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Das Buch Shemoth (Namen)

DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)

21. Kapitel

21,1 Dies sind die Rechtsordnungen, die du ihnen vorlegen sollst:

21,2 Wenn du einen hebräischen Sklaven kaufst, so soll er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr aber soll er freigelassen werden ohne Lösegeld.

21,3 Ist er ohne Frau gekommen, so soll er auch ohne Frau gehen; ist er aber mit seiner Frau gekommen, so soll sie mit ihm gehen.

21,4 Hat ihm aber sein Herr eine Frau gegeben und hat sie ihm Söhne oder Töchter geboren, so sollen Frau und Kinder seinem Herrn gehören, er aber soll ohne Frau gehen.

21,5 Spricht aber der Sklave: Ich habe meinen Herrn lieb und mein Weib und Kind, ich will nicht frei werden,

21,6 so bringe ihn sein Herr vor HASHEM und stelle ihn an die Tür oder den Pfosten und durchbohre mit einem Pfriemen sein Ohr, und er sei sein Sklave für immer.

21,7 Verkauft jemand seine Tochter als Sklavin, so darf sie nicht freigelassen werden wie die Sklaven.

21,8 Hat ihr Herr sie für sich genommen und sie gefällt ihm nicht, so soll er sie auslösen lassen. Er hat aber nicht Macht, sie unter ein fremdes Volk zu verkaufen, nachdem er sie verschmäht hat.

21,9 Hat er sie aber für seinen Sohn bestimmt, so soll er nach dem Recht der Töchter an ihr tun.

21,10 Nimmt er sich aber noch eine andere, so soll er der ersten an Nahrung, Kleidung und ehelichem Recht nichts abbrechen.

21,11 Erfüllt er an ihr diese drei Pflichten nicht, so soll sie umsonst freigelassen werden, ohne Lösegeld. Vergehen gegen Leib und Leben

21,12 Wer einen Menschen schlägt, daß er stirbt, der soll des Todes sterben.

21,13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern hat HASHEM es seiner Hand widerfahren lassen, so will ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen kann.

21,14 Wenn aber jemand an seinem Nächsten frevelt und ihn mit Hinterlist umbringt, so sollst du ihn von meinem Altar wegreißen, daß man ihn töte.

21,15 Wer Vater oder Mutter schlägt, der soll des Todes sterben.

21,16 Wer einen Menschen raubt, sei es, daß er ihn verkauft, sei es, daß man ihn bei ihm findet, der soll des Todes sterben.

21,17 Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.

21,18 Wenn Männer miteinander streiten und einer schlägt den andern mit einem Stein oder mit der Faust, daß er nicht stirbt, sondern zu Bett liegen muß

21,19 und wieder aufkommt und ausgehen kann an seinem Stock, so soll der, der ihn schlug, nicht bestraft werden; er soll ihm aber bezahlen, was er versäumt hat, und das Arztgeld geben.

21,20 Wer seinen Sklaven oder seine Sklavin schlägt mit einem Stock, daß sie unter seinen Händen sterben, der soll dafür bestraft werden.

21,21 Bleiben sie aber einen oder zwei Tage am Leben, so soll er nicht dafür bestraft werden; denn es ist sein Geld.

21,22 Wenn Männer miteinander streiten und stoßen dabei eine schwangere Frau, so daß ihr die Frucht abgeht, ihr aber sonst kein Schaden widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wie viel ihr Ehemann ihm auferlegt, und er soll's geben durch die Hand der Richter.

21,23 Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben,

21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß,

21,25 Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde.

21,26 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin ins Auge schlägt und zerstört es, der soll sie freilassen um des Auges willen.

21,27 Desgleichen, wenn er seinem Sklaven oder seiner Sklavin einen Zahn ausschlägt, soll er sie freilassen um des Zahnes willen.

21,28 Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stößt, daß sie sterben, so soll man das Rind steinigen und sein Fleisch nicht essen; aber der Besitzer des Rindes soll nicht bestraft werden.

21,29 Ist aber das Rind zuvor stößig gewesen und seinem Besitzer war's bekannt und er hat das Rind nicht verwahrt und es tötet nun einen Mann oder eine Frau, so soll man das Rind steinigen, und sein Besitzer soll sterben.

21,30 Will man ihm aber ein Lösegeld auferlegen, so soll er geben, was man ihm auferlegt, um sein Leben auszulösen.

21,31 Ebenso soll man mit ihm verfahren, wenn das Rind einen Sohn oder eine Tochter stößt.

21,32 Stößt es aber einen Sklaven oder eine Sklavin, so soll der Besitzer ihrem Herrn dreißig Lot Silber geben, und das Rind soll man steinigen.

21,33 Wenn jemand eine Zisterne aufdeckt oder gräbt eine Zisterne und deckt sie nicht zu und es fällt ein Rind oder Esel hinein,

21,34 so soll der Besitzer der Zisterne mit Geld dem andern Ersatz leisten, das tote Tier aber soll ihm gehören.

21,35 Wenn jemandes Rind eines andern Rind stößt, daß es stirbt, so sollen sie das lebendige Rind verkaufen und das Geld teilen und das tote Tier auch teilen.

21,36 Ist's aber bekannt gewesen, daß das Rind zuvor stößig gewesen ist, und sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so soll er ein Rind für das andere erstatten und das tote Tier haben.

21,37 Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und schlachtet's oder verkauft's, so soll er fünf Rinder für ein Rind wiedergeben und vier Schafe für ein Schaf.

22. Kapitel

22,1 Wenn ein Dieb ergriffen wird beim Einbruch und wird dabei geschlagen, daß er stirbt, so liegt keine Blutschuld vor.

22,2 War aber schon die Sonne aufgegangen, so liegt Blutschuld vor. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten; hat er nichts, so verkaufe man ihn um den Wert des Gestohlenen.

22,3 Findet man bei ihm das Gestohlene lebendig, sei es Rind, Esel oder Schaf, so soll er's zweifach erstatten.

22,4 Wenn jemand in einem Acker oder Weinberg Schaden anrichtet, weil er sein Vieh das Feld eines andern abweiden läßt, so soll er's mit dem Besten seines Ackers und Weinberges erstatten.

22,5 Wenn ein Feuer ausbricht und ergreift die Dornen und verbrennt einen Garbenhaufen oder das Getreide, das noch steht, oder den Acker, so soll Ersatz leisten, wer das Feuer angezündet hat.

22,6 Wenn jemand seinem Nächsten Geld oder Gegenstände zu verwahren gibt und es wird ihm aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's zweifach erstatten;

22,7 findet man aber den Dieb nicht, so soll der Herr des Hauses vor HASHEM treten, ob er nicht etwa seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat.

22,8 Wenn einer den andern einer Veruntreuung beschuldigt, es handle sich um Rind oder Esel oder Schaf oder Kleider oder um etwas, was sonst noch verloren gegangen ist, so soll beider Sache vor HASHEM kommen. Wen HASHEM für schuldig erklärt, der soll's seinem Nächsten zweifach erstatten.

22,9 Wenn jemand seinem Nächsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgendein Stück Vieh in Obhut gibt und es stirbt ihm oder kommt zu Schaden oder wird ihm weggetrieben, ohne daß es jemand sieht,

22,10 so soll es unter ihnen zum Eid vor HASHEM kommen, ob er nicht etwa seine Hand an seines Nächsten Habe gelegt hat, und der Besitzer soll es hinnehmen, so daß jener nicht Ersatz zu leisten braucht.

22,11 Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soll er's dem Besitzer ersetzen.

22,12 Wird es zerrissen, so soll er es zum Zeugnis herbeibringen und nicht ersetzen.

22,13 Wenn es jemand von seinem Nächsten leiht und es kommt zu Schaden oder stirbt, wenn der Besitzer nicht dabei ist, so soll er's ersetzen.

22,14 Ist aber der Besitzer dabei, soll er's nicht ersetzen. Wenn es gemietet ist, so soll es auf den Mietpreis angerechnet werden.

22,15 Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht verlobt ist, und ihr beiwohnt, so soll er den Brautpreis für sie geben und sie zur Frau nehmen.

22,16 Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soll er Geld darwägen, soviel einer Jungfrau als Brautpreis gebührt. Todeswürdige Vergehen

22,17 Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.

22,18 Wer einem Vieh beiwohnt, der soll des Todes sterben.

22,19 Wer den Göttern opfert und nicht HASHEM allein, der soll dem Bann verfallen.

22,20 Die Fremdlinge sollst du nicht bedrängen und bedrücken; denn ihr seid auch Fremdlinge in Mitzrayim gewesen.

22,21 Ihr sollt Witwen und Waisen nicht bedrücken.

22,22 Wirst du sie bedrücken und werden sie zu mir schreien, so werde ich ihr Schreien erhören.

22,23 Dann wird mein Zorn entbrennen, daß ich euch mit dem Schwert töte und eure Frauen zu Witwen und eure Kinder zu Waisen werden.

22,24 Wenn du Geld verleihst an einen aus meinem Volk, an einen Armen neben dir, so sollst du an ihm nicht wie ein Wucherer handeln; du sollst keinerlei Zinsen von ihm nehmen.

22,25 Wenn du den Mantel deines Nächsten zum Pfande nimmst, sollst du ihn wiedergeben, ehe die Sonne untergeht,

22,26 denn sein Mantel ist seine einzige Decke für seinen Leib; worin soll er sonst schlafen? Wird er aber zu mir schreien, so werde ich ihn erhören; denn ich bin gnädig.

22,27 HASHEM sollst du nicht lästern, und einem Obersten in deinem Volk sollst du nicht fluchen.

22,28 Den Ertrag deines Feldes und den Überfluss deines Weinberges sollst du nicht zurückhalten. Deinen ersten Sohn sollst du mir geben.

22,29 So sollst du auch tun mit deinem Stier und deinem Kleinvieh. Sieben Tage lass es bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du es mir geben.

22,30 Ihr sollt mir Qadosh Leute sein; darum sollt ihr kein Fleisch essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern es vor die Hunde werfen.

23. Kapitel

23,1 Du sollst kein falsches Gerücht verbreiten; du sollst nicht einem Schuldigen Beistand leisten und kein falscher Zeuge sein.

23,2 Du sollst der Menge nicht auf dem Weg zum Bösen folgen und nicht so antworten vor Gericht, daß du der Menge nachgibst und vom Rechten abweichst.

23,3 Du sollst den Geringen nicht begünstigen in seiner Sache.

23,4 Wenn du dem Rind oder Esel deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst du sie ihm wieder zuführen.

23,5 Wenn du den Esel deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn ja nicht im Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.

23,6 Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.

23,7 Halte dich ferne, von einer Sache, bei der Lüge im Spiel ist. Den Unschuldigen und den, der im Recht ist, sollst du nicht töten; denn ich lasse den Schuldigen nicht Recht haben.

23,8 Du sollst dich nicht durch Geschenke bestechen lassen; denn Geschenke machen die Sehenden blind und verdrehen die Sache derer, die im Recht sind.

23,9 Die Fremdlinge sollt ihr nicht unterdrücken; denn ihr wisset um der Fremdlinge Herz, weil ihr auch Fremdlinge in Mitzrayim gewesen seid.

23,10 Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seine Früchte einsammeln.

23,11 Aber im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, daß die Armen unter deinem Volk davon essen; und was übrig bleibt, mag das Wild auf dem Felde fressen. Ebenso sollst du es halten mit deinem Weinberg und deinen Ölbäumen.

23,12 Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun; aber am siebenten Tage sollst du feiern, auf daß dein Rind und Esel ruhen und deiner Sklavin Sohn und der Fremdling sich erquicken.

23,13 Alles, was ich euch gesagt habe, dass haltet. Aber die Namen anderer Götter sollt ihr nicht anrufen, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehört werden.

23,14 Dreimal im Jahr sollt ihr mir ein Fest feiern:

23,15 Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du so halten, daß du sieben Tage ungesäuertes Brot isst, wie ich dir geboten habe, im Monat Abib, denn zu dieser Zeit bist du aus Mitzrayim gezogen - erscheint aber nicht mit leeren Händen vor mir!

23,16 und das Fest der Ernte, der Erstlinge deiner Früchte, die du auf dem Felde gesät hast, und das Fest der Lese am Ausgang des Jahres, wenn du den Ertrag deiner Arbeit eingesammelt hast vom Felde.

23,17 Dreimal im Jahre soll erscheinen vor HASHEM, alles, was männlich ist unter dir.

23,18 Du sollst das Blut meines Opfers nicht zugleich mit dem Sauerteig opfern, und das Fett von meinem Fest soll nicht über Nacht bleiben bis zum Morgen.

23,19 Das Beste von den david1 Erstlingen deines Feldes sollst du in das Haus HASHEM bringen.
david2 Du sollst das Böcklein nicht kochen in seiner Mutter Milch.

23,20 Siehe, ich sende einen Malach vor dir her, der dich behüte auf dem Wege und dich bringe an den Ort, den ich bestimmt habe.

23,21 Hüte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht widerspenstig gegen ihn; denn er wird euer Übertreten nicht vergeben, weil mein Name in ihm ist.

23,22 Wirst du aber auf seine Stimme hören und alles tun, was ich dir sage, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widersacher sein.

23,23 Ja, mein Malach wird vor dir hergehen und dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hiwitern und Yebusitern, und ich will sie vertilgen.

23,24 Du sollst ihre Götter nicht anbeten noch ihnen dienen noch tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Steinmale umreißen und zerbrechen.

23,25 Aber HASHEM, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.

23,26 Es soll keine Frau in deinem Lande eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein, und ich will dich lassen alt werden.

23,27 Ich will meinen Schrecken vor dir her senden und alle Völker verzagt machen, wohin du kommst, und will geben, daß alle deine Feinde vor dir fliehen.

23,28 Ich will Angst und Schrecken vor dir her senden, die vor dir her vertreiben die Hiwiter, Kanaaniter und Hetiter.

23,29 Aber ich will sie nicht in einem Jahr ausstoßen vor dir, auf daß nicht das Land wüst werde und sich die wilden Tiere wider dich mehren.

23,30 Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoßen, bis du zahlreich bist und das Land besitzt.

23,31 Und ich will deine Grenze festsetzen von dem Schilfmeer bis an das Philistermeer und von der Wüste bis an den Euphratstrom. Denn ich will dir in deine Hand geben die Bewohner des Landes, daß du sie ausstoßen sollst vor dir her.

23,32 Du sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schließen.

23,33 Lass sie nicht wohnen in deinem Lande, daß sie dich nicht verführen zur Sünde wider mich; denn wenn du ihren Göttern dienst, wird dir das zum Fallstrick werden.

24. Kapitel

24,1 Und zu Moshe sprach HASHEM: Steig zu MIR herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Yisraels, und betet an von ferne.

24,2 Aber Moshe allein nahe sich zu HASHEM und lasse jene sich nicht nahen, und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.

24,3 Moshe kam und sagte dem Volk alle Worte HASHEM und alle Rechtsordnungen. Da antwortete alles Volk wie aus einem Munde: Alle Worte, die HASHEM gesagt hat, wollen wir tun.

24,4 Da schrieb Moshe alle Worte HASHEM nieder und machte sich früh am Morgen auf und baute einen Altar unten am Berge und zwölf Steinmale nach den zwölf Ganzen Stämmen Yisraels

24,5 und sandte junge Männer von den Yisraeliten hin, daß sie darauf HASHEM Brandopfer opferten und Dankopfer von jungen Stieren.

24,6 Und Moshe nahm die Hälfte des Blutes und goss es in die Becken, die andere Hälfte aber sprengte er an den Altar.

24,7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und sie sprachen: Alles, was HASHEM gesagt hat, wollen wir tun und darauf hören.

24,8 Da nahm Moshe das Blut und besprengte das Volk damit und sprach: Seht, das ist das Blut des Bundes, HASHEM mit euch geschlossen hat auf Grund aller dieser Worte.

24,9 Da stiegen Moshe und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten Yisraels hinauf

24,10 und sahen HASHEM Yisraels. Unter seinen Füßen war es wie eine Fläche von Saphir und wie der Himmel, wenn es klar ist.

24,11 Und HASHEM reckte seine Hand nicht aus wider die Edlen Yisraels. Und als sie HASHEM geschaut hatten, aßen und tranken sie.

24,12 HASHEM sprach zu Moshe: Komm herauf zu mir auf den Berg und bleib daselbst, daß ich dir gebe die steinernen Tafeln, Gesetz und Gebot, die ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen.

24,13 Da machte sich Moshe auf mit seinem Diener Yohushuah und stieg auf den Berg HASHEM.

24,14 Aber zu den Ältesten sprach er: Bleibt hier, bis wir zu euch zurückkommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine

24,15 Als nun Moshe auf den Berg kam, bedeckte die Wolke den Berg,

24,16 und die Herrlichkeit HASHEM ließ sich nieder auf dem Berg Sinai, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebenten Tage erging der Ruf HASHEM an Moshe aus der Wolke.

24,17 Und die Herrlichkeit HASHEM war anzusehen wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges vor den Yisraeliten. 2

4,18 Und Moshe ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg und blieb auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nächte.

25. Kapitel

25,1 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

25,2 Sage den Yisraeliten, daß sie für mich eine Opfergabe erheben von jedem, der es freiwillig gibt.

25,3 Das ist aber die Opfergabe, die ihr von ihnen erheben sollt: Gold, Silber, Kupfer,

25,4 blauer und roter Purpur, Scharlach, feine Leinwand, Ziegenhaar,

25,5 rot gefärbte Widderfelle, Dachsfelle, Akazienholz,

25,6 Öl für die Lampen, Spezerei zum Salböl und zu wohlriechendem Räucherwerk,

25,7 Onyxsteine und eingefasste Steine zum Priesterschurz und zur Brusttasche.

25,8 Und sie sollen mir ein Qadosh machen, daß ich unter ihnen wohne.

25,9 Genau nach dem Bild, das ich dir von der Wohnung und ihrem ganzen Gerät zeige, sollt ihr's machen.

25,10 Macht eine Lade aus Akazienholz; zwei und eine halbe Elle soll die Länge sein, anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Höhe.

25,11 Du sollst sie mit feinem Gold überziehen innen und außen und einen goldenen Kranz an ihr ringsherum machen.

25,12 Und gieß vier goldene Ringe und tu sie an ihre vier Ecken, so daß zwei Ringe auf der einen Seite und zwei auf der andern seien.

25,13 Und mache Stangen von Akazienholz und überziehe sie mit Gold

25,14 und stecke sie in die Ringe an den Seiten der Lade, daß man sie damit trage.

25,15 Sie sollen in den Ringen bleiben und nicht heraus getan werden.

25,16 Und du sollst in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.

25,17 Du sollst auch einen Gnadenthron machen aus feinem Golde; zwei und eine halbe Elle soll seine Länge sein und anderthalb Ellen seine Breite.

25,18 Und du sollst zwei Cherubim machen aus getriebenem Golde an beiden Enden des Gnadenthrones,

25,19 so daß ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an jenem, daß also zwei Cherubim seien an den Enden des Gnadenthrones.

25,20 Und die Cherubim sollen ihre Flügel nach oben ausbreiten, daß sie mit ihren Flügeln den Gnadenthron bedecken und eines jeden Antlitz gegen das des andern stehe; und ihr Antlitz soll zum Gnadenthron gerichtet sein.

25,21 Und du sollst den Gnadenthron oben auf die Lade tun und in die Lade das Gesetz legen, das ich dir geben werde.

25,22 Dort will ich dir begegnen, und vom Gnadenthron aus, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, zwischen den beiden Cherubim will ich mit dir alles reden, was ich dir gebieten will für die Yisraeliten.

25,23 Du sollst auch einen Tisch machen aus Akazienholz; zwei Ellen soll seine Länge sein, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.

25,24 Und du sollst ihn überziehen mit feinem Gold und einen goldenen Kranz ringsherum machen

25,25 und eine Leiste ringsherum eine Handbreit hoch und einen goldenen Kranz an der Leiste ringsherum;

25,26 und du sollst vier goldene Ringe machen an die vier Ecken an seinen vier Füßen.

25,27 Dicht unter der Leiste sollen die Ringe sein, so daß man Stangen hineintun und den Tisch tragen könne.

25,28 Und du sollst die Stangen aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, daß der Tisch damit getragen werde.

25,29 Du sollst auch aus feinem Golde seine Schüsseln und Schalen machen, seine Kannen und Becher, in denen man das Trankopfer darbringe.

25,30 Und du sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mein Angesicht.

25,31 Du sollst auch einen Leuchter aus feinem Golde machen, Fuß und Schaft in getriebener Arbeit, mit Kelchen, Knäufen und Blumen.

25,32 Sechs Arme sollen von dem Leuchter nach beiden Seiten ausgehen, nach jeder Seite drei Arme.

25,33 Jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen. So soll es sein bei den sechs Armen an dem Leuchter.

25,34 Aber der Schaft am Leuchter soll vier Kelche wie Mandelblüten haben mit Knäufen und Blumen,

25,35 und je einen Knauf unter zwei von den sechs Armen, die von dem Leuchter ausgehen.

25,36 Beide, Knäufe und Arme, sollen aus einem Stück mit ihm sein, lauteres Gold in getriebener Arbeit.

25,37 Und du sollst sieben Lampen machen und sie oben anbringen, so daß sie nach vorn leuchten,

25,38 und Lichtscheren und Löschnäpfe aus feinem Golde.

25,39 Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du den Leuchter machen mit allen diesen Geräten.

25,40 Und sieh zu, daß du alles machest nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt ist.

26. Kapitel

26,1 Die Wohnung sollst du machen aus zehn Teppichen von gezwirnter feiner Leinwand, von blauem und rotem Purpur und von Scharlach. Cherubim sollst du einweben in kunstreicher Arbeit.

26,2 Die Länge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite vier Ellen, und sie sollen alle zehn gleich sein;

26,3 und es sollen je fünf zu einem Stück zusammengefügt werden, einer an den andern.

26,4 Und du sollst Schlaufen machen von blauem Purpur bei jedem Stück an dem Rand, wo die zwei Stücke zusammengeheftet werden,

26,5 fünfzig Schlaufen an jedem Stück, daß eine Schlaufe der andern gegenüberstehe.

26,6 Und du sollst fünfzig goldene Haken machen, mit denen man die Teppiche zusammenhefte, einen an den andern, damit es eine Wohnung werde.

26,7 Du sollst auch Teppiche aus Ziegenhaar machen als Zelt über der Wohnung, elf Teppiche.

26,8 Die Länge eines Teppichs soll dreißig Ellen sein, die Breite aber vier Ellen, und sie sollen alle elf gleich groß sein.

26,9 Fünf sollst du aneinanderfügen und die sechs andern auch, damit du den sechsten Teppich vorn an dem Zelt doppelt legst;

26,10 und sollst an jedes Stück fünfzig Schlaufen machen an dem Rand, wo die Stücke zusammengeheftet werden.

26,11 Und du sollst fünfzig Haken aus Kupfer machen und die Haken in die Schlaufen tun, daß beide Stücke zu einem einzigen Zelt zusammengefügt werden.

26,12 Aber vom Überhang der Teppiche des Zeltes sollst du einen halben Teppich hinten an dem Zelte überhängen lassen

26,13 und auf beiden Seiten je eine Elle, daß der Überhang an den Seiten des Zeltes sei und es auf beiden Seiten bedecke.

26,14 aber die Decke des Zeltes sollst du eine Decke von rot gefärbten Widderfellen machen und darüber noch eine Decke von Dachsfellen.

26,15 Du sollst auch Bretter machen für die Wohnung, aus Akazienholz, zum Aufstellen;

26,16 zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.

26,17 Zwei Zapfen soll ein Brett haben, daß eins an das andere gesetzt werden könne. So sollst du alle Bretter der Wohnung machen.

26,18 Zwanzig von ihnen sollen nach Süden stehen.

26,19 Die sollen vierzig silberne Füße unten haben, je zwei Füße unter jedem Brett für seine zwei Zapfen.

26,20 Ebenso sollen auf der andern Seite, nach Norden, auch zwanzig Bretter stehen

26,21 mit vierzig silbernen Füßen, je zwei Füße unter jedem Brett.

26,22 Und für die Rückseite der Wohnung nach Westen sollst du sechs Bretter machen;

26,23 dazu zwei Bretter für die zwei Ecken an der Rückseite der Wohnung,

26,24 daß beide mit ihren Eckbrettern unten und oben verbunden sind und so die Ecken bilden.

26,25 Acht Bretter sollen es sein mit ihren silbernen Füßen; sechzehn Füße sollen es sein, je zwei unter einem Brett.

26,26 Und du sollst Riegel machen aus Akazienholz, fünf zu den Brettern auf der einen Langseite der Wohnung

26,27 und fünf zu den Brettern auf der anderen Langseite der Wohnung und fünf zu den Brettern auf der Rückseite der Wohnung nach Westen,

26,28 und sollst einen Mittelriegel in halber Höhe an den Brettern entlang laufen lassen von einem Ende zu dem andern.

26,29 Und du sollst die Bretter mit Gold überziehen und ihre Ringe aus Gold machen, in die man die Riegel hineintut.

26,30 Und die Riegel sollst du mit Gold überziehen. So sollst du die Wohnung in der Weise aufrichten, wie du sie auf dem Berge gesehen hast.

26,31 Du sollst einen Vorhang machen aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand und sollst Cherubim einweben in kunstreicher Arbeit

26,32 und sollst ihn aufhängen an vier Säulen von Akazienholz, die mit Gold überzogen sind und goldene Nägel und vier silberne Füße haben.

26,33 Und du sollst den Vorhang an die Haken hängen und die Lade mit dem Gesetz hinter den Vorhang setzen, daß er euch eine Scheidewand sei zwischen dem Qadosh und dem Qadosh.

26,34 Und du sollst den Gnadenthron auf die Lade mit dem Gesetz tun, die im Qadosh steht.

26,35 Den Tisch aber setze außen vor den Vorhang und den Leuchter dem Tisch gegenüber an die Südseite in der Wohnung, daß der Tisch nach Norden zu steht.

26,36 Und du sollst eine Decke machen für den Eingang des Zeltes aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand in Buntwirkerarbeit

26,37 und für die Decke fünf Säulen aus Akazienholz, mit Gold überzogen, mit goldenen Nägeln, und sollst für sie fünf Füße aus Kupfer gießen.

27. Kapitel

27,1 Du sollst einen Altar machen aus Akazienholz, fünf Ellen lang und ebenso breit, daß er viereckig sei, und drei Ellen hoch.

27,2 Und du sollst auf seinen vier Ecken Hörner machen, die sollen mit ihm verbunden sein, und sollst ihn mit Kupfer überziehen.

27,3 Mache auch Töpfe für die Asche, Schaufeln, Becken, Gabeln, Kohlenpfannen; alle seine Geräte sollst du aus Kupfer machen.

27,4 Du sollst auch ein Gitterwerk aus Kupfer machen wie ein Netz und vier Ringe aus Kupfer an seine vier Enden.

27,5 Du sollst es aber von unten her um den Altar legen unterhalb der Einfassung, daß das Gitter bis zur Mitte des Altars reiche.

27,6 Und du sollst zu dem Altar auch Stangen machen aus Akazienholz, mit Kupfer überzogen.

27,7 Und man soll die Stangen in die Ringe tun, daß die Stangen an beiden Seiten des Altars seien, wenn man ihn trägt.

27,8 Als einen Kasten von Brettern sollst du ihn machen, daß er inwendig hohl sei, wie er dir auf dem Berge gezeigt wurde.

27,9 Du sollst einen Vorhof für die Wohnung machen, Behänge von gezwirnter feiner Leinwand, für eine Seite hundert Ellen lang, für die Südseite,

27,10 und zwanzig Säulen auf zwanzig Füßen von Kupfer und ihre Nägel und ihre Ringbänder von Silber.

27,11 Ebenso sollen an der Nordseite Behänge sein, hundert Ellen lang, und zwanzig Säulen auf zwanzig Füßen von Kupfer und ihre Nägel und ihre Ringbänder von Silber.

27,12 Und nach Westen soll die Breite des Vorhofes Behänge haben, fünfzig Ellen lang, zehn Säulen auf zehn Füßen.

27,13 Nach Osten aber soll die Breite des Vorhofes fünfzig Ellen haben,

27,14 fünfzehn Ellen Behänge auf einer Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen,

27,15 und wieder fünfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Säulen auf drei Füßen.

27,16 Und in dem Tor des Vorhofes soll eine Decke sein, zwanzig Ellen breit, gewirkt aus blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, dazu vier Säulen auf ihren vier Füßen.

27,17 Alle Säulen um den Vorhof her sollen silberne Ringbänder und silberne Nägel und kupferne Füße haben.

27,18 Die Länge des Vorhofes soll hundert Ellen sein, die Breite fünfzig Ellen, die Höhe fünf Ellen, und alle Behänge sollen von gezwirnter feiner Leinwand sein und seine Füße aus Kupfer.

27,19 Alle Geräte der Wohnung für den gesamten Dienst und alle ihre Zeltpflöcke und alle Zeltpflöcke des Vorhofes sollen aus Kupfer sein.

27,20 Gebiete den Yisraeliten, daß sie zu dir bringen das allerreinste Öl aus zerstoßenen Oliven für den Leuchter, daß man ständig Lampen aufsetzen könne.

27,21 In der Stiftshütte, außen vor dem Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, sollen Aaron und seine Söhne den Leuchter zurichten, daß er brenne vom Abend bis zum Morgen vor HASHEM. Das soll eine ewige Ordnung sein für ihre Nachkommen bei den Yisraeliten.

28. Kapitel

28,1 Du sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Söhne zu dir herantreten lassen aus der Mitte der Yisraeliten, daß er mein Priester sei, er und seine Söhne Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar.

28,2 Und du sollst Aaron, deinem Bruder, Qadosh Kleider machen, die herrlich und schön seien,

28,3 und sollst reden mit allen, die sich darauf verstehen, die ich mit dem Geist der Weisheit erfüllt habe, daß sie Aaron Kleider machen zu seiner Weihe, daß er mein Priester sei.

28,4 Dies sind aber die Kleider, die sie machen sollen: Brusttasche, Schurz, Obergewand, gewirktes Untergewand, Kopfbund und Gürtel. Diese Qadosh Kleider sollen sie deinem Bruder Aaron und seinen Söhnen machen, daß er mein Priester sei.

28,5 Sie sollen Gold, blauen und roten Purpur, Scharlach und feine Leinwand dazu nehmen.

28,6 Den Priesterschurz sollen sie machen aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand, kunstreich gewirkt.

28,7 Zwei Schulterteile soll er haben, die angefügt sind; an seinen beiden Enden soll er zusammengebunden werden.

28,8 Und die Binde, die daran ist, um ihn anlegen zu können, soll von derselben Arbeit und aus einem Stück mit ihm sein, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand.

28,9 Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und darauf eingraben die Namen der Söhne Yisraels,

28,10 auf jeden sechs Namen nach der Ordnung ihres Alters.

28,11 Das sollst du tun in Steinschneiderarbeit nach der Weise der Siegelstecher, und sie sollen mit Goldgeflecht eingefasst werden.

28,12 Und du sollst sie auf die Schulterteile des Schurzes heften, daß es Steine seien zum gnädigen Gedenken an die Yisraeliten, so daß Aaron ihre Namen auf seinen beiden Schultern trage vor HASHEM, damit ER ihrer gedenke.

28,13 Und du sollst andere Goldgeflechte machen

28,14 und zwei Ketten von feinem Golde wie gedrehte Schnüre und sollst die geflochtenen Ketten an diese Goldgeflechte tun.

28,15 Die Brusttasche für die Losentscheidungen sollst du wie den Priesterschurz machen, kunstreich gewirkt, aus Gold, blauem und rotem Purpur, Scharlach und gezwirnter feiner Leinwand.

28,16 Viereckig soll sie sein und doppelt gelegt; eine Spanne soll ihre Länge sein und eine Spanne ihre Breite.

28,17 Und du sollst sie besetzen mit vier Reihen von Steinen. Die erste Reihe sei ein Sarder, ein Topas und ein Smaragd, 2

8,18 die andere ein Rubin, ein Saphir und ein Diamant,

28,19 die dritte ein Lynkurer, ein Achat und ein Amethyst,

28,20 die vierte ein Türkis, ein Onyx und ein Jaspis; in Goldgeflecht sollen sie gefasst sein.

28,21 Zwölf sollen es sein in Siegelstecherarbeit nach den Namen der Söhne Yisraels, daß auf jedem ein Name stehe nach den zwölf Ganzen Stämmen.

28,22 Und du sollst Ketten zu der Tasche wie gedrehte Schnüre machen aus feinem Golde

28,23 und zwei goldene Ringe für die Tasche, so daß du die beiden Ringe an zwei Ecken der Tasche heftest

28,24 und die beiden goldenen Ketten in die beiden Ringe an den Ecken der Tasche tust.

28,25 Aber die beiden andern Enden der zwei Ketten sollst du an den beiden Goldgeflechten befestigen und sie an die Schulterteile des Priesterschurzes vorn anheften.

28,26 Und du sollst zwei andere goldene Ringe machen und an die beiden andern Ecken, der Tasche heften an ihren Rand innen zum Schurz hin.

28,27 Und du sollst abermals zwei goldene Ringe machen und sie unten an die beiden Schulterteile vorn am Schurz anheften, wo der Schurz zusammengeht, oben über der Binde des Schurzes.

28,28 Und man soll die Brusttasche mit ihren Ringen aus mit einer Schnur von blauem Purpur an die Ringe des Schurzes knüpfen, daß sie über der Binde des Schurzes anliege und die Tasche sich nicht von dem Schurz losmache.

28,29 So soll Aaron die Namen der Söhne Yisraels in der Brusttasche auf seinem Herzen tragen, wenn er in das QADOSH geht, zum gnädigen Gedenken vor HASHEM allezeit.

28,30 Und du sollst in die Brusttasche tun die Lose «Urim und Tummim», so daß sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er hineingeht vor HASHEM, daß er die Entscheidungen für die Yisraeliten auf seinem Herzen trage vor HASHEM allezeit.

28,31 Du sollst auch das Obergewand unter dem Schurz ganz aus blauem Purpur machen.

28,32 Und oben in der Mitte soll eine Öffnung sein und eine Borte um die Öffnung herum in Weberarbeit wie bei einem Panzerhemd, daß sie nicht einreiße.

28,33 Und unten an seinem Saum sollst du Granatäpfel machen aus blauem und rotem Purpur und Scharlach ringsherum und zwischen sie goldene Schellen auch ringsherum,

28,34 daß eine goldene Schelle sei, danach ein Granatapfel, und wieder eine goldene Schelle und wieder ein Granatapfel ringsherum an dem Saum des Obergewandes.

28,35 Und Aaron soll ihn anhaben, wenn er dient, daß man seinen Klang höre, wenn er hineingeht ins QADOSH vor HASHEM und wieder herauskommt; so wird er nicht sterben.

28,36 Du sollst auch ein Stirnblatt machen aus feinem Golde und darauf eingraben, wie man Siegel eingräbt:

28,37 Und du sollst es heften an eine Schnur von blauem Purpur vorn an den Kopfbund.

28,38 Und es soll sein auf der Stirn Aarons, damit Aaron bei allen ihren Opfern alle Sünde trage, die an den Qadosh Gaben der Yisraeliten haftet. Und es soll allezeit an seiner Stirn sein, daß sie wohlgefällig seien vor HASHEM.

28,39 Du sollst auch das Untergewand kunstreich wirken aus feiner Leinwand und einen Kopfbund aus feiner Leinwand machen und einen bunt gewirkten Gürtel.

28,40 Und den Söhnen Aarons sollst du Untergewänder, Gürtel und hohe Mützen machen, die herrlich und schön seien,

28,41 und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Söhnen anlegen und sollst sie salben und ihre Hände füllen und sie weihen, daß sie meine Priester seien.

28,42 Und du sollst ihnen leinene Beinkleider machen, um ihre Blöße zu bedecken, von den Hüften bis an die Schenkel.

28,43 Und Aaron und seine Söhne sollen sie anhaben, wenn sie in die Stiftshütte gehen oder hinzutreten zum Altar, um im Qadosh zu dienen, damit sie keine Schuld auf sich laden und sterben müssen. Das soll für ihn und sein Geschlecht nach ihm eine ewige Ordnung sein.

29. Kapitel

29,1 Dies ist's, was du mit ihnen tun sollst, daß sie mir zu Priestern geweiht werden: Nimm einen jungen Stier und zwei Widder ohne Fehler,

29,2 ungesäuertes Brot und ungesäuerte Kuchen, mit Öl vermengt, und ungesäuerte Fladen, mit Öl bestrichen; aus feinem Weizenmehl sollst du das alles machen

29,3 und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt dem Stier und den beiden Widdern.

29,4 Und du sollst Aaron und seine Söhne vor die Tür der Stiftshütte treten lassen und sie mit Wasser waschen

29,5 und die Kleider nehmen und Aaron anziehen das Untergewand und das Obergewand und den Priesterschurz und die Brusttasche und du sollst ihm den Schurz mit der Binde umgürten

29,6 und den Kopfbund auf sein Haupt setzen und den Qadosh Kronreif am Kopfbund befestigen.

29,7 Und du sollst das Salböl nehmen und auf sein Haupt gießen und ihn salben.

29,8 Und seine Söhne sollst du auch herzuführen und ihnen das Untergewand anziehen

29,9 und sie, Aaron und seine Söhne, mit Gürteln umgürten und den Söhnen die hohen Mützen aufsetzen, daß sie das Priestertum haben nach ewiger Ordnung. Und du sollst Aaron und seinen Söhnen die Hände füllen.

29,10 Und du sollst den jungen Stier herzuführen vor die Stiftshütte, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen.

29,11 Und du sollst den Stier schlachten vor HASHEM, vor der Tür der Stiftshütte,

29,12 und sollst von seinem Blut nehmen und mit deinem Finger an die Hörner des Altars streichen und alles andere Blut an den Fuß des Altars schütten.

29,13 Und du sollst alles Fett am Eingeweide nehmen und den Lappen an der Leber und die beiden Nieren mit dem Fett daran und sollst es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.

29,14 Aber Fleisch, Fell und Mist des Stieres sollst du draußen vor dem Lager mit Feuer verbrennen; denn es ist ein Sündopfer.

29,15 Und den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen.

29,16 Dann sollst du ihn schlachten und sein Blut nehmen und ringsum an den Altar sprengen.

29,17 Aber den Widder sollst du in seine Stücke zerlegen und seine Eingeweide und Schenkel waschen und sie zu seinen Stücken und seinem Kopf legen

29,18 und den ganzen Widder in Rauch aufgehen lassen auf dem Altar; denn es ist HASHEM ein Brandopfer, ein lieblicher Geruch, ein Feueropfer für HASHEM.

29,19 Den andern Widder aber sollst du nehmen, und Aaron und seine Söhne sollen ihre Hände auf seinen Kopf legen,

29,20 und du sollst ihn schlachten und von seinem Blut nehmen und es Aaron und seinen Söhnen an das rechte Ohrläppchen streichen und an den Daumen ihrer rechten Hand und an die große Zehe ihres rechten Fußes; und du sollst das Blut ringsum an den Altar sprengen.

29,21 Und du sollst von dem Blut auf dem Altar nehmen und Salböl und sollst Aaron und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider damit besprengen. So werden er und seine Kleider, seine Söhne und ihre Kleider geweiht.

29,22 Danach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Fettschwanz und das Fett am Eingeweide, den Lappen an der Leber und die beiden Nieren mit dem Fett daran und die rechte Keule; denn es ist der Widder der Einsetzung,

29,23 und ein Brot und einen Ölkuchen und einen Fladen aus dem Korbe mit dem ungesäuerten Brot, der vor HASHEM steht.

29,24 Dann lege das alles auf die Hände Aarons und seiner Söhne und schwinge es als Schwingopfer vor HASHEM.

29,25 Danach nimm es von ihren Händen und lass es in Rauch aufgehen auf dem Altar über dem Brandopfer zum lieblichen Geruch vor HASHEM; denn es ist ein Feueropfer für HASHEM.

29,26 Und du sollst die Brust vom Widder der Einsetzung Aarons nehmen und sie vor HASHEM schwingen. Das soll dein Anteil sein.

29,27 So sollst du Qadosh die Brust als Schwingopfer und die Keule als Hebopfer, die von dem Widder der Einsetzung Aarons und seiner Söhne genommen sind.

29,28 Und das soll Aaron und seinen Söhnen gehören als ewiges Anrecht bei den Yisraeliten, denn es ist ein Hebopfer. Und ein Hebopfer von den Yisraeliten soll es sein von ihren Dankopfern, ihr Hebopfer für HASHEM.

29,29 Und die Qadosh Kleider Aarons sollen nach ihm seine Söhne haben, daß sie darin gesalbt und ihre Hände gefüllt werden.

29,30 Wer von seinen Söhnen an seiner Statt Priester wird, der soll sie sieben Tage anziehen, wenn er in die Stiftshütte geht, um im Qadosh zu dienen.

29,31 Und du sollst den Widder der Einsetzung nehmen und sein Fleisch an einem Qadosh Ort kochen.

29,32 Und Aaron mit seinen Söhnen soll das Fleisch des Widders samt dem Brot im Korbe essen vor der Tür der Stiftshütte.

29,33 Sie sollen die Stücke essen, mit denen die Sühnung für sie vollzogen wurde, als man ihre Hände füllte und sie weihte. Kein anderer darf es essen, denn es ist Qadosh.

29,34 Wenn aber etwas übrig bleibt von dem Fleisch der Einsetzung und von dem Brot bis zum Morgen, sollst du es mit Feuer verbrennen. Es darf nicht gegessen werden, denn es ist Qadosh.

29,35 So sollst du mit Aaron und seinen Söhnen alles tun, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Hände füllen

29,36 und täglich einen jungen Stier zum Sündopfer schlachten zur Sühnung und sollst den Altar entsündigen, indem du die Sühnung an ihm vollziehst, und sollst ihn salben, daß er geweiht werde.

29,37 Sieben Tage sollst du an dem Altar die Sühnung vollziehen und ihn weihen; so wird er Qadosh. Wer den Altar anrührt, der ist dem Qadosh verfallen.

29,38 Und dies sollst du auf dem Altar tun: Zwei einjährige Schafe sollst du an jedem Tage darauf opfern,

29,39 ein Schaf am Morgen, das andere gegen Abend.

29,40 Und zu dem einen Schaf einen Krug feinsten Mehls, vermengt mit einer viertel Kanne zerstoßener Oliven, und eine viertel Kanne Wein zum Trankopfer.

29,41 Mit dem andern Schaf sollst du tun gegen Abend wie mit dem Speisopfer und Trankopfer vom Morgen, zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer für HASHEM.

29,42 Das soll das tägliche Brandopfer sein bei euren Nachkommen am Eingang der Stiftshütte vor HASHEM, wo ich euch begegnen und mit dir reden will.

29,43 Daselbst will ich den Yisraeliten begegnen, und das Qadosh wird Qadosh werden durch meine Herrlichkeit.

29,44 Und ich will die Stiftshütte und den Altar Qadosh und Aaron und seine Söhne Qadosh, daß sie meine Priester seien.

29,45 Und ich will unter den Yisraeliten wohnen und HASHEM sein,

29,46 daß sie erkennen sollen, ich sei ihr HASHEM der sie aus Mitzrayim führte, damit ich unter ihnen wohne.

30. Kapitel

30,1 Du sollst auch einen Räucheraltar machen aus Akazienholz,

30,2 eine Elle lang und ebenso breit, viereckig, und zwei Ellen hoch mit seinen Hörnern.

30,3 Und du sollst ihn mit feinem Golde überziehen, seine Platte und seine Wände ringsherum und seine Hörner. Und sollst einen Kranz von Gold ringsherum machen

30,4 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, daß man Stangen hineintue und ihn damit trage.

30,5 Die Stangen sollst du auch aus Akazienholz machen und mit Gold überziehen.

30,6 Und du sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade mit dem Gesetz hängt, und vor den Gnadenthron, der auf der Lade mit dem Gesetz ist, wo ich dir begegnen werde.

30,7 Und Aaron soll darauf verbrennen gutes Räucherwerk jeden Morgen, wenn er die Lampen zurichtet.

30,8 Desgleichen, wenn er die Lampen anzündet gegen Abend, soll er solches Räucherwerk auch verbrennen. Das soll das tägliche Räucheropfer sein vor HASHEM bei euren Nachkommen.

30,9 Ihr sollt kein fremdes Räucherwerk darauf tun, auch kein Brandopfer, Speisopfer oder Trankopfer darauf opfern.

30,10 Und Aaron soll an den Hörnern dieses Altars einmal im Jahr die Sühnung vollziehen mit dem Blut des Sündopfers, das zur Sühnung dargebracht wird. Solche Sühnung soll jährlich einmal geschehen bei euren Nachkommen. Qadosh ist der Altar HASHEM.

30,11 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

30,12 Wenn du die Yisraeliten zählst, so soll ein jeder HASHEM ein Sühnegeld geben, um sein Leben auszulösen, damit ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden.

30,13 Es soll aber jeder, der gezählt ist, einen halben Taler geben nach dem Münzgewicht im Qadosh; ein Taler wiegt zwanzig Gramm. Dieser halbe Taler soll als Opfergabe für HASHEM erhoben werden.

30,14 Wer gezählt ist von zwanzig Jahren an und darüber, der soll diese Opfergabe HASHEM geben.

30,15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Taler als Opfergabe für HASHEM zur Sühnung für euer Leben.

30,16 Und du sollst solches Sühnegeld nehmen von den Yisraeliten und es zum Dienst an der Stiftshütte geben, daß es sei für die Yisraeliten, zum gnädigen Gedenken vor HASHEM, zur Sühnung für euer Leben.

30,17 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

30,18 Du sollst auch ein Becken aus Kupfer machen mit einem Gestell aus Kupfer zum Waschen und sollst es setzen zwischen die Stiftshütte und den Altar und Wasser hineintun,

30,19 daß Aaron und seine Söhne ihre Hände und Füße darin waschen,

30,20 wenn sie in die Stiftshütte gehen oder zum Altar, um zu dienen und Feueropfer zu verbrennen für HASHEM,

30,21 auf daß sie nicht sterben. Das soll eine ewige Ordnung sein für ihn und sein Geschlecht bei ihren Nachkommen.

30,22 HASHEM redete mit Moshe und sprach:

30,23 Nimm dir die beste Spezerei: die edelste Myrrhe, fünfhundert Lot, und Zimt, die Hälfte davon, zweihundertundfünfzig, und Kalmus, auch zweihundertundfünfzig Lot,

30,24 und Kassia, fünfhundert nach dem Gewicht im Qadosh, und eine Kanne Olivenöl.

30,25 Und mache daraus ein Qadosh Salböl nach der Kunst des Salbenbereiters.

30,26 Und du sollst damit salben die Stiftshütte und die Lade mit dem Gesetz,

30,27 den Tisch mit all seinem Gerät, den Leuchter mit seinem Gerät, den Räucheraltar,

30,28 den Brandopferaltar mit all seinem Gerät und das Becken mit seinem Gestell.

30,29 So sollst du sie weihen, daß sie Gadol Qadosh seien. Wer sie anrührt, der ist Qadosh verfallen.

30,30 Aaron und seine Söhne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern weihen.

30,31 Und du sollst mit den Yisraeliten reden und sprechen: Dieses Qadosh Oel soll mir eine Qadosh Salbe sein bei euren Nachkommen sein.

30,32 Auf keines andern Menschen Leib soll es gegossen werden; du sollst es auch sonst in der gleichen Mischung nicht herstellen, denn es ist Qadosh; darum soll es euch als Qadosh gelten.

30,33 Wer solche Salbe macht oder einem Unberufenen davon gibt, der soll aus seinem Volk ausgerottet werden.

30,34 HASHEM sprach zu Moshe: Nimm dir Spezerei: Balsam, Stakte, Galbanum und reinen Weihrauch, vom einen soviel wie vom andern,

30,35 und mache Räucherwerk daraus, gemengt nach der Kunst des Salbenbereiters, gesalzen, rein, zum Qadosh Gebrauch.

30,36 Und du sollst es zu Pulver stoßen und sollst etwas davon vor die Lade mit dem Gesetz in der Stiftshütte bringen, wo ich dir begegnen werde. Es soll euch ein Gadol Qadosh sein.

30,37 Aber solches Räucherwerk sollt ihr für euch nicht machen, sondern es soll dir HASHEM Qadosh gelten.

30,38 Wer es macht, damit er sich an dem Geruch erfreue, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk

 

 
 

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