zu reden und sprach: Man könnte vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der vierzig willen.

18,30 Awraham sprach: Zürne nicht, daß ich noch mehr rede. Man könnte vielleicht dreißig darin finden. Er aber sprach: Finde ich dreißig darin, so will ich ihnen nichts tun.

18,31 Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit HASHEM zu reden. Man könnte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: Ich will sie nicht verderben um der zwanzig willen.

18,32 Und er sprach: Ach, zürne nicht, HASHEM, daß ich nur noch einmal rede. Man könnte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich will sie nicht verderben um der zehn willen.

18,33 HASHEM ging weg, nachdem er aufgehört hatte, mit Awraham zu reden; und Awraham kehrte wieder um an seinen Ort.

19. Kapitel

19,1 Zwei Malachim kamen nach Sodom am Abend; Lot aber saß zu Sodom unter dem Tor. Und als er sie sah, stand er auf, ging ihnen entgegen und neigte sich bis zur Erde

19,2 und sprach: Siehe, liebe Herren, kehrt doch ein im Hause eures Knechts und bleibt über Nacht; laßt eure Füße waschen und brecht frühmorgens auf und zieht eure Straße. Aber sie sprachen: Nein, wir wollen über Nacht im Freien bleiben.

19,3 Da nötigte er sie sehr, und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und backte ungesäuerte Kuchen, und sie aßen.

19,4 Aber ehe sie sich legten, kamen die Männer der Stadt Sodom und umgaben das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden,

19,5 und riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Männer, die zu dir gekommen sind diese Nacht? Führe sie heraus zu uns, daß wir uns über sie her machen.

19,6 Lot ging heraus zu ihnen vor die Tür und schloss die Tür hinter sich zu

19,7 und sprach: Ach, liebe Brüder, tut nicht so übel!

19,8 Siehe, ich habe zwei Töchter, die wissen noch von keinem Manne; die will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefällt; aber diesen Männern tut nichts, denn darum sind sie unter den Schatten meines Dachs gekommen.

19,9 Sie aber sprachen: Weg mit dir! Und sprachen auch: Du bist der einzige Fremdling hier und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich noch übler plagen als jene. Und sie drangen hart ein auf den Mann Lot. Doch als sie hin zuliefen und die Tür aufbrechen wollten,

19,10 griffen die Männer hinaus und zogen Lot herein zu sich ins Haus und schlossen die Tür zu.

19,11 Und sie schlugen die Leute vor der Tür des Hauses, klein und groß, mit Blindheit, so daß sie es aufgaben, die Tür zu finden.

19,12 Und die Männer sprachen zu Lot: Hast du hier noch einen Schwiegersohn und Söhne und Töchter und wer dir sonst angehört in der Stadt, den führe weg von dieser Stätte.

19,13 Denn wir werden diese Stätte verderben, weil das Geschrei über sie groß ist vor HASHEM; der hat uns gesandt, sie zu verderben.

19,14 Da ging Lot hinaus und redete mit den Männern, die seine Töchter heiraten sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn HASHEM wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lächerlich.

19,15 Als nun die Morgenröte aufging, drängten die Malachim Lot zur Eile und sprachen: Mach dich auf, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die hier sind, damit du nicht auch umkommst in der Missetat dieser Stadt.

19,16 Als er aber zögerte, ergriffen die Männer ihn und seine Frau und seine beiden Töchter bei der Hand, weil HASHEM ihn verschonen wollte, und führten ihn hinaus und ließen ihn erst draußen vor der Stadt wieder los.

19,17 Und als sie ihn hinausgebracht hatten, sprach der eine: Rette dein Leben und sieh nicht hinter dich, bleib auch nicht stehen in dieser ganzen Gegend. Auf das Gebirge rette dich, damit du nicht umkommst!

19,18 Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!

19,19 Siehe, dein Knecht hat Gnade gefunden vor deinen Augen, und du hast deine Barmherzigkeit groß gemacht, die du an mir getan hast, als du mich am Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf das Gebirge retten; es könnte mich sonst das Unglück ereilen, so daß ich stürbe.

19,20 Siehe, da ist eine Stadt nahe, in die ich fliehen kann, und sie ist klein; dahin will ich mich retten - ist sie doch klein -, damit ich am Leben bleibe.

19,21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch darin dich angesehen, daß ich die Stadt nicht zerstöre, von der du geredet hast.

19,22 Eile und rette dich dahin; denn ich kann nichts tun, bis du hineinkommst. Daher ist diese Stadt Zoar genannt.

19,23 Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, als Lot nach Zoar kam.

19,24 Da ließ HASHEM Schwefel und Feuer regnen vom Himmel herab auf Sodom und Gomorra

19,25 und vernichtete die Städte und die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte und was auf dem Lande gewachsen war.

19,26 Und Lots Weib sah hinter sich und ward zur Salzsäule.

19,27 Awraham aber machte sich früh am Morgen auf an den Ort, wo er vor HASHEM gestanden hatte,

19,28 und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorra und alles Land dieser Gegend und schaute, und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande wie der Rauch von einem Ofen.

19,29 Und es geschah, als HASHEM die Städte in der Gegend vernichtete, gedachte er an Awraham und geleitete Lot aus den Städten, die er zerstörte, in denen Lot gewohnt hatte.

19,30 Und Lot zog weg von Zoar und blieb auf dem Gebirge mit seinen beiden Töchtern; denn er fürchtete sich, in Zoar zu bleiben; und so blieb er in einer Höhle mit seinen beiden Töchtern.

19,31 Da sprach die ältere zu der jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist mehr im Lande, der zu uns eingehen könnte nach aller Welt Weise.

19,32 So komm, lass uns unserm Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen, daß wir uns Nachkommen schaffen von unserm Vater.

19,33 Da gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und er ward's nicht gewahr, als sie sich legte noch als sie aufstand.

19,34 Am Morgen sprach die ältere zu der jüngeren: Siehe, ich habe gestern bei meinem Vater gelegen. Lass uns ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, daß du hineingehst und dich zu ihm legst, damit wir uns Nachkommen schaffen von unserm Vater.

19,35 Da gaben sie ihrem Vater auch diese Nacht Wein zu trinken. Und die jüngere machte sich auch auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht gewahr, als sie sich legte noch als sie aufstand.

19,36 So wurden die beiden Töchter Lots schwanger von ihrem Vater.

19,37 Und die ältere gebar einen Sohn, den nannte sie Moab. Von dem kommen her die Moabiter bis auf den heutigen Tag.

19,38 Und die jüngere gebar auch einen Sohn, den nannte sie Ben-Ammi. Von dem kommen her die Ammoniter bis auf den heutigen Tag.

20. Kapitel

20,1 Awraham aber zog von dannen ins Südland und wohnte zwischen Kadesch und Schur und lebte nun als ein Fremdling zu Gerar.

20,2 Er sagte aber von Sara, seiner Frau: Sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der König von Gerar, hin und ließ sie holen.

20,3 Aber HASHEM kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie ist eines Mannes Ehefrau.

20,4 Abimelech aber hatte sie nicht berührt und sprach: HASHEM, willst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen?

20,5 Hat er nicht zu mir gesagt: sie ist meine Schwester? Und sie hat auch gesagt: er ist mein Bruder. Hab ich das doch getan mit einfältigem Herzen und unschuldigen Händen.

20,6 HASHEM sprach zu ihm im Traum: Ich weiß auch, daß du das mit einfältigem Herzen getan hast. Darum habe ich dich auch behütet, daß du nicht wider mich sündigtest, und habe es nicht zugelassen, daß du sie berührtest.

20,7 So gib nun dem Mann seine Frau wieder, denn er ist ein Prophet, und lass ihn für dich bitten, so wirst du am Leben bleiben. Wenn du sie aber nicht wiedergibst, so wisse, daß du des Todes sterben musst und alles, was dein ist.

20,8 Da stand Abimelech früh am Morgen auf und rief alle seine Großen und sagte dieses alles vor ihren Ohren. Und die Männer fürchteten sich sehr.

20,9 Und Abimelech rief Awraham auch herzu und sprach zu ihm: Warum hast du uns das angetan? Und was habe ich an dir gesündigt, daß du eine so große Sünde wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast an mir gehandelt, wie man nicht handeln soll.

20,10 Und Abimelech sprach weiter zu Awraham: Wie bist du dazu gekommen, daß du solches getan hast?

20,11 Awraham sprach: Ich dachte, gewiss ist keine Achtung vor HASHEM an diesem Orte, und sie werden mich um meiner Frau willen umbringen.

20,12 Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, denn sie ist meines Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter; so ist sie meine Frau geworden.

20,13 Als mich aber HASHEM aus meines Vaters Hause wandern hieß, sprach ich zu ihr: Die Liebe tu mir an, daß, wo wir hinkommen, du von mir sagst, ich sei dein Bruder.

 

20,14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde und gab sie Awraham und gab ihm Sarah, seine Frau, wieder

20,15 und sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wohne, wo dir´s wohl gefällt.

20,16 Und zu Sarah sprach er: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend Silberstücke gegeben; siehe, das soll eine Decke sein über den Augen aller, die bei dir sind, dir zugute. Damit ist dir bei allen Recht verschafft.

20,17 Awraham aber betete zu HASHEM. Da heilte HASHEM Abimelech und seine Frau und seine Mägde, daß sie wieder Kinder gebaren.

20,18 Denn HASHEM hatte zuvor hart verschlossen jeden Mutterschoß im Hause Abimelechs um Sarah, Awrahams Frau, willen.

 

 
  zum Anfang