T.126 :: T.127 :: T.128 :: T.129 :: T.130 :: T.131 :: T.132 :: T.133 :: T.134 :: T.135 :: T.136 :: T.137 :: T.138 :: T.139 :: T.140 :: T.141 :: T.142 :: T.143 :: T.144 :: T.145 :: T.146 :: T.147 :: T.148 :: T.149 :: T.150
Tehillim 126 - 150

DIE PSALMEN

Tehillim 126

126,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Wenn Haschem die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden.

126,2 Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Rühmens sein. Dann wird man sagen unter den Heiden: Haschem hat Großes an ihnen getan!

126,3 Haschem hat Großes an uns getan; des sind wir fröhlich. 126,4 Haschem, bringe zurück unsre Gefangenen, wie du die Bäche wiederbringst im Südland. 126,5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 126,6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.

Tehillim 127

127,1 VON SALOMO, EIN WALLFAHRTSLIED. Wenn Haschem nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen. Wenn Haschem nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.

127,2 Es ist umsonst, daß ihr früh aufsteht und hernach lange sitzet und esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.

127,3 Siehe, Kinder sind eine Gabe HaschemS, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.

127,4 Wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die Söhne der Jugendzeit.

127,5 Wohl dem, der seinen Köcher mit ihnen gefüllt hat! Sie werden nicht zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden verhandeln im Tor.

Tehillim 128

128,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Wohl dem, der Haschem fürchtet und auf seinen Wegen geht!

128,2 Du wirst dich nähren von deiner Hände Arbeit; wohl dir, du hast's gut.

128,3 Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen in deinem Hause, deine Kinder wie junge Ölbäume um deinen Tisch her.

128,4 Siehe, so wird gesegnet der Mann, der Haschem fürchtet. 128,5 Haschem wird dich segnen aus Zion, daß du siehst das Glück Jerusalems dein Leben lang

128,6 und siehst Kinder deiner Kinder. Friede sei über Yisrael!

Tehillim 129

129,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf - so sage Yisrael -,

129,2 sie haben mich oft bedrängt von meiner Jugend auf; aber sie haben mich nicht überwältigt.

129,3 Die Pflüger haben auf meinem Rücken geackert und ihre Furchen langgezogen.

129,4 Haschem, der gerecht ist, hat der Torahlosen Stricke zerhauen.

129,5 Ach daß zuschanden würden und zurückwichen alle, die Zion gram sind!

129,6 Ach daß sie würden wie das Gras auf den Dächern, das verdorrt, ehe man es ausrauft,

129,7 mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Arm;

129,8 und keiner, der vorübergeht, soll sprechen: Der Segen HaschemS sei über euch! Wir segnen euch im Namen HaschemS.

Tehillim 130

130,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Aus der Tiefe rufe ich, Haschem, zu dir.

130,2 Haschem, höre meine Stimme! Laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens!

130,3 Wenn du, Haschem, Sünden anrechnen willst - Haschem, wer wird bestehen?

130,4 Denn bei dir ist die Vergebung, daß man dich fürchte.

130,5 Ich harre HaschemS, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.

130,6 Meine Seele wartet auf Haschem mehr als die Wächter auf den Morgen.

130,7 hoffe Yisrael auf Haschem! Denn bei Haschem ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm.

130,8 Und er wird Yisrael erlösen aus allen seinen Sünden.

Tehillim 131

131,1 VON DAVID, EIN WALLFAHRTSLIED. Haschem, mein Herz ist nicht hoffärtig, und meine Augen sind nicht stolz. Ich gehe nicht um mit großen Dingen, die mir zu wunderbar sind.

131,2 Fürwahr, meine Seele ist still und ruhig geworden wie ein kleines Kind bei seiner Mutter; wie ein kleines Kind, so ist meine Seele in mir.

131,3 Yisrael, hoffe auf Haschem von nun an bis in Ewigkeit!

Tehillim 132

132,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Gedenke, Haschem, an David und all seine Mühsal,

132,2 der Haschem einen Eid schwor und gelobte dem Mächtigen Jakobs:

132,3 Ich will nicht in mein Haus gehen noch mich aufs Lager meines Bettes legen,

132,4 ich will meine Augen nicht schlafen lassen noch meine Augenlider schlummern,

132,5 bis ich eine Stätte finde für Haschem, eine Wohnung für den Mächtigen Jakobs.

132,6 Siehe, wir hörten von ihr in Efrata, wir haben sie gefunden im Gefilde von Jaar.

132,7 Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor dem Schemel seiner Füße.

132,8 Haschem, mache dich auf zur Stätte deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht!

132,9 Deine Priester laß sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Gerechten sich freuen.

132,10 Weise nicht ab das Antlitz deines Gesalbten um deines Knechtes David willen!

132,11 Haschem hat David einen Eid geschworen, davon wird er sich wahrlich nicht wenden: Ich will dir auf deinen Thron setzen einen, der von deinem Leibe kommt.

132,12 Werden deine Söhne meinen Bund halten und mein Gebot, das ich sie lehren werde, so sollen auch ihre Söhne auf deinem Thron sitzen ewiglich.

132,13 Denn Haschem hat Zion erwählt, und es gefällt ihm, dort zu wohnen.

132,14 «Dies ist die Stätte meiner Ruhe ewiglich; hier will ich wohnen, denn das gefällt mir.

132,15 Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brot genug geben.

132,16 Ihre Priester will ich mit Wohlergehenl kleiden, und ihre Gerechten sollen fröhlich sein.

132,17 Dort soll dem David aufgehen ein mächtiger Sproß, ich habe meinem Gesalbten eine Leuchte zugerichtet;

132,18 seine Feinde will ich in Schande kleiden, aber über ihm soll blühen seine Krone.»

Tehillim 133

133,1 VON DAVID, EIN WALLFAHRTSLIED. Siehe, wie fein und lieblich ist's, wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen!

133,2 Es ist wie das feine Salböl auf dem Haupte Aarons, das herabfließt in seinen Bart, das herabfließt zum Saum seines Kleides,

133,3 wie der Tau, der vom Hermon herabfällt auf die Berge Zions! Denn dort verheißt Haschem den Segen und Leben bis in Ewigkeit.

Tehillim 134

134,1 EIN WALLFAHRTSLIED. Wohlan, lobet Haschem, alle Knechte HaschemS, die ihr steht des Nachts im Hause HaschemS!

134,2 Hebet eure Hände auf im Miqdash und lobet Haschem!

134,3 Haschem segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!

Tehillim 135

135,1 HalleluYah! Lobet den Namen HaschemS, lobet, ihr Knechte HaschemS,

135,2 die ihr steht im Hause HaschemS, in den Vorhöfen am Hause unsres HaschemS!

135,3 Lobet Haschem, denn Haschem ist freundlich; lobsinget seinem Namen, denn er ist lieblich!

135,4 Denn Haschem hat sich Jakob erwählt, Yisrael zu seinem Eigentum.

135,5 Ja, ich weiß, daß Haschem groß ist und unser Haschem über allen Göttern.

135,6 Alles, was er will, das tut er im Himmel und auf Erden, im Meer und in allen Tiefen;

135,7 der die Wolken läßt aufsteigen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem Regen macht, der den Wind herausführt aus seinen Kammern;

135,8 der die Erstgeburten schlug in Mitzrayim bei den Menschen und beim Vieh

135,9 und ließ Zeichen und Wunder kommen über dich, Mitzrayimland, über den Pharao und alle seine Knechte;

135,10 der viele Völker schlug und tötete mächtige Könige,

135,11 Sihon, den König der Amoriter, und Og, den König von Baschan, und alle Königreiche in Kanaan,

135,12 und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Yisrael.

135,13 Haschem, dein Name währet ewiglich, dein Ruhm, Haschem, währet für und für.

135,14 Denn Haschem schafft Recht seinem Volk und wird seinen Knechten gnädig sein.

135,15 Die Götzen der Heiden sind Silber und Gold, gemacht von Menschenhänden.

135,16 Sie haben Mäuler und reden nicht, sie haben Augen und sehen nicht,

135,17 sie haben Ohren und hören nicht, auch ist kein Odem in ihrem Munde.

135,18 Die solche Götzen machen, sind ihnen gleich, alle, die auf sie hoffen.

135,19 Das Haus Yisrael lobe Haschem! Lobet Haschem, ihr vom Hause Aaron!

135,20 Ihr vom Hause Levi, lobet Haschem! Die ihr den Haschem fürchtet, lobet Haschem!

135,21 Gelobt sei Haschem aus Zion, der zu Jerusalem wohnt! HalleluYah!

Tehillim 136

136,1 Danket Haschem; denn er ist freundlich, denn seine Güte währet ewiglich.

136,2 Danket Haschem, denn seine Güte währet ewiglich.

136,3 Danket Haschem, denn seine Güte währet ewiglich.

136,4 Der allein große Wunder tut, denn seine Güte währet ewiglich.

136,5 Der die Himmel mit Weisheit gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich.

136,6 Der die Erde über den Wassern ausgebreitet hat, denn seine Güte währet ewiglich.

136,7 Der große Lichter gemacht hat, denn seine Güte währet ewiglich:

136,8 die Sonne, den Tag zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich;

136,9 den Mond und die Sterne, die Nacht zu regieren, denn seine Güte währet ewiglich.

136,10 Der die Erstgeborenen schlug in Mitzrayim, denn seine Güte währet ewiglich;

136,11 und führte Yisrael von dort heraus, denn seine Güte währet ewiglich;

136,12 mit starker Hand und ausgerecktem Arm, denn seine Güte währet ewiglich.

136,13 Der das Schilfmeer teilte in zwei Teile, denn seine Güte währet ewiglich;

136,14 und ließ Yisrael mitten hindurchgehen, denn seine Güte währet ewiglich;

136,15 der den Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stieß, denn seine Güte währet ewiglich.

136,16 Der sein Volk führte durch die Wüste, denn seine Güte währet ewiglich.

136,17 Der große Könige schlug, denn seine Güte währet ewiglich;

136,18 und brachte mächtige Könige um, denn seine Güte währet ewiglich;

136,19 Sihon, den König der Amoriter, denn seine Güte währet ewiglich;

136,20 und Og, den König von Baschan, denn seine Güte währet ewiglich;

136,21 und gab ihr Land zum Erbe, denn seine Güte währet ewiglich;

136,22 zum Erbe seinem Knecht Yisrael, denn seine Güte währet ewiglich.

136,23 Der an uns dachte, als wir unterdrückt waren, denn seine Güte währet ewiglich;

136,24 und uns erlöste von unsern Feinden, denn seine Güte währet ewiglich.

136,25 Der Speise gibt allem Fleisch, denn seine Güte währet ewiglich.

136,26 Danket Haschem des Himmels, denn seine Güte währet ewiglich.

Tehillim 137

137,1 An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir an Zion gedachten.

137,2 Unsere Harfen hängten wir an die Weiden dort im Lande.

137,3 Denn die uns gefangen hielten, hießen uns dort singen und in unserm Heulen fröhlich sein: «Singet uns ein Lied von Zion!»

137,4 Wie könnten wir HaschemS Lied singen in fremdem Lande?

137,5 Vergesse ich dich, Jerusalem, so verdorre meine Rechte.

137,6 Meine Zunge soll an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht gedenke, wenn ich nicht lasse Jerusalem meine höchste Freude sein.

137,7 Haschem, vergiß den Söhnen Edom nicht, was sie sagten am Tage Jerusalems: «Reißt nieder, reißt nieder bis auf den Grund!»

137,8 Tochter Babel, du Verwüsterin, wohl dem, der dir vergilt, was du uns angetan hast!

137,9 Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!

Tehillim 138

138,1 VON DAVID. Ich danke dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen.

138,2 Ich will anbeten vor deinem kadosh Tempel und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen und dein Wort herrlich gemacht über alles.

138,3 Wenn ich dich anrufe, so erhörst du mich und gibst meiner Seele große Kraft.

138,4 Es danken dir, Haschem, alle Könige auf Erden, daß sie hören das Wort deines Mundes;

138,5 sie singen von den Wegen HaschemS, daß die Herrlichkeit HaschemS so groß ist.

138,6 Denn Haschem ist hoch und sieht auf den Niedrigen und kennt den Stolzen von ferne.

138,7 Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und reckst deine Hand gegen den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner Rechten.

138,8 Haschem wird meine Sache hinausführen. Haschem, deine Güte ist ewig. Das Werk deiner Hände wollest du nicht lassen.

Tehillim 139

139,1 EIN PSALM DAVIDS, VORZUSINGEN. Haschem, du erforschest mich und kennest mich.

139,2 Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne.

139,3 Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege.

139,4 Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Haschem, nicht schon wüßtest.

139,5 Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.

139,6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.

139,7 Wohin soll ich gehen vor deinem Geist, und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?

139,8 Führe ich gen Himmel, so bist du da; bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.

139,9 Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer,

139,10 so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.

139,11 Spräche ich: Finsternis möge mich decken und Nacht statt Licht um mich sein -,

139,12 so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir, und die Nacht leuchtete wie der Tag. Finsternis ist wie das Licht.

139,13 Denn du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.

139,14 Ich danke dir dafür, daß ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele.

139,15 Es war dir mein Gebein nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich gebildet wurde unten in der Erde.

139,16 Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.

139,17 Aber wie schwer sind für mich, Haschem, deine Gedanken! Wie ist ihre Summe so groß!

139,18 Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand: Am Ende bin ich noch immer bei dir.

139,19 Ach Haschem, wolltest du doch die Torahlosen töten! Daß doch die Blutgierigen von mir wichen!

139,20 Denn sie reden von dir lästerlich, und deine Feinde erheben sich mit frechem Mut.

139,21 Sollte ich nicht hassen, Haschem, die dich hassen, und verabscheuen, die sich gegen dich erheben?

139,22 Ich hasse sie mit ganzem Ernst; sie sind mir zu Feinden geworden.

139,23 Erforsche mich, Haschem, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich's meine.

139,24 Und sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Tehillim 140

140,1 EIN PSALM DAVIDS, VORZUSINGEN.

140,2 Errette mich, Haschem, von den bösen Menschen; behüte mich vor den Gewalttätigen,

140,3 die Böses planen in ihrem Herzen und täglich Streit erregen.

140,4 Sie haben scharfe Zungen wie Schlangen, Otterngift ist unter ihren Lippen. SELA.

140,5 Bewahre mich, Haschem, vor der Hand der Torahlosen; behüte mich vor den Gewalttätigen, die mich zu Fall bringen wollen.

140,6 Die Hoffärtigen legen mir Schlingen und breiten Stricke aus zum Netz und stellen mir Fallen auf den Weg. SELA.

140,7 Ich aber sage zum Haschem: Du bist mein Haschem; Haschem, vernimm die Stimme meines Flehens!

140,8 Haschem, meine starke Hilfe, du beschirmst mein Haupt zur Zeit des Streits.

140,9 Haschem, gib dem Torahlosen nicht, was er begehrt! Was er sinnt, laß nicht gelingen, sie könnten sich sonst überheben. SELA.

140,10 Das Unglück, über das meine Feinde beraten, komme über sie selber.

140,11 Er möge feurige Kohlen über sie schütten; er möge sie stürzen in Gruben, daß sie nicht mehr aufstehen.

140,12 Ein böses Maul wird kein Glück haben auf Erden; ein frecher, böser Mensch wird verjagt und gestürzt werden.

140,13 Denn ich weiß, daß Haschem des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.

140,14 Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen, und die Frommen werden vor deinem Angesicht bleiben.

Tehillim 141

141,1 EIN PSALM DAVIDS. Haschem, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm meine Stimme, wenn ich dich anrufe.

141,2 Mein Gebet möge vor dir gelten als ein Räucheropfer, das Aufheben meiner Hände als ein Abendopfer.

141,3 Haschem, behüte meinen Mund und bewahre meine Lippen!

141,4 Neige mein Herz nicht zum Bösen, Torahlos zu leben mit den Übeltätern; ich mag nicht essen von ihren leckeren Speisen.

141,5 Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohltun wie Balsam auf dem Haupte. Mein Haupt wird sich dagegen nicht wehren. Doch ich bete stets, daß jene mir nicht Schaden tun.

141,6 Ihre Anführer sollen hinabgestürzt werden vom Felsen; dann wird man merken, wie richtig meine Worte gewesen sind.

141,7 Ihre Gebeine werden zerstreut bis zur Pforte des Todes, wie wenn einer das Land pflügt und zerwühlt.

141,8 Ja, auf dich, Haschem, sehen meine Augen; ich traue auf dich, gib mich nicht in den Tod dahin.

141,9 Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, und vor der Falle der Übeltäter.

141,10 Die Torahlosen sollen miteinander in ihr eigenes Netz fallen; mich aber laß entrinnen.

Tehillim 142

142,1 EINE UNTERWEISUNG DAVIDS, ALS ER IN DER HÖHLE WAR, EIN GEBET.

142,2 Ich schreie zum Haschem mit meiner Stimme, ich flehe zum Haschem mit meiner Stimme.

142,3 Ich schütte meine Klage vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.

142,4 Wenn mein Geist in Ängsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen mir Schlingen auf dem Wege, den ich gehe.

142,5 Schau zur Rechten und sieh: da will niemand mich kennen. Ich kann nicht entfliehen, niemand nimmt sich meiner an.

142,6 Haschem, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil im Lande der Lebendigen.

142,7 Höre auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt. Errette mich von meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mächtig.

142,8 Führe mich aus dem Kerker, daß ich preise deinen Namen. Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.

Tehillim 143

143,1 EIN PSALM DAVIDS. Haschem, erhöre mein Gebet, vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen,

143,2 und geh nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist kein Lebendiger gerecht.

143,3 Denn der Feind verfolgt meine Seele und schlägt mein Leben zu Boden, er legt mich ins Finstere wie die, die lange schon tot sind.

143,4 Und mein Geist ist in Ängsten, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe.

143,5 Ich denke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.

143,6 Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land. SELA.

143,7 Haschem, erhöre mich bald, mein Geist vergeht; verbirg dein Antlitz nicht vor mir, daß ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.

143,8 Laß mich am Morgen hören deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund den Weg, den ich gehen soll; denn mich verlangt nach dir.

143,9 Errette mich, mein Haschem, von meinen Feinden; zu dir nehme ich meine Zuflucht.

143,10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Haschem; dein guter Geist führe mich auf ebner Bahn.

143,11 Haschem, erquicke mich um deines Namens willen; führe mich aus der Not um deiner Gerechtigkeit willen,

143,12 und vernichte meine Feinde um deiner Güte willen und bringe alle um, die mich bedrängen; denn ich bin dein Knecht.

Tehillim 144

144,1 VON DAVID. Gelobt sei Haschem, mein Fels, der meine Hände kämpfen lehrt und meine Fäuste, Krieg zu führen,

144,2 meine Hilfe und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, auf den ich traue, der Völker unter mich zwingt.

144,3 Haschem, was ist der Mensch, daß du dich seiner annimmst, und des Menschen Kind, daß du ihn so beachtest?

144,4 Ist doch der Mensch gleich wie nichts; seine Zeit fährt dahin wie ein Schatten.

144,5 Haschem, neige deinen Himmel und fahre herab; rühre die Berge an, daß sie rauchen.

144,6 Sende Blitze und streue sie aus, schick deine Pfeile und jage sie dahin,

144,7 streck aus deine Hand von der Höhe. ERLÖSE MICH UND ERRETTE MICH AUS GROSSEN WASSERN, AUS DER HAND DER FREMDEN,

144,8 DEREN MUND UNNÜTZ REDET UND DEREN RECHTE HAND TRÜGT.

144,9 Haschem, ich will dir ein neues Lied singen, ich will dir spielen auf dem Psalter von zehn Saiten,

144,10 der du den Königen Sieg gibst und erlösest deinen Knecht David vom mörderischen Schwert.

144,11 ERLÖSE MICH UND ERRETTE MICH AUS DER HAND DER FREMDEN, DEREN MUND FALSCHES REDET UND DEREN RECHTE HAND TRÜGT.

144,12 Unsere Söhne seien wie Pflanzen, die aufschießen in ihrer Jugendkraft - unsere Töchter wie Säulen, geschnitzt für Paläste -

144,13 unsere Kammern gefüllt, daß sie Vorrat geben, einen nach dem andern - unsere Schafe, daß sie Tausende werfen und Zehntausende auf unsern Triften -

144,14 unsere Rinder, daß sie tragen ohne Schaden und Verlust - und kein Klagegeschrei sei auf unsern Gassen.

144,15 Wohl dem Volk, dem es so ergeht! Wohl dem Volk, dessen Haschem Haschem ist!

Tehillim 145

145,1 EIN LOBLIED DAVIDS. Ich will dich erheben, mein Haschem, du König, und deinen Namen loben immer und ewiglich.

145,2 Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

145,3 Haschem ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich.

145,4 Kindeskinder werden deine Werke preisen und deine gewaltigen Taten verkündigen.

145,5 Sie sollen reden von deiner hohen, herrlichen Pracht und deinen Wundern nachsinnen;

145,6 sie sollen reden von deinen mächtigen Taten und erzählen von deiner Herrlichkeit;

145,7 sie sollen preisen deine große Güte und deine Gerechtigkeit rühmen.

145,8 Gnädig und barmherzig ist Haschem, geduldig und von großer Güte.

145,9 Haschem ist allen gütig und erbarmt sich aller seiner Werke.

145,10 Es sollen dir danken, Haschem, alle deine Werke und deine Gerechten dich loben

145,11 und die Ehre deines Königtums rühmen und von deiner Macht reden,

145,12 daß den Menschen deine gewaltigen Taten kundwerden und die herrliche Pracht deines Königtums.

145,13 Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft währet für und für. Haschem ist getreu in all seinen Worten und gnädig in allen seinen Werken.

145,14 Haschem hält alle, die da fallen, und richtet alle auf, die niedergeschlagen sind.

145,15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zur rechten Zeit.

145,16 Du tust deine Hand auf und sättigst alles, was lebt, nach deinem Wohlgefallen.

145,17 Haschem ist gerecht in allen seinen Wegen und gnädig in allen seinen Werken.

145,18 Haschem ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn ernstlich anrufen.

145,19 Er tut, was die Haschem fürchten und begehren, und hört ihr Schreien und hilft ihnen.

145,20 Haschem behütet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle Torahlosen.

145,21 Mein Mund soll HaschemS Lob verkündigen, und alles Fleisch lobe seinen kadosh Namen immer und ewiglich.

Tehillim 146

146,1 HalleluYah! Lobe den Haschem, meine Seele!

146,2 Ich will Haschem loben, solange ich lebe, und meinem Haschem lobsingen, solange ich bin.

146,3 Verlasset euch nicht auf Fürsten; sie sind Menschen, die können ja nicht helfen.

146,4 Denn des Menschen Geist muß davon, und er muß wieder zu Erde werden; dann sind verloren alle seine Pläne.

146,5 Wohl dem, dessen Hilfe Haschem Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf Haschem,

146,6 der Himmel und Erde gemacht hat, das Meer und alles, was darinnen ist; der Treue hält ewiglich,

146,7 der Recht schafft denen, die Gewalt leiden, der die Hungrigen speiset. Haschem macht die Gefangenen frei.

146,8 Haschem macht die Blinden sehend. Haschem richtet auf, die niedergeschlagen sind. Haschem liebt die Gerechten.

146,9 Haschem behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen; aber die Torahlosen führt er in die Irre.

146,10 Haschem ist König ewiglich, dein Haschem, Zion, für und für. HalleluYah!

Tehillim 147

147,1 HalleluYah! Lobet Haschem! Denn unsern Haschem zu loben, das ist ein köstlich Ding, ihn loben ist lieblich und schön.

147,2 Haschem baut Jerusalem auf und bringt zusammen die Verstreuten Yisraels.

147,3 Er macht gesund, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden.

147,4 Er zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.

147,5 Unser Haschem ist groß und von großer Kraft, und unbegreiflich ist, wie er regiert.

147,6 Haschem richtet die Elenden auf und stößt die Torahlosen zu Boden.

147,7 Singt Haschem ein Danklied und lobt Haschem mit Harfen,

147,8 der den Himmel mit Wolken bedeckt und Regen gibt auf Erden; der Gras auf den Bergen wachsen läßt,

147,9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die zu ihm rufen.

147,10 Er hat keine Freude an der Stärke des Rosses und kein Gefallen an den Schenkeln des Mannes.

147,11 Haschem hat Gefallen an denen, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen.

147,12 Preise, Jerusalem, Haschem; lobe, Zion, deinen Haschem!

147,13 Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder in deiner Mitte.

147,14 Er schafft deinen Grenzen Frieden und sättigt dich mit dem besten Weizen.

147,15 Er sendet sein Gebot auf die Erde, sein Wort läuft schnell.

147,16 Er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche.

147,17 Er wirft seine Schloßen herab wie Brocken; wer kann bleiben vor seinem Frost?

147,18 Er sendet sein Wort, da schmilzt der Schnee; er läßt seinen Wind wehen, da taut es.

147,19 Er verkündigt Jakob sein Wort, Yisrael seine Gebote und sein Recht.

147,20 So hat er an keinem Volk getan; sein Recht kennen sie nicht. HalleluYah!

Tehillim 148

148,1 HalleluYah! Lobet im Himmel Haschem, lobet ihn in der Höhe!

148,2 Lobet ihn, alle seine Engel, lobet ihn, all sein Heer!

148,3 Lobet ihn, Sonne und Mond, lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!

148,4 Lobet ihn, ihr Himmel aller Himmel und ihr Wasser über dem Himmel!

148,5 Die sollen loben den Namen HaschemS; denn er gebot, da wurden sie geschaffen.

148,6 Er läßt sie bestehen für immer und ewig; er gab eine Ordnung, die dürfen sie nicht überschreiten.

148,7 Lobet Haschem auf Erden, ihr großen Fische und alle Tiefen des Meeres,

148,8 Feuer, Hagel, Schnee und Nebel, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten,

148,9 ihr Berge und alle Hügel, fruchttragende Bäume und alle Zedern,

148,10 ihr Tiere und alles Vieh, Gewürm und Vögel,

148,11 ihr Könige auf Erden und alle Völker, Fürsten und alle Richter auf Erden,

148,12 Jünglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen!

148,13 Die sollen loben den Namen HaschemS; denn sein Name allein ist hoch, seine Herrlichkeit reicht, so weit Himmel und Erde ist.

148,14 Er erhöht die Macht seines Volkes. Alle seine Gerechten sollen loben, die Kinder Yisrael, das Volk, das ihm dient. HalleluYah!

Tehillim 149

149,1 HalleluYah! Singet Haschem ein neues Lied; die Gemeinde der Gerechten soll ihn loben.

149,2 Yisrael freue sich seines Schöpfers, die Kinder Zions seien fröhlich über ihren König.

149,3 Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen.

149,4 Denn Haschem hat Wohlgefallen an seinem Volk, er hilft den Elenden herrlich.

149,5 Die Gerechten sollen fröhlich sein und preisen und rühmen auf ihren Lagern.

149,6 Ihr Mund soll Haschem erheben; sie sollen scharfe Schwerter in ihren Händen halten,

149,7 daß sie Vergeltung üben unter den Heiden, Strafe unter den Völkern,

149,8 ihre Könige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln,

149,9 daß sie an ihnen vollziehen das Gericht, wie geschrieben ist. Solche Ehre werden alle seine Gerechten haben. HalleluYah!

Tehillim 150

150,1 HalleluYah! Lobet Haschem in seinem Miqdash, lobet ihn in der Feste seiner Macht!

150,2 Lobet ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!

150,3 Lobet ihn mit Posaunen, lobet ihn mit Psalter und Harfen!

150,4 Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!

150,5 Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln!

150,6 Alles, was Odem hat, lobe Haschem! HalleluYah!s

 

 
  zum Anfang