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Tehillim 1 - 25

DIE PSALMEN

Tehillim 1

1,1 Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Toren noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen,

1,2 sondern hat Lust am Gesetz HaschemS und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!

1,3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl.

1,4 Aber so sind die Toren nicht, sondern wie Spreu, die der Wind verstreut.

1,5 Darum bestehen die Toren nicht im Gericht noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.

1,6 Denn Haschem kennt den Weg der Gerechten, aber der Toren Weg vergeht.

Tehillim 2

2,1 Warum toben die Heiden und murren die Völker so vergeblich?
2,2 Die Könige der Erde lehnen sich auf, und die Herren halten Rat miteinander wider Haschem:
2,3 Lasset uns zerreißen ihre Bande und von uns werfen ihre Stricke!
2,4 Aber der im Himmel wohnt, lachet ihrer, und Haschem spottet ihrer.
2,5 Einst wird er mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird er sie schrecken:
2,6 Ich aber habe meinen König eingesetzt auf meinem Berg Tziyon.
2,7 Kundtun will ich den Ratschluss HaschemS. Er hat zu mir gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.
2,8 Bitte mich, so will ich dir Völker zum Erbe geben und der Welt Enden zum Eigentum.
2,9 Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen, wie Töpfe sollst du sie zerschmeißen.
2,10 So seid nun verständig, ihr Könige, und laßt euch warnen, ihr Richter auf Erden!
2,11 Dienet Haschem mit Furcht und küsst seine Füße mit Zittern,
2,12 dass er nicht zürne und ihr umkommt auf dem Wege; denn sein Zorn wird bald entbrennen. Wohl allen, die auf ihn trauen!

Tehillim 3

3,1 Dawid, als er von seinen Sohn Absalom floh

3,2 Ach Haschem, wie sind meiner Feinde so viel und erheben sich so viele gegen mich!

3,3 Viele sagen von mir: Er hat keine Hilfe bei Haschem. SELA.

3,4 Aber du, Haschem, bist der Schild für mich, du bist meine Ehre und hebst mein Haupt empor.

3,5 Ich rufe mit meiner Stimme zu Haschem, so erhört er mich von seinem Berge. SELA.

3,6 Ich liege und schlafe und erwache; denn Haschem hält mich.

3,7 Ich fürchte mich nicht vor vielen Tausenden, die sich ringsum wider mich legen.

3,8 Auf, Haschem, und hilf mir, mein Haschem! Denn du schlägst alle meine Feinde auf die Backe und zerschmetterst der Toren Zähne.

3,9 Bei Haschem findet man Hilfe. Dein Segen komme über dein Volk! SELA.

Tehillim 4

4,1 Dawids, vorzusingen beim Saitenspiel.

4,2 Erhöre mich, wenn ich rufe, RUACHAH  meine Gerechtigkeit, die mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!

4,3 Ihr Elohim, wie lange soll meine Ehre geschändet werden? Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern! SELA.

4,4 Erkennet doch, dass Haschem seine Menschen wunderbar führt; Haschem hört, wenn ich ihn anrufe.

4,5 Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA.

4,6 Opfert, was recht ist, und hoffet auf Haschem.

4,7 Viele sagen: «Wer wird uns Gutes sehen lassen?» Haschem, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes!

4,8 Du erfreust mein Herz, ob jene auch viel Wein und Korn haben.

4,9 Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Haschem, hilfst mir, dass ich sicher wohne.

Tehillim 5

5,1 Dawids, vorzusingen beim Flötenspiel.

5,2 Haschem, höre meine Worte, merke auf mein Reden!

5,3 Vernimm mein Schreien, mein König und mein Haschem; denn ich will zu dir beten.

5,4 Haschem, frühe wollest du meine Stimme hören, frühe will ich mich zu dir wenden und aufmerken.

5,5 Denn du bist nicht ein Haschem, dem Toren Wesen gefällt; wer böse ist, bleibt nicht vor dir.

5,6 Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist Feind allen Übeltätern.

5,7 Du bringst die Lügner um; dir Haschem sind ein Greuel die Blutgierigen und Falschen.

5,8 Ich aber darf in dein Haus gehen durch deine große Güte und anbeten vor deinem Tempel in deiner Furcht.

5,9 Haschem, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; ebne vor mir deinen Weg!

5,10 Denn in ihrem Munde ist nichts Verlässliches; ihr Inneres ist Bosheit. Ihr Rachen ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen heucheln sie.

5,11 Sprich sie schuldig, Haschem, dass sie zu Fall kommen durch ihre Ränke. Stoße sie aus um ihrer vielen Übertretungen willen; denn sie sind widerspenstig gegen dich.

5,12 Lass sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich lass sie rühmen, denn du beschirmest sie. Fröhlich lass sein in dir, die deinen Namen lieben!

5,13 Denn du, Haschem, segnest die Gerechten, du deckest sie mit Gnade wie mit einem Schilde.

Tehillim 6

6,1 Dawids, vorzusingen beim Saitenspiel auf acht Saiten.

6,2 Ach Haschem, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm!

6,3 Haschem, sei mir gnädig, denn ich bin schwach; heile mich, Haschem, denn meine Gebeine sind erschrocken

6,4 und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach du, Haschem, wie lange!

6,5 Wende dich, Haschem, und errette mich, hilf mir um deiner Güte willen!

6,6 Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; wer wird dir bei den Toten danken?

6,7 Ich bin so müde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze Nacht und netze mit meinen Tränen mein Lager.

6,8 Mein Auge ist trübe geworden vor Gram und matt, weil meiner Bedränger so viele sind.

6,9 Weichet von mir, alle Übeltäter; denn Haschem hört mein Weinen.

6,10 Haschem hört mein Flehen; mein Gebet nimmt Haschem an.

6,11 Es sollen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken; sie sollen umkehren und zuschanden werden plötzlich.

Tehillim 7

7,1 Ein Klagelied Dawids, das er Haschem sang wegen der Worte des Kusch, des Benyaminters.

7,2 Auf dich, Haschem, mein Haschem, traue ich! Hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich,

7,3 dass sie nicht wie Löwen mich packen und zerreißen, weil kein Retter da ist.

7,4 Haschem, mein Haschem, hab ich solches getan und ist Unrecht an meinen Händen,

7,5 hab ich Böses vergolten denen, die friedlich mit mir lebten, oder geschädigt, die mir ohne Ursache feind waren,

7,6 so verfolge mich der Feind und ergreife mich und trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. SELA.

7,7 Steh auf, Haschem, in deinem Zorn, erhebe dich wider den Grimm meiner Feinde! Wache auf, mir zu helfender du Gericht verordnet hast,

7,8 so werden die Völker sich um dich sammeln; du aber throne über ihnen in der Höhe!

7,9 Haschem ist Richter über die Völker. Schaffe mir Recht, Haschem, nach meiner Gerechtigkeit und Unschuld!

7,10 Lass der Toren Bosheit ein Ende nehmen, aber die Gerechten lass bestehen; denn du, gerechter Haschem, prüfest Herzen und Nieren.

7,11 Haschem ist der Schild über mir, er, der den frommen Herzen hilft.

7,12 Haschem ist ein gerechter Richter und ein Haschem, der täglich strafen kann.

7,13 Wahrlich, wieder hat einer sein Schwert gewetzt und seinen Bogen gespannt und zielt.

7,14 Doch sich selber hat er tödliche Waffen gerüstet und feurige Pfeile bereitet.

7,15 Siehe, er hat Böses im Sinn, mit Unrecht ist er schwanger und wird Lüge gebären.

7,16 Er hat eine Grube gegraben und ausgehöhlt - und ist in die Grube gefallen, die er gemacht hat.

7,17 Sein Unrecht wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seinen Scheitel fallen.

7,18 Ich danke Haschem um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den Namen HaschemS.

Tehillim 8

8,1 Dawids, vorzusingen, auf der Harfe.

8,2 Haschem, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, der du zeigst deine Hoheit am Himmel!

8,3 Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge hast du eine Macht zugerichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.

8,4 Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:

8,5 was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

8,6 Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Du es bist, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.

8,7 Du hast ihn zum herrschen gesetzt über deiner Hände Werk, alles hast du unter seine Füße getan:

8,8 Schafe und Rinder allzumal, dazu auch die wilden Tiere,

8,9 die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer und alles, was die Meere durchzieht.

8,10 YAH unsere FAMILE, wie herrlich ist euer Name YAH in allen Landen!

Tehillim 9

9,1 Dawids, vorzusingen, nach der Weise schöne Jugend.

9,2 Ich danke Haschem von ganzem Herzen und erzähle alle deine Wunder.

9,3 Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster,

9,4 dass meine Feinde zurückweichen mussten; sie sind gestürzt und umgekommen vor dir.

9,5 Denn du führst mein Recht und meine Sache, du sitzest auf dem Thron, ein rechter Richter.

9,6 Du schiltst die Heiden und bringst die Toren um; ihren Namen vertilgst du auf immer und ewig.

9,7 Der Feind ist vernichtet, zertrümmert für immer, die Städte hast du zerstört; jedes Gedenken an sie ist vergangen.

9,8 Haschem aber bleibt ewiglich; er hat seinen Thron bereitet zum Gericht,

9,9 er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Völker regieren, wie es recht ist.

9,10 Haschem ist des Armen Schutz, ein Schutz in Zeiten der Not.

9,11 Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verläsest nicht, die dich, Haschem, suchen.

9,12 Lobet Haschem, der zu Tziyon wohnt; verkündigt unter den Völkern sein Tun!

9,13 Denn der nach Blutschuld fragt, gedenkt der Elenden und vergisst nicht ihr Schreien.

9,14 Haschem, sei mir gnädig; sieh an mein Elend unter meinen Feinden, der du mich erhebst aus den Toren des Todes,

9,15 dass ich erzähle all deinen Ruhm, in den Toren der Tochter Tziyon fröhlich sei über deine Hilfe.

9,16 Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gegraben, ihr Fuß ist gefangen im Netz, das sie gestellt hatten.

9,17 Haschem hat sich kundgetan und Gericht gehalten. Der YAH-Lose ist verstrickt in dem Werk seiner Hände. ZWISCHENSPIEL. SELA.

9,18 Die Toren sollen zu den Toten fahren, alle Heiden, die Haschem vergessen!

9,19 Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der Elenden wird nicht ewig verloren sein.

9,20 Haschem, steh auf, dass nicht Menschen die Oberhand gewinnen; lass alle Heiden vor dir gerichtet werden!

9,21 Lege, Haschem, einen Schrecken auf sie, dass die Heiden erkennen, dass sie Menschen sind. SELA.

Tehillim 10

10,1 Haschem, warum stehst du so ferne, verbirgst dich zur Zeit der Not?

10,2 Weil der Toren Übermut treibt, müssen die Elenden leiden; sie werden gefangen in den Ränken, die er ersann.

10,3 Denn der Toren rühmt sich seines Mutwillens, und der Habgierige sagt Haschem ab und lästert ihn.

10,4 Der Toren meint in seinem Stolz, Haschem frage nicht danach. «Es ist kein AELOHIM» sind alle seine Gedanken.

10,5 Er fährt fort in seinem Tun immerdar. Deine Gerichte sind ferne von ihm, er handelt gewaltsam an allen seinen Feinden.

10,6 Er spricht in seinem Herzen: «Ich werde nimmermehr wanken, es wird für und für keine Not haben.

10,7 Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug; seine Zunge richtet Mühsal und Unglück an.

10,8 Er sitzt und lauert in den Höfen, er mordet die Unschuldigen heimlich, seine Augen spähen nach den Armen.

10,9 Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, er lauert, dass er den Elenden fange; er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz.

10,10 Er duckt sich, kauert nieder, und durch seine Gewalt fallen die Unglücklichen.

10,11 Er spricht in seinem Herzen: «Haschem hat's vergessen, er hat sein Antlitz verborgen, er wird's nimmermehr sehen.

10,12 Steh auf, Haschem! Haschem, erhebe deine Hand! Vergiss die Elenden nicht!

10,13 Warum soll der Toren Haschem lästern und in seinem Herzen sprechen: Du fragst doch nicht danach?

10,14 Du siehst es doch, denn du schaust das Elend und den Jammer; es steht in deinen Händen. Die Armen befehlen es dir; du bist der Waisen Helfer.

10,15 Zerbrich den Arm des Toren und Bösen und suche seine Bosheit heim, dass man nichts mehr davon finde.

10,16 Haschem ist König immer und ewig; die Heiden sollen aus seinem Lande verschwinden.

10,17 Das Verlangen der Elenden hörst du, Haschem; du machst ihr Herz gewiss, dein Ohr merkt darauf,

10,18 dass du Recht schaffest den Waisen und Armen, dass der Mensch nicht mehr trotze auf Erden.

Tehillim 11

11,1 Dawids, vorzusingen. Ich traue auf Haschem. Wie sagt ihr denn zu mir: Flieh wie ein Vogel auf die Berge!

11,2 Denn siehe, die Toren spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf die Sehnen, damit heimlich zu schießen auf die Frommen.

11,3 Ja, sie reißen die Grundfesten um; was kann da der Gerechte ausrichten?

11,4 Haschem ist in seinem Tempel, HaschemS Thron ist im Himmel. Seine Augen sehen herab, seine Blicke prüfen die Menschenkinder.

11,5 Haschem prüft den Gerechten und den Toren; wer Unrecht liebt, den haßt seine Seele.

11,6 Er wird regnen lassen über die Toren Feuer und Schwefel und Glutwind ihnen zum Lohne geben.

11,7 Denn Haschem ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb. Die Frommen werden schauen sein Angesicht.

Tehillim 12

12,1 Dawids, vorzusingen, auf acht Saiten.

12,2 Hilf, Haschem!
Die Qadoshim haben abgenommen, und gläubig sind wenige unter den Menschenkindern.

12,3 Einer redet mit dem andern Lug und Trug, sie heucheln und reden aus zwiespältigem Herzen.

12,4 Haschem wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die hoffärtig redet,

12,5 die da sagen: «Durch unsere Zunge sind wir mächtig, uns gebührt zu reden! Wer ist unser Haschem?»

12,6 «Weil die Elenden Gewalt leiden und die Armen seufzen, will ich jetzt aufstehen», spricht Haschem, «ich will Hilfe schaffen dem, der sich danach sehnt. »

12,7 Die Worte HaschemS sind lauter wie Silber, im Tiegel geschmolzen, geläutert siebenmal.

12,8 Du, Haschem, wollest sie bewahren und uns behüten vor diesem Geschlecht ewiglich!

12,9 Denn Toren gehen allenthalben einher, weil Gemeinheit Herrscht unter den Menschenkindern.

Tehillim 13

13,1 Dawids, vorzusingen.

13,2 Haschem, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?

13,3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich Ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?

13,4 Schaue doch und erhöre mich, YAH, mein Haschem! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,

13,5 dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.

13,6 Ich aber traue darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will Haschem singen, dass er so wohl an mir tut.

Tehillim 14

14,1 Von Dawid, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist gibt kein Haschem.  Sie taugen nichts; ihr Treiben ist ein Greuel; da ist keiner, der Gutes tut.

14,2 Haschem schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Haschem frage.

14,3 Aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer.

14,4 Will denn das keiner der Übeltäter begreifen, die mein Volk fressen, dass sie sich nähren, aber Haschem rufen sie nicht an?

14,5 Da erschrecken sie sehr; denn Haschem ist bei dem Geschlecht der Gerechten.

14,6 Euer Anschlag wider den Armen wird zuschanden werden; denn Haschem ist seine Zuversicht.

14,7 Ach dass die Hilfe aus Tziyon über Israel käme und Haschem sein gefangenes Volk erlöste! So würde Yahqob fröhlich sein und Israel sich freuen.

Tehillim 15

15,1 Dawid, Haschem, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem Berge?

15,2 Wer untadelig lebt und tut, was recht ist, und die Wahrheit redet von Herzen,

15,3 wer mit seiner Zunge nicht verleumdet, wer seinem Nächsten nichts Arges tut und seinen Nachbarn nicht schmäht;

15,4 wer die Verworfenen für nichts achtet, aber ehrt die, die Haschem fürchten; wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet;

15,5 wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen. Wer das tut, wird nimmermehr wanken.

Tehillim 16

16,1 Ein güldenes Kleinod Dawids. Bewahre mich, Haschem; denn ich traue auf dich.

16,2 Ich habe gesagt zu Haschem: Du bist ja Haschem! Ich weiß von keinem Gut außer dir.

16,3 An den Kadoshim, die auf Erden sind, an den Herrlichen hab ich all mein Gefallen.

16,4 Aber jene, die einem andern nachlaufen, werden viel Herzeleid haben. Ich will das Blut ihrer Trankopfer nicht opfern noch ihren Namen in meinem Munde führen.

16,5 Haschem ist mein Gut und mein Teil; du erhältst mir mein Erbteil.

16,6 Das Los ist mir gefallen auf liebliches Land; mir ist ein schönes Erbteil geworden.

16,7 Ich lobe Haschem, der mich beraten hat; auch mahnt mich mein Herz des Nachts.

16,8 Ich habe Haschem allezeit vor Augen; steht er mir zur Rechten, so werde ich fest bleiben.

16,9 Darum freut sich mein Herz, und meine Seele ist fröhlich; auch mein Leib wird sicher liegen.

16,10 Denn du wirst mich nicht dem Tode überlassen und nicht zugeben, dass ich die Grube sehe.

16,11 Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.

Tehillim 17

17,1 Ein Gebet Dawids. Haschem, höre die gerechte Sache, merk auf mein Schreien, vernimm mein Gebet von Lippen, die nicht trügen.

17,2 Sprich du in meiner Sache; deine Augen sehen, was recht ist.

17,3 Du prüfst mein Herz und suchst es heim bei Nacht; du läuterst mich und findest nichts. Ich habe mir vorgenommen, dass mein Mund sich nicht vergehe.

17,4 Im Treiben der Menschen bewahre ich mich vor gewaltsamen Wegen durch das Wort deiner Lippen.

17,5 Erhalte meinen Gang auf deinen Wegen, dass meine Tritte nicht gleiten.

17,6 Ich rufe zu dir, denn du, Haschem, wirst mich erhören; neige deine Ohren zu mir, höre meine Rede!

17,7 Beweise deine wunderbare Güte, du Befreier derer, die dir vertrauen gegenüber denen, die sich gegen deine rechte Hand erheben.

17,8 Behüte mich wie einen Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel

17,9 vor den Toren, die mir Gewalt antun, vor meinen Feinden, die mir von allen Seiten nach dem Leben trachten.

17,10 Ihr Herz haben sie verschlossen, mit ihrem Munde reden sie stolz.

17,11 Wo wir auch gehen, da umgeben sie uns; ihre Augen richten sie darauf, dass sie uns zu Boden stürzen,

17,12 gleichwie ein Löwe, der nach Raub lechzt, wie ein junger Löwe, der im Versteck sitzt.

17,13 Haschem, mache dich auf, tritt ihm entgegen und demütige ihn! Errette mich vor dem Toren mit deinem Schwert,

17,14 vor den Leuten, Haschem, mit deiner Hand, vor den Leuten dieser Welt, die ihr Teil haben schon im Leben, denen du den Bauch füllst mit deinen Gütern, deren Söhne auch noch satt werden und ihren Kindern ein Übriges hinterlassen.

17,15 Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, ich will satt werden, wenn ich erwache, an deinem Bilde.

Tehillim 18

18,1 Von Dawid, dem Knecht HaschemS, der zum Haschem die Wortes dieses Liedes redete, Als ihn Haschem errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand Melech Shauls; vorzusingen.

18,2 Und er sprach: Herzlich lieb habe ich dich, Haschem, meine Stärke!

18,3 Haschem, mein Fels, meine Burg, mein Erretter; mein Haschem, mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Berg meines Wohles und mein Schutz!

18,4 Ich rufe an Haschem, den Hochgelobten, so werde ich vor meinen Feinden errettet.

18,5 Es umfingen mich des Todes Bande, und die Fluten des Verderbens erschreckten mich.

18,6 Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich.

18,7 Als mir angst war, rief ich YAH an und schrie zu meinem Haschem. Da erhörte er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Schreien kam vor ihn zu seinen Ohren.

18,8 Die Erde bebte und wankte, und die Grundfesten der Berge bewegten sich und bebten, da er zornig war.

18,9 Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrend Feuer aus seinem Munde; Flammen sprühten von ihm aus.

18,10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen.

18,11 Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den Fittichen des Windes.

18,12 Er machte Finsternis ringsum zu seinem Zelt; in schwarzen, dicken Wolken war er verborgen.

18,13 Aus dem Glanz vor ihm zogen seine Wolken dahin mit Hagel und Blitzen.

18,14 Haschem donnerte im Himmel, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen mit Hagel und Blitzen.

18,15 Er schoss seine Pfeile und streute sie aus, sandte Blitze in Menge und jagte sie dahin.

18,16 Da sah man die Tiefen der Wasser, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt vor deinem Schelten, Haschem, vor dem Odem und Schnauben deines Zornes.

18,17 Er streckte seine Hand aus von der Höhe und fasste mich und zog mich aus großen Wassern.

18,18 Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die mir zu mächtig waren;

18,19 sie überwältigten mich zur Zeit meines Unglücks; aber Haschem ward meine Zuversicht.

18,20 Er führte mich hinaus ins Weite, er riss mich heraus; denn er hatte Lust zu mir.

18,21 Haschem tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.

18,22 Denn ich halte die Wege HaschemS und bin nicht YAH - los wider meinen Haschem.

18,23 Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen, und seine Gebote werfe ich nicht von mir,

18,24 sondern ich bin ohne Tadel vor ihm und hüte mich vor Schuld.

18,25 Darum vergilt mir Haschem nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.

18,26 Gegen die Qadoshim bist du kadosh, und gegen die Treuen bist du treu,

18,27 gegen die Reinen bist du rein, und gegen die Verkehrten bist du verkehrt.

18,28 Denn du hilfst dem elenden Volk, aber stolze Augen erniedrigst du.

18,29 Ja, du machst hell meine Leuchte, Haschem, macht meine Finsternis licht.

18,30 Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschlagen und mit meinem Haschem über Mauern springen.

18,31 Haschem Wege sind vollkommen, die Worte HaschemS sind durchläutert. Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.

18,32 Denn wer ist Haschem, wenn nicht Haschem, oder ein Fels, wenn nicht unser Haschem?

18,33 Haschem rüstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Tadel.

18,34 Er macht meine Füße gleich den Hirschen und stellt mich auf meine Höhen.

18,35 Er lehrt meine Hände streiten und meinen Arm den ehernen Bogen spannen.

18,36 Du gibst mir den Schild deines YAH-SHUAHS, und deine Rechte stärkt mich, und deine Huld macht mich groß.

18,37 Du gibst meinen Schritten weiten Raum, dass meine Knöchel nicht wanken.

18,38 Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht umkehren, bis ich sie umgebracht habe.

18,39 Ich will sie zerschmettern, dass sie nicht mehr aufstehen können; sie müssen unter meine Füße fallen.

18,40 Du rüstest mich mit Stärke zum Streit; du wirfst unter mich, die sich gegen mich erheben.

18,41 Du treibst meine Feinde in die Flucht, dass ich vernichte, die mich hassen.

18,42 Sie rufen - aber da ist kein Helfer - zum Haschem, aber er antwortet ihnen nicht.

18,43 Ich will sie zerstoßen zu Staub vor dem Winde, ich werfe sie weg wie Unrat auf die Gassen.

18,44 Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes und machst mich zum Haupt über Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.

18,45 Es gehorcht mir mit gehorsamen Ohren; Söhne der Fremde müssen mir huldigen.

18,46 Die Söhne der Fremde verschmachten und kommen mit Zittern aus ihren Burgen.

18,47 Haschem lebt! Gelobt sei mein Fels! Haschem meines Wohls sei hoch erhoben,

18,48 Haschem, der mir Vergeltung schafft und zwingt die Völker unter mich,

18,49 der mich errettet von meinen Feinden. Du erhöhst mich über die, die sich gegen mich erheben; du hilfst mir von den Frevlern.

18,50 Darum will ich dir danken, Haschem, unter den Heiden und deinem Namen lobsingen,

18,51 der seinem Könige großes Glück gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, DAWID, und seinem Hause ewiglich.

Tehillim 19

19,1 TEHILLIM DAWIDS, VORZUSINGEN.

19,2 Die Himmel erzählen die Ehre Haschem, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.

19,3 Ein Tag sag’s dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern,

19,4 ohne Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme.

19,5 Ihr Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden der Welt. Er hat der Sonne ein Zelt am Himmel gemacht;

19,6 sie geht heraus wie ein Bräutigam aus seiner Kammer und freut sich wie ein Held, zu laufen ihre Bahn.

19,7 Sie geht auf an einem Ende des Himmels und läuft um bis wieder an sein Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.

19,8 Das Gesetz HaschemS ist vollkommen und erquickt die Seele. Das Zeugnis HaschemS ist gewiss und macht die Unverständigen weise.

19,9 Die Befehle HaschemS sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote HaschemS sind lauter und erleuchten die Augen.

19,10 Die Furcht HaschemS ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte HaschemS sind Wahrheit, allesamt gerecht.

19,11 Sie sind köstlicher als Gold und viel feines Gold, sie sind süßer als Honig und Honigseim.

19,12 Auch läßt dein Knecht sich durch sie warnen; und wer sie hält, der hat großen Lohn.

19,13 Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Sünden!

19,14 Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, dass sie nicht über mich herrschen; so werde ich ohne Tadel sein und rein bleiben von großer Missetat.

19,15 Lass dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gespräch meines Herzens vor dir, Haschem, mein Fels und mein Erlöser.

Tehillim 20

20,1 Dawids, vorsingen.

20,2 Haschem erhöre dich in der Not, der Name HaschemS Yahqobs schütze dich!

20,3 Er sende dir Hilfe vom Miktash und stärke dich aus Tziyon!

20,4 Er gedenke all deiner Speisopfer, und dein Brandopfer sei ihm angenehm! SELA.

20,5 Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und erfülle alles, was du vorhast!

20,6 Dann wollen wir jubeln, weil er dir hilft; im Namen unsres Haschem erheben wir das Banner. Haschem gewähre dir alle deine Bitten!

20,7 Nun weiß ich, dass Haschem seinem Gesalbten hilft und ihn erhört von seinem Himmel, seine rechte Hand hilft mit Macht.

20,8 Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen HaschemS, unsres Haschem.

20,9 Sie sind niedergestürzt und gefallen, wir aber stehen und halten stand.

20,10 Hilf, Haschem, du König! Er wird uns erhören, wenn wir rufen.

Tehillim 21

21, Dawids, vorzusingen. 2 Haschem, der König freut sich in deiner Kraft, und wie sehr fröhlich ist er über deine Hilfe!

21,2 Du erfüllst ihm seines Herzens Wunsch und verweigerst nicht, was sein Mund bittet. SELA.

21,3 Denn du überschüttest ihn mit gutem Segen, du setzest eine goldene Krone auf sein Haupt.

21,4 Er bittet dich um Leben; du gibst es ihm, langes Leben für immer und ewig.

21,5 Er hat große Herrlichkeit durch deine Hilfe; Pracht und Hoheit legst du auf ihn.

21,6 Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreust ihn mit Freude vor deinem Antlitz.

21,7 Denn der König hofft auf Haschem und wird durch die Güte des Höchsten fest bleiben.

21,8 Deine Hand wird finden alle deine Feinde, deine Rechte wird finden, die dich hassen.

21,9 Du wirst es mit ihnen machen wie im Feuerofen, wenn du erscheinen wirst. Haschem wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.

21,10 Ihre Nachkommen wirst du tilgen vom Erdboden und ihre Kinder aus der Zahl der Menschen.

21,11 Denn sie gedachten, dir Übles zu tun, und machten Anschläge, die sie nicht ausführen konnten.

21,12 Denn du wirst machen, dass sie den Rücken kehren; mit deinem Bogen wirst du auf ihr Antlitz zielen.

21,13 Haschem, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.

Tehillim 22

22,1 Dawids, vorzusingen, nach der Weise DIE HIRSCHKUH, DIE FRÜH GEJAGT WIRD.

22,2 Mein Haschem, mein Haschem, warum hast du mich verlassen? Ich schreie, aber meine Hilfe ist ferne.

22,3 Mein Haschem, des Tages rufe ich, doch antwortest du nicht, und des Nachts, doch finde ich keine Ruhe.

22,4 Du aber bist ehrwürdig, der du thronst über den Lobgesängen Israels.

22,5 Unsere Väter hofften auf dich; und da sie hofften, halfst du ihnen heraus.

22,6 Zu dir schrien sie und wurden errettet, sie hofften auf dich und wurden nicht zuschanden.

22,7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volke.

22,8 Alle, die mich sehen, verspotten mich, sperren das Maul auf und schütteln den Kopf:

22,9 Er klage es Haschem, der helfe ihm heraus und rette ihn, hat er Gefallen an ihm. 

22,10 Du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du ließest mich geborgen sein an der Brust meiner Mutter.

22,11 Auf dich bin ich geworfen von Mutterleib an, du bist mein Haschem von meiner Mutter Schoß an.

22,12 Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hier kein Helfer.

22,13 Gewaltige Stiere haben mich umgeben, mächtige Büffel haben mich umringt.

22,14 Ihren Rachen sperren sie gegen mich auf wie ein brüllender und reißender Löwe.

22,15 Ich bin ausgeschüttet wie Wasser, alle meine Knochen haben sich voneinander gelöst; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzenes Wachs.

22,16 Meine Kräfte sind vertrocknet wie eine Scherbe, und meine Zunge klebt mir am Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.

22,17 Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bösen Rotte hat mich umringt; sie haben meine Hände und Füße durchgraben.

22,18 Ich kann alle meine Knochen zählen; sie aber schauen zu und sehen auf mich herab.

22,19 Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.

22,20 Aber du, Haschem, sei nicht ferne; meine Stärke, eile, mir zu helfen!

22,21 Errette meine Seele vom Schwert, mein Leben von den Hunden!

22,22 Hilf mir aus dem Rachen des Löwen und vor den Hörnern wilder Stiere du hast mich erhört!*

22,23 Ich will deinen Namen kundtun meinen Brüdern, ich will dich in der Gemeinde rühmen:

22,24 Rühmet Haschem, die ihr ihn fürchtet; ehret ihn, ihr alle vom Hause Yahqob, und vor ihm scheuet euch, ihr alle vom Hause Israel!

22,25 Denn er hat nicht verachtet noch verschmäht das Elend des Armen und sein Antlitz vor ihm nicht verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er's.

22,26 Dich will ich preisen in der großen Gemeinde, ich will mein Gelübde erfüllen vor denen, die ihn fürchten.

22,27 Die Elenden sollen essen, dass sie satt werden; und die nach Haschem fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.

22,28 Es werden gedenken und sich zum Haschem bekehren aller Welt Enden und vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.

22,29 Denn HaschemS ist das Reich, und er Herrscht unter den Heiden.

22,30 Ihn allein werden anbeten alle, die in der Erde schlafen; vor ihm werden die Knie beugen alle, die zum Staube hinabfuhren und ihr Leben nicht konnten erhalten.

22,31 Er wird Nachkommen haben, die ihm dienen; vom Haschem wird man verkündigen Kind und Kindeskind.

22,32 Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das geboren wird. Denn er hat's getan.

Tehillim 23

23,1 Haschem ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

23,2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

23,3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

23,4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

23,5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

23,6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause HaschemS immerdar.

Tehillim 24

24,1 Die Erde ist HaschemS und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen.

24,2 Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet.

24,3 Wer darf auf HaschemS Berg gehen, und wer darf stehen an seiner Stätte?

24,4 Wer unschuldige Hände hat und reines Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lug und Trug und nicht falsche Eide schwört:

24,5 der wird den Segen vom Haschem empfangen und Gerechtigkeit von Haschem seines Wohles.

24,6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Haschem Yahqobs. SELA.

24,7 Machet die Tore weit und die Türen in der Welt* hoch, dass der König der Ehre einziehe!

24,8 Wer ist der König der Ehre? Es ist Haschem, stark und mächtig, Haschem, mächtig im Streit.

24,9 Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe!

24,10 Wer ist der König der Ehre? Es ist Haschem; er ist der König der Ehre. SELA.

Tehillim 25

25,1 Nach dir, Haschem, verlanget mich.

25,2 Mein Haschem, ich hoffe auf dich; lass mich nicht zuschanden werden, dass meine Feinde nicht frohlocken über mich.

25,3 Denn keiner wird zuschanden, der auf dich harret; aber zuschanden werden die leichtfertigen Verächter.

25,4 Haschem, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!

25,5 Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich! Denn du bist Haschem, der mir hilft; täglich harre ich auf dich.

25,6 Gedenke, Haschem, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die von Ewigkeit her gewesen sind.

25,7 Gedenke nicht der Sünden meiner Jugend und meiner Übertretungen, gedenke aber meiner nach deiner Barmherzigkeit, Haschem, um deiner Güte willen!

25,8 Haschem ist gut und gerecht; darum weist er Sündern den Weg.

25,9 Er leitet die Elenden recht und lehrt die Elenden seinen Weg.

25,10 Die Wege HaschemS sind lauter Güte und Treue für alle, die seinen Bund und seine Gebote halten.

25,11 Um deines Namens willen, Haschem, vergib mir meine Schuld, die so groß ist!

25,12 Wer ist der Mann, Haschem fürchtet? Er wird ihm den Weg weisen, den er wählen soll.

25,13 Er wird im Guten wohnen, und sein Geschlecht wird das Land besitzen.

25,14 Haschem ist denen Freund, die ihn fürchten; und seinen Bund läßt er sie wissen.

25,15 Meine Augen sehen stets auf Haschem; denn er wird meinen Fuß aus dem Netze ziehen.

25,16 Wende dich zu mir und sei mir gnädig; denn ich bin einsam und elend.

25,17 Die Angst meines Herzens ist groß; führe mich aus meinen Nöten!

25,18 Sieh an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!

25,19 Sieh, wie meiner Feinde so viel sind und zu Unrecht mich hassen.

25,20 Bewahre meine Seele und errette mich; lass mich nicht zuschanden werden, denn ich traue auf dich!

25,21 Unschuld und Redlichkeit mögen mich behüten; denn ich harre auf dich.

25,22 Haschem, erlöse Israel aus aller seiner Not!

 

 
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