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Das Buch Devarim (Worte)

DAS FÜNFTE BUCH MOSE (Deuteronomium)

11. Kapitel

11,1 So sollst du nun HASHEM lieben und sein Gesetz, seine Ordnungen, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang.

11,2 Und erkennt heute, was eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, nämlich die Erziehung durch HASHEM, dazu seine Herrlichkeit, seine mächtige Hand und seinen ausgereckten Arm

11,3 und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den Mitzriten, an dem Pharao, dem König von Mitzrayim, und an seinem ganzen Lande;

11,4 und was er an der Heeresmacht der Mitzrite getan hat, an ihren Rossen und Wagen, wie er das Wasser des Schilfmeers über sie brachte, als sie euch nachjagten und sie HASHEM umkommen ließ, bis auf diesen Tag;

11,5 und was er euch getan hat in der Wüste, bis ihr an diesen Ort gekommen seid,

11,6 was er Datan und Abiram getan hat, den Söhnen Eliabs, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit all ihren Leuten und ihren Zelten und allem ihrem Gut, das sie erworben hatten, mitten unter ganz Israel.

11,7 Denn eure Augen haben die großen Werke HASHEM's gesehen, die er getan hat. Segen des Gehorsams - Fluch des Ungehorsams

11,8 Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf daß ihr stark werdet, hineinzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr zieht, es einzunehmen,

11,9 und daß du lange lebest in dem Lande, das HASHEM wie er euren Vätern geschworen hat, ihnen und ihren Nachkommen geben will, ein Land, darin Milch und Honig fließt.

11,10 Denn das Land, in das du kommst, es einzunehmen, ist nicht wie Mitzrayimland, von dem ihr ausgezogen seid, wo du deinen Samen säen und selbst tränken mußtest wie einen Garten,

11,11 sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel tränkt, -

11,12 ein Land, auf das HASHEM achthat und die Augen HASHEM's immerdar sehen vom Anfang des Jahres bis an sein Ende.

11,13 Werdet ihr nun auf meine Gebote hören, die ich euch heute gebiete, daß ihr HASHEM liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele,

11,14 so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frühregen und Spätregen, daß du einsammelst dein Getreide, deinen Wein und dein Öl,

11,15 und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, daß ihr esset und satt werdet.

11,16 Hütet euch aber, daß sich euer Herz nicht betören lasse, daß ihr abfallet und dienet andern Göttern und betet sie an,

11,17 und daß dann der Zorn HASHEM's entbrenne über euch und schließe den Himmel zu, so daß kein Regen kommt und die Erde ihr Gewächs nicht gibt und ihr bald ausgetilgt werdet aus dem guten Lande, das euch HASHEM gegeben hat.

11,18 So nehmt nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand und macht sie zum Merkzeichen zwischen euren Augen

11,19 und lehrt sie eure Kinder, daß du davon redest, wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst.

11,20 Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,

11,21 auf daß ihr und eure Kinder lange lebt in dem Lande, das HASHEM wie er deinen Vätern geschworen hat, ihnen geben will, solange die Tage des Himmels über der Erde währen.

11,22 Denn wenn ihr diese Gebote alle halten werdet, die ich euch gebiete, und danach tut, daß ihr HASHEM liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget,

11,23 so wird HASHEM alle diese Völker vor euch her vertreiben, daß ihr größere und stärkere Völker beerbt, als ihr es seid.

11,24 Alles Land, darauf eure Fußsohle tritt, soll euer sein: von der Wüste bis an den Berg Libanon und von dem Strom Euphrat bis ans Meer im Westen soll euer Gebiet sein.

11,25 Niemand wird euch widerstehen können. Furcht und Schrecken vor euch wird HASHEM über alles Land kommen lassen, das ihr betretet, wie er euch zugesagt hat.

11,26 Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:

11,27 den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten HASHEM's die ich euch heute gebiete;

11,28 den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten HASHEM's und abweicht von dem Wege, den ich euch heute gebiete, daß ihr andern Göttern nachwandelt, die ihr nicht kennt.

11,29 Wenn dich nun HASHEM in das Land bringt, in das du kommen sollst, es einzunehmen, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Ebal,

11,30 die jenseits des Jordans liegen an der Straße gegen Sonnenuntergang im Lande der Kanaaniter, die im Jordantal wohnen, Gilgal gegenüber bei der Eiche More.

11,31 Denn ihr werdet über den Jordan gehen, daß ihr hineinkommt, das Land einzunehmen, das euch HASHEM gegeben hat, damit ihr's einnehmt und darin wohnt.

11,32 So habt nun acht, daß ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich euch heute vorlege.

12. Kapitel

12,1 Dies sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, daß ihr danach tut im Lande, das HASHEM deiner Väter, dir gegeben hat, es einzunehmen, solange du im Lande lebst:

12,2 Zerstört alle Stätten, wo die Heiden, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hügeln oder unter grünen Bäumen,

12,3 und reißt um ihre Altäre und zerbrecht ihre Steinmale und verbrennt mit Feuer ihre geweihtenn Pfähle, zerschlagt die Bilder ihrer Götzen und vertilgt ihren Namen von jener Stätte.

12,4 Ihr sollt HASHEM so nicht dienen,

12,5 sondern die Stätte, die HASHEM erwählen wird aus allen euren Stämmen, daß er seinen Namen daselbst wohnen läßt, sollt ihr aufsuchen und dahin kommen.

12,6 Dorthin sollt ihr bringen eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und eure Abgaben, eure Gelübdeopfer, eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt eurer Rinder und Schafe.

12,7 Und ihr und euer Haus sollt dort vor HASHEM essen und fröhlich sein über alles, was eure Hand erworben hat, womit euch HASHEM gesegnet hat.

12,8 Ihr sollt es nicht so halten, wie wir es heute hier tun, ein jeder, was ihm recht dünkt.

12,9 Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das dir HASHEM geben wird.

12,10 Ihr werdet aber über den Jordan gehen und in dem Lande wohnen, das euch HASHEM zum Erbe austeilen wird, und er wird euch Ruhe geben vor allen euren Feinden um euch her, und ihr werdet sicher wohnen.

12,11 Wenn nun HASHEM eine Stätte erwählt, daß sein Name daselbst wohne, sollt ihr dahin bringen alles, was ich euch gebiete: eure Brandopfer, eure Schlachtopfer, eure Zehnten, eure Abgaben und alle eure auserlesenen Gelübdeopfer, die ihr HASHEM geloben werdet.

12,12 Und ihr sollt fröhlich sein vor HASHEM ihr und eure Söhne und eure Töchter, eure Knechte und eure Mägde und die Leviten, die in euren Städten wohnen; denn sie haben weder Anteil noch Erbe mit euch.

12,13 Hüte dich, daß du deine Brandopfer nicht an jeder Stätte opferst, die du siehst;

12,14 sondern an der Stätte, die HASHEM erwählt in einem deiner Stämme, da sollst du dein Brandopfer opfern und alles tun, was ich dir gebiete.

12,15 Doch darfst du in allen deinen Städten ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen nach dem Segen HASHEM's den er dir gegeben hat. Der Reine wie der Unreine dürfen davon essen, so wie man Reh oder Hirsch ißt.

12,16 Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gießen wie Wasser.

12,17 Du darfst aber nicht essen in deinen Städten vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls, auch nicht von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe oder von irgendeiner Gabe, die du gelobt hast, oder von deinem freiwilligen Opfer oder von deiner gesegneteb Abgabe,

12,18 sondern vor HASHEM sollst du das alles essen an der Stätte, die HASHEM erwählt, du und deine Söhne, deine Töchter, deine Knechte, deine Mägde und der Levit, der in deiner Stadt lebt, und sollst fröhlich sein vor HASHEM über alles, was deine Hand erworben hat.

12,19 Und hüte dich, daß du den Leviten nicht leer ausgehen läßt, solange du in deinem Lande lebst.

12,20 Wenn aber HASHEM dein Gebiet erweitern wird, wie er dir zugesagt hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen-, weil es dich gelüstet, Fleisch zu essen, so iß Fleisch ganz nach Herzenslust.

12,21 Ist aber die Stätte fern von dir, die HASHEM erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen Rindern oder Schafen, die dir HASHEM gegeben hat, wie ich dir geboten habe, und iß es in deiner Stadt ganz nach Herzenslust.

12,22 So wie man Reh oder Hirsch ißt, darfst du es essen; der Reine wie der Unreine dürfen's beide essen.

12,23 Allein achte darauf, daß du das Blut nicht ißt; denn das Blut ist das Leben; darum sollst du nicht zugleich mit dem Fleisch das Leben essen,

12,24 sondern du sollst das Blut auf die Erde gießen wie Wasser

12,25 und sollst es nicht essen, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir, weil du getan hast, was recht ist vor HASHEM.

12,26 Aber deine Gaben, die dir geboten sind, und was du gelobst, das sollst du aufladen und an die Stätte bringen, die HASHEM erwählt hat,

12,27 und sollst dein Brandopfer mit Fleisch und Blut legen auf den Altar HASHEM's. Das Blut deiner Schlachtopfer soll gegossen werden auf den Altar HASHEM's aber das Fleisch sollst du essen.

12,28 Sieh zu und höre auf alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf daß dir's wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, weil du getan hast, was recht und wohlgefällig ist vor HASHEM.

12,29 Wenn HASHEM vor dir her die Völker ausrottet, zu denen du kommst, ihr Land einzunehmen, und du es eingenommen hast und darin wohnst,

12,30 so hüte dich, daß du dich nicht verführen läßt, es ihnen nachzutun, nachdem sie vertilgt sind vor dir, und daß du nicht fragst nach ihren Göttern und sprichst: Wie haben diese Völker ihren Göttern gedient? Ebenso will auch ich es tun!

12,31 So sollst du HASHEM nicht dienen; denn sie haben ihren Göttern alles getan, was HASHEM ein Greuel ist und was er haßt; denn sie haben ihren Göttern sogar ihre Söhne und Töchter mit Feuer verbrannt.

13. Kapitel

13,1 Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten und danach tun. Ihr sollt nichts dazutun und nichts davon tun.

13,2 Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt

13,3 und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Laß uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen,

13,4 so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn HASHEM versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele liebhabt.

13,5 HASHEM sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.

13,6 Der Prophet aber oder der Träumer soll sterben, weil er euch gelehrt hat, abzufallen von HASHEM der euch aus Mitzrayimland geführt und dich aus der Knechtschaft erlöst hat, und weil er dich von dem Wege abbringen wollte, auf dem du wandeln sollst, wie HASHEM geboten hat -, auf daß du das Böse aus deiner Mitte wegtust.

13,7 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn oder deine Tochter oder deine Frau in deinen Armen oder dein Freund, der dir so lieb ist wie dein Leben, heimlich überreden würde und sagen: Laß uns hingehen und andern Göttern dienen, die du nicht kennst noch deine Väter,

13,8 von den Göttern der Völker, die um euch her sind, sie seien dir nah oder fern, von einem Ende der Erde bis ans andere,

13,9 so willige nicht ein und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge ihn nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen und seine Schuld nicht verheimlichen,

13,10 sondern sollst ihn zum Tode bringen. Deine Hand soll die erste wider ihn sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks.

13,11 Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich abbringen wollen von HASHEM der dich aus Mitzrayimland, aus der Knechtschaft, geführt hat,

13,12 auf daß ganz Israel aufhorche und sich fürchte und man nicht mehr solch Böses tue unter euch.

13,13 Wenn du von irgendeiner Stadt, die dir HASHEM gegeben hat, darin zu wohnen, sagen hörst:

13,14 Es sind etliche Leute aufgetreten aus deiner Mitte und haben die Bürger ihrer Stadt verführt und gesagt: Laßt uns hingehen und andern Göttern dienen, die ihr nicht kennt,

13,15 so sollst du gründlich suchen, forschen und fragen. Und wenn sich findet, daß es gewiß ist, daß solch ein Greuel unter euch geschehen ist,

13,16 so sollst du die Bürger dieser Stadt erschlagen mit der Schärfe des Schwerts und an ihr den Bann vollstrecken, an allem, was darin ist, auch an ihrem Vieh, mit der Schärfe des Schwerts.

13,17 Und alles, was in ihr erbeutet wird, sollst du sammeln mitten auf dem Marktplatz und mit Feuer verbrennen die Stadt und alle ihre Beute als ein Ganzopfer für HASHEM daß sie in Trümmern liege für immer und nie wieder aufgebaut werde.

13,18 Und laß nichts von dem, was dem Bann verfallen ist, an deiner Hand kleben, auf daß HASHEM von seinem grimmigen Zorn abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vätern geschworen hat,

13,19 wenn du der Stimme HASHEM's gehorchst und alle seine Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, daß du tust, was recht ist vor den Augen HASHEM's.

14. Kapitel

14,1 Ihr seid Kinder HASHEM's. Ihr sollt euch um eines Toten willen nicht wund ritzen noch kahl scheren über den Augen.

14,2 Denn du bist ein auserwähltes Volk HASHEM's und HASHEM hat dich erwählt, daß du sein Eigentum seist, aus allen Völkern, die auf Erden sind.

14,3 Du sollst nichts essen, was dem HASHEM ein Greuel ist.

14,4 Dies aber sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind, Schaf, Ziege,

14,5 Hirsch, Reh, Damhirsch, Steinbock, Gemse, Auerochs und Antilope.

14,6 Jedes Tier, das gespaltene Klauen hat, ganz durchgespalten, und das wiederkäut, dürft ihr essen.

14,7 Diese Tiere aber sollt ihr nicht essen unter denen, die wiederkäuen und die gespaltene Klauen haben: das Kamel, den Hasen und den Klippdachs, die wiederkäuen, deren Klauen aber nicht ganz durchgespalten sind; darum sollen sie euch unrein sein.

14,8 Das Schwein, das zwar durchgespaltene Klauen hat, aber nicht wiederkäut, soll euch darum unrein sein. Ihr Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrühren.

14,9 Dies ist, was ihr essen dürft von allem, was im Wasser lebt: alles, was Flossen und Schuppen hat, dürft ihr essen.

14,10 Was aber weder Flossen noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; denn es ist euch unrein.

14,11 Alle reinen Vögel esset.

14,12 Diese aber sind es, die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, der Fischaal,

14,13 der Taucher, die Weihe, der Geier mit seinen Arten

14,14 und alle Raben mit ihren Arten,

14,15 der Strauß, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seinen Arten,

14,16 das Käuzchen, der Uhu, die Fledermaus,

14,17 die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,

14,18 der Reiher, der Häher mit seinen Arten, der Wiedehopf, die Schwalbe.

14,19 Auch alles, was Flügel hat und kriecht, soll euch unrein sein, und ihr sollt es nicht essen.

14,20 Die reinen Vögel dürft ihr essen.

14,21 Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deiner Stadt darfst du's geben, daß er's esse oder daß er's verkaufe einem Ausländer; denn du bist ein auserwähltes Volk HASHEM's. Du sollst das Böcklein nicht kochen in der Milch seiner Mutter.

14,22 Du sollst alle Jahre den Zehnten absondern von allem Ertrag deiner Saat, der aus deinem Acker kommt,

14,23 und sollst davon essen vor HASHEM an der Stätte, die er erwählt, daß sein Name daselbst wohne, nämlich vom Zehnten deines Getreides, deines Weins, deines Öls und von der Erstgeburt deiner Rinder und deiner Schafe, auf daß du fürchten lernst HASHEM dein Leben lang.

14,24 Wenn aber der Weg zu weit ist für dich, daß du's nicht hintragen kannst, weil die Stätte dir zu fern ist, die HASHEM erwählt hat, daß er seinen Namen daselbst wohnen lasse, wenn HASHEM dich gesegnet hat,

14,25 so mache es zu Geld und nimm das Geld in deine Hand und geh an die Stätte, die HASHEM erwählt hat,

14,26 und gib das Geld für alles, woran dein Herz Lust hat, es sei für Rinder, Schafe, Wein, starkes Getränk oder für alles, was dein Herz wünscht, und iß dort vor HASHEM und sei fröhlich, du und dein Haus

14,27 und der Levit, der in deiner Stadt lebt; den sollst du nicht leer ausgehen lassen, denn er hat weder Anteil noch Erbe mit dir.

14,28 Alle drei Jahre sollst du aussondern den ganzen Zehnten vom Ertrag dieses Jahres und sollst ihn hinterlegen in deiner Stadt.

14,29 Dann soll kommen der Levit, der weder Anteil noch Erbe mit dir hat, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben, und sollen essen und sich sättigen, auf daß dich HASHEM segne in allen Werken deiner Hand, die du tust.

15. Kapitel

15,1 Alle sieben Jahre sollst du ein Erlaßjahr halten.

15,2 So aber soll's zugehen mit dem Erlaßjahr: Wenn einer seinem Nächsten etwas geborgt hat, der soll's ihm erlassen und soll's nicht eintreiben von seinem Nächsten oder von seinem Bruder; denn man hat ein Erlaßjahr ausgerufen für HASHEM.

15,3 Von einem Ausländer darfst du es eintreiben; aber dem, der dein Bruder ist, sollst du es erlassen.

15,4 Es sollte überhaupt kein Armer unter euch sein; denn HASHEM wird dich segnen in dem Lande, das dir HASHEM zum Erbe geben wird,

15,5 wenn du nur der Stimme HASHEM gehorchst und alle diese Gebote hältst, die ich dir heute gebiete, daß du danach tust!

15,6 Denn HASHEM wird dich segnen, wie er dir zugesagt hat. Dann wirst du vielen Völkern leihen, doch du wirst von niemand borgen; du wirst über viele Völker herrschen, doch über dich wird niemand herrschen.

15,7 Wenn einer deiner Brüder arm ist in irgendeiner Stadt in deinem Lande, das HASHEM dir geben wird, so sollst du dein Herz nicht verhärten und deine Hand nicht zuhalten gegenüber deinem armen Bruder,

15,8 sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, soviel er Mangel hat.

15,9 Hüte dich, daß nicht in deinem Herzen ein arglistiger Gedanke aufsteige, daß du sprichst: Es naht das siebente Jahr, das Erlaßjahr -, und daß du deinen armen Bruder nicht unfreundlich ansiehst und ihm nichts gibst; sonst wird er wider dich zu HASHEM rufen, und bei dir wird Sünde sein.

15,10 Sondern du sollst ihm geben, und dein Herz soll sich's nicht verdrießen lassen, daß du ihm gibst; denn dafür wird dich HASHEM segnen in allen deinen Werken und in allem, was du unternimmst.

15,11 Es werden allezeit aArme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, daß du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrängt und arm ist in deinem Lande. Über die Freilassung hebräischer Sklaven

15,12 Wenn sich dein Bruder, ein Hebräer oder eine Hebräerin, dir verkauft, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn als frei entlassen.

15,13 Und wenn du ihn freigibst, sollst du ihn nicht mit leeren Händen von dir gehen lassen,

15,14 sondern du sollst ihm aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von deiner Kelter, so daß du gibst von dem, womit dich HASHEM gesegnet hat,

15,15 und sollst daran denken, daß du auch Knecht warst in Mitzrayimland und HASHEM dich erlöst hat; darum gebiete ich dir solches heute.

15,16 Wird er aber zu dir sprechen: Ich will nicht fortgehen von dir, denn ich habe dich und dein Haus lieb - weil ihm wohl bei dir ist -,

15,17 so nimm einen Pfriemen und durchbohre ihm sein Ohr an dem Pfosten der Tür und laß ihn für immer deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du ebenso tun.

15,18 Und laß dir's nicht schwerfallen, daß du ihn freiläßt, denn er hat dir sechs Jahre wie zwei Tagelöhner gedient; so wird HASHEM dich segnen in allem, was du tust.

15,19 Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, sollst du, wenn sie männlich ist, HASHEM opfern. Du sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Rinder und nicht scheren die Erstlinge deiner Schafe.

15,20 Vor HASHEM sollst du sie essen jährlich an der Stätte, die HASHEM erwählt, du und dein Haus.

15,21 Wenn's aber einen Fehler hat, daß es hinkt oder blind ist oder sonst irgendeinen bösen Fehler hat, so sollst du es nicht opfern HASHEM;

15,22 sondern in deiner Stadt sollst du es essen, du seist unrein oder rein, wie man Reh und Hirsch ißt,

15,23 nur daß du sein Blut nicht ißt, sondern es auf die Erde gießt wie Wasser!

16. Kapitel

16,1 Achte auf den Monat Abib, daß du Passa hältst HASHEM; denn im Monat Abib hat dich HASHEM bei Nacht aus Mitzrayim geführt.

16,2 Und du sollst HASHEM das Passa schlachten, Schafe und Rinder, an der Stätte, die HASHEM erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne.

16,3 Du sollst kein Gesäuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du Ungesäuertes essen, Brot des Elends - denn in Hast bist du aus Mitzrayimland geflohen -, auf daß du des Tages deines Auszugs aus Mitzrayimland gedenkst dein Leben lang.

16,4 Es soll sieben Tage lang kein Sauerteig gesehen werden in deinem ganzen Lande und soll auch nichts vom Fleisch, das am Abend des ersten Tages geschlachtet ist, über Nacht bleiben bis zum Morgen.

16,5 Du darfst nicht Passa schlachten in irgendeiner deiner Städte, die dir HASHEM gegeben hat,

16,6 sondern an der Stätte, die HASHEM erwählen wird, daß sein Name daselbst wohne. Da sollst du das Passa schlachten am Abend, wenn die Sonne untergegangen ist, zu der Zeit, als du aus Mitzrayim zogst,

16,7 und sollst es kochen und essen an der Stätte, die HASHEM erwählen wird, und sollst am Morgen umkehren und heimgehen in deine Wohnung.

16,8 Sechs Tage sollst du Ungesäuertes essen, und am siebenten Tag ist Festversammlung für HASHEM; da sollst du keine Arbeit tun.

16,9 Sieben Wochen sollst zu zählen und damit anfangen, wenn man zuerst die Sichel an die Halme legt,

16,10 und sollst das Wochenfest halten HASHEM und eine freiwillige Gabe deiner Hand geben je nach dem, wie dich HASHEM gesegnet hat.

16,11 Und sollst fröhlich sein vor HASHEM du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd und der Levit, der in deiner Stadt lebt, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte sind, an der Stätte, die HASHEM erwählen wird, daß sein Name da wohne. 1

6,12 Denke daran, daß du Knecht in Mitzrayim gewesen bist, und beachte und halte diese Gebote.

16,13 Das Laubhüttenfest sollst du halten sieben Tage, wenn du eingesammelt hast von deiner Tenne und von deiner Kelter,

16,14 und du sollst fröhlich sein an deinem Fest, du und dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die in deiner Stadt leben.

16,15 Sieben Tage sollst du HASHEM das Fest halten an der Stätte, die HASHEM erwählen wird. Denn HASHEM wird dich segnen in deiner ganzen Ernte und in allen Werken deiner Hände; darum sollst du fröhlich sein.

16,16 Dreimal im Jahr soll alles, was männlich ist in deiner Mitte, vor HASHEM erscheinen, an der Stätte, die HASHEM erwählen wird: zum Fest der ungesäuerten Brote, zum Wochenfest und zum Laubhüttenfest. Sie sollen aber nicht mit leeren Händen vor HASHEM erscheinen,

16,17 sondern ein jeder mit dem, was er zu geben vermag, nach dem Segen, den dir HASHEM gegeben hat. Von den Richtern und Amtleuten

16,18 Richter und Amtleute sollst du dir bestellen in allen Toren deiner Städte, die dir HASHEM geben wird, in jedem deiner Stämme, daß sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.

16,19 Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch die Person nicht ansehen und keine Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Weisen blind und verdrehen die Sache der Gerechten.

16,20 Was recht ist, dem sollst du nachjagen, damit du leben und das Land einnehmen kannst, das dir HASHEM geben wird. Verbot heidnischer Kultbräuche. Strafe für Abgötterei

16,21 Du sollst dir keinen Holzpfahl als Ascherabild errichten bei dem Altar HASHEM's den du dir machst.

16,22 Du sollst dir kein Steinmal aufrichten; denn das haßt HASHEM.

17. Kapitel

17,1 Du sollst HASHEM kein Rind oder Schaf opfern, das einen Fehler oder irgend etwas Schlimmes an sich hat; denn das ist HASHEM ein Greuel.

17,2 Wenn bei dir in einer deiner Städte, die dir HASHEM geben wird, jemand gefunden wird, Mann oder Frau, der da tut, was HASHEM mißfällt, daß er seinen Bund übertritt

17,3 und hingeht und dient andern Göttern und betet sie an, es sei Sonne oder Mond oder das ganze Heer des Himmels, was ich nicht geboten habe,

17,4 und es wird dir angezeigt, und du hörst es, so sollst du gründlich danach forschen. Und wenn du findest, daß es gewiß wahr ist, daß solch ein Greuel in Israel geschehen ist,

17,5 so sollst du den Mann oder die Frau, die eine solche Übeltat begangen haben, hinausführen zu deinem Tor und sollst sie zu Tode steinigen.

17,6 Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert ist, aber auf nur eines Zeugen Mund soll er nicht sterben.

17,7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu töten, und danach die Hand des ganzen Volks, daß du das Böse aus deiner Mitte wegtust.

17,8 Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, es gehe um Blutschuld, um Schaden, um Gewalttat oder was sonst Streitsachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und hinaufgehen zu der Stätte, die HASHEM erwählen wird,

17,9 und zu den levitischen Priestern kommen und zu dem Richter, der zu der Zeit sein wird, und sie befragen. Die sollen dir das Urteil sagen.

17,10 Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen an der Stätte, die HASHEM erwählen wird, und sollst es halten, daß du tust nach allem, was sie dich lehren werden.

17,11 An die Weisung, die sie dir geben, und an das Urteil, das sie dir sagen, sollst du dich halten, so daß du davon nicht abweichst weder zur Rechten noch zur Linken.

17,12 Und wenn jemand vermessen handeln würde, daß er dem Priester nicht gehorcht, der dort im Dienst HASHEM's steht, oder dem Richter, der soll sterben, und du sollst das Böse aus Israel wegtun,

17,13 auf daß alles Volk aufhorche und sich fürchte und nicht mehr vermessen sei. Das Königsgesetz

17,14 Wenn du in das Land kommst, das dir HASHEM geben wird, und es einnimmst und darin wohnst und dann sagst: Ich will einen König über mich setzen, wie ihn alle Völker um mich her haben,

17,15 so sollst du den zum König über dich setzen, HASHEM erwählen wird. Du sollst aber einen aus deinen Brüdern zum König über dich setzen. Du darfst nicht irgendeinen Ausländer, der nicht dein Bruder ist, über dich setzen.

17,16 Nur daß er nicht viele Rosse halte und führe das Volk nicht wieder nach Mitzrayim, um die Zahl seiner Rosse zu mehren, weil HASHEM euch gesagt hat, daß ihr hinfort nicht wieder diesen Weg gehen sollt.

17,17 Er soll auch nicht viele Frauen nehmen, daß sein Herz nicht abgewandt werde, und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.

17,18 Und wenn er nun sitzen wird auf dem Thron seines Königreichs, soll er eine Abschrift dieses Gesetzes, wie es den levitischen Priestern vorliegt, in ein Buch schreiben lassen.

17,19 Das soll bei ihm sein, und er soll darin lesen sein Leben lang, damit er HASHEM fürchten lernt, daß er halte alle Worte dieses Gesetzes und diese Rechte und danach tue.

17,20 Sein Herz soll sich nicht erheben über seine Brüder und soll nicht weichen von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken, auf daß er verlängere die Tage seiner Herrschaft, er und seine Söhne, in Israel.

18. Kapitel

18,1 Die levitischen Priester, der ganze Stamm Levi, sollen weder Anteil noch Erbe haben mit Israel. Von den Feueropfern HASHEM's und dem, was ihm gebührt, sollen sie essen.

18,2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brüdern haben; HASHEM ist ihr Erbteil, wie er ihnen zugesagt hat.

18,3 Das soll aber das Recht der Priester sein an das Volk, an die, die ein Schlachtopfer darbringen, es sei Rind oder Schaf, daß man dem Priester gebe die Vorderkeule und beide Kinnbacken und den Magen

18,4 und die Erstlinge deines Korns, deines Weins und deines Öls und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe.

18,5 Denn HASHEM hat ihn erwählt aus allen deinen Stämmen, daß er stehe im Dienst im Namen HASHEM's er und seine Söhne für alle Zeit.

18,6 Wenn ein Levit kommt aus einer deiner Städte aus ganz Israel, wo er ein Gast ist, und kommt ganz nach seines Herzens Wunsch an die Stätte, die HASHEM erwählen wird,

18,7 so soll er dienen im Namen HASHEM's wie alle seine Brüder, die Leviten, die dort vor HASHEM stehen.

18,8 Sie sollen gleichen Anteil zu essen haben außer dem, was einer hat von dem verkauften Gut seiner Väter. Von falscher und rechter Prophetie

18,9 Wenn du in das Land kommst, das dir HASHEM geben wird, so sollst du nicht lernen, die Greuel dieser Völker zu tun,

18,10 daß nicht jemand unter dir gefunden werde, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen läßt oder Wahrsagerei, Hellseherei, geheime Künste oder Zauberei treibt

18,11 oder Bannungen oder Geisterbeschwörungen oder Zeichendeuterei vornimmt oder die Toten befragt.

18,12 Denn wer das tut, der ist HASHEM ein Greuel, und um solcher Greuel willen vertreibt HASHEM die Völker vor dir.

18,13 Du aber sollst untadelig sein vor HASHEM.

18,14 Denn diese Völker, deren Land du einnehmen wirst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; dir aber hat HASHEM so etwas verwehrt.

18,15 Einen Propheten wie mich wird dir HASHEM erwecken aus dir und aus deinen Brüdern; dem sollt ihr gehorchen.

18,16 Ganz so wie du es von HASHEM erbeten hast am Horeb am Tage der Versammlung und sprachst: Ich will hinfort nicht mehr hören die Stimme HASHEM's und dies große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.

18,17 Und HASHEM sprach zu mir: Sie haben recht geredet.

18,18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren Brüdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden alles, was ich ihm gebieten werde.

18,19 Doch wer meine Worte nicht hören wird, die er in meinem Namen redet, von dem will ich's fordern.

18,20 Doch wenn ein Prophet so vermessen ist, daß er redet in meinem Namen, was ich ihm nicht geboten habe, und wenn einer redet in dem Namen anderer Götter, dieser Prophet soll sterben.

18,21 Wenn du aber in deinem Herzen sagen würdest: Wie kann ich merken, welches Wort HASHEM nicht geredet hat? -

18,22 wenn der Prophet redet in dem Namen HASHEM's und es wird nichts daraus und es tritt nicht ein, dann ist das ein Wort, das HASHEM nicht geredet hat. Der Prophet hat's aus Vermessenheit geredet; darum scheue dich nicht vor ihm.

19. Kapitel

19,1 Wenn HASHEM die Völker ausgerottet hat, deren Land dir HASHEM geben wird, daß du es einnimmst und in ihren Städten und Häusern wohnst,

19,2 sollst du dir drei Städte aussondern im Lande, das dir HASHEM geben wird, es einzunehmen.

19,3 Und du sollst den Weg dahin herrichten und das Gebiet deines Landes, das dir HASHEM zu eigen geben wird, in drei Kreise teilen, damit dahin fliehen kann, wer einen Totschlag getan hat.

19,4 Und in diesem Fall soll ein Totschläger, der dahin flieht, am Leben bleiben: Wenn jemand seinen Nächsten erschlägt, nicht vorsätzlich, und hat vorher keinen Haß gegen ihn gehabt,

19,5 etwa wenn jemand mit seinem Nächsten in den Wald ginge, Holz zu hauen, und seine Hand holte mit der Axt aus, das Holz abzuhauen, und das Eisen führe vom Stiel und träfe seinen Nächsten, so daß er stirbt: der soll in eine dieser Städte fliehen, damit er am Leben bleibt;

19,6 auf daß nicht der Bluträcher dem Totschläger nachjage in der Hitze seines Zornes und ihn einhole, weil der Weg so weit ist, und ihn totschlage, wo er doch nicht des Todes schuldig ist, weil er vorher keinen Haß gegen ihn gehabt hat.

19,7 Darum gebiete ich dir, daß du drei Städte aussonderst.

19,8 Und wenn HASHEM dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen Vätern geschworen hat, und dir alles Land gibt, das er zugesagt hat, deinen Vätern zu geben

19,9 - wenn du nur alle diese Gebote halten wirst, daß du danach tust, die ich dir heute gebiete, daß du HASHEM liebst und in seinen Wegen wandelst dein Leben lang -, so sollst du noch drei Städte zu diesen dreien hinzutun,

19,10 auf daß nicht unschuldiges Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir HASHEM zum Erbe gibt, und so Blutschuld auf dich komme.

19,11 Wenn aber jemand Haß trägt gegen seinen Nächsten und lauert auf ihn und macht sich über ihn her und schlägt ihn tot und flieht in eine dieser Städte,

19,12 so sollen die Ältesten seiner Stadt hinschicken und ihn von da holen lassen und ihn in die Hände des Bluträchers geben, daß er sterbe.

19,13 Deine Augen sollen ihn nicht schonen, und du sollst das unschuldig vergossene Blut aus Israel wegtun, daß dir's wohlgehe. Gegen Landraub und falsches Zeugnis

19,14 Du sollst deines Nächsten Grenze, die die Vorfahren festgesetzt haben, nicht verrücken in deinem Erbteil, das du erbst, im Lande, das dir HASHEM gegeben hat, es einzunehmen.

19,15 Es soll kein einzelner Zeuge gegen jemand auftreten wegen irgendeiner Missetat oder Sünde, was für eine Sünde es auch sei, die man tun kann, sondern durch zweier oder dreier Zeugen Mund soll eine Sache gültig sein.

19,16 Wenn ein frevelhafter Zeuge gegen jemand auftritt, um ihn einer Übertretung zu beschuldigen,

19,17 so sollen die beiden Männer, die eine Sache miteinander haben, vor HASHEM treten, vor die Priester und Richter, die zu jener Zeit sein werden,

19,18 und die Richter sollen gründlich nachforschen. Und wenn der falsche Zeuge ein falsches Zeugnis wider seinen Bruder gegeben hat,

19,19 so sollt ihr mit ihm tun, wie er gedachte, seinem Bruder zu tun, damit du das Böse aus deiner Mitte wegtust,

19,20 auf daß die andern aufhorchen, sich fürchten und hinfort nicht mehr solche bösen Dinge tun in deiner Mitte.

19,21 Dein Auge soll ihn nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß.

20. Kapitel

20,1 Wenn du in einen Krieg ziehst gegen deine Feinde und siehst Rosse und Wagen eines Heeres, das größer ist als du, so fürchte dich nicht vor ihnen; denn HASHEM der dich aus Mitzrayimland geführt hat, ist mit dir.

20,2 Wenn ihr nun auszieht zum Kampf, so soll der Priester herzutreten und mit dem Volk reden

20,3 und zu ihnen sprechen: Israel, höre zu! Ihr zieht heute in den Kampf gegen eure Feinde. Euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht und erschreckt nicht und laßt euch nicht grauen vor ihnen;

20,4 denn HASHEM geht mit euch, daß er für euch streite mit euren Feinden, um euch zu helfen.

20,5 Und die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Wer ein neues Haus gebaut hat und hat's noch nicht eingeweiht, der mache sich auf und kehre heim, auf daß er nicht sterbe im Krieg und ein anderer es einweihe.

20,6 Wer einen Weinberg gepflanzt hat und hat seine Früchte noch nicht genossen, der mache sich auf und kehre heim, daß er nicht im Kriege sterbe und ein anderer seine Früchte genieße.

20,7 Wer mit einem Mädchen verlobt ist und hat es noch nicht heimgeholt, der mache sich auf und kehre heim, daß er nicht im Krieg sterbe und ein anderer hole es heim.

20,8 Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Wer sich fürchtet und ein verzagtes Herz hat, der mache sich auf und kehre heim, auf daß er nicht auch das Herz seiner Brüder feige mache, wie sein Herz ist.

20,9 Und wenn die Amtleute dies alles zu dem Volk geredet haben, so sollen sie Heerführer an die Spitze des Volks stellen.

20,10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten.

20,11 Antwortet sie dir friedlich und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen.

20,12 Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie.

20,13 Und wenn sie HASHEM dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen.

20,14 Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir HASHEM gegeben hat.

20,15 So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören.

20,16 aAber in den Städten dieser Völker hier, die dir HASHEM zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,

20,17 sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dir HASHEM geboten hat,

20,18 damit sie euch nicht lehren, all die Greuel zu tun, die sie im Dienst ihrer Götter treiben, und ihr euch so versündigt an HASHEM.

20,19 Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mußt, gegen die du kämpfst, um sie zu erobern, so sollst du ihre Bäume nicht verderben und mit Äxten umhauen, denn du kannst davon essen; darum sollst du sie nicht fällen. Die Bäume auf dem Felde sind doch nicht Menschen, daß du sie belagern müßtest!

20,20 Die Bäume aber, von denen du weißt, daß man nicht davon ißt, die darfst du verderben und fällen und ein Bollwerk daraus bauen gegen die Stadt, die mit dir Krieg führt, bis du sie besiegt hast.

 

 
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