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Das Buch Beresheet (Im Anfang)

DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS)

21. Kapitel

21,1 HASHEM suchte Sarah heim, wie er gesagt hatte, und tat an ihr, wie er geredet hatte.

21,2 Sarah ward schwanger, und gebar dem Awraham in seinem Alter einen Sohn um die Zeit, von der HASHEM zu ihm geredet hatte.

21,3 Und Awraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren war, Yitzchaq, den ihm Sarah gebar,

21,4 und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm HASHEM geboten hatte.

21,5 Hundert Jahre war Awraham alt, als ihm sein Sohn Yitzchaq geboren wurde.

21,6 Und Sarah sprach: HASHEM hat mir ein Lachen zugerichtet; denn wer es hören wird, der wird über mich lachen.

21,7 Und sie sprach: Wer hätte wohl von Awraham gesagt, daß Sarah Kinder stille! Und doch habe ich ihm einen Sohn geboren in seinem Alter.

21,8 Und das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt. Und Awraham machte ein großes Mahl am Tage, da Yitzchaq entwöhnt wurde.

21,9 Und Sarah sah den Sohn Hagars, der Ägypterin, den sie Awraham geboren hatte, wie er Mutwillen trieb.

21,10 Da sprach sie zu Awraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohn Yitzchaq.

21,11 Das Wort missfiel Awraham sehr um seines Sohnes willen.

21,12 Aber HASHEM sprach zu ihm: Lass es dir nicht missfallen wegen des Knaben und der Magd. Alles, was Sarah dir gesagt hat, dem gehorche; denn nur nach Yitzchaq soll dein Geschlecht benannt werden.

21,13 Aber auch den Sohn der Magd will ich zu einem Volk machen, weil er dein Sohn ist.

21,14 Da stand Awraham früh am Morgen auf und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, dazu den Knaben, und schickte sie fort. Da zog sie hin und irrte in der Wüste umher bei Beerscheba.

21,15 Als nun das Wasser in dem Schlauch ausgegangen war, warf sie den Knaben unter einen Strauch

21,16 und ging hin und setzte sich gegenüber von ferne, einen Bogenschuß weit; denn sie sprach: Ich kann nicht ansehen des Knaben Sterben. Und sie setzte sich gegenüber und erhob ihre Stimme und weinte.

21,17 Da erhörte HASHEM die Stimme des Knaben. Und der Malach- HASHEMS rief Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht; denn HASHEM hat gehört die Stimme des Knaben, der dort liegt.

21,18 Steh auf, nimm den Knaben, und führe ihn an deiner Hand; denn ich will ihn zum großen Volk machen.

21,19 Und HASHEM tat ihr die Augen auf, daß sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben.

21,20 Und HASHEM war mit dem Knaben. Der wuchs heran und wohnte in der Wüste und wurde ein guter Schütze.

21,21 Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus Mitzrayim.

21,22 Zu der Zeit redete Abimelech zusammen mit Pichol, seinem Feldhauptmann, zu Awraham und sprach: HASHEM ist mit dir in allem, was du tust.

21,23 So schwöre mir nun bei HASHEM, daß du mir und meinen Söhnen und meinen Enkeln keine Untreue erweisen wollest, sondern die Barmherzigkeit, die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, darin du ein Fremdling bist.

21,24 Da sprach Awraham: Ich will schwören.

21,25 Und Awraham stellte Abimelech zur Rede um des Wasserbrunnens willen, den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.

21,26 Da antwortete Abimelech: Ich habe es nicht gewusst, wer das getan hat; weder hast du mir's angesagt, noch hab ich's gehört bis heute.

21,27 Da nahm Awraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und die beiden schlossen einen Bund miteinander.

21,28 Und Awraham stellte sieben Lämmer besonders.

21,29 Da sprach Abimelech zu Awraham: Was sollen die sieben Lämmer, die du besonders gestellt hast?

21,30 Er antwortete: Sieben Lämmer sollst du von meiner Hand nehmen, damit sie für mich ein Zeugnis seien, daß ich diesen Brunnen gegraben habe.

21,31 Daher heißt die Stätte Beerscheba, weil sie beide miteinander da geschworen haben.

21,32 Und so schlossen sie den Bund zu Beerscheba. Da machten sich auf Abimelech und Pichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der Philister Land.

21,33 Awraham aber pflanzte einen Tamariskenbaum in Beerscheba und rief dort den Namen HASHEM, an.

21,34 Und er war ein Fremdling, in der Philister Lande eine lange Zeit.

22. Kapitel

22,1 Nach diesen Geschichten prüfte HASHEM Awraham und sprach zu ihm: Awraham! Und er antwortete: Hier bin ich.

22,2 Und er sprach: Nimm Yitzchaq, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und geh hin in das Land Moriyah und opfere ihn dort zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir sagen werde.

22,3 Da stand Awraham früh am Morgen auf und gürtete seinen Esel und nahm mit sich zwei Knechte und seinen Sohn Yitzchaq und spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, von dem ihm HASHEM gesagt hatte.

22,4 Am dritten Tage hob Awraham seine Augen auf und sah die Stätte von ferne

22,5 und sprach zu seinen Knechten: Bleibt ihr hier mit dem Esel. Ich und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet haben, wollen wir wieder zu euch kommen.

22,6 Und Awraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Yitzchaq. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand; und gingen die beiden miteinander.

22,7 Da sprach Yitzchaq zu seinem Vater Awraham: Mein Vater! Awraham antwortete: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hier ist Feuer und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?

22,8 Awraham antwortete: Mein Sohn, HASHEM wird sich ersehen ein Schaf zum Brandopfer. So gingen die beiden miteinander.

22,9 Und als sie an die Stätte kamen, die ihm HASHEM gesagt hatte, baute Awraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Yitzchaq, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz

22,10 und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, daß er seinen Sohn schlachtete.

22,11 Da rief ihn der Malach- HASHEM vom Himmel und sprach: Awraham! Awraham! Er antwortete: Hier bin ich.

22,12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, daß du HASHEM fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen.

22,13 Da hob Awraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter sich in der Hecke mit seinen Hörnern hängen und ging hin und nahm den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.

22,14 Awraham nannte die Stätte HASHEM sieht. Daher man noch heute sagt: Auf dem Berge, da HASHEM sieht.

22,15 Und der Malach- HASHEM rief Awraham abermals vom Himmel her

22,16 und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen spricht HASHEM: Weil du solches getan hast und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont,

22,17 will ich dein Geschlecht segnen und mehren wie die Sterne am Himmel und wie den Sand am Ufer des Meeres, und deine Nachkommen sollen die Tore ihrer Feinde besitzen;

22,18 und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast.

22,19 So kehrte Awraham zurück zu seinen Knechten. Und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba, und Awraham blieb daselbst.

22,20 Nach diesen Geschichten begab sich's, daß Awraham angesagt wurde: Siehe, Milka hat auch Söhne geboren deinem Bruder Nahor,

22,21 nämlich Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuël, von dem die Aramäer herkommen,

22,22 und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuël.

22,23 Betuël aber zeugte Riwqah. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Awrahams Bruder.

22,24 Und seine Nebenfrau, mit Namen Rëuma, gebar auch, nämlich den Tebach, Gaham, Tahasch und Maacha.

23. Kapitel

23,1 Sarah wurde hundertsiebenundzwanzig Jahre alt

23,2 und starb in Kirjat-Arba - das ist Hebron - im Lande Kanaan. Da kam Awraham, daß er sie beklagte und beweinte.

23,3 Danach stand er auf von seiner Toten und redete mit den Hetitern und sprach:

23,4 Ich bin ein Fremdling und Beisasse bei euch; gebt mir ein Erbbegräbnis bei euch, daß ich meine Tote hinaustrage und begrabe.

23,5 Da antworteten die Hetiter Awraham und sprachen zu ihm:

23,6 Höre uns, lieber Herr! Du bist ein Fürst HASHEMS unter uns. Begrabe deine Tote in einem unserer vornehmsten Gräber; kein Mensch unter uns wird dir wehren, daß du in seinem Grabe deine Tote begrabest.

23,7 Da stand Awraham auf und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Hetitern.

23,8 Und er redete mit ihnen und sprach: Gefällt es euch, daß ich meine Tote hinaustrage und begrabe, so höret mich und bittet für mich Efron, den Sohn Zohars,

23,9 daß er mir gebe seine Höhle in Machpela, die am Ende seines Ackers liegt; er gebe sie mir um Geld, soviel sie wert ist, zum Erbbegräbnis unter euch.

23,10 Efron aber saß unter den Hetitern. Da antwortete Efron, der Hetiter, dem Awraham vor den Ohren der Hetiter, vor allen, die beim Tor seiner Stadt versammelt waren, und sprach:

23,11 Nein, mein Herr, sondern höre mir zu! Ich schenke dir den Acker und die Höhle darin und übergebe dir´s vor den Augen der Söhne meines Volks, um deine Tote dort zu begraben.

23,12 Da verneigte sich Awraham vor dem Volk des Landes

23,13 und redete mit Efron, so daß das Volk des Landes es hörte, und sprach: Willst du ihn mir lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld für den Acker, das ich dir gebe, so will ich meine Tote dort begraben.

23,14 Efron antwortete Awraham und sprach zu ihm:

23,15 Mein Herr, höre mich doch! Das Feld ist vierhundert Lot Silber wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deine Tote!

23,16 Awraham gehorchte Efron und wog ihm die Summe dar, die er genannt hatte vor den Ohren der Hetiter, vierhundert Lot Silber nach dem Gewicht, das im Kauf gang und gäbe war.

23,17 So wurde Efrons Acker in Machpela östlich von Mamre Awraham zum Eigentum bestätigt, mit der Höhle darin und mit allen Bäumen auf dem Acker umher,

23,18 vor den Augen der Hetiter und aller, die beim Tor seiner Stadt versammelt waren.

23,19 Danach begrub Awraham Sarah, seine Frau, in der Höhle des Ackers in Machpela östlich von Mamre, das ist Hebron, im Lande Kanaan.

23,20 So wurden Awraham der Acker und die Höhle darin zum Erbbegräbnis bestätigt von den Hetitern.

 24. Kapitel

24,1 Awraham war alt und hochbetagt, und HASHEM hatte ihn gesegnet allenthalben.

24,2 Und er sprach zu dem ältesten Knecht seines Hauses, der allen seinen Gütern vorstand: Lege deine Hand unter meine Hüfte

24,3 und schwöre mir bei HASHEM des Himmels und der Erde, daß du meinem Sohn keine Frau nehmest von den Töchtern der Kanaaniter, unter denen ich wohne,

24,4 sondern daß du ziehest in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft und nehmest meinem Sohn Yitzchaq dort eine Frau.

24,5 Der Knecht sprach: Wie, wenn das Mädchen mir nicht folgen wollte in dies Land, soll ich dann deinen Sohn zurückbringen in jenes Land, von dem du ausgezogen bist?

24,6 Awraham sprach zu ihm: Davor hüte dich, daß du meinen Sohn wieder dahin bringest!

24,7 HASHEM, der mich von meines Vaters Hause genommen hat und von meiner Heimat, der mir zugesagt und mir auch geschworen hat: Dies Land will ich deinen Nachkommen geben -, der wird seinen Malachim vor dir her senden, daß du meinem Sohn dort eine Frau nehmest.

24,8 Wenn aber das Mädchen dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides ledig. Nur bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin!

24,9 Da legte der Knecht seine Hand unter die Hüfte Awrahams, seines Herrn, und schwor es ihm.

24,10 So nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und hatte mit sich allerlei Güter seines Herrn und machte sich auf und zog nach Mesopotamien, zu der Stadt Nahors.

24,11 Da ließ er die Kamele sich lagern draußen vor der Stadt bei dem Wasserbrunnen des Abends um die Zeit, da die Frauen pflegten herauszugehen und Wasser zu schöpfen.

24,12 Und er sprach: HASHEM Awrahams, meines Herrn, lass es mir heute gelingen und tu Barmherzigkeit an Awraham, meinem Herrn!

24,13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und die Töchter der Leute in dieser Stadt werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen.

24,14 Wenn nun ein Mädchen kommt, zu dem ich spreche: Neige deinen Krug und lass mich trinken, und es sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele auch tränken -, das sei die, die du deinem Diener Yitzchaq beschert hast, und daran werde ich erkennen, daß du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan hast.

24,15 Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Riwqah, die Tochter Betuëls, der ein Sohn der Milka war, die Frau Nahors, des Bruders Awrahams, war, und trug einen Krug auf ihrer Schulter.

24,16 Und das Mädchen war sehr schön von Angesicht, eine Jungfrau, die noch von keinem Manne wusste. Die stieg hinab zum Brunnen und füllte den Krug und stieg herauf.

24,17 Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Kruge trinken.

24,18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und eilends ließ sie den Krug hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.

24,19 Und als sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen Kamelen auch schöpfen, bis sie alle genug getrunken haben.

24,20 Und eilte und goss den Krug aus in die Tränke und lief abermals zum Brunnen, um zu schöpfen, und schöpfte allen seinen Kamelen.

24,21 Der Mann aber betrachtete sie und schwieg still, bis er erkannt hätte, ob HASHEM zu seiner Reise Gnade gegeben hätte oder nicht.

24,22 Als nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen Stirnreif, sechs Gramm schwer, und zwei goldene Armreifen für ihre Hände, hundertundzwanzig Gramm schwer,

24,23 und sprach: Wessen Tochter bist du? Das sage mir doch! Haben wir auch Raum in deines Vaters Hause, um zu herbergen?

24,24 Sie sprach zu ihm: Ich bin die Tochter Betuëls, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat.

24,25 Und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und Raum genug, um zu herbergen.

24,26 Da neigte sich der Mann und betete HASHEM an

24,27 und sprach: Gelobt sei HASHEM Awrahams, meines Herrn, der seine Barmherzigkeit und seine Treue von meinem Herrn nicht hat weichen lassen; denn HASHEM hat mich geradewegs geführt zum Hause des Bruders meines Herrn.

24,28 Und das Mädchen lief und sagte dies alles in ihrer Mutter Hause.

24,29 Und Riwqah hatte einen Bruder, der hieß Laban; und Laban lief zu dem Mann draußen bei dem Brunnen.

24,30 Denn als er den Stirnreif und die Armreifen an den Händen seiner Schwester gesehen hatte und die Worte Riwqahs, seiner Schwester, gehört hatte: So hat mir der Mann gesagt -, da kam er zu dem Mann, und siehe, er stand bei den Kamelen am Brunnen.

24,31 Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter HASHEM's! Warum stehst du draußen? Ich habe das Haus bereitet und für die Kamele auch Raum gemacht.

24,32 Da führte er den Mann ins Haus und zäumte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter, dazu auch Wasser, zu waschen seine Füße und die Füße der Männer, die mit ihm waren.

24,33 Und man setzte ihm Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis ich zuvor meine Sache vorgebracht habe. Sie antworteten: Sage an!

24,34 Er sprach: Ich bin Awrahams Knecht.

24,35 HASHEM hat meinen Herrn reich gesegnet, daß er groß geworden ist, und hat ihm Schafe und Rinder, Silber und Gold, Knechte und Mägde, Kamele und Esel gegeben.

24,36 Dazu hat Sarah, die Frau meines Herrn, einen Sohn geboren meinem Herrn in seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat.

24,37 Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst meinem Sohn keine Frau nehmen von den Töchtern der Kanaaniter, in deren Land ich wohne,

24,38 sondern zieh hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; dort nimm meinem Sohn eine Frau.

24,39 Ich sprach aber zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Mädchen nicht folgen will?

24,40 Da sprach er zu mir: HASHEM, vor dem ich wandle, wird seinen Malachim mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, daß du meinem Sohn eine Frau nehmest von meiner Verwandtschaft und meines Vaters Hause.

24,41 Dann sollst du deines Eides ledig sein: Wenn du zu meiner Verwandtschaft kommst und sie geben sie dir nicht, so bist du deines Eides ledig.

24,42 So kam ich heute zum Brunnen und sprach: HASHEM Awrahams, meines Herrn, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, auf der ich bin,

24,43 siehe, so stehe ich hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun ein Mädchen herauskommt, um zu schöpfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken aus deinem Krug,

24,44 und sie sagen wird: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schöpfen -, das sei die Frau, die HASHEM dem Sohn meines Herrn beschert hat.

24,45 Ehe ich nun diese Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da kommt Riwqah heraus mit einem Krug auf ihrer Schulter und geht hinab zum Brunnen und schöpft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken.

24,46 Und sie nahm eilends den Krug von ihrer Schulter und sprach: Trinke, und deine Kamele will ich auch tränken. Da trank ich, und sie tränkte die Kamele auch.

24,47 Und ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Sie antwortete: Ich bin die Tochter Betuëls, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da legte ich einen Reif an ihre Stirn und Armreifen an ihre Hände.

24,48 und neigte mich und betete HASHEM Awrahams, meines Herrn, der mich den rechten Weg geführt hat, daß ich für seinen Sohn die Tochter des Bruders meines Herrn nehme.

24,49 Seid ihr nun die, die an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen wollen, so sagt mir's; wenn nicht, so sagt mir's auch, daß ich mich wende zur Rechten oder zur Linken.

24,50 Da antworteten Laban und Betuël und sprachen: Das kommt vom HASHEM, darum können wir nichts dazu sagen, weder Böses noch Gutes.

24,51 Da ist Riwqah vor dir, nimm sie und zieh hin, daß sie die Frau sei des Sohnes deines Herrn, wie HASHEM geredet hat.

24,52 Als Awrahams Knecht diese Worte hörte, neigte er sich vor HASHEM bis zur Erde.

24,53 Danach zog er hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und gab sie Riwqah; auch ihrem Bruder und der Mutter gab er kostbare Geschenke.

24,54 Dann aß und trank er samt den Männern, die mit ihm waren, und sie blieben über Nacht allda. Am Morgen aber standen sie auf, und er sprach: Laßt mich ziehen zu meinem Herrn.

24,55 Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: Lass doch das Mädchen noch einige Tage bei uns bleiben; danach sollst du ziehen.

24,56 Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf, denn HASHEM hat Gnade zu meiner Reise gegeben. Laßt mich, daß ich zu meinem Herrn ziehe.

24,57 Da sprachen sie: Wir wollen das Mädchen rufen und fragen, was sie dazu sagt.

24,58 Und sie riefen Riwqah und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will es.

24,59 Da ließen sie Riwqah, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme, samt Awrahams Knecht und seinen Leuten.

24,60 Und sie segneten Riwqah und sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester, wachse zu vieltausendmal tausend, und dein Geschlecht besitze die Tore seiner Feinde.

24,61 So machte sich Riwqah auf mit ihren Mägden, und sie setzten sich auf die Kamele, und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Riwqah und zog von dannen.

24,62 Yitzchaq aber war gezogen zum «Brunnen HASHEM, der mich sieht» und wohnte im Südlande.

24,63 Und er war ausgegangen, um zu beten auf dem Felde gegen Abend, und hob seine Augen auf und sah, daß Kamele daherkamen.

24,64 Und Riwqah hob ihre Augen auf und sah Yitzchaq; da stieg sie eilends vom Kamel

24,65 und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann, der uns entgegenkommt auf dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.

24,66 Und der Knecht erzählte Yitzchaq alles, was er ausgerichtet hatte.

24,67 Da führte sie Yitzchaq in das Zelt seiner Mutter Sarah und nahm die Riwqah, und sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb. Also wurde Yitzchaq getröstet über seine Mutter.

25. Kapitel

25,1 Awraham nahm wieder eine Frau, die hieß Ketura.

25,2 Die gebar ihm Simran und Yokschan, Medan und Midian, Yishbak und Schuach.

25,3 Yokschan aber zeugte Saba und Dedan. Die Söhne Dedans aber waren: die Aschuriter, die Letuschiter und die Lëummiter.

25,4 Die Söhne Midians waren: Efa, Efer, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Söhne der Ketura.

25,5 Und Awraham gab all sein Gut Yitzchaq.

25,6 Aber den Söhnen, die er von den Nebenfrauen hatte, gab er Geschenke und schickte sie noch zu seinen Lebzeiten fort von seinem Sohn Yitzchaq, nach Osten hin ins Morgenland.

25,7 Das ist aber Awrahams Alter, das er erreicht hat: hundertundfünfundsiebzig Jahre.

25,8 Und Awraham verschied und starb in einem guten Alter, als er alt und lebenssatt war, und wurde zu seinen Vätern versammelt.

25,9 Und es begruben ihn seine Söhne Yitzchaq und Yshmales in der Höhle von Machpela auf dem Acker Efrons, des Sohnes Zohars, des Hetiters, die da liegt östlich von Mamre

25,10 auf dem Felde, das Awraham von den Hetitern gekauft hatte. Da ist Awraham begraben mit Sarah, seiner Frau.

25,11 Und nach dem Tode Awrahams segnete HASHEM Yitzchaq, seinen Sohn. Und er wohnte bei dem «Brunnen HASHEM'S, der mich sieht».

25,12 Dies ist das Geschlecht Yshmales, des Sohnes Awrahams, den ihm Hagar gebar, die Magd Sarahs aus Ägypten;

25,13 und dies sind die Namen der Söhne Yshmales, nach denen ihre Geschlechter genannt sind: der erstgeborene Sohn Yshmales Nebajot, dann Kedar, Adbeel, Mibsam,

25,14 Mischma, Duma, Massa,

25,15 Hadad, Tema, Jetur, Nafisch und Kedma.

25,16 Das sind die Söhne Yshmales mit ihren Namen nach ihren Gehöften und Zeltdörfern, zwölf Fürsten nach ihren Stämmen.

25,17 - Und das ist das Alter Yshmales: hundertundsiebenunddreißig Jahre. Und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Vätern. -

25,18 Und sie wohnten von Hawila an bis nach Schur östlich von Ägypten nach Assyrien hin. So ließ er sich nieder all seinen Brüdern zum Trotz.

25,19 Dies ist das Geschlecht Yitzchaq des Sohnes Awrahams: Awraham zeugte Yitzchaq.

25,20 Yitzchaq aber war vierzig Jahre alt, als er Riwqah zur Frau nahm, die Tochter Betuëls, des Aramäers aus Mesopotamien, die Schwester des Aramäers Laban.

25,21 Yitzchaq aber bat HASHEM für seine Frau, denn sie war unfruchtbar. HASHEM ließ sich erbitten, und Riwqah, seine Frau, ward schwanger.

25,22 Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leib. Da sprach sie: Wenn mir's so gehen soll, warum bin ich schwanger geworden? Und sie ging hin, HASHEM zu befragen.

25,23 HASHEM sprach zu ihr: Zwei Völker sind in deinem Leibe, und zweierlei Volk wird sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird dem andern überlegen sein, und der Ältere wird dem Jüngeren dienen.

25,24 Als nun die Zeit kam, daß sie gebären sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leibe.

25,25 Der erste, der herauskam, war rötlich, ganz rau wie ein Fell, und sie nannten ihn Esaw.

25,26 Danach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die Ferse des Esaw, und sie nannten ihn Yahqob. Sechzig Jahre alt war Yitzchaq, als sie geboren wurden.

25,27 Und als nun die Knaben groß wurden, wurde Esaw ein Jäger und streifte auf dem Felde umher, Yahqob aber ein gesitteter Mann und blieb bei den Zelten.

25,28 Und Yitzchaq hatte Esaw (Edom) lieb und aß gern von seinem Wildbret; Riwqah aber hatte Yahqob lieb.

25,29 Und Yahqob kochte ein Gericht. Da kam Esaw (Edom) vom Feld und war müde

25,30 und sprach zu Yahqob: Lass mich essen das rote Gericht; denn ich bin müde. Daher heißt er Edom.

25,31 Aber Yahqob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt.

25,32 Esaw (Edom) antwortete: Siehe, ich muß doch sterben; was soll mir da die Erstgeburt?

25,33 Yahqob sprach: So schwöre mir zuvor. Und er schwor, ihm und verkaufte so Yahqob seine Erstgeburt.

25,34 Da gab ihm Yahqob Brot und das Linsengericht, und er aß und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esaw (Edom) seine Erstgeburt.

26. Kapitel

26,1 Es kam aber eine Hungersnot ins Land nach der früheren, die zu Awrahams Zeiten war. Und Yahqob zog zu Abimelech, dem König der Philister, nach Gerar.

26,2 Da erschien ihm HASHEM und sprach: Zieh nicht hinab nach Ägypten, sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage.

26,3 Bleibe als Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen will ich alle diese Länder geben und will meinen Eid wahr machen, den ich deinem Vater Awraham geschworen habe,

26,4 und will deine Nachkommen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinen Nachkommen alle diese Länder geben. Und durch dein Geschlecht sollen alle Völker auf Erden gesegnet werden,

26,5 weil Awraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz.

26,6 So wohnte Yahqob zu Gerar.

26,7 Und wenn die Leute am Ort fragten nach seiner Frau, so sprach er: Sie ist meine Schwester; denn er fürchtete sich zu sagen: Sie ist meine Frau. Er dachte nämlich: Sie könnten mich töten um Riwqahs willen, denn sie ist schön von Gestalt.

26,8 Als er nun eine Zeit lang da war, sah Abimelech, der König der Philister, durchs Fenster und wurde gewahr, daß Yitzchaq scherzte mit Riwqah, seiner Frau.

26,9 Da rief Abimelech den Yahqob und sprach: Siehe, es ist deine Frau. Wie hast du dann gesagt: sie ist meine Schwester? Yahqob antwortete ihm: Ich dachte, ich würde vielleicht sterben müssen um ihretwillen.

26,10 Abimelech sprach: Warum hast du uns das angetan? Es wäre leicht geschehen, daß jemand vom Volk sich zu deiner Frau gelegt hätte, und du hättest so eine Schuld auf uns gebracht.

26,11 Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder seine Frau antastet, der soll des Todes sterben.

26,12 Und Yahqob säte in dem Lande und erntete in jenem Jahre hundertfältig; denn HASHEM segnete ihn.

26,13 Und er wurde ein reicher Mann und nahm immer mehr zu, bis er sehr reich wurde,

26,14 so daß er viel Gut hatte an kleinem und großem Vieh und ein großes Gesinde. Darum beneideten ihn die Philister.

26,15 Nun hatten sie aber alle Brunnen verstopft, die seines Vaters Knechte gegraben hatten zur Zeit Awrahams, seines Vaters, und hatten sie mit Erde gefüllt.

26,16 Und Abimelech sprach zu ihm: Zieh von uns, denn du bist uns zu mächtig geworden.

26,17 Da zog Yitzchaq von dannen und schlug seine Zelte auf im Grunde von Gerar und wohnte da

26,18 und ließ die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zur Zeit Awrahams, seines Vaters, gegraben hatten und die Philister verstopft hatten nach Awrahams Tod, und nannte sie mit denselben Namen, mit denen sein Vater sie genannt hatte.

26,19 Auch gruben Yahqob Knechte im Grunde und fanden dort eine Quelle lebendigen Wassers.

26,20 Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Yitzchaq und sprachen: Das Wasser ist unser. Da nannte er den Brunnen «Zank», weil sie mit ihm da gezankt hatten.

26,21 Da gruben sie einen andern Brunnen. Darüber stritten sie auch, darum nannte er ihn «Streit».

26,22 Da zog er weiter und grub noch einen andern Brunnen. Darüber zankten sie sich nicht, darum nannte er ihn «Weiter Raum» und sprach: Nun hat uns HASHEM Raum gemacht, und wir können wachsen im Lande.

26,23 Danach zog er von dannen nach Beerscheba.

26,24 HASHEM erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Fürchte dich nicht, denn ich bin HASHEM BeABeRaHaM (durch Awraham, sein Schild ), deines Vaters, denn ich bin mit dir und will dich segnen und deine Nachkommen mehren um meines Knechtes BeABeRaHaM willen.

26,25 Dann baute er dort einen Altar und rief den Namen HASHEM an und schlug dort sein Zelt auf, und seine Knechte gruben dort einen Brunnen.

26,26 Und Abimelech ging zu ihm von Gerar mit Ahusat, seinem Freund, und Pichol, seinem Feldhauptmann.

26,27 Aber Yitzchaq sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasset ihr mich doch und habt mich von euch getrieben.

26,28 Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, daß HASHEM mit dir ist. Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wir wollen einen Bund mit dir schließen,

26,29 daß du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dich nicht angetastet haben und dir nur alles Gute getan und dich mit Frieden haben ziehen lassen. Du bist ja doch der Gesegnete HASHEM.

26,30 Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aßen und tranken.

26,31 Und früh am Morgen standen sie auf, und einer schwor dem andern. Und Yitzchaq ließ sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden.

26,32 Am selben Tage kamen Yitzchaq Knechte und sagten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser gefunden.

26,33 Und er nannte ihn «Schwur»; daher heißt die Stadt Beerscheba bis auf den heutigen Tag. Schwurbrunnen.

26,34 Als Esaw vierzig Jahre alt war, nahm er zur Frau Yehudit, die Tochter Beeris, des Hetiters, und Basemat, die Tochter Elons, des Hetiters.

26,35 Die machten Yitzchaq und Riwqah lauter Herzeleid.

27. Kapitel

27,1 Und es begab sich, als Yitzchaq alt geworden war und seine Augen zu schwach zum Sehen wurden, rief er Esaw, seinen älteren Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich.

27,2 Und er sprach: Siehe, ich bin alt geworden und weiß nicht, wann ich sterben werde.

27,3 So nimm nun dein Gerät, Köcher und Bogen, und geh aufs Feld und jage mir ein Wildbret

27,4 und mach mir ein Essen, wie ich's gern habe, und bring mir's herein, daß ich esse, auf daß dich meine Seele segne, ehe ich sterbe.

27,5 Riwqah aber hörte diese Worte, die Yitzchaq zu seinem Sohn Esaw sagte. Und Esaw ging hin aufs Feld, daß er ein Wildbret jagte und heimbrächte.

27,6 Da sprach Riwqah zu Yahqob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe deinen Vater mit Esaw, deinem Bruder, reden hören:

27,7 Bringe mir ein Wildbret und mach mir ein Essen, daß ich esse und dich segne vor HASHEM, ehe ich sterbe.

27,8 So höre nun, mein Sohn, auf mich und tu, was ich dich heiße.

27,9 Geh hin zu der Herde und hole mir zwei gute Böcklein, daß ich deinem Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat.

27,10 Das sollst du deinem Vater hineintragen, daß er esse, auf daß er dich segne vor seinem Tod.

27,11 Yahqob aber sprach zu seiner Mutter Riwqah: Siehe, mein Bruder Esaw ist rau, doch ich bin glatt;

27,12 so könnte vielleicht mein Vater mich betasten, und ich würde vor ihm dastehen, als ob ich ihn betrügen wollte, und brächte über mich einen Fluch und nicht einen Segen.

27,13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; gehorche nur meinen Worten, geh und hole mir.

27,14 Da ging er hin und holte und brachte es seiner Mutter. Da machte seine Mutter ein Essen, wie es sein Vater gerne hatte,

27,15 und nahm Esaws, ihres älteren Sohnes, Feierkleider, die sie bei sich im Hause hatte, und zog sie Yahqob an, ihrem jüngeren Sohn.

27,16 Aber die Felle von den Böcklein tat sie ihm um seine Hände und wo er glatt war am Halse.

27,17 Und so gab sie das Essen mit dem Brot, wie sie es gemacht hatte, in die Hand ihres Sohnes Yahqob.

27,18 Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er antwortete: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn?

27,19 Yahqob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esaw, dein erstgeborener Sohn; ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Komm nun, setze dich und iß von meinem Wildbret, auf daß mich deine Seele segne.

27,20 Yitzchaq aber sprach zu seinem Sohn: Wie hast du so bald gefunden, mein Sohn? Er antwortete: HASHEM, bescherte mir's.

27,21 Da sprach Yitzchaq zu Yahqob: Tritt herzu, mein Sohn, daß ich dich betaste, ob du mein Sohn Esaw bist oder nicht.

27,22 So trat Yahqob zu seinem Vater Yitzchaq. Und als er ihn betastet hatte, sprach er: Die Stimme ist Yahqob Stimme, aber die Hände sind Esaws Hände.

27,23 Und er erkannte ihn nicht; denn seine Hände waren rau wie Esaws, seines Bruders, Hände. Und er segnete ihn

27,24 und sprach: Bist du mein Sohn Esaw? Er antwortete: Ja, ich bin's.

27,25 Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem Wildbret, daß dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er aß; und er trug ihm auch Wein hinein, und er trank.

27,26 Und Yitzchaq, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und küsse mich, mein Sohn!

27,27 Er trat hinzu und küsste ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch des Feldes, das HASHEM gesegnet hat.

27,28 HASHEM gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und Korn und Wein die Fülle.

27,29 Völker sollen dir dienen, und Stämme sollen dir zu Füßen fallen. Sei ein Herr über deine Brüder, und deiner Mutter Söhne sollen dir zu Füßen fallen. Verflucht sei, wer dir flucht; gesegnet sei, wer dich segnet!

27,30 Als nun Yitzchaq den Segen über Yahqob vollendet hatte und Yahqob kaum hinausgegangen war von seinem Vater Yitzchaq, da kam Esaw, sein Bruder, von seiner Jagd

27,31 und machte auch ein Essen und trugs hinein zu seinem Vater und sprach zu ihm: Richte dich auf, mein Vater, und iß von dem Wildbret deines Sohnes, daß mich deine Seele segne.

27,32 Da antwortete ihm Yitzchaq, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin Esaw, dein erstgeborener Sohn.

27,33 Da entsetzte sich Yitzchaq über die Maßen sehr und sprach: Wer? Wo ist denn der Jäger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe du kamst, und hab ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben.

27,34 Als Esaw diese Worte seines Vaters hörte, schrie er laut und wurde über die Maßen sehr betrübt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein Vater!

27,35 Er aber sprach: Dein Bruder ist gekommen mit List und hat deinen Segen weggenommen.

27,36 Da sprach er: Er heißt mit Recht Yahqob, denn er hat mich nun zweimal überlistet. Meine Erstgeburt hat er genommen, und siehe, nun nimmt er auch meinen Segen. Und er sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten?

27,37 Yitzchaq antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn über dich gesetzt, und alle seine Brüder hab ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn und Wein hab ich ihn versehen; was soll ich nun dir noch tun, mein Sohn?

27,38 Esaw sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! Und er erhob seine Stimme und weinte.

27,39 Da antwortete Yitzchaq, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe, du wirst wohnen ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her.

27,40 Von deinem Schwerte wirst du dich nähren, und deinem Bruder sollst du dienen. Aber es wird geschehen, daß du einmal sein Joch von deinem Halse reißen wirst.

27,41 Und Esaw war Yahqob gram um des Segens willen, mit dem ihn sein Vater gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, daß man um meinen Vater Leid tragen muß; dann will ich meinen Bruder Yahqob umbringen.

27,42 Da wurden Riwqah angesagt diese Worte ihres älteren Sohnes Esaw. Und sie schickte hin und ließ Yahqob, ihren jüngeren Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esaw droht dir, daß er dich umbringen will.

27,43 Und nun höre auf mich, mein Sohn: Mach dich auf und flieh zu meinem Bruder Laban nach Haran

27,44 und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders legt

27,45 und bis sein Zorn wider dich sich von dir wendet und er vergisst, was du ihm getan hast; dann will ich schicken und dich von dort holen lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag?

27,46 Und Riwqah sprach zu Yitzchaq: Mich verdrießt zu leben, wegen der Hetiterinnen. Wenn Yahqob eine Frau nimmt von den Hetiterinnen wie diese, eine von den Töchtern des Landes, was soll mir das Leben?

28. Kapitel

28,1 Da rief Yitzchaq seinen Sohn Yahqob und segnete ihn und gebot ihm und sprach zu ihm: Nimm dir nicht eine Frau von den Töchtern Kanaans,

28,2 sondern mach dich auf und zieh nach Mesopotamien zum Hause Betuëls, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir dort eine Frau von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter.

28,3 Und HASHEM segne dich und mache dich fruchtbar und mehre dich, daß du werdest ein Haufe von Völkern,

28,4 und gebe dir den Segen Awrahams, dir und deinen Nachkommen mit dir, daß du besitzest das Land, darin du jetzt ein Fremdling bist, das HASHEM dem Awraham gegeben hat.

28,5 So entließ Yitzchaq den Yahqob, daß er nach Mesopotamien zog zu Laban, dem Sohn des Aramäers Betuël, dem Bruder Riwqah, Yahqob und Esaws Mutter.

28,6 Nun sah Esaw, daß Yitzchaq Yahqob gesegnet und nach Mesopotamien entlassen hatte, um sich dort eine Frau zu nehmen; er hatte ihn nämlich gesegnet und ihm geboten: Du sollst dir keine Frau nehmen von den Töchtern Kanaans.

28,7 Auch sah Esaw, daß Yahqob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Mesopotamien zog

28,8 und daß Yitzchaq, sein Vater, die Töchter Kanaans nicht gerne sah.

28,9 Da ging er hin zu Yishmael und nahm zu den Frauen, die er bereits hatte, Mahalat, die Tochter Ismaels, des Sohnes Awrahams, die Schwester Nebajots, zur Frau.

28,10 Aber Yahqob zog aus von Beerscheba und machte sich auf den Weg nach Haran

28,11 und kam an eine Stätte, da blieb er über Nacht, denn die Sonne war untergegangen. Und er nahm einen Stein von der Stätte und legte ihn zu seinen Häupten und legte sich an der Stätte schlafen.

28,12 Und ihm träumte, und siehe, eine Leiter stand auf Erden, die rührte mit der Spitze an den Himmel, und siehe, die Malach HASHEM stiegen daran auf und nieder.

28,13 HASHEM stand oben darauf und sprach: Mein Name ist HASHEM deines Vaters Awraham HASHEM, und Yitzchaq HASHEM; das Land, darauf du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.

28,14 Und dein Geschlecht soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst ausgebreitet werden gegen Westen und Osten, Norden und Süden, und durch dich und deine Nachkommen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden.

28,15 Und siehe, ich bin mit dir und will dich behüten, wo du hinziehst, und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich alles tue, was ich dir zugesagt habe.

28,16 Als nun Yahqob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Fürwahr, HASHEM ist an dieser Stätte, und ich wusste es nicht!

28,17 Und er fürchtete sich und sprach: Wie kadosh ist diese Stätte! Hier ist nichts anderes als HASHEM Haus, und hier ist die Pforte des Himmels.

28,18 Und Yahqob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er zu seinen Häupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Steinmal und goss Öl oben darauf

28,19 und nannte die Stätte Bethel. Haus HASHEM.

28,20 Und Yahqob tat ein Gelübde und sprach: Wird HASHEM mit mir sein und mich behüten auf dem Wege, den ich reise, und mir Brot zu essen geben und Kleider anzuziehen

28,21 und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll HASHEM mein HASHEM sein.

28,22 Und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Steinmal, dieser soll ein Haus HASHEMS werden; und von allem, was du mir gibst, will ich dir den Zehnten geben.

29. Kapitel

29,1 Da machte sich Yahqob auf den Weg und ging in das Land, das im Osten liegt,

29,2 und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde; und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei, denn von dem Brunnen pflegten sie die Herden zu tränken. Und ein großer Stein lag vor dem Loch des Brunnens.

29,3 Und sie pflegten die Herden alle dort zu versammeln und den Stein von dem Brunnenloch zu wälzen und die Schafe zu tränken und taten alsdann den Stein wieder vor das Loch an seine Stelle.

29,4 Yahqob sprach zu ihnen: Liebe Brüder, wo seid ihr her? Sie antworteten: Wir sind von Haran.

29,5 Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie antworteten: Ja, wir kennen ihn.

29,6 Er sprach: Geht es ihm auch gut? Sie antworteten: Es geht ihm gut; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.

29,7 Er sprach: Es ist noch hoher Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh einzutreiben; tränkt die Schafe und geht hin und weidet sie.

29,8 Sie antworteten: Wir können es nicht, bis alle Herden zusammengebracht sind und wir den Stein von des Brunnens Loch wälzen und dann die Schafe tränken.

29,9 Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, denn sie hütete die Schafe.

29,10 Als Yahqob aber Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, trat er hinzu und wälzte den Stein von dem Loch des Brunnens und tränkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.

29,11 Und er küsste Rahel und weinte laut

29,12 und sagte ihr, daß er ihres Vaters Verwandter wäre und Riwkahs Sohn. Da lief sie und sagte es ihrem Vater.

29,13 Als aber Laban hörte von Yahqob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm entgegen und herzte und küsste ihn und führte ihn in sein Haus. Da erzählte er Laban alles, was sich begeben hatte.

29,14 Da sprach Laban zu ihm: Fürwahr, du bist von meinem Gebein und Fleisch. Und als er nun einen Monat lang bei ihm gewesen war,

29,15 sprach Laban zu Yahqob: Zwar bist du mein Verwandter, aber solltest du mir darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein?

29,16 Laban, aber hatte zwei Töchter; die ältere hieß Leah, die jüngere Rahel.

29,17 Aber Leahs Augen waren ohne Glanz, Rahel dagegen war schön von Gestalt und von Angesicht.

29,18 Yahqob gewann Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre um Rahel, deine jüngere Tochter, dienen.

29,19 Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir als einem andern; bleib bei mir.

29,20 So diente Yahqob um Rahel sieben Jahre, und es kam ihm vor, als wären's einzelne Tage, so lieb hatte er sie.

29,21 Yahqob sprach zu Laban: Gib mir nun meine Braut; denn die Zeit ist da, daß ich zu ihr gehe.

29,22 Da lud Laban alle Leute des Ortes ein und machte ein Hochzeitsmahl.

29,23 Am Abend aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu Yahqob; und er ging zu ihr.

29,24 Und Laban gab seiner Tochter Leah seine Magd Silpah zur Leibmagd.

29,25 Am Morgen aber, siehe, da war es Lea. Yahqob sprach zu Laban: Warum hast du mir das angetan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum hast du mich denn betrogen?

29,26 Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm Lande, daß man die jüngere weggebe vor der älteren.

29,27 Halte mit dieser die Hochzeitswoche, so will ich dir die andere auch geben für den Dienst, den du bei mir noch weitere sieben Jahre leisten sollst.

29,28 Das tat Yahqob und hielt die Hochzeitswoche. Da gab ihm Laban seine Tochter Rahel zur Frau.

29,29 Und er gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilhah zur Leibmagd.

29,30 So ging Yahqob auch zu Rahel ein und hatte Rahel lieber als Leah; und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre.

29,31 Als aber HASHEM sah, daß Leah ungeliebt war, machte er sie fruchtbar; Rahel aber war unfruchtbar.

29,32 Und Leah ward schwanger und gebar einen Sohn; den nannte sie Ruben und sprach: HASHEM hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann lieb haben.

29,33 Und sie ward abermals schwanger und gebar einen Sohn und sprach: HASHEM hat gehört, daß ich ungeliebt bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und nannte ihn Simeon.

29,34 Abermals ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird mein Mann mir doch zugetan sein, denn ich habe ihm drei Söhne geboren. Darum nannte sie ihn Levi.

29,35 Zum vierte mal ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich HASHEM danken.
Darum nannte sie ihn Yahudah. Und sie hörte auf, Kinder zu gebären.

30. Kapitel

30,1 Als Rahel sah, daß sie Yahqob kein Kind gebar, beneidete sie ihre Schwester und sprach zu Yahqob: Schaffe mir Kinder, wenn nicht, so sterbe ich.

30,2 Yahqob aber wurde sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht HASHEM, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will.

30,3 Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilhah; geh zu ihr, daß sie auf meinem Schoß gebäre und ich doch durch sie zu Kindern komme.

30,4 So gab sie ihm Bilhah, ihre Leibmagd, zur Frau, und Yahqob ging zu ihr.

30,5 Und Bilhah ward schwanger und gebar Yahqob einen Sohn.

30,6 Da sprach Rahel: HASHEM hat mir Recht verschafft und mich erhört und mir einen Sohn gegeben. Darum nannte sie ihn Dan.

30,7 Abermals ward Bilha, Rahels Leibmagd, schwanger und gebar Yahqob ihren zweiten Sohn.

30,8 Da sprach Rahel: Über alle Maßen habe ich gekämpft mit meiner Schwester, und ich habe gesiegt. Und nannte ihn Naftali.

30,9 Als nun Leah sah, daß sie aufgehört hatte zu gebären, nahm sie ihre Leibmagd Silpah und gab sie Yahqob zur Frau.

30,10 Und Silpah, Leahs Leibmagd, gebar Yahqob einen Sohn.

30,11 Da sprach Leah: Glück zu! Und nannte ihn Gad.

30,12 Danach gebar Silpa, Leahs Leibmagd, Yahqob ihren zweiten Sohn.

30,13 Da sprach Leah: Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Töchter. Und nannte ihn Asser.

30,14 Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Liebesäpfel auf dem Felde und brachte sie heim zu seiner Mutter Leah. Da sprach Rahel zu Leah: Gib mir von den Liebesäpfeln deines Sohnes.

30,15 Sie antwortete: Hast du nicht genug, daß du mir meinen Mann genommen hast, und willst auch die Liebesäpfel meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: Wohlan, lass ihn diese Nacht bei dir schlafen für die Liebesäpfel deines Sohnes.

30,16 Als nun Yahqob am Abend vom Felde kam, ging Leah hinaus ihm entgegen und sprach: Zu mir sollst du kommen, denn ich habe dich erkauft mit den Liebesäpfeln meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.

30,17 Und HASHEM erhörte Leah, und sie ward schwanger und gebar Yahqob ihren fünften Sohn

30,18 und sprach: HASHEM hat mir gelohnt, daß ich meine Magd meinem Manne gegeben habe. Und nannte ihn Issachar.

30,19 Abermals ward Leah schwanger und gebar Yahqob ihren sechsten Sohn

30,20 und sprach: HASHEM hat mich reich beschenkt; nun wird mein Mann doch bei mir bleiben; denn ich habe ihm sechs Söhne geboren. Und nannte ihn Sebulon.

30,21 Danach gebar sie eine Tochter, die nannte sie Dina.

30,22 HASHEM gedachte aber an Rahel und erhörte sie und machte sie fruchtbar.

30,23 Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: HASHEM hat meine Schmach von mir genommen;

30,24 und sie nannte ihn Yoseph und sprach: HASHEM wolle mir noch einen Sohn dazu geben!

30,25 Als nun Rahel den Yoseph geboren hatte, sprach Yahqob zu Laban: Lass mich ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land.

30,26 Gib mir meine Frauen und meine Kinder, um die ich dir gedient habe, daß ich ziehe; denn du weißt, wie ich dir gedient habe.

30,27 Laban sprach zu ihm: Lass mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich spüre, daß mich der HASHEM segnet um deinetwillen.

30,28 Bestimme den Lohn, den ich dir geben soll.

30,29 Er aber sprach zu ihm: Du weißt, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh geworden ist unter mir.

30,30 Du hattest wenig, ehe ich herkam; nun aber ist's geworden zu einer großen Menge, und HASHEM hat dich gesegnet auf jedem meiner Schritte. Und nun, wann soll ich auch für mein Haus sorgen?

30,31 Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Yahqob sprach: Du sollst mir gar nichts geben; sondern wenn du mir tun willst, was ich dir sage, so will ich deine Schafe wieder weiden und hüten.

30,32 Ich will heute durch alle deine Herden gehen und aussondern alle gefleckten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe und die bunten und gefleckten Ziegen. Was nun bunt und gefleckt sein wird, das soll mein Lohn sein.

30,33 So wird meine Redlichkeit morgen für mich zeugen, wenn du kommst wegen meines Lohnes, den ich von dir nehmen soll: was nicht gefleckt oder bunt unter den Ziegen und nicht schwarz sein wird unter den Lämmern, das sei ein Diebstahl, wenn es sich bei mir findet.

30,34 Da sprach Laban: Wohlan, es sei, wie du gesagt hast.

30,35 Und er sonderte an jenem Tage aus die sprenkligen und bunten Böcke und alle gefleckten und bunten Ziegen, wo nur etwas Weißes daran war, und alles, was schwarz war unter den Lämmern, und tat's unter die Hand seiner Söhne

30,36 und machte einen Raum, drei Tagereisen weit, zwischen sich und Yahqob. Yahqob aber weidete die übrigen Herden Labans.

30,37 Yahqob nahm frische Stäbe von Pappeln, Mandelbäumen und Platanen und schälte weiße Streifen daran aus, so daß an den Stäben das Weiße bloß wurde,

30,38 und legte die Stäbe, die er geschält hatte, in die Tränkrinnen, wo die Herden hinkommen mussten zu trinken, daß sie da empfangen sollten, wenn sie zu trinken kämen.

30,39 So empfingen die Herden über den Stäben und brachten Sprenklige, Gefleckte und Bunte.

30,40 Da sonderte Yahqob die Lämmer aus und machte sich eigene Herden; die tat er nicht zu den Herden Labans.

30,41 Wenn aber die Brunstzeit der kräftigen Tiere war, legte er die Stäbe in die Rinnen vor die Augen der Herde, daß sie über den Stäben empfingen.

30,42 Aber wenn die Tiere schwächlich waren, legte er sie nicht hinein. So wurden die schwächlichen Tiere dem Laban zuteil, aber die kräftigen dem Yahqob.

30,43 Daher wurde der Mann über die Maßen reich, so daß er viele Schafe, Mägde und Knechte, Kamele und Esel hatte.

 

 
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