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Das Buch Yahchezkel

DAS BUCH EZEKIEL

31. Kapitel

31,1 Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des dritten Monats, da geschah HaschemS Wort zu mir:

31,2 Du Menschenkind, sage zum Pharao, dem König von Mitzrayim, und zu seinem stolzen Volk: Wem bist du gleich in deiner Herrlichkeit?

31,3 Siehe, einem Zedernbaum auf dem Libanon, mit schönen Ästen und dichtem Laub und sehr hoch, so daß sein Wipfel in die Wolken ragte.

31,4 Wasser ließ ihn groß werden und die Flut der Tiefe in die Höhe wachsen. Ihre Ströme gingen rings um seinen Stamm her, und ihre Rinnsale sandte sie zu allen Bäumen auf dem Felde.

31,5 Darum ist er höher geworden als alle Bäume auf dem Felde und trieb viele Äste und lange Zweige; denn er hatte Wasser genug, sich auszubreiten.

31,6 Alle Vögel des Himmels nisteten auf seinen Ästen, und alle Tiere des Feldes hatten Junge unter seinen Zweigen, und unter seinem Schatten wohnten alle großen Völker.

31,7 Er war schön geworden in seiner Größe mit seinen langen Ästen; denn seine Wurzeln hatten viel Wasser.

31,8 So war ihm kein Zedernbaum gleich in HaschemS Garten, und die Zypressen waren seinen Ästen nicht zu vergleichen, und die Platanen waren nichts gegen seine Zweige. Ja, er war so schön wie kein Baum im Garten HaschemS.

31,9 Ich hatte ihn so schön gemacht mit seinen vielen Ästen, daß ihn alle Bäume von Gen Eden im Garten HaschemS beneideten.

31,10 Darum so spricht Haschem: Weil er so hoch geworden war, daß sein Wipfel bis in die Wolken ragte, und weil sein Herz sich erhob, da er so hoch geworden war,

31,11 darum gab ich ihn dem Mächtigsten unter den Völkern in die Hände, daß der mit ihm umginge, wie er verdient hat mit seinem Tun ohne YAH, und ihn vertriebe.

31,12 Fremde hieben ihn um, die Gewalttätigsten unter den Völkern, und ließen ihn liegen. Seine Äste fielen auf die Berge und in alle Täler, und seine Zweige lagen zerbrochen an allen Bächen im Lande, so daß alle Völker auf Erden wegziehen mußten und ihn liegen ließen, weil er keinen Schatten mehr gab.

31,13 Alle Vögel des Himmels saßen auf seinem gefällten Stamm, und alle Tiere des Feldes legten sich auf seine Äste,

31,14 damit sich fortan kein Baum am Wasser wegen seiner Höhe überhebe und seinen Wipfel bis in die Wolken recke und kein Baum am Wasser sich erhebe über die andern. Denn sie müssen alle unter die Erde und dem Tod übergeben werden zu den Menschen, die in die Grube fahren.

31,15 So spricht Haschem: An dem Tage, an dem er hinunter zu den Toten fuhr, da ließ ich die Fluten der Tiefe um ihn trauern und hielt ihre Ströme an, daß die großen Wasser nicht fließen konnten. Ich ließ den Libanon um ihn trauern, daß alle Bäume auf dem Felde um seinetwillen verdorrten.

31,16 Ich erschreckte die Völker, als sie ihn fallen hörten, da ich ihn hinunterstieß zu den Toten, zu denen, die in die Grube gefahren sind. Damit trösteten sich unter der Erde alle Bäume von Eden, die edelsten und besten vom Libanon, alle, die am Wasser gestanden hatten.

31,17 Denn sie mußten auch mit ihm hinunter zu den Toten, zu den mit dem Schwert Erschlagenen, weil sie unter dem Schatten seines Arms gewohnt hatten inmitten der Völker.

31,18 Wem bist du gleich, Pharao, mit deiner Pracht und Herrlichkeit unter den Bäumen von Eden? Und du mußt mit den Bäumen von Eden unter die Erde hinabfahren und unter den Unbeschnittenen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind. So soll es dem Pharao gehen und seinem stolzen Volk, spricht Haschem.

32. Kapitel

32,1 Und es begab sich im elften Jahr am ersten Tag des zwölften Monats, da geschah HaschemS Wort zu mir:

32,2 Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den Pharao, den König von Mitzrayim, und sprich zu ihm: Du Löwe unter den Völkern, wie bist du dahin! Und doch warst du wie ein Drache im Meer und schnaubtest in deinen Strömen und rührtest das Wasser auf mit deinen Füßen und machtest seine Ströme trübe.

32,3 Ich will mein Netz über dich auswerfen durch eine Menge Völker; die sollen dich in meinem Garn heraufholen;

32,4 und ich will dich an Land ziehen und aufs Feld werfen, daß sich alle Vögel des Himmels auf dich setzen sollen und alle Tiere auf Erden von dir satt werden.

32,5 Und ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und mit deinem Aas die Täler füllen.

32,6 Das Land will ich mit deinem Blut tränken bis zu den Bergen, und die Bäche sollen davon voll werden.

32,7 Und wenn du dann ganz dahin bist, so will ich den Himmel verhüllen und seine Sterne verfinstern und die Sonne mit Wolken überziehen, und der Mond soll nicht scheinen.

32,8 Alle Lichter am Himmel lasse ich über dir dunkel werden und bringe eine Finsternis über dein Land, spricht Haschem.

32,9 Dazu will ich die Herzen vieler Völker erschrecken, wenn ich deine Gefangenen unter die Völker bringe, in viele Länder, die du nicht kennst.

32,10 Viele Völker sollen sich über dich entsetzen, und ihren Königen soll vor dir grauen, wenn ich mein Schwert vor ihnen blinken lasse; immer wieder sollen sie zittern, ein jeder um sein Leben, wenn der Tag deines Falls kommt.

32,11 Das Schwert des Königs von Babel soll dich treffen.

32,12 Ich will dein Volk fällen durch das Schwert der Helden, die allesamt die Gewalttätigsten unter den Völkern sind; sie werden die Herrlichkeit Mitzrayims verheeren und sein stolzes Volk vernichten.

32,13 Und ich will alle seine Tiere umbringen an den großen Wassern, daß keines Menschen Fuß und keines Tieres Klaue sie mehr trübe machen soll.

32,14 Alsdann will ich seine Wasser klar machen, daß seine Ströme fließen wie Öl,

32,15 wenn ich das Land Mitzrayim verwüste und alles, was im Land ist, öde mache und alle, die darin wohnen, erschlage, und sie sollen erfahren, daß ich Haschem bin. -

32,16 Das ist ein Klagelied, und man soll es singen; ja, die Töchter der Völker sollen es singen, über Mitzrayim und sein stolzes Volk sollen sie klagen, spricht Haschem.

32,17 Und im elften Jahr am fünfzehnten Tag desselben Monats geschah HaschemS Wort zu mir:

32,18 Du Menschenkind, wehklage über das stolze Volk in Mitzrayim und stoß es hinab mit den Töchtern der starken Völker, tief unter die Erde zu denen, die in die Grube gefahren sind.

32,19 Vor wem hast du nun etwas voraus an Schönheit? Hinunter mit dir! Lege dich zu den Unbeschnittenen!

32,20 Sie werden fallen mitten unter denen, die mit dem Schwert erschlagen sind. Das Schwert ist schon gefaßt und gezückt über ihr stolzes Volk.

32,21 Von ihm werden sagen unter der Erde die starken Helden mit ihren Helfern: Sie sind hinuntergefahren und liegen da, die Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen.

32,22 Da liegt Assur mit seinem ganzen Volk, ringsherum seine Gräber, sie alle erschlagen und durchs Schwert gefallen!

32,23 Seine Gräber bekam es ganz hinten in der Grube, und sein Volk liegt ringsumher begraben, alle erschlagen und durchs Schwert gefallen, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen.

32,24 Da liegt Elam mit seinem stolzen Volk, ringsherum seine Gräber, sie alle erschlagen und durchs Schwert gefallen, hinuntergefahren als Unbeschnittene unter die Erde, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind.

32,25 Man hat sie mitten unter die Erschlagenen gelegt mit ihrem stolzen Volk, ringsherum ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit dem Schwert Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind, und bei den Erschlagenen liegen.

32,26 Da liegen Meschech und Tubal mit ihrem stolzen Volk, ringsherum ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit dem Schwert Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen.

32,27 Sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen und mit ihrer Kriegswehr zu den Toten gefahren sind, denen man ihre Schwerter unter ihre Häupter gelegt und ihre Schilde über ihre Gebeine gedeckt hat, die gefürchtete Helden waren im Lande der Lebendigen.

32,28 Du aber mußt inmitten der Unbeschnittenen begraben sein und bei denen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind.

32,29 Da liegt Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die in ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen getan wurden; da liegen sie bei den Unbeschnittenen und denen, die in die Grube gefahren sind.

32,30 Da sind alle Fürsten des Nordens und alle Sidonier, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind, und ihre schreckliche Gewalt ist zuschanden geworden; sie müssen als Unbeschnittene bei denen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind, und ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube gefahren sind.

32,31 Diese alle wird der Pharao sehen und sich trösten über sein stolzes Volk. Mit dem Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Heer.

32,32 Denn ich setzte ihn zum Schrecken im Lande der Lebendigen, aber nun liegt er bei den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen, der Pharao und sein stolzes Volk, spricht Haschem.

33. Kapitel

33,1 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

33,2 Du Menschenkind, rede zu den Söhnen deines Volks und sprich zu ihnen: Wenn ich das Schwert über ein Land bringe und das Volk des Landes nimmt einen Mann aus seiner Mitte und macht ihn zu seinem Wächter 33,3 und er sieht das Schwert kommen über das Land und bläst die Posaune und warnt das Volk

33,4 wer nun den Hall der Posaune hört und will sich nicht warnen lassen, und das Schwert kommt und nimmt ihn weg, dessen Blut wird auf seinen Kopf kommen.

33,5 Denn er hat den Hall der Posaune gehört und sich dennoch nicht warnen lassen; darum wird sein Blut auf ihn kommen. Wer sich aber warnen läßt, der wird sein Leben davonbringen.

33,6 Wenn aber der Wächter das Schwert kommen sieht und nicht die Posaune bläst und sein Volk nicht warnt und das Schwert kommt und nimmt einen von ihnen weg, so wird der wohl um seiner Sünde willen weggenommen; aber sein Blut will ich von der Hand des Wächters fordern.

33,7 Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zum Wächter gesetzt über das Haus Israel. Wenn du etwas aus meinem Munde hörst, sollst du sie in meinem Namen YAH warnen.

33,8 Wenn ich nun zu dem Leute die meinen Namen YAH leugnen sage: Du Mensch der meinen Namen YAH verleugnest mußt des Todes sterben! und du sagst ihm das nicht, um den der meinen Namen YAH verleugnet vor seinem Wege zu warnen, so wird er, der, der meinen Namen YAH leugnet, um seiner Sünde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.

33,9 Warnst du aber den Menschen der meinen Namen YAH leugnet vor seinem Wege, daß er von ihm umkehre, und er will von seinem Wege nicht umkehren, so wird er um seiner Sünde willen sterben, aber du hast dein Leben errettet.

33,10 Und nun, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprecht: Unsere Sünden und Missetaten liegen auf uns, daß wir darunter vergehen; wie können wir denn leben?

33,11 So sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Haschem: ich habe kein Gefallen am Tode des Menschen der meinen Namen YAH verleugnet, sondern daß der, der meinen Namen YAH verleugnet umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?

33,12 Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Böses tut, so wird's ihm nicht helfen, daß er gerecht gewesen ist; und wenn ein Mensch meinen Namen YAH leugnet und umkehrt zu MIR YAH, so soll's ihm nicht schaden, daß er meinen Namen YAH verleugnet hat. Auch der Gerechte kann nicht am Leben bleiben, wenn er sündigt.

33,13 Denn wenn ich zu dem Gerechten spreche: Du sollst leben! und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Böses, so soll aller seiner Gerechtigkeit nicht mehr gedacht werden, sondern er soll sterben um des Bösen willen, das er getan hat.

33,14 Und wenn ich zum Menschen sage der meinen Namen YAH verleugnet spreche: Du sollst sterben! und er bekehrt sich von seiner Sünde und tut, was recht und gut ist,

33,15 - so daß der meinen Namen YAH verleugnete das Pfand zurückgibt und erstattet, was er geraubt hat, und nach den Satzungen des Lebens wandelt und nichts Böses tut -, so soll er am Leben bleiben und nicht sterben,

33,16 und all seiner Sünden, die er getan hat, soll nicht mehr gedacht werden, denn er hat nun getan, was recht und gut ist; darum soll er am Leben bleiben.

33,17 Aber dein Volk spricht: «Haschem handelt nicht recht», während doch sie nicht recht handeln.

33,18 Wenn der Gerechte sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und Unrecht tut, so muß er deshalb sterben.

33,19 Und wenn sich der Mensch der deinen Namen YAH verleugnet von seiner Götzendienst bekehrt und tut, was recht und gut ist, so soll er deshalb am Leben bleiben.

33,20 Und doch sprecht ihr: «Haschem handelt nicht recht», während ich doch einen jeden von euch, ihr vom Hause Israel, nach seinem Handeln richte.

33,21 Und es begab sich im 11. Jahr unserer Gefangenschaft am 5. Tag des 10. Monats, da kam zu mir ein Entronnener von Yahrushalayim und sprach: Die Stadt ist genommen.

33,22 Und die Hand HaschemS war über mich gekommen am Abend, bevor der Entronnene kam, und er tat mir meinen Mund auf, als jener am Morgen zu mir kam. Und mein Mund wurde aufgetan, so daß ich nicht mehr stumm sein mußte.

33,23 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

33,24 Du Menschenkind, die Bewohner jener Trümmer im Lande Israels sprechen: Awraham war ein einzelner Mann und nahm dies Land in Besitz; wir aber sind viele, so gehört uns das Land erst recht.

33,25 Darum sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Ihr habt das Fleisch über dem Blut gegessen und eure Augen zu den Götzen aufgehoben und Blut vergossen - und dann wollt ihr das Land besitzen?

33,26 Ihr verlaßt euch auf euer Schwert und übt Greuel, und einer schändet die Frau des andern - und dann wollt ihr das Land besitzen?

33,27 So sprich zu ihnen: So spricht Haschem: So wahr ich lebe sollen alle, die in den Trümmern wohnen, durchs Schwert fallen, und die auf freiem Felde sind, will ich den Tieren zum Fraß geben, und die in den Festungen und Höhlen sind, sollen an der Pest sterben.

33,28 Denn ich will das Land ganz verwüsten und seiner Hoffart und Macht ein Ende machen, daß das Gebirge Israel so zur Wüste wird, daß niemand mehr hindurchzieht.

33,29 Und sie sollen erfahren, daß ich Haschem bin, wenn ich das Land ganz verwüste um aller ihrer Greuel willen, die sie verübt haben. Gegen die leichtfertigen Hörer des prophetischen Wortes

33,30 Und du, Menschenkind, dein Volk redet über dich an den Mauern und in den Haustüren, und einer spricht zum andern: Kommt doch und laßt uns hören, was das für ein Wort ist, das vom Haschem ausgeht.

33,31 Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk so zusammenkommt, und vor dir sitzen als mein Volk und werden deine Worte hören, aber nicht danach tun, sondern ihr Mund ist voll von Liebesweisen, und danach tun sie, und hinter ihrem Gewinn läuft ihr Herz her.

33,32 Und siehe, du bist für sie wie einer, der Liebeslieder singt, der eine schöne Stimme hat und gut spielen kann. Sie hören wohl deine Worte, aber sie tun nicht danach.

33,33 Wenn es aber kommt - und siehe, es kommt! -, so werden sie erfahren, daß ein Prophet unter ihnen gewesen ist.

34. Kapitel

34,1 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

34,2 Du Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels, weissage und sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Wehe den Hirten Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?

34,3 Aber ihr eßt das Fett und kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Gemästete, aber die Schafe wollt ihr nicht weiden.

34,4 Das Schwache stärkt ihr nicht, und das Kranke heilt ihr nicht, das Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrte holt ihr nicht zurück und das Verlorene sucht ihr nicht; das Starke aber tretet ihr nieder mit Gewalt.

34,5 Und meine Schafe sind zerstreut, weil sie keinen Hirten haben, und sind allen wilden Tieren zum Fraß geworden und zerstreut.

34,6 Sie irren umher auf allen Bergen und auf allen hohen Hügeln und sind über das ganze Land zerstreut, und niemand ist da, der nach ihnen fragt oder auf sie achtet.

34,7 Darum hört, ihr Hirten, HaschemS Wort!

34,8 So wahr ich lebe, spricht Haschem: weil meine Schafe zum Raub geworden sind und meine Herde zum Fraß für alle wilden Tiere, weil sie keinen Hirten hatten und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragten, sondern die Hirten sich selbst weideten, aber meine Schafe nicht weideten,

34,9 darum, ihr Hirten, hört HaschemS Wort!

34,10 So spricht Haschem: Siehe, ich will an die Hirten und will meine Herde von ihren Händen fordern; ich will ein Ende damit machen, daß sie Hirten sind, und sie sollen sich nicht mehr selbst weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Rachen, daß sie nicht mehr fressen sollen.

34,11 Denn so spricht Haschem: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.

34,12 Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.

34,13 Ich will sie aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.

34,14 Ich will sie auf die beste Weide führen, und auf den hohen Bergen in Israel sollen ihre Auen sein; da werden sie auf guten Auen lagern und fette Weide haben auf den Bergen Israels.

34,15 Ich selbst will meine Schafe weiden, und ich will sie lagern lassen, spricht Haschem.

34,16 Ich will das Verlorene wieder suchen und das Verirrte zurückbringen und das Verwundete verbinden und das Schwache stärken und, was fett und stark ist, behüten; ich will sie weiden, wie es recht ist.

34,17 Aber zu euch, meine Herde, spricht Haschem: Siehe, ich will richten zwischen Schaf und Schaf und Widdern und Böcken.

34,18 Ist's euch nicht genug, die beste Weide zu haben, daß ihr die übrige Weide mit Füßen tretet, und klares Wasser zu trinken, daß ihr auch noch hineintretet und es trübe macht,

34,19 so daß meine Schafe fressen müssen, was ihr mit euren Füßen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Füßen trübe gemacht habt?

34,20 Darum spricht Haschem: Siehe, ich will selbst richten zwischen den fetten und den mageren Schafen;

34,21 weil ihr mit Seite und Schulter drängtet und die Schwachen von euch stießet mit euren Hörnern, bis ihr sie alle hinausgetrieben hattet,

34,22 will ich meiner Herde helfen, daß sie nicht mehr zum Raub werden soll, und will richten zwischen Schaf und Schaf.

34,23 Und ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, nämlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein,

34,24 aber mein Knecht Dawid soll der Fürst unter ihnen sein; das sage ich, Haschem.

34,25 Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und alle bösen Tiere aus dem Lande ausrotten, daß sie sicher in der Steppe wohnen und in den Wäldern schlafen können.

34,26 Ich will sie und alles, was um meinen Hügel her ist, segnen und auf sie regnen lassen zu rechter Zeit. Das sollen gnädige Regen sein,

34,27 daß die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen und das Land seinen Ertrag gibt, und sie sollen sicher auf ihrem Lande wohnen und sollen erfahren, daß ich Haschem bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie errettet habe aus der Hand derer, denen sie dienen mußten.

34,28 Und sie sollen nicht mehr den Völkern zum Raub werden, und kein wildes Tier im Lande soll sie mehr fressen, sondern sie sollen sicher wohnen, und niemand soll sie schrecken.

34,29 Und ich will ihnen eine Pflanzung aufgehen lassen zum Ruhm, daß sie nicht mehr Hunger leiden sollen im Lande und die Schmähungen der Heiden nicht mehr ertragen müssen.

34,30 Und sie sollen erfahren, daß ich, Haschem bei ihnen bin und daß die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Haschem.

34,31 Ja, ihr sollt meine Herde sein, die Herde meiner Weide, und ich will Haschem euer Retter sein.

35. Kapitel

35,1 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

35,2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen das Gebirge Seïr und weissage gegen Edom

35,3 und sprich zu ihm: So spricht YHWW: Siehe, ich will an dich, du Gebirge Seïr, und meine Hand gegen dich ausstrecken und will dich ganz und gar zur Wüste machen.

35,4 Ich will deine Städte öde machen, daß du zur Wüste werden sollst, und du sollst erfahren, daß ich Haschem bin.

35,5 Weil ihr ewige Feindschaft hattet gegen die Israeliten und sie dem Schwert preisgegeben habt, als es ihnen übel ging und ihre Schuld zum Ende führte, -

35,6 darum, so wahr ich lebe, spricht Haschem, will ich auch dich bluten lassen, und du sollst dem Blutbad nicht entrinnen. Weil du dich mit Blut verschuldet hast, soll auch dein Blut fließen.

35,7 Und ich will das Gebirge Seïr wüst und öde machen und alle ausrotten, die dort hin- und herziehen.

35,8 Und ich will seine Berge mit Erschlagenen füllen, seine Hügel, seine Täler und alle seine Bachläufe - überall sollen vom Schwert Erschlagene liegen.

35,9 Ja, zu einer ewigen Wüste will ich dich machen, daß niemand mehr in deinen Städten wohnt, und ihr sollt erfahren, daß ich Haschem bin.

35,10 Weil du sprachst: «Diese beiden Völker mit ihren beiden Ländern müssen mein werden, und wir wollen sie in Besitz nehmen» - obgleich YAH dort wohnt -,

35,11 darum, so wahr ich lebe, spricht Haschem, will ich an dir handeln mit demselben Zorn und derselben Leidenschaft, mit denen du an ihnen gehandelt hast in deinem Haß, und will mich an ihnen kundtun, wenn ich dich richte.

35,12 Und du sollst erfahren, daß ich, Haschem, all deine Lästerreden gegen die Berge Israels gehört habe, als du sagtest: Sie sind verwüstet und uns zum Fraß gegeben.

35,13 So habt ihr euch gegen mich gerühmt und frech gegen mich geredet; das habe ich gehört.

35,14 So spricht Haschem: Ich will dich zur Wüste machen, daß sich alles Land freuen soll.

35,15 Und wie du dich gefreut hast über das Erbe des Hauses Israel, weil es verwüstet war, ebenso will ich mit dir tun: das Gebirge Seïr soll zur Wüste werden mit ganz Edom, und sie sollen erfahren, daß ich Haschem bin.

36. Kapitel

36,1 Und du, Menschenkind, weissage den Bergen Israels und sprich: Hört HaschemS Wort, ihr Berge Israels!

36,2 Weil der Feind über euch frohlockt: «Ha, die ewigen Höhen sind nun unser Besitz geworden!»,

36,3 darum weissage und sprich: Weil man euch allenthalben verwüstet und vertilgt und ihr zum Besitz der übriggebliebenen Heiden geworden und übel ins Gerede der Leute gekommen seid,

36,4 darum hört, ihr Berge Israels, das Wort HaschemS! So spricht Haschem zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Tälern, zu den öden Trümmern und verlassenen Städten, die den übriggebliebenen Heiden ringsumher zum Raub und Spott geworden sind, -

36,5 Wahrlich, ich habe in meinem feurigen Eifer geredet gegen die Heiden, die übriggeblieben sind, und gegen ganz Edom, die mein Land in Besitz genommen haben mit Freude von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, um es zu verheeren und zu plündern.

36,6 Darum weissage über das Land Israels und sprich zu den Bergen und Hügeln, zu den Bächen und Tälern: Siehe, ich rede in meinem Eifer und Grimm, weil ihr solche Schmach von den Heiden tragen mußtet.

36,7 Darum Ich hebe meine Hand auf zum Schwur: Wahrlich, eure Nachbarn, die Heiden ringsumher, sollen ihre Schande tragen.

36,8 Aber ihr Berge Israels sollt wieder grünen und eure Frucht bringen meinem Volk Israel, denn bald sollen sie heimkehren.

36,9 Denn siehe, ich will mich wieder zu euch kehren und euch mein Angesicht zuwenden, daß ihr angebaut und besät werdet.

36,10 Und ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus Israel insgesamt, und die Städte sollen wieder bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden.

36,11 Ja, ich lasse Menschen und Vieh auf euch zahlreich werden; sie sollen sich mehren und fruchtbar sein. Und ich will euch wieder bewohnt sein lassen wie früher und will euch mehr Gutes tun als je zuvor, und ihr sollt erfahren, daß ich Haschem bin.

36,12 Ich will wieder Menschen über euch ziehen lassen, nämlich mein Volk Israel; die werden dich besitzen, und du sollst ihr Erbteil sein und ihnen die Kinder nicht mehr nehmen.

36,13 So spricht Haschem: Weil man das von euch sagt: «Du hast Menschen gefressen und deinem Volk die Kinder genommen»,

36,14 darum sollst du nun nicht mehr Menschen fressen und deinem Volk nicht mehr die Kinder nehmen, spricht Haschem.

36,15 Und ich will dich nicht mehr die Schmähungen der Heiden hören lassen, und du sollst den Spott der Heiden nicht mehr tragen und sollst deinem Volk nicht mehr die Kinder nehmen.

36,16 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

36,17 Du Menschenkind, als das Haus Israel in seinem Lande wohnte und es unrein machte mit seinem Wandel und Tun, daß ihr Wandel vor mir war wie die Unreinheit einer Frau, wenn sie ihre Tage hat,

36,18 da schüttete ich meinen Grimm über sie aus um des Blutes willen, das sie im Lande vergossen, und weil sie es unrein gemacht hatten durch ihre Götzen.

36,19 Und ich zerstreute sie unter die Heiden und versprengte sie in die Länder und richtete sie nach ihrem Wandel und Tun.

36,20 So kamen sie zu den Heiden; aber wohin sie kamen, entweihten sie meinen ehrwürdigen Namen, weil man von ihnen sagte: «Sie sind Haschem Volk und haben doch aus ihrem Lande fortziehen müssen!»

36,21 Da tat es mir leid um meinen qadosh Namen YAH den das Haus Israel zerstört unter den Heiden, wohin sie auch kamen.

36,22 Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht Haschem: Ich tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines qadosh Namens YAH willen, den ihr zerstört habt unter den Heiden, wohin ihr auch gekommen seid.

36,23 Denn ich will meinen großen Namen YAH, der vor den Heiden entwürdigt ist, den ihr unter ihnen entwürdigt habt, wieder vollkommen machen. Und die Heiden sollen erfahren, daß ich Haschem bin, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, daß ich qadosh bin.

36,24 Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen,

36,25 und ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.

36,26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben.

36,27 Ich will meinen Verstand in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.

36,28 Und ihr sollt wohnen im Lande, das ich euren Vätern gegeben habe, und sollt mein Volk sein, und ich will YAH sein.

36,29 Ich will euch von all eurer Unreinheit erlösen und will das Korn rufen und will es mehren und will keine Hungersnot über euch kommen lassen.

36,30 Ich will die Früchte auf den Bäumen und den Ertrag auf dem Felde mehren, daß euch die Heiden nicht mehr verspotten, weil ihr hungern müßt.

36,31 Dann werdet ihr an euren bösen Wandel denken und an euer Tun, das nicht gut war, und werdet euch selbst zuwider sein um eurer Sünde und eures Götzendienstes willen.

36,32 Nicht um euretwillen tue ich das, spricht Haschem, das sollt ihr wissen, sondern ihr werdet euch schämen müssen und schamrot werden, ihr vom Hause Israel, über euren Wandel.

36,33 Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde von allen euren Sünden, will ich die Städte wieder bewohnt sein lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.

36,34 Das verwüstete Land soll wieder gepflügt werden, nachdem es verheert war vor den Augen aller, die vorüberzogen.

36,35 Und man wird sagen: Dies Land war verheert, und jetzt ist's wie der Gen Eden, und diese Städte waren zerstört, öde und niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind bewohnt.

36,36 Und die Heiden, die um euch her übriggeblieben sind, sollen erfahren, daß ich Haschem bin, der da baut, was niedergerissen ist, und pflanzt, was verheert war. Ich, Haschem, sage es und tue es auch.

36,37 Auch darin will ich mich vom Hause Israel bitten lassen, daß ich dies ihnen tue: Ich will die Menschen bei ihnen mehren wie eine Herde.

36,38 Wie eine qadosh Herde, wie eine Herde in Yahrushalayim an ihren Festen, so sollen die verwüsteten Städte voll Menschenherden werden, und sie sollen erfahren, daß ich Haschem bin.

37. Kapitel

37,1 HaschemS Hand kam über mich, und er führte mich hinaus mit RUACHAH  und stellte mich mitten auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.

37,2 Und er führte mich überall hindurch. Und siehe, es lagen sehr viele Gebeine über das Feld hin, und siehe, sie waren ganz verdorrt.

37,3 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinst du wohl, daß diese Gebeine wieder lebendig werden? Und ich sprach: Haschem, du weißt es.

37,4 Und er sprach zu mir: Weissage über diese Gebeine und sprich zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret HaschemS Wort!

37,5 Siehe, ich will Odem in euch bringen, daß ihr wieder lebendig werdet.

37,6 Ich will euch Sehnen geben und lasse Fleisch über euch wachsen und überziehe euch mit Haut und will euch Odem geben, daß ihr wieder lebendig werdet; und ihr sollt erfahren, daß ich Haschem bin.

37,7 Und ich weissagte, wie mir befohlen war. Und siehe, da rauschte es, als ich weissagte, und siehe, es regte sich, und die Gebeine rückten zusammen, Gebein zu Gebein.

37,8 Und ich sah, und siehe, es wuchsen Sehnen und Fleisch darauf, und sie wurden mit Haut überzogen; es war aber noch kein Odem in ihnen.

37,9 Und er sprach zu mir: Weissage zum Odem; weissage, du Menschenkind, und sprich zum Odem: So spricht Haschem: Odem, komm herzu von den vier Winden und blase diese Getöteten an, daß sie wieder lebendig werden!

37,10 Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Odem in sie, und sie wurden wieder lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein überaus großes Heer.

37,11 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Gebeine sind das ganze Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere Hoffnung ist verloren, und es ist aus mit uns.

37,12 Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Siehe, ich will eure Gräber auftun und hole euch, mein Volk, aus euren Gräbern herauf und bringe euch ins Land Israels.

37,13 Und ihr sollt erfahren, daß ich Haschem bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole.

37,14 Und ich will meinen Odem in euch geben, daß ihr wieder leben sollt, und will euch in euer Land setzen, und ihr sollt erfahren, daß ich Haschem bin. Ich rede es und tue es auch, spricht Haschem.

37,15 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

37,16 Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: «Für Yahuda und Israel, die sich zu ihm halten.» Und nimm noch ein Holz und schreibe darauf: «Holz Ephraims, für Josef und das ganze Haus Israel, das sich zu ihm hält.»

37,17 Und füge eins an das andere, daß es ein Holz werde in deiner Hand.

37,18 Wenn nun dein Volk zu dir sprechen wird: Willst du uns nicht zeigen, was du damit meinst?,

37,19 so sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Siehe, ich will das Holz Yosephs, das in der Hand Ephraims ist, nehmen samt den Stämmen Israels, die sich zu ihm halten, und will sie zu dem Holz Yahudas tun und ein Holz daraus machen, und sie sollen eins sein in meiner Hand.

37,20 Und so sollst du die Hölzer, auf die du geschrieben hast, in deiner Hand halten vor ihren Augen

37,21 und sollst zu ihnen sagen: So spricht Haschem: Siehe, ich will die Israeliten herausholen aus den Heiden, wohin sie gezogen sind, und will sie von überall her sammeln und wieder in ihr Land bringen

37,22 und will ein einziges Volk aus ihnen machen im Land auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen König haben und sollen nicht mehr zwei Völker sein und nicht mehr geteilt in zwei Königreiche.

37,23 Und sie sollen sich nicht mehr unrein machen mit ihren Elohims-Götze-Baal-Jesus-Paulus und Greuelbildern und allen ihren Sünden. Ich will sie retten von allen ihren Abwegen, auf denen sie gesündigt haben, und will sie reinigen, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr YAH sein.

37,24 Und mein Knecht Dawid soll ihr König sein und der einzige Hirte für sie alle. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und danach tun.

37,25 Und sie sollen wieder in dem Lande wohnen, das ich meinem Knecht Yaqob gegeben habe, in dem eure Väter gewohnt haben. Sie und ihre Kinder und Kindeskinder sollen darin wohnen für immer, und mein Knecht Dawid soll für immer ihr Fürst sein.

37,26 Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens schließen, der soll ein ewiger Bund mit ihnen sein. Und ich will sie erhalten und mehren, und mein Tempel soll unter ihnen sein für immer.

37,27 Ich will unter ihnen wohnen und will ihre Familie  YAH sein, und sie sollen mein Volk sein,

37,28 damit auch die Heiden erfahren, daß ich YAH bin, der Israel qadosh macht hat, wenn mein Tempel für immer unter ihnen sein wird.

38. Kapitel

38,1 Und HaschemS Wort geschah zu mir:

38,2 Du Menschenkind, richte dein Angesicht auf Gog, der im Lande Magog ist und der Fürst von Rosch, Meschech und Tubal, und weissage gegen ihn

38,3 und sprich: So spricht Haschem: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal!

38,4 Siehe, ich will dich herumlenken und dir einen Haken ins Maul legen und will dich ausziehen lassen mit deinem ganzen Heer, mit Roß und Mann, die alle voll gerüstet sind; und sie sind ein großer Heerhaufe, die alle kleine und große Schilde und Schwerter tragen.

38,5 Du führst mit dir Perser, Kuschiter und Libyer, die alle Schild und Helm tragen,

38,6 dazu Gomer und sein ganzes Heer, die vom Hause Togarma, die im Norden wohnen, mit ihrem ganzen Heer; ja, du führst viele Völker mit dir.

38,7 Wohlan, rüste dich gut, du und alle deine Heerhaufen, die bei dir sind, und sei du ihr Heerführer!

38,8 Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher.

38,9 Du wirst heraufziehen und daherkommen wie ein Sturmwetter und wirst sein wie eine Wolke, die das Land bedeckt, du und dein ganzes Heer und die vielen Völker mit dir.

38,10 So spricht Haschem: Zu jener Zeit werden dir Gedanken kommen, und du wirst auf Böses sinnen

38,11 und denken: «Ich will das Land überfallen, das offen daliegt, und über die kommen, die still und sicher leben, die alle ohne Mauern dasitzen und haben weder Riegel noch Tore»,

38,12 damit du rauben und plündern kannst und deine Hand an die zerstörten Orte legst, die wieder bewohnt sind, und an das Volk, das aus den Heiden gesammelt ist und sich Vieh und Güter erworben hat und in der Mitte der Erde wohnt.

38,13 Saba, Dedan und die Kaufleute von Tarsis und alle seine Gewaltigen werden zu dir sagen: Bist du gekommen, zu rauben, und hast du deine Heerhaufen versammelt, zu plündern, um Silber und Gold wegzunehmen und Vieh und Güter zu sammeln und große Beute zu machen?

38,14 Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht Haschem: Ist's nicht so? Wenn mein Volk Israel sicher wohnen wird, dann wirst du aufbrechen.

38,15 Und wirst kommen aus deinem Ort, vom äußersten Norden, du und viele Völker mit dir, alle zu Ross, ein großer Heerhaufe und eine gewaltige Macht,

38,16 du wirst heraufziehen gegen mein Volk Israel wie eine Wolke, die das Land bedeckt. Am Ende der Zeit wird das geschehen. Ich will dich aber dazu über mein Land kommen lassen, daß die Heiden mich erkennen, wenn ich an dir, Gog, vor ihren Augen zeige, daß ich qadosh bin.

38,17 So spricht Haschem: Du bist doch der, von dem ich vorzeiten geredet habe durch meine Diener, die Propheten in Israel, die in jener Zeit weissagten, daß ich dich über sie kommen lassen wollte?

38,18 Und es wird geschehen zu der Zeit, wenn Gog kommen wird über das Land Israels, spricht Haschem, wird mein Zorn in mir aufsteigen.

38,19 Und ich sage in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns: Wahrlich, zu der Zeit wird ein großes Erdbeben sein im Lande Israels,

38,20 daß vor meinem Angesicht erbeben sollen die Fische im Meer, die Vögel unter dem Himmel, die Tiere auf dem Felde und alles, was sich regt und bewegt auf dem Lande, und alle Menschen, die auf der Erde sind. Und die Berge sollen niedergerissen werden und die Felswände und alle Mauern zu Boden fallen.

38,21 Und ich will über ihn das Schwert herbeirufen auf allen meinen Bergen, spricht Haschem, daß jeder sein Schwert gegen den andern erhebt.

38,22 Und ich will ihn richten mit Pest und Blutvergießen und will Platzregen mit Hagel, Feuer und Schwefel über ihn und sein Heer und über die vielen Völker kommen lassen, die mit ihm sind.

38,23 So will ich mich herrlich und vollkommen erweisen und mich zu erkennen geben vor vielen Heiden, daß sie erfahren, daß ich Haschem bin.

39. Kapitel

39,1 Und du, Menschenkind, weissage gegen Gog und sprich: So spricht Haschem: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der Fürst bist von Rosch, Meschech und Tubal.

39,2 Siehe, ich will dich herumlenken und herbeilocken aus dem äußersten Norden und auf die Berge Israels bringen

39,3 und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die Pfeile aus deiner rechten Hand.

39,4 Auf den Bergen Israels sollst du fallen, du mit deinem ganzen Heer und mit den Völkern, die bei dir sind. Ich will dich den Raubvögeln, allem was fliegt, und den Tieren auf dem Felde zum Fraß geben.

39,5 Du sollst auf freiem Felde fallen; denn ich habe es gesagt, spricht Haschem.

39,6 Und ich will Feuer werfen auf Magog und auf die Bewohner der Inseln, die so sicher wohnen, und sie sollen erfahren, daß ich Haschem bin.

39,7 Und ich will meinen vollkommenen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel und will meinen vollkommenen Namen nicht länger schänden lassen, sondern die Heiden sollen erfahren, daß ich Haschem bin, der Mächtige in Israel.

39,8 Siehe, es kommt und geschieht, spricht Haschem; das ist der Tag, von dem ich geredet habe.

39,9 Und die Bürger in den Städten Israels werden herausgehen und Feuer anzünden und die Waffen verbrennen, kleine und große Schilde, Bogen und Pfeile, Keulen und Spieße. Und sie werden sieben Jahre lang Feuer damit machen;

39,10 sie brauchen kein Holz auf dem Felde zu holen oder im Walde zu schlagen, sondern von den Waffen werden sie Feuer machen und werden die berauben, von denen sie beraubt sind, und plündern, von denen sie geplündert sind, spricht Haschem.

39,11 Und zu der Zeit soll es geschehen, da will ich Gog einen Ort geben zum Begräbnis in Israel, nämlich das Tal der Wanderer östlich vom Meer, und das wird den Wanderern den Weg versperren. Dort wird man Gog mit seinem ganzen Heerhaufen begraben; und es soll heißen «Tal der Heerhaufen des Gog».

39,12 Und das Haus Israel wird sie sieben Monate lang begraben, damit das Land gereinigt werde.

39,13 Ja, alles Volk des Landes wird an ihnen zu begraben haben; und sie werden Ruhm davon haben an dem Tage, an dem ich meine Herrlichkeit erweise, spricht Haschem.

39,14 Und sie werden Leute aussondern, die ständig im Lande umhergehen, die Leichen zu begraben, die noch auf dem Lande liegen, damit es gereinigt werde. Nach sieben Monaten sollen sie beginnen nachzuforschen.

39,15 Und wenn sie im Lande umhergehen und Menschengebeine sehen, sollen sie ein Zeichen aufrichten, bis die Totengräber sie auch im «Tal der Heerhaufen des Gog» begraben.

39,16 Auch soll eine Stadt «Stadt der Heerhaufen» heißen. So werden sie das Land reinigen.

39,17 Du Menschenkind, so spricht Haschem: Sage den Vögeln, allem was fliegt, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt herbei, findet euch zusammen von überall her zu meinem Schlachtopfer, das ich euch schlachte, einem großen Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und freßt Fleisch und sauft Blut!

39,18 Fleisch der Starken sollt ihr fressen, und Blut der Fürsten auf Erden sollt ihr saufen, der Widder und Lämmer, der Böcke und Stiere, all des Mastviehs aus Baschan.

39,19 Und ihr sollt Fett fressen, bis ihr satt werdet, und Blut saufen, bis ihr trunken seid von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte.

39,20 Sättigt euch von Rossen und Reitern, von Starken und all den Kriegsleuten an meinem Tisch, spricht Haschem.

39,21 Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, daß alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten habe, und meine Hand, die ich an sie gelegt habe.

39,22 Und das Haus Israel soll erfahren, daß ich, Haschem, ihr Haschem bin, von dem Tage an und fernerhin,

39,23 und die Heiden sollen erkennen, daß das Haus Israel um seiner Missetat willen weggeführt worden ist. Weil sie sich an mir versündigt hatten, darum habe ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie übergeben in die Hände ihrer Widersacher, daß sie allesamt durchs Schwert fallen mußten.

39,24 Ich habe ihnen getan, was sie mit ihrer Unreinheit und ihren Übertretungen verdient haben, und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen.

39,25 Darum - so spricht Haschem: Nun will ich das Geschick Yaqobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen Namen eifern.

39,26 Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie schreckt

39,27 und ich sie aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt habe, daß ich vollkommen bin.

39,28 Dann werden sie erkennen, daß ich, Haschem bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und nicht einen von ihnen dort zurücklasse.

39,29 Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Haschem.

40. Kapitel

40,1 Im fünfundzwanzigsten Jahr unserer Gefangenschaft, im Anfang des Jahres, am zehnten Tag des Monats, im vierzehnten Jahr, nachdem die Stadt eingenommen war, eben an diesem Tag kam die Hand HaschemS über mich und führte mich dorthin, -

40,2 in göttlichen Gesichten führte er mich ins Land Israel und stellte mich auf einen sehr hohen Berg; darauf war etwas wie der Bau einer Stadt gegen Süden.

40,3 Und als er mich dorthin gebracht hatte, siehe, da war ein Mann, der war anzuschauen wie Erz. Er hatte eine leinene Schnur und eine Messrute in seiner Hand und stand unter dem Tor.

40,4 Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, sieh her und höre fleißig zu und merke auf alles, was ich dir zeigen will; denn dazu bist du hierher gebracht, daß ich dir dies zeige, damit du alles, was du hier siehst, verkündigest dem Hause Israel.

40,5 Und siehe, es ging eine Mauer außen um das Gotteshaus ringsherum. Und der Mann hatte die Messrute in der Hand; die war sechs Ellen lang - jede Elle war eine Handbreit länger als eine gewöhnliche Elle. Und er maß das Mauerwerk: es war eine Rute dick und auch eine Rute hoch.

40,6 Und er ging zum Tor, das an der Ostseite lag, und ging seine Stufen hinauf und maß die Schwelle des Tores: eine Rute tief.

40,7 Und jede Nische des Tores war eine Rute lang und eine Rute breit, und der Raum zwischen den Nischen des Tores war fünf Ellen breit. Und auch die Schwelle des Tores an der Vorhalle des Tores gegen den Tempel hin maß eine Rute.

40,8 Und er maß die Vorhalle des Tores:

40,9 acht Ellen; und ihre Pfeiler: zwei Ellen. Und die Vorhalle des Tores lag gegen den Tempel hin.

40,10 Und die Nischen des Tores, das an der Ostseite lag, waren drei auf jeder Seite, jede so weit wie die andere, und die Pfeiler auf beiden Seiten waren gleich breit.

40,11 Und er maß die Weite der Öffnung des Tores: zehn Ellen; und die Länge des Torweges: dreizehn Ellen.

40,12 Und vorn an den Nischen war eine Schranke, auf beiden Seiten je eine Elle; aber die Nischen waren je sechs Ellen auf beiden Seiten.

40,13 Dazu maß er das Tor von der Rückwand der Nischen auf der einen Seite bis zur Rückwand der Nischen auf der andern Seite: fünfundzwanzig Ellen; eine Öffnung lag der andern gegenüber.

40,14 Und er maß die Öffnung der Vorhalle: zwanzig Ellen; und bis zum Pfeiler des Tores reichte der Vorhof ringsum.

40,15 Und vom Tor, wo man von außen hineintritt, bis zur Vorhalle am inneren Tor waren es fünfzig Ellen.

40,16 Und es waren Fenster mit Stäben davor an den Nischen nach innen am Tor auf beiden Seiten. Ebenso waren auch Fenster an der Vorhalle nach innen auf beiden Seiten, und an den Pfeilern waren Palmwedel dargestellt.

40,17 Und er führte mich weiter zum äußeren Vorhof, und siehe, da waren Kammern und ein Pflaster rings um den Vorhof angelegt. Dreißig Kammern lagen an dem Pflaster.

40,18 Und das Pflaster lief auch zur Seite der Tore, die ganze Seitenwand der Tore entlang; das war das untere Pflaster.

40,19 Und er maß die Breite des Vorhofs von dem unteren Tor an bis außen vor den inneren Vorhof: hundert Ellen. Das war der Osten. Und nun der Norden!

40,20 Er maß auch das Tor am äußeren Vorhof, das an der Nordseite lag, nach der Länge und Breite.

40,21 Das hatte auf jeder Seite drei Nischen, und seine Pfeiler und seine Vorhalle waren ebenso groß wie am ersten Tor: fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.

40,22 Und seine Fenster und seine Vorhalle und seine Palmwedel waren gleich wie am Tor an der Ostseite; und es hatte sieben Stufen, die man hinaufging, und hatte seine Vorhalle auf der Innenseite.

40,23 Und ein Tor zum inneren Vorhof lag gegenüber diesem Tor, das an der Nordseite lag, wie bei dem Tor an der Ostseite; und er maß hundert Ellen von einem Tor zum andern.

40,24 Danach führte er mich nach Süden, und siehe, da war auch ein Tor an der Südseite, und er maß seine Pfeiler und seine Vorhalle; sie waren gleich den andern.

40,25 Und es waren Fenster an ihm und an seiner Vorhalle ringsherum gleich jenen Fenstern, und es war fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.

40,26 Und sieben Stufen führten hinauf, und es hatte eine Vorhalle auf der Innenseite, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf jeder Seite.

40,27 Und es gab auch ein Tor zum inneren Vorhof an der Südseite; und er maß hundert Ellen von dem einen Südtor zum andern. Der innere Vorhof und seine Torbauten

40,28 Und er führte mich weiter durchs Südtor in den inneren Vorhof und maß dieses Tor: es war gleich groß wie die andern

40,29 mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in gleicher Größe und mit Fenstern an ihm und an der Vorhalle ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.

40,30 Und es gab eine Vorhalle ringsherum: fünfundzwanzig Ellen lang und fünf Ellen breit.

40,31 Und die Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt; es waren aber acht Stufen hinaufzugehen.

40,32 Danach führte er mich in den inneren Vorhof auf die Ostseite und maß das Tor: es war gleich groß wie die andern

40,33 mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle in gleicher Größe und mit Fenstern an ihm und an der Vorhalle ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.

40,34 Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden Seiten, und acht Stufen waren hinaufzugehen.

40,35 Danach führte er mich zum Nordtor und maß es: es war gleich groß wie die andern

40,36 mit seinen Nischen, seinen Pfeilern und seiner Vorhalle und den Fenstern an ihm ringsherum: es war fünfzig Ellen lang und fünfundzwanzig Ellen breit.

40,37 Und seine Vorhalle lag gegen den äußeren Vorhof hin, und Palmwedel waren an ihren Pfeilern dargestellt auf beiden Seiten, und acht Stufen waren hinaufzugehen. Die Tische für die Opfer und die Kammern für die Priester

40,38 Und am Tor - gegen Osten - war eine Kammer, und ihr Eingang war bei der Vorhalle des Tores; dort wäscht man die Brandopfer.

40,39 Und in der Vorhalle des Tores standen auf beiden Seiten zwei Tische, auf denen man die Brandopfer, Sündopfer und Schuldopfer schlachtet.

40,40 Und außen, an der Seite, für den, der zum Tor hinaufgeht, nach Norden hin, standen zwei Tische und an der andern Seite der Vorhalle des Tores auch zwei Tische.

40,41 So standen auf jeder Seite des Tores vier Tische; das sind zusammen acht Tische, auf denen man schlachtet.

40,42 Und vier Tische zum Brandopfer waren aus gehauenen Steinen, je anderthalb Ellen lang und breit und eine Elle hoch; darauf legt man die Geräte, mit denen man Brandopfer und Schlachtopfer schlachtet.

40,43 Und Gabelhaken, eine Hand breit, waren am Gebäude fest angebracht an beiden Seiten, und über den Tischen waren Dächer, um das Opferfleisch gegen Regen und Hitze zu schützen.

40,44 Und außen vor dem inneren Tor waren zwei Kammern im inneren Vorhof: die eine an der Seite neben dem Nordtor, die schaute nach Süden; die andere an der Seite neben dem Südtor, die schaute nach Norden.

40,45 Und er sprach zu mir: Die Kammer, die nach Süden schaut, gehört den Priestern, die im Hause Dienst tun;

40,46 aber die Kammer, die nach Norden schaut, gehört den Priestern, die am Altar dienen. Dies sind die Söhne Zadok, die als einzige unter den Söhnen Levi vor Haschem treten dürfen, um ihm zu dienen.

40,47 Und er maß den Vorhof: hundert Ellen lang und hundert Ellen breit im Geviert; und der Altar stand vor dem Tempel.

40,48 Und er führte mich hinein zur Vorhalle des Tempels und maß die Pfeiler der Vorhalle: fünf Ellen auf jeder Seite; und das Tor: vierzehn Ellen; und die Wände zu beiden Seiten an der Tür: drei Ellen auf jeder Seite.

40,49 Aber die Vorhalle war zwanzig Ellen breit und zwölf Ellen tief und hatte zehn Stufen, die man hinaufging, und Säulen standen an den Pfeilern, auf jeder Seite eine.

 

 
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