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Das Buch Ezrah

DAS BUCH ESRA

1. Kapitel

1,1 Im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien, erweckte Haschem damit erfüllt würde das Wort Haschem's, das durch den Mund Jeremias gesprochen war - den Geist des Kyrus, des Königs von Persien, daß er in seinem ganzen Königreich mündlich und auch schriftlich verkünden ließ:

1,2 So spricht Kyrus, der König von Persien: Haschem des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben, und er hat mir befohlen, ihm ein Haus zu Yahrushalayim in Yahuda zu bauen.

1,3 Wer nun unter euch von seinem Volk ist, mit dem sei Haschem, und er ziehe hinauf nach Yahrushalayim in Yahuda und baue das Haus Haschem's Israels; das ist Haschem, der zu Yahrushalayim ist.

1,4 Und wo auch immer einer übrig geblieben ist, dem sollen die Leute des Orts, an dem er als Fremdling gelebt hat, helfen mit Silber und Gold, Gut und Vieh außer dem, was sie aus freiem Willen für das Haus Haschem zu Yahrushalayim geben.

1,5 Da machten sich auf die Häupter der Sippen aus Yahuda und Benjamin und die Priester und Leviten, alle, deren Geist Haschem erweckt hatte, um hinaufzuziehen und das Haus Haschem's zu Yahrushalayim zu bauen.

1,6 Und alle, die um sie her wohnten, halfen ihnen mit allem, mit Silber und Gold, mit Gut und Vieh und Kleinoden außer dem, was sie freiwillig gaben.

1,7 Und der König Kyrus gab heraus die Geräte des Hauses Haschem's, die Nebukadnezar aus Yahrushalayim genommen und in das Haus Haschem gebracht hatte.

1,8 Und Kyrus, der König von Persien, übergab sie dem Schatzmeister Mitredat; der zählte sie Scheschbazar, dem Fürsten Yahudas, vor.

1,9 Und dies war ihre Zahl: Dreißig goldene Becken und tausendneunundzwanzig silberne Becken,

1,10 dreißig goldene Becher und vierhundertzehn silberne Becher und tausend andere Geräte.

1,11 Alle Geräte, goldene und silberne, waren fünftausendvierhundert*. Alles brachte Scheschbazar hinauf, als man aus der Gefangenschaft von Babel nach Yahrushalayim hinaufzog. *Durch spätere Abänderungen entspricht die Gesamtzahl jetzt nicht mehr der Summe der Einzelangaben.

2. Kapitel

2,1 Dies sind die Leute der Landschaft Yahuda, die heraufzogen aus der Gefangenschaft, die Nebukadnezar, der König von Babel, nach Babel weggeführt hatte, und die nach Yahrushalayim und Yahuda zurückkehrten, ein jeder in seine Stadt.

2,2 Sie kamen mit Serubbabel, Yeshuah, Nehemyah, Serayah, Reelayah, Mordochai, Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum und Baana. Dies ist die Zahl der Männer des Volkes Israel:

2,3 die Söhne Parosch 2172;

2,4 die Söhne Schefatyah 372;

2,5 die Söhne Arach 775;

2,6 die Söhne Pahat-Moab, nämlich die Söhne Yeshuah und die Söhne Yoab, 2812;

2,7 die Söhne Elam 1254;

2,8 die Söhne Sattu 945;

2,9 die Söhne Sakkai 760;

2,10 die Söhne Bani 642;

2,11 die Söhne Bebai 623;

2,12 die Söhne Asgad 1222;

2,13 die Söhne Adonikam 666;

2,14 die Söhne Bigwai 2056;

2,15 die Söhne Adin 454;

2,16 die Söhne Ater, nämlich die Söhne Hiskia, 98;

2,17 die Söhne Bezai 323;

2,18 die Söhne Yorah 112;

2,19 die Söhne Haschum 223;

2,20 die Söhne Gibbar 95;

2,21 die Männer von Bethlehem 123;

2,22 die Männer von Netofa 56;

2,23 die Männer von Anatot 128;

2,24 die Männer von Bet-Asmawet 42;

2,25 die Männer von Kirjat-Yearim, Kefira und Beerot 743;

2,26 die Männer von Rama und Geba 621;

2,27 die Männer von Michmas 122;

2,28 die Männer von Bethel und Ai 223;

2,29 die Söhne Nebo 52;

2,30 die Söhne Magbisch 156;

2,31 die Söhne des andern Elam 1254;

2,32 die Söhne Harim 320;

2,33 die Männer von Lod, Hadid und Ono 725;

2,34 die Männer von Jericho 345;

2,35 die Söhne Senaa 3630.

2,36 Die Zahl der Priester: die Söhne Yedaja, nämlich das Haus Yeshuah, 973;

2,37 die Söhne Immer 1052;

2,38 die Söhne Paschhur 1247;

2,39 die Söhne Harim 1017.

2,40 Die Zahl der Leviten: die Söhne Yeshuah, nämlich Kadmïl, Binnui und Hodawja, 74.

2,41 Die Zahl der Sänger: die Söhne Asaf 128.

2,42 Die Zahl der Torhüter: die Söhne Schallum, die Söhne Ater, die Söhne Talmon, die Söhne Akkub, die Söhne Hatita und die Söhne Schobai, insgesamt 139.

2,43 Die Zahl der Tempelsklaven: die Söhne Ziha, die Söhne Hasufa, die Söhne Tabbaot,

2,44 die Söhne Keros, die Söhne Sia, die Söhne Padon,

2,45 die Söhne Lebana, die Söhne Hagaba, die Söhne Akkub,

2,46 die Söhne Hagab, die Söhne Salmai, die Söhne Hanan,

2,47 die Söhne Giddel, die Söhne Gahar, die Söhne Reayah,

2,48 die Söhne Rezin, die Söhne Nekoda, die Söhne Gasam,

2,49 die Söhne Usa, die Söhne Paseach, die Söhne Besai,

2,50 die Söhne Asna, die Söhne der Mëuniter, die Söhne der Nefusiter,

2,51 die Söhne Bakbuk, die Söhne Hakufa, die Söhne Harhur,

2,52 die Söhne Bazlut, die Söhne Mehida, die Söhne Harscha,

2,53 die Söhne Barkos, die Söhne Sisera, die Söhne Temach,

2,54 die Söhne Neziach, die Söhne Hatifa.

2,55 Die Zahl der Nachkommen der Sklaven Salomos: die Söhne Sotai, die Söhne Soferet, die Söhne Peruda,

2,56 die Söhne Yaala, die Söhne Darkon, die Söhne Giddel,

2,57 die Söhne Schefatja, die Söhne Hattil, die Söhne Pocheret-Zebajim, die Söhne Ami.

2,58 Alle Tempelsklaven und Nachkommen der Sklaven Salomos waren zusammen 392.

2,59 Und von denen, die heraufzogen aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer, konnten nicht angeben, ob ihre Sippe und ihre Nachkommen aus Israel stammten:

2,60 die Söhne Delaja, die Söhne Tobija, die Söhne Nekoda, 652.

2,61 Und von den Priestern: die Söhne Habaja, die Söhne Hakkoz, die Söhne Barsillai, deren Urahn eine von den Töchtern des Gileaditers Barsillai zur Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde.

2,62 Die suchten ihre Geschlechtsregister und fanden sie nicht; darum wurden sie für das Priestertum als untauglich erklärt.

2,63 Und der Statthalter gebot ihnen, sie sollten nicht essen von den Dingen die am meisten da sind, bis ein Priester für die kadosh Lose «Licht und Recht» aufstände.

2,64 Die ganze Gemeinde zählte insgesamt 42 360,

2,65 ausgenommen ihre Knechte und Mägde; diese waren 7337; dazu 200 Sänger und Sängerinnen.

2,66 Und sie hatten 736 Rosse, 245 Maultiere,

2,67 435 Kamele und 6720 Esel.

2,68 Und als einige Häupter der Sippen zum Hause Haschem's in Yahrushalayim kamen, gaben sie freiwillig für das Haus Haschem, damit man's an seiner früheren Stätte erbaue,

2,69 und gaben nach ihrem Vermögen zum Schatz für das Werk 61 000 Gulden und 5000 Pfund Silber und 100 Priesterkleider.

2,70 So ließen sich die Priester und die Leviten und einige andere Leute in Yahrushalayim nieder und die Sänger und die Torhüter und die Tempelsklaven in ihren Städten und alle übrigen aus Israel in ihren Städten.

3. Kapitel

3,1 Und als der siebente Monat herbeikam und die Israeliten nun in ihren Städten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann in Yahrushalayim.

3,2 Und es machten sich auf Yeshuah, der Sohn Yozadaks, und seine Brüder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und seine Brüder und bauten den Altar Haschem's Israels, um Brandopfer darauf zu opfern, wie es geschrieben steht im Gesetz des Moshe, des Mannes Haschem.

3,3 Und sie richteten den Altar wieder her an seiner früheren Stätte - denn es war Furcht über sie gekommen vor den Völkern des Landes - und opferten Haschem Brandopfer darauf des Morgens und des Abends.

3,4 Und sie hielten das Laubhüttenfest, wie geschrieben steht, und brachten Brandopfer dar alle Tage nach der Zahl, wie sich's gebührt und jeder Tag es erforderte,

3,5 danach auch das tägliche Brandopfer und die Opfer für die Neumonde und alle kadosh Festtage Haschem's und was sonst einer Haschem freiwillig darbrachte.

3,6 Am ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, Haschem Brandopfer zu bringen. Aber der Grund des Tempels Haschem's war noch nicht gelegt.

3,7 Und sie gaben Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und Speise und Trank und Öl den Leuten von Sidon und Tyrus, damit sie Zedernholz vom Libanon zur See nach Yafo brächten, wie es ihnen Kyrus, der König von Persien, erlaubt hatte. Beginn des Tempelbaus

3,8 Im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft beim Hause Haschem in Yahrushalayim, im zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und Yeshuah, der Sohn Yozadaks, und die übrigen ihrer Brüder, Priester und Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Yahrushalayim gekommen waren, die Leviten von zwanzig Jahren an und darüber zu bestellen, damit sie die Arbeit am Hause Haschem's leiteten.

3,9 Und Yeshuah mit seinen Söhnen und seinen Brüdern Kadmïl, Binnui und Hodawja traten einmütig an, um die Arbeiter am Hause Haschem anzuleiten, dazu die Söhne Henadads mit ihren Söhnen und ihren Brüdern, die Leviten.

3,10 Und als die Bauleute den Grund legten zum Tempel Haschem's, stellten sich die Priester auf in ihren Amtskleidern mit Trompeten und die Leviten, die Söhne Asaf, mit Zimbeln, um Haschem zu loben nach der Ordnung Dawids, des Königs von Israel.

3,11 Und sie stimmten den Lobpreis an und dankten Haschem: Denn er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewiglich über Israel. Und das ganze Volk jauchzte laut beim Lobe Haschem's, weil der Grund zum Hause Haschem's gelegt war.

3,12 Und viele von den betagten Priestern, Leviten und Sippenhäuptern, die das frühere Haus noch gesehen hatten, weinten laut, als nun dies Haus vor ihren Augen gegründet wurde. Viele aber jauchzten mit Freuden, so daß das Geschrei laut erscholl.

3,13 Und man konnte das Jauchzen mit Freuden und das laute Weinen im Volk nicht unterscheiden; denn das Volk jauchzte laut, so daß man den Schall weithin hörte.

4. Kapitel

4,1 Als aber die Widersacher Yahudas und Benjamins hörten, daß die, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, Haschem, Haschem Israels, den Tempel bauten,

4,2 kamen sie zu Serubbabel, Yeshuah und den Sippenhäuptern und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn auch wir suchen euren Haschem und haben ihm geopfert seit der Zeit Asarhaddons, des Königs von Assur, der uns hierher gebracht hat.

4,3 Aber Serubbabel und Yeshuah und die andern Häupter der Sippen in Israel antworteten ihnen: Es ziemt sich nicht, daß ihr und wir miteinander das Haus unseres Haschem bauen, sondern wir allein wollen bauen Haschem, wie uns Kyrus, der König von Persien, geboten hat.

4,4 Da machte das Volk des Landes die Juden mutlos und schreckte sie vom Bauen ab.

4,5 Und sie dingten Ratgeber gegen sie und hinderten ihr Vorhaben, solange Kyrus, der König von Persien, lebte, bis zur Herrschaft des Darius, des Königs von Persien.

4,6 Und als Ahasveros* König war, im Anfang seiner Herrschaft, schrieb man eine Anklage gegen die Bewohner von Yahuda und Yahrushalayim. *Griechisch: Xerxes.

4,7 Und zu den Zeiten Artahsastas* schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und ihre andern Genossen an Artahsasta, den König von Persien. Der Brief war in aramäischer Schrift geschrieben und ins Aramäische übertragen. *Griechisch: Artaxerxes.

4,8 Der Kanzler Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief gegen Yahrushalayim an den König Artahsasta:

4,9 Wir, Rehum, der Kanzler, und Schimschai, der Schreiber, und die andern Genossen, die Richter, die Befehlshaber, die Schreiber, die Beamten, die Männer von Erech, von Babel, von Susa, das sind die Elamiter,

4,10 und die andern Völker, die der große und berühmte Asenappar* hergebracht und in den Städten Samariens und in den andern Orten jenseits des Euphrat* angesiedelt hat. *Asenappar ist Asarhaddon (Vers 2). Mit «jenseits des Euphrat» wird die persische Provinz westlich des Euphrat bezeichnet.

4,11 Und dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An König Artahsasta, deine Knechte, die Männer jenseits des Euphrat.

4,12 Und nun sei dem König kundgetan, daß die Juden, die von dir heraufgezogen und zu uns nach Yahrushalayim gekommen sind, die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen wollen; sie haben begonnen, die Mauern zu errichten, und die Fundamente sind schon gelegt.

4,13 So sei nun dem König kundgetan: Wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und die Mauern wieder errichtet werden, so werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und zuletzt wird es den Königen Schaden bringen.

4,14 Weil wir aber das Salz des Königshauses essen und die Schmach des Königs nicht länger sehen wollen, darum schicken wir hin und lassen es den König wissen.

4,15 Man lasse in den Chroniken deiner Väter suchen, so wirst du in den Chroniken finden und erfahren, daß diese Stadt aufrührerisch ist und Königen und Ländern Schaden gebracht hat und man in ihr auch von alters her Aufruhr gemacht hat, - darum ist diese Stadt auch zerstört worden.

4,16 Und nun tun wir dem König kund, daß du hernach nichts behalten wirst von dem, was jenseits des Euphrat liegt, wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und ihre Mauern wieder errichtet werden.

4,17 Da sandte der König folgende Antwort: An Rehum, den Kanzler, und Schimschai, den Schreiber, und ihre andern Genossen, die in Samaria wohnen und in den andern Orten jenseits des Euphrat: Friede zuvor!

4,18 Und nun, der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist mir Wort für Wort vorgelesen worden.

4,19 Und auf meinen Befehl hat man nachgeforscht, und man fand bestätigt, daß diese Stadt von alters her gegen die Könige sich empört hat und Aufruhr und Abfall in ihr geschehen ist.

4,20 Auch hat es mächtige Könige zu Yahrushalayim gegeben, die geherrscht haben über alles, was jenseits des Euphrat ist, so daß ihnen Steuern, Abgaben und Zoll gegeben wurden.

4,21 So gebt nun den Befehl, daß man diesen Männern wehre, damit die Stadt nicht wieder aufgebaut werde, bis von mir der Befehl gegeben wird!

4,22 Seht euch vor, daß ihr nicht lässig hierin seid, damit nicht den Königen großer Schaden entstehe!

4,23 Als nun der Brief des Königs Artahsasta gelesen wurde von Rehum und dem Schreiber Schimschai und von ihren andern Genossen, zogen sie eilends hin nach Yahrushalayim zu den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt.

4,24 Da hörte die Arbeit am Hause Haschem in Yahrushalayim auf und blieb liegen bis ins zweite Jahr des Darius, des Königs von Persien.

5. Kapitel

5,1 Es weissagten aber die Propheten Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, den Juden, die in Yahuda und Yahrushalayim wohnten, im Namen Haschem's Israels, der über ihnen war.

5,2 Da machten sich auf Serubbabel, der Sohn Schealtïls, und Yeshuah, der Sohn Yozadaks, und fingen an, das Haus Haschem zu Yahrushalayim aufzubauen, und mit ihnen die Propheten Haschem, die sie stärkten.

5,3 Zu der Zeit kamen zu ihnen Tattenai, der Statthalter des Gebietes jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnai und ihre Genossen und sprachen: Wer hat euch befohlen, dies Haus aufzubauen und diese Mauern zu errichten?

5,4 Dann sagten sie zu ihnen: Wie heißen die Männer, die diesen Bau aufführen?

5,5 Aber das Auge ihres Haschem war über den Ältesten der Juden, so daß ihnen nicht gewehrt wurde, bis man den Bericht an Darius gelangen ließe und darüber ein Brief käme.

5,6 Dies ist die Abschrift des Briefes Tattenais, des Statthalters jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnais und ihrer Genossen, der Beamten, die jenseits des Euphrat waren, an den König Darius.

5,7 Die Botschaft, die sie ihm sandten, lautete: Dem König Darius allen Frieden!

5,8 Es sei dem König kundgetan, daß wir ins jüdische Land gekommen sind zu dem Hause des großen Haschem; dies baute man mit behauenen Steinen und legte Balken in die Wände, und die Arbeit ging unter ihrer Hand frisch vonstatten.

5,9 Wir aber haben die Ältesten gefragt und zu ihnen gesagt: Wer hat euch befohlen, dies Haus zu bauen und diese Mauern zu errichten?

5,10 Auch fragten wir, wie sie hießen, damit wir es dir kundtäten und die Namen der Männer aufschrieben, die an ihrer Spitze stehen.

5,11 Sie aber gaben uns dies zur Antwort: Wir sind Knechte Haschem's des Himmels und der Erde und bauen das Haus wieder auf, das einst vor vielen Jahren hier gestanden und das ein großer König Israels gebaut und vollendet hat.

5,12 Aber als unsere Väter Haschem des Himmels erzürnten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Königs von Babel, des Chaldäers; der zerstörte dies Haus und führte das Volk weg nach Babel.

5,13 Aber im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Babel, befahl der König Kyrus, dies Haus Haschem wieder zu bauen.

5,14 Auch die goldenen und silbernen Geräte im Hause Haschem, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Yahrushalayim genommen und in den Tempel zu Babel gebracht hatte, nahm der König Kyrus aus dem Tempel zu Babel und gab sie Scheschbazar, den er zum Statthalter einsetzte,

5,15 und sprach zu ihm: Nimm diese Geräte, zieh hin und bringe sie in den Tempel zu Yahrushalayim, und das Haus Haschem soll gebaut werden an seiner früheren Stätte.

5,16 Da kam jener Scheschbazar und legte den Grund zum Hause Haschem zu Yahrushalayim. Seit der Zeit baut man, und es ist noch nicht vollendet.

5,17 Gefällt es nun dem König, so lasse er in Babel im Schatzhaus des Königs suchen, ob es von dem König Kyrus befohlen sei, das Haus Haschem zu Yahrushalayim wieder aufzubauen, und man sende uns des Königs Meinung darüber.

6. Kapitel

6,1 Da befahl der König Darius, daß man in Babel in den Schatzhäusern, in denen die Bücher aufbewahrt wurden, nachforschen sollte.

6,2 Da fand man in der Festung Achmeta, die in Medien liegt, eine Schriftrolle, auf der geschrieben stand: Aufzeichnung.

6,3 Im ersten Jahr des Königs Kyrus befahl der König Kyrus, das Haus Haschem in Yahrushalayim wieder aufzubauen als eine Stätte, an der man opfert, und seinen Grund zu legen: seine Höhe sechzig Ellen und seine Breite auch sechzig Ellen,

6,4 und drei Schichten von behauenen Steinen und eine Schicht von Holz, und die Mittel sollen vom Hause des Königs gegeben werden.

6,5 Auch soll man zurückgeben die goldenen und silbernen Geräte des Hauses Haschem, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Yahrushalayim weggenommen und nach Babel gebracht hat; man soll sie zurückbringen in den Tempel zu Yahrushalayim an ihre Stätte im Hause Haschem.

6,6 So haltet euch nun fern von dieser Sache, du, Tattenai, Statthalter jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnai mit euren Genossen, ihr Beamten, die ihr jenseits des Euphrat seid!

6,7 Laßt sie arbeiten am Hause Haschem, damit der Statthalter der Juden und ihre Ältesten das Haus Haschem an seiner früheren Stätte wieder aufbauen.

6,8 Auch ist von mir befohlen worden, was ihr den Ältesten der Juden darreichen sollt, um das Haus Haschem zu bauen, nämlich daß man aus des Königs Schatz von dem, was einkommt aus der Landschaft jenseits des Euphrat, mit Sorgfalt nehme und gebe den Leuten regelmäßig, was sie bedürfen.

6,9 Und was sie bedürfen an Stieren, Widdern und Lämmern zum Brandopfer für Haschem des Himmels, an Weizen, Salz, Wein und Öl nach dem Wort der Priester in Yahrushalayim, das soll man ihnen täglich geben, und es soll nicht lässig geschehen,

6,10 damit sie opfern zum lieblichen Geruch Haschem des Himmels und bitten für das Leben des Königs und seiner Söhne.

6,11 Ferner wird von mir befohlen: Wenn irgend jemand diesen Erlaß übertritt, so soll ein Balken aus seinem Haus herausgerissen und er daran aufrecht angeschlagen werden, und sein Haus soll um seiner Tat willen zum Schutthaufen gemacht werden.

6,12 Haschem aber, der seinen Namen dort wohnen läßt, bringe jeden König um und jedes Volk, das seine Hand ausreckt, diesen Erlaß zu übertreten und das Haus Haschem in Yahrushalayim zu zerstören. Ich, Darius, habe diesen Befehl gegeben, damit er sorgfältig befolgt werde.

6,13 Da taten Tattenai, der Statthalter jenseits des Euphrat, und Schetar-Bosnai und ihre Genossen sorgfältig nach dem, was der König Darius ihnen befohlen hatte.

6,14 Und die Ältesten der Juden bauten, und es ging vonstatten durch die Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohnes Iddos, und sie bauten und vollendeten es nach dem Befehl Haschem's Israels und nach dem Befehl des Kyrus, Darius und Artahsasta, der Könige von Persien,

6,15 und sie vollendeten das Haus bis zum dritten Tag des Monats Adar im sechsten Jahr der Herrschaft des Königs Darius.

6,16 Und die Israeliten, die Priester, die Leviten und die andern, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, hielten die Einweihung des Hauses Haschem mit Freuden

6,17 und opferten zur Einweihung des Hauses Haschem hundert Stiere, zweihundert Widder, vierhundert Lämmer und zum Sündopfer für ganz Israel zwölf Ziegenböcke nach der Zahl der Stämme Israels

6,18 und bestellten die Priester nach ihren Abteilungen und die Leviten nach ihren Ordnungen zum Dienst am Hause Haschem in Yahrushalayim, wie es im Buch des Moshe geschrieben steht. Feier des Passahfestes

6,19 Und die, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats.

6,20 Denn die Leviten hatten sich gereinigt Mann für Mann, so daß sie alle rein waren, und schlachteten das Passah für alle, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, und für ihre Brüder, die Priester, und für sich.

6,21 Und es aßen das Passah die Israeliten, die aus der Gefangenschaft zurückgekommen waren, und alle, die sich zu ihnen abgesondert hatten von der Unreinheit der Heiden im Lande, um Haschem, zu suchen.

6,22 Und sie hielten das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang mit Freuden; denn Haschem hatte sie fröhlich gemacht und das Herz des Königs von Assur* ihnen zugewandt, damit sie gestärkt würden zur Arbeit am Hause Haschem's ist. *Gemeint ist hiermit der König von Persien.

7. Kapitel

7,1 Nach diesen Geschichten zog unter der Regierung des Artahsasta*, des Königs von Persien, Esra herauf, der Sohn Serayahs, des Sohnes Asaryahs, des Sohnes Hilkiyahs,

7,2 des Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitubs,

7,3 des Sohnes Amaryahs, des Sohnes Asaryahs, des Sohnes Merajots,

7,4 des Sohnes Serachyahs, des Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis,

7,5 des Sohnes Abischuas, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Aarons, des Hohenpriesters.

7,6 Dieser Esra zog von Babel herauf. Er war ein Schriftgelehrter, kundig im Gesetz des Moshe, das Haschem gegeben hatte. Und der König gab ihm alles, was er erbat, weil die Hand Haschem's über ihm war.

7,7 Und mit ihm zogen herauf einige von den Israeliten und von den Priestern und Leviten, von den Sängern, Torhütern und Tempelsklaven nach Yahrushalayim im siebenten Jahr des Königs Artahsasta.

7,8 Und er kam nach Yahrushalayim im fünften Monat, im siebenten Jahr des Königs.

7,9 Am ersten Tage des ersten Monats nämlich hatte er beschlossen, von Babel heraufzuziehen, und am ersten Tage des fünften Monats kam er nach Yahrushalayim, weil die gnädige Hand Haschem über ihm war.

7,10 Denn Esra richtete sein Herz darauf, das Gesetz Haschem's zu erforschen und danach zu tun und Gebote und Rechte in Israel zu lehren. Erlaß des Königs Artaxerxes über Esras Vollmacht

7,11 Und dies ist die Abschrift des Schreibens, das der König Artahsasta Esra gab, dem Priester und Schriftgelehrten, der kundig war in den Worten der Gebote und Satzungen Haschem's für Israel:

7,12 Artahsasta, der König aller Könige, an Esra, den Priester und Beauftragten für das Gesetz Haschem's des Himmels: Friede zuvor!

7,13 Und nun, von mir ist befohlen worden, daß alle, die von dem Volk Israel und den Priestern und Leviten in meinem Reich willig sind, nach Yahrushalayim zu ziehen, mit dir ziehen können,

7,14 weil du vom König und seinen sieben Räten gesandt bist, um auf Grund des Gesetzes Haschem, das in deiner Hand ist, nachzuforschen, wie es in Yahuda und Yahrushalayim steht,

7,15 und hinzubringen Silber und Gold, das der König und seine Räte freiwillig geben Haschem Israels, dessen Wohnung zu Yahrushalayim ist,

7,16 und was du sonst an Silber und Gold erhältst in der ganzen Landschaft Babel samt dem, was das Volk und die Priester freiwillig geben für das Haus ihres Haschem zu Yahrushalayim.

7,17 Alles das nimm und kaufe mit Sorgfalt von diesem Geld Stiere, Widder, Lämmer und Speisopfer und Trankopfer dazu, damit man sie opfere auf dem Altar des Hauses Haschem zu Yahrushalayim.

7,18 Dazu, was dir und deinen Brüdern mit dem übrigen Gelde zu tun gefällt, das tut nach dem Willen Haschem.

7,19 Und die Geräte, die dir gegeben sind zum Dienst im Hause deines Haschem, übergib alle vor Haschem in Yahrushalayim.

7,20 Auch was du sonst noch brauchst für das Haus Haschem, was du ausgeben musst, das bekommst du aus den Schatzhäusern des Königs.

7,21 Ich, König Artahsasta, habe allen Schatzmeistern jenseits des Euphrat befohlen: Alles, was Esra, der Priester und Beauftragte für das Gesetz Haschem's des Himmels, von euch fordert, das tut mit Sorgfalt,

7,22 bis zu hundert Zentner Silber und hundert Sack Weizen und hundert Eimer Wein und hundert Eimer Öl, und Salz in jeder Menge.

7,23 Alles, was dir Haschem befohlen hat, daß es gegeben werde, das soll für das Haus Haschem's des Himmels mit Hingabe geleistet werden, damit nicht der Zorn über das Reich des Königs und seiner Söhne komme.

7,24 Und euch sei kundgetan, daß ihr nicht Macht habt, Steuern, Abgaben und Zoll zu legen auf irgendeinen Priester, Leviten, Sänger, Torhüter, Tempelsklaven, auf alle, die im Hause Haschem Dienst tun.

7,25 Du aber, Esra, setze nach der Weisheit Haschem, die in deiner Hand ist, Richter und Rechtspfleger ein, die allem Volk Recht sprechen, das jenseits des Euphrat wohnt, nämlich allen, die das Gesetz deines Haschem kennen; und wer es nicht kennt, den sollt ihr es lehren.

7,26 Aber jeder, der nicht sorgfältig das Gesetz deines Haschem und das Gesetz des Königs hält, der soll sein Urteil empfangen, es sei Tod oder Acht oder Buße an Hab und Gut oder Gefängnis.

7,27 Gelobt sei Haschem unserer Väter, der solches dem König eingegeben hat, daß er das Haus Haschem's in Yahrushalayim so herrlich mache,

7,28 und der mir die Gunst des Königs und seiner Räte und aller mächtigen Oberen des Königs zugewandt hat! Und ich ward getrost, weil die Hand Haschem's über mir war, und sammelte aus Israel Sippenhäupter, daß sie mit mir hinaufzögen.

8. Kapitel

8,1 Dies sind die Häupter der Sippen mit ihren Geschlechtsregistern, die mit mir heraufzogen von Babel zur Zeit, als der König Artahsasta regierte.

8,2 Von den Söhnen Pinhas: Gerschom; von den Söhnen Itamar: Daniel; von den Söhnen Dawid: Hattusch, der Sohn Schechanyahs;

8,3 von den Söhnen Parosch: Secharja und mit ihm verzeichnet hundertundfünfzig Männer;

8,4 von den Söhnen Pahat-Moab: Eljoënai, der Sohn Serachyahs, und mit ihm zweihundert Männer;

8,5 von den Söhnen Sattu: Schechanyah, der Sohn Yahasïls, und mit ihm dreihundert Männer;

8,6 von den Söhnen Adin: Ebed, der Sohn Yonatans, und mit ihm fünfzig Männer;

8,7 von den Söhnen Elam: Jesaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm siebzig Männer;

8,8 von den Söhnen Schefatja: Sebadyah, der Sohn Michaels, und mit ihm achtzig Männer;

8,9 von den Söhnen Yoab: Obadyah, der Sohn Yehïls, und mit ihm zweihundertundachtzehn Männer;

8,10 von den Söhnen Bani: Schelomit, der Sohn Yosifjas, und mit ihm hundertundsechzig Männer;

8,11 von den Söhnen Bebai: Secharja, der Sohn Bebais, und mit ihm achtundzwanzig Männer;

8,12 von den Söhnen Asgad: Yohanan, der Sohn Katans, und mit ihm hundertundzehn Männer;

8,13 von den Söhnen Adonikam: die letzten, und sie hießen: Elifelet, Yeïël und Schemayah, und mit ihnen sechzig Männer;

8,14 von den Söhnen Bigwai: Utai, der Sohn Sabbuds, und mit ihm siebzig Männer. Vorbereitung zum Aufbruch nach Yahrushalayim

8,15 Und ich versammelte sie am Fluß, der nach Ahawa fließt, und wir blieben dort drei Tage. Und ich sah wohl Volk und Priester, aber ich fand keine Leviten.

8,16 Da sandte ich hin Elïser, Ariël, Schemayah, Elnatan, Yarib, Elnatan, Nathan, Secharja und Meschullam, verständige Sippenhäupter,

8,17 und schickte sie zu Iddo, dem Vorsteher in Kasifyah, damit sie uns Diener für das Haus unseres Haschem holten. Und ich legte ihnen in den Mund, was sie reden sollten mit Iddo und seinen Brüdern, die in Kasifyah waren.

8,18 Und sie brachten uns, weil die gnädige Hand unseres Haschem über uns war, einen klugen Mann von den Söhnen Machlis, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, nämlich Scherebyah mit seinen Söhnen und Brüdern, achtzehn;

8,19 und Haschabyah und Yesayah, seinen Bruder, von den Söhnen Merari und ihre Söhne, zwanzig;

8,20 und von den Tempelsklaven, die Dawid und die Oberen bestimmt hatten, den Leviten zu dienen, zweihundertundzwanzig. Sie alle sind mit Namen aufgezeichnet.

8,21 Und ich ließ dort am Fluß bei Ahawa ein Fasten ausrufen, damit wir uns vor unserm Haschem demütigten, um von ihm eine Reise ohne Gefahren zu erbitten für uns und unsere Kinder und alle unsere Habe.

8,22 Denn ich schämte mich, vom König Geleit und Reiter zu fordern, um uns auf dem Wege vor Feinden zu helfen. Denn wir hatten dem König gesagt: Die Hand unseres Haschem ist zum Besten über allen, die ihn suchen, und seine Stärke und sein Zorn gegen alle, die ihn verlassen.

8,23 So fasteten wir und erbaten solches von unserm Haschem; und er erhörte uns.

8,24 Und ich sonderte zwölf der obersten Priester aus, dazu Scherebyah und Haschabyah und mit ihnen zehn von ihren Brüdern,

8,25 und wog ihnen dar das Silber und Gold und die Geräte als Abgabe für das Haus Haschem, die der König und seine Räte und Oberen und ganz Israel, soviel ihrer waren, gegeben hatten.

8,26 Ich wog ihnen dar und gab in ihre Hand sechshundertundfünfzig Zentner Silber und an silbernen Geräten hundert Zentner und an Gold hundert Zentner,

8,27 zwanzig goldene Becher, tausend Gulden wert, und zwei schöne Gefäße aus goldglänzendem Kupfer, so kostbar wie Gold,

8,28 und sprach zu ihnen: Ihr seid qadosh Haschem, und die Geräte sind kadosh, und das Silber und Gold sind eine freiwillige Gabe für Haschem eurer Väter.

8,29 Seid nun wachsam und bewahrt es, bis ihr es dar wägt in Yahrushalayim in den Kammern des Hauses Haschem's vor den obersten Priestern und Leviten und den Sippenhäuptern in Israel.

8,30 Da nahmen die Priester und Leviten das dar gewogene Silber und Gold und die Geräte, um sie nach Yahrushalayim zum Hause Haschem zu bringen.

8,31 Dann brachen wir auf von dem Fluß bei Ahawa am zwölften Tage des ersten Monats, um nach Yahrushalayim zu ziehen. Und die Hand Haschem war über uns und errettete uns vor Feinden und vor solchen, die uns auf dem Wege nachstellten.

8,32 Und wir kamen nach Yahrushalayim und ruhten dort drei Tage aus.

8,33 Aber am vierten Tage wurden im Hause unseres Haschem das Silber und Gold und die Geräte dar gewogen dem Priester Meremot, dem Sohn Urias, und mit ihm Eleasar, dem Sohn des Pinhas, und mit ihnen den Leviten Yosabad, dem Sohn Yeshuahs, und Noadyah, dem Sohn Binnuis,

8,34 nach Zahl und Gewicht eines jeden Stückes; und das ganze Gewicht wurde aufgeschrieben.

8,35 Zu dieser Zeit opferten die Leute, die aus der Gefangenschaft gekommen waren, Brandopfer Haschem, zwölf junge Stiere für ganz Israel, sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Lämmer, zwölf Böcke zum Sündopfer, alles zum Brandopfer für Haschem.

8,36 Und sie übergaben die Befehle des Königs den Amtleuten des Königs und den Statthaltern jenseits des Euphrat. Und diese halfen dem Volk und dem Hause Haschem.

9. Kapitel

9,1 Als das alles ausgerichtet war, traten die Oberen zu mir und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten haben sich nicht abgesondert von den Völkern des Landes mit ihren Greueln, nämlich von den Kanaanitern, Hetitern, Perisitern, Yebusitern, Ammonitern, Moabitern, Ägyptern und Amoritern;

9,2 denn sie haben deren Töchter genommen für sich und für ihre Söhne, und das kadosh Volk hat sich vermischt mit den Völkern des Landes. Und die Oberen und Ratsherren waren die ersten bei diesem Treubruch.

9,3 Als ich dies hörte, zerriss ich mein Kleid und meinen Mantel und raufte mir Haupthaar und Bart und setzte mich bestürzt hin.

9,4 Und es versammelten sich bei mir alle, die über die Worte Haschem's Israels erschrocken waren wegen des Treubruchs derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren; und ich saß bestürzt da bis zum Abendopfer.

9,5 Und um das Abendopfer fasste ich mich und stand auf in meinem zerrissenen Kleid und Mantel, fiel auf meine Knie und breitete meine Hände aus zu Haschem, meinem Haschem,

9,6 und sprach: Mein Haschem, ich schäme mich und scheue mich, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Haschem; denn unsere Missetat ist über unser Haupt gewachsen, und unsere Schuld ist groß bis an den Himmel.

9,7 Von der Zeit unserer Väter an sind wir in großer Schuld gewesen bis auf diesen Tag, und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Könige und Priester in die Hand der Könige der Länder gegeben worden, ins Schwert, ins Gefängnis, zum Raub und zur Schmach, so wie es heute ist.

9,8 Nun aber ist uns einen kleinen Augenblick Gnade vor Haschem geschehen, daß er uns noch Errettete übrig gelassen und uns einen festen Halt an seiner kadosh Stätte gegeben hat, um unsere Augen aufleuchten und uns ein wenig aufleben zu lassen in unserer Knechtschaft.

9,9 Denn wir sind Knechte, aber Haschem hat uns nicht verlassen in unserer Knechtschaft und hat uns die Gunst der Könige von Persien zugewandt, daß er uns wieder aufleben läßt, um das Haus Haschem aufzubauen und es aus seinen Trümmern wieder aufzurichten, damit er uns ein Bollwerk in Yahuda und Yahrushalayim gebe.

9,10 Und nun, Haschem, was sollen wir nach alledem sagen? Wir haben deine Gebote verlassen,

9,11 die du durch deine Knechte, die Propheten, gegeben hast, als sie sagten: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein unreines Land durch die Unreinheit der Völker des Landes mit ihren Greueln, mit denen sie es von einem Ende bis zum andern Ende in ihrer Unreinheit angefüllt haben.

9,12 So sollt ihr nun eure Töchter nicht ihren Söhnen geben, und ihre Töchter sollt ihr nicht für eure Söhne nehmen. Und laßt sie nicht zu Frieden und Wohlstand kommen ewiglich, damit ihr mächtig werdet und das Gut des Landes esst und es euren Kindern vererbt auf ewige Zeiten.

9,13 Aber nach allem, was über uns gekommen ist um unserer bösen Werke und großen Schuld willen - und du, Haschem, hast unsere Missetat nicht bestraft, wie wir's verdient hätten, und hast uns diese Schar von Erretteten gegeben,

9,14 sollten wir wiederum deine Gebote übertreten, daß wir uns vermischten mit den Völkern, die diese Greuel tun? Wirst du nicht über uns zürnen, bis es ganz aus ist, so daß es weder einen Rest noch Entronnene gibt?

9,15 Haschem du bist getreu; denn wir sind übriggeblieben als Errettete, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir in unserer Schuld; darum können wir nicht bestehen vor deinem Angesicht.

10. Kapitel

10,1 Und wie nun Esra vor dem Hause Haschem auf den Knien lag und weinend betete und bekannte, sammelte sich um ihn aus Israel eine sehr große Gemeinde von Männern, Frauen und Kindern; denn das Volk weinte sehr.

10,2 Und Schechanyah, der Sohn Yehïls, von den Söhnen Elam, hob an und sprach zu Esra: Wir haben unserm Haschem die Treue gebrochen, als wir uns fremde Frauen von den Völkern des Landes genommen haben. Nun, es ist trotz allem noch Hoffnung für Israel!

10,3 So laßt uns nun mit unserm Haschem einen Bund schließen, daß wir alle fremden Frauen und die Kinder, die von ihnen geboren sind, hinaustun nach dem Rat meines Herrn und derer, die Gebote unseres Haschem fürchten, daß man tue nach dem Gesetz.

10,4 So steh nun auf! Denn dir gebührtes zu handeln, und wir wollen mit dir sein. Sei getrost und tu es!

10,5 Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern, den Leviten und ganz Israel, daß sie nach diesem Wort tun sollten. Und sie schworen.

10,6 Und Esra ging fort von dem Platz vor dem Hause Haschem und ging in die Kammer Yochanans, des Sohnes Eljaschibs. Und er blieb dort über Nacht, aß kein Brot und trank kein Wasser; denn er trug Leid um den Treubruch derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren.

10,7 Und man ließ ausrufen in Yahuda und Yahrushalayim für alle, die in der Gefangenschaft gewesen waren, daß sie sich in Yahrushalayim versammeln sollten;

10,8 und wer nicht in drei Tagen nach dem Ratschluss der Oberen und Ältesten käme, dessen ganze Habe sollte dem Bann verfallen und er selbst ausgeschlossen sein aus der Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren.

10,9 Da versammelten sich alle Männer von Yahuda und Benjamin in Yahrushalayim auf den dritten Tag, den zwanzigsten im neunten Monat. Und alles Volk saß auf dem Platz vor dem Hause Haschem, zitternd wegen der Sache und des strömenden Regens.

10,10 Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr habt dem Herrn die Treue gebrochen, als ihr euch fremde Frauen genommen und so die Schuld Israels gemehrt habt.

10,11 Bekennt sie nun Haschem, Haschem eurer Väter, und tut seinen Willen und scheidet euch von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen.

10,12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: Es geschehe, wie du uns gesagt hast!

10,13 Aber es ist viel Volk hier, und es ist Regenzeit, und man kann nicht draußen stehen; auch ist es nicht in ein oder zwei Tagen getan, denn wir haben in dieser Sache viel gesündigt.

10,14 Unsere Oberen sollen die ganze Gemeinde vertreten, daß alle, die sich in unsern Städten fremde Frauen genommen haben, zu bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen die Ältesten einer jeden Stadt und ihre Richter, bis der Zorn unseres Haschem um dieser Sache willen von uns gewendet werde.

10,15 Nur Yonatan, der Sohn Asaëls, und Yachseyah, der Sohn Tikwas, widersetzten sich, und Meschullam und Schabbetai, der Levit, halfen ihnen.

10,16 Doch die aus der Gefangenschaft gekommen waren, taten, wie sie versprochen hatten. Und der Priester Esra sonderte sich Männer aus, die Häupter ihrer Sippen, alle namentlich genannt, und sie traten zusammen am ersten Tage des zehnten Monats, um diese Sache zu untersuchen.

10,17 Und sie brachtens zum Abschluss bei allen Männern, die fremde Frauen hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats.

10,18 Und es wurden gefunden unter den Priestern, die sich fremde Frauen genommen hatten: bei den Söhnen Yeshuahs, des Sohnes Yozadaks, und seinen Brüdern: Maaseyah, Elïser, Yarib und Gedalyah,

10,19 und sie gaben die Hand darauf, daß sie ihre Frauen ausstoßen und einen Widder für ihre Schuld als Schuldopfer geben wollten;

10,20 bei den Söhnen Immer: Hanani und Sebadyah;

10,21 bei den Söhnen Harim: Maaseyah, Elia, Schemaja, Yehïl und Usiyah;

10,22 bei den Söhnen Paschhur: Eljoënai, Maaseyah, Yismael, Netanel, Yosabad und Elasa;

10,23 unter den Leviten: Yosabad, Schimi und Kelayah, das ist Kelita, Petachyah, Yahuda und Elïser;

10,24 unter den Sängern: Elyaschib; unter den Torhütern: Schallum, Telem und Uri.

10,25 Unter den übrigen Israeliten: bei den Söhnen Parosch: Ramyah, Yisiyah, Malkiyah, Miyahmin, Eleasar, Haschabyah und Benayah;

10,26 bei den Söhnen Elam: Mattanyah, Secharja, Yehïl, Abdi, Yeremot und EliYah;

10,27 bei den Söhnen Sattu: Eljoënai, Eljaschib, Mattanyah, Yeremot, Sabad und Asisa;

10,28 bei den Söhnen Bebai: Yohanan, Hananyah, Sabbai und Atlai; 10,29 bei den Söhnen Bigewai: Meschullam, Malluch, Adayah, Yaschub, Scheal und Yeremot;

10,30 bei den Söhnen Pahat-Moab: Adna, Kelal, Benayah, Maaseyah, Mattanyah, Bezalel, Binnui und Manasse;

10,31 bei den Söhnen Harim: Elïser, Yischiyah, Malkiyah, Schemaja, Simeon, 10,32 Benjamin, Malluch und Schemaryah;

10,33 bei den Söhnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Yeremai, Manasse und Schimi;

10,34 bei den Söhnen Bani: Maadai, Amram, Uël,

10,35 Benayah, Bedyah, Keluhi, 10,36 Wanja, Meremot, Eljaschib,

10,37 Mattanyah, Mattenai, Yaasai;

10,38 bei den Söhnen Binnui: Schimi,

10,39 Schelemyah, Nathan, Adayah,

10,40 Machnadbai, Schaschai, Scharai,

10,41 Asarel, Schelemyah, Schemaryah,

10,42 Schallum, Amaryah und Yoseph;

10,43 bei den Söhnen Nebo: Yeïël, Mattityah, Sabad, Sebina, Yaddai, Joel und Benayah.

10,44 Diese alle hatten sich fremde Frauen genommen; und nun entließen sie Frauen und Kinder.

 

 
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