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Das Buch Shemoth (Namen)

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)

11. Kapitel

11,1 HASHEM sprach zu Moshe: Eine Plage noch will ich über den Pharao und Mitzrayim kommen lassen. Dann wird er euch von hier wegziehen lassen, und nicht nur das, sondern er wird euch von hier sogar vertreiben.

11,2 So sage nun zu dem Volk, daß ein jeder sich von seinem Nachbarn und eine jede von ihrer Nachbarin silbernes und goldenes Geschmeide geben lasse.

11,3 HASHEM verschaffte dem Volk Gunst bei den Mitzrayim, und Moshe war ein sehr angesehener Mann in Mitzrayim vor den Großen des Pharao und vor dem Volk.

11,4 Und Moshe sprach: So spricht HASHEM: Um Mitternacht will ich durch Mitzrayim gehen,

11,5 und alle Erstgeburt in Mitzrayim soll sterben, vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron sitzt, bis zum ersten Sohn der Magd, die hinter ihrer Mühle hockt, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.

11,6 Und es wird ein großes Geschrei sein in ganz Mitzrayim, wie nie zuvor gewesen ist noch werden wird;

11,7 aber gegen ganz Yisrael soll nicht ein Hund mucken, weder gegen Mensch noch Vieh, auf daß ihr erkennt, daß HASHEM einen Unterschied macht zwischen Mitzrayim und Yisrael.

11,8 Dann werden zu mir herab kommen alle diese deine Großen und mir zu Füßen fallen und sagen: Zieh aus, du und alles Volk, das dir nachgeht. Und daraufhin werde ich ausziehen. Und Moshe ging vom Pharao mit grimmigem Zorn.

11,9 HASHEM aber sprach zu Moshe: Der Pharao wird nicht auf euch hören, auf daß meiner Wunder noch mehr werden in Mitzrayim.

11,10 Und Moshe und Aaron haben diese Wunder alle getan vor dem Pharao; aber HASHEM verstockte ihm das Herz, so daß er die Yisraeliten nicht ziehen ließ aus seinem Lande.

12. Kapitel

12,1 HASHEM aber sprach zu Moshe und Aaron in Mitzrayim:

12,2 Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen.

12,3 Sagt dieses den ganzen Stämmen Yisrael: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus.

12,4 Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er's mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, daß sie das Lamm aufessen können.

12,5 Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt. Von den Schafen und Ziegen sollt ihr's nehmen

12,6 und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da sollen alle Stämme Yisraels schlachten gegen Abend.

12,7 Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und die obere Schwelle damit bestreichen an den Häusern, in denen sie's essen,

12,8 und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu, und sollen es mit bitteren Kräutern essen.

12,9 Ihr sollt es weder roh essen noch mit Wasser gekocht, sondern am Feuer gebraten mit Kopf, Schenkeln und inneren Teilen.

12,10 Und ihr sollt nichts davon übriglassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.

12,11 So sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es essen als die, die hinwegeilen; es ist des erste Pessach HASHEM.

12,12 Denn ich will in derselben Nacht durch Mitzrayim gehen und alle Erstgeburt schlagen in Mitzrayim unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter. 4. Moshe 33,4

12,13 Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Mitzrayim schlage.

12,14 Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für HASHEM, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

12,15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen. Schon am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern tun. Wer gesäuertes Brot isst, vom ersten Tag an bis zum siebenten, der soll ausgerottet werden aus Yisrael.

12,16 Am ersten Tag soll eine Versammlung sein, und am siebenten soll auch eine Versammlung sein. Keine Arbeit sollt ihr dann tun; nur was jeder zur Speise braucht, das allein dürft ihr euch zubereiten.

12,17 Haltet das Gebot der ungesäuerten Brote. Denn eben an diesem Tage habe ich eure Scharen aus Mitzrayim geführt; darum sollt ihr diesen Tag halten, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.

12,18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats am Abend sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum Abend des einundzwanzigsten Tages des Monats,

12,19 so daß man sieben Tage lang keinen Sauerteig finde in euren Häusern. Denn wer gesäuertes Brot isst, der soll ausgerottet werden aus den Ganzen Stämmen Yisraels, auch ein Fremdling oder ein Einheimischer des Landes.

12,20 Keinerlei gesäuertes Brot sollt ihr essen, sondern nur ungesäuertes Brot, wo immer ihr wohnt.

12,21 Und Moshe berief alle Ältesten Yisraels und sprach zu ihnen: Leset Schafe aus und nehmt sie für euch nach euren Geschlechtern und schlachtet das Pessachlamm.

12,22 Und nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut in dem Becken und bestreicht damit die Oberschwelle und die beiden Pfosten. Und kein Mensch gehe zu seiner Haustür heraus bis zum Morgen.

12,23 Denn HASHEM wird umhergehen und die Mitzrites schlagen. Wenn er aber das Blut sehen wird an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten, wird er an der Tür vorübergehen und den Verderber nicht in eure Häuser kommen lassen, um euch zu schlagen.

12,24 Darum so halte diese Ordnung für dich und deine Nachkommen ewiglich.

12,25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch HASHEM geben wird, wie er gesagt hat, so haltet diesen Brauch.

12,26 Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da für einen Brauch,

12,27 sollt ihr sagen: Es ist das Pessachopfer HASHEM'S, der an den Yisraeliten vorüberging in Mitzrayim, als er die Menschen in Mitzrayim schlug und unsere Häuser errettete. Da neigte sich das Volk und lobte HASHEM.

12,28 Und die Yisraeliten gingen hin und taten, wie HASHEM es Moshe und Aaron geboten hatte. Das Sterben der Erstgeburt Mitzrayims. Der Auszug Yisraels

12,29 Und zur Mitternacht schlug HASHEM alle Erstgeburt in Mitzrayim vom ersten Sohn des Pharao an, der auf seinem Thron saß, bis zum ersten Sohn des Gefangenen im Gefängnis und alle Erstgeburt des Viehs.

12,30 Da stand der Pharao auf in derselben Nacht und alle seine Großen und alle Mitzrites, und es ward ein großes Geschrei in Mitzrayim; denn es war kein Haus, in dem nicht ein Toter war.

12,31 Und er ließ Moshe und Aaron rufen in der Nacht und sprach: Macht euch auf und ziehet weg aus meinem Volk, ihr und die Yisraeliten. Geht hin und dienet HASHEM, wie ihr gesagt habt.

12,32 Nehmt auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt. Geht hin und bittet auch um Segen für mich.

12,33 Und die Menschen in Mitzrayim drängten das Volk und trieben es eilends aus dem Lande; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.

12,34 Und das Volk trug den rohen Teig, ehe er durchsäuert war, ihre Backschüsseln in ihre Mäntel gewickelt, auf ihren Schultern.

12,35 Und die Yisraeliten hatten getan, wie Moshe gesagt hatte, und hatten sich von den Mitzrayim silbernes und goldenes Geschmeide und Kleider geben lassen.

12,36 Dazu hatte HASHEM dem Volk Gunst verschafft bei den Mitzrayim, daß sie ihnen willfährig waren, und so nahmen sie es von den Mitzrayim zur Beute.

12,37 Also zogen die Yisraeliten aus von Ramses nach Sukkot, sechshunderttausend Mann zu Fuß ohne die Frauen und Kinder.

12,38 Und es zog auch mit ihnen viel fremdes Volk, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.

12,39 Und sie backten aus dem rohen Teig, den sie aus Mitzrayim mitbrachten, ungesäuerte Brote; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Mitzrayim weggetrieben wurden und sich nicht länger aufhalten konnten und keine Wegzehrung zubereitet hatten.

12,40 Die Zeit aber, die die Yisraeliten in Mitzrayim gewohnt haben, ist vierhundertunddreißig Jahre.

12,41 Als diese um waren, an eben diesem Tage zog das ganze Heer HASHEM aus Mitzrayim.

12,42 Eine Nacht des Wachens war dies für HASHEM, um sie aus Mitzrayim zu führen; darum sollen die Yisraeliten diese Nacht HASHEM zu Ehren wachen, sie und ihre Nachkommen.

12,43 HASHEM sprach zu Moshe und Aaron: Dies ist die Ordnung für das Pessach: Kein Ausländer soll davon essen.

12,44 Ist er ein gekaufter Sklave, so beschneide man ihn; dann darf er davon essen.

12,45 Ist er aber ein Beisasse oder Tagelöhner, so darf er nicht davon essen.

12,46 In einem Hause soll man es verzehren; ihr sollt nichts von seinem Fleisch hinaus vor das Haus tragen und sollt keinen Knochen an ihm zerbrechen.

12,47 Die ganzen Stämme Yisraels soll das tun.

12,48 Wenn ein Fremdling bei dir wohnt HASHEM das Pessach halten will, der beschneide alles, was männlich ist; alsdann trete er herzu, daß er es halte, und er sei wie ein Einheimischer des Landes. Aber ein Unbeschnittener darf nicht davon essen.

12,49 Ein und dasselbe Gesetz gelte für den Einheimischen und den Fremdling, der unter euch wohnt.

12,50 Und alle Yisraeliten taten, wie HASHEM es Moshe und Aaron geboten hatte.

12,51 An eben diesem Tage führte HASHEM die Yisraeliten aus Mitzrayim, Schar um Schar.

13. Kapitel

13,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

13,2 Qadosh mir alle Erstgeburt bei den Yisraeliten; alles, was zuerst den Mutterschoß durchbricht bei Mensch und Vieh, das ist mein.

13,3 Da sprach Moshe zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus Mitzrayim, aus der Knechtschaft, gezogen seid, denn HASHEM hat euch mit mächtiger Hand von dort herausgeführt; darum sollst du nicht gesäuertes Brot essen.

13,4 Heute zieht ihr aus, im Monat Abib.

13,5 Wenn dich nun HASHEM bringen wird in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hiwiter und Yebusiter, das er dir geben wird, wie er deinen Vätern geschworen hat, ein Land, darin Milch und Honig fließt, so sollst du diesen Brauch halten in diesem Monat.

13,6 Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, und am siebenten Tage ist HASHEM Fest.

13,7 Du sollst sieben Tage ungesäuertes Brot essen, daß bei dir weder Sauerteig noch gesäuertes Brot gesehen werde an allen deinen Orten.

13,8 Ihr sollt euren Söhnen sagen an demselben Tage: Das halten wir um dessentwillen, was uns HASHEM getan hat, als wir aus Mitzrayim zogen.

13,9 Darum soll es dir wie ein Zeichen sein auf deiner Hand und wie ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, damit HASHEM Gesetz in deinem Munde sei; denn HASHEM hat dich mit mächtiger Hand aus Mitzrayim geführt.

13,10 Darum halte diese Ordnung Jahr für Jahr zu ihrer Zeit.

13,11 Wenn dich nun HASHEM ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat, und es dir gegeben hat,

13,12 so sollst du HASHEM alles aussondern, was zuerst den Mutterschoß durchbricht. Alle männliche Erstgeburt unter dem Vieh gehört HASHEM.

13,13 Die Erstgeburt vom Esel sollst du auslösen mit einem Schaf; wenn du sie aber nicht auslöst, so brich ihr das Genick. Beim Menschen aber sollst du alle Erstgeburt unter deinen Söhnen auslösen.

13,14 Und wenn dich heute oder morgen dein Sohn fragen wird: Was bedeutet das?, sollst du ihm sagen: HASHEM hat uns mit mächtiger Hand aus Mitzrayim, aus der Knechtschaft, geführt.

13,15 Denn als der Pharao hartnäckig war und uns nicht ziehen ließ, erschlug HASHEM alle Erstgeburt in Mitzrayim, von der Erstgeburt des Menschen bis zur Erstgeburt des Viehs. Darum opfere ich HASHEM alles Männliche, das zuerst den Mutterschoß durchbricht, aber die Erstgeburt meiner Söhne löse ich aus.

13,16 Und das soll dir wie ein Zeichen auf deiner Hand sein und wie ein Merkzeichen zwischen deinen Augen; denn HASHEM hat uns mit mächtiger Hand aus Mitzrayim geführt. Die Wolken- und Feuersäule

13,17 Als nun der Pharao das Volk hatte ziehen lassen, führte sie HASHEM nicht den Weg durch das Land der Philister, der am nächsten war; denn HASHEM dachte, es könnte das Volk gereuen, wenn sie Kämpfe vor sich sähen, und sie könnten wieder nach Mitzrayim umkehren.

13,18 Darum ließ er das Volk einen Umweg machen und führte es durch die Wüste zum Schilfmeer. Und Yisrael zog wohlgeordnet aus Mitzrayim.

13,19 Und Moshe nahm mit sich die Gebeine Yosephs; denn dieser hatte den Söhnen Yisraels einen Eid abgenommen und gesprochen: HASHEM wird sich gewiss euer annehmen; dann führt meine Gebeine von hier mit euch fort.

13,20 So zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam am Rande der Wüste.

13,21 HASHEM zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensäule, um sie den rechten Weg zu führen, und bei Nacht in einer Feuersäule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern konnten.

13,22 Niemals wich die Wolkensäule von dem Volk bei Tage noch die Feuersäule bei Nacht.

14. Kapitel

14,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

14,2 Rede zu den Yisraeliten und sprich, daß sie umkehren und sich lagern bei Pi-Hahirot zwischen Migdol und dem Meer, vor Baal-Zefon; diesem gegenüber sollt ihr euch lagern.

14,3 Der Pharao aber wird sagen von den Yisraeliten: Sie haben sich verirrt im Lande; die Wüste hat sie eingeschlossen.

14,4 Und ich will sein Herz verstocken, daß er ihnen nachjage, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem Pharao und aller seiner Macht, und die Menschen aus Mitzrayim sollen innewerden, daß ich HASHEM bin. - Und sie taten so.

14,5 Als es dem König von Mitzrayim angesagt wurde, daß das Volk geflohen war, wurde sein Herz verwandelt und das Herz seiner Großen gegen das Volk, und sie sprachen: Warum haben wir das getan und haben Yisrael ziehen lassen, so daß sie uns nicht mehr dienen?

14,6 Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich

14,7 und nahm sechshundert auserlesene Wagen und was sonst an Wagen in Mitzrayim war mit Kämpfern auf jedem Wagen.

14,8 HASHEM verstockte das Herz des Pharao, des Königs von Mitzrayim, daß er den Yisraeliten nachjagte. Aber die Yisraeliten waren unter der Macht einer starken Hand ausgezogen.

14,9 Und das Heer aus Mitzrayim jagten ihnen nach mit Rossen, Wagen und ihren Männern und mit dem ganzen Heer des Pharao und holten sie ein, als sie sich gelagert hatten am Meer bei Pi-Hahirot vor Baal-Zefon.

14,10 Und als der Pharao nahe herankam, hoben die Yisraeliten ihre Augen auf, und siehe, die Mitzrites zogen hinter ihnen her. Und sie fürchteten sich sehr und schrien zu dem HASHEM

14,11 und sprachen zu Moshe: Waren nicht Gräber in Mitzrayim, daß du uns wegführen musstest, damit wir in der Wüste sterben? Warum hast du uns das angetan, daß du uns aus Mitzrayim geführt hast?

14,12 Haben wir's dir nicht schon in Mitzrayim gesagt: Lass uns in Ruhe, wir wollen den Mitzrayim dienen? Es wäre besser für uns, den Mitzrayim zu dienen, als in der Wüste zu sterben.

14,13 Da sprach Moshe zum Volk: Fürchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu, was für ein Wunder HASHEM heute an euch tun wird. Denn, wie ihr das Heer aus Mitzrayim heute seht, werdet ihr sie niemals wieder sehen.

14,14 HASHEM wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

14,15 HASHEM sprach zu Moshe: Was schreist du zu mir? Sage den Yisraeliten, daß sie weiterziehen.

14,16 Du aber hebe deinen Stab auf und recke deine Hand über das Meer und teile es mitten durch, so daß die Yisraeliten auf dem Trockenen mitten durch das Meer gehen.

14,17 Siehe, ich will das Herz des Heeres von Mitzrayim verstocken, daß sie hinter euch herziehen, und will meine Herrlichkeit erweisen an dem Pharao und aller seiner Macht, an seinen Wagen und Männern.

14,18 Und die Mitzrites sollen innewerden, daß ich HASHEM bin, wenn ich meine Herrlichkeit erweise an dem Pharao und an seinen Wagen und Männern.

14,19 Da erhob sich der Malach HASHEM, der vor dem Heer Yisraels herzog, und stellte sich hinter sie. Und die Wolkensäule vor ihnen erhob sich und trat hinter sie

14,20 und kam zwischen das Heer der Mitzrites und das Heer Yisraels. Und dort war die Wolke finster, und hier erleuchtete sie die Nacht, und so kamen die Heere die ganze Nacht einander nicht näher.

14,21 Als nun Moshe seine Hand über das Meer reckte, ließ es HASHEM zurückweichen durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das Meer trocken, und die Wasser teilten sich.

14,22 Und die Yisraeliten gingen hinein mitten ins Meer auf dem Trockenen, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.

14,23 Und die Mitzrites folgten und zogen hinein ihnen nach, alle Rosse des Pharao, seine Wagen und Männer, mitten ins Meer.

14,24 Als nun die Zeit der Morgenwache kam, schaute HASHEM auf das Heer der Mitzrites aus der Feuersäule und der Wolke und brachte einen Schrecken über ihr Heer

14,25 und hemmte die Räder ihrer Wagen und machte, daß sie nur schwer vorwärts kamen. Da sprachen die Mitzrites: Laßt uns fliehen vor Yisrael; HASHEM streitet für sie wider Mitzrayim.

14,26 Aber HASHEM sprach zu Moshe: Recke deine Hand aus über das Meer, daß das Wasser wiederkomme und herfalle über die Mitzrites, über ihre Wagen und Männer.

14,27 Da reckte Moshe seine Hand aus über das Meer, und das Meer kam gegen Morgen wieder in sein Bett, und die Mitzrites flohen ihm entgegen. So stürzte HASHEM sie mitten ins Meer.

14,28 Und das Wasser kam wieder und bedeckte Wagen und Männer, das ganze Heer des Pharao, das ihnen nachgefolgt war ins Meer, so daß nicht einer von ihnen übrig blieb.

14,29 Aber die Yisraeliten gingen trocken mitten durchs Meer, und das Wasser war ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken.

14,30 So errettete HASHEM an jenem Tage Yisrael aus der Mitzrites Hand. Und sie sahen die Mitzrites tot am Ufer des Meeres liegen.

14,31 So sah Yisrael die mächtige Hand, mit HASHEM an den Mitzrayim gehandelt hatte. Und das Volk fürchtete HASHEM , und sie glaubten ihm und seinem Knecht Moshe.

15. Kapitel

15,1 Damals sangen Moshe und die Yisraeliten dies Lied HASHEM und sprachen: Ich will HASHEM singen, denn er hat eine herrliche Tat getan, Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt.

15,2 HASHEM, ist meine Stärke und mein Lobgesang und ist mein YAH - SHUAH. Das ist mein YAH - SHUAH, ich will ihn preisen, er ist meines Vaters YAH - SHUAH, ich will ihn erheben.

15,3 HASHEM ist der rechte Kriegsmann, HASHEM ist sein Name.

15,4 Des Pharao Wagen und seine Macht warf er ins Meer, seine auserwählten Streiter versanken im Schilfmeer.

15,5 Die Tiefe hat sie bedeckt, sie sanken auf den Grund wie die Steine.

15,6 HASHEM, deine rechte Hand tut große Wunder; HASHEM , deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen.

15,7 Und mit deiner großen Herrlichkeit hast du deine Widersacher gestürzt; denn als du deinen Grimm ausließest, verzehrte er sie wie Stoppeln.

15,8 Durch dein Schnauben türmten die Wasser sich auf, die Fluten standen wie ein Wall; die Tiefen erstarrten mitten im Meer.

15,9 Der Feind gedachte: Ich will nachjagen und ergreifen und den Raub austeilen und meinen Mut an ihnen kühlen. Ich will mein Schwert ausziehen, und meine Hand soll sie verderben.

15,10 Da ließest du deinen Wind blasen, und das Meer bedeckte sie, und sie sanken unter wie Blei im mächtigen Wasser.

15,11 HASHEM, wer ist dir gleich unter den Göttern? Wer ist dir gleich, der so mächtig, kadosh, schrecklich, und wundertätig ist?

15,12 Als du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.

15,13 Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlöst hast, und hast sie geführt durch deine Stärke zu deiner kadosh Wohnung.

15,14 Als das die Völker hörten, erbebten sie; Angst kam die Philister an.

15,15 Da erschraken die Fürsten Edoms, zittern kamen die gewaltigen Moab’s an, alle Bewohner Kanaans wurden feig.

15,16 Es fiel auf sie Erschrecken und Furcht; vor deinem mächtigen Arm erstarrten sie wie die Steine, bis dein Volk, HASHEM, hindurch zog, bis das Volk hin durchzog, das du erworben hast.

15,17 Du brachtest sie hinein und pflanztest sie ein auf dem Berge deines Erbteils, den du, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Kadosh, das deine Hand bereitet hat.

15,18 HASHEM wird Melech sein immer und ewig.

15,19 Denn der Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Männern. HASHEM ließ das Meer wieder über sie kommen. Aber die Yisraeliten gingen trocken mitten durchs Meer.

15,20 Da nahm Miryam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand, und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen.

15,21 Und Miryam sang ihnen vor: Laßt uns HASHEM singen, denn er hat eine herrliche Tat getan, Ross und Mann hat er ins Meer gestürzt. Yisrael in Mara und Elim

15,22 Moshe ließ Yisrael ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wüste Schur. Und sie wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.

15,23 Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher nannte man den Ort Mara.

15,24 Da murrte das Volk wider Moshe und sprach: Was sollen wir trinken?

15,25 Er schrie zu HASHEM zeigte ihm ein Holz; das warf er ins Wasser, da wurde es süß. Dort gab er ihnen Gesetz und Recht und versuchte sie

15,26 und sprach: Wirst du der Stimme HASHEM , gehorchen und tun, was recht ist vor ihm, und merken auf seine Gebote und halten alle seine Gesetze, so will ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Mitzrayim auferlegt habe; denn ich bin HASHEM , dein Arzt.

15,27 Und sie kamen nach Elim; da waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume. Und sie lagerten sich dort am Wasser.

16. Kapitel

16,1 Von Elim zogen sie aus, und die ganze Ganzen Stämmen der Yisraeliten kam in die Wüste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fünfzehnten Tage des zweiten Monats, nachdem sie von Mitzrayim ausgezogen waren.

16,2 Und es murrten die ganzen Ganzen Stämmen der Yisraeliten wider Moshe und Aaron in der Wüste.

16,3 Und sie sprachen: Wollte HASHEM, wir wären in Mitzrayim gestorben durch des HASHEMS Hand, als wir bei den Fleischtöpfen saßen und hatten Brot die Fülle zu essen. Denn ihr habt uns dazu herausgeführt in diese Wüste, daß ihr diese ganze Ganzen Stämmen an Hunger sterben laßt.

16,4 Da sprach HASHEM zu Moshe: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen, und das Volk soll hinausgehen und täglich sammeln, was es für den Tag bedarf, daß ich's prüfe, ob es in meinem Gesetz wandle oder nicht.

16,5 Am sechsten Tage aber wird's geschehen, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, daß es doppelt soviel sein wird, wie sie sonst täglich sammeln.

16,6 Moshe und Aaron sprachen zu ganz Yisrael: Am Abend sollt ihr innewerden, daß euch HASHEM aus Mitzrayim geführt hat,

16,7 und am Morgen werdet ihr HASHEM's Herrlichkeit sehen, denn er hat euer Murren wider IHM hört. Was sind wir, daß ihr wider UNS murret?

16,8 Weiter sprach Moshe: HASHEM wird euch am Abend Fleisch zu essen geben und am Morgen Brot die Fülle, weil HASHEM hat euer Murren gehört, womit ihr wider IHNEN gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht wider uns, sondern gegen HASHEM.

16,9 Und Moshe sprach zu Aaron: Sage den ganzen Stämmen der Yisraeliten: Kommt herbei vor HASHEM, denn sie haben euer Murren gehört.

16,10 Und als Aaron noch redete zu den ganzen Stämmen der Yisraeliten, wandten sie sich zur Wüste hin, und siehe, die Herrlichkeit HASHEM erschien in der Wolke.

16,11 HASHEM sprach zu Moshe:

16,12 Wir haben das Murren der Yisraeliten gehört. Sage ihnen: Gegen Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen von Brot satt werden und sollt innewerden, daß wir HASHEM sind.

16,13 Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen lag Tau rings um das Lager.

16,14 Und als der Tau weg war, siehe, da lag's in der Wüste rund und klein wie Reif auf der Erde.

16,15 Und als es die Yisraeliten sahen, sprachen sie untereinander: Was ist das?? Denn sie wussten nicht, was es war. Moshe aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch HASHEM zu essen gegeben hat.

16,16 Das ist's aber, was HASHEM geboten hat: Ein jeder sammle, soviel er zum Essen braucht, einen Krug voll für jeden nach der Zahl der Leute in seinem Zelte.

16,17 Und die Yisraeliten taten's und sammelten, einer viel, der andere wenig.

16,18 Aber als man's nachmaß, hatte der nicht darüber, der viel gesammelt hatte, und der nicht darunter, der wenig gesammelt hatte. Jeder hatte gesammelt, soviel er zum Essen brauchte.

16,19 Und Moshe sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon übrig bis zum nächsten Morgen.

16,20 Aber sie gehorchten Moshe nicht. Und etliche ließen davon übrig bis zum nächsten Morgen; da wurde es voller Würmer und stinkend. Und Moshe wurde zornig auf sie.

16,21 Sie sammelten aber alle Morgen, soviel ein jeder zum Essen brauchte. Wenn aber die Sonne heiß schien, zerschmolz es.

16,22 Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt soviel Brot, je zwei Krüge voll für einen. Und alle Vorsteher der Stämme Yisraels kamen hin und verkündeten's Moshe.

16,23 Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was HASHEM gesagt hat: Morgen ist Ruhetag, Kadosh Shabat für HASHEM. Was ihr backen wollt, das backt, und was ihr kochen wollt, das kocht; was aber übrig ist, das legt beiseite, daß es aufgehoben werde bis zum nächsten Morgen.

16,24 Und sie legten's beiseite bis zum nächsten Morgen, wie Moshe geboten hatte. Da wurde es nicht stinkend, und war auch kein Wurm darin.

16,25 Da sprach Moshe: Esst dies heute, denn heute ist der Shabbat HASHEMS; ihr werdet heute nichts finden auf dem Felde.

16,26 Sechs Tage sollt ihr sammeln; aber der siebente Tag ist der Shabbat, an dem wird nichts da sein.

16,27 Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus, um zu sammeln, und fanden nichts.

16,28 Da sprach HASHEM zu Moshe: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und Weisungen zu halten?

16,29 Sehet, HASHEM hat euch den Shabat gegeben; darum gibt ER euch am sechsten Tage für zwei Tage Brot. So bleibe nun ein jeder, wo er ist, und niemand verlasse seinen Wohnplatz am siebenten Tage.

16,30 Also ruhte das Volk am siebenten Tage.

16,31 Und das Haus Yisraels nannte es Manna. Und es war wie weißer Koriandersamen und hatte einen Geschmack wie Semmel mit Honig.

16,32 Und Moshe sprach: Das ist's, was HASHEM geboten hat: Fülle einen Krug davon, um es aufzubewahren für eure Nachkommen, auf daß man sehe das Brot, mit dem ich euch gespeist habe in der Wüste, als ich euch aus Mitzrayim führte.

16,33 Und Moshe sprach zu Aaron: Nimm ein Gefäß und tu Manna hinein, den zehnten Teil eines Scheffels, und stelle es hin vor HASHEM, daß es aufbewahrt werde für eure Nachkommen.

16,34 Wie HASHEM es Moshe geboten hatte, so stellte Aaron das Gefäß vor die Lade mit dem Gesetz, damit es aufbewahrt werde.

16,35 Und die Yisraeliten aßen Manna vierzig Jahre lang, bis sie in bewohntes Land kamen; bis an die Grenze des Landes Kanaan aßen sie Manna.

16,36 Ein Krug aber ist der zehnte Teil eines Scheffels.

17. Kapitel

17,1 Und die ganzen Stämme der Yisraeliten zogen aus der Wüste Sin weiter ihre Tagereisen, wie ihnen HASHEM befahl, und sie lagerten sich in Refidim. Da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.

17,2 Und sie haderten mit Moshe und sprachen: Gib uns Wasser, daß wir trinken. Moshe sprach zu ihnen: Was hadert ihr mit mir? Warum versucht HASHEM?

17,3 Als aber dort das Volk nach Wasser dürstete, murrten sie wider Moshe und sprachen: Warum hast du uns aus Mitzrayim ziehen lassen, daß du uns, unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben läßt?

17,4 Moshe schrie zu HASHEM und sprach: Was soll ich mit dem Volk tun? Es fehlt nicht viel, so werden sie mich noch steinigen.

17,5 HASHEM sprach zu ihm: Tritt hin vor das Volk und nimm einige von den Ältesten Yisraels mit dir und nimm deinen Stab in deine Hand, mit dem du den Nil schlugst, und geh hin.

17,6 Siehe, ich will dort vor dir stehen auf dem Fels am Horeb. Da sollst du an den Fels schlagen, so wird Wasser herauslaufen, das Volk trinke. Und Moshe tat so vor den Augen der Ältesten von Yisrael.

17,7 Da nannte er den Ort Massa und Meriba, weil die Yisraeliten dort gehadert und HASHEM versucht und gesagt hatten: Ist HASHEM unter uns oder nicht?

17,8 Da kam Amalek und kämpfte gegen Yisraeliten in Refidim.

17,9 Da sprach Moshe zu Yohushuah: Erwähle uns Männer, zieh aus und kämpfe gegen Amalek. Morgen will ich oben auf dem Hügel stehen mit dem Stab HASHEM in meiner Hand.

17,10 Und Yohushuah tat, wie Moshe ihm sagte, und kämpfte gegen Amalek. Moshe aber und Aaron und Hur gingen auf die Höhe des Hügels.

17,11 Und wenn Moshe seine Hand empor hielt, siegte Yisrael; wenn er aber seine Hand sinken ließ, siegte Amalek.

17,12 Aber Moshe wurden die Hände schwer; darum nahmen die beiden einen Stein und legten ihn hin, daß er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur stützten ihm die Hände, auf jeder Seite einer. So blieben seine Hände erhoben, bis die Sonne unterging.

17,13 Und Yohushuah überwältigte Amalek und sein Volk durch des Schwertes Schärfe.

17,14 HASHEM sprach zu Moshe: Schreibe dies zum Gedächtnis in ein Buch und präge es Yohushuah ein; denn ich will Amalek unter dem Himmel austilgen, daß man seiner nicht mehr gedenke.

17,15 Und Moshe baute einen Altar und nannte ihn: HASHEM mein Feldzeichen.

17,16 Und er sprach: Die Hand an den Thron HASHEM! HASHEM führt Krieg gegen Amalek von Kind zu Kindeskind.

18. Kapitel

18,1 Und Yitro, der Priester in Midian, Moshes Schwiegervater, hörte alles, was HASHEM an Moshe und seinem Volk Yisrael getan hatte, daß HASHEM Yisrael aus Mitzrayim geführt hatte.

18,2 Da nahm er mit sich Zipporah, die Frau des Moshe, die er zurückgesandt hatte,

18,3 samt ihren beiden Söhnen; von denen hieß einer Gershom, denn Moshe sprach: Ich bin ein Gast geworden in fremdem Lande,

18,4 und der andere Elïser, denn er sprach: HASHEM meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich errettet vor dem Schwert des Pharao.

18,5 Als nun Yitro, Moshes Schwiegervater, und seine Söhne und seine Frau zu ihm in die Wüste kamen, an den Berg HASHEMS, wo er sich gelagert hatte,

18,6 ließ er Moshe sagen: Ich, Yitro, dein Schwiegervater, bin zu dir gekommen und deine Frau und ihre beiden Söhne mit ihr.

18,7 Da ging Moshe hinaus ihm entgegen und neigte sich vor ihm und küsste ihn. Und als sie sich untereinander gegrüßt hatten, gingen sie in das Zelt.

18,8 Da erzählte Moshe seinem Schwiegervater alles, was HASHEM um Yisraels willen dem Pharao und den Mitzrayim angetan hatte, und alle die Mühsal, die ihnen auf dem Wege begegnet war, und wie sie HASHEM errettet hatte.

18,9 Yitro, aber freute sich über all das Gute, das HASHEM an Yisrael getan hatte, wie er sie errettet hatte aus der Mitzrites Hand.

18,10 Und Yitro sprach: HALLELU YAH, YAH-SHUAH, der euch errettet hat aus der Mitzrites und des Pharao Hand.

18,11 Nun weiß ich, daß HASHEM größer ist als alle Götter; denn er hat das Volk aus der Mitzrites Hand errettet, weil sie vermessen an Yisrael gehandelt haben.

18,12 Und Yitro, Moshes Schwiegervater, brachte HASHEM ein Brandopfer und Schlachtopfer dar. Da kamen Aaron und alle Ältesten von Yisrael, um mit Moshes Schwiegervater das Mahl zu halten vor HASHEM.

18,13 Am andern Morgen setzte sich Moshe, um dem Volk Recht zu sprechen. Und das Volk stand um Moshe her vom Morgen bis zum Abend.

18,14 Als aber sein Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volk tat, sprach er: Was tust du denn mit dem Volk? Warum musst du ganz allein da sitzen, und alles Volk steht um dich her vom Morgen bis zum Abend?

18,15 Moshe antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir, um HASHEM zu befragen.

18,16 Denn wenn sie einen Streitfall haben, kommen sie zu mir, damit ich richte zwischen dem einen und dem andern und tue ihnen kund die Satzungen HASHEM und seine Weisungen.

18,17 Sein Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, wie du das tust.

18,18 Du machst dich zu müde, dazu auch das Volk, das mit dir ist. Das Geschäft ist dir zu schwer; du kannst es allein nicht ausrichten.

18,19 Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, HASHEM wird mit dir sein. Vertritt du das Volk vor HASHEM und bringe ihre Anliegen vor IHM

18,20 und tu ihnen die Satzungen und Weisungen kund, daß du sie lehrest den Weg, auf dem sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.

18,21 Sieh dich aber unter dem ganzen Volk um nach redlichen Leuten, die HASHEM fürchten, wahrhaftig sind und dem ungerechten Gewinn feind. Die setze über sie als Oberste über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn,

18,22 daß sie das Volk allezeit richten. Nur wenn es eine größere Sache ist, sollen sie diese vor dich bringen, alle geringeren Sachen aber sollen sie selber richten. So mach dirs leichter und lass sie mit dir tragen.

18,23 Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir HASHEM gebietet, und dies ganze Volk kann mit SHALOM an seinen Ort kommen.

18,24 Moshe gehorchte dem Wort seines Schwiegervaters und tat alles, was er sagte,

18,25 und erwählte redliche Leute aus ganz Yisrael und machte sie zu Häuptern über das Volk, zu Obersten über tausend, über hundert, über fünfzig und über zehn,

18,26 daß sie das Volk allezeit richteten, die schwereren Sachen vor Moshe brächten und die kleineren Sachen selber richteten.

18,27 Und Moshe ließ seinen Schwiegervater wieder in sein Land ziehen.

19. Kapitel

19,1 Am ersten Tag des dritten Monats nach dem Auszug der Yisraeliten aus Mitzrayim, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Sinai.

19,2 Denn sie waren ausgezogen von Refidim und kamen in die Wüste Sinai und lagerten sich dort in der Wüste gegenüber dem Berge.

19,3 Und Moshe stieg hinauf zu HASHEM. HASHEM rief ihm vom Berge zu und sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Yisrael:

19,4 Ihr habt gesehen, was ich mit den Mitzrayim getan habe und wie ich euch getragen habe auf Adlerflügeln und euch zu mir gebracht.

19,5 Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt ihr mein Eigentum sein vor allen Völkern; denn die ganze Erde ist mein.

19,6 Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein kadosh Volk sein. Das sind die Worte, die du den Yisraeliten sagen sollst.

19,7 Moshe kam und berief die Ältesten des Volks und legte ihnen alle diese Worte vor, die ihm HASHEM geboten hatte.

19,8 Und alles Volk antwortete einmütig und sprach: Alles, was HASHEM geredet hat, wollen wir tun. Und Moshe sagte die Worte des Volks HASHEM wieder.

19,9 HASHEM sprach zu Moshe: Siehe, ich will zu dir kommen in einer dichten Wolke, auf daß dies Volk es höre, wenn ich mit dir rede, und dir für immer glaube. Und Moshe verkündete HASHEM die Worte des Volks.

19,10 HASHEM sprach zu Moshe: Geh hin zum Volk und kadosh sie heute und morgen, daß sie ihre Kleider waschen

19,11 und bereit seien für den dritten Tag; denn am dritten Tage werde ICH vor allem Volk herab fahren auf den Berg Sinai.

19,12 Und zieh eine Grenze um das Volk und sprich zu ihnen: Hütet euch, auf den Berg zu steigen oder seinen Fuß anzurühren; denn wer den Berg anrührt, der soll des Todes sterben.

19,13 Keine Hand soll ihn anrühren, sondern er soll gesteinigt werden; es sei Tier oder Mensch, sie sollen nicht leben bleiben. Wenn aber das Widderhorn lange tönen wird, dann soll man auf den Berg steigen.

19,14 Moshe stieg vom Berge zum Volk herab und kadosh sie, und sie wuschen ihre Kleider.

19,15 Und er sprach zu ihnen: Seid bereit für den dritten Tag, und keiner rühre eine Frau an.

19,16 Als nun der dritte Tag kam und es Morgen ward, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dichte Wolke auf dem Berge und der Ton einer sehr starken Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.

19,17 Und Moshe führte das Volk aus dem Lager HASHEM entgegen, und es trat unten an den Berg.

19,18 Der ganze Berg Sinai aber rauchte, weil HASHEM auf den Berg herab fuhr im Feuer; und der Rauch stieg auf wie der Rauch von einem Schmelzofen, und der ganze Berg bebte sehr.

19,19 Und der Posaune Ton ward immer stärker. Und Moshe redete, HASHEM antwortete ihm laut.

19,20 Als nun HASHEM hernieder gekommen war auf den Berg Sinai, oben auf seinen Gipfel, berief er Moshe hinauf auf den Gipfel des Berges, und Moshe stieg hinauf.

19,21 Da sprach HASHEM zu ihm: Steig hinab und verwarne das Volk, daß sie nicht zu MIR kommen, und mich sehen, und viele von ihnen sterben müssen.

19,22 Auch die Priester, die sonst HASHEM nahen dürfen, sollen sich kadosh, daß sie HASHEM nicht zerschmettere.

19,23 Moshe aber sprach zu HASHEM: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai steigen, denn du hast uns verwarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und kadosh ihn.

19,24 HASHEM sprach zu ihm: Geh hin, steig hinab und komm wieder herauf, du und Aaron mit dir; aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, daß sie hinaufsteigen zu MIR, damit ICH sie nicht zerschmettere.

19,25 Und Moshe stieg hinunter zum Volk und sagte es ihm.

20. Kapitel

20,1 HASHEM redete alle diese Worte:

20,2 Ich bin HASHEM, der dich aus Mitzrayim, aus der Knechtschaft, geführt hat.

20,3 Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

20,4 Du sollst dir kein Bildnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von. dem, was im Wasser unter der Erde ist:

20,5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, HASHEM, dein YAH, bin ein Eiferner, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen,

20,6 aber Barmherzigkeit erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.

20,7 Du sollst den Namen HASHEM, nicht missbrauchen; denn HASHEM wird den nicht ungestraftt lassen, der den Namen HASHEM missbraucht.

20,8 Gedenke des Shabat-Tages, daß du ihn Qodesh.

20,9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.

20,10 Aber am siebenten Tage ist der Shabat HASHEM. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt.

20,11 Denn in sechs Tagen hat HASHEM Himmel, Erde gemacht, und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete HASHEM den Shabat-Tag und kadosh ihn

20,12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf daß du lange lebest in dem Lande, das dir HASHEM, geben wird.

20,13 Du sollst nicht töten.

20,14 Du sollst nicht ehebrechen.

20,15 Du sollst nicht stehlen.

20,16 Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

20,17 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

20,18 Und alles Volk wurde Zeuge von dem Donner und Blitz und dem Ton der Posaune und dem Rauchen des Berges. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen

20,19 und sprachen zu Moshe: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass HASHEM nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben.

20,20 Moshe aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn HASHEM ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr's vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt.

20,21 So stand das Volk von ferne, aber Moshe nahte sich dem Dunkel, darinnen HASHEM war.

20,22 HASHEM sprach zu ihm: So sollst du den Yisraeliten sagen: Ihr habt gesehen, daß ich mit euch vom Himmel geredet habe.

20,23 Darum sollt ihr euch keine andern Götter neben mir machen, weder silberne noch goldene sollt ihr euch machen.

20,24 Einen Altar von Erde mache mir, auf dem du dein Brandopfer und Dankopfer, deine Schafe und Rinder, opferst. An jedem Ort, wo ich meines Namens gedenken lasse, da will ich zu dir kommen und dich segnen.

20,25 Und wenn du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du ihn nicht von behauenen Steinen bauen; denn wenn du mit deinem Eisen darüber kommst, so wirst du ihn entweihen.

20,26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, daß nicht deine Blöße aufgedeckt werde vor ihm.

 
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