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Das Buch YeshaYah

DAS BUCH YESAYAH

11. Kapitel

11,1 Und es wird ein Reis hervorgehen aus dem Stamm Isais und ein Zweig aus seiner Wurzel Frucht bringen.

11,2 Auf ihm wird RUACHAH die MUTTER der Weisheit und des Verstandes, des Rates und der Stärke, der Erkenntnis und der Furcht ruhen.

11,3 Und Wohlgefallen wird er haben an der Furcht Haschem’S. Er wird nicht richten nach dem, was seine Augen sehen, noch Urteil sprechen nach dem, was seine Ohren hören,

11,4 sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande, und er wird mit dem Stabe seines Mundes den Gewalttätigen schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Torahlosen töten.

11,5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und die Treue der Gurt seiner Hüften.

11,6 Da werden die Wölfe bei den Lämmern wohnen und die Panther bei den Böcken lagern. Ein kleiner Knabe wird Kälber und junge Löwen und Mastvieh miteinander treiben.

11,7 Kühe und Bären werden zusammen weiden, daß ihre Jungen beieinander liegen, und Löwen werden Stroh fressen wie die Rinder.

11,8 Und ein Säugling wird spielen am Loch der Otter, und ein entwöhntes Kind wird seine Hand stecken in die Höhle der Natter.

11,9 Man wird nirgends Sünde tun noch freveln auf meinem ganzen geweihten Berge; denn das Land wird voll Erkenntnis Haschem sein, wie Wasser das Meer bedeckt.

11,10 Und es wird geschehen zu der Zeit, daß das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Heiden fragen, und die Stätte, da er wohnt, wird herrlich sein.

11,11 Und Haschem wird zu der Zeit zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, daß er den Rest seines Volks loskaufe, der übriggeblieben ist in Assur, Mitzrayim, Patros, Kusch, Elam, Schinar, Hamat und auf den Inseln des Meeres.

11,12 Und er wird ein Zeichen aufrichten unter den Völkern und zusammenbringen die Verjagten Israels und die Zerstreuten Yahudas sammeln von den vier Enden der Erde.

11,13 Und der Neid Ephraims wird aufhören und die Feindschaft Yahudas ausgerottet werden, daß Ephraim nicht mehr neidisch ist auf Yahuda und Yahuda nicht mehr Ephraim feind ist.

11,14 Sie werden sich stürzen auf das Land der Philister im Westen und miteinander berauben alle, die im Osten wohnen. Nach Edom und Moab werden sie ihre Hände ausstrecken, die Ammoniter werden ihnen gehorsam sein.

11,15 Und Haschem wird austrocknen die Zunge des Meeres von Mitzrayim und wird seine Hand gehen lassen über den Euphrat mit seinem starken Wind und ihn in sieben Bäche zerschlagen, so daß man mit Schuhen hindurchgehen kann.

11,16 Und es wird eine Straße das ein für den Rest seines Volks, das übriggeblieben ist in Assur, wie sie für Israel da war zur Zeit, als sie aus Mitzrayim zogen.

12. Kapitel

12,1 Zu der Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, Haschem, daß du bist zornig gewesen über mich und dein Zorn sich gewendet hat und du mich tröstest.

12,2 Siehe, Haschem ist mein Wohl, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Haschem ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Wohl.

12,3 Ihr werdet mit Freuden Wasser schöpfen aus der Quelle des Lebens.

12,4 Und ihr werdet sagen zu der Zeit: Danket Haschem, rufet an seinen Namen! Machet kund unter den Völkern sein Tun, verkündiget, wie sein Name so hoch ist!

12,5 Lobsinget Haschem, denn er hat sich herrlich bewiesen. Solches sei kund in allen Landen!

12,6 Jauchze und rühme, du Tochter Tzion; denn Haschem Israels ist groß bei dir!

13. Kapitel

13,1 Dies ist die Last für Babel, die YesaYah, der Sohn des Amoz, geschaut hat:

13,2 Auf hohem Berge erhebt das Banner, ruft laut ihnen zu, winkt mit der Hand, daß sie einziehen durch die Tore der Fürsten.

13,3 Ich habe meine Frommen entboten zu meinem Zorngericht und meine Starken gerufen, die da jauchzen über meine Herrlichkeit.

13,4 Es ist Geschrei und Lärm auf den Bergen wie von einem großen Volk, Geschrei und Getümmel von den versammelten Königreichen der Völker. Haschem rüstet ein Heer zum Kampf.

13,5 Sie kommen aus fernen Landen, vom Ende des Himmels, ja, Haschem selbst samt den Werkzeugen seines Zorns, um zu verderben die ganze Erde.

13,6 Heulet, denn Haschem’S Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen.

13,7 Darum werden alle Hände schlaff, und aller Menschen Herz wird feige sein.

13,8 Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen, es wird ihnen bange sein wie einer Gebärenden. Einer wird sich vor dem andern entsetzen, feuerrot werden ihre Angesichter sein.

13,9 Denn siehe, Haschem’S Tag kommt grausam, zornig, grimmig, die Erde zu verwüsten und die Sünder von ihr zu vertilgen.

13,10 Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht hell, die Sonne geht finster auf und der Mond gibt keinen Schein.

13,11 Ich will den Erdkreis heimsuchen um seiner Bosheit willen und die Gottlosen um ihrer Missetat willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen,

13,12 daß ein Mann kostbarer sein soll als feinstes Gold und ein Mensch wertvoller als Goldstücke aus Ofir.

13,13 Darum will ich den Himmel bewegen, und die Erde soll beben und von ihrer Stätte weichen durch den Grimm Haschem’S, am Tage seines Zorns.

13,14 Und sie sollen sein wie ein verscheuchtes Reh und wie eine Herde ohne Hirten, daß sich ein jeder zu seinem Volk kehren und ein jeder in sein Land fliehen wird.

13,15 Wer da gefunden wird, wird erstochen, und wen man aufgreift, wird durchs Schwert fallen.

13,16 Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Häuser geplündert und ihre Frauen geschändet werden.

13,17 Denn siehe, ich will die Meder gegen sie erwecken, die nicht Silber suchen oder nach Gold fragen,

13,18 sondern die Jünglinge mit Bogen erschießen und sich der Frucht des Leibes nicht erbarmen und die Kinder nicht schonen.

13,19 So soll Babel, das schönste unter den Königreichen, die herrliche Pracht der Chaldäer, zerstört werden von Haschem wie Sodom und Gomorra,

13,20 daß man hinfort nicht mehr da wohne noch jemand da bleibe für und für, daß auch Araber dort keine Zelte aufschlagen noch Hirten ihre Herden lagern lassen,

13,21 sondern Wüstentiere werden sich da lagern, und ihre Häuser werden voll Eulen sein; Strauße werden da wohnen, und Feldgeister werden da hüpfen,

13,22 und wilde Hunde werden in ihren Palästen heulen und Schakale in den Schlössern der Lust. Ihre Zeit wird bald kommen, und ihre Tage lassen nicht auf sich warten.

14. Kapitel

14,1 Denn Haschem wird sich über Yaqob erbarmen und Israel noch einmal erwählen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen gesellen und dem Hause Jakob anhangen.

14,2 Und die Völker werden Israel nehmen und an seinen Ort bringen, und dann wird das Haus Israel sie als Knechte und Mägde besitzen im Lande Haschem. Und sie werden gefangen halten die, von denen sie gefangen waren, und werden herrschen über ihre Bedränger.

14,3 Und zu der Zeit, wenn dir Haschem Ruhe geben wird von deinem Jammer und Leid und von dem harten Dienst, in dem du gewesen bist,

14,4 wirst du dies Lied anheben gegen den König von Babel und sagen: Wie ist's mit dem Treiber so gar aus, und das Toben hat ein Ende!

14,5 Haschem hat den Stock der Torahlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher.

14,6 Der schlug die Völker im Grimm ohne Aufhören und herrschte mit Wüten über die Nationen und verfolgte ohne Erbarmen.

14,7 Nun hat Ruhe und Frieden alle Welt und jubelt fröhlich.

14,8 Auch freuen sich die Zypressen über dich und die Zedern auf dem Libanon und sagen: «Seit du daliegst, kommt niemand herauf, der uns abhaut.»

14,9 Das Totenreich drunten erzittert vor dir, wenn du nun kommst. Es schreckt auf vor dir die Toten, alle Gewaltigen der Welt, und läßt alle Könige der Völker von ihren Thronen aufstehen,

14,10 daß sie alle anheben und zu dir sagen: «Auch du bist schwach geworden wie wir, und es geht dir wie uns.

14,11 Deine Pracht ist herunter zu den Toten gefahren samt dem Klang deiner Harfen. Gewürm wird dein Bett sein und Würmer deine Decke.»

14,12 Wie bist du vom Himmel gefallen, du schöner Morgenstern! Wie wurdest du zu Boden geschlagen, der du alle Völker niederschlugst!

14,13 Du aber gedachtest in deinem Herzen: «Ich will in den Himmel steigen und meinen Thron über die Sterne Haschem’S erhöhen, ich will mich setzen auf den Berg der Versammlung im fernsten Norden.

14,14 Ich will auffahren über die hohen Wolken und gleich sein dem Allerhöchsten.»

14,15 Ja, hinunter zu den Toten fuhrest du, zur tiefsten Grube!

14,16 Wer dich sieht, wird auf dich schauen, wird dich ansehen und sagen: «Ist das der Mann, der die Welt zittern und die Königreiche beben machte,

14,17 der den Erdkreis zur Wüste machte und seine Städte zerstörte und seine Gefangenen nicht nach Hause entließ?»

14,18 Alle Könige der Völker ruhen doch in Ehren, ein jeder in seiner Kammer;

14,19 du aber bist hingeworfen ohne Grab wie ein verachteter Zweig, bedeckt von Erschlagenen, die mit dem Schwert erstochen sind, wie eine zertretene Leiche.

14,20 Du wirst nicht wie jene begraben werden, die hinabfahren in eine steinerne Gruft; denn du hast dein Land verderbt und dein Volk erschlagen. Man wird des Geschlechtes der Bösen nicht mehr gedenken.

14,21 Richtet die Schlachtbank zu für seine Söhne um der Missetat ihres Vaters willen, daß sie nicht wieder hochkommen und die Welt erobern und den Erdkreis voll Trümmer machen.

14,22 Und ich will über sie kommen, spricht Haschem, und von Babel ausrotten Name und Rest, Kind und Kindeskind, spricht Haschem.

14,23 Und ich will Babel machen zum Erbe für die Igel und zu einem Wassersumpf und will es mit dem Besen des Verderbens wegfegen, spricht Haschem. Gegen Assyrien

14,24 Haschem hat geschworen: Was gilt's? Es soll gehen, wie ich denke, und soll zustande kommen, wie ich's im Sinn habe,

14,25 daß Assur zerschlagen werde in meinem Lande und ich es zertrete auf meinen Bergen, damit sein Joch von ihnen genommen werde und seine Last von ihrem Halse komme.

14,26 Das ist der Ratschluß, den er hat über alle Lande, und das ist die Hand, die ausgereckt ist über alle Völker.

14,27 Denn Haschem hat's beschlossen, wer will's wehren? Und seine Hand ist ausgereckt, wer will sie wenden? Gegen die Philister

14,28 Im Jahr, als König Ahas starb, wurde diese Last angekündigt:

14,29 Freue dich nicht, ganz Philisterland, daß der Stock, der dich schlug, zerbrochen ist! Denn aus der Wurzel der Schlange wird eine giftige Natter kommen, und ihre Frucht wird ein feuriger fliegender Drache sein.

14,30 Die Geringen werden auf meiner Aue weiden und die Armen sicher ruhen; aber deine Wurzel will ich durch Hunger töten, und deine Übriggebliebenen werde ich morden.

14,31 Heule, Tor! Schreie, Stadt! Erzittere, ganz Philisterland! Denn von Norden kommt Rauch, und keiner sondert sich ab von seinen Scharen.

14,32 Und was wird man den Boten der Heiden sagen? «Haschem hat Zion gegründet, und hier werden die Elenden seines Volks Zuflucht haben.»

15. Kapitel

15,1 Dies ist die Last für Moab: Des Nachts kommt Verheerung über Ar in Moab, es ist dahin; des Nachts kommt Verheerung über Kir in Moab, es ist dahin!

15,2 Es geht hinauf die Tochter Dibon zu den Altären, um zu weinen; Moab heult über Nebo und über Medeba. Jedes Haupt ist kahlgeschoren, jeder Bart ist abgeschnitten.

15,3 Auf ihren Gassen gehen sie mit dem Sack umgürtet, auf ihren Dächern und Straßen heulen sie alle und gehen weinend einher.

15,4 Heschbon und Elale schreien, daß man's zu Jahaz hört. Darum wehklagen die Gerüsteten Moabs, es verzagt ihre Seele.

15,5 Mein Herz schreit über Moab; seine Flüchtigen fliehen bis nach Zoar, bis Eglat- Schelischija. Denn sie gehen die Steige von Luhit hinauf und weinen, und auf dem Wege nach Horonajim erhebt sich ein Jammergeschrei.

15,6 Denn die Wasser von Nimrim versiegen, daß das Gras verdorrt und das Kraut verwelkt und kein Grünes wächst.

15,7 Darum führen sie das Gut, das sie gesammelt, und alles, was sie verwahrt haben, über den Weidenbach.

15,8 Geschrei geht um in den Grenzen Moabs, Geheul bis Eglajim und Geheul bis Beer-Elim!

15,9 Denn die Wasser von Dimon sind voll Blut. Dazu will ich über Dimon noch mehr Unglück kommen lassen, Löwen über die Entronnenen Moabs und über die Übriggebliebenen im Lande.

16. Kapitel

«16,1 Schickt dem Landesherren die Lämmer von Sela aus der Wüste zum Berge der Tochter Zion!

16,2 Wie ein Vogel dahinfliegt, der aus dem Nest vertrieben wird, so werden die Bewohner Moabs an den Furten des Arnon sein.

16,3 «Gib Rat, schaffe Recht, mache deinen Schatten des Mittags wie die Nacht; verbirg die Verjagten und verrate die Flüchtigen nicht!

16,4 Laß Moabs Verjagte bei dir herbergen, sei du für Moab eine Zuflucht vor dem Verwüster!» Der Dränger wird ein Ende haben, der Verwüster aufhören und der Bedrücker aus dem Lande müssen.

16,5 Dann wird ein Thron bereitet werden aus Gnaden, daß einer in Treue darauf sitze in der Hütte Dawids und richte und trachte nach Recht und fördere Gerechtigkeit.

16,6 «Wir haben gehört von dem Hochmut Moabs, der so groß ist, von seinem Hochmut, seinem Stolz und Mutwillen und seinem eitlen Geschwätz.»

16,7 Darum wird ein Moabiter über den andern heulen, allesamt werden sie heulen. Über die Traubenkuchen von Kir-Heres werden sie seufzen, ganz zerschlagen.

16,8 Denn die Fluren von Heschbon sind wüst geworden, der Weinstock von Sibma ist verderbt. Die Herren unter den Völkern haben seine edlen Reben zerschlagen, die bis nach Jaser reichten und sich zogen bis in die Wüste; ihre Ranken breiteten sich aus und gingen über das Meer.

16,9 Darum weine ich mit Jaser um den Weinstock von Sibma und vergieße viel Tränen über dich, Heschbon und Elale. Denn es ist Kriegsgeschrei in deinen Herbst und deine Ernte gefallen,

16,10 daß Freude und Wonne in den Gärten aufhören, und in den Weinbergen jauchzt und ruft man nicht mehr. Man keltert keinen Wein in den Keltern, dem Gesang ist ein Ende gemacht.

16,11 Darum klagt mein Herz über Moab wie eine Harfe und meine Seele über Kir- Heres.

16,12 Alsdann, wenn Moab hingeht und sich abmüht bei den Altären und kommt zu seinem Mikdash, um zu beten, so wird's doch nichts ausrichten.

16,13 Das ist's, was Haschem damals gegen Moab geredet hat.

16,14 Nun aber redet Haschem und spricht: In drei Jahren, wie eines Tagelöhners Jahre sind, wird die Kerrlichkeit Moabs gering werden mit all dem großen Gepränge, daß wenig übrigbleibt, gar nicht viel.

17. Kapitel

17,1 Dies ist die Last für Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr sein, sondern ein zerfallener Steinhaufen;

17,2 seine Städte werden verlassen sein für immer, daß Herden dort weiden, die niemand verscheucht.

17,3 Und es wird aus sein mit dem Bollwerk Ephraims und mit dem Königtum von Damaskus; und dem Rest von Aram wird es gehen wie der Herrlichkeit Israels, spricht Haschem.

17,4 Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs gering sein, und sein fetter Leib wird mager sein.

17,5 Es wird sein, wie wenn der Schnitter die Halme faßt und mit seinem Arm die Ähren schneidet, wie wenn einer Ähren liest im Tal Refaïm;

17,6 wie wenn man Oliven herunterschlägt in der Ernte und eine Nachernte bleibt, zwei oder drei oben in dem Wipfel, vier oder fünf Früchte an den Zweigen, spricht Haschem.

17,7 Zu der Zeit wird der Mensch blicken auf den, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf Haschem schauen;

17,8 und er wird nicht mehr blicken auf die Altäre, die seine Hände gemacht haben, und nicht schauen auf das, was seine Finger gemacht haben, auf die Bilder der Aschera und auf die Rauchopfersäulen.

17,9 Zu der Zeit werden ihre festen Städte verlassen sein wie die Städte der Hiwiter und Amoriter, die sie verließen vor Israel, und zur Wüste werden.

17,10 Denn du hast vergessen Haschem deines Wohls und nicht gedacht an den Felsen deiner Stärke. Darum setze nur Pflanzen zu deiner Lust und lege Reben aus der Fremde!* *Wahrscheinlich Gärten zur Verehrung des heidnischen Gott Adonis.

17,11 Auch wenn du sie hochbringst am Tag, da du sie pflanzest, und sie zum Sprießen bringst an dem Morgen, da du sie säest, - hin ist die Ernte, wenn du die Garben einbringen willst, und du wirst Schmerzen haben, die niemand gesund machen kann.

17,12 Ha, ein Brausen vieler Völker, wie das Meer brausen sie, und ein Getümmel mächtiger Nationen, wie große Wasser tosen sie!

17,13 Ja, wie große Wasser werden die Nationen tosen. Aber er wird sie schelten, da werden sie in die Ferne fliehen und werden gejagt wie Spreu auf den Bergen vom Winde und wie wirbelnde Blätter vom Ungewitter.

17,14 Um den Abend, siehe, da ist Schrecken, und ehe es Morgen wird, sind sie nicht mehr da. Das ist der Lohn unsrer Räuber und das Los derer, die uns das Unsre nehmen.

18. Kapitel

18,1 Weh dem Lande voll schwirrender Flügel, jenseits der Ströme von Kusch,

18,2 das Boten über das Meer sendet und in leichten Schiffen auf den Wassern fährt! Geht hin, ihr schnellen Boten, zum Volk, das hochgewachsen und glatt ist, zum Volk, das schrecklicher ist als sonst irgendeins, zum Volk, das befiehlt und zertritt, dessen Land Wasserströme durchschneiden.

18,3 Alle, die ihr auf Erden wohnt und in den Ländern lebt, - wenn man das Banner auf den Bergen aufrichtet, so sehet! Wenn man die Posaune bläst, so höret!

18,4 Denn so spricht Haschem zu mir: Ich will schauen von meiner Stätte und will still warten wie drückende Hitze am hohen Mittag und wie Taugewölk in der Hitze der Ernte.

18,5 Denn vor der Ernte, wenn die Blüte vorüber ist und die Traube noch reift, wird er die Ranken mit Winzermessern abschneiden und die Reben wegnehmen und abhauen,

18,6 daß man's miteinander liegen läßt für die Geier auf den Bergen und die Tiere im Lande, daß im Sommer die Geier darauf sitzen und im Winter allerlei Tiere im Lande darauf liegen.

18,7 Zu der Zeit wird das hochgewachsene und glatte Volk, das schrecklicher ist als sonst irgendeins, das befiehlt und zertritt, dessen Land Wasserströme durchschneiden, Geschenke bringen Haschem an den Ort, da der Name Haschem’S wohnt, zum Berge Zion.

19. Kapitel

19,1 Dies ist die Last für Mitzrayim: Siehe, Haschem wird auf einer schnellen Wolke fahren und über Mitzrayim kommen. Da werden die Götzen Mitzrayims vor ihm beben, und den Ägyptern wird das Herz feige werden in ihrem Leibe.

19,2 Und ich will die Ägypter gegeneinander hetzen, daß ein Bruder wider den andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andre, ein Reich wider das andre kämpfen wird.

19,3 Und der Mut soll den Ägyptern in ihrem Herzen vergehen, und ich will ihre Anschläge zunichte machen. Da werden sie dann fragen ihre Götzen und Beschwörer, ihre Geister und Zeichendeuter.

19,4 Aber ich will die Ägypter übergeben in die Hand eines grausamen Herren, und ein harter König soll über sie herrschen, spricht Haschem.

19,5 Und das Wasser im Nil wird vertrocknen, und der Strom wird versiegen und verschwinden.

19,6 Und die Wasser werden stinkend werden, und die Flüsse Mitzrayims werden seicht und trocken werden, daß Rohr und Schilf verwelken.

19,7 Und das Gras an den Wassern wird vergehen, und alle Saat am Wasser wird verdorren und zunichte werden.

19,8 Und die Fischer werden trauern, und alle, die Angeln ins Wasser werfen, werden klagen; und alle, die Netze auswerfen in den Strom, werden betrübt sein.

19,9 Es werden zuschanden, die da Flachs kämmen und verarbeiten, und die da weben, werden erbleichen.

19,10 Die Weber werden geschlagen sein, und alle, die um Lohn arbeiten, sind bekümmert.

19,11 Die Fürsten von Zoan sind Toren, die weisen Räte des Pharao sind mit ihrem Rat zu Narren geworden. Wie könnt ihr zum Pharao sagen: «Ich bin ein Sohn von Weisen und komme von Königen der Vorzeit her»?

19,12 Wo sind denn nun deine Weisen, daß sie dir's verkündigen und anzeigen, was Haschem über Mitzrayim beschlossen hat?

19,13 Die Fürsten von Zoan sind zu Toren geworden, die Fürsten von Memfis sind betrogen; die Häupter seiner Geschlechter verführen Mitzrayim.

19,14 Denn Haschem hat einen Taumelgeist über sie ausgegossen, daß sie Mitzrayim taumeln machen in all seinem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er speit.

19,15 Und Mitzrayim wird nichts gelingen, was Kopf oder Schwanz, Ast oder Stumpf ausrichten wollen.

19,16 Zu der Zeit werden die Ägypter sein wie Weiber und sich fürchten und erschrecken, wenn Haschem die Hand über sie schwingen wird.

19,17 Und die Ägypter werden sich fürchten vor dem Lande Yahuda; wenn sie daran denken, werden sie erschrecken wegen des Rates Haschem’S, den er über sie beschlossen hat.

19,18 Zu der Zeit werden fünf Städte in Mitzrayim die Sprache Kanaans sprechen und bei Haschem schwören. Eine wird heißen Ir-Heres.

19,19 Zu der Zeit wird für Haschem ein Altar mitten in Mitzrayim sein und ein Steinmal für Haschem an seiner Grenze;

19,20 das wird ein Zeichen und Zeugnis sein für Haschem in Mitzrayim. Wenn sie zu Haschem schreien vor den Bedrängern, so wird er ihnen einen Retter senden; der wird ihre Sache führen und sie erretten.

19,21 Denn Haschem wird den Ägyptern bekannt werden, und die Ägypter werden Haschem erkennen zu der Zeit und werden ihm dienen mit Schlachtopfern und Speisopfern und werden Gelübde tun und sie halten.

19,22 Und Haschem wird die Ägypter schlagen und wieder herstellen; und sie werden sich ihm bekennen, und er wird sich erbitten lassen und sie wieder herstellen.

19,23 Zu der Zeit wird eine Straße sein von Mitzrayim nach Assyrien, daß die Assyrer nach Mitzrayim und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Haschem dienen.

19,24 Zu der Zeit wird Israel der dritte sein mit den Ägyptern und Assyrern, ein Segen mitten auf Erden;

19,25 denn Haschem wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Mitzrayim, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbe!

20. Kapitel

20,1 Im Jahr, da der Tartan nach Aschdod kam, als ihn gesandt hatte Sargon, der König von Assyrien, und er gegen Aschdod kämpfte und es eroberte,

20,2 zu der Zeit redete Haschem durch YesaYah, den Sohn des Amoz, und sprach: Geh hin und tu den härenen Schurz von deinen Lenden und zieh die Schuhe von deinen Füßen. Und er tat so und ging nackt und barfuß.

20,3 Da sprach Haschem: Gleichwie mein Knecht YesaYah nackt und barfuß geht drei Jahre lang als Zeichen und Weissagung über Mitzrayim und Kusch,

20,4 so wird der König von Assyrien wegtreiben die Gefangenen Mitzrayims und die Verbannten von Kusch, jung und alt, nackt und barfuß, in schmählicher Blöße, zur Schande Mitzrayims.

20,5 Und sie werden erschrecken in Yahuda und zuschanden werden wegen der Kuschiter, auf die sie sich verließen, und wegen der Ägypter, deren sie sich rühmten.

20,6 Und die Bewohner dieser Küste werden sagen zu der Zeit: Ist das unsere Zuversicht, zu der wir um Hilfe geflohen sind, daß wir errettet würden vor dem König von Assyrien? Wie könnten wir selber entrinnen?

 

 
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