Kap.22
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Das Buch YirmeYah

DAS BUCH JEREMIA

21. Kapitel

21,1 Dies ist das Wort, das vom Haschem geschah zu YirmeYah, als der König Zedekia zu ihm sandte Paschhur, den Sohn Malkias, und Zefanyah, den Sohn Maasejas, den Priester, und ihm sagen ließ:

21,2 Befrage doch Haschem für uns; denn Nebukadnezar, der König von Babel, führt Krieg gegen uns. Vielleicht wird Haschem doch an uns sein Wunder tun wie so manches Mal, damit jener von uns abzieht.

21,3 YirmeYah sprach zu ihnen: So sagt zu Zedekia:

21,4 Das spricht Haschem siehe, ich will euch zum Rückzug zwingen samt euren Waffen, die ihr in euren Händen habt und mit denen ihr kämpft gegen den König von Babel und gegen die Chaldäer, die euch draußen vor der Mauer belagern, und will euch versammeln mitten in dieser Stadt.

21,5 Und ich selbst will wider euch streiten mit ausgestreckter Hand, mit starkem Arm, mit Zorn und Grimm und ohne Erbarmen

21,6 und will die Bürger dieser Stadt schlagen, Menschen und Tiere, daß sie sterben sollen durch eine große Pest.

21,7 Und danach, spricht Haschem, will ich Zedekia, den König von Yahuda, samt seinen Großen und dem Volk, das in dieser Stadt von Pest, Schwert und Hunger übriggelassen wird, in die Hände Nebukadnezars, des Königs von Babel, geben und in die Hände ihrer Feinde und in die Hände derer, die ihnen nach dem Leben trachten. Er wird sie mit der Schärfe des Schwerts schlagen schonungslos, ohne Gnade und Erbarmen.

21,8 Und zu diesem Volk sage: So spricht Haschem: Siehe, ich lege euch vor den Weg zum Leben und den Weg zum Tode.

21,9 Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben müssen durch Schwert, Hunger und Pest; wer sich aber hinausbegibt und überläuft zu den Chaldäern, die euch belagern, der soll am Leben bleiben und soll sein Leben als Beute behalten.

21,10 Denn ich habe mein Angesicht gegen diese Stadt gerichtet zum Unglück und nicht zur Rettung, spricht Haschem. Sie soll dem König von Babel übergeben werden, daß er sie mit Feuer verbrenne.

21,11 Und zum Hause des Königs von Yahuda sage: Höret Haschem Wort,

21,12 ihr vom Hause Dawid! So spricht Haschem: Haltet alle Morgen gerechtes Gericht und errettet den Bedrückten aus des Frevlers Hand, auf daß nicht mein Grimm ausfahre wie Feuer und brenne, ohne daß jemand löschen kann, um eurer bösen Taten willen.

21,13 Siehe, spricht Haschem, ich will an dich, du Stadt, die du wohnst auf dem Felsen im Tal und sprichst: Wer will uns überfallen, und wer will in unsere Feste kommen?

21,14 Ich will euch heimsuchen, nach der Frucht eures Tuns; ich will ein Feuer in ihrem Wald anzünden, das soll alles umher verzehren.

22. Kapitel

22,1 So sprach Haschem: Geh hinab in das Haus des Königs von Yahuda und rede dort dies Wort

22,2 und sprich: Höre HaschemS Wort, du König von Yahuda, der du auf dem Thron Dawids sitzest, du und deine Großen und dein Volk, die durch diese Tore hineingehen.

22,3 So spricht Haschem: Schaffet Recht und Gerechtigkeit und errettet den Bedrückten von des Frevlers Hand und bedränget nicht die Fremdlinge, Waisen und Witwen und tut niemand Gewalt an und vergießt nicht unschuldiges Blut an dieser Stätte.

22,4 Werdet ihr das tun, so sollen durch die Tore dieses Hauses einziehen Könige, die auf Dawids Thron sitzen, und fahren mit Wagen und Rossen samt ihren Großen und ihrem Volk.

22,5 Werdet ihr aber diesen Worten nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst geschworen, spricht Haschem: dies Haus soll zerstört werden.

22,6 Denn von dem Hause des Königs von Yahuda: Ein Gilead warst du mir, ein Gipfel im Libanon, - was gilt's? Ich will dich zur Wüste, zur Stadt ohne Einwohner machen!

22,7 Denn ich habe Verderber wider dich bestellt, einen jeden mit seinen Waffen; die sollen deine auserwählten Zedern umhauen und ins Feuer werfen.

22,8 Da werden viele Völker an dieser Stadt vorüberziehen und zueinander sagen: Warum hat Haschem an dieser großen Stadt so gehandelt?

22,9 Und man wird antworten: Weil sie den Bund HaschemS, verlassen und andere Elohims (Götter) angebetet und ihnen gedient haben.

22,10 Weinet nicht über den Toten und grämt euch nicht um ihn; weint aber über den, der fortgezogen ist; denn er wird nicht mehr wiederkommen und sein Vaterland nicht wiedersehen.

22,11 Denn so spricht Haschem über Schallum, den Sohn Yosias, des Königs von Yahuda, der König wurde an seines Vaters Yosia Statt: Der von dieser Stätte fortgezogen ist, wird nicht wieder herkommen,

22,12 sondern muß sterben an dem Ort, wohin er gefangen geführt ist, und wird dies Land nicht mehr sehen.

22,13 Weh dem, der sein Haus mit Sünden baut und seine Gemächer mit Unrecht, der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und gibt ihm seinen Lohn nicht

22,14 und denkt: «Wohlan, ich will mir ein großes Haus bauen und weite Gemächer» und läßt sich Fenster ausbrechen und mit Zedern täfeln und rot malen.

22,15 Meinst du, du seiest König, weil du mit Zedern prangst? Hat dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch auf Recht und Gerechtigkeit, und es ging ihm gut?

22,16 Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und es ging ihm gut. Heißt dies nicht, mich recht erkennen? spricht Haschem.

22,17 Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes aus als auf unrechten Gewinn und darauf, unschuldig Blut zu vergießen, zu freveln und zu unterdrücken.

22,18 Darum spricht Haschem über Yoyakim, den Sohn Yosias, den König von Yahuda: Man wird ihn nicht beklagen: «Ach, Bruder! Ach, Schwester!» Man wird ihn nicht beklagen: «Ach, Herr! Ach, Edler!»

22,19 Er soll wie ein Esel begraben werden, fortgeschleift und hinausgeworfen vor die Tore Yahrushalayims.

22,20 Geh hinauf auf den Libanon und schreie und laß deine Klage hören in Baschan (Golan) und schreie vom Abarim her; denn alle deine Liebhaber sind zunichte gemacht!

22,21 Ich habe dir's vorher gesagt, als es noch gut um dich stand; aber du sprachst: «Ich will nicht hören.» So hast du es dein Lebtag getan, daß du meiner Stimme nicht gehorchtest.

22,22 Alle deine Hirten weidet der Sturmwind, und deine Liebhaber müssen gefangen fort. Ja, nun bist du zu Spott und zuschanden geworden um aller deiner Bosheit willen.

22,23 Die du jetzt auf dem Libanon wohnst und in Zedern nistest, wie wirst du stöhnen, wenn dir Schmerzen und Wehen kommen werden wie einer in Kindsnöten!

22,24 So wahr ich lebe, spricht Haschem: Wenn Konya, der Sohn Yoyakims, der König von Yahuda, ein Siegelring wäre an meiner rechten Hand, so wollte ich dich doch abreißen

22,25 und in die Hände derer geben, die dir nach dem Leben trachten und vor denen du dich fürchtest: in die Hände Nebukadnezars, des Königs von Babel, und der Chaldäer.

22,26 Und ich will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein anderes Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; dort sollt ihr sterben.

22,27 Aber in das Land, wohin sie von Herzen gern wieder kämen, sollen sie nicht zurückkehren.

22,28 Ist denn Konya ein elender, verachteter, verstoßener Mann, ein Gefäß, das niemand haben will? Ach, wie ist er doch samt seinem Geschlecht vertrieben und in ein unbekanntes Land geworfen!

22,29 O Land, Land, Land, höre HaschemS Wort!

22,30 So spricht Haschem: Schreibt diesen Mann auf als einen, der ohne Kinder ist, einen Mann, dem sein Leben lang nichts gelingt! Denn keiner seiner Nachkommen wird das Glück haben, daß er auf dem Thron Dawids sitze und in Yahuda herrsche.

23. Kapitel

23,1 Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umkommen laßt und zerstreut! spricht Haschem.

23,2 Darum spricht Haschem, von den Hirten, die mein Volk weiden: Ihr habt meine Herde zerstreut und verstoßen und nicht nach ihr gesehen. Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bösen Tuns willen.

23,3 Und ich will die Übriggebliebenen meiner Herde sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie verstoßen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Weideplätzen, daß sie sollen wachsen und viel werden.

23,4 Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen, daß sie sich nicht mehr fürchten noch erschrecken noch heimgesucht werden.

23,5 Siehe, es kommt die Zeit, daß ich dem Dawid einen gerechten Sproß erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.

23,6 Zu seiner Zeit soll Yahuda geholfen werden und Israel sicher wohnen. Und dies wird sein Name sein, mit dem man ihn nennen wird: «Haschem unsere Gerechtigkeit».

23,7 Darum siehe, es wird die Zeit kommen, daß man nicht mehr sagen wird: «So wahr Haschem lebt, der die Israeliten aus Mitzrayim geführt hat!»,

23,8 sondern: «So wahr Haschem lebt, der die Nachkommen des Hauses Israel herausgeführt und hergebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus allen Landen, wohin er sie verstoßen hatte.» Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.

23,9 Wider die Propheten. Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Mann und wie einem, der vom Wein taumelt, vor Haschem und vor seinen Worten.

23,10 Denn das Land ist voller Ehebrecher, und wegen des Fluches vertrocknet das Land und die Weideplätze in der Steppe verdorren. Böse ist, wonach sie streben, und ihre Stärke ist Unrecht.

23,11 Denn Propheten wie Priester sind ruchlos; auch in meinem Hause finde ich ihre Bosheit, spricht Haschem.

23,12 Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg, auf dem sie im Finstern gleiten und fallen; denn ich will Unglück über sie kommen lassen, das Jahr ihrer Heimsuchung.

23,13 Auch bei den Propheten zu Samaria sah ich Anstößiges, daß sie weissagten im Namen des Baal und mein Volk Israel verführten;

23,14 aber bei den Propheten zu Yahrushalayim sehe ich Greuel, wie sie ehebrechen und mit Lügen umgehen und die Boshaften stärken, auf daß sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir gleichwie Sodom und die Bürger Yahrushalayims wie Gomorra.

23,15 Darum spricht Haschem über die Propheten: Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Gift tränken; denn von den Propheten Yahrushalayims geht das ruchlose Wesen aus ins ganze Land.

23,16 Hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch weissagen! Sie betrügen euch; denn sie verkünden euch Gesichte aus ihrem Herzen und nicht aus dem Mund HaschemS.

23,17 Sie sagen denen, die HaschemS Wort verachten: Es wird euch wohl gehen -, und allen, die nach ihrem verstockten Herzen wandeln, sagen sie: Es wird kein Unglück über euch kommen.

23,18 Aber wer hat im Rat Haschem gestanden, daß er sein Wort gesehen und gehört hätte? Wer hat sein Wort vernommen und gehört?

23,19 Siehe, es wird ein Wetter HaschemS kommen voll Grimm und ein schreckliches Ungewitter auf den Kopf der Torahlosen niedergehen.

23,20 Und HaschemS Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es klar erkennen.

23,21 Ich sandte die Propheten nicht, und doch laufen sie; ich redete nicht zu ihnen, und doch weissagen sie.

23,22 Denn wenn sie in meinem Rat gestanden hätten, so hätten sie meine Worte meinem Volk gepredigt, um es von seinem bösen Wandel und von seinem bösen Tun zu bekehren.

23,23 Bin ich Haschem, der nahe ist, und nicht auch der ferne ist?

23,24 Meinst du, daß sich jemand so heimlich verbergen könne, daß ich ihn nicht sehe? Bin ich es nicht, der Himmel und Erde erfüllt?

23,25 Ich höre es wohl, was die Propheten reden, die Lüge weissagen in meinem Namen und sprechen: Mir hat geträumt, mir hat geträumt.

23,26 Wann wollen doch die Propheten aufhören, die Lüge weissagen und ihres Herzens Trug weissagen

23,27 und wollen, daß mein Volk meinen Namen YAH vergesse über ihren Träumen, die einer dem andern erzählt, wie auch ihre Väter meinen Namen YAH vergaßen über dem Baal?

23,28 Ein Prophet, der Träume hat, der erzähle Träume; wer aber mein Wort hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen zusammen?

23,29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?

23,30 Darum siehe, ich will an die Propheten, die mein Wort stehlen einer vom andern.

23,31 Siehe, ich will an die Propheten, die ihr eigenes Wort führen und sprechen: «Er hat's gesagt.»

23,32 Siehe, ich will an die Propheten, die falsche Träume erzählen und verführen mein Volk mit ihren Lügen und losem Geschwätz, obgleich ich sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe und sie auch diesem Volk nichts nütze sind, spricht Haschem.

23,33 Wenn dich dies Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und sagt: Was ist die Last, die Haschem jetzt ankündigt?, sollst du zu ihnen sagen: Ihr seid die Last, ich will euch wegwerfen, spricht Haschem.

23,34 Und wenn ein Prophet oder Priester oder die Leute sagen werden: «Das ist die Last HaschemS», den will ich heimsuchen und sein Haus dazu.

23,35 Vielmehr sollt ihr einer mit dem andern reden und zueinander sagen: «Was antwortet Haschem?» und: «Was sagt Haschem?»

23,36 Aber sagt nicht mehr «Last HaschemS»; denn einem jeden wird sein eigenes Wort zur Last werden, weil ihr so die Worte des lebendigen HaschemS, verdreht.

23,37 Darum sollt ihr zum Propheten sagen: «Was antwortet dir Haschem?» und: «Was sagt Haschem?»

23,38 Wenn ihr aber sagt: «Last HaschemS», so spricht Haschem: Weil ihr dies Wort Last HaschemS nennt, obgleich ich zu euch gesandt habe und euch sagen ließ, ihr sollt nicht «Last HaschemS» sagen, -

23,39 siehe, so will ich euch aufheben wie eine Last und euch samt der Stadt, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen

23,40 und will euch ewige Schande und ewige Schmach zufügen, die nie vergessen werden soll.

24. Kapitel

24,1 Siehe, Haschem zeigte mir zwei Feigenkörbe, aufgestellt vor dem Tempel HaschemS, nachdem Nebukadnezar, der König von Babel, den Yechonya*, den Sohn Yoyakims, den König von Yahuda, weggeführt hatte samt den Großen Yahudas und den Zimmerleuten und Schmieden und sie von Yahrushalayim nach Babel gebracht hatte.

24,2 In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen sind; im andern Korbe waren sehr schlechte Feigen, daß man sie nicht essen konnte, so schlecht waren sie.

24,3 Und Haschem sprach zu mir: YirmeYah, was siehst du? Ich sprach: Feigen; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten sind sehr schlecht, daß man sie nicht essen kann, so schlecht sind sie.

24,4 Da geschah HaschemS Wort zu mir:

24,5 So spricht Haschem Wie auf diese guten Feigen, so will ich blicken auf die Weggeführten aus Yahuda, die ich von dieser Stätte habe fortziehen lassen in der Chaldäer Land.

24,6 Ich will sie gnädig ansehen und sie wieder in dies Land bringen und will sie bauen und nicht verderben, ich will sie pflanzen und nicht ausreißen.

24,7 Und ich will ihnen ein Herz geben, daß sie mich erkennen sollen, daß ich Haschem bin. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Haschem sein; von ganzem Herzen werden sie sich zu mir bekehren.

24,8 Aber wie die schlechten Feigen, die so schlecht sind, daß man sie nicht essen kann, spricht Haschem, so will ich dahingeben Zedekya, den König von Yahuda, samt seinen Großen und allen, die übriggeblieben sind in Yahrushalayim und in diesem Lande und die in Mitzrayim wohnen.

24,9 Ich will sie zum Bild des Entsetzens, ja des Unglücks, machen für alle Königreiche auf Erden, zum Spott und zum Sprichwort, zum Hohn und zum Fluch an allen Orten, wohin ich sie verstoßen werde,

24,10 und will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken, bis sie ganz vertilgt sind aus dem Lande, das ich ihnen und ihren Vätern gegeben habe.

25. Kapitel

25,1 Dies ist das Wort, das zu YirmeYah geschah über das ganze Volk von Yahuda im vierten Jahr Yoyakims, des Sohnes Yosias, des Königs von Yahuda; das ist das erste Jahr Nebukadnezars, des Königs von Babel.

25,2 Und der Prophet YirmeYah sprach zu dem ganzen Volk von Yahuda und zu allen Bürgern Yahrushalayims:

25,3 Vom dreizehnten Jahr des Josia an, des Sohnes Amons, des Königs von Yahuda, ist HaschemS Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag, und ich habe zu euch nun dreiundzwanzig Jahre lang immer wieder gepredigt, aber ihr habt nie hören wollen.

25,4 Und Haschem hat zu euch immer wieder alle seine Knechte, die Propheten, gesandt; aber ihr habt nie hören wollen und eure Ohren mir nicht zugekehrt und mir nicht gehorcht,

25,5 wenn er sprach: Bekehret euch, ein jeder von seinem bösen Wege und von euren bösen Werken, so sollt ihr in dem Lande, das Haschem euch und euren Vätern gegeben hat, für immer und ewig bleiben.

25,6 Folgt nicht andern Göttern, ihnen zu dienen und sie anzubeten, und erzürnt mich nicht durch eurer Hände Werk, damit ich euch nicht Unglück zufügen muß.

25,7 Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht Haschem, auf daß ihr mich ja erzürntet durch eurer Hände Werk zu eurem eigenen Unglück .

25,8 Darum spricht Haschem: Weil ihr denn meine Worte nicht hören wollt,

25,9 siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle Völker des Nordens, spricht Haschem, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den König von Babel, und will sie bringen über dies Land und über seine Bewohner und über alle diese Völker ringsum und will an ihnen den Bann vollstrecken und sie zum Bild des Entsetzens und zum Spott und zur ewigen Wüste machen

25,10 und will wegnehmen allen fröhlichen Gesang, die Stimme des Bräutigams und der Braut, das Geräusch der Mühle und das Licht der Lampe,

25,11 so daß dies ganze Land wüst und zerstört liegen soll. Und diese Völker sollen dem König von Babel dienen siebzig Jahre.

25,12 Wenn aber die siebzig Jahre um sind, will ich heimsuchen den König von Babel und jenes Volk, spricht Haschem, um ihrer Missetat willen, dazu das Land der Chaldäer und will es zur ewigen Wüste machen.

25,13 So lasse ich an diesem Lande, gegen das ich geredet habe, alle meine Worte in Erfüllung gehen, nämlich alles, was in diesem Buch geschrieben steht, was YirmeYah geweissagt hat über alle Völker.

25,14 Und auch sie sollen großen Völkern und großen Königen dienen. So will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst und nach den Werken ihrer Hände.

25,15 Denn so sprach zu mir Haschem, nimm diesen Becher mit dem Wein meines Zorns aus meiner Hand und laß daraus trinken alle Völker, zu denen ich dich sende,

25,16 daß sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich unter sie schicken will. -

25,17 Und ich nahm den Becher aus der Hand HaschemS und ließ daraus trinken alle Völker, zu denen mich Haschem sandte,

25,18 nämlich Yahrushalayim, die Städte Yahudas, ihre Könige und Fürsten, daß sie wüst und zerstört liegen und ein Spott und Fluch sein sollten - wie es denn heutigen Tages steht -,

25,19 auch den Pharao, den König von Mitzrayim, mit seinen Großen und mit seinen Fürsten, mit seinem ganzen Volk

25,20 und allem Mischvolk, alle Könige im Lande Uz, alle Könige in der Philister Lande mit Aschkelon, Gaza, Ekron und denen, die übriggeblieben sind in Aschdod;

25,21 die von Edom, die von Moab, die Ammoniter;

25,22 alle Könige von Tyrus, alle Könige von Sidon, die Könige auf den Inseln jenseits des Meeres;

25,23 die von Dedan, die von Tema, die von Bus und alle, die das Haar rundherum abscheren;

25,24 alle Könige Arabiens und die der Mischvölker, die in der Wüste wohnen;

25,25 alle Könige in Simri, alle Könige in Elam, alle Könige in Medien;

25,26 alle Könige des Nordens, die in der Nähe und die in der Ferne, einen wie den andern, alle Königreiche der Welt, soviel ihrer auf Erden sind. Und der König von Scheschach* soll nach ihnen trinken.

25,27 Und sprich zu ihnen: So spricht Haschem, trinkt, daß ihr trunken werdet und speit, daß ihr niederfallt und nicht aufstehen könnt vor dem Schwert, das ich unter euch schicken will.

25,28 Und wenn sie den Becher von deiner Hand nicht nehmen und nicht trinken wollen, so sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Ihr müßt trinken!

25,29 Denn siehe, bei der Stadt, die nach meinem Namen YAH genannt ist, fange ich an mit dem Unglück , und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht ungestraft bleiben, denn ich rufe das Schwert über alle herbei, die auf Erden wohnen, spricht Haschem.

25,30 Und du sollst ihnen alle diese Worte weissagen und zu ihnen sprechen: Haschem wird brüllen aus der Höhe und seinen Donner hören lassen aus seiner qodesh Wohnung. Er wird brüllen über seine Fluren hin; wie einer, der die Kelter tritt, wird er seinen Ruf erschallen lassen über alle Bewohner der Erde hin,

25,31 und sein Schall wird dringen bis an die Enden der Erde. Haschem will mit den Völkern rechten und mit allem Fleisch Gericht halten; die Schuldigen wird er dem Schwert übergeben.

25,32 So spricht Haschem: Siehe, es wird eine Plage kommen von einem Volk zum andern, und ein großes Wetter wird sich erheben von den Enden der Erde.

25,33 Zu der Zeit werden die vom Haschem Erschlagenen liegen von einem Ende der Erde bis ans andere Ende; sie werden nicht beklagt noch aufgehoben noch begraben werden, sondern müssen auf dem Felde liegen und zu Dung werden.

25,34 Heulet, ihr Hirten, und schreit, wälzt euch in der Asche, ihr Herren der Herde; denn die Zeit ist erfüllt, daß ihr geschlachtet und zerstreut werdet und zerbrechen müßt wie ein kostbares Gefäß.

25,35 Und die Hirten werden nicht fliehen können, und die Herren der Herde werden nicht entrinnen können.

25,36 Da werden die Hirten schreien, und die Herren der Herde werden heulen, daß Haschem ihre Weide so verwüstet hat

25,37 und ihre Auen, die so schön standen, vernichtet sind von dem grimmigen Zorn HaschemS.

25,38 Er hat sein Versteck verlassen wie ein junger Löwe, und ihr Land ist verheert von seinem gewaltigen Schwert und von seinem grimmigen Zorn.

26. Kapitel

26,1 Im Anfang der Herrschaft Yoyakims, des Sohnes Yosias, des Königs von Yahuda, geschah dies Wort vom Haschem:

26,2 So spricht Haschem: Tritt in den Vorhof am Hause HaschemS und predige denen, die aus allen Städten Yahudas hereinkommen, um anzubeten im Hause HaschemS, alle Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tu nichts davon weg,

26,3 ob sie vielleicht hören wollen und sich bekehren, ein jeder von seinem bösen Wege, damit mich auch reuen könne das Übel, das ich gedenke, ihnen anzutun um ihrer bösen Taten willen.

26,4 Und sprich zu ihnen: So spricht Haschem: Werdet ihr mir nicht gehorchen und nicht nach meinem Gesetz wandeln, das ich euch vorgelegt habe,

26,5 und nicht hören auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, die ich immer wieder zu euch sende und auf die ihr doch nicht hören wollt,

26,6 so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum Fluchwort für alle Völker auf Erden machen.

26,7 Als aber die Priester, Propheten und alles Volk YirmeYah hörten, daß er solche Worte redete im Hause HaschemS,

26,8 und YirmeYah nun alles gesagt hatte, was ihm Haschem befohlen hatte, allem Volk zu sagen, ergriffen ihn die Priester, Propheten und das ganze Volk und sprachen: Du mußt sterben!

26,9 Warum weissagst du im Namen HaschemS: «Es wird diesem Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wüst werden, daß niemand mehr darin wohnt»? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause HaschemS wider YirmeYah.

26,10 Als das die Oberen von Yahuda hörten, gingen sie aus des Königs Hause hinauf ins Haus HaschemS und setzten sich zum Gericht vor das neue Tor am Hause HaschemS.

26,11 Und die Priester und Propheten sprachen vor den Oberen und allem Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt gegen diese Stadt, wie ihr mit eigenen Ohren gehört habt.

26,12 Aber YirmeYah sprach zu allen Oberen und zu allem Volk: Haschem hat mich gesandt, daß ich dies alles, was ihr gehört habt, weissagen sollte gegen dies Haus und gegen diese Stadt.

26,13 So bessert nun eure Wege und euer Tun und gehorcht der Stimme HaschemS, eures HaschemS, dann wird Haschem auch gereuen das Übel, das er gegen euch geredet hat.

26,14 Siehe, ich bin in euren Händen, ihr könnt mit mir machen, wie es euch recht und gut dünkt.

26,15 Doch sollt ihr wissen: wenn ihr mich tötet, so werdet ihr unschuldig Blut auf euch laden, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn wahrlich, Haschem hat mich zu euch gesandt, daß ich dies alles vor euren Ohren reden soll.

26,16 Da sprachen die Oberen und das ganze Volk zu den Priestern und Propheten: Dieser Mann ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet im Namen HaschemS.

26,17 Und es standen auf etliche von den Ältesten des Landes und sprachen zu dem versammelten Volk:

26,18 Zur Zeit Hiskyas, des Königs von Yahuda, war ein Prophet, Micha von Moreschet; der sprach zum ganzen Volk Yahuda: «So spricht Haschem: Tzion wird wie ein Acker gepflügt werden, und Yahrushalayim wird zu Steinhaufen werden und der Berg des Tempels zu einer Höhe wilden Gestrüpps.»

26,19 Doch ließ ihn Hiskia, der König von Yahuda, und das ganze Yahuda deswegen nicht töten, vielmehr fürchteten sie Haschem und flehten zu ihm. Da reute auch Haschem das Übel, das er gegen sie geredet hatte. Wir aber würden großes Unglück über uns bringen.

26,20 Da war noch einer, der im Namen Haschem weissagte, Uria, der Sohn Schemayas, von Kirjat-Yearim. Der weissagte gegen diese Stadt und gegen dies Land ganz wie YirmeYah.

26,21 Als aber der König Yoyakim und alle seine Gewaltigen und die Oberen seine Worte hörten, wollte ihn der König töten lassen. Und Uria erfuhr das, fürchtete sich und floh und kam nach Mitzrayim.

26,22 Aber der König Yoyakim schickte Leute nach Mitzrayim, Elnatan, den Sohn Achbors, und andere mit ihm.

26,23 Die holten ihn aus Mitzrayim und brachten ihn zum König Yoyakim. Der ließ ihn mit dem Schwert töten und ließ seinen Leichnam unter dem niederen Volk begraben.

26,24 Aber mit YirmeYah war die Hand Ahikams, des Sohnes Schafans, so daß man ihn nicht dem Volk in die Hände gab, das ihn getötet hätte.

27. Kapitel

27,1 Im Anfang der Herrschaft Zedekyas, des Sohnes Yosias, des Königs von Yahuda, geschah dies Wort vom Haschem zu YirmeYah:

27,2 So spricht Haschem zu mir: Mache dir ein Joch und lege es auf deinen Nacken

27,3 und schicke Botschaft zum König von Edom, zum König von Moab, zum König der Ammoniter, zum König von Tyrus und zum König von Sidon durch die Boten, die zu Zedekya, dem König von Yahuda, nach Yahrushalayim gekommen sind,

27,4 und befiehl ihnen, daß sie ihren Herren sagen: So spricht Haschem, sollt ihr euren Herren sagen:

27,5 Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.

27,6 Nun aber habe ich alle diese Länder in die Hand meines Knechts Nebukadnezar, des Königs von Babel, gegeben und auch die Tiere auf dem Felde, daß sie ihm untertan sein sollen.

27,7 Und es sollen alle Völker ihm dienen und seinem Sohn und seines Sohnes Sohn, bis auch für sein Land die Zeit kommt, daß es vielen Völkern und großen Königen untertan sein muß.

27,8 Das Volk aber und das Königreich, das dem König von Babel, Nebukadnezar, nicht untertan sein will und das seinen Nacken nicht unter das Joch des Königs von Babel beugt, das will ich heimsuchen mit Schwert, Hunger und Pest, spricht Haschem, bis ich sie durch seine Hand umbringe.

27,9 So hört doch nicht auf eure Propheten, Wahrsager, Traumdeuter, Zeichendeuter und Zauberer, die euch sagen: Ihr werdet nicht untertan sein müssen dem König von Babel.

27,10 Denn sie weissagen euch Lüge, auf daß sie euch aus eurem Lande fortbringen und ich euch verstoße und ihr umkommt.

27,11 Aber das Volk, das seinen Nacken unter das Joch des Königs von Babel beugt und ihm untertan ist, das will ich in seinem Lande lassen, daß es dasselbe bebaue und bewohne, spricht Haschem.

27,12 Und ich redete alle diese Worte zu Zedekya, dem König von Yahuda, und sprach: Beugt euren Nacken unter das Joch des Königs von Babel und seid ihm und seinem Volk untertan, so sollt ihr am Leben bleiben.

27,13 Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und Pest, wie Haschem geredet hat über das Volk, das dem König von Babel nicht untertan sein will?

27,14 Darum hört nicht auf die Worte der Propheten, die euch sagen: «Ihr werdet nicht untertan sein müssen dem König von Babel!» Denn sie weissagen euch Lüge,

27,15 und ich habe sie nicht gesandt, spricht Haschem, sondern sie weissagen Lüge in meinem Namen, auf daß ich euch verstoße und ihr umkommt samt den Propheten, die euch weissagen.

27,16 Und zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich und sprach: So spricht Haschem: Höret nicht auf die Worte eurer Propheten, die euch weissagen und sprechen: «Siehe, die Geräte aus dem Hause HaschemS werden nun bald von Babel wieder herkommen!» Denn sie weissagen euch Lüge.

27,17 Höret nicht auf sie, sondern seid dem König von Babel untertan, so werdet ihr am Leben bleiben. Warum soll diese Stadt zur Wüstenei werden?

27,18 Sind sie aber Propheten und haben sie HaschemS Wort, so laßt sie Haschem bitten, daß die Geräte, die übriggeblieben sind im Hause HaschemS und im Hause des Königs von Yahuda und zu Yahrushalayim, nicht auch nach Babel geführt werden.

27,19 Denn so spricht Haschem von den Säulen und vom Meer und von den Gestellen und von den Geräten, die noch übriggeblieben sind in dieser Stadt,

27,20 die Nebukadnezar, der König von Babel, nicht mitnahm, als er Yechonya, den Sohn Yoyakims, den König von Yahuda, von Yahrushalayim wegführte nach Babel samt allen Vornehmen in Yahuda und Yahrushalayim, -

27,21 so spricht Haschem, von den Geräten, die übriggeblieben sind im Hause HaschemS und im Hause des Königs von Yahuda und zu Yahrushalayim:

27,22 sie sollen nach Babel geführt werden und dort bleiben bis auf den Tag, an dem ich nach ihnen sehe, spricht Haschem, und ich sie wieder zurückbringen lasse an diesen Ort.

28. Kapitel

28,1 In demselben Jahr, im Anfang der Herrschaft Zedekyas, des Königs von Yahuda, im fünften Monat des vierten Jahrs, sprach Hananya, der Sohn Asurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause HaschemS in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks:

28,2 So spricht Haschem Ich habe das Joch des Königs von Babel zerbrochen,

28,3 und ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Geräte des Hauses HaschemS, die Nebukadnezar, der König von Babel, von diesem Ort weggenommen und nach Babel geführt hat, wieder an diesen Ort bringen;

28,4 auch Yechonya, den Sohn Yoyakims, den König von Yahuda, samt allen Weggeführten aus Yahuda, die nach Babel gekommen sind, will ich wieder an diesen Ort bringen, denn ich will das Joch des Königs von Babel zerbrechen.

28,5 Da sprach der Prophet YirmeYah zu dem Propheten Hananya in Gegenwart der Priester und des ganzen Volks, die in meinen Hause standen,

28,6 und sagte: HalleluYah! Haschem tue so; Haschem bestätige dein Wort, das du geweissagt hast, daß er die Geräte aus deinem Hause von Babel wiederbringe an diesen Ort und alle Weggeführten.

28,7 Doch höre dies Wort, das ich vor deinen Ohren rede und vor den Ohren des ganzen Volks:

28,8 Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen sind von alters her, die haben gegen viele Länder und große Königreiche geweissagt von Krieg, von Unglück und Pest.

28,9 Wenn aber ein Prophet von Wohlergehen weissagt - ob ihn Haschem wahrhaftig gesandt hat, wird man daran erkennen, daß sein Wort erfüllt wird.

28,10 Da nahm der Prophet Hananya das Joch vom Nacken des Propheten YirmeYah und zerbrach es.

28,11 Und Hananya sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht Haschem: Ebenso will ich zerbrechen das Joch Nebukadnezars, des Königs von Babel, ehe zwei Jahre um sind, und es vom Nacken aller Völker nehmen. Und der Prophet YirmeYah ging seines Weges.

28,12 Aber HaschemS Wort geschah zu YirmeYah, nachdem der Prophet Hananya das Joch auf dem Nacken des Propheten YirmeYah zerbrochen hatte:

28,13 Geh hin und sage Hananya: So spricht Haschem: Du hast das hölzerne Joch zerbrochen, aber du hast nun ein eisernes Joch an seine Stelle gesetzt.

28,14 Ein eisernes Joch habe ich allen diesen Völkern auf den Nacken gelegt, daß sie untertan sein sollen Nebukadnezar, dem König von Babel, und ihm dienen, und auch die Tiere habe ich ihm gegeben.

28,15 Und der Prophet YirmeYah sprach zum Propheten Hananya: Höre doch, Hananya! Haschem hat dich nicht gesandt; aber du machst, daß dies Volk sich auf Lügen verläßt.

28,16 Darum spricht Haschem: Siehe, ich will dich vom Erdboden nehmen; dies Jahr sollst du sterben, denn du hast sie mit deiner Rede vom MIR abgewendet.

28,17 Und der Prophet Hananya starb im selben Jahr im siebenten Monat.

29. Kapitel

29,1 Dies sind die Worte des Briefes, den der Prophet YirmeYah von Yahrushalayim sandte an den Rest der Ältesten, die weggeführt waren, an die Priester und Propheten und an das ganze Volk, das Nebukadnezar von Yahrushalayim nach Babel weggeführt hatte

29,2 - nachdem der König Yeshonya und die Königinmutter mit den Kämmerern und Oberen in Yahuda und Yahrushalayim samt den Zimmerleuten und Schmieden aus Yahrushalayim weggeführt waren -,

29,3 durch Elasa, den Sohn Schafans, und Gemaryja, den Sohn Hilkiyas, die Zedekya, der König von Yahuda, nach Babel sandte zu Nebukadnezar, dem König von Babel:

29,4 So spricht Haschem, zu den Weggeführten, die ich von Yahrushalayim nach Babel habe wegführen lassen:

29,5 Baut Häuser und wohnt darin; pflanzt Gärten und eßt ihre Früchte;

29,6 nehmt euch Frauen und zeugt Söhne und Töchter, nehmt für eure Söhne Frauen, und gebt eure Töchter Männern, daß sie Söhne und Töchter gebären; mehret euch dort, daß ihr nicht weniger werdet.

29,7 Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe wegführen lassen, und betet für sie zu MIR denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl.

29,8 Laßt euch durch die Propheten, die bei euch sind, und durch die Wahrsager nicht betrügen, und hört nicht auf die Träume, die sie träumen!

29,9 Denn sie weissagen euch Lüge in meinem Namen. Ich habe sie nicht gesandt, spricht Haschem.

29,10 Wenn für Babel siebzig Jahre voll sind, so will ich euch heimsuchen und will mein gnädiges Wort an euch erfüllen, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe.

29,11 Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht Haschem: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.* *Wörtlich: daß ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.

29,12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören.

29,13 Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,

29,14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht Haschem, und will eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, wohin ich euch verstoßen habe, spricht Haschem, und will euch wieder an diesen Ort bringen, von wo ich euch habe wegführen lassen.

29,15 Zwar meint ihr, Haschem habe euch auch in Babel Propheten erstehen lassen. -

29,16 Fürwahr, so spricht Haschem über den König, der auf Dawids Thron sitzt, und über das ganze Volk, das in dieser Stadt wohnt, über eure Brüder, die nicht mit euch in die Gefangenschaft gezogen sind,

29,17 ja, so spricht Haschem: Siehe, ich will Schwert, Hunger und Pest unter sie schicken und will sie machen wie die schlechten Feigen, davor einem ekelt zu essen,

29,18 und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pest und will sie zum Bild des Entsetzens machen für alle Königreiche auf Erden, zum Fluch, zum Grauen, zum Hohn und zum Spott unter allen Völkern, wohin ich sie verstoßen werde,

29,19 weil sie meinen Worten nicht gehorchten, der ich meine Knechte, die Propheten, immer wieder zu euch gesandt habe; aber ihr wolltet nicht hören.

29,20 Aber ihr alle, die ihr gefangen weggeführt seid, die ich von Yahrushalayim habe nach Babel ziehen lassen, höret MEIN Wort!

29,21 So spricht Haschem, wider Ahab, den Sohn Qolayas, und wider Zedekya, den Sohn Maaseyas, die euch Lügen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich will sie geben in die Hände Nebukadnezars, des Königs von Babel. Der soll sie totschlagen lassen vor euren Augen,

29,22 so daß man ihre Namen zum Fluchwort machen wird unter allen Weggeführten aus Yahuda, die in Babel sind, und sagen: Haschem tue an dir wie an Zedekya und Ahab, die der König von Babel im Feuer rösten ließ,

29,23 weil sie eine Schandtat in Israel begingen und Ehebruch trieben mit den Frauen ihrer Nächsten und in meinem Namen Lüge predigten, was ich ihnen nicht befohlen hatte. Solches weiß ich und bezeuge es, spricht Haschem. YirmeYah und Schemaya

29,24 Und wider Schemaja von Nehelam sollst du sagen:

29,25 So spricht Haschem, weil du unter deinem Namen Briefe gesandt hast an alles Volk, das in Yahrushalayim ist, an den Priester Zefanya, den Sohn Maaseys, und an alle Priester und gesagt:

29,26 Haschem hat dich zum Priester bestellt anstatt des Priesters Yoyada, daß du Aufseher sein sollst im Hause HaschemS über alle Wahnsinnigen und Weissager, daß du sie in Block und Eisen legst, -

29,27 nun, warum strafst du dann nicht YirmeYah von Anatot, der euch weissagt?

29,28 Hat er doch zu uns nach Babel geschickt und sagen lassen: Es wird noch lange währen; baut Häuser und wohnt darin, pflanzt Gärten und eßt ihre Früchte.

29,29 - Es hatte nämlich der Priester Zefanya den Brief vorgelesen vor den Ohren des Propheten YirmeYah. -

29,30 Da geschah Haschem`S Wort zu YirmeYah:

29,31 Sende hin zu allen Weggeführten und laß ihnen sagen: So spricht Haschem wider Schemaya von Nehelam: Weil euch Schemaya weissagt - und ich habe ihn doch nicht gesandt - und macht, daß ihr auf Lügen vertraut,

29,32 darum spricht Haschem: Siehe, ich will Schemaya von Nehelam heimsuchen samt seinen Nachkommen, daß keiner von den Seinen unter diesem Volk bleiben soll. Und er soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, spricht Haschem; denn er hat es mit seiner Rede, vom Haschem abgewendet.

30. Kapitel

30,1 Dies ist das Wort, das vom Haschem geschah zu YirmeYah:

30,2 So spricht Haschem, Schreib dir alle Worte, die ich zu dir geredet habe, in ein Buch.

30,3 Denn siehe, es kommt die Zeit, daß ich das Geschick meines Volks Israel und Yahuda wenden will, spricht Haschem; und ich will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vätern gegeben habe, daß sie es besitzen sollen.

30,4 Und dies sind die Worte, die Haschem redete über Israel und Yahuda.

30,5 Wir hören ein Geschrei des Schreckens; nur Furcht ist da und kein Friede.

30,6 Forschet doch und sehet, ob dort Männer gebären! Wie kommt es denn, daß ich sehe, wie alle Männer ihre Hände an die Hüften halten wie Frauen in Kindsnöten und alle Angesichter so bleich sind?

30,7 Wehe, es ist ein gewaltiger Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und es ist eine Zeit der Angst für Yaqob; doch soll ihm daraus geholfen werden.

30,8 Es soll aber geschehen zu dieser Zeit, spricht Haschem, daß ich das Joch auf deinem Nacken zerbrechen will und deine Bande zerreißen. Sie werden nicht mehr Fremden dienen,

30,9 sondern dem mir Haschem, und ihrem König Dawid, den ich ihnen erwecken will.

30,10 Darum fürchte du dich nicht, mein Knecht Yaqob, spricht Haschem, und entsetze dich nicht, Israel. Denn siehe, ich will dich erretten aus fernen Landen und deine Nachkommen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft, daß Jakob zurückkehren soll und in Frieden und Sicherheit leben, und niemand soll ihn schrecken.

30,11 Denn ich bin bei dir, spricht Haschem, daß ich dir helfe. Denn ich will mit allen Völkern ein Ende machen, unter die ich dich zerstreut habe; aber mit dir will ich nicht ein Ende machen. Ich will dich mit Maßen züchtigen, doch ungestraft kann ich dich nicht lassen.

30,12 Denn so spricht Haschem: Dein Schaden ist verzweifelt böse, und deine Wunden sind Unglück bar.

30,13 Deine Sache führt niemand; da ist keiner, der dich verbindet, es kann dich niemand gesund machen.

30,14 Alle deine Liebhaber vergessen dich, fragen nichts nach dir. Ich habe dich geschlagen wie einen Feind mit unbarmherziger Züchtigung um deiner großen Schuld und um deiner vielen Sünden willen.

30,15 Was schreist du über deinen Schaden und über dein verzweifelt böses Leiden? Habe ich dir doch solches getan um deiner großen Schuld und um deiner vielen Sünden willen.

30,16 Doch alle, die dich gefressen haben, sollen gefressen werden, und alle, die dich geängstigt haben, sollen alle gefangen weggeführt werden; und die dich beraubt haben, sollen beraubt werden, und alle, die dich geplündert haben, sollen geplündert werden.

30,17 Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen, spricht Haschem, weil man dich nennt: «die Verstoßene» und: «Tzion, nach der niemand fragt».

30,18 So spricht Haschem: Siehe, ich will das Geschick der Hütten Jakobs wenden und mich über seine Wohnungen erbarmen, und die Stadt soll wieder auf ihre Hügel gebaut werden, und die Burg soll stehen an ihrem rechten Platz.

30,19 Und es soll aus ihr erschallen Lob- und Freudengesang; denn ich will sie mehren und nicht mindern, ich will sie herrlich machen und nicht geringer.

30,20 Ihre Söhne sollen sein wie früher, und ihre Gemeinde soll vor mir fest gegründet stehen; denn ich will heimsuchen alle, die sie bedrängen.

30,21 Und ihr Fürst soll aus ihrer Mitte kommen und ihr Herrscher von ihnen ausgehen; und er soll zu mir nahen, denn wer dürfte sonst sein Leben wagen und mir nahen? spricht Haschem.

30,22 Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Haschem sein.

30,23 Siehe, es wird ein Wetter HaschemS kommen voll Grimm, ein schreckliches Ungewitter wird auf den Kopf der Leute ohne meinen Namen YAH niedergehen.

30,24 HaschemS grimmiger Zorn wird nicht ablassen, bis er tue und ausrichte, was er im Sinn hat; zur letzten Zeit werdet ihr es erkennen.

 

 
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