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Das Buch Shemoth (Namen)

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)

1. Kapitel

1,1 Dies sind die Namen der Söhne Yisraels, die mit ihren Vater nach Mitsrayim kamen; ein jeder kam mit seinem Hause:

1,2 Ruben, Simeon, Levi, Yahuda,

1,3 Issachar, Sebulon, Benjamin,

1,4 Dan, Naftali, Gad, Asser.

1,5 Und alle leiblichen Nachkommen Yisraels zusammen waren siebzig an Zahl. Yoseph aber war schon vorher in Mitsrayim.

1,6 Als nun Yoseph gestorben war und alle seine Brüder und alle, die zu der Zeit gelebt hatten,

1,7 wuchsen die Nachkommen Yisraels und zeugten Kinder und mehrten sich und wurden überaus stark, so daß von ihnen das Land voll ward.

1,8 Da kam ein neuer König auf in Mitsrayim, der wusste nichts von Yoseph

1,9 und sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk Yisrael ist mehr und stärker als wir.

1,10 Wohlan, wir wollen sie mit List niederhalten, daß sie nicht noch mehr werden. Denn wenn ein Krieg ausbräche, könnten sie sich auch zu unsern Feinden schlagen und gegen uns kämpfen und aus dem Lande ausziehen.

1,11 Und man setzte Fronvögte über sie, die sie mit Zwangsarbeit bedrücken sollten. Und sie bauten dem Pharao die Städte Pitom und Ramses als Vorratsstädte.

1,12 Aber je mehr sie das Volk bedrückten, desto stärker mehrte es sich und breitete sich aus. Und es kam sie ein Grauen an vor Yisrael.

1,13 Da zwangen die Mitsrayim die Yisraeliten unbarmherzig zum

1,14 und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit in Ton und Ziegeln und mit mancherlei Frondienst auf dem Felde, mit all ihrer Arbeit, die sie ihnen auflegten ohne Erbarmen.

1,15 Und der König von Mitsrayim sprach zu den hebräischen Hebammen, von denen die eine Schifra hieß und die andere Pua:

1,16 Wenn ihr den hebräischen Frauen helft und bei der Geburt seht, daß es ein Sohn ist, so tötet ihn; ist's aber eine Tochter, so laßt sie leben.

1,17 Aber die Hebammen fürchteten HASHEM und taten nicht, wie der König von Mitsrayim ihnen gesagt hatte, sondern ließen die Kinder leben.

1,18 Da rief der König von Mitsrayim die Hebammen und sprach zu ihnen: Warum tut ihr das, daß ihr die Kinder leben laßt?

1,19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: Die hebräischen Frauen sind nicht wie die Frauen aus Mitsrayim, denn sie sind kräftige Frauen. Ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren.

1,20 Darum tat HASHEM den Hebammen Gutes. Und das Volk mehrte sich und wurde sehr stark.

1,21 Und weil die Hebammen HASHEM fürchteten, segnete ER ihre Häuser.

1,22 Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk und sprach: Alle Söhne, die geboren werden, werft in den Nil, aber alle Töchter laßt leben

2. Kapitel

2,1 Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm ein Mädchen aus dem Hause Levi zur Frau.

2,2 Und sie ward schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, daß es ein feines Kind war, verbarg sie ihn drei Monate.

2,3 Als sie ihn aber nicht länger verbergen konnte, machte sie ein Kästlein von Rohr und verklebte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte das Kästlein in das Schilf am Ufer des Nils.

2,4 Aber seine Schwester stand von ferne, um zu erfahren, wie es ihm ergehen würde.

2,5 Und die Tochter des Pharao ging hinab und wollte baden im Nil, und ihre Gespielinnen gingen am Ufer hin und her. Und als sie das Kästlein im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und ließ es holen.

2,6 Und als sie es auftat, sah sie das Kind, und siehe, das Knäblein weinte. Da jammerte es sie, und sie sprach: Es ist eins von den hebräischen Kindlein.

2,7 Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und eine der hebräischen Frauen rufen, die da stillt, daß sie dir das Kindlein stille?

2,8 Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin. Das Mädchen ging hin und rief die Mutter des Kindes.

2,9 Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm das Kindlein mit und stille es mir; ich will es dir lohnen. Die Frau nahm das Kind und stillte es.

2,10 Und als das Kind groß war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie nannte ihn Moshe; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.

2,11 Zu der Zeit, als Moshe groß geworden war, ging er hinaus zu seinen Brüdern und sah ihren Frondienst und nahm wahr, daß einer aus Mitsrayim einen seiner hebräischen Brüder schlug.

2,12 Da schaute er sich nach allen Seiten um, und als er sah, daß kein Mensch da war, erschlug er den Mann aus Mitsrayim und verscharrte ihn im Sande.

2,13 Am andern Tage ging er wieder hinaus und sah zwei hebräische Männer miteinander streiten und sprach zu dem, der im Unrecht war: Warum schlägst du deinen Nächsten?

2,14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Aufseher oder Richter über uns gesetzt? Willst du mich auch umbringen, wie du den Mann aus Mitsrayim umgebracht hast? Da fürchtete sich Moshe und sprach: Wie ist das bekannt geworden?

2,15 Und es kam vor den Pharao; der trachtete danach, Moshe zu töten. Aber Moshe floh vor dem Pharao und hielt sich auf im Lande Midian. Und er setzte sich nieder bei einem Brunnen.

2,16 Der Priester aber in Midian hatte sieben Töchter; die kamen, Wasser zu schöpfen, und füllten die Rinnen, um die Schafe ihres Vaters zu tränken.

2,17 Da kamen Hirten und stießen sie weg. Moshe aber stand auf und half ihnen und tränkte ihre Schafe.

2,18 Und als sie zu ihrem Vater Reguïl kamen, sprach er: Warum seid ihr heute so bald gekommen?

2,19 Sie sprachen: Ein Mann aus Mitsrayim stand uns bei gegen die Hirten und schöpfte für uns und tränkte die Schafe.

2,20 Er sprach zu seinen Töchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann draußen gelassen? Ladet ihn doch ein, mit uns zu essen.

2,21 Und Moshe willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Moshe seine Tochter Zippora zur Frau.

2,22 Die gebar einen Sohn, und er nannte ihn Gershom; denn, sprach er, ich bin ein Fremdling geworden im fremden Lande.

2,23 Lange Zeit aber danach starb der König von Mitsrayim. Und die Yisraeliten seufzten über ihre Knechtschaft und schrien, und ihr Schreien über ihre Knechtschaft kam vor HASHEM.

2,24 HASHEM erhörte ihr Wehklagen und gedachte seines Bundes mit Abraham, Yitzchaq und Yisrael.

2,25 HASHEM sah auf die Yisraeliten und nahm sich ihrer an.

3. Kapitel

3,1 Moshe aber hütete die Schafe Yitros, seines Schwiegervaters, des Priesters in Midian, und trieb die Schafe über die Steppe hinaus und kam an den Berg HASHEM, den Horeb.

3,2 HASHEMS erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem Dornbusch. Und er sah, daß der Busch im Feuer brannte und doch nicht verzehrt wurde.

3,3 Da sprach er: Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen, warum der Busch nicht verbrennt.

3,4 Als aber HASHEM sah, daß er hinging, um zu sehen, rief ER ihn aus dem Busch und sprach: Moshe, Moshe! Er antwortete: Hier bin ich.

3,5 HASHEM sprach: Tritt nicht herzu, zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn der Ort, darauf du stehst, ist Kodesh Erez!

3,6 HASHEM zeigte sich Moshe und erklärte ihm wer er ist, ich habe deinen Vater Abraham meinen Namen "HASHEM" gegeben, auch Yitzchaq und auch Yisrael. Und Moshe verhüllte sein Angesicht; denn er fürchtete sich, HASHEM anzuschauen.

3,7 HASHEM sprach: Ich habe das Elend meines Volks in Mitsrayim gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt.

3,8 Und ich bin hernieder gefahren, daß ich sie errette aus der Hand von Mitsrayim und sie herausführe aus diesem Lande in ein gutes und weites Land, in ein Land, darin Milch und Honig fließt, in das Gebiet der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.

3,9 Weil denn nun das Geschrei der Yisraeliten vor mich gekommen ist und ich dazu ihre Not gesehen habe, wie die Herrscher von Mitsrayim sie bedrängen,

3,10 so geh nun hin, ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Yisraeliten, aus Mitsrayim führst.

3,11 Moshe sprach zu HASHEM: Wer bin ich, daß ich zum Pharao gehe und führe die Yisraeliten aus Mitsrayim?

3,12 Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, daß ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus Mitsrayim geführt hast, werdet ihr Mir opfern auf diesem Berge.

3,13 Moshe sprach zu HASHEM: Siehe, wenn ich zu den Yisraeliten komme und spreche zu ihnen: HASHEM eurer Väter hat mich zu euch gesandt, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name, was soll ich ihnen sagen?

3,14 HASHEM sprach zu Moshe: HASHEM hat mich zu euch gesandt.

3,15 HASHEM eurer Väter, HASHEM Abrahams, HASHEM Yitzchaq, HASHEM Yisraels, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name auf ewig, mit dem man mich anrufen soll von Geschlecht zu Geschlecht.

3,16 Darum geh hin und versammle die Ältesten von Yisrael und sprich zu ihnen: HASHEM eurer Väter, ist mir erschienen, HASHEM Abrahams, der HASHEM Yitzchaqs, der HASHEM Yisraels, und hat gesagt: Ich habe mich euer angenommen und gesehen, was euch in Mitzrayim widerfahren ist,

3,17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Mitzrayim führen in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hiwiter und Yebusiter, in das Land, darin Milch und Honig fließt.

3,18 Und sie werden auf dich hören. Danach sollst du mit den Ältesten Yisraels hineingehen zum König von Mitzrayim und zu ihm sagen: HASHEM der Hebräer, ist uns erschienen. So lass uns nun gehen drei Tagereisen weit in die Wüste, daß wir opfern HASHEM, unserm HASHEM.

3,19 Aber ich weiß, daß euch der König von Mitzrayim nicht wird ziehen lassen, er werde denn gezwungen durch eine starke Hand.

3,20 Daher werde ich meine Hand ausstrecken und Mitzrayim schlagen mit all den Wundern, die ich darin tun werde. Danach wird er euch ziehen lassen.

3,21 Auch will ich diesem Volk Gunst verschaffen bei den Herrschern von Mitzrayim, daß, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer auszieht,

3,22 sondern jede Frau soll sich von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silbernes und goldenes Geschmeide und Kleider geben lassen. Die sollt ihr euren Söhnen und Töchtern anlegen und von den Menschen Mitzrayims als Beute nehmen.

4. Kapitel

4,1 Moshe antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf mich hören, sondern werden sagen: HASHEM ist dir nicht erschienen.

4,2 HASHEM sprach zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er sprach: Einen Stab.

4,3 Wirf ihn auf die Erde. Und er warf ihn auf die Erde; da ward er zur Schlange, und Moshe floh vor ihr.

4,4 Aber HASHEM sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie beim Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie ward zum Stab in seiner Hand.

4,5 HASHEM sprach: Darum werden sie glauben, daß ICH dir erschienen bin.

4,6 ER sprach weiter zu Moshe: Stecke deine Hand in den Bausch deines Gewandes. Und er steckte sie hinein. Und als er sie wieder herauszog, siehe, da war sie aussätzig wie Schnee.

4,7 Und er sprach: Tu sie wieder in den Bausch deines Gewandes. Und er tat sie wieder hinein. Und als er sie herauszog, siehe, da war sie wieder wie sein anderes Fleisch.

4,8 HASHEM sprach: Wenn sie dir nun nicht glauben und nicht auf dich hören werden bei dem einen Zeichen, so werden sie dir doch glauben bei dem andern Zeichen.

4,9 Wenn sie aber diesen zwei Zeichen nicht glauben und nicht auf dich hören werden, so nimm Wasser aus dem Nil und gieß es auf das trockene Land; dann wird das Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, Blut werden auf dem trockenen Land.

4,10 Moshe aber sprach zu dem HASHEM: Ach, HASHEM, ich bin von jeher nicht beredt gewesen, auch jetzt nicht, seitdem du mit deinem Knecht redest; denn ich hab eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.

4,11 HASHEM sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen? Oder wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe ich's nicht getan?

4,12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was du sagen sollst.

4,13 Moshe aber sprach: HASHEM, sende, wen du senden willst.

4,14 Da wurde HASHEM sehr zornig über Moshe und sprach: Weiß ich denn nicht, daß dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er wird dir entgegen-kommen, und wenn er dich sieht, wird er sich von Herzen freuen.

4,15 Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt.

4,16 Und er soll für dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du sollst für ihn mein Sprachrohr sein.

4,17 Und diesen Stab nimm in deine Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst.

4,18 Moshe ging hin und kam wieder zu Yitro, seinem Schwiegervater, und sprach zu ihm: Lass mich doch gehen, daß ich wieder zu meinen Brüdern komme, die in Mitzrayim sind, und sehe, ob sie noch leben. Yitro sprach zu ihm: Geh hin SHALOM.

4,19 Auch sprach HASHEM zu Moshe in Midian: Geh hin und zieh wieder nach Mitzrayim, denn die Leute sind tot, die dir nach dem Leben trachteten.

4,20 So nahm denn Moshe seine Frau und seinen Sohn und setzte sie auf einen Esel und zog wieder nach Mitzrayim und nahm den Stab HASHEM in seine Hand.

4,21 HASHEM sprach zu Moshe: Sieh zu, wenn du wieder nach Mitzrayim kommst, daß du alle die Wunder tust vor dem Pharao, die ich in deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, daß er das Volk nicht ziehen lassen wird.

4,22 Und du sollst zu ihm sagen: So spricht HASHEM: Yisrael ist mein erstgeborener Sohn;

4,23 und ich gebiete dir, daß du meinen Sohn ziehen läßt, daß er mir diene. Wirst du dich weigern, so will ich deinen erstgeborenen Sohn töten.

4,24 Und als Moshe unterwegs in der Herberge war, kam ihm HASHEM entgegen und wollte ihn töten.

4,25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut und berührte damit seine Scham und sprach: Du bist mir ein Blutbräutigam.

4,26 Da ließ er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbräutigam um der Beschneidung willen.

4,27 Und der HASHEM sprach zu Aaron: Geh hin Mose entgegen in die Wüste. Und er ging hin und begegnete ihm am Berge HASHEM und küßte ihn.

4,28 Und Mose tat Aaron kund alle Worte HASHEM'S, der ihn gesandt hatte, und alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.

4,29 Und sie gingen hin und versammelten alle Ältesten der Yisraeliten.

4,30 Und Aaron sagte alle Worte, die der HASHEM mit Mose geredet hatte, und Mose tat die Zeichen vor dem Volk.

4,31 Und das Volk glaubte. Und als sie hörten, daß der HASHEM sich der Yisraeliten angenommen und ihr Elend angesehen habe, neigten sie sich und beteten an.

5. Kapitel

5,1 Danach gingen Mose und Aaron hin und sprachen zum Pharao: So spricht HASHEM, HASHEM Yisraels: Laß mein Volk ziehen, daß es mir ein Fest halte in der Wüste.

5,2 Der Pharao antwortete: Wer ist der HASHEM, daß ich ihm gehorchen müsse und Yisrael ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem HASHEM, will auch Yisrael nicht ziehen lassen.

5,3 Sie sprachen: Der HASHEM der Hebräer ist uns erschienen. So laß uns nun hinziehen drei Tagereisen weit in die Wüste und dem HASHEM, opfern, daß er uns nicht schlage mit Pest oder Schwert.

5,4 Da sprach der König von Mitzrayim zu ihnen: Mose und Aaron, warum wollt ihr das Volk von seiner Arbeit freimachen? Gehet hin an eure Dienste!

5,5 Weiter sprach der Pharao: Siehe, sie sind schon mehr als das Volk des Landes, und ihr wollt sie noch feiern lassen von ihrem Dienst!

5,6 Darum befahl der Pharao am selben Tage den Vögten des Volks und ihren Aufsehern und sprach:

5,7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr Häcksel geben, daß sie Ziegel machen, wie bisher; laßt sie selbst hingehen und Stroh dafür zusammenlesen.

5,8 Aber die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen gleichwohl auferlegen und nichts davon ablassen, denn sie gehen müßig; darum schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm HASHEM opfern.

5,9 Man drücke die Leute mit Arbeit, daß sie zu schaffen haben und sich nicht um falsche Reden kümmern.

5,10 Da gingen die Vögte des Volks und ihre Aufseher hinaus und sprachen zum Volk: So spricht der Pharao: Man wird euch kein Häcksel mehr geben.

5,11 Geht ihr selbst hin und beschafft euch Häcksel, wo ihr's findet; aber von eurer Arbeit soll euch nichts erlassen werden.

5,12 Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land Mitzrayim, um Stroh zu sammeln, damit sie Häcksel hätten.

5,13 Und die Vögte trieben sie an und sprachen: Erfüllt euer Tagewerk wie damals, als ihr Häcksel hattet.

5,14 Und die Aufseher aus den Reihen der Yisraeliten, die die Vögte des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es wurde zu ihnen gesagt: Warum habt ihr nicht auch heute euer festgesetztes Tagewerk getan wie bisher?

5,15 Da gingen die Aufseher der Yisraeliten hin und schrien zu dem Pharao: Warum verfährst du so mit deinen Knechten?

5,16 Man gibt deinen Knechten kein Häcksel, und wir sollen dennoch die Ziegel machen, die uns bestimmt sind; und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und du versündigst dich an deinem Volke.

5,17 Der Pharao sprach: Ihr seid müßig, müßig seid ihr; darum sprecht ihr: Wir wollen hinziehen HASHEM opfern.

5,18 So geht nun hin und tut euren Frondienst! Häcksel soll man euch nicht geben, aber die Anzahl Ziegel sollt ihr schaffen.

5,19 Da sahen die Aufseher der Yisraeliten, daß es mit ihnen übel stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts ablassen von dem Tagewerk an Ziegeln.

5,20 Und als sie von dem Pharao weggingen, begegneten sie Moshe und Aaron, die dastanden und auf sie warteten,

5,21 und sprachen zu ihnen: HASHEM richte seine Augen wider euch und strafe es, daß ihr uns in Verruf gebracht habt vor dem Pharao und seinen Großen und habt ihnen so das Schwert in ihre Hände gegeben, uns zu töten.

5,22 Moshe aber kam wieder zu HASHEM und sprach: HASHEM warum tust du so übel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?

5,23 Denn seitdem ich hingegangen bin zum Pharao, um mit ihm zu reden in deinem Namen, hat er das Volk noch härter geplagt, und du hast dein Volk nicht errettet.

6. Kapitel

6,1 Da sprach HASHEM zu Moshe: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde; denn durch eine starke Hand gezwungen, muß er sie ziehen lassen, ja er muß sie, durch eine starke Hand gezwungen, aus seinem Lande treiben.

6,2 HASHEM redete mit Moshe und sprach zu ihm:

6,3 schau ich habe mich Abraham, Yitzchaq, und Yisrael zu erkennen gegeben und ihnen meinen Namen HASHEM offenbart.

6,4 Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, daß ich ihnen geben will das Land Kanaan, das Land, in dem sie Fremdlinge gewesen sind.

6,5 Auch habe ich gehört die Wehklage der Yisraeliten, die die Herrscher in Mitzrayim ihnen mit Frondiensten beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.

6,6 Darum sage den Yisraeliten: HASHEM will euch wegführen von den Lasten, die euch die Herrscher Mitzrayims auflegen, und will euch erretten von eurem Frondienst und will euch erlösen mit ausgerecktem Arm und durch große Gerichte;

6,7 ich will euch annehmen zu meinem Volk und will euer HASHEM sein, daß ihr's erfahren sollt, daß ich HASHEM bin,

6,8 und euch bringe in das Land, um dessentwillen ich meine Hand zum Schwur erhoben habe, daß ich's geben will Abraham, Yitzchaqs und Yisrael; das will ich euch zu eigen geben.

6,9 Moshe sagte das den Yisraeliten; aber sie hörten nicht auf ihn vor Kleinmut und harter Arbeit.

6,10 Da redete HASHEM mit Moshe und sprach:

6,11 Geh hin und rede mit dem Pharao, dem König von Mitzrayims, daß er Yisrael aus seinem Lande ziehen lasse.

6,12 Moshe aber redete vor HASHEM und sprach: Siehe, die Yisraeliten hören nicht auf mich; wie sollte denn der Pharao auf mich hören! Dazu bin ich ungeschickt zum Reden.

6,13 So redete HASHEM mit Moshe und Aaron und ordnete sie ab an die Yisraeliten und an den Pharao, den König von Mitzrayim, um Yisrael aus Mitzrayim zu führen.

6,14 Dies sind die Häupter ihrer Sippen: Das sind die Geschlechter von Ruben. Die Söhne Rubens, des ersten Sohnes Yisraels, sind diese: Henoch, Pallu, Hezron, Karmi.

6,15 Das sind Simeons Geschlechter Die Söhne Simeons sind diese: Yemuël, Yamin, Ohad, Yachin, Zohar und Shaul, der Sohn der Kanaaniterin.

6,16 Dies sind die Namen der Söhne Levis nach ihrem Stammesverzeichnis: Gershon, Kehat, Merari. Und Levi wurde 137 Jahre alt.

6,17 Die Söhne Gershons sind diese: Libni und Shimi nach ihren Geschlechtern.

6,18 Die Söhne Kehats sind diese: Amram, Yizhar, Hebron, Usïl. Kehat aber wurde 133 Jahre alt.

6,19 Das sind die Geschlechter Levis nach ihrem Stammesverzeichnis. Die Söhne Meraris sind diese: Machli und Muschi.

6,20 Amram nahm Yochebed, die Schwester seines Vaters, zur Frau; die gebar ihm Aaron und Moshe. Und Amram wurde 137 Jahre alt.

6,21 Die Söhne Yizhars sind diese: Korach, Nefeg, Sichri.

6,22 Die Söhne Usïls sind diese: Mischaël, Elizafan, Sitri.

6,23 Aaron nahm zur Frau Elishebah, die Tochter Amminadabs, Nachshons Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Yitamar.

6,24 Das sind die Geschlechter der Korachiter. Die Söhne Korachs sind diese: Assir, Elkana, Abiasaf.

6,25 Eleasar aber, Aarons Sohn, nahm eine Frau von den Töchtern Putïls; die gebar ihm den Pinhas. Das sind die Häupter der Leviten nach ihren Geschlechtern.

6,26 Das sind Aaron und Moshe, zu denen HASHEM sprach: Führt die Yisraeliten nach ihren Scharen geordnet aus Mitzrayim!

6,27 Sie sind es, die mit dem Pharao, dem König von Mitzrayim, redeten, um die Yisraeliten aus Mitzrayim zu führen.

6,28 Und als HASHEM mit Moshe in Mitzrayim redete,

6,29 sage dem Pharao, dem König von Mitzrayim, alles, was ich mit dir rede.

6,30 Moshe antwortete: Siehe, ich bin ungeschickt zum Reden; wie wird denn der Pharao auf mich hören?

7. Kapitel

7,1 HASHEM sprach zu Moshe: Siehe, ich habe dich zu MEINEM SPRACHROHR gesetzt für den Pharao, und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.

7,2 Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein Bruder, soll es vor dem Pharao reden, damit er die Yisraeliten aus seinem Lande ziehen lasse.

7,3 Aber ich will das Herz des Pharao verhärten und viele Zeichen und Wunder tun in Mitzrayim.

7,4 Und der Pharao wird nicht auf euch hören. Dann werde ich meine Hand auf Mitzrayim legen und durch große Gerichte meine Heerscharen, mein Volk Yisrael, aus Mitzrayim führen.

7,5 Und die Menschen in Mitzrayim sollen innewerden, daß ich HASHEM bin, wenn ich meine Hand über Mitzrayim ausstrecken und die Yisraeliten aus ihrer Mitte wegführen werde.

7,6 Moshe und Aaron taten, wie ihnen HASHEM geboten hatte.

7,7 Und Moshe war achtzig Jahre und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, als sie mit dem Pharao redeten.

7,8 HASHEM sprach zu Moshe und Aaron:

7,9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Weist euch aus durch ein Wunder! , so sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn hin vor dem Pharao, daß er zur Schlange werde!

7,10 Da gingen Moshe und Aaron hinein zum Pharao und taten, wie ihnen HASHEM geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab hin vor dem Pharao und vor seinen Großen, und er ward zur Schlange.

7,11 Da ließ der Pharao die Weisen und Zauberer rufen, und die Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten:

7,12 Ein jeder warf seinen Stab hin, da wurden Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.

7,13 Das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie HASHEM gesagt hatte.

7,14 HASHEM sprach zu Moshe: Das Herz des Pharao ist hart; er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.

7,15 Geh hin zum Pharao morgen früh. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt ihm entgegen am Ufer des Nils und nimm den Stab in deine Hand, der zur Schlange wurde,

7,16 und sprich zu ihm: HASHEM, hat mich zu dir gesandt und dir sagen lassen: Lass mein Volk ziehen, daß es mir diene in der Wüste. Aber du hast bisher nicht hören wollen.

7,17 Darum spricht HASHEM: Daran sollst du erfahren, daß ich HASHEM bin: Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, auf das Wasser schlagen, das im Nil ist, und es soll in Blut verwandelt werden,

7,18 daß die Fische im Strom sterben und der Strom stinkt. Und Den Menschen in Mitzrayim wird es ekeln, das Wasser aus dem Nil zu trinken.

7,19 HASHEM sprach zu Moshe: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke deine Hand aus über die Wasser in Mitzrayim, über ihre Ströme und Kanäle und Sümpfe und über alle Wasserstellen, daß sie zu Blut werden, und es sei Blut in ganz Mitzrayim, selbst in den hölzernen und steinernen Gefäßen.

7,20 Moshe und Aaron taten, wie ihnen HASHEM geboten hatte, und Moshe hob den Stab und schlug ins Wasser, das im Nil war, vor dem Pharao und seinen Großen. Und alles Wasser im Strom wurde in Blut verwandelt.

7,21 Und die Fische im Strom starben, und der Strom wurde stinkend, so daß die Menschen in Mitzrayim das Wasser aus dem Nil nicht trinken konnten; und es war Blut in ganz Mitzrayim.

7,22 Und die Zauberer Mitzrayims taten ebenso mit ihren Künsten. So wurde das Herz des Pharao verstockt, und er hörte nicht auf Moshe und Aaron, wie HASHEM gesagt hatte.

7,23 Und der Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.

7,24 Aber alle Menschen Mitzrayims gruben am Nil entlang nach Wasser zum Trinken, denn das Wasser aus dem Strom konnten sie nicht trinken.

7,25 Und das währte sieben Tage lang, nachdem HASHEM den Strom geschlagen hatte.

7,26 “Da sprach HASHEM zu Moshe“: Geh hin zum Pharao und sage zu ihm: So spricht Lass mein Volk ziehen, daß es mir diene!

7,27 Wenn du dich aber weigerst, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Fröschen plagen,

7,28 daß der Nil von Fröschen wimmeln soll. Die sollen herauf kriechen und in dein Haus kommen, in deine Schlafkammer, auf dein Bett, auch in die Häuser deiner Großen und deines Volks, in deine Backöfen und in deine Backtröge;

7,29 ja, die Frösche sollen auf dich selbst und auf dein Volk und auf alle deine Großen kriechen.

8. Kapitel

8,1 HASHEM sprach zu Moshe: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit deinem Stabe über die Ströme, Kanäle und Sümpfe und lass Frösche über Mitzrayim kommen.

8,2 Und Aaron reckte seine Hand aus über die Wasser in Mitzrayim, und es kamen Frösche herauf, so daß Mitzrayim bedeckt wurde.

8,3 Da taten die Zauberer ebenso mit ihren Künsten und ließen Frösche über Mitzrayim kommen.

8,4 Da ließ der Pharao Moshe und Aaron rufen und sprach: Bittet HASHEM für mich, daß er die Frösche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich das Volk ziehen lassen, daß es HASHEM opfere.

8,5 Moshe sprach: Bestimme über mich in deiner Majestät, wann ich für dich, für deine Großen und für dein Volk bitten soll, daß bei dir und in deinem Haus die Frösche vertilgt werden und allein im Nil bleiben.

8,6 Er sprach: Morgen. Moshe antwortete: Ganz wie du gesagt hast; auf daß du erfahrest, daß niemand ist wie HASHEM.

8,7 Die Frösche sollen von dir, von deinem Hause, von deinen Großen und von deinem Volk weichen und allein im Nil übrig bleiben.

8,8 So gingen Moshe und Aaron vom Pharao. Und Moshe schrie zu HASHEM wegen der Frösche, wie er dem Pharao zugesagt hatte.

8,9 HASHEM tat, wie Moshe gesagt hatte, und die Frösche starben in den Häusern, in den Höfen und auf dem Felde.

8,10 Und man häufte sie zusammen, hier einen Haufen und da einen Haufen, und das Land stank davon.

8,11 Als aber der Pharao merkte, daß er Luft bekommen hatte, verhärtete er sein Herz und hörte nicht auf sie, wie der HASHEM gesagt hatte.

8,12 HASHEM sprach zu Moshe: Sage Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlag in den Staub der Erde, daß er zu Stechmücken werde in ganz Mitzrayim.

8,13 Sie taten so, und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und schlug in den Staub auf der Erde. Und es kamen Mücken und setzten sich an die Menschen und an das Vieh; aller Staub der Erde ward zu Mücken in ganz Mitzrayim.

8,14 Die Zauberer taten ebenso mit ihren Künsten, um Mücken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mücken waren sowohl an den Menschen als am Vieh.

8,15 Da sprachen die Zauberer zum Pharao: Das ist HASHEMS Finger. Aber das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hörte nicht auf sie, wie HASHEM gesagt hatte.

8,16 Und HASHEM sprach zu Moshe: Mach dich morgen früh auf und tritt vor den Pharao, wenn er hinaus ans Wasser geht, und sage zu ihm: So spricht HASHEM: Lass mein Volk ziehen, daß es mir diene;

8,17 wenn nicht, siehe, so will ich Stechfliegen kommen lassen über dich, deine Großen, dein Volk und dein Haus, das die Häuser der Menschen aus Mitzrayim und das Land, auf dem sie wohnen, voller Stechfliegen werden sollen.

8,18 An dem Lande Goschen aber, wo sich mein Volk aufhält, will ich an dem Tage etwas Besonderes tun, daß dort keine Stechfliegen seien, damit du innewerdest, daß ich HASHEM bin, inmitten dieses Landes,

8,19 und ich will einen Unterschied machen zwischen meinem und deinem Volk.Morgen schon soll das Zeichen geschehen.

8,20 HASHEM tat so, und es kamen viele Stechfliegen in das Haus des Pharao, in die Häuser seiner Großen und über ganz Mitzrayim, und das Land wurde verheert von den Stechfliegen.

8,21 Da ließ der Pharao Moshe und Aaron rufen und sprach: Geht hin, opfert eurem HASHEM hier im Lande.

8,22 Moshe sprach: Das geht nicht, denn was wir HASHEM, opfern, ist euch ein Greuel. Siehe, wenn wir vor euren Augen opfern, was euch ein Greuel ist, werdet ihr uns dann nicht steinigen?

8,23 Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen unserem HASHEM, opfern, wie ER uns gesagt hat.

8,24 Der Pharao sprach: Ich will euch ziehen lassen, daß ihr HASHEM, opfert in der Wüste. Nur zieht nicht zu weit, und bittet für mich!

8,25 Moshe sprach: Siehe, wenn ich jetzt von dir hinausgegangen bin, so will ich HASHEM bitten, daß die Stechfliegen morgen vom Pharao und seinen Großen und seinem Volk weichen; nur täusche uns nicht abermals, daß du das Volk nicht ziehen läßt, HASHEM zu opfern.

8,26 Und Moshe ging hinaus vom Pharao und bat HASHEM.

8,27 HASHEM tat, wie Moshe gesagt hatte, und schaffte die Stechfliegen weg vom Pharao, von seinen Großen und von seinem Volk, so daß auch nicht eine übrig blieb.

8,28 Aber der Pharao verhärtete sein Herz auch diesmal und ließ das Volk nicht ziehen.

9. Kapitel

9,1 Da sprach HASHEM zu Moshe: Geh hin zum Pharao und sage zu ihm: So spricht HASHEM,der HASHEM der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, daß sie mir dienen!

9,2 Wenn du dich weigerst und sie weiter aufhältst,

9,3 siehe, so wird die Hand HASHEM kommen über dein Vieh auf dem Felde, über die Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, mit sehr schwerer Pest.

9,4 HASHEM wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der Yisraeliten und dem Vieh von Mitzrayim, daß nichts sterbe von allem, was die Yisraeliten haben.

9,5 HASHEM bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird HASHEM solches an dem Lande tun.

9,6 HASHEM tat es am andern Morgen; da starb alles Vieh der Mitzrites, aber von dem Vieh der Yisraeliten starb nicht eins.

9,7 Und der Pharao sandte hin, und siehe, es war von dem Vieh Yisraels nicht eins gestorben. Aber das Herz des Pharao wurde verstockt, und er ließ das Volk nicht ziehen.

9,8 Da sprach HASHEM zu Moshe und Aaron: Füllt eure Hände mit Ruß aus dem Ofen, und Moshe werfe ihn vor dem Pharao gen Himmel,

9,9 daß er über ganz Mitzrayim Staube und böse Blattern aufbrechen, an den Menschen und am Vieh in ganz Mitzrayim.

9,10 Und sie nahmen Ruß aus dem Ofen und traten vor den Pharao, und Moshe warf den Ruß gen Himmel. Da brachen auf böse Blattern an den Menschen und am Vieh,

9,11 so daß die Zauberer nicht vor Moshe treten konnten wegen derbösen Blattern; denn es waren an den Zauberern ebenso böse Blattern wie an allen Mitzrayim.

9,12 Aber HASHEM verstockte das Herz des Pharao, daß er nicht auf sie hörte, wie denn HASHEM zu Moshe gesagt hatte.

9,13 Da sprach HASHEM zu Moshe: Mach dich morgen früh auf und tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht HASHEM, HASHEM der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, daß es mir diene;

9,14 sonst werde ich diesmal alle meine Plagen über dich selbst senden, über deine Großen und über dein Volk, damit du innewirst, daß meinesgleichen nicht ist in allen Landen.

9,15 Denn ich hätte schon meine Hand ausrecken und dich und dein Volk mit Pest schlagen können, daß du von der Erde vertilgt würdest,

9,16 aber dazu habe ich dich erhalten, daß meine Kraft an dir erscheine und mein Name HASHEM verkündigt werde in allen Landen.

9,17 Du stellst dich noch immer wider mein Volk und willst es nicht ziehen lassen.

9,18 Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr großen Hagel fallen lassen, wie er noch nie in Mitzrayim gewesen ist von der Zeit an, als es gegründet wurde, bis heute.

9,19 Und nun sende hin und verwahre dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast. Denn alle Menschen und das Vieh, alles, was auf dem Felde gefunden und nicht in die Häuser gebracht wird, muß sterben, wenn der Hagel auf sie fällt.

9,20 Wer nun von den Großen des Pharao das Wort HASHEMS fürchtete, der ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen.

9,21 Wessen Herz sich aber nicht an das Wort HASHEM kehrt, der ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Felde.

9,22 Da sprach HASHEM zu Moshe: Recke deine Hand aus gen Himmel, daß es hagelt über ganz Mitzrayim, über Menschen, über Vieh und über alles Gewächs auf dem Felde in Mitzrayim.

9,23 Da streckte Moshe seinen Stab gen Himmel, HASHEM ließ donnern und hageln, und Feuer schoss auf die Erde nieder. So ließ HASHEM Hagel fallen über Mitzrayim,

9,24 und Blitze zuckten dazwischen, und der Hagel war so schwer, wie er noch nie in ganz Mitzrayim gewesen war, seitdem die Leute dort wohnen.

9,25 Und der Hagel erschlug in ganz Mitzrayim alles, was auf dem Felde war, Menschen und Vieh, und zerschlug alles Gewächs auf dem Felde und zerbrach alle Bäume auf dem Felde.

9,26 Nur im Lande Goschen, wo die Yisraeliten waren, da hagelte es nicht.

9,27 Da schickte der Pharao hin und ließ Moshe und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Diesmal hab ich mich versündigt; HASHEM ist im Recht, ich aber und mein Volk sind schuldig.

9,28 Bittet aber HASHEM, daß er ein Ende mache mit diesem Donnern und Hageln, so will ich euch ziehen lassen, daß ihr nicht länger hier bleiben müsst.

9,29 Moshe sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinauskomme, will ich meine Hände ausbreiten zu HASHEM, so wird der Donner aufhören und kein Hagel mehr fallen, damit du innewirst, daß die Erde HASHEM'S ist.

9,30 Ich weiß aber: Du und deine Großen, ihr fürchtet euch noch nicht vor HASHEM.

9,31 So wurden zerschlagen der Flachs und die Gerste, denn die Gerste stand in Ähren und der Flachs in Blüte.

9,32 Aber der Weizen und das Korn wurden nicht zerschlagen, denn es ist Spätgetreide.

9,33 So ging nun Moshe von dem Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hände aus zu HASHEM, und Donner und Hagel hörten auf, und der Regen troff nicht mehr auf die Erde.

9,34 Als aber der Pharao sah, daß Regen, Donner und Hagel aufhörten, versündigte er sich weiter und verhärtete sein Herz, er und seine Großen.

9,35 So wurde des Pharao Herz verstockt, daß er die Yisraeliten nicht ziehen ließ, wie HASHEM durch Moshe gesagt hatte.

 10. Kapitel

10,1 Da sprach HASHEM zu Moshe: Geh hin zum Pharao; denn ich habe sein und seiner Großen Herz verhärtet, auf daß ich diese meine Zeichen unter ihnen tue

10,2 und auf daß du verkündigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner Kindeskinder, wie ich mit den Mitzrayim verfahren bin und welche Zeichen ich unter ihnen getan habe, damit ihr wisset: das ich HASHEM bin.

10,3 So gingen Moshe und Aaron hin zum Pharao und sprachen zu ihm: So spricht HASHEM der HASHEM der Hebräer: Wie lange weigerst du dich, dich vor mir zu demütigen? Lass mein Volk ziehen, daß es mir diene!

10,4 Weigerst du dich aber, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so will ich morgen Heuschrecken kommen lassen über dein Gebiet,

10,5 daß sie das Land so bedecken, daß man von ihm nichts mehr sehen kann. Und sie sollen fressen, was euch noch übrig und verschont geblieben ist von dem Hagel, und sollen alle Bäume kahl Fressen, die wieder sprossen auf dem Felde;

10,6 und sie sollen füllen deine Häuser und die Häuser deiner Großen und aller Menschen in Mitzrayim, wie es nicht gesehen haben deine Väter und deiner Väter, Väter, seit sie auf Erden waren, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich und ging vom Pharao hinaus.

10,7 Da sprachen die Großen des Pharao zu ihm: Wie lange soll dieser Mann uns Verderben bringen? Lass die Leute ziehen, daß sie, HASHEM, dienen. Willst du erst erfahren, daß Mitzrayim untergegangen ist?

10,8 Da wurden Moshe und Aaron wieder vor den Pharao gebracht. Der sprach zu ihnen: Geht hin und dienet HASHEM, eurem HASHEM. Wer von euch soll aber hinziehen?

10,9 Moshe sprach: Wir wollen ziehen mit jung und alt, mit Söhnen und Töchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest für HASHEM.

10,10 Er sprach zu ihnen: O ja, HASHEM sei mit euch, so gewiss wie ich euch und eure Kinder ziehen lasse! Ihr seht doch selbst, daß ihr Böses vorhabt!

10,11 Nein, nur ihr Männer zieht hin und dient HASHEM! Denn das ist es doch, was ihr begehrt habt. Und man stieß sie hinaus vom Pharao.

10,12 Da sprach HASHEM zu Moshe: Recke deine Hand über Mitzrayim, daß Heuschrecken auf Mitzrayim kommen und alles auffressen, was im Lande wächst, alles, was der Hagel übrig gelassen hat.

10,13 Moshe, streckte seinen Stab über Mitzrayim, HASHEM trieb einen Ostwind ins Land, den ganzen Tag und die ganze Nacht. Und am Morgen führte der Ostwind die Heuschrecken herbei.

10,14 Und sie kamen über ganz Mitzrayim und ließen sich nieder überall in Mitzrayim, so viele, wie nie zuvor gewesen sind noch hinfort sein werden.

10,15 Denn sie bedeckten den Erdboden so dicht, daß er ganz dunkel wurde. Und sie fraßen alles, was im Lande wuchs, und alle Früchte auf den Bäumen, die der Hagel übrig gelassen hatte, und ließen nichts Grünes übrig an den Bäumen und auf dem Felde in ganz Mitzrayim.

10,16 Da ließ der Pharao eilends Moshe und Aaron rufen und sprach: Ich habe mich versündigt an eurem HASHEM, und an euch.

10,17 Vergebt mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet HASHEM, euren HASHEM, daß er doch diesen Tod von mir wegnehme.

10,18 Und Moshe ging hinaus vom Pharao und bittete HASHEM.

10,19 Da wendete HASHEM den Wind, so daß er sehr stark aus Westen kam; der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, das nicht eine übrig blieb in ganz Mitzrayim.

10,20 Aber HASHEM verstockte das Herz des Pharao, daß er die Yisraeliten nicht ziehen ließ.

10,21 Da sprach HASHEM zu Moshe: Recke deine Hand gen Himmel, daß eine solcheFinsternis werde in Mitzrayim, daß man sie greifen kann.

10,22 Und Moshe reckte seine Hand gen Himmel. Da ward eine so dicke Finsternis in ganz Mitzrayim drei Tage lang,

10,23 daß niemand den andern sah noch weggehen konnte von dem Ort, wo er gerade war, drei Tage lang. Aber bei allen Yisraeliten war es licht in ihren Wohnungen.

10,24 Da rief der Pharao nach Moshe und sprach: Zieht hin und dienet eurem HASHEM! Nur eure Schafe und Rinder laßt hier; aber eure Frauen und Kinder dürfen mit euch ziehen.

10,25 Moshe sprach: Willst du uns denn Schlachtopfer und Brandopfer mitgeben, die wir unserm HASHEM, darbringen?

10,26 Auch unser Vieh soll mit uns gehen - nicht eine Klaue darf dahinten bleiben -; denn davon müssen wir nehmen zum Dienst HASHEMS. Wir wissen nicht, womit wir HASHEM dienen sollen, bis wir dorthin kommen.

10,27 Aber HASHEM verstockte das Herz des Pharao, daß er sie nicht ziehen lassen wollte.

10,28 Und der Pharao sprach zu ihm: Geh von mir und hüte dich, daß du mir nicht mehr vor die Augen kommst; denn an dem Tage, da du mir vor die Augen kommst, sollst du sterben.

10,29 Moshe antwortete: Wie du gesagt hast; ich werde dir nicht mehr vor die Augen kommen.

 

 
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