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Das Buch YeshaYah

DAS BUCH YESAYAH

21. Kapitel

21,1 Dies ist die Last für die Wüste: Wie ein Wetter vom Süden herfährt, so kommt's aus der Wüste, aus einem schrecklichen Lande.

21,2 Mir ist eine harte Offenbarung angezeigt: «Der Räuber raubt, und der Verwüster verwüstet. Elam, zieh herauf! Medien, belagere! Ich will allem Seufzen ein Ende machen.»

21,3 Darum sind meine Lenden voll Schmerzen, und Angst hat mich ergriffen wie eine Gebärende. Ich krümme mich, wenn ich's höre, und erschrecke, wenn ich's sehe.

21,4 Mein Herz zittert, Grauen hat mich erschreckt; auch am Abend, der mir so lieb ist, habe ich keine Ruhe.

21,5 Deckt den Tisch, breitet den Teppich aus, eßt und trinkt! Macht euch auf, ihr Fürsten, salbt den Schild!

21,6 Denn so hat Haschem zu mir gesagt: «Geh hin, stelle den Wächter auf; was er schaut, soll er ansagen!

21,7 Und sieht er einen Zug von Wagen mit Rossen, einen Zug von Eseln und Kamelen, so soll er darauf achtgeben mit allem Eifer.»

21,8 Da rief der Späher: Haschem, ich stehe auf der Warte bei Tage immerdar und stelle mich auf meine Wacht jede Nacht.

21,9 Und siehe, da kommen Männer, ein Zug von Wagen mit Rossen; die heben an und sprechen: Gefallen ist Babel, es ist gefallen, und alle Bilder seiner Götter sind zu Boden geschlagen!

21,10 Mein zerdroschenes und zertretenes Volk! Was ich gehört habe vom Haschem Israels, das verkündige ich euch. Sprüche über Edom und Arabien

21,11 Dies ist die Last für Duma: Man ruft zu mir aus Seïr: Wächter, ist die Nacht bald hin? Wächter, ist die Nacht bald hin?

21,12 Der Wächter aber sprach: Wenn auch der Morgen kommt, so wird es doch Nacht bleiben. Wenn ihr fragen wollt, so kommt wieder und fragt.

21,13 Dies ist die Last für Arabien: Ihr müßt im Gestrüpp, in der Steppe über Nacht bleiben, ihr Karawanen der Dedaniter.

21,14 Bringet den Durstigen Wasser entgegen, die ihr wohnt im Lande Tema; bietet Brot den Flüchtigen.

21,15 Denn sie fliehen vor dem Schwert, ja, vor dem bloßen Schwert, vor dem gespannten Bogen, vor der Gewalt des Kampfes.

21,16 Denn so hat Haschem zu mir gesprochen: Noch ein Jahr, wie des Tagelöhners Jahre sind, dann soll alle Herrlichkeit Kedars untergehen.

21,17 Und von den Bogenschützen Kedars sollen nur wenige übrigbleiben; denn Haschem hat's gesagt.

22. Kapitel

22,1 Dies ist die Last für das Schautal: Was habt ihr denn, daß ihr alle auf die Dächer steigt,

22,2 du Stadt voller Lärmen und Toben, du fröhliche Burg? - Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im Kampf gefallen.

22,3 Alle deine Hauptleute sind gewichen, in die Ferne geflohen. Alle, die man von dir gefunden hat, wurden gefangen, ohne Bogen gefangen.

22,4 Darum sage ich: Schaut weg von mir, laßt mich bitterlich weinen! Müht euch nicht, mich zu trösten über die Zerstörung der Tochter meines Volks!

22,5 Denn es kommt ein Tag des Getümmels und des Zertretens und der Verwirrung von Haschem, im Schautal; es kracht die Mauer, sie schreien am Berge.

22,6 Elam fährt daher mit Köchern, Wagen, Leuten und Rossen, und Kir läßt seine Schilde glänzen.

22,7 Und es wird geschehen, daß deine auserlesenen Täler werden voll von Wagen und Rossen sein; die stellen sich auf gegen das Tor.

22,8 Da wird der Schutz Judas weggenommen werden. Aber ihr schautet zu der Zeit auf die Rüstungen im Waldhaus.

22,9 Und ihr saht, daß viele Risse in der Stadt Davids waren, und sammeltet das Wasser des unteren Teiches.

22,10 Ihr zähltet auch die Häuser Jerusalems und brachet sie ab, um die Mauer zu befestigen,

22,11 und machtet ein Becken zwischen beiden Mauern für das Wasser des alten Teiches. Doch ihr saht nicht auf den, der solches tut, und schautet nicht auf den, der solches schafft von ferne her.

22,12 Zu der Zeit rief Haschem, daß man weine und klage und sich das Haar abschere und den Sack anlege.

22,13 Aber siehe da, lauter Freude und Wonne, Rinder töten, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken: «Lasset uns essen und trinken; wir sterben doch morgen!»

22,14 Aber meinen Ohren ist vom Haschem offenbart: «Wahrlich, diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbt», spricht Haschem.

22,15 So spricht Haschem: Geh hinein zu dem Verwalter da, zu Schebna, dem Hofmeister, und sprich zu ihm:

22,16 Was hast du hier? Und wen hast du hier, daß du dir hier ein Grab aushauen läßt, daß du dein Grab in der Höhe aushauen und deine Wohnung in den Felsen machen läßt?

22,17 Siehe, Haschem wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und wird dich packen

22,18 und dich zum Knäuel machen und dich wegschleudern wie eine Kugel in ein weites Land. Dort wirst du sterben, dort werden deine kostbaren Wagen bleiben, du Schmach für das Haus deines Herren!

22,19 Und ich will dich aus deiner Stellung stürzen und dich aus deinem Amt stoßen.

22,20 Und zu der Zeit will ich rufen meinen Knecht Eljakim, den Sohn Hilkijas,

22,21 und will ihm dein Amtskleid anziehen und ihn mit deinem Gürtel gürten und deine Herrschaft in seine Hand geben, daß er Vater sei für die, die in Jerusalem wohnen, und für das Haus Juda.

22,22 Und ich will die Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, daß er auftue und niemand zuschließe, daß er zuschließe und niemand auftue.

22,23 Und ich will ihn als Nagel einschlagen an einen festen Ort, und er soll werden zum Thron der Ehre für seines Vaters Haus.

22,24 Aber wenn sich an ihn hängt die ganze Schwere seines Vaterhauses, Kind und Kindeskinder, alle kleinen Geräte, Trinkgefäße und allerlei Krüge,

22,25 dann, spricht Haschem, soll der Nagel nachgeben, der am festen Ort steckt, er soll abbrechen und fallen, so daß alles, was daran hing, zerbricht; denn Haschem sagt es.

23. Kapitel

23,1 Dies ist die Last für Tyrus: Heulet, ihr Tarsisschiffe, denn Tyrus ist zerstört, daß kein Haus mehr da ist! Wenn sie heimkehren aus dem Lande Kittim, werden sie dessen gewahr werden.

23,2 Die Bewohner der Küste sind still geworden, die Kaufleute von Sidon. Ihre Boten zogen übers Meer,

23,3 und was von Früchten am Schihor und von Getreide am Nil wuchs, brachte man nach Sidon hin über große Wasser, und du warst der Völker Markt geworden.

23,4 Erschrick, Sidon, denn das Meer, ja, die Feste am Meer spricht: Ich werde nicht mehr Mutter, ich gebäre nicht mehr; darum ziehe ich keine Jünglinge auf und erziehe keine Jungfrauen.

23,5 Sobald es die Ägypter hören, erschrecken sie über die Kunde von Tyrus.

23,6 Fahret hin nach Tarsis, heulet, ihr Bewohner der Küste!

23,7 Ist das eure fröhliche Stadt, die sich ihres Alters rühmte? Ihre Füße führten sie weit weg, in der Ferne zu weilen.

23,8 Wer hat solches beschlossen, daß es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, wo doch ihre Kaufleute Fürsten waren und ihre Händler die Herrlichsten auf Erden?

23,9 Haschem hat's so beschlossen, auf daß er erniedrigte die Pracht und verächtlich machte die stolze Stadt, alle Herrlichsten auf Erden.

23,10 Bebaue dein Land, du Tochter Tarsis! Denn es gibt keinen Hafen mehr.

23,11 Haschem hat seine Hand ausgereckt über das Meer und erschreckt die Königreiche. Er hat Befehl gegeben über Phönizien, daß seine Bollwerke zerstört werden,

23,12 und er hat gesagt: Du sollst nicht mehr fröhlich sein, du geschändete Jungfrau, du Tochter Sidon! Nach Kittim mach dich auf und zieh fort, doch wirst du auch da keine Ruhe haben.

23,13 Siehe, die Chaldäer - dies Volk hat's getan, nicht Assur - haben die Stadt zur Wüste gemacht; sie haben Belagerungstürme aufgerichtet, ihre Paläste niedergerissen und die Stadt geschleift.

23,14 Heulet, ihr Tarsisschiffe, denn euer Bollwerk ist zerstört!

23,15 Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden siebzig Jahre, solange etwa ein König lebt. Aber nach siebzig Jahren wird es mit Tyrus gehen, wie es im Hurenlied heißt:

23,16 Nimm die Harfe, geh in der Stadt umher, du vergessene Hure! Mach's gut auf dem Saitenspiel und singe viel Lieder, auf daß dein wieder gedacht werde!

23,17 Denn nach siebzig Jahren wird Haschem die Stadt Tyrus heimsuchen, daß sie wieder zu ihrem Hurenlohn komme und Hurerei treibe mit allen Königreichen auf Erden.

23,18 Aber ihr Gewinn und Hurenlohn wird Haschem geweiht werden. Man wird ihn nicht wie Schätze sammeln und aufhäufen, sondern ihr Erwerb wird denen zufallen, die vor Haschem wohnen, daß sie essen und satt werden und wohl bekleidet seien.

24. Kapitel

24,1 Siehe, Haschem macht die Erde leer und wüst und wirft um, was auf ihr ist, und zerstreut ihre Bewohner.

24,2 Und es geht dem Priester wie dem Volk, dem Herren wie dem Knecht, der Frau wie der Magd, dem Verkäufer wie dem Käufer, dem Verleiher wie dem Borger, dem Gläubiger wie dem Schuldner.

24,3 Die Erde wird leer und beraubt sein; denn Haschem hat solches geredet.

24,4 Das Land verdorrt und verwelkt, der Erdkreis verschmachtet und verwelkt, die Höchsten des Volks auf Erden verschmachten.

24,5 Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern; denn sie übertreten das Gesetz und ändern die Gebote und brechen den ewigen Bund.

24,6 Darum frißt der Fluch die Erde, und büßen müssen's, die darauf wohnen. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab, so daß wenig Leute übrigbleiben.

24,7 Der Wein ist dahin, der Weinstock verschmachtet, und alle, die von Herzen fröhlich waren, seufzen.

24,8 Die Freude der Pauken ist vorüber, das Jauchzen der Fröhlichen ist aus, und die Freude der Harfe hat ein Ende.

24,9 Man singt nicht beim Weintrinken, und das Getränk ist bitter denen, die es trinken.

24,10 Die Stadt ist zerstört und wüst, alle Häuser sind verschlossen, daß niemand hineingehen kann.

24,11 Man klagt um den Wein auf den Gassen, daß alle Freude weg ist, alle Wonne des Landes dahin ist.

24,12 Nur Verwüstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore sind in Trümmer geschlagen.

24,13 Denn so geht es zu auf Erden und unter den Völkern, wie wenn ein Ölbaum leergeschlagen wird, wie bei der Nachlese, wenn die Weinernte aus ist.

24,14 Sie erheben ihre Stimme und rühmen und jauchzen vom Meer her über die Herrlichkeit Haschem’S:

24,15 «So preiset nun Haschem an den Gestaden, auf den Inseln des Meeres den Namen Haschem’S Israels.»

24,16 Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde: «Herrlichkeit dem Gerechten!» Aber ich muß sagen: Wie bin ich so elend! Wie bin ich so elend! Weh mir! Denn es rauben die Räuber, ja, immerfort rauben die Räuber.

24,17 Über euch, Bewohner der Erde, kommt Schrecken und Grube und Netz.

24,18 Und wer entflieht vor dem Geschrei des Schreckens, der fällt in die Grube; und wer entkommt aus der Grube, der wird im Netz gefangen. Denn die Fenster in der Höhe sind aufgetan, und die Grundfesten der Erde beben.

24,19 Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen.

24,20 Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und wird hin und her geworfen wie eine schwankende Hütte; denn ihre Missetat drückt sie, daß sie fallen muß und nicht wieder aufstehen kann.

24,21 Zu der Zeit wird Haschem das Heer der Höhe heimsuchen in der Höhe und die Könige der Erde auf der Erde,

24,22 daß sie gesammelt werden als Gefangene im Gefängnis und verschlossen werden im Kerker und nach langer Zeit heimgesucht werden.

24,23 Und der Mond wird schamrot werden und die Sonne sich schämen, wenn Haschem König sein wird auf dem Berg Zion und zu Jerusalem und vor seinen Ältesten in Herrlichkeit.

25. Kapitel

25,1 Haschem, du bist mein, dich preise ich; ich lobe deinen Namen. Denn du hast Wunder getan; deine Ratschlüsse von alters her sind treu und wahrhaftig.

25,2 Denn du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Stadt, daß sie in Trümmern liegt, die Paläste der Fremden, daß sie nicht mehr eine Stadt seien und nie wieder aufgebaut werden.

25,3 Darum ehrt dich ein mächtiges Volk, die Städte gewalttätiger Völker fürchten dich.

25,4 Denn du bist der Geringen Schutz gewesen, der Armen Schutz in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten wie ein Unwetter im Winter,

25,5 wie die Hitze in der Zeit der Dürre. Du demütigst der Fremden Ungestüm, wie du die Hitze brichst durch den Schatten der Wolken; du dämpfest der Tyrannen Siegesgesang.

25,6 Und Haschem wird auf diesem Berge allen Völkern ein fettes Mahl machen, ein Mahl von reinem Wein, von Fett, von Mark, von Wein, darin keine Hefe ist.

25,7 Und er wird auf diesem Berge die Hülle wegnehmen, mit der alle Völker verhüllt sind, und die Decke, mit der alle Heiden zugedeckt sind.

25,8 Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Haschem wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn Haschem hat's gesagt.

25,9 Zu der Zeit wird man sagen: «Siehe, das ist unser Haschem, auf den wir hofften, daß er uns helfe. Das ist der Haschem, auf den wir hofften; laßt uns jubeln und fröhlich sein.»

25,10 Denn die Hand Haschem’S ruht auf diesem Berge. Moab aber wird zertreten werden, wie Stroh in die Mistlache getreten wird.

25,11 Und wenn es auch seine Hände darin ausbreitet, wie sie ein Schwimmer ausbreitet, um zu schwimmen, so wird doch Haschem seinen Hochmut niederdrücken trotz allen Mühens seiner Arme.

25,12 Und deine hohen, steilen Mauern wird er beugen, erniedrigen und in den Staub zu Boden werfen.


26. Kapitel

26,1 Zu der Zeit wird man dies Lied singen im Lande Juda: Wir haben eine feste Stadt, zum Schutze schafft er Mauern und Wehr.

26,2 Tut auf die Tore, daß hineingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt! 26,3 Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verläßt sich auf dich.

26,4 Darum verlaßt euch auf Haschem immerdar; denn Haschem ist ein Fels ewiglich.

26,5 Er erniedrigt, die in der Höhe wohnen; die hohe Stadt wirft er nieder, ja, er stößt sie zur Erde, daß sie im Staube liegt.

26,6 Mit Füßen wird sie zertreten, ja, mit den Füßen der Armen, mit den Tritten der Geringen.

26,7 Des Gerechten Weg ist eben, den Steig des Gerechten machst du gerade.

26,8 Wir warten auf dich, Haschem, auch auf dem Wege deiner Gerichte; des Herzens Begehren steht nach deinem Namen und deinem Lobpreis.

26,9 Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.

26,10 Aber wenn dem Torahlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht Haschem’S Herrlichkeit nicht.

26,11 Haschem, deine Hand ist erhoben, doch sie sehen es nicht. Aber sie sollen sehen den Eifer um dein Volk und zuschanden werden. Mit dem Feuer, mit dem du deine Feinde verzehrst, wirst du sie verzehren.

26,12 Aber uns, Haschem, wirst du Frieden schaffen; denn auch alles, was wir ausrichten, das hast du für uns getan.

26,13 Haschem, es herrschen wohl andere Herren über uns als du, aber wir gedenken doch allein deiner und deines Namens.

26,14 Tote werden nicht lebendig, Schatten stehen nicht auf; darum hast du sie heimgesucht und vertilgt und jedes Gedenken an sie zunichte gemacht.

26,15 Du, Haschem, mehrest das Volk, du mehrest das Volk, beweisest deine Herrlichkeit und machst weit alle Grenzen des Landes.

26,16 Haschem, wenn Trübsal da ist, so suchen wir dich; wenn du uns züchtigst, sind wir in Angst und Bedrängnis.

26,17 Gleich wie eine Schwangere, wenn sie bald gebären soll, sich ängstigt und schreit in ihren Schmerzen, so geht's uns auch, Haschem, vor deinem Angesicht.

26,18 Wir sind auch schwanger, und uns ist bange, und wenn wir gebären, so ist's Wind. Wir können dem Lande nicht helfen, und Bewohner des Erdkreises können nicht geboren werden.

26,19 Aber deine Toten werden leben, deine Leichname werden auferstehen. Wachet auf und rühmet, die ihr liegt unter der Erde! Denn ein Tau der Lichter ist dein Tau, und die Erde wird die Toten herausgeben.

26,20 Geh hin, mein Volk, in deine Kammer, und schließ die Tür hinter dir zu! Verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergehe.

26,21 Denn siehe, Haschem wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die Bosheit der Bewohner der Erde. Dann wird die Erde offenbar machen das Blut, das auf ihr vergossen ist, und nicht weiter verbergen, die auf ihr getötet sind.

27. Kapitel

27,1 Zu der Zeit wird Haschem heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviatan, die flüchtige Schlange, und den Leviatan, die gewundene Schlange, und wird den Drachen im Meer töten.

27,2 Zu der Zeit wird es heißen: Lieblicher Weinberg, singet ihm zu!

27,3 Ich, Haschem, behüte ihn und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.

27,4 Ich zürne nicht. Sollten aber Disteln und Dornen aufschießen, so wollte ich über sie herfallen und sie alle miteinander anstecken,

27,5 es sei denn, sie suchen Zuflucht bei mir und machen Frieden mit mir, ja, Frieden mit mir.

27,6 Es wird einst dazu kommen, daß Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird, daß sie den Erdkreis mit Früchten erfüllen.

27,7 Wird doch Israel nicht geschlagen, wie seine Feinde geschlagen werden, und nicht getötet, wie seine Feinde getötet werden!

27,8 Sondern, indem du es wegschicktest und wegführtest, hast du es gerichtet, es verscheucht mit rauhem Sturm am Tage des Ostwinds.

27,9 Darum wird die Sünde Jakobs dadurch gesühnt werden, und das wird die Frucht davon sein, daß seine Sünden weggenommen werden: er wird alle Altarsteine zerstoßenen Kalksteinen gleichmachen; und keine Bilder der Aschera noch Rauchopfersäulen werden mehr bleiben.

27,10 Denn die feste Stadt ist einsam geworden, die schönen Häuser verödet und verlassen wie die Steppe, daß Kälber dort weiden und ruhen und Zweige abfressen.

27,11 Ihre Zweige werden vor Dürre brechen, daß die Frauen kommen und Feuer damit machen werden; denn es ist ein unverständiges Volk. Darum erbarmt sich ihrer auch nicht, der sie gemacht hat; und der sie geschaffen hat, ist ihnen nicht gnädig.

27,12 Zu der Zeit wird Haschem Ähren ausklopfen vom Ufer des Stromes bis an den Bach Mitzrayims, und ihr Israeliten werdet aufgesammelt werden, einer nach dem andern.

27,13 Zu der Zeit wird man mit einer großen Posaune blasen, und es werden kommen die Verlorenen im Lande Assur und die Verstoßenen im Lande Mitzrayim und werden Haschem anbeten auf dem kadosh Berg zu Jerusalem.

28. Kapitel

28,1 Weh der prächtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, der welken Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, die da prangt hoch über dem fetten Tal derer, die vom Wein taumeln!

28,2 Siehe, einen Starken und Mächtigen hält Haschem bereit; wie Hagelsturm, wie verderbliches Wetter, wie Wasserflut, die mächtig einreißt, wirft er zu Boden mit Gewalt.

28,3 Mit Füßen wird zertreten die prächtige Krone der Trunkenen von Ephraim.

28,4 Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, die da prangt hoch über dem fetten Tal, wird sein wie eine Frühfeige vor dem Sommer, die einer erspäht und flugs aus der Hand verschlingt.

28,5 Zu der Zeit wird Haschem eine liebliche Krone sein und ein herrlicher Kranz für die Übriggebliebenen seines Volks

28,6 und ein Geist des Rechts für den, der zu Gericht sitzt, und eine Kraft denen, die den Kampf zurücktreiben zum Tor.

28,7 Aber auch diese sind vom Wein toll geworden und taumeln von starkem Getränk. Priester und Propheten sind toll von starkem Getränk, sind vom Wein verwirrt. Sie taumeln von starkem Getränk, sie sind toll beim Weissagen und wanken beim Rechtsprechen.

28,8 Denn alle Tische sind voll Gespei und Unflat an allen Orten!

28,9 «Wen», sagen sie, «will der denn Erkenntnis lehren? Wem will er Offenbarung zu verstehen geben? Denen, die entwöhnt sind von der Milch, denen, die von der Brust abgesetzt sind?

28,10 Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw,* hier ein wenig, da ein wenig!» *Die Worte, die das Lallen der Trunkenen nachahmen und nicht übersetzt werden können, sollen die Redeweise des Propheten verspotten.

28,11 Jawohl, Haschem wird einmal mit unverständlicher Sprache und mit einer fremden Zunge reden zu diesem Volk,

28,12 er, der zu ihnen gesagt hat: «Das ist die Ruhe; schaffet Ruhe den Müden, und das ist die Erquickung!» Aber sie wollten nicht hören.

28,13 Darum soll so auch YHW’S Wort an sie ergehen: «Zawlazaw zawlazaw, kawlakaw kawlakaw, hier ein wenig, da ein wenig», daß sie hingehen und rücklings fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.

28,14 So höret nun Haschem’S Wort, ihr Spötter, die ihr herrschet über dies Volk, das in Jerusalem ist.

28,15 Ihr sprecht: Wir haben mit dem Tod einen Bund geschlossen und mit dem Totenreich einen Vertrag gemacht. Wenn die brausende Flut daherfährt, wird sie uns nicht treffen; denn wir haben Lüge zu unsrer Zuflucht und Trug zu unserm Schutz gemacht.

28,16 Darum spricht Haschem: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.*

28,17 Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur Waage machen. So wird Hagel die falsche Zuflucht zerschlagen, und Wasser sollen den Schutz wegschwemmen,

28,18 daß hinfalle euer Bund mit dem Tode und euer Vertrag mit dem Totenreich nicht bestehen bleibe. Wenn die Flut daherfährt, wird sie euch zermalmen;

28,19 sooft sie daherfährt, wird sie euch erfassen. Denn Morgen für Morgen wird sie kommen, des Tags und des Nachts. Da wird man nur mit Entsetzen Offenbarung deuten.

28,20 Denn das Bett ist zu kurz, um sich auszustrecken, und die Decke zu schmal, um sich drein zu schmiegen.

28,21 Denn Haschem wird sich aufmachen wie am Berge Perazim und toben wie im Tal Gibeon, daß er sein Werk vollbringe, aber fremd ist sein Werk, und daß er seine Tat tue, aber seltsam ist seine Tat!

28,22 So laßt nun euer Spotten, auf daß eure Bande nicht fester werden; denn ich habe von einem Verderben gehört, das von Haschem beschlossen ist über alle Welt.

28,23 Nehmet zu Ohren und höret meine Stimme, merket auf und höret meine Rede:

28,24 Pflügt oder gräbt oder bricht denn ein Ackermann seinen Acker zur Saat immerfort um?

28,25 Ist's nicht so: Wenn er ihn geebnet hat, dann streut er Dill und wirft Kümmel und sät Weizen und Gerste, ein jedes, wohin er's haben will, und Spelt an den Rand?

28,26 So unterwies ihn sein Haschem und lehrte ihn, wie es recht sei.

28,27 Auch drischt man den Dill nicht mit Dreschschlitten und läßt auch nicht die Walze über den Kümmel gehen, sondern den Dill schlägt man aus mit einem Stabe und den Kümmel mit einem Stecken.

28,28 Zermalmt man etwa das Getreide? Nein, man drischt es nicht ganz und gar, wenn man's mit Dreschwalzen und ihrem Gespann ausdrischt.

28,29 Auch das kommt her vom Haschem; sein Rat ist wunderbar, und er führt es herrlich hinaus.

29. Kapitel

29,1 Weh Ariel, Ariel, du Stadt, wo David lagerte! Füget Jahr zu Jahr und feiert die Feste!

29,2 Ich will den Ariel ängstigen, daß er traurig und voll Jammer sei, und er soll mir ein rechter Ariel sein.

29,3 Denn ich will dich belagern ringsumher und will dich ängstigen mit Bollwerk und will Wälle um dich aufführen lassen.

29,4 Dann sollst du erniedrigt werden und von der Erde her reden und aus dem Staube mit deiner Rede murmeln, daß deine Stimme sei wie die eines Totengeistes aus der Erde, und deine Rede wispert aus dem Staube.

29,5 Aber die Menge deiner Feinde soll werden wie Staub und die Menge der Tyrannen wie wehende Spreu. Und plötzlich wird's geschehen,

29,6 daß Heimsuchung kommt vom Haschem mit Wetter und Erdbeben und großem Donner, mit Wirbelsturm und Ungewitter und mit Flammen eines verzehrenden Feuers.

29,7 Und wie ein Traum, wie ein Nachtgesicht, so soll die Menge aller Völker sein, die gegen Ariel kämpfen, mit ihrem ganzen Heer und Bollwerk, und die ihn ängstigen.

29,8 Denn wie ein Hungriger träumt, daß er esse, - wenn er aber aufwacht, so ist sein Verlangen nicht gestillt; und wie ein Durstiger träumt, daß er trinke, - wenn er aber aufwacht, ist er matt und durstig: so soll es der Menge aller Völker ergehen, die gegen den Berg Zion kämpfen.

29,9 Starret hin und werdet bestürzt, seid verblendet und werdet blind! Seid trunken, doch nicht vom Wein, taumelt, doch nicht von starkem Getränk!

29,10 Denn Haschem hat über euch einen Geist des tiefen Schlafs ausgegossen und eure Augen - die Propheten - zugetan, und eure Häupter - die Seher - hat er verhüllt.

29,11 Darum sind euch alle Offenbarungen wie die Worte eines versiegelten Buches, das man einem gibt, der lesen kann, und spricht: Lies doch das!, und er spricht: «Ich kann nicht, denn es ist versiegelt»;

29,12 oder das man einem gibt, der nicht lesen kann, und spricht: Lies doch das!, und er spricht: «Ich kann nicht lesen.»

29,13 Und Haschem sprach: Weil dies Volk mir naht mit seinem Munde und mit seinen Lippen mich ehrt, aber ihr Herz fern von mir ist und sie mich fürchten nur nach Menschengeboten, die man sie lehrt,

29,14 darum will ich auch hinfort mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs wunderlichste und seltsamste, daß die Weisheit seiner Weisen vergehe und der Verstand seiner Klugen sich verbergen müsse.

29,15 Weh denen, die mit ihrem Plan verborgen sein wollen vor Haschem und mit ihrem Tun im Finstern bleiben und sprechen: «Wer sieht uns, und wer kennt uns?»

29,16 Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, daß das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht! und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!

29,17 Wohlan, es ist noch eine kleine Weile, so soll der Libanon fruchtbares Land werden, und was jetzt fruchtbares Land ist, soll wie ein Wald werden.

29,18 Zu der Zeit werden die Tauben hören die Worte des Buches, und die Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis sehen;

29,19 und die Elenden werden wieder Freude haben am Haschem, und die Ärmsten unter den Menschen werden fröhlich sein in Israel.

29,20 Denn es wird ein Ende haben mit den Tyrannen und mit den Spöttern aus sein, und es werden vertilgt werden alle, die darauf aus sind, Unglück anzurichten,

29,21 welche die Leute schuldig sprechen vor Gericht und stellen dem nach, der sie zurechtweist im Tor, und beugen durch Lügen das Recht des Unschuldigen.

29,22 Darum spricht Haschem, der Abraham erlöst hat, zum Hause Jakob: Jakob soll nicht mehr beschämt dastehen, und sein Antlitz soll nicht mehr erblassen.

29,23 Denn wenn sie sehen werden die Werke meiner Hände - seine Kinder - in ihrer Mitte, werden sie meinen Namen ehren; sie werden den Kadoshim Jakobs ehren und Haschem fürchten.

29,24 Und die, welche irren in ihrem Geist, werden Verstand annehmen, und die, welche murren, werden sich belehren lassen.

30. Kapitel

30,1 Weh den abtrünnigen Söhnen, spricht Haschem, die ohne mich Pläne fassen und ohne meinen Ruach Bündnisse eingehen, um eine Sünde auf die andere zu häufen,

30,2 die hinabziehen nach Mitzrayim und befragen meinen Mund nicht, um sich zu stärken mit der Macht des Pharao und sich zu bergen im Schatten Mitzrayims!

30,3 Aber es soll euch die Stärke des Pharao zur Schande geraten und der Schutz im Schatten Mitzrayims zum Hohn.

30,4 Denn ihre Fürsten sind zwar in Zoan, und ihre Boten sind nach Hanes gekommen,

30,5 aber sie müssen doch alle zuschanden werden an dem Volk, das ihnen nichts nützen kann, weder zur Hilfe noch sonst zu Nutz, sondern nur zu Schande und Spott.

30,6 Dies ist die Last für die Tiere des Südlandes: Im Lande der Trübsal und Angst, wo Löwe und Löwin, wo Ottern und feurige fliegende Drachen sind, da führen sie ihre Habe auf dem Rücken von Eseln und ihre Schätze auf dem Höcker von Kamelen zu dem Volk, das ihnen nichts nützen kann.

30,7 Denn Mitzrayim ist nichts, und sein Helfen ist vergeblich. Darum nenne ich Mitzrayim «Rahab, die zum Schweigen gebracht ist».

30,8 So geh nun hin und schreib es vor ihnen nieder auf eine Tafel und zeichne es in ein Buch, daß es bleibe für immer und ewig.

30,9 Denn sie sind ein ungehorsames Volk und verlogene Söhne, die nicht hören wollen die Weisung Haschem’S,

30,10 sondern sagen zu den Sehern: «Ihr sollt nicht sehen!» und zu den Schauern: «Was wahr ist, sollt ihr uns nicht schauen! Redet zu uns, was angenehm ist; schauet, was das Herz begehrt!

30,11 Weicht ab vom Wege, geht aus der rechten Bahn! Laßt uns doch in Ruhe mit dem Ehrwürdigen Israels!»

30,12 Darum spricht der Erhabene Israels: Weil ihr dies Wort verwerft und verlaßt euch auf Frevel und Mutwillen und trotzet darauf,

30,13 so soll euch diese Sünde sein wie ein Riß, wenn es beginnt zu rieseln an einer hohen Mauer, die plötzlich, unversehens einstürzt;

30,14 wie wenn ein Topf zerschmettert wird, den man zerstößt ohne Erbarmen, so daß man von seinen Stücken nicht eine Scherbe findet, darin man Feuer hole vom Herde oder Wasser schöpfe aus dem Brunnen.

30,15 Denn so spricht Haschem Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht

30,16 und sprecht: «Nein, sondern auf Rossen wollen wir dahinfliegen», - darum werdet ihr dahinfliehen, «und auf Rennern wollen wir reiten», - darum werden euch eure Verfolger überrennen.

30,17 Denn euer tausend werden fliehen vor eines einzigen Drohen; ja vor fünfen werdet ihr alle fliehen, bis ihr übrigbleibt wie ein Mast oben auf einem Berge und wie ein Banner auf einem Hügel.

30,18 Darum harrt Haschem darauf, daß er euch gnädig sei, und er macht sich auf, daß er sich euer erbarme; denn Haschem ist ein Beführworter des Rechts. Wohl allen, die auf ihn harren!

30,19 Du Volk Zions, das in Jerusalem wohnt, du wirst nicht weinen! Er wird dir gnädig sein, wenn du rufst. Er wird dir antworten, sobald er's hört.

30,20 Und Haschem wird euch in Trübsal Brot und in Ängsten Wasser geben. Und dein Lehrer wird sich nicht mehr verbergen müssen, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen.

30,21 Deine Ohren werden hinter dir das Wort hören: «Dies ist der Weg; den geht! Sonst weder zur Rechten noch zur Linken!»

30,22 Und ihr werdet entweihen eure übersilberten Götzen und die goldenen Hüllen eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie Unrat und zu ihnen sagen: Hinaus!

3,23 Und er wird deinem Samen, den du auf den Acker gesät hast, Regen geben und dir Brot geben vom Ertrag des Ackers in voller Genüge. Und dein Vieh wird zu der Zeit weiden auf weiter Aue.

30,24 Die Rinder und Esel, die auf dem Felde ackern, werden gesalzenes gemengtes Futter fressen, das geworfelt ist mit Schaufel und Wurfgabel.

30,25 Und es werden auf allen großen Bergen und auf allen hohen Hügeln Wasserbäche und Ströme fließen zur Zeit der großen Schlacht, wenn die Türme fallen werden.

30,26 Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonne Schein, und der Sonne Schein wird siebenmal heller sein zu der Zeit, wenn Haschem den Schaden seines Volks verbinden und seine Wunden gesund machen wird.

30,27 Siehe, Haschem’S Same kommt von ferne! Sein Zorn brennt, und mächtig erhebt er sich, seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge wie ein verzehrendes Feuer

30,28 und sein Odem wie eine Wasserflut, die bis an den Hals reicht, zu schwingen die Völker in der Schwinge des Verderbens. Und er wird die Völker mit einem Zaum in ihren Backen hin und her treiben.

30,29 Da werdet ihr singen wie in der Nacht des Festes und euch von Herzen freuen, wie wenn man mit Flötenspiel geht zum Berge Haschem’S, zum Hort Israels.

30,30 Und Haschem wird seine herrliche Stimme erschallen lassen, und man wird sehen, wie sein Arm herniederfährt mit zornigem Drohen und mit Flammen verzehrenden Feuers, mit Wolkenbruch und Hagelschlag.

30,31 Da wird Assur erschrecken vor der Stimme Haschem’S, der ihn schlägt mit dem Stock.

30,32 Jedesmal, wenn ein Schlag daherfährt, wird der Stock zur Zuchtrute, die Haschem auf ihn niedersausen läßt; und so bekämpft er ihn, daß er ihn als Opfer schwingt unter Pauken und Zitherspiel.

30,33 Denn die Feuergrube ist längst hergerichtet, ja, sie ist auch dem König bereitet, tief und weit genug. Der Scheiterhaufen darin hat Feuer und Holz die Menge; der Odem Haschem'S wird ihn anzünden wie ein Schwefelstrom.

 

 
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