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Das Buch YirmeYah

DAS BUCH JEREMIA

11. Kapitel

11,1 Dies ist das Wort, das zu YirmeYah geschah vom Haschem:

11,2 Höret die Worte dieses Bundes, daß ihr sie den Leuten in Yahuda und den Bürgern von Yahrushalayim sagt!

11,3 Und sprich zu ihnen: so spricht Haschem: Verflucht sei, wer nicht gehorcht den Worten dieses Bundes,

11,4 die ich euren Vätern gebot an dem Tage, als ich sie aus Mitzrayim führte, aus dem glühenden Ofen, und sprach: Gehorcht meiner Stimme und tut, wie ich euch geboten habe, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Haschem sein,

11,5 damit ich den Eid halten kann, den ich euren Vätern geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, darin Milch und Honig fließt, so wie es heute ist. Ich antwortete und sprach: Haschem, ja, so sei es!

11,6 Und Haschem sprach zu mir: Predige alle diese Worte in den Städten Yahudas und auf den Gassen Yahrushalayims und sprich: Hört die Worte dieses Bundes und tut danach!

11,7 Denn ich habe eure Väter ermahnt von dem Tage an, als ich sie aus Mitzrayim führte, bis auf den heutigen Tag, und ich ermahnte sie immer wieder und sprach: Gehorcht meiner Stimme!

11,8 Aber sie gehorchten nicht, kehrten auch ihre Ohren mir nicht zu, sondern ein jeder wandelte nach seinem bösen und verstockten Herzen. Darum habe ich auch über sie kommen lassen alle Worte dieses Bundes, den ich geboten hatte zu halten und den sie doch nicht gehalten haben.

11,9 Und Haschem sprach zu mir: Ich weiß sehr wohl, wie sie in Yahuda und in Yahrushalayim sich verschworen haben.

11,10 Sie kehren zurück zu den Sünden ihrer Väter, die vor ihnen waren und die meinen Worten auch nicht gehorchen wollten und andern Göttern nachfolgten und ihnen dienten. So hat das Haus Israel und das Haus Yahuda meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe.

11,11 Darum siehe, spricht Haschem, ich will Unglück über sie kommen lassen, dem sie nicht entgehen sollen; und wenn sie zu mir schreien, will ich sie nicht hören.

11,12 Dann werden die Städte Yahudas und die Bürger Yahrushalayims hingehen und zu den Göttern schreien, denen sie geopfert haben; aber die werden ihnen nicht helfen in ihrer Not.

11,13 Denn so viel Städte, so viel Götter hast du, Yahuda; und so viele Gassen es in Yahrushalayim gibt, so viele Schandaltäre habt ihr aufgerichtet, um dem Baal zu opfern.

11,14 Du aber bitte nicht für dies Volk und bringe für sie kein Flehen noch Gebet vor mich; denn ich will sie nicht hören, wenn sie zu mir schreien in ihrer Not.

11,15 Was macht mein geliebtes Volk in meinem Hause? Sie treiben lauter Bosheit und meinen, Gelübde und geweihtes Opferfleisch könnten die Schuld von ihnen nehmen; und wenn sie übel tun, sind sie guter Dinge darüber.

11,16 Haschem nannte dich einen grünen, schönen, fruchtbaren Ölbaum; aber nun hat er mit großem Brausen ein Feuer um ihn anzünden lassen, so daß seine Äste verderben müssen.

11,17 Denn Haschem, der dich gepflanzt hat, hat dir Unglück angedroht um der Bosheit willen des Hauses Israel und des Hauses Yahuda, die sie getrieben haben, um mich zu erzürnen mit ihren Räucheropfern, die sie dem Baal darbrachten.

11,18 Haschem tat mir kund ihr Vorhaben, damit ich's wisse, und er zeigte es mir.

11,19 Denn ich war wie ein argloses Lamm gewesen, das zur Schlachtbank geführt wird, und wußte nicht, daß sie gegen mich beratschlagt und gesagt hatten: Laßt uns den Baum in seinem Saft verderben und ihn aus dem Lande der Lebendigen ausrotten, daß seines Namens nimmermehr gedacht werde.

11,20 Aber du, Haschem, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen prüfst, laß mich sehen, wie du ihnen vergiltst; denn ich habe dir meine Sache befohlen.

11,21 Darum spricht Haschem über die Männer von Anatot, die dir nach dem Leben trachten und sprechen: Weissage nicht im Namen HaschemS, wenn du nicht von unsern Händen sterben willst! -

11,22 darum spricht Haschem: Siehe, ich will sie heimsuchen. Ihre junge Mannschaft soll mit dem Schwert getötet werden, und ihre Söhne und Töchter sollen vor Hunger sterben,

11,23 daß keiner von ihnen übrigbleibt; denn ich will über die Männer von Anatot Unglück kommen lassen in dem Jahr, da ich sie heimsuchen werde.

12. Kapitel

12,1 Haschem, wenn ich auch mit dir rechten wollte, so behältst du doch recht; dennoch muß ich vom Recht mit dir reden. Warum geht's doch den Torahlosen so gut, und die Abtrünnigen haben alles in Fülle?

12,2 Du pflanzest sie ein, sie schlagen Wurzeln und wachsen und bringen Frucht. Nahe bist du ihrem Munde, aber ferne von ihrem Herzen.

12,3 Mich aber, Haschem, kennst du und siehst mich und prüfst mein Herz vor dir. Reiß sie weg wie Schafe zum Schlachten, und sondere sie aus, daß sie getötet werden!

12,4 Wie lange soll das Land so trocken stehen und das Gras überall auf dem Felde verdorren? Wegen der Bosheit der Bewohner schwinden Vieh und Vögel dahin; denn man sagt: Er weiß nicht, wie es uns gehen wird.

12,5 Wenn es dich müde macht, mit Fußgängern zu gehen, wie wird es dir gehen, wenn du mit Rossen laufen sollst? Und wenn du schon im Lande, wo keine Gefahr ist, Sicherheit suchst, was willst du tun im Dickicht des Jordans?

12,6 Denn auch deine Brüder und deines Vaters Haus sind treulos, sie schreien hinter dir her aus vollem Halse. Darum traue du ihnen nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden.

12,7 Ich habe mein Haus verlassen und mein Erbe verstoßen und, was meine Seele liebt, in der Feinde Hand gegeben.

12,8 Mein Erbe ist mir geworden wie ein Löwe im Walde und brüllt wider mich; darum bin ich ihm feind geworden.

12,9 Mein Erbe ist wie der bunte Vogel, um den sich die Vögel sammeln: Wohlauf und sammelt euch, alle Tiere des Feldes, kommt und freßt!

12,10 Viele Hirten haben meinen Weinberg verwüstet und meinen Acker zertreten; sie haben meinen schönen Acker zur Wüste gemacht.

12,11 Sie haben ihn jämmerlich verwüstet; verödet liegt er vor mir; ja, das ganze Land ist verwüstet, aber niemand will es zu Herzen nehmen.

12,12 Die Verwüster kommen daher über alle kahlen Höhen der Steppe. Denn ein Schwert hat Haschem, das frißt von einem Ende des Landes bis zum andern, und kein Geschöpf wird Frieden haben.

12,13 Sie haben Weizen gesät, aber Dornen geerntet; sie ließens sich sauer werden, aber sie konntens nicht genießen. Sie konnten ihres Ertrages nicht froh werden vor dem grimmigen Zorn Haschem’S.

12,14 So spricht Haschem: Wider alle meine bösen Nachbarn, die das Erbteil antasten, das ich meinem Volk Israel ausgeteilt habe: Siehe, ich will sie aus ihrem Lande ausreißen und das Haus Yahuda aus ihrer Mitte reißen.

12,15 Aber wenn ich sie ausgerissen habe, will ich mich wieder über sie erbarmen und will einen jeden in sein Erbteil und in sein Land zurückbringen.

12,16 Und es soll geschehen, wenn sie von meinem Volk lernen werden, bei meinem Namen zu schwören: So wahr Haschem lebt!, wie sie mein Volk gelehrt haben, beim Baal zu schwören, so sollen sie inmitten meines Volks wohnen.

12,17 Wenn sie aber nicht hören wollen, so will ich solch ein Volk ausreißen und vernichten, spricht Haschem.

13. Kapitel

13,1 So sprach Haschem zu mir: Geh hin und kaufe dir einen leinenen Gürtel und gürte damit deine Lenden, aber laß ihn nicht naß werden!

13,2 Und ich kaufte einen Gürtel nach dem Befehl Haschem’S und gürtete ihn um meine Lenden.

13,3 Da geschah Haschem’S Wort ein zweites Mal zu mir:

13,4 Nimm den Gürtel, den du gekauft und um deine Lenden gegürtet hast, und mache dich auf und geh hin an den Euphrat und verstecke ihn dort in einer Felsspalte!

13,5 Ich ging hin und versteckte ihn am Euphrat, wie mir Haschem geboten hatte.

13,6 Nach langer Zeit aber sprach Haschem zu mir: Mache dich auf und geh hin an den Euphrat und hole den Gürtel wieder, den ich dich dort verstecken ließ!

13,7 Ich ging hin an den Euphrat und grub nach und nahm den Gürtel von dem Ort, wo ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Gürtel war verdorben, so daß er zu nichts mehr taugte.

13,8 Da geschah Haschem’S Wort zu mir:

13,9 So spricht Haschem: Ebenso will ich verderben den großen Hochmut Yahudas und Yahrushalayims.

13,10 Dies böse Volk, das meine Worte nicht hören will, sondern nach seinem verstockten Herzen wandelt und andern Göttern folgt, um ihnen zu dienen und sie anzubeten: es soll werden wie der Gürtel, der zu nichts mehr taugt.

13,11 Denn gleichwie der Gürtel um die Lenden des Mannes gebunden wird, so habe ich, spricht Haschem, das ganze Haus Israel und das ganze Haus Yahuda um mich gegürtet, daß sie mein Volk sein sollten, mir zum Ruhm, zu Lob und Ehren; aber sie wollten nicht hören.

13,12 Sage ihnen dies Wort: So spricht Haschem,  Israels: Alle Krüge werden mit Wein gefüllt. Und wenn sie zu dir sagen: Wer weiß das nicht, daß alle Krüge mit Wein gefüllt werden?,

13,13 so antworte ihnen: So spricht Haschem: Siehe, ich will alle, die in diesem Lande wohnen, die Könige, die auf dem Thron Dawids sitzen, die Priester und Propheten und alle Einwohner Yahrushalayims mit Trunkenheit füllen

13,14 und will einen am andern, die Väter samt den Söhnen, zerschmettern, spricht Haschem, und will weder schonen noch barmherzig sein und sie ohne Mitleid verderben.

13,15 Höret und merkt auf und seid nicht so hochfahrend, denn Haschem hat's geredet.

13,16 Gebt Haschem die Ehre, ehe es finster wird und ehe eure Füße sich an den dunklen Bergen stoßen und ihr auf das Licht wartet, während er es doch finster und dunkel machen wird.

13,17 Wollt ihr das aber nicht hören, so muß ich heimlich weinen über solchen Hochmut; meine Augen müssen von Tränen überfließen, weil Haschem Herde gefangen weggeführt wird.

13,18 Sage dem König und der Königinmutter: Setzt euch ganz nach unten; denn die Krone der Herrlichkeit ist euch vom Haupt gefallen.

13,19 Die Städte im Südland sind verschlossen, und es ist niemand, der sie auftut; ganz Yahuda ist weggeführt.

13,20 Hebt eure Augen auf und sehet, wie sie von Norden daherkommen. Wo ist nun die Herde, die dir befohlen war, deine herrliche Herde?

13,21 Was willst du sagen, wenn er die über dich zum Haupt bestellen wird, die du als Freunde an dich gewöhnt hast? Was gilts? Es wird dich Angst ankommen wie eine Frau in Kindsnöten.

13,22 Und wenn du in deinem Herzen sagen wirst: «Warum begegnet mir das?» -: um der Menge deiner Sünden willen wird dir dein Gewand aufgehoben und wird dir Schande angetan.

13,23 Kann etwa ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Panther seine Flecken? So wenig könnt auch ihr Gutes tun, die ihr ans Böse gewöhnt seid.

13,24 Darum will ich sie zerstreuen wie Spreu, die verweht wird von dem Wind aus der Wüste.

13,25 Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe: Weil du mich vergessen hast und dich auf Lügen verläßt,

13,26 will auch ich dein Gewand hochheben, daß deine Schande sichtbar werde.

13,27 Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, deine Geilheit, deine freche Hurerei, ja, deine Greuel auf den Hügeln und im Felde. Weh dir, Yahrushalayim! Wann wirst du doch endlich rein werden?

14. Kapitel

14,1 Dies ist das Wort, das Haschem zu YiremYAH sagte über die große Dürre:

14,2 Yahuda liegt jämmerlich da, seine Städte sind verschmachtet. Sie sitzen trauernd auf der Erde, und in Yahrushalayim ist lautes Klagen.

14,3 Die Großen schicken ihre Leute nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefäße leer zurück. Sie sind traurig und betrübt und verhüllen ihre Häupter.

14,4 Die Erde lechzt, weil es nicht regnet auf Erden. Darum sind die Ackerleute traurig und verhüllen ihre Häupter.

14,5 Ja, auch die Hirschkühe, die auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, weil kein Gras wächst.

14,6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Höhen und schnappen nach Luft wie die Schakale; ihre Augen erlöschen, weil nichts Grünes wächst.

14,7 Ach, Haschem, wenn unsre Sünden uns verklagen, so hilf doch um deines Namens willen! Denn unser Ungehorsam ist groß, womit wir wider dich gesündigt haben.

14,8 Du bist der Trost Israels und sein Nothelfer. Warum stellst du dich, als wärest du ein Fremdling im Lande und ein Wanderer, der nur über Nacht bleibt?

14,9 Warum stellst du dich wie einer, der verzagt ist, und wie ein Held, der nicht helfen kann? Du bist ja doch unter uns, Haschem, und wir heißen nach deinem Namen YAH; verlaß uns nicht!

14,10 So spricht Haschem von diesem Volk: Sie laufen gern hin und her und schonen ihre Füße nicht. Darum hat Haschem kein Gefallen an ihnen, sondern er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Sünden heimsuchen.

14,11 Und Haschem sprach zu mir: Du sollst nicht für dies Volk um Gnade bitten.

14,12 Denn wenn sie auch fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht erhören; und wenn sie auch Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben.

14,13 Da sprach ich: Ach, Haschem! Siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr werdet das Schwert nicht sehen und keine Hungersnot bei euch haben, sondern ich will euch beständigen Frieden geben an diesem Ort.

14,14 Aber Haschem sprach zu mir: Diese Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug.

14,15 Darum spricht Haschem: Wider die Propheten, die in meinem Namen weissagen, obgleich ich sie nicht gesandt habe, und die dennoch predigen, es werde weder Schwert noch Hungersnot in dies Land kommen: Solche Propheten sollen sterben durch Schwert und Hunger.

14,16 Und die Leute, denen sie weissagen, sollen auf den Gassen Yahrushalayims liegen, vom Schwert und Hunger hingestreckt, und niemand wird sie begraben, sie und ihre Frauen, Söhne und Töchter; und ich will ihre Bosheit über sie ausschütten.

14,17 Und du sollst zu ihnen dies Wort sagen: Meine Augen fließen über von Tränen, unaufhörlich Tag und Nacht; denn die Jungfrau, die Tochter meines Volks, ist Unglück bar verwundet und völlig zerschlagen.

14,18 Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe, so liegen dort vom Schwert Erschlagene; komme ich in die Stadt, siehe, so liegen dort vor Hunger Verschmachtete. Sogar Propheten und Priester müssen in ein Land ziehen, das sie nicht kennen.

14,19 Hast du denn Yahuda verworfen oder einen Abscheu gegen Zion? Warum hast du uns denn so geschlagen, daß uns niemand gesund machen kann? Wir hofften, es sollte Friede werden; aber es kommt nichts Gutes. Wir hofften, wir sollten gesund werden; aber siehe, es ist Schrecken da.

14,20 Haschem, wir erkennen unser torahloses Leben und unsrer Väter Missetat; denn wir haben wider dich gesündigt.

14,21 Aber um deines Namens willen verwirf uns nicht! Laß den Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden; gedenke doch an deinen Bund mit uns und laß ihn nicht aufhören!

14,22 Ist denn unter den Götzen der Heiden einer, der Regen geben könnte, oder gibt der Himmel Regen? Du bist doch Haschem, auf den wir hoffen; denn du hast das alles gemacht.

15. Kapitel

15,1 Und Haschem sprach zu mir: Und wenn auch Mose und Shmuel vor mir stünden, so habe ich doch kein Herz für dies Volk. Treibe sie weg von mir, und laß sie weggehen!

15,2 Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hin?, dann antworte ihnen: So spricht Haschem: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen die Gefangenschaft trifft, den treffe sie!

15,3 Denn ich will sie heimsuchen mit viererlei Plagen, mit dem Schwert, daß sie getötet werden; mit Hunden, die sie fortschleifen sollen; mit den Vögeln des Himmels und mit den Tieren des Feldes, daß sie gefressen und vertilgt werden sollen.

15,4 Und ich will sie zu einem Bild des Entsetzens machen für alle Königreiche auf Erden um Manashes willen, des Sohnes Hiskiyas, des Königs von Yahuda, für alles, was er in Yahrushalayim begangen hat.

15,5 Wer will sich denn deiner erbarmen, Yahrushalayim? Wer wird denn Mitleid mit dir haben? Wer wird denn kommen und fragen, ob es dir gut geht?

15,6 Du hast mich verlassen, spricht Haschem, und bist von mir abgefallen; darum habe ich meine Hand gegen dich ausgestreckt, um dich zu verderben; ich bin des Erbarmens müde.

15,7 Ich worfelte sie mit der Worfschaufel in den Städten des Landes, und mein Volk, das sich nicht bekehren wollte von seinem Wandel, machte ich kinderlos und brachte es um.

15,8 Es wurden mehr Frauen zu Witwen unter ihnen, als Sand am Meer ist. Ich ließ kommen über die Mütter der jungen Mannschaft den Verderber am hellen Mittag und ließ plötzlich über sie fallen Angst und Schrecken.

15,9 Die sieben Kinder hatte, welkte dahin, und ihre Seele verschmachtete in ihr. Ihre Sonne ging unter am hellen Tag; ihr Ruhm und ihre Freude hatte ein Ende. Und was von ihnen übrig ist, will ich dem Schwert hingeben vor ihren Feinden.

15,10 Weh mir, meine Mutter, daß du mich geboren hast, gegen den jedermann hadert und streitet im ganzen Lande! Hab ich doch weder auf Wucherzinsen ausgeliehen, noch hat man mir geliehen, und doch flucht mir jedermann.

15,11 Wohlan, ich will etliche von euch übrig lassen, denen es wieder wohl gehen soll, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und Angst unter den Feinden.

15,12 Kann man Eisen zerbrechen, Eisen und Kupfer aus dem Norden?

15,13 Ich will dein Gut und deine Schätze zum Raube geben als Lohn für alle deine Sünden, die du in deinem ganzen Gebiet begangen hast,

15,14 und will dich zum Knecht deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn es ist das Feuer meines Zorns über euch angezündet.

15,15 Ach Haschem, du weißt es! Gedenke an mich und nimm dich meiner an und räche mich an meinen Verfolgern! Laß mich nicht hinweggerafft werden, während du deinen Zorn über sie noch zurückhältst; denn du weißt, daß ich um deinetwillen geschmäht werde.

15,16 Dein Wort ward meine Speise, sooft ich's empfing, und dein Wort ist meines Herzens Freude und Trost; denn ich bin ja nach deinem Namen genannt, Haschem.

15,17 Ich habe mich nicht zu den Fröhlichen gesellt noch mich mit ihnen gefreut, sondern saß einsam, gebeugt von deiner Hand; denn du hattest mich erfüllt mit Grimm.

15,18 Warum währt doch mein Leiden so lange und sind meine Wunden so schlimm, daß sie niemand gesund machen kann? Du bist mir geworden wie ein trügerischer Born, der nicht mehr quellen will.

15,19 Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben. Und wenn du recht redest und nicht leichtfertig, so sollst du mein Mund sein. Sie sollen sich zu dir kehren, doch du kehre dich nicht zu ihnen!

15,20 Denn ich mache dich für dies Volk zur festen, ehernen Mauer. Wenn sie auch wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich bin bei dir, daß ich dir helfe und dich errette

15,21 und ich will dich erretten aus der Hand der Bösen und erlösen aus der Hand der Tyrannen.

16. Kapitel

16,1 Und Haschem’S Wort geschah zu mir:

16,2 Du sollst dir keine Frau nehmen und weder Söhne noch Töchter zeugen an diesem Ort.

16,3 Denn so spricht Haschem von den Söhnen und Töchtern, die an diesem Ort geboren werden, und von ihren Müttern, die sie gebären, und von ihren Vätern, die sie zeugen in diesem Lande:

16,4 Sie sollen an bösen Krankheiten sterben und nicht beklagt noch begraben werden, sondern sollen Dung werden auf dem Acker. Durch Schwert und Hunger sollen sie umkommen, und ihre Leichname sollen den Vögeln des Himmels und den Tieren des Feldes zum Fraße werden.

16,5 Du sollst in kein Trauerhaus gehen, weder um zu klagen noch um zu trösten; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, die Gnade und die Barmherzigkeit.

16,6 Große und Kleine sollen sterben in diesem Lande und nicht begraben noch beklagt werden, und niemand wird sich ihretwegen wund ritzen oder kahl scheren.

16,7 Auch wird man keinem das Trauerbrot brechen, um ihn zu trösten wegen eines Toten, und auch nicht den Trostbecher zu trinken geben wegen seines Vaters oder seiner Mutter.

16,8 Du sollst auch in kein Hochzeitshaus gehen, um bei ihnen zu sitzen zum Essen und zum Trinken.

16,9 Denn so spricht Haschem, siehe, ich will an diesem Ort vor euren Augen und zu euren Lebzeiten ein Ende machen dem Jubel der Freude und Wonne, der Stimme des Bräutigams und der Braut.

16,10 Und wenn du das alles diesem Volk gesagt hast und sie zu dir sprechen werden: «Warum kündigt uns Haschem all dies große Unglück an? Was ist die Missetat und Sünde, womit wir wieder  Haschem gesündigt haben?»,

16,11 so sollst du ihnen sagen: Weil eure Väter mich verlassen haben,  und andern Elohims (Göttern) nachgelaufen sind, ihnen gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben,

16,12 ihr aber noch ärger tut als eure Väter; denn siehe, ein jeder lebt nach seinem verstockten und bösen Herzen, so daß er mir nicht gehorcht.

16,13 Darum will ich euch aus diesem Lande verstoßen in ein Land, von dem weder ihr noch eure Väter gewußt haben. Dort sollt ihr andern Elohims (Göttern-Jesus/Jeschua) dienen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gnade mehr erweisen will.

16,14 Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht Haschem, daß man nicht mehr sagen wird: «So wahr Haschem lebt, der die Israeliten aus Mitzrayim geführt hat»,

16,15 sondern: «So wahr Haschem lebt, der die Israeliten geführt hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Ländern, wohin er sie verstoßen hatte.» Denn ich will sie zurückbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe.

16,16 Siehe, ich will viele Hirten aussenden, spricht Haschem, die sollen sie weiden und danach will ich viele Jäger aussenden, die sollen sie fangen auf allen Bergen und auf allen Hügeln und in allen Felsklüften.

16,17 Denn meine Augen sehen auf alle ihre Wege, daß sie sich nicht vor mir verstecken können, und ihre Missetat ist vor meinen Augen nicht verborgen.

16,18 Aber zuvor will ich ihre Missetat und Sünde zwiefach vergelten, weil sie mein Land mit ihren toten Götzen unrein gemacht und mein Erbland Israel mit ihren Greueln angefüllt haben.

16,19 Haschem, du bist meine Stärke und Kraft und meine Zuflucht in der Not! Die Heiden werden zu dir kommen von den Enden der Erde und sagen: Nur Lüge haben unsere Väter gehabt, nichtige Götter, die nicht helfen können.

6,20 Wie kann ein Mensch sich Götter machen? Die doch keine Götter sind!

16,21 Darum siehe, diesmal will ich sie lehren und meine Kraft und Gewalt ihnen kundtun, daß sie erfahren sollen: Dass mein Name Haschem ist.

17. Kapitel

17,1 Die Sünde Yahudas ist geschrieben mit eisernem Griffel und mit diamantener Spitze gegraben auf die Tafel ihres Herzens und auf die Hörner an ihren Altären;

17,2 denn ihre Söhne denken an ihre Altäre und Ascher / Marienabilder unter den grünen Bäumen und auf den hohen Hügeln.

17,3 Aber ich will deine Opferhöhen auf Bergen und Feldern samt deiner Habe und allen deinen Schätzen zum Raube geben um der Sünde willen, die in deinem ganzen Gebiet begangen ist.

17,4 Und du sollst aus deinem Erbe verstoßen werden, das ich dir gegeben habe, und ich will dich zum Knecht deiner Feinde machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angezündet, das ewiglich brennen wird.

17,5 So spricht Haschem: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen verläßt und hält Fleisch für seinen Arm und weicht mit seinem Herzen vom MIR.

17,6 Der wird sein wie ein Dornstrauch in der Wüste und wird nicht sehen das Gute, das kommt, sondern er wird bleiben in der Dürre der Wüste, im unfruchtbaren Lande, wo niemand wohnt.

17,7 Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf MICH Haschem verläßt und dessen Zuversicht ICH Haschem bin.

17,8 Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte.

17,9 Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergründen?

17,10 ICH Haschem, kann das Herz ergründen und die Nieren prüfen und gebe einem jeden nach seinem Tun, nach den Früchten seiner Werke.

17,11 Wie ein Vogel, der sich über Eier setzt, die er nicht gelegt hat, so ist, wer unrecht Gut sammelt; denn er muß davon, wenn er's am wenigsten denkt, und muß zuletzt noch Spott dazu haben.

17,12 Aber die Stätte unseres Miqdash ist der Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn.

17,13 Denn du, Haschem, bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen Haschem, die Quelle des lebendigen Wassers.

17,14 Stelle mich wieder her Haschem, so werde ich gerettet; hilf du mir, so ist mir geholfen; denn du bist mein Ruhm.

17,15 Siehe, sie sprechen zu mir: «Wo ist denn Haschem’S Wort? Laß es doch kommen!»

17,16 Aber ich habe dich nie gedrängt, Unglück kommen zu lassen; auch hab ich den bösen Tag nicht herbeigewünscht, das weißt du. Was ich gepredigt habe, das liegt offen vor dir.

17,17 Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!

17,18 Laß die zuschanden werden, die mich verfolgen, und nicht mich; laß sie erschrecken, und nicht mich. Laß den Tag des Unglück s über sie kommen und zerschlage sie zwiefach!

17,19 So sprach Haschem zu mir: Geh hin und tritt ins Tor des Volks, durch das die Könige von Yahuda aus- und eingehen, und in alle Tore Yahrushalayims

17,20 und sprich zu ihnen: Höret Haschem’S Wort, ihr Könige Yahudas und ganz Yahuda und alle Einwohner Yahrushalayims, die durch diese Tore gehen!

17,21 So spricht Haschem: Hütet euch und tragt keine Last am Shabattag durch die Tore Yahrushalayims

17,22 und tragt keine Last am Shabattag aus euren Häusern und tut keine Arbeit, sondern würdigt den Sabbattag, wie ich euren Vätern geboten habe.

17,23 Aber sie hörten nicht und kehrten mir ihre Ohren nicht zu, sondern blieben halsstarrig, daß sie ja nicht auf mich hörten noch Zucht annähmen.

17,24 Wenn ihr nun auf mich hören werdet, spricht Haschem, daß ihr am Shabattag keine Last durch die Tore dieser Stadt tragt, sondern ihn würdigt, daß ihr an diesem Tage keine Arbeit tut,

17,25 so sollen auch durch die Tore dieser Stadt aus- und eingehen Könige, die auf dem Thron Dawids sitzen und die mit Roß und Wagen fahren, sie und ihre Großen samt allen, die in Yahuda und Yahrushalayim wohnen; und es soll diese Stadt immerdar bewohnt werden.

17,26 Und sie sollen kommen aus den Städten Yahudas und aus der Gegend von Yahrushalayim und aus dem Lande Benjamin, aus dem Hügelland und vom Gebirge und vom Südland, die da bringen Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer und Weihrauch und die da Dankopfer bringen zum Hause Haschem.

17,27 Werdet ihr aber nicht auf mein Gebot hören, den Sabbattag zu würdigen und keine Last am Sabbattag zu tragen durch die Tore Yahrushalayims, so will ich ein Feuer in ihren Toren anzünden, das die festen Häuser Yahrushalayims verzehrt und nicht gelöscht werden kann.

18. Kapitel

18,1 Dies ist das Wort, das geschah vom Haschem zu Yeremyah:

18,2 Mach dich auf und geh hinab in des Töpfers Haus; dort will ich dich meine Worte hören lassen.

18,3 Und ich ging hinab in des Töpfers Haus, und siehe, er arbeitete eben auf der Scheibe.

18,4 Und der Topf, den er aus dem Ton machte, mißriet ihm unter den Händen. Da machte er einen andern Topf daraus, wie es ihm gefiel.

18,5 Da geschah Haschem Wort zu mir:

18,6 Kann ich nicht ebenso mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie dieser Töpfer? Siehe, wie der Ton in des Töpfers Hand, so seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.

18,7 Bald rede ich über ein Volk und Königreich, daß ich es ausreißen, einreißen und zerstören will;

18,8 wenn es sich aber bekehrt von seiner Bosheit, gegen die ich rede, so reut mich auch das Unglück , das ich ihm gedachte zu tun.

18,9 Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, daß ich es bauen und pflanzen will;

18,10 wenn es aber tut, was mir mißfällt, daß es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun.

18,11 Und nun sprich zu den Leuten in Yahuda und zu den Bürgern Yahrushalayims: Siehe, ich bereite euch Unglück und habe gegen euch etwas im Sinn. So bekehrt euch doch, ein jeder von seinen bösen Wegen, und bessert euern Wandel und euer Tun!

18,12 Aber sie sprechen: Daraus wird nichts! Wir wollen nach unsern Gedanken wandeln, und ein jeder soll tun nach seinem verstockten und bösen Herzen.

18,13 Fragt doch unter den Heiden: Wer hat je dergleichen gehört? So greuliche Dinge tut die Jungfrau Israel!

18,14 Bleibt doch der Schnee länger auf den Steinen im Felde, wenn's vom Libanon herab schneit, und das Regenwasser verläuft sich nicht so schnell,

18,15 wie mein Volk meiner vergißt. Sie opfern den nichtigen Elohim (Göttern-Baal). Die haben sie zu Fall gebracht auf den alten Wegen und lassen sie nun gehen auf ungebahnten Straßen,

18,16 auf daß ihr Land zur Wüste werde, ihnen zur ewigen Schande, daß, wer vorübergeht, sich entsetze und den Kopf schüttle.

18,17 Denn ich will sie wie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; ich will ihnen den Rücken und nicht das Antlitz zeigen am Tag ihres Verderbens.

18,18 Sie sprechen: «Kommt und laßt uns gegen Yeremyah Böses planen; denn dem Priester wird's nicht fehlen an Weisung noch dem Weisen an Rat noch dem Propheten am Wort! Kommt, laßt uns ihn mit seinen eigenen Worten schlagen und nichts geben auf alle seine Reden!»

18,19 Haschem, hab acht auf mich und höre die Stimme meiner Widersacher!

18,20 Ist's recht, daß man Gutes mit Bösem vergilt? Denn sie haben mir eine Grube gegraben! Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, um für sie zum besten zu reden und deinen Grimm von ihnen abzuwenden!

18,21 So strafe nun ihre Kinder mit Hunger und gib sie dem Schwerte preis, daß ihre Frauen kinderlos und Witwen seien und ihre Männer vom Tode getroffen und ihre junge Mannschaft im Krieg durchs Schwert getötet werden;

18,22 daß Geschrei aus ihren Häusern gehört werde, wenn du plötzlich Kriegsvolk über sie kommen läßt. Denn sie haben eine Grube gegraben, mich zu fangen, und meinen Füßen Fallen gestellt.

18,23 Aber du, Haschem, kennst alle ihre Anschläge gegen mich, daß sie mich töten wollen. So vergib ihnen ihre Missetat nicht und tilge ihre Sünde nicht aus vor dir! Laß sie vor dir zu Fall kommen und handle an ihnen zur Zeit deines Zorns!

19. Kapitel

19,1 So sprach Haschem: Geh hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom Töpfer und nimm mit etliche von den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester

19,2 und geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Scherbentor liegt, und predige dort die Worte, die ich dir sage,

19,3 und sprich: Höret Haschem’S Wort, ihr Könige von Yahuda und ihr Bürger Yahrushalayims! So Siehe, ich will ein solches Unglück über diese Stätte bringen, daß jedem, der es hören wird, die Ohren gellen sollen,

19,4 weil sie mich verlassen und diese Stätte einem Fremden gegeben und dort andern Göttern geopfert haben, die weder sie noch ihre Väter noch die Könige von Yahuda kannten, und weil sie die Stätte voll unschuldigen Blutes gemacht

19,5 und dem Baal Höhen gebaut haben, um ihre Kinder dem Baal als Brandopfer zu verbrennen, was ich weder geboten noch geredet habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist.

19,6 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht Haschem, daß man diese Stätte nicht mehr «Tofet» und «Tal Ben- Hinnom», sondern «Würgetal» nennen wird.

19,7 Und ich will den Gottes,-Elohim,-Baaldienst Yahudas und Yahrushalayims an diesem Ort zunichte machen und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden und durch die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und will ihre Leichname den Vögeln des Himmels und den Tieren auf dem Felde zum Fraße geben.

19,8 Und ich will diese Stadt zum Entsetzen und zum Spott machen, daß alle, die vorübergehen, sich entsetzen und spotten über alle ihre Plagen.

19,9 Ich will sie ihrer Söhne und Töchter Fleisch essen lassen, und einer soll des andern Fleisch essen in der Not und Angst, mit der ihre Feinde und die, die ihnen nach dem Leben trachten, sie bedrängen werden.

19,10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Männer, die mit dir gegangen sind,

19,11 und zu ihnen sagen: So spricht Haschem: Wie man eines Töpfers Gefäß zerbricht, daß es nicht wieder ganz werden kann, so will ich dies Volk und diese Stadt zerbrechen. Und man wird im Tofet begraben, weil sonst kein Raum dafür da sein wird.

19,12 So will ich's mit dieser Stätte und ihren Bewohnern machen, spricht Haschem, daß diese Stadt wie das Tofet werden soll.

19,13 Und die Häuser Yahrushalayims und die Häuser der Könige von Yahuda sollen ebenso unrein werden wie die Stätte Tofet, alle Häuser, wo sie auf den Dächern dem ganzen Heer des Himmels geopfert und andern Göttern Trankopfer dargebracht haben.

19,14 Und als Yeremyah vom Tofet zurückkam, wohin ihn Haschem gesandt hatte, um zu weissagen, trat er in den Vorhof am Hause Haschem’S und sprach zu allem Volk:

19,15 So spricht Haschem,  Israels: Siehe, ich will über diese Stadt und über alle ihre Ortschaften all das Unglück kommen lassen, das ich gegen sie geredet habe, weil sie halsstarrig sind und meine Worte nicht hören wollen.

20. Kapitel

20,1 Als aber Paschhur, ein Sohn Immer, der Priester, der zum Vorsteher im Hause Haschem’S bestellt war, hörte, wie YirmeYah solche Worte weissagte,

20,2 schlug er den Propheten YirmeYah und schloß ihn in den Block am oberen Benjamintor, das am Hause Haschem’S ist.

20,3 Und am andern Morgen ließ Paschhur den YirmeYah aus dem Block los. Da sprach YirmeYah zu ihm: Haschem nennt dich nicht Paschhur, sondern «Schrecken um und um»;

20,4 denn so spricht Haschem: Siehe, ich will dich zum Schrecken machen für dich selbst und alle deine Freunde; sie sollen fallen durchs Schwert ihrer Feinde, und du sollst es mit eigenen Augen sehen. Und ich will ganz Yahuda in die Hand des Königs von Babel geben; der soll sie wegführen nach Babel und mit dem Schwert töten.

20,5 Auch will ich alle Güter dieser Stadt und allen Ertrag ihrer Arbeit und alle Kleinode und alle Schätze der Könige von Yahuda in die Hand ihrer Feinde geben; die werden sie rauben, mitnehmen und nach Babel bringen.

20,6 Und du, Paschhur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen weggeführt werden und nach Babel kommen. Dort sollst du sterben und begraben werden samt allen deinen Freunden, denen du Lügen gepredigt hast.

20,7 Haschem, du hast mich überredet, und ich habe mich überreden lassen. Du bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen; aber ich bin darüber zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich.

20,8 Denn sooft ich rede, muß ich schreien; «Frevel und Gewalt!» muß ich rufen. Denn Haschem’S Wort ist mir zu Hohn und Spott geworden täglich.

20,9 Da dachte ich: Ich will nicht mehr an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, daß ich's nicht ertragen konnte; ich wäre schier vergangen.

20,10 Denn ich höre, wie viele heimlich reden: «Schrecken ist um und um!» «Verklagt ihn!» «Wir wollen ihn verklagen!» Alle meine Freunde und Gesellen lauern, ob ich nicht falle: «Vielleicht läßt er sich überlisten, daß wir ihm beikommen können und uns an ihm rächen.»

20,11 Aber Haschem ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine Verfolger fallen und nicht gewinnen. Sie müssen ganz zuschanden werden, weil es ihnen nicht gelingt. Ewig wird ihre Schande sein und nie vergessen werden.

20,12 Und nun, Haschem, der du die Gerechten prüfst, Nieren und Herz durchschaust: Laß mich deine Vergeltung an ihnen sehen; denn ich habe dir meine Sache befohlen.

20,13 Singet Haschem, rühmet Haschem, der des Armen Leben aus den Händen der Boshaften errettet!

20,14 Verflucht sei der Tag, an dem ich geboren bin; der Tag soll ungesegnet sein, an dem mich meine Mutter geboren hat!

20,15 Verflucht sei, der meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: «Du hast einen Sohn», so daß er ihn fröhlich machte!

20,16 Der Tag soll sein wie die Städte, die Haschem vernichtet hat ohne Erbarmen. Am Morgen soll er Wehklage hören und am Mittag Kriegsgeschrei,

20,17 weil er mich nicht getötet hat im Mutterleibe, so daß meine Mutter mein Grab geworden und ihr Leib ewig schwanger geblieben wäre!

20,18 Warum bin ich doch aus dem Mutterleib hervorgekommen, wenn ich nur Jammer und Herzeleid sehen muß und meine Tage in Schmach zubringe!

 
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