Kap.62 :: Kap.63 :: Kap.64 :: Kap.65 :: Kap.66
Das Buch YeshaYah

DAS BUCH YESAYAH

61. Kapitel

61,1 Der Ruach Haschem’S ist auf mir, weil er mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, daß sie frei und ledig sein sollen;

61,2 zu verkündigen ein gnädiges Jahr und einen Tag der Vergeltung unsres Haschem’S, zu trösten alle Trauernden,

61,3 zu schaffen den Trauernden zu Zion, daß ihnen Schmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauerkleid, Lobgesang statt eines betrübten Geistes gegeben werden, daß sie genannt werden «Bäume der Gerechtigkeit», «Pflanzung Haschem’S», ihm zum Preise.

61,4 Sie werden die alten Trümmer wieder aufbauen und, was vorzeiten zerstört worden ist, wieder aufrichten; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die von Geschlecht zu Geschlecht zerstört gelegen haben.

61,5 Fremde werden hintreten und eure Herden weiden, und Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein.

61,6 Ihr aber sollt Priester Haschem’S heißen, und man wird euch Diener unsres AELOHIM nennen. Ihr werdet der Völker Güter essen und euch ihrer Herrlichkeit rühmen.

61,7 Dafür, daß mein Volk doppelte Schmach trug und Schande ihr Teil war, sollen sie doppelten Anteil besitzen in ihrem Lande und ewige Freude haben.

61,8 Denn ich bin Haschem, der das Recht liebt und Raub und Unrecht haßt; ich will ihnen den Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen.

61,9 Und man soll ihr Geschlecht kennen unter den Heiden und ihre Nachkommen unter den Völkern, daß, wer sie sehen wird, erkennen soll, daß sie ein Geschlecht sind, gesegnet vom MIR.

61,10 Ich freue mich und meine Seele ist fröhlich; denn er hat mir die Kleider des Wohlergehens angezogen und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Bräutigam mit priesterlichem Kopfschmuck geziert und wie eine Braut, die in ihrem Geschmeide prangt.

61,11 Denn gleichwie Gewächs aus der Erde wächst und Same im Garten aufgeht, so läßt Haschem Gerechtigkeit aufgehen und Ruhm vor allen Heidenvölkern.

62. Kapitel

62,1 Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht innehalten, bis seine Gerechtigkeit aufgehe wie ein Glanz und sein Wohls brenne wie eine Fackel,

62,2 daß die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Könige deine Herrlichkeit. Und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen Haschem'S Mund nennen wird.

62,3 Und du wirst sein eine schöne Krone in der Hand Haschem’S und ein königlicher Reif in der Hand deines AELOHIM.

62,4 Man soll dich nicht mehr nennen «Verlassene» und dein Land nicht mehr «Einsame», sondern du sollst heißen «Meine Lust» und dein Land «Liebes Weib»; denn Haschem hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben Mann.

62,5 Denn wie ein junger Mann eine Jungfrau freit, so wird dich dein Erbauer freien, und wie sich ein Bräutigam freut über die Braut, so wird sich Haschem über dich freuen.

62,6 O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr Haschem erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen,

62,7 laßt ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!

62,8 Haschem hat geschworen bei seiner Rechten und bei seinem starken Arm: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben noch deinen Wein, mit dem du so viel Arbeit hattest, die Fremden trinken lassen,

62,9 sondern die es einsammeln, sollen's auch essen und Haschem rühmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhöfen meines Mikdash.

62,10 Gehet ein, gehet ein durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg! Machet Bahn, machet Bahn, räumt die Steine hinweg! Richtet ein Zeichen auf für die Völker!

62,11 Siehe, Haschem läßt es hören bis an die Enden der Erde: Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Segen kommt! Siehe, was er gewann, ist bei ihm, und was er sich erwarb, geht vor ihm her!

62,12 Man wird sie nennen «Auserwähltes Volk», «Erlöste Haschem’S», und dich wird man nennen «Gesuchte» und «Nicht mehr verlassene Stadt».

63. Kapitel

63,1 Wer ist der, der von Edom kommt, mit rötlichen Kleidern von Bozra, der so geschmückt ist in seinen Kleidern und einherschreitet in seiner großen Kraft? «Ich bin's, der in Gerechtigkeit redet, und bin mächtig zu helfen.»

63,2 Warum ist denn dein Gewand so rotfarben und dein Kleid wie das eines Keltertreters?

63,3 «Ich trat die Kelter allein, und niemand unter den Völkern war mit mir. Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Da ist ihr Blut auf meine Kleider gespritzt, und ich habe mein ganzes Gewand besudelt.

63,4 Denn ich hatte einen Tag der Vergeltung mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen zu erlösen, war gekommen.

63,5 Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer, und ich verwunderte mich, daß niemand mir beistand. Da mußte mein Arm mir helfen, und mein Zorn stand mir bei.

63,6 Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.»

63,7 Ich will der Gnade gedenken und der Ruhmestaten in allem, was uns Haschem getan hat, und der großen Güte an dem Hause Israel, die er ihnen erwiesen hat nach seiner Barmherzigkeit und großen Gnade.

63,8 Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Söhne, die nicht falsch sind. Darum ward er ihr Befreier

63,9 in aller ihrer Not. Nicht ein Malach und nicht ein Bote, sondern sein Angesicht half ihnen. Er erlöste sie, weil er sie liebte und Erbarmen mit ihnen hatte. Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.

63,10 Aber sie waren widerspenstig und betrübten seinen Geist; darum ward er ihr Feind und stritt wider sie.

63,11 Da gedachte sein Volk wieder an die vorigen Zeiten, an Mose: Wo ist denn nun, der aus dem Wasser zog den Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen Ruach in ihn gab?

63,12 Der seinen herrlichen Arm zur Rechten des Mose gehen ließ? Der die Wasser spaltete vor ihnen her, auf daß er sich einen ewigen Namen machte?

63,13 Der sie führte durch die Fluten, wie Rosse, die in der Wüste nicht straucheln;

63,14 wie Vieh, das ins Tal hinabsteigt, so brachte der Ruach Haschem’S uns zur Ruhe. So hast du dein Volk geführt, auf daß du dir einen herrlichen Namen machtest.

63,15 So schau nun vom Himmel und sieh herab von deine herrliche Wohnung! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? Deine große, herzliche Barmherzigkeit hält sich hart gegen mich.

63,16 Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, Haschem, bist unser Vater; «Unser Erlöser», das ist von alters her dein Name.

63,17 Warum läßt du uns, Haschem, abirren von deinen Wegen und unser Herz verstocken, daß wir dich nicht fürchten? Kehr zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Erbe sind!

63,18 Kurze Zeit haben sie dein geweihtes Volk vertrieben, unsre Widersacher haben dein Mikdash zertreten.

63,19 Wir sind geworden wie solche, über die du niemals herrschtest, wie Leute, über die dein Name nie genannt wurde. Ach daß du den Himmel zerrissest und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen.

64. Kapitel

64,1 wie Feuer Reisig entzündet und wie Feuer Wasser sieden macht, daß dein Name kund würde unter deinen Feinden und die Völker vor dir zittern müßten,

64,2 wenn du Furchtbares tust, das wir nicht erwarten - und führest herab, daß die Berge vor dir zerflössen! -

64,3 und das man von alters her nicht vernommen hat. Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Haschem außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren.

64,4 Du begegnetest denen, die Gerechtigkeit übten und auf deinen Wegen deiner gedachten. Siehe, du zürntest, als wir von alters her gegen dich sündigten und abtrünnig wurden.

64,5 Aber nun sind wir alle wie die Unreinen, und alle unsre Gerechtigkeit ist wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Blätter, und unsre Sünden tragen uns davon wie der Wind.

64,6 Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, daß er sich an dich halte; denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und läßt uns vergehen unter der Gewalt unsrer Schuld.

64,7 Aber nun, Haschem, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk.

64,8 Haschem, zürne nicht so sehr und gedenke nicht ewig der Sünde! Sieh doch an, daß wir alle dein Volk sind!

64,9 Deine auserwählten Städte sind zur Wüste geworden, Zion ist zur Wüste geworden, Jerusalem liegt zerstört.

64,10 Das Haus unsrer Herrlichkeit, in dem dich unsre Väter gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt, und alles, was wir Schönes hatten, ist zuschanden gemacht.

64,11 Haschem, willst du bei alledem noch zögern und schweigen und uns so sehr niederschlagen?

65. Kapitel

65,1 Ich ließ mich suchen von denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden von denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!

65,2 Ich streckte meine Hände aus den ganzen Tag nach einem ungehorsamen Volk, das nach seinen eigenen Gedanken wandelt auf einem Wege, der nicht gut ist;

65,3 nach einem Volk, das mich beständig ins Angesicht kränkt: sie opfern in den Gärten und räuchern auf Ziegelsteinen,

65,4 sie sitzen in Gräbern und bleiben über Nacht in Höhlen, essen Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Töpfen

65,5 und sprechen: Bleib weg und rühr mich nicht an, denn ich bin für dich geweiht. Die sollen ein Rauch werden in meiner Nase, ein Feuer, das den ganzen Tag brennt.

65,6 Siehe, es steht vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern heimzahlen; ja, ich will es ihnen heimzahlen,

65,7 beides, ihre Missetaten und ihrer Väter Missetaten miteinander, spricht Haschem, die auf den Bergen geräuchert und mich auf den Hügeln geschändet haben. Ja, ich will ihnen heimzahlen ihr früheres Tun.

65,8 So spricht Haschem: Wie wenn man noch Saft in der Traube findet und spricht: Verdirb es nicht, denn es ist ein Segen darin!, so will ich um meiner Knechte willen tun, daß ich nicht alles verderbe.

65,9 Ich will aus Jakob Nachkommen wachsen lassen und aus Juda Erben, die meine Berge besitzen; meine Auserwählten sollen sie besitzen, und meine Knechte sollen auf ihnen wohnen.

65,10 Und meinem Volk, das nach mir fragt, soll Scharon eine Weide für die Herde werden und das Tal Achor ein Lagerplatz für das Vieh.

65,11 Aber ihr, die ihr Haschem verlaßt und meines geweihten Berges vergeßt und dem Gad* einen Tisch zurichtet und dem Meni* vom Trankopfer voll einschenkt, - *Gad und Meni sind Schicksalsgötter.

65,12 wohlan, euch will ich dem Schwert übergeben, daß ihr euch alle zur Schlachtung hinknien müßt; denn ich rief, und ihr habt nicht geantwortet, ich redete, und ihr habt nicht gehört, sondern tatet, was mir nicht gefiel, und erwähltet, wonach ich kein Verlangen hatte.

65,13 Darum spricht Haschem : Siehe, meine Knechte sollen essen, ihr aber sollt hungern; siehe, meine Knechte sollen trinken, ihr aber sollt dürsten. Siehe, meine Knechte sollen fröhlich sein, ihr aber sollt zuschanden werden;

65,14 siehe, meine Knechte sollen vor Herzenslust jauchzen, ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor Jammer heulen.

65,15 Und ihr sollt euren Namen meinen Auserwählten zum Fluch überlassen «Daß dich Haschem töte»; aber meine Knechte wird man mit einem andern Namen nennen.

65,16 Wer sich segnen wird auf Erden, der wird sich im Namen des wahrhaftigen Haschem segnen, und wer schwören wird auf Erden, der wird bei dem wahrhaftigen Haschem schwören. Denn die früheren Ängste sind vergessen und vor meinen Augen entschwunden. Verheißung eines neuen Himmels und einer neuen Erde

65,17 Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.

65,18 Freuet euch und seid fröhlich immerdar über das, was ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude,

65,19 und ich will fröhlich sein über Jerusalem und mich freuen über mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.

65,20 Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt, wer hundert Jahre alt stirbt, und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.

65,21 Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen.

65,22 Sie sollen nicht bauen, was ein anderer bewohne, und nicht pflanzen, was ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage eines Baumes, und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen.

65,23 Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten Haschem’S, und ihre Nachkommen sind bei ihnen.

65,24 Und es soll geschehen: ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.

65,25 Wolf und Schaf sollen beieinander weiden; der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind, aber die Schlange muß Erde fressen. Sie werden weder Bosheit noch Schaden tun auf meinem ganzen geweihten Berge, spricht Haschem.

66. Kapitel

66,1 So spricht Haschem: Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße! Was ist denn das für ein Haus, das ihr mir bauen könntet, oder welches ist die Stätte, da ich ruhen sollte?

66,2 Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht Haschem. Ich sehe aber auf den Elenden und auf den, der zerbrochenen Geistes ist und der erzittert vor meinem Wort.

66,3 Wer einen Stier schlachtet, gleicht dem, der einen Mann erschlägt; wer ein Schaf opfert, gleicht dem, der einem Hund das Genick bricht; wer ein Speisopfer bringt, gleicht dem, der Schweineblut spendet; wer Weihrauch anzündet, gleicht dem, der Götzen verehrt: wahrlich, wie sie Lust haben an ihren eigenen Wegen und ihre Seele Gefallen hat an ihren Greueln,

66,4 so will auch ich Lust daran haben, daß ich ihnen wehe tue, und ich will über sie kommen lassen, wovor ihnen graut. Denn ich rief, und niemand antwortete, ich redete, und sie hörten nicht und taten, was mir nicht gefiel, und hatten ihre Lust an dem, woran ich kein Wohlgefallen hatte.

66,5 Hört Haschem'S Wort, die ihr erzittert vor seinem Wort: Es sprechen eure Brüder, die euch hassen und verstoßen um meines Namens willen: «Laßt doch Haschem sich verherrlichen, daß wir eure Freude mitansehen», - doch sie sollen zuschanden werden.

66,6 Horch, Lärm aus der Stadt! Horch, vom Beethaus her! Horch, Haschem vergilt seinen Feinden!

66,7 Ehe sie Wehen bekommt, hat sie geboren; ehe sie in Kindsnöte kommt, ist sie eines Knaben genesen.

66,8 Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tage geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.

66,9 Sollte ich das Kind den Mutterschoß durchbrechen und nicht auch geboren werden lassen? Spricht Haschem. Sollte ich, der gebären läßt, den Schoß verschließen? spricht Haschem.

66,10 Freuet euch mit Jerusalem und seid fröhlich über die Stadt, alle, die ihr sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.

66,11 Denn nun dürft ihr saugen und euch satt trinken an den Brüsten ihres Trostes; denn nun dürft ihr reichlich trinken und euch erfreuen an dem Reichtum ihrer Mutterbrust.

66,12 Denn so spricht Haschem: Siehe, ich breite aus bei ihr den Frieden wie einen Strom und den Reichtum der Völker wie einen überströmenden Bach. Ihre Kinder sollen auf dem Arme getragen werden, und auf den Knien wird man sie liebkosen.

66,13 Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet; ja, ihr sollt an Jerusalem getröstet werden.

66,14 Ihr werdet's sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein soll grünen wie Gras. Dann wird man erkennen die Hand Haschem’S an seinen Knechten und den Zorn an seinen Feinden.

66,15 Denn siehe, Haschem wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein Wetter, daß er vergelte im Grimm seines Zorns und mit Schelten in Feuerflammen.

66,16 Denn Haschem wird durch Feuer die ganze Erde richten und durch sein Schwert alles Fleisch, und der vom Haschem Getöteten werden viele sein.

66,17 Die sich ehrwürdigen und reinigen für das Opfer in den Gärten dem einen nach, der in der Mitte ist, und Schweinefleisch essen, greuliches Getier und Mäuse, die sollen miteinander weggerafft werden, spricht Haschem.

66,18 Ich kenne ihre Werke und ihre Gedanken und komme, um alle Völker und Zungen zu versammeln, daß sie kommen und meine Herrlichkeit sehen.

66,19 Und ich will ein Zeichen unter ihnen aufrichten und einige von ihnen, die errettet sind, zu den Völkern senden, nach Tarsis, nach Put und Lud, nach Meschech und Rosch, nach Tubal und Jawan und zu den fernen Inseln, wo man nichts von mir gehört hat und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; und sie sollen meine Herrlichkeit unter den Völkern verkündigen.

66,20 Und sie werden alle eure Brüder aus allen Völkern herbringen dem Haschem zum Weihgeschenk auf Rossen und Wagen, in Sänften, auf Maultieren und Dromedaren nach Jerusalem zu meinem auserwähltem Berge, spricht Haschem, gleichwie Israel die Opfergaben in reinem Gefäße zum Hause Haschem’S bringt.

66,21 Und ich will auch aus ihnen Priester und Leviten nehmen, spricht Haschem.

66,22 Denn wie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, vor mir Bestand haben, spricht Haschem, so soll auch euer Geschlecht und Name Bestand haben.

66,23 Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Shabbat nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht Haschem.

66,24 Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname derer, die von mir abtrünnig waren; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen, und sie werden allem Fleisch ein Greuel sein.

 

 
  zum Anfang