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Das Buch Beresheet (Im Anfang)

DAS ERSTE BUCH MOSE (GENESIS)

41. Kapitel

41,1 Und nach zwei Jahren hatte der Pharao einen Traum, er stünde am Nil

41,2 und sähe aus dem Wasser steigen sieben schöne, fette Kühe; die gingen auf der Weide im Grase.

41,3 Nach diesen sah er andere sieben Kühe aus dem Wasser aufsteigen; die waren hässlich und mager und traten neben die Kühe am Ufer des Nils.

41,4 Und die hässlichen und mageren fraßen die sieben schönen, fetten Kühe. Da erwachte der Pharao.

41,5 Und er schlief wieder ein, und ihm träumte abermals, und er sah, daß sieben Ähren aus einem Halm wuchsen, voll und dick.

41,6 Danach sah er sieben dünne Ähren aufgehen, die waren vom Ostwind versengt.

41,7 Und die sieben mageren Ähren verschlangen die sieben dicken und vollen Ähren. Da erwachte der Pharao und merkte, daß es ein Traum war.

41,8 Und als es Morgen wurde, war sein Geist bekümmert, und er schickte aus und ließ rufen alle Wahrsager in Mitzrayim und alle Weisen und erzählte ihnen seine Träume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte.

41,9 Da redete der oberste Schenk zum Pharao und sprach: Ich muß heute an meine Sünden denken:

41,10 Als der Pharao zornig wurde über seine Knechte und mich mit dem obersten Bäcker ins Gefängnis legte in des Amtmanns Hause,

41,11 da träumte uns beiden in einer Nacht einem jeden sein Traum, dessen Deutung ihn betraf.

41,12 Da war bei uns ein hebräischer Jüngling, des Amtmanns Knecht, dem erzählten wir's. Und er deutete uns unsere Träume, einem jeden nach seinem Traum.

41,13 Und wie er uns deutete, so ist's gekommen; denn ich bin wieder in mein Amt gesetzt, aber jener wurde aufgehängt.

41,14 Da sandte der Pharao hin und ließ Yoseph rufen, und sie ließen ihn eilends aus dem Gefängnis. Und er ließ sich scheren und zog andere Kleider an und kam hinein zum Pharao.

41,15 Da sprach der Pharao zu ihm: Ich habe einen Traum gehabt, und es ist niemand, der ihn deuten kann. Ich habe aber von dir sagen hören, wenn du einen Traum hörst, so kannst du ihn deuten.

41,16 Yoseph antwortete dem Pharao und sprach: Das steht nicht bei mir; HASHEM wird jedoch dem Pharao Gutes verkünden.

41,17 Der Pharao sprach zu Yoseph: Mir träumte, ich stand am Ufer des Nils

41,18 und sah aus dem Wasser steigen sieben schöne, fette Kühe; die gingen auf der Weide im Grase.

41,19 Und nach ihnen sah ich andere sieben dürre, sehr hässliche und magere Kühe heraus steigen. Ich hab in ganz Mitzrayim nicht so hässliche gesehen.

41,20 Und die sieben mageren und hässlichen Kühe fraßen die sieben ersten, fetten Kühe auf.

41,21 Und als sie die hineingefressen hatten, merkte man's ihnen nicht an, daß sie die gefressen hatten, und waren hässlich wie zuvor. Da wachte ich auf.

41,22 Und ich sah abermals in meinem Traum sieben Ähren auf einem Halm wachsen, voll und dick.

41,23 Danach gingen auf sieben dürre Ähren, dünn und versengt.

41,24 Und die sieben dünnen Ähren verschlangen die sieben dicken Ähren. Und ich habe es den Wahrsagern gesagt, aber die können's mir nicht deuten.

41,25 Yoseph antwortete dem Pharao: Beide Träume des Pharao bedeuten das gleiche. HASHEM verkündet dem Pharao, was er vorhat.

41,26 Die sieben schönen Kühe sind sieben Jahre, und die sieben guten Ähren sind dieselben sieben Jahre. Es ist ein und derselbe Traum.

41,27 Die sieben mageren und hässlichen Kühe, die nach jenen aufgestiegen sind, das sind sieben Jahre, und die sieben mageren und versengten Ähren sind sieben Jahre des Hungers.

41,28 Das meinte ich, wenn ich gesagt habe zum Pharao, daß HASHEM dem Pharao zeigt, was er vorhat.

41,29 Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz Mitzrayim.

41,30 Und nach ihnen werden sieben Jahre des Hungers kommen, so daß man vergessen wird alle Fülle in Mitzrayim. Und der Hunger wird das Land verzehren,

41,31 daß man nichts wissen wird von der Fülle im Lande vor der Hungersnot, die danach kommt; denn sie wird sehr schwer sein.

41,32 Daß aber dem Pharao zweimal geträumt hat, bedeutet, daß HASHEM solches gewiss und eilends tun wird.

41,33 Nun sehe der Pharao nach einem verständigen und weisen Mann, den er über Mitzrayim setze,

41,34 und sorge dafür, daß er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fünften in Mitzrayim in den sieben reichen Jahren

41,35 und lasse sie sammeln den ganzen Ertrag der guten Jahre, die kommen werden, daß sie Getreide aufschütten in des Pharao Kornhäusern zum Vorrat in den Städten und es verwahren,

41,36 damit für Nahrung gesorgt sei für das Land in den sieben Jahren des Hungers, die über Mitzrayim kommen werden, und das Land nicht vor Hunger verderbe.

41,37 Die Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Großen gut.

41,38 Und der Pharao sprach zu seinen Großen: Wie könnten wir einen Mann finden, in dem der Geist HASHEM ist wie in diesem?

41,39 Und er sprach zu Yoseph: Weil dir HASHEM dies alles kundgetan hat, ist keiner so verständig und weise wie du.

41,40 Du sollst über mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk gehorsam sein; allein um den königlichen Thron will ich höher sein als du.

41,41 Und weiter sprach der Pharao zu Yoseph: Siehe, ich habe dich über ganz Mitzrayim gesetzt.

41,42 Und er tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Yoseph an seine Hand und kleidete ihn mit kostbarer Leinwand und legte ihm eine goldene Kette um seinen Hals

41,43 und ließ ihn auf seinem zweiten Wagen fahren und ließ vor ihm her ausrufen: Der ist des Landes Vater! Und setzte ihn über ganz Mitzrayim.

41,44 Und der Pharao sprach zu Yoseph: Ich bin der Pharao, aber ohne deinen Willen soll niemand seine Hand oder seinen Fuß regen in ganz Mitzrayim.

41,45 Und er nannte ihn Zafenat-Paneach und gab ihm zur Frau Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters zu On.

41,46 Und Yoseph war dreißig Jahre alt, als er vor dem Pharao stand, dem König von Mitzrayim. Und er ging hinweg vom Pharao und zog durch ganz Mitzrayim.

41,47 Und das Land trug in den sieben reichen Jahren die Fülle.

41,48 Und Yoseph sammelte die ganze Ernte der sieben Jahre, da Überfluss im Lande Mitzrayim war, und tat sie in die Städte. Was an Getreide auf dem Felde rings um eine jede Stadt wuchs, das tat er hinein.

41,49 So schüttete Yoseph das Getreide auf, über die Maßen viel wie Sand am Meer, so daß er aufhörte zu zählen; denn man konnte es nicht zählen.

41,50 Und Yoseph wurden zwei Söhne geboren, bevor die Hungerzeit kam; die gebar ihm Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters zu On.

41,51 Und er nannte den ersten Manasse; denn HASHEM, sprach er, hat mich vergessen lassen all mein Unglück und mein ganzes Vaterhaus.

41,52 Den andern nannte er Ephraim; denn HASHEM, sprach er, hat mich wachsen lassen in dem Lande meines Elends.

41,53 Als nun die sieben reichen Jahre um waren im Lande Mitzrayim,

41,54 da fingen an die sieben Hungerjahre zu kommen, wie Yoseph gesagt hatte. Und es ward eine Hungersnot in allen Landen, aber in ganz Mitzrayim war Brot.

41,55 Als nun ganz Mitzrayim auch Hunger litt, schrie das Volk zum Pharao um Brot. Aber der Pharao sprach zu allen Ägyptern: Geht hin zu Yoseph; was der euch sagt, das tut.

41,56 Als nun im ganzen Lande Hungersnot war, tat Yoseph alle Kornhäuser auf und verkaufte den Ägyptern; denn der Hunger ward je länger je größer im Lande.

41,57 Und alle Welt kam nach Mitzrayim, um bei Yoseph zu kaufen; denn der Hunger war groß in allen Landen.

42. Kapitel

42,1 Als aber Yisrael sah, daß Getreide in Mitzrayim zu haben war, sprach er zu seinen Söhnen: Was seht ihr euch lange an?

42,2 Siehe, ich höre, es sei in Mitzrayim Getreide zu haben; zieht hinab und kauft uns Getreide, daß wir leben und nicht sterben.

42,3 Da zogen hinab zehn Brüder Yoseph, um in Mitzrayim Getreide zu kaufen.

42,4 Aber den Ben-Yamin, Yoseph Bruder, ließ Yisrael nicht mit seinen Brüdern ziehen; denn er sprach: Es könnte ihm ein Unfall begegnen.

42,5 So kamen die Söhne Yisraels, Getreide zu kaufen, samt andern, die mit ihnen zogen; denn es war auch im Lande Kanaan Hungersnot.

42,6 Aber Yoseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk im Lande. Als nun seine Brüder kamen, fielen sie vor ihm nieder zur Erde auf ihr Antlitz.

42,7 Und er sah sie an und erkannte sie, aber er stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: Aus dem Lande Kanaan, Getreide zu kaufen.

42,8 Aber wiewohl er sie erkannte, erkannten sie ihn doch nicht.

42,9 Und Yoseph dachte an die Träume, die er von ihnen geträumt hatte, und sprach zu ihnen: Ihr seid Kundschafter und seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist.

42,10 Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr! Deine Knechte sind gekommen, Getreide zu kaufen.

42,11 Wir sind alle eines Mannes Söhne; wir sind redlich, und deine Knechte sind nie Kundschafter gewesen.

42,12 Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid gekommen zu sehen, wo das Land offen ist.

42,13 Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwölf Brüder, eines Mannes Söhne im Lande Kanaan, und der jüngste ist noch bei unserm Vater, aber der eine ist nicht mehr vorhanden.

42,14 Yoseph sprach zu ihnen: Es ist, wie ich euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr.

42,15 Daran will ich euch prüfen: So wahr der Pharao lebt: ihr sollt nicht von hier wegkommen, es komme denn her euer jüngster Bruder!

42,16 Sendet einen von euch hin, der euren Bruder hole, ihr aber sollt gefangen sein. Daran will ich prüfen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgeht. Andernfalls - so wahr der Pharao lebt! - seid ihr Kundschafter!

42,17 Und er ließ sie zusammen in Gewahrsam legen drei Tage lang.

42,18 Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut nun dies, denn ich fürchte HASHEM:

42,19 Seid ihr redlich, so laßt einen eurer Brüder gebunden liegen in eurem Gefängnis; ihr aber zieht hin und bringt heim, was ihr gekauft habt für den Hunger.

42,20 Und bringt euren jüngsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten glauben, so daß ihr nicht sterben müsst. Und sie gingen darauf ein.

42,21 Sie sprachen aber untereinander: Das haben wir an unserem Bruder verschuldet! Denn wir sahen die Angst seiner Seele, als er uns anflehte, und wir wollten ihn nicht erhören; darum kommt nun diese Trübsal über uns.

42,22 Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagte ich's euch nicht, als ich sprach: Versündigt euch nicht an dem Knaben, doch ihr wolltet nicht hören? Nun wird sein Blut gefordert.

42,23 Sie wussten aber nicht, daß es Yoseph verstand; denn er redete mit ihnen durch einen Dolmetscher.

42,24 Und er wandte sich von ihnen und weinte. Als er sich nun wieder zu ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihrer Mitte Simeon und ließ ihn binden vor ihren Augen.

42,25 Und Yoseph gab Befehl, ihre Säcke mit Getreide zu füllen und ihnen ihr Geld wiederzugeben, einem jeden in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den Weg; und so tat man ihnen.

42,26 Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen.

42,27 Als aber einer seinen Sack auftat, daß er seinem Esel Futter gäbe in der Herberge, sah er sein Geld, das oben im Sack lag,

42,28 und sprach zu seinen Brüdern: Mein Geld ist wieder da, siehe, in meinem Sack ist es! Da entfiel ihnen ihr Herz, und sie blickten einander erschrocken an und sprachen: Warum hat HASHEM uns das angetan?

42,29 Als sie nun heimkamen zu ihrem Vater Yisrael ins Land Kanaan, sagten sie ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:

42,30 Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns für Kundschafter.

42,31 Und wir antworteten ihm: Wir sind redlich und nie Kundschafter gewesen,

42,32 sondern zwölf Brüder, unseres Vaters Söhne; einer ist nicht mehr vorhanden, und der jüngste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan.

42,33 Da sprach der Herr im Lande zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich seid: einen eurer Brüder laßt bei mir und nehmt für euer Haus, wie viel ihr bedürft, und zieht hin

42,34 und bringt euren jüngsten Bruder zu mir, so merke ich, daß ihr nicht Kundschafter, sondern redlich seid; dann will ich euch auch euren Bruder wiedergeben, und ihr mögt im Lande Handel treiben.

42,35 Und als sie die Säcke ausschütteten, fand ein jeder seinen Beutel Geld in seinem Sack. Und als sie sahen, daß es die Beutel mit ihrem Geld waren, erschraken sie samt ihrem Vater.

42,36 Da sprach Yisrael, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubt mich meiner Kinder! Yoseph ist nicht mehr da, Simeon ist nicht mehr da, Ben-Yamin wollt ihr auch wegnehmen; es geht alles über mich.

42,37 Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe, so töte meine zwei Söhne. Gib ihn nur in meine Hand, ich will ihn dir wiederbringen.

42,38 Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen; denn sein Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben. Wenn ihm ein Unfall auf dem Wege begegnete, den ihr reiset, würdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid hinunter zu den Toten bringen.

43. Kapitel

43,1 Die Hungersnot aber drückte das Land.

43,2 Und als verzehrt war, was sie an Getreide aus Mitzrayim gebracht hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Getreide.

43,3 Da antwortete ihm Yahuda und sprach: Der Mann schärfte uns das hart ein und sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit euch.

43,4 Willst du nun unsern Bruder mit uns senden, so wollen wir hinabziehen und dir zu essen kaufen.

43,5 Willst du ihn aber nicht senden, so ziehen wir nicht hinab. Denn der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer Bruder sei denn mit euch.

43,6 Yisrael sprach: Warum habt ihr so übel an mir getan, daß ihr dem Mann sagtet, daß ihr noch einen Bruder habt?

43,7 Sie antworteten: Der Mann forschte so genau nach uns und unserer Verwandtschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen Bruder? Da antworteten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir wissen, daß er sagen würde: Bringt euren Bruder mit herab?

43,8 Da sprach Yahuda zu Yisrael, seinem Vater: Lass den Knaben mit mir ziehen, daß wir uns aufmachen und reisen und leben und nicht sterben, wir und du und unsere Kinder.

43,9 Ich will Bürge für ihn sein; von meinen Händen sollst du ihn fordern. Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.

43,10 Denn wenn wir nicht gezögert hätten, wären wir wohl schon zweimal wiedergekommen.

43,11 Da sprach Yisrael, ihr Vater, zu ihnen: Wenn es denn so ist, wohlan so tut's und nehmt von des Landes besten Früchten in eure Säcke und bringt dem Manne Geschenke hinab, ein wenig Balsam und Honig, Harz und Myrrhe, Nüsse und Mandeln.

43,12 Nehmt auch anderes Geld mit euch, und das Geld, das ihr obenauf in euren Säcken wiederbekommen habt, bringt auch wieder hin. Vielleicht ist ein Irrtum da geschehen.

43,13 Dazu, nehmt euren Bruder, macht euch auf und geht wieder zu dem Manne.

43,14 Aber HASHEM gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, daß er mit euch ziehen lasse euren andern Bruder und Benyamin. Ich aber muß sein wie einer, der seiner Kinder ganz und gar beraubt ist.

43,15 Da nahmen sie diese Geschenke und das doppelte Geld mit sich, dazu Benyamin, machten sich auf, zogen nach Mitzrayim und traten vor Yoseph.

43,16 Als Yoseph sie sah mit Benyamin, sprach er zu seinem Haushalter: Führe diese Männer ins Haus und schlachte und richte zu, denn sie sollen zu Mittag mit mir essen.

43,17 Und der Mann tat, wie ihm Yoseph gesagt hatte, und führte die Männer in Yoseph Haus.

43,18 Sie fürchteten sich aber, weil sie in Yosephs Haus geführt wurden, und sprachen: Wir sind hereingeführt um des Geldes willen, das wir in unsern Säcken das vorige Mal wieder gefunden haben; man will auf uns eindringen und über uns herfallen und uns zu Sklaven machen und uns die Esel nehmen.

43,19 Darum traten sie zu Yosephs Haushalter und redeten mit ihm vor der Haustür

43,20 und sprachen: Mein Herr, wir sind das vorige Mal herabgezogen, Getreide zu kaufen,

43,21 und als wir in die Herberge kamen und unsere Säcke auftaten, siehe, da war eines jeden Geld oben in seinem Sack mit vollem Gewicht. Darum haben wir's wieder mit uns gebracht,

43,22 haben auch anderes Geld mit uns herab gebracht, Getreide zu kaufen. Wir wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsere Säcke gesteckt hat.

43,23 Er aber sprach: Seid guten Mutes, fürchtet euch nicht! HASHEM hat euch einen Schatz gegeben in eure Säcke. Euer Geld habe ich erhalten. Und er führte Simeon zu ihnen heraus

43,24 und brachte sie in Yoseph Haus, gab ihnen Wasser, daß sie ihre Füße wuschen, und gab ihren Eseln Futter.

43,25 Sie aber richteten das Geschenk zu, bis Yoseph mittags käme; denn sie hatten gehört, daß sie dort essen sollten.

43,26 Als nun Yoseph ins Haus trat, brachten sie ihm das Geschenk ins Haus, das sie mitgebracht hatten, und fielen vor ihm nieder zur Erde.

43,27 Er aber grüßte sie freundlich und sprach: Geht es eurem alten Vater gut, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch?

43,28 Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unserm Vater, gut, und er lebt noch. Und sie verneigten sich und fielen vor ihm nieder.

43,29 Und er hob seine Augen auf und sah seinen Bruder Benyamin, seiner Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer jüngster Bruder, von dem ihr mir sagtet? Und sprach weiter: HASHEM sei dir gnädig, mein Sohn!

43,30 Und Yoseph eilte hinaus; denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, und er suchte, wo er weinen könnte, und ging in seine Kammer und weinte daselbst.

43,31 Und als er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt an sich und sprach: Legt die Speisen auf!

43,32 Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den Leuten aus Mitzrayim, die mit ihm aßen, auch besonders. Denn die Leute aus Mitzrayim dürfen nicht essen mit den Hebräern; denn es ist ein Greuel für sie.

43,33 Und man setzte sie ihm gegenüber, den Erstgeborenen nach seiner Erstgeburt und den Jüngsten nach seiner Jugend. Darüber verwunderten sie sich untereinander.

43,34 Und man trug ihnen Essen auf von seinem Tisch, aber Benyamin bekam fünfmal mehr als die andern. Und sie tranken und wurden fröhlich mit ihm.

44. Kapitel

44,1 Und Yoseph befahl seinem Haushalter und sprach: Fülle den Männern ihre Säcke mit Getreide, soviel sie fortbringen, und lege jedem sein Geld oben in seinen Sack.

44,2 Und meinen silbernen Becher lege oben in des Jüngsten Sack mit dem Gelde für das Getreide. Der tat, wie ihm Yoseph gesagt hatte.

44,3 Am Morgen, als es licht ward, ließen sie die Männer ziehen mit ihren Eseln.

44,4 Als sie aber zur Stadt hinaus waren und noch nicht weit gekommen, sprach Yoseph zu seinem Haushalter: Auf, jage den Männern nach, und wenn du sie ereilst, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bösem vergolten?

44,5 Warum habt ihr den silbernen Becher gestohlen? Ist das nicht der, aus dem mein Herr trinkt und aus dem er wahrsagt? Ihr habt übel getan.

44,6 Und als er sie ereilte, redete er mit ihnen diese Worte.

44,7 Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne von deinen Knechten, solches zu tun.

44,8 Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unseren Säcken, haben wir wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Wie sollten wir da aus deines Herrn Hause Silber oder Gold gestohlen haben?

44,9 Bei wem er gefunden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; dazu wollen auch wir meines Herrn Sklaven sein.

44,10 Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei wem er gefunden wird, der sei mein Sklave, ihr aber sollt frei sein.

44,11 Und sie legten eilends ein jeder seinen Sack ab auf die Erde, und ein jeder tat seinen Sack auf.

44,12 Und er suchte und fing an beim Ältesten bis hin zum Jüngsten. Da fand sich der Becher in Ben-Yamins Sack.

44,13 Da zerrissen sie ihre Kleider, und ein jeder belud seinen Esel, und sie zogen wieder in die Stadt.

44,14 Und Yahudah ging mit seinen Brüdern in Yosephs Haus, denn er war noch dort. Und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde.

44,15 Yoseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun können? Wusstet ihr nicht, daß ein solcher Mann, wie ich bin, wahrsagen kann?

44,16 Yahudah sprach: Was sollen wir meinem Herrn sagen, oder wie sollen wir reden, und womit können wir uns rechtfertigen? HASHEM hat die Missetat deiner Knechte gefunden. Siehe, wir und der, bei dem der Becher gefunden ist, sind meines Herrn Sklaven.

44,17 Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der, bei dem der Becher gefunden ist, soll mein Sklave sein; ihr aber zieht hinauf mit Frieden zu eurem Vater.

44,18 Da trat Yahudah zu ihm und sprach: Mein Herr, lass deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn entbrenne nicht über deinen Knecht, denn du bist wie der Pharao.

44,19 Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch einen Vater oder Bruder?

44,20 Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen jungen Knaben, in seinem Alter geboren, und sein Bruder ist tot, und er ist allein übrig geblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb.

44,21 Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringt ihn herab zu mir, ich will ihm Gnade erweisen.

44,22 Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater nicht verlassen; wenn er ihn verließe, würde der sterben.

44,23 Da sprachst du zu deinen Knechten: Wenn euer jüngster Bruder nicht mit euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.

44,24 Da zogen wir hinauf zu deinem Knecht, meinem Vater, und sagten ihm meines Herrn Rede.

44,25 Da sprach unser Vater: Zieht wieder hin und kauft uns ein wenig Getreide.

44,26 Wir aber sprachen: Wir können nicht hinabziehen; nur wenn unser jüngster Bruder mit uns ist, wollen wir hinabziehen; denn wir dürfen des Mannes Angesicht nicht sehen, wenn unser jüngster Bruder nicht mit uns ist.

44,27 Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisst, daß mir meine Frau zwei Söhne geboren hat;

44,28 einer ging von mir, und ich musste mir sagen: Er ist zerrissen. Und ich hab ihn nicht gesehen bisher.

44,29 Werdet ihr diesen auch von mir nehmen und widerfährt ihm ein Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter zu den Toten bringen.

44,30 Nun, wenn ich heimkäme zu deinem Knecht, meinem Vater, und der Knabe wäre nicht mit uns, an dem er mit ganzer Seele hängt,

44,31 so wird's geschehen, daß er stirbt, wenn er sieht, daß der Knabe nicht da ist. So würden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechtes, unseres Vaters, mit Herzeleid hinunter zu den Toten bringen.

44,32 Denn ich, dein Knecht, bin Bürge geworden für den Knaben vor meinem Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben lang die Schuld tragen.

44,33 Darum lass deinen Knecht hier bleiben an des Knaben Statt als Sklaven meines Herrn und den Knaben mit seinen Brüdern hinaufziehen.

44,34 Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht mit mir ist? Ich könnte den Jammer nicht sehen, der über meinen Vater kommen würde.

45. Kapitel

45,1 Da konnte Yoseph nicht länger an sich halten vor allen, die um ihn her standen, und er rief: Laßt jedermann von mir hinausgehen! Und stand kein Mensch bei ihm, als sich Yoseph seinen Brüdern zu erkennen gab.

45,2 Und er weinte laut, daß es die Leute aus Mitzrayim und das Haus des Pharao hörten,

45,3 und sprach zu seinen Brüdern: Ich bin Yoseph. Lebt mein Vater noch? Und seine Brüder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem Angesicht.

45,4 Er aber sprach zu seinen Brüdern: Tretet doch her zu mir! Und sie traten herzu. Und er sprach: Ich bin Yoseph, euer Bruder, den ihr nach Mitzrayim verkauft habt.

45,5 Und nun bekümmert euch nicht und denkt nicht, daß ich darum zürne, daß ihr mich hierher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich HASHEM vor euch her gesandt.

45,6 Denn es sind nun zwei Jahre, daß Hungersnot im Lande ist, und sind noch fünf Jahre, daß weder Pflügen noch Ernten sein wird.

45,7 Aber HASHEM hat mich vor euch her gesandt, daß er euch übriglasse auf Erden und euer Leben erhalte zu einer großen Errettung.

45,8 Und nun, ihr habt mich nicht her gesandt, sondern HASHEM; der hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn über sein ganzes Haus und zum Herrscher über ganz Mitzrayim.

45,9 Eilt nun und zieht hinauf zu meinem Vater und sagt ihm: Das läßt dir Yoseph, dein Sohn, sagen: HASHEM hat mich zum Herrn über ganz Mitzrayim gesetzt; komm herab zu mir, säume nicht!

45,10 Du sollst im Lande Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Kinder und deine Kindeskinder, dein Kleinvieh und Großvieh und alles, was du hast.

45,11 Ich will dich dort versorgen, denn es sind noch fünf Jahre Hungersnot, damit du nicht verarmst mit deinem Hause und allem, was du hast.

45,12 Siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders Ben-Yamin, daß ich leibhaftig mit euch rede.

45,13 Verkündet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Mitzrayim und alles, was ihr gesehen habt; eilt und kommt herab mit meinem Vater hierher.

45,14 Und er fiel seinem Bruder Ben-Yamin um den Hals und weinte, und Ben-Yamin weinte auch an seinem Halse,

45,15 und er küsste alle seine Brüder und weinte an ihrer Brust. Danach redeten seine Brüder mit ihm.

45,16 Und als das Gerücht kam in des Pharao Haus, daß Yoseph Brüder gekommen wären, gefiel es dem Pharao gut und allen seinen Großen.

45,17 Und der Pharao sprach zu Yoseph: Sage deinen Brüdern: Macht es so: Beladet eure Tiere, ziehet hin!

45,18 Und wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so nehmt euren Vater und alle die Euren und kommt zu mir; ich will euch das Beste geben in Mitzrayim, daß ihr essen sollt das Fett des Landes.

45,19 Und gebiete ihnen: Macht es so: Nehmt mit euch aus Mitzrayim Wagen für eure Kinder und Frauen und bringt euren Vater mit und kommt.

45,20 Und seht euren Hausrat nicht an; denn das Beste des ganzen Landes Mitzrayim soll euer sein.

45,21 Die Söhne Yisraels taten so. Und Yoseph gab ihnen Wagen nach dem Befehl des Pharao und Zehrung auf den Weg

45,22 und gab ihnen allen, einem jeden ein Feierkleid, aber Benyamin gab er dreihundert Silberstücke und fünf Feierkleider.

45,23 Und seinem Vater sandte er zehn Esel, mit dem Besten aus Mitzrayim beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und mit Zehrung für seinen Vater auf den Weg.

45,24 Damit entließ er seine Brüder, und sie zogen hin. Und er sprach zu ihnen: Zanket nicht auf dem Wege!

45,25 So zogen sie hinauf von Mitzrayim und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Yisrael

45,26 und verkündeten ihm und sprachen: Yoseph lebt noch und ist Herr über ganz Mitzrayim! Aber sein Herz blieb kalt, denn er glaubte ihnen nicht.

45,27 Da sagten sie ihm alle Worte Yoseph, die er zu ihnen gesagt hatte. Und als er die Wagen sah, die ihm Yoseph gesandt hatte, um ihn zu holen, wurde der Geist Yisraels, ihres Vaters, lebendig.

45,28 Und Yisrael sprach: Mir ist genug, daß mein Sohn Yoseph noch lebt; ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe.

46. Kapitel

46,1 Yisrael zog hin mit allem, was er hatte. Und als er nach Beerscheba kam, brachte er Opfer dar HASHEM seines Vaters Yizzaq.

46,2 HASHEM sprach zu ihm des Nachts in einer Vision: Yisrael, Yisrael! Er sprach: Hier bin ich.

46,3 Ich bin HASHEM; fürchte dich nicht, nach Mitzrayim hinab zu ziehen; denn daselbst will ich dich zum großen Volk machen.

46,4 Ich will mit dir hinab nach Mitzrayim ziehen und will dich auch wieder heraufführen, und Yoseph soll dir mit seinen Händen die Augen zudrücken.

46,5 Da machte sich Yisrael auf von Beerscheba. Und die Söhne Yisraels hoben Yisrael, ihren Vater, mit ihren Kindern und Frauen auf die Wagen, die der Pharao gesandt hatte, um ihn zu holen,

46,6 und nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, und kamen so nach Mitzrayim, Yisrael und sein ganzes Geschlecht mit ihm.

46,7 Seine Söhne und seine Enkel, seine Töchter und seine Enkelinnen und seine ganze Nachkommenschaft brachte er mit sich nach Mitzrayim.

46,8 Dies sind die Namen der Söhne Yisraels, die nach Mitzrayim kamen: Yisrael und seine Söhne. Der erstgeborene Sohn Yisraels: Ruben.

46,9 Die Söhne Rubens: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi.

46,10 Die Söhne Simeons: Yemuël, Yamin, Ohad, Yachin, Zohar und Shaul, der Sohn der Kanaaniterin.

46,11 Die Söhne Levis: Gershon, Kehat und Merari.

46,12 Die Söhne Yahudahs: Er, Onan, Shela, Perez und Serach. Aber Er und Onan waren gestorben im Lande Kanaan. Die Söhne aber des Perez: Hezron und Hamul.

46,13 Die Söhne Yssachars: Tola, Puwa, Yashub und Shimron.

46,14 Die Söhne Sebulons: Sered, Elon und Yachleel.

46,15 Das sind die Söhne der Leah, die sie Yisrael gebar in Mesopotamien, dazu seine Tochter Dina. Die machen zusammen mit ihren Söhnen und Töchtern dreiunddreißig Seelen.

46,16 Die Söhne Gads: Zifjon, Haggi, Shuni, Ezbon, Eri, Arod und Areli.

46,17 Die Söhne Assers: Yimna, Yishwa, Yishwi, Beri, dazu Serach, ihre Schwester; und die Söhne Berias: Heber und Malkïl.

46,18 Das sind die Söhne der Silpa, die Laban seiner Tochter Lea gegeben hatte, und sie gebar Yisrael diese sechzehn Seelen.

46,19 Die Söhne Rahels, der Frau Yisraels: Yoseph und Ben-Yamin.

46,20 Und dem Yoseph wurden geboren in Mitzrayim Manasse und Ephraim, die ihm Asenat gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters zu On.

46,21 Die Söhne Ben-Yamins: Bela, Becher, Ashbel, Gera, Naaman, Ehi, Rosch, Muppim, Huppim und Ard.

46,22 Das sind die Söhne der Rahel, die Yisrael geboren wurden, zusammen vierzehn Seelen.

46,23 Der Sohn Dans: Shuham.

46,24 Die Söhne Naftalis: Yachzeel, Guni, Yezer und Shillem.

46,25 Das sind die Söhne der Bilha, die Laban seiner Tochter Rahel gegeben hatte, und sie gebar Yisrael diese sieben Seelen.

46,26 Alle Seelen, die mit Yisraels nach Mitzrayim kamen, seine Nachkommen - ausgenommen die Frauen seiner Söhne - sind alle zusammen sechsundsechzig Seelen.

46,27 Die Söhne Yosephs, die in Mitzrayim geboren sind, waren zwei Seelen; so daß alle Seelen des Hauses Yisrael, die nach Mitzrayim kamen, waren siebzig.

46,28 Und Yisrael sandte Yahudah vor sich her zu Yoseph, daß dieser ihm Goschen anwiese. Als sie in das Land Goschen kamen,

46,29 spannte Yoseph seinen Wagen an und zog hinauf seinem Vater Yisrael entgegen nach Goschen. Und als er ihn sah, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Halse.

46,30 Da sprach Yisrael zu Yoseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich dein Angesicht gesehen habe, daß du noch lebst.

46,31 Yoseph sprach zu seinen Brüdern und zu seines Vaters Hause: Ich will hinaufziehen und dem Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brüder und meines Vaters Haus sind zu mir gekommen aus dem Lande Kanaan 4

6,32 und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die Vieh haben; ihr Kleinvieh und Großvieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.

46,33 Wenn euch nun der Pharao wird rufen und sagen: Was ist euer Gewerbe?

46,34 so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die Vieh haben, von unserer Jugend an bis jetzt, wir und unsere Väter-, damit ihr wohnen dürft im Lande Goschen. Denn alle Viehhirten sind den Menschen aus Mitzrayim ein Greuel.

47. Kapitel

47,1 Da kam Yoseph und sagte es dem Pharao an und sprach: Mein Vater und meine Brüder, ihr Kleinvieh und Großvieh und alles, was sie haben, sind gekommen aus dem Lande Kanaan, und siehe, sie sind im Lande Goschen.

47,2 Und er nahm von allen seinen Brüdern fünf und stellte sie vor den Pharao.

47,3 Da sprach der Pharao zu seinen Brüdern: Was ist euer Gewerbe? Sie antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Väter.

47,4 Und sagten weiter zum Pharao: Wir sind gekommen, bei euch zu wohnen im Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide für ihr Vieh, so hart drückt die Hungersnot das Land Kanaan. So lass doch nun deine Knechte im Land Goschen wohnen.

47,5 Der Pharao sprach zu Yoseph: Es ist dein Vater, und es sind deine Brüder, die zu dir gekommen sind.

47,6 Das Land Mitzrayim steht dir offen, lass sie am besten Ort des Landes wohnen, lass sie im Lande Goschen wohnen, und wenn du weißt, daß Leute unter ihnen sind, die tüchtig sind, so setze sie über mein Vieh.

47,7 Yoseph brachte auch seinen Vater Yisrael hinein und stellte ihn vor den Pharao. Und Yisrael segnete den Pharao.

47,8 Der Pharao aber fragte Yisrael: Wie alt bist du?

47,9 Yisrael sprach zum Pharao: Die Zeit meiner Wanderschaft ist hundertunddreißig Jahre; wenig und böse ist die Zeit meines Lebens und reicht nicht heran an die Zeit meiner Väter in ihrer Wanderschaft.

47,10 Yisrael segnete den Pharao und ging hinaus von ihm.

47,11 Aber Yoseph ließ seinen Vater und seine Brüder in Mitzrayim wohnen und gab ihnen Besitz am besten Ort des Landes, im Lande Ramses, wie der Pharao geboten hatte.

47,12 Und er versorgte seinen Vater und seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot, einen jeden nach der Zahl seiner Kinder.

47,13 Es war aber kein Brot im ganzen Lande; denn die Hungersnot war sehr schwer, so daß Mitzrayim und Kanaan verschmachteten vor Hunger.

47,14 Und Yoseph brachte alles Geld zusammen, das in Mitzrayim und Kanaan gefunden wurde, für das Getreide, das sie kauften; und er tat alles Geld in das Haus des Pharao.

47,15 Als es nun an Geld gebrach im Lande Mitzrayim und in Kanaan, kamen alle Leute aus Mitzrayim zu Yoseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum läßt du uns vor dir sterben, nun wir ohne Geld sind?

47,16 Yoseph sprach: Schafft euer Vieh her, so will ich euch Brot als Entgelt für das Vieh geben, weil ihr ohne Geld seid.

47,17 Da brachten sie Yoseph ihr Vieh, und er gab ihnen Brot als Entgelt für ihre Pferde, Schafe, Rinder und Esel. So ernährte er sie mit Brot das Jahr hindurch für all ihr Vieh.

47,18 Als das Jahr um war, kamen sie zu ihm im zweiten Jahr und sprachen zu ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, daß nicht allein das Geld, sondern auch alles Vieh dahin ist an unsern Herrn, und ist nichts mehr übrig vor unserm Herrn als nur unsere Leiber und unser Feld.

47,19 Warum läßt du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und unser Land für Brot, das wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; gib uns Korn zur Saat, daß wir leben und nicht sterben und das Feld nicht wüst werde.

47,20 So kaufte Yoseph dem Pharao das ganze Mitzrayim. Denn die Menschen in Mitzrayim verkauften ein jeder seinen Acker, weil die Hungersnot schwer auf ihnen lag. Und so wurde das Land dem Pharao zu eigen.

47,21 Und er machte das Volk leibeigen von einem Ende Mitzrayims bis ans andere.

47,22 Ausgenommen das Feld der Priester, das kaufte er nicht; denn es war vom Pharao für die Priester verordnet, daß sie sich nähren sollten von dem Landanteil, den er ihnen gegeben hatte. Darum durften sie ihr Feld nicht verkaufen.

47,23 Da sprach Yoseph zu dem Volk: Siehe, ich hab heute euch und euer Feld für den Pharao gekauft; siehe, da habt ihr Korn zur Saat, und nun besäet das Feld.

47,24 Und von dem Getreide sollt ihr den Fünften dem Pharao geben; vier Teile sollen euer sein, das Feld zu besäen und zu eurer Speise und für euer Haus und eure Kinder.

47,25 Sie sprachen: Du hast uns beim Leben erhalten; lass uns nur Gnade finden vor dir, unserm Herrn, dann wollen wir dem Pharao leibeigen sein.

47,26 So machte es Yoseph zum Gesetz bis auf diesen Tag, den Fünften vom Feld der Menschen aus Mitzrayim dem Pharao zu geben; ausgenommen blieb das Feld der Priester, das wurde nicht dem Pharao zu eigen.

47,27 So wohnte Yisrael in Mitzrayim im Lande Goschen, und sie hatten es inne und wuchsen und mehrten sich sehr.

47,28 Und Yisrael lebte siebzehn Jahre in Mitzrayim, das sein ganzes Alter wurde hundertundsiebenundvierzig Jahre.

47,29 Als nun die Zeit herbeikam, daß Israel sterben sollte, rief er seinen Sohn Yoseph und sprach zu ihm: Hab ich Gnade vor dir gefunden, so lege deine Hand unter meine Hüfte, daß du die Liebe und Treue an mir tust und begrabest mich nicht in Mitzrayim,

47,30 sondern ich will liegen bei meinen Vätern, und du sollst mich aus Mitzrayim führen und in ihrem Grab begraben. Er sprach: Ich will tun, wie du gesagt hast.

47,31 Er aber sprach: So schwöre mir. Und er schwor ihm. Da neigte sich Yisrael anbetend über das Kopfende des Bettes hin.

48. Kapitel

48,1 Danach wurde Yoseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit sich seine beiden Söhne Manashe und Ephraim.

48,2 Da wurde Yisrael angesagt: Siehe, dein Sohn Yoseph kommt zu dir. Und Israel machte sich stark und setzte sich auf im Bett

48,3 und sprach zu Yoseph: HASHEM erschien mir zu Lus im Lande Kanaan und segnete mich

48,4 und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und will dich zu einer Menge von Völkern machen und will dies Land zu eigen geben deinen Nachkommen für alle Zeit.

48,5 So sollen nun deine beiden Söhne Ephraim und Manashe, die dir geboren sind in Mitzrayim, ehe ich hergekommen bin zu dir, mein sein gleichwie Ruben und Simeon.

48,6 Die du aber nach ihnen zeugst, sollen dein sein und genannt werden nach dem Namen ihrer Brüder in deren Erbteil.

48,7 Und als ich aus Mesopotamien kam, starb mir Rahel im Land Kanaan auf der Reise, als noch eine Strecke Weges war nach Efrata, und ich begrub sie dort an dem Wege nach Efrata, das nun Bethlehem heißt.

48,8 Und Israel sah die Söhne Yosephs und sprach: Wer sind die?

48,9 Yoseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Söhne, die mir HASHEM hier gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, daß ich sie segne.

48,10 Denn die Augen Israels waren schwach geworden vor Alter, und er konnte nicht mehr sehen. Und Yoseph brachte sie zu ihm. Er aber küsste sie und herzte sie

48,11 und sprach zu Yoseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, was ich nicht gedacht hätte, und siehe, HASHEM hat mich auch deine Söhne sehen lassen.

48,12 Und Yoseph: nahm sie von seinem Schoß und verneigte sich vor ihm zur Erde.

48,13 Dann nahm sie Yoseph: beide, Ephraim an seine rechte Hand gegenüber Israels linker Hand und Manashe an seine linke Hand gegenüber Israels rechter Hand, und brachte sie zu ihm.

48,14 Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, des Jüngeren, Haupt und seine linke auf Manashe Haupt und kreuzte seine Arme, obwohl Manashe der Erstgeborene war.

48,15 Und er segnete Yoseph und sprach: HASHEM, vor dem meine Väter Abraham und Isaak gewandelt sind, HASHEM, der mein Hirte gewesen ist mein Leben lang bis auf diesen Tag,

48,16 der Malachim, der mich erlöst hat von allem Übel, der segne die Knaben, daß durch sie mein und meiner Väter Abraham und Isaak Name fortlebe, daß sie wachsen und viel werden auf Erden.

48,17 Als aber Yoseph sah, daß sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt legte, missfiel es ihm, und er fasste seines Vaters Hand, daß er sie von Ephraims Haupt auf Manashes Haupt wendete,

48,18 und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater, dieser ist der Erstgeborene; lege deine rechte Hand auf sein Haupt.

48,19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich weiß wohl, mein Sohn, ich weiß wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird groß sein, aber sein jüngerer Bruder wird größer als er werden, und sein Geschlecht wird eine Menge von Völkern werden.

48,20 So segnete er sie an jenem Tage und sprach: Wer in Israel jemanden segnen will, der sage: HASHEM mache dich wie Ephraim und Manashe! Und so setzte er Ephraim vor Manashe.

48,21 Und Yisrael sprach zu Yoseph: Siehe, ich sterbe; aber HASHEM wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Väter.

48,22 Ich gebe dir ein Stück Land vor deinen Brüdern, das ich mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe.

49. Kapitel

49,1 Und Yisrael berief seine Söhne und sprach: Versammelt euch, daß ich euch verkünde, was euch begegnen wird in künftigen Zeiten.

49,2 Kommt zuhauf und höret zu, ihr Söhne Yisrael, und höret euren Vater Yisrael.

49,3 Ruben, mein erster Sohn bist du, meine Kraft und der Erstling meiner Stärke, der Oberste in der Würde und der Oberste in der Macht.

49,4 Weil du aufwalltest wie Wasser, sollst du nicht der Oberste sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du mein Bett entweiht, das du bestiegst.

49,5 Die Brüder Simeon und Levi, ihre Schwerter sind mörderische Waffen.

49,6 Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und mein Herz sei nicht in ihrer Versammlung; denn in ihrem Zorn haben sie Männer gemordet, und in ihrem Mutwillen haben sie Stiere gelähmt.

49,7 Verflucht sei ihr Zorn, daß er so heftig ist, und ihr Grimm, daß er so grausam ist. Ich will sie versprengen in Yisrael und zerstreuen in Yisrael.

49,8 Yahudah, du bist's! Dich werden deine Brüder preisen. Deine Hand wird deinen Feinden auf dem Nacken sein, vor dir werden deines Vaters Söhne sich verneigen.

49,9 Yahudah ist ein junger Löwe. Du bist hochgekommen, mein Sohn, vom Raube. Wie ein Löwe hat er sich hingestreckt und wie eine Löwin sich gelagert. Wer will ihn aufstören?

49,10 Es wird das Zepter von Yahudah nicht weichen noch der Stab des Herrschers von seinen Füßen, bis daß der Held komme, und ihm werden die Völker anhangen.

49,11 Er wird seinen Esel an den Weinstock binden und seiner Eselin Füllen an die edle Rebe. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in Traubenblut.

49,12 Seine Augen sind dunkel von Wein und seine Zähne weiß von Milch.

49,13 Sebulon wird am Gestade des Meeres wohnen und am Gestade der Schiffe und reichen bis Sidon.

49,14 Yssachar wird ein knochiger Esel sein und sich lagern zwischen den Sattelkörben.

49,15 Und er sah die Ruhe, daß sie gut ist, und das Land, daß es lieblich ist; da hat er seine Schultern geneigt, zu tragen, und ist ein fronpflichtiger Knecht geworden.

49,16 Dan wird Richter sein in seinem Volk wie nur irgend ein Stamm in Yisrael.

49,17 Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem Steige und das Pferd in die Fersen beißen, daß sein Reiter zurückfalle.

49,18 HASHEM, ich warte auf dein YAH-SHUAH!

49,19 Gad wird gedrängt werden von Kriegshaufen, er aber drängt ihnen nach auf der Ferse.

49,20 Assers Brot wird fett sein, und er wird leckere Speise wie für Könige geben.

49,21 Naftali ist ein schneller Hirsch, er gibt schöne Rede.

49,22 Yoseph wird wachsen, er wird wachsen wie ein Baum an der Quelle, daß die Zweige emporsteigen über die Mauer.

49,23 Und wiewohl ihn die Schützen erzürnen und gegen ihn kämpfen und ihn verfolgen,

49,24 so bleibt doch sein Bogen fest und seine Arme und Hände stark durch die Hände HASHEM's in Yisrael, durch ihn, den Hirten und Fels Israels.

49,25 Von deines Vaters HASHEM werde dir geholfen, und von HASHEM seist du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Flut, die drunten liegt, mit Segen der Brüste und des Mutterleibes.

49,26 Die Segnungen deines Vaters waren stärker als die Segnungen der ewigen Berge, die köstlichen Güter der ewigen Hügel. Mögen sie kommen auf das Haupt Yosephs und auf den Scheitel des Geweihten unter seinen Brüdern!

49,27 Benyamin ist ein reißender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen und des Abends wird er Beute austeilen.

49,28 Das sind die zwölf Stämme Israels alle, und das ist's, was ihr Vater zu ihnen geredet hat, als er sie segnete, einen jeden mit einem besonderen Segen.

49,29 Und Yisrael gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem Volk; begrabt mich bei meinen Vätern in der Höhle auf dem Acker Efrons, des Hetiters,

49,30 in der Höhle auf dem Felde von Machpela, die östlich von Mamre liegt im Lande Kanaan, die Abraham kaufte samt dem Acker von Efron, dem Hetiter, zum Erbbegräbnis.

49,31 Da haben sie Abraham begraben und Sarah, seine Frau. Da haben sie auch Isaak begraben und Rivqah, seine Frau. Da habe ich auch Leah begraben,

49,32 in dem Acker und der Höhle, die von den Hetitern gekauft ist.

49,33 Und als Yisrael dies Gebot an seine Söhne vollendet hatte, tat er seine Füße zusammen auf dem Bett und verschied und wurde versammelt zu seinen Vätern.

50. Kapitel

50,1 Da warf sich Yoseph: über seines Vaters Angesicht und weinte über ihm und küsste ihn.

50,2 Und Yoseph: befahl seinen Dienern, den Ärzten, daß sie seinen Vater zum Begräbnis salbten. Und die Ärzte salbten Yisrael,

50,3 bis vierzig Tage um waren; denn so lange währen die Tage der Salbung. Und die Bewohner von Mitzrayim beweinten ihn siebzig Tage.

50,4 Als nun die Trauertage vorüber waren, redete Yoseph mit den Leuten des Pharao und sprach: Hab ich Gnade vor euch gefunden, so redet mit dem Pharao und sprecht:

50,5 Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und wiederkommen.

50,6 Der Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm geschworen hast.

50,7 Da zog Yoseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm alle Großen des Pharao, die Ältesten seines Hauses und alle Ältesten des Landes Mitzrayim,

50,8 dazu das ganze Haus Yoseph und seine Brüder und die vom Hause seines Vaters. Allein ihre Kinder, Schafe und Rinder ließen sie im Lande Goshen.

50,9 Und es zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Gespanne, und es war ein sehr großes Heer.

50,10 Als sie nun nach Goren-Atad kamen, das jenseits des Jordans liegt, da hielten sie eine sehr große und feierliche Klage. Und Yoseph hielt Totenklage über seinen Vater sieben Tage.

50,11 Und als die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei Goren-Atad sahen, sprachen sie: Die Bewohner von Mitsrayim halten da große Klage. Daher nennt man den Ort «Der Ägypter Klage»; er liegt jenseits des Jordans.

50,12 Und seine Söhne taten, wie er ihnen befohlen hatte,

50,13 und brachten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der Höhle auf dem Felde von Machpela, die Abraham gekauft hatte mit dem Acker zum Erbbegräbnis von Efron, dem Hetiter, gegenüber Mamre.

50,14 Als sie ihn nun begraben hatten, zog Yoseph wieder nach Mitzrayim mit seinen Brüdern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen Vater zu begraben.

50,15 Die Brüder Yosephs aber fürchteten sich, als ihr Vater gestorben war, und sprachen: Yoseph könnte uns gram sein und uns alle Bosheit vergelten, die wir an ihm getan haben.

50,16 Darum ließen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und sprach:

50,17 So sollt ihr zu Yoseph sagen: Vergib doch deinen Brüdern die Missetat und ihre Sünde, daß sie so übel an dir getan haben. Nun vergib doch diese Missetat uns, den Dienern HASHEM's deines Vaters! Aber Yoseph weinte, als sie solches zu ihm sagten.

50,18 Und seine Brüder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte.

50,19 Yoseph aber sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Stehe ich denn an HASHEM Statt?

50,20 Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber HASHEM gedachte es gut zu machen, um zu tun, was jetzt am Tage ist, nämlich am Leben zu erhalten ein großes Volk.

50,21 So fürchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder versorgen. Und er tröstete sie und redete freundlich mit ihnen.

50,22 So wohnte Yoseph in Mitzrayim mit seines Vaters Hause und lebte hundertundzehn Jahre.

50,23 und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Auch die Söhne von Machir, Manasses Sohn, wurden dem Hause Yoseph zugerechnet.

50,24 Und Yoseph sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe; aber HASHEM wird euch gnädig heimsuchen und aus diesem Lande führen in das Land, das er Abraham, Isaak und Yisrael zu geben geschworen hat.

50,25 Darum nahm er einen Eid von den Söhnen Yisraels und sprach: Wenn euch HASHEM heimsuchen wird, so nehmt meine Gebeine mit von hier.

50,26 Und Yoseph starb, als er hundertundzehn Jahre alt war. Und sie salbten ihn und legten ihn in einen Sarg in Mitzrayim.

 

 
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