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Das Buch Yoshuah

DAS BUCH JOSHUA (Josua)

1. Kapitel

1,1 Nachdem Moshe, der Knecht Haschem’s, gestorben war, sprach Haschem zu Yoshuah, dem Sohn Nuns, Moshes Diener:

1,2 Mein Knecht Moshe ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe.

1,3 Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Moshe zugesagt habe.

1,4 Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein.

1,5 Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Moshe gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.

1,6 Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe.

1,7 Sei nur getrost und ganz unverzagt, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Moshe, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst.

1,8 Und laß das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, daß du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten.

1,9 Siehe, ich habe dir geboten, daß du getrost und unverzagt seist. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn Haschem, , ist mit dir in allem, was du tun wirst.

1,10 Da gebot Yoshuah den Amtleuten des Volks und sprach:

1,11 Geht durch das Lager und gebietet dem Volk und sprecht: Schafft euch Vorrat; denn nach drei Tagen werdet ihr hier über den Jordan gehen, daß ihr hineinkommt und das Land einnehmt, das euch Haschem, , geben wird.

1,12 Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach Yoshuah:

1,13 Denkt an das Wort, das euch Moshe, der Knecht Haschem’s, geboten hat: Haschem, hat euch zur Ruhe gebracht und euch dies Land gegeben.

1,14 Eure Frauen und Kinder und euer Vieh laßt im Land bleiben, das euch Moshe gegeben hat, diesseits des Jordans. Ihr aber sollt, so viele von euch streitbare Männer sind, vor euren Brüdern gerüstet hinüberziehen und ihnen helfen,

1,15 bis Haschem eure Brüder auch zur Ruhe bringt wie euch, daß auch sie einnehmen das Land, das ihnen Haschem, geben wird. Dann sollt ihr wieder zurückkehren in euer Land, das euch Moshe, der Knecht Haschem’s, zum Besitz gegeben hat diesseits des Jordans, gegen den Aufgang der Sonne.

1,16 Und sie antworteten Yoshuah und sprachen: Alles, was du uns geboten hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen.

1,17 Wie wir Moshe gehorsam gewesen sind, so wollen wir auch dir gehorsam sein; nur, daß Haschem, , mit dir sei, wie er mit Moshe war!

1,18 Wer deinem Mund ungehorsam ist und nicht gehorcht deinen Worten in allem, was du uns gebietest, der soll sterben. Sei nur getrost und unverzagt!

2. Kapitel

2,1 Yoshuah aber, der Sohn Nuns, sandte von Schittim zwei Männer heimlich als Kundschafter aus und sagte ihnen: Geht hin, seht das Land an, auch Jericho. Die gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hieß Rahab, und kehrten dort ein.

2,2 Da wurde dem König von Jericho angesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht Männer von Israel hereingekommen, um das Land zu erkunden.

2,3 Da sandte der König von Jericho zu Rahab und ließ ihr sagen: Gib die Männer heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind gekommen, um das ganze Land zu erkunden.

2,4 Aber die Frau verbarg die beiden Männer und sprach: Ja, es sind Männer zu mir hereingekommen, aber ich wußte nicht, woher sie waren.

2,5 Und als man die Stadttore zuschließen wollte, als es finster wurde, gingen sie hinaus, und ich weiß nicht, wo sie hingegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie ergreifen.

2,6 Sie aber hatte sie auf das Dach steigen lassen und unter den Flachsstengeln versteckt, die sie auf dem Dach ausgebreitet hatte.

2,7 Die aber jagten den Männern nach auf dem Wege zum Jordan bis an die Furten, und man schloß das Tor zu, als die draußen waren, die ihnen nachjagten.

2,8 Und ehe die Männer sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf auf das Dach

2,9 und sprach zu ihnen: Ich weiß, daß Haschem euch das Land gegeben hat; denn ein Schrecken vor euch ist über uns gefallen, und alle Bewohner des Landes sind vor euch feige geworden.

2,10 Denn wir haben gehört, wie Haschem das Wasser im Schilfmeer ausgetrocknet hat vor euch her, als ihr aus Mitzrayim zogt, und was ihr den beiden Königen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordans getan habt, wie ihr an ihnen den Bann vollstreckt habt.

2,11 Und seitdem wir das gehört haben, ist unser Herz verzagt, und es wagt keiner mehr, vor euch zu atmen; denn Haschem oben im Himmel und unten auf Erden.

2,12 So schwört mir nun bei Haschem, weil ich an euch Barmherzigkeit getan habe, daß auch ihr an meines Vaters Hause Barmherzigkeit tut, und gebt mir ein sicheres Zeichen,

2,13 daß ihr leben laßt meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und meine Schwestern und alles, was sie haben, und uns vom Tode errettet.

2,14 Die Männer sprachen zu ihr: Tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an dir, wenn uns Haschem das Land gibt, so wollen wir selbst des Todes sein, sofern du unsere Sache nicht verrätst.

2,15 Da ließ Rahab sie an einem Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.

2,16 Und sie sprach zu ihnen: Geht auf das Gebirge, daß euch nicht begegnen, die euch nachjagen, und verbergt euch dort drei Tage, bis sie zurückkommen, die euch nachjagen; danach geht eure Straße.

2,17 Die Männer aber sprachen zu ihr: Wir wollen den Eid so einlösen, den du uns hast schwören lassen:

2,18 Wenn wir ins Land kommen, so sollst du dies rote Seil in das Fenster knüpfen, durch das du uns hernieder gelassen hast, und zu dir ins Haus versammeln deinen Vater, deine Mutter, deine Brüder und deines Vaters ganzes Haus.

2,19 Und wer zur Tür deines Hauses herausgeht, dessen Blut komme über ihn, aber wir seien unschuldig; doch das Blut aller, die in deinem Hause sind, soll über uns kommen, wenn Hand an sie gelegt wird.

2,20 Und wenn du etwas von dieser unserer Sache verrätst, so sind wir des Eides los, den du uns hast schwören lassen.

2,21 Sie sprach: Es sei, wie ihr sagt! und ließ sie gehen. Und sie gingen weg. Und sie knüpfte das rote Seil ins Fenster.

2,22 Sie aber gingen weg und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die zurückgekommen waren, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten sie gesucht auf allen Straßen und doch nicht gefunden.

2,23 Da kehrten die beiden Männer um und gingen vom Gebirge herab und setzten über und kamen zu Yoshuah, dem Sohn Nuns, und erzählten ihm alles, was ihnen begegnet war,

2,24 und sprachen zu Yoshuah: Haschem hat uns das ganze Land in unsere Hände gegeben, und es sind auch alle Bewohner des Landes vor uns feige geworden.

3. Kapitel

3,1 Und Yoshuah machte sich früh auf, und sie zogen aus Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Israeliten, und blieben dort über Nacht, ehe sie hinüberzogen.

3,2 Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durchs Lager

3,3 und geboten dem Volk: Wenn ihr die Lade des Bundes eures Haschem, seht und wie die Priester aus dem Stamm Levi sie tragen, so brecht auf von eurem Ort und folgt ihr nach;

3,4 doch dass zwischen euch und ihr ein Abstand sei von ungefähr zweitausend Ellen! Ihr sollt ihr nicht zu nahe kommen. Aber ihr müßt ja wissen, auf welchem Wege ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen.

3,5 Und Yoshuah sprach zum Volk: Reinigt euch, denn morgen wird Haschem Wunder unter euch tun.

3,6 Und zu den Priestern sprach er: Hebt die Bundeslade auf und geht vor dem Volk her! Dahoben sie die Bundeslade auf und gingen vor dem Volk her.

3,7 Und Haschem sprach zu Yoshuah: Heute will ich anfangen, dich groß zu machen vor ganz Israel, damit sie wissen: wie ich mit Moshe gewesen bin, so werde ich auch mit dir sein.

3,8 Und du gebiete den Priestern, die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr an das Wasser des Jordans herankommt, so bleibt im Jordan stehen.

3,9 Und Yoshuah sprach zu den Israeliten: Herzu! Hört die Worte Haschem’s!

3,10 Daran sollt ihr merken, daß Haschem lebendig unter euch ist und daß er vor euch vertreiben wird die Kanaaniter, Hetiter, Hiwiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter:

3,11 Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers über alle Welt wird vor euch hergehen in den Jordan.

3,12 So nehmt nun zwölf Männer aus den Stämmen Israels, aus jedem Stamm einen.

3,13 Wenn dann die Fußsohlen der Priester, die Lade Haschem’s, des Herrschers über alle Welt, tragen, in dem Wasser des Jordans stillstehen, so wird das Wasser des Jordans, das von oben herabfließt, nicht weiter laufen, sondern stehen bleiben wie ein einziger Wall.

3,14 Als nun das Volk aus seinen Zelten auszog, um durch den Jordan zu gehen, und als die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen

3,15 und an den Jordan kamen und ihre Füße vorn ins Wasser tauchten - der Jordan aber war die ganze Zeit der Ernte über alle seine Ufer getreten -,

3,16 da stand das Wasser, das von oben hernieder kam, aufgerichtet wie ein einziger Wall, sehr fern, bei der Stadt Adam, die zur Seite von Zaretan liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm ab und floß ganz weg. So ging das Volk hindurch gegenüber von Jericho.

3,17 Und die Priester, die Lade Haschem’s des Bundes  trugen, standen still im Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging auf trockenem Boden hindurch, bis das ganze Volk über den Jordan gekommen war.

4. Kapitel

4,1 Als nun das Volk ganz über den Jordan gegangen war, sprach Haschem zu Yoshuah:

4,2 Nehmt euch aus dem Volk zwölf Männer, aus jedem Stamm einen,

4,3 und gebietet ihnen: Hebt mitten aus dem Jordan zwölf Steine auf von der Stelle, wo die Füße der Priester stillstehen, und bringt sie mit euch hinüber, und legt sie in dem Lager nieder, wo ihr diese Nacht bleiben werdet.

4,4 Da rief Yoshuah die zwölf Männer, die er bestellt hatte aus Israel, aus jedem Stamm einen,

4,5 und sprach zu ihnen: Geht hinüber vor der Lade Haschem’s, mitten in den Jordan, und ein jeder hebe einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Stämme Israels,

4,6 damit sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder später einmal fragen: Was bedeuten euch diese Steine?,

4,7 so sollt ihr ihnen sagen: Weil das Wasser des Jordans weggeflossen ist vor der Lade Haschem’s des Bundes, als sie durch den Jordan ging, sollen diese Steine für Israel ein ewiges Andenken sein.

4,8 Da taten die Israeliten, wie ihnen Yoshuah geboten hatte, und trugen zwölf Steine mitten aus dem Jordan, wie Haschem zu Yoshuah gesagt hatte, nach der Zahl der Stämme Israels, und brachten sie mit sich hinüber in das Lager und legten sie dort nieder.

4,9 Und Yoshuah richtete zwölf Steine auf mitten im Jordan, wo die Füße der Priester gestanden hatten, die Bundeslade trugen; diese sind noch dort bis auf den heutigen Tag.

4,10 Die Priester aber, die Lade trugen, standen mitten im Jordan, bis alles ausgerichtet war, was Haschem dem Yoshuah geboten hatte, dem Volk zu sagen, genau wie Moshe dem Yoshuah geboten hatte. Und das Volk ging eilends hinüber.

4,11 Als nun das Volk ganz hinübergegangen war, da ging die Lade Haschem’s auch hinüber und die Priester vor dem Volk her.

4,12 Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen gerüstet vor den Israeliten her, wie Moshe zu ihnen geredet hatte.

4,13 An vierzigtausend zum Krieg gerüstete Männer gingen vor Haschem her zum Kampf ins Jordantal von Jericho.

4,14 An diesem Tage machte Haschem den Yoshuah groß vor ganz Israel. Und sie fürchteten ihn, wie sie Moshe gefürchtet hatten, sein Leben lang.

4,15 Und Haschem sprach zu Yoshuah:

4,16 Gebiete den Priestern, die Lade mit dem Gesetz tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen.

4,17 Da gebot Yoshuah den Priestern: Steigt herauf aus dem Jordan!

4,18 Und als die Priester, die Lade Haschem’s des Bundes  trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fußsohlen aufs Trockene traten, kam das Wasser des Jordans wieder an seine Stätte und floß wie vorher über alle seine Ufer.

4,19 Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk aus dem Jordan heraufstieg. Und sie lagerten sich in Gilgal, östlich der Stadt Jericho.

4,20 Und die zwölf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Yoshuah auf in Gilgal

4,21 und sprach zu Israel: Wenn eure Kinder später einmal ihre Väter fragen: Was bedeuten diese Steine?,

4,22 so sollt ihr ihnen kundtun und sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch den Jordan,

4,23 als Haschem, den Jordan vor euch austrocknete, bis ihr hinübergegangen wart, wie Haschem, am Schilfmeer getan hatte, das er vor uns austrocknete, bis wir hindurchgegangen waren;

4,24 damit alle Völker auf Erden die Hand Haschem’s erkennen, wie mächtig sie ist, und Haschem, fürchten allezeit.

5. Kapitel

5,1 Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordans nach Westen zu wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie Haschem das Wasser des Jordans ausgetrocknet hatte vor den Israeliten, bis sie hinübergegangen waren, da verzagte ihr Herz, und es wagte keiner mehr zu atmen vor Israel.

5,2 Zu dieser Zeit sprach Haschem zu Yoshuah: Mache dir steinerne Messer und beschneide die Israeliten wie schon früher.

5,3 Da machte sich Yoshuah steinerne Messer und beschnitt die Israeliten auf dem Hügel der Vorhäute.

5,4 Und das ist der Grund, warum Yoshuah sie beschnitten hat: das ganze Volk, das aus Mitzrayim gezogen war, die Männer, alle Kriegsleute, waren unterwegs in der Wüste gestorben, als sie aus Mitzrayim zogen.

5,5 Und das ganze Volk, das auszog, war beschnitten gewesen; aber das ganze Volk, das unterwegs in der Wüste geboren war, als sie aus Mitzrayim zogen, das war nicht beschnitten.

5,6 Denn die Israeliten wanderten vierzig Jahre in der Wüste, bis es mit dem ganzen Volk, den Kriegsmännern, die aus Mitzrayim gezogen waren, zu Ende gegangen war, weil sie der Stimme Haschem’s nicht gehorcht hatten; wie denn Haschem ihnen geschworen hatte, sie sollten das Land nicht sehen, das Haschem, wie er ihren Vätern geschworen hatte, uns geben wollte, ein Land, darin Milch und Honig fließt.

5,7 Ihre Söhne, die er an ihrer Statt hatte aufwachsen lassen, beschnitt Yoshuah; denn sie waren noch unbeschnitten und unterwegs nicht beschnitten worden.

5,8 Und als das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie genesen waren.

5,9 Und Haschem sprach zu Yoshuah: Heute habe ich die Schande Mitzrayims von euch abgewälzt. Und diese Stätte wurde Gilgal genannt bis auf diesen Tag.

5,10 Und als die Israeliten in Gilgal das Lager aufgeschlagen hatten, hielten sie Passa am vierzehnten Tage des Monats am Abend im Jordantal von Jericho

5,11 und aßen vom Getreide des Landes am Tag nach dem Passa, nämlich ungesäuertes Brot und geröstete Körner. An eben diesem Tage

5,12 hörte das Manna auf, weil sie jetzt vom Getreide des Landes aßen, so daß Israel vom nächsten Tag an kein Manna mehr hatte. Sie aßen schon von der Ernte des Landes Kanaan in diesem Jahr. Der Fürst über das Heer Haschem’s erscheint dem Yoshuah

5,13 Und es begab sich, als Yoshuah bei Jericho war, daß er seine Augen aufhob und gewahr wurde, daß ein Mann ihm gegenüberstand und ein bloßes Schwert in seiner Hand hatte. Und Yoshuah ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehörst du zu uns oder zu unsern Feinden?

5,14 Er sprach: Nein, sondern ich bin der Fürst über das Heer Haschem’s und bin jetzt gekommen. Da fiel Yoshuah auf sein Angesicht zur Erde nieder, betete an und sprach zu ihm: Was sagt mein Herr seinem Knecht?

5,15 Und der Fürst über das Heer Haschem’s sprach zu Yoshuah: Zieh deine Schuhe von deinen Füßen; denn die Stätte, darauf du stehst, ist geweiht. Und so tat Yoshuah.

6. Kapitel

6,1 Jericho aber war verschlossen und verwahrt vor den Israeliten, so daß niemand heraus- oder hineinkommen konnte.

6,2 Aber Haschem sprach zu Yoshuah: Sieh, ich habe Jericho samt seinem König und seinen Kriegsleuten in deine Hand gegeben.

6,3 Laß alle Kriegsmänner rings um die Stadt herumgehen einmal, und tu so sechs Tage lang.

6,4 Und laß sieben Priester sieben Posaunen tragen vor der Lade her, und am siebenten Tage zieht siebenmal um die Stadt, und laß die Priester die Posaunen blasen.

6,5 Und wenn man die Posaune bläst und es lange tönt, so soll das ganze Kriegsvolk ein großes Kriegsgeschrei erheben, wenn ihr den Schall der Posaune hört. Dann wird die Stadtmauer einfallen, und das Kriegsvolk soll hinaufsteigen, ein jeder stracks vor sich hin.

6,6 Da rief Yoshuah, der Sohn Nuns, die Priester und sprach zu ihnen: Bringt die Bundeslade, und sieben Priester sollen sieben Posaunen tragen vor der Lade Haschem’s.

6,7 Zum Volk aber sprach er: Geht hin und zieht um die Stadt; und die Kriegsleute sollen vor der Lade Haschem’s hergehen.

6,8 Als Yoshuah das dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben Priester sieben Posaunen vor der Lade Haschem’s her und gingen und bliesen die Posaunen, und die Lade Haschem’s des Bundes  folgte ihnen nach.

6,9 Und die Kriegsleute gingen vor den Priestern her, die Posaunen bliesen, und das übrige Volk folgte der Lade nach, und man blies immerfort die Posaunen.

6,10 Yoshuah aber gebot dem Kriegsvolk und sprach: Ihr sollt kein Kriegsgeschrei erheben noch eure Stimmen hören lassen, noch soll ein Wort aus eurem Munde gehen bis auf den Tag, an dem ich zu euch sage: «Macht ein Kriegsgeschrei!» Dann sollt ihr das Kriegsgeschrei erheben.

6,11 So ließ er die Lade Haschem’s rings um die Stadt ziehen einmal, und sie kamen zurück in das Lager und blieben darin über Nacht.

6,12 Und Yoshuah machte sich früh am Morgen auf, und die Priester trugen die Lade Haschem’s.

6,13 So trugen die sieben Priester die sieben Posaunen vor der Lade Haschem’s her und bliesen immerfort die Posaunen; und die Kriegsleute gingen vor ihnen her, und das übrige Volk folgte der Lade Haschem’s, und man blies immerfort die Posaunen.

6,14 Am zweiten Tage gingen sie auch einmal um die Stadt und kamen zurück ins Lager. So taten sie sechs Tage.

6,15 Am siebenten Tage aber, als die Morgenröte aufging, machten sie sich früh auf und zogen in derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt.

6,16 Und beim siebenten Mal, als die Priester die Posaunen bliesen, sprach Yoshuah zum Volk: Macht ein Kriegsgeschrei! Denn Haschem hat euch die Stadt gegeben.

6,17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann Haschem’s verfallen sein. Nur die Hure Rahab soll am Leben bleiben und alle, die mit ihr im Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten.

6,18 Allein hütet euch vor dem Gebannten und laßt euch nicht gelüsten, etwas von dem Gebannten zu nehmen und das Lager Israels in Bann und Unglück zu bringen.

6,19 Aber alles Silber und Gold samt dem kupfernen und eisernen Gerät soll Haschem gewürdigt sein, daß es zum Schatz Haschem’s komme.

6,20 Da erhob das Volk ein Kriegsgeschrei, und man blies die Posaunen. Und als das Volk den Hall der Posaunen hörte, erhob es ein großes Kriegsgeschrei. Da fiel die Mauer um, und das Volk stieg zur Stadt hinauf, ein jeder stracks vor sich hin. So eroberten sie die Stadt

6,21 und vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, mit der Schärfe des Schwerts, an Mann und Weib, jung und alt, Rindern, Schafen und Eseln.

6,22 Aber Yoshuah sprach zu den beiden Männern, die das Land erkundet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt die Frau von da heraus mit allem, was sie hat, wie ihr es ihr geschworen habt.

6,23 Da gingen die Männer, die Kundschafter, hinein und führten Rahab heraus samt ihrem Vater und ihrer Mutter und ihren Brüdern und alles, was sie hatte, und ihr ganzes Geschlecht und brachten sie außerhalb des Lagers Israels unter.

6,24 Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles, was darin war. Nur das Silber und Gold und die kupfernen und eisernen Geräte taten sie zum Schatz in das Haus Haschem’s.

6,25 Rahab aber, die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie hatte, ließ Yoshuah leben. Und sie blieb in Israel wohnen bis auf diesen Tag, weil sie die Boten verborgen hatte, die Yoshuah gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften.

6,26 Zu dieser Zeit ließ Yoshuah schwören: Verflucht vor Haschem sei der Mann, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho wieder aufbaut! Wenn er ihren Grund legt, das koste ihn seinen erstgeborenen Sohn, und wenn er ihre Tore setzt, das koste ihn seinen jüngsten Sohn!

6,27 So war Haschem mit Yoshuah, daß man ihn rühmte im ganzen Lande.

7. Kapitel

7,1 Aber die Israeliten vergriffen sich an dem Gebannten; denn Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm YAHuda, nahm etwas vom Gebannten. Da entbrannte der Zorn Haschem’s über die Israeliten.

7,2 Und Yoshuah sandte Männer aus von Jericho nach Ai, das bei Bet-Awen liegt östlich von Bethel, und sprach zu ihnen: Geht hinauf und erkundet das Land. Und als sie hinaufgegangen waren und Ai erkundet hatten,

7,3 kamen sie zu Yoshuah zurück und sprachen zu ihm: Laß nicht das ganze Kriegsvolk hinaufziehen, sondern etwa zwei- oder dreitausend Mann sollen hinaufziehen und Ai schlagen, damit nicht das ganze Volk sich dorthin bemühe; denn ihrer sind wenige.

7,4 So zogen hinauf vom Volk etwa dreitausend Mann; aber sie flohen vor den Männern von Ai.

7,5 Und die Männer von Ai erschlugen von ihnen etwa sechsunddreißig Mann; sie hatten sie nämlich von dem Tor bis zu den Steinbrüchen gejagt und am Abhang erschlagen. Da verzagte das Herz des Volks und ward zu Wasser.

7,6 Yoshuah aber zerriß seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde vor der Lade Haschem’s bis zum Abend samt den Ältesten Israels, und sie warfen Staub auf ihr Haupt.

7,7 Und Yoshuah sprach: Ach, Herr Haschem, warum hast du dies Volk über den Jordan geführt und gibst uns in die Hände der Amoriter, um uns umzubringen? O daß wir doch jenseits des Jordans geblieben wären!

7,8 Ach, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den Rücken gekehrt hat?

7,9 Wenn das die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes hören, so werden sie uns umringen und unsern Namen ausrotten von der Erde. Was willst du dann für deinen großen Namen tun?

7,10 Da sprach Haschem zu Yoshuah: Steh auf! Warum liegst du da auf deinem Angesicht?

7,11 Israel hat sich versündigt, sie haben meinen Bund übertreten, den ich ihnen geboten habe, und haben von dem Gebannten genommen und gestohlen und haben's verheimlicht und zu ihren Geräten gelegt.

7,12 Darum kann Israel nicht bestehen vor seinen Feinden, sondern sie müssen ihren Feinden den Rücken kehren; denn sie sind dem Bann verfallen. Ich werde hinfort nicht mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte tilgt.

7,13 Steh auf, würdige das Volk und sprich: Reinigt euch auf morgen! Denn so spricht Haschem, Israels: Es ist Gebanntes in deiner Mitte, Israel; darum kannst du nicht bestehen vor deinen Feinden, bis ihr das Gebannte von euch tut.

7,14 Und morgen früh sollt ihr herzutreten, ein Stamm nach dem andern; und welchen Stamm Haschem treffen wird, der soll herzutreten, ein Geschlecht nach dem andern; und welches Geschlecht Haschem treffen wird, das soll herzutreten, ein Haus nach dem andern; und welches Haus Haschem treffen wird, das soll herzutreten, Mann für Mann.

7,15 Und wer so mit dem Gebannten angetroffen wird, den soll man mit Feuer verbrennen mit allem, was er hat, weil er den Bund Haschem’s übertreten und einen Frevel in Israel begangen hat.

7,16 Da machte sich Yoshuah früh am Morgen auf und ließ Israel herzutreten, einen Stamm nach dem andern; und es wurde getroffen der Stamm YAHuda.

7,17 Und als er die Geschlechter Yahudas herzutreten ließ, wurde getroffen das Geschlecht der Serachiter. Und als er das Geschlecht der Serachiter herzutreten ließ, wurde Sabdi getroffen.

7,18 Und als er sein Haus herzutreten ließ, Mann für Mann, wurde getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, aus dem Stamm YAHuda.

7,19 Und Yoshuah sprach zu Achan: Mein Sohn, gib Haschem Israels, die Ehre und bekenne es ihm und sage mir, was du getan hast, und verhehle mir nichts.

7,20 Da antwortete Achan Yoshuah und sprach: Wahrlich, ich habe mich versündigt an Haschem Israels. So habe ich getan:

7,21 Ich sah unter der Beute einen kostbaren babylonischen Mantel und zweihundert Lot Silber und eine Stange von Gold, fünfzig Lot schwer; danach gelüstete mich, und ich nahm es. Und siehe, es ist verscharrt in der Erde in meinem Zelt und das Silber darunter.

7,22 Da sandte Yoshuah Boten hin, die liefen zum Zelt; und siehe, es war verscharrt in seinem Zelt und das Silber darunter.

7,23 Und sie nahmen's aus dem Zelt und brachten's zu Yoshuah und zu allen Israeliten und legten's nieder vor Haschem.

7,24 Da nahmen Yoshuah und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn Serachs, samt dem Silber, dem Mantel und der Stange von Gold, seine Söhne und Töchter, seine Rinder und Esel und Schafe, sein Zelt und alles, was er hatte, und führten sie hinauf ins Tal Achor.

7,25 Und Yoshuah sprach: Weil du uns betrübt hast, so betrübe dich Haschem an diesem Tage. Und ganz Israel steinigte ihn und verbrannte sie mit Feuer. Und als sie gesteinigt hatten,

7,26 machten sie über ihm einen großen Steinhaufen; der ist geblieben bis auf diesen Tag. So kehrte sich Haschem ab von dem Grimm seines Zorns. Daher nennt man diesen Ort «Tal Achor»* bis auf diesen Tag.

8. Kapitel

8,1 Und Haschem sprach zu Yoshuah: Fürchte dich nicht und verzage nicht! Nimm mit dir das ganze Kriegsvolk und mache dich auf und zieh hinauf nach Ai! Sieh, ich habe den König von Ai samt seinem Volk in seiner Stadt und seinem Land in deine Hände gegeben.

8,2 Und du sollst mit Ai und seinem König tun, wie du mit Jericho und seinem König getan hast, nur daß ihr die Beute und das Vieh unter euch teilen sollt. Lege einen Hinterhalt hinter die Stadt!

8,3 Da machte sich Yoshuah auf und das ganze Kriegsvolk, um nach Ai hinaufzuziehen. Und Yoshuah erwählte dreißigtausend streitbare Männer und sandte sie aus bei Nacht

8,4 und gebot ihnen: Seht zu, ihr sollt der Hinterhalt sein hinter der Stadt. Entfernt euch aber nicht allzu weit von der Stadt und seid allesamt bereit!

8,5 Ich aber und das ganze Kriegsvolk, das bei mir ist, wollen nahe an die Stadt heranrücken. Und wenn sie ausziehen uns entgegen wie das erste Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen,

8,6 damit sie uns nachjagen, bis wir sie von der Stadt weglocken. Denn sie werden denken, wir fliehen vor ihnen wie das erste Mal. Und wenn wir vor ihnen fliehen,

8,7 sollt ihr hervorbrechen aus dem Hinterhalt und die Stadt einnehmen; denn Haschem, , wird sie in eure Hände geben.

8,8 Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie mit Feuer an und tut nach dem Wort Haschem’s. Siehe, ich hab's euch geboten.

8,9 So sandte sie Yoshuah hin. Und sie zogen in den Hinterhalt und lagerten sich zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. Yoshuah aber blieb die Nacht unter dem Volk

8,10 und machte sich früh am Morgen auf und ordnete das Volk und zog hinauf mit den Ältesten Israels vor dem Volk her nach Ai.

8,11 Und das ganze Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und sie kamen nahe vor die Stadt und lagerten sich nördlich von Ai, so daß nur ein Tal war zwischen ihnen und Ai.

8,12 Er hatte aber etwa fünftausend Mann genommen und in den Hinterhalt gelegt zwischen Bethel und Ai westlich von der Stadt.

8,13 Und sie stellten das Volk des ganzen Lagers, das nördlich vor der Stadt war, so auf, daß sein Ende reichte bis westlich von der Stadt. Und Yoshuah zog hin in dieser Nacht mitten in das Tal.

8,14 Als aber der König von Ai das sah, machten die Männer der Stadt sich eilends früh auf und zogen aus an einen bestimmten Ort nach dem Jordantal zu, um Israel zum Kampf zu begegnen, er mit seinem ganzen Kriegsvolk. Denn er wußte nicht, daß ihm ein Hinterhalt gelegt war auf der andern Seite der Stadt.

8,15 Yoshuah aber und ganz Israel stellten sich, als würden sie vor ihnen geschlagen, und flohen auf dem Wege zur Wüste.

8,16 Da wurde das ganze Volk in der Stadt zusammengerufen, um ihnen nachzujagen. Und sie jagten Yoshuah nach und wurden von der Stadt weggelockt,

8,17 so daß nicht ein Mann in Ai und Bethel zurückblieb, der nicht ausgezogen wäre, um Israel nachzujagen, und ließen die Stadt offen stehen und jagten Israel nach.

8,18 Da sprach Haschem zu Yoshuah: Strecke die Lanze in deiner Hand aus auf Ai zu; denn ich will es in deine Hand geben. Und als Yoshuah die Lanze in seiner Hand gegen die Stadt ausstreckte,

8,19 da brach der Hinterhalt eilends auf aus seinem Versteck, und sie liefen, nachdem er seine Hand ausgestreckt hatte, und kamen in die Stadt und nahmen sie ein und eilten und steckten sie mit Feuer an.

8,20 Und die Männer von Ai wandten sich um und sahen hinter sich und sahen den Rauch der Stadt aufsteigen gen Himmel und vermochten nicht zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Denn das Volk, das zur Wüste floh, kehrte um gegen die, die ihnen nachjagten.

8,21 Und als Yoshuah und ganz Israel sahen, daß der Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte, weil von der Stadt Rauch aufstieg, kehrten sie um und schlugen die Männer von Ai.

8,22 Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, und die Männer von Ai gerieten mitten unter Israel, von hierher und von dorther. Und sie erschlugen sie, bis niemand mehr von ihnen übrig blieb noch entrinnen konnte,

8,23 und ergriffen den König von Ai lebendig und brachten ihn zu Yoshuah.

8,24 Und als Israel alle Einwohner von Ai getötet hatte auf dem Felde und in der Wüste, wohin sie ihnen nachgejagt waren, und alle durch die Schärfe des Schwerts gefallen und umgekommen waren, da kehrte sich ganz Israel gegen Ai und schlug es mit der Schärfe des Schwerts.

8,25 Und alle, die an diesem Tage fielen, Männer und Frauen, waren zwölftausend, alle Leute von Ai.

8,26 Yoshuah aber zog nicht eher seine Hand zurück, mit der er die Lanze ausgestreckt hatte, bis der Bann vollstreckt war an allen Einwohnern von Ai.

8,27 Nur das Vieh und die Beute der Stadt teilte Israel unter sich nach dem Wort Haschem’s, das er Yoshuah geboten hatte.

8,28 Und Yoshuah brannte Ai nieder und machte es zu einem Schutthaufen für immer, der noch heute daliegt,

8,29 und ließ den König von Ai an einen Baum hängen bis zum Abend. Als aber die Sonne untergegangen war, gebot er, daß man seinen Leichnam vom Baum nehmen sollte, und sie warfen ihn unter das Stadttor und machten einen großen Steinhaufen über ihm, der bis auf diesen Tag da ist. Altarbau und Verkündigung des Gesetzes

8,30 Damals baute Yoshuah Haschem Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal,

8,31 wie Moshe, der Knecht Haschem’s, den Israeliten geboten hatte, wie geschrieben steht im Gesetzbuch des Moshe: einen Altar von unversehrten Steinen, die mit keinem Eisen behauen waren. Und sie opferten Haschem darauf Brandopfer und brachten Dankopfer dar,

8,32 und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes, das Moshe vor den Augen der Israeliten geschrieben hatte.

8,33 Und ganz Israel stand mit seinen Ältesten und Amtleuten und Richtern zu beiden Seiten der Lade gegenüber den Priestern aus dem Stamm Levi, die Lade Haschem’s des Bundes trugen, die Fremdlinge sowohl als auch die Einheimischen, die eine Hälfte zum Berge Garizim hin und die andere Hälfte zum Berge Ebal hin, wie Moshe, der Knecht Haschem’s, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen.

8,34 Danach ließ er ausrufen alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, ganz wie es geschrieben steht im Gesetzbuch.

8,35 Es war kein Wort, das Moshe geboten hatte, das Yoshuah nicht hätte ausrufen lassen vor der ganzen Gemeinde Israel und vor den Frauen und Kindern und Fremdlingen, die mit ihnen zogen.

9. Kapitel

9,1 Als das nun alle Könige hörten, die jenseits des Jordans waren auf dem Gebirge und im Hügelland und am ganzen Ufer des großen Meeres nach dem Libanon hin, nämlich die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter,

9,2 fanden sie sich zusammen, um einmütig gegen Yoshuah und gegen Israel zu kämpfen.

9,3 Aber die Bürger von Gibeon hörten, was Yoshuah mit Jericho und Ai getan hatte.

9,4 Da erdachten auch sie eine List, gingen hin und versahen sich mit Speise und nahmen alte Säcke auf ihre Esel und alte, zerrissene, geflickte Weinschläuche

9,5 und alte, geflickte Schuhe an ihre Füße und zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie mit sich nahmen, war hart und zerbröckelt.

9,6 Und sie gingen zu Yoshuah ins Lager nach Gilgal und sprachen zu ihm und zu den Männern Israels: Wir kommen aus fernen Landen; so schließt nun einen Bund mit uns.

9,7 Da sprachen die Männer Israels zu den Hiwitern: Vielleicht wohnt ihr mitten unter uns; wie könnten wir dann einen Bund mit euch schließen?

9,8 Sie aber sprachen zu Yoshuah: Wir sind deine Knechte. Yoshuah sprach zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommt ihr?

9,9 Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen gekommen um des Namens Haschem’s  willen; denn wir haben von ihm gehört alles, was er in Mitzrayim getan hat,

9,10 und alles, was er den beiden Königen der Amoriter jenseits des Jordans getan hat, Sihon, dem König von Heschbon, und Og, dem König von Baschan, der zu Aschtarot wohnte.

9,11 Darum sprachen unsere Ältesten und alle Bewohner unseres Landes zu uns: Nehmt Speise mit euch auf die Reise und geht ihnen entgegen und sprecht zu ihnen: Wir sind eure Knechte. So schließt nun einen Bund mit uns!

9,12 Dies unser Brot, das wir aus unsern Häusern zu unserer Speise mitnahmen, war noch warm, als wir zu euch auszogen, nun aber, siehe, ist es hart und zerbröckelt;

9,13 und diese Weinschläuche waren neu, als wir sie füllten, und siehe, sie sind zerrissen; und diese unsere Kleider und Schuhe sind alt geworden über der sehr langen Reise.

9,14 Da nahmen die Obersten von ihrer Speise, aber befragten den Mund Haschem’s nicht.

9,15 Und Yoshuah machte Frieden mit ihnen und schloß einen Bund mit ihnen, daß sie am Leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeinde schworen es ihnen.

9,16 Aber drei Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund geschlossen hatten, kam es vor sie, daß jene aus ihrer Nähe wären und mitten unter ihnen wohnten.

9,17 Denn als die Israeliten weiter zogen, kamen sie am dritten Tage zu ihren Städten; die hießen Gibeon, Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim.

9,18 Aber die Israeliten erschlugen sie nicht, weil ihnen die Obersten der Gemeinde geschworen hatten bei Haschem Israels. Als aber die ganze Gemeinde gegen die Obersten murrte,

9,19 sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen geschworen bei Haschem Israels; darum können wir sie nicht antasten.

9,20 Aber das wollen wir tun: Laßt sie leben, daß nicht ein Zorn über uns komme um des Eides willen, den wir ihnen geschworen haben.

9,21 Und die Obersten sprachen weiter zu ihnen: Laßt sie leben, damit sie Holzhauer und Wasserschöpfer seien für die ganze Gemeinde, wie ihnen die Obersten gesagt haben.

9,22 Da rief sie Yoshuah und redete mit ihnen und sprach: Warum habt ihr uns betrogen und gesagt: «Wir sind sehr fern von euch», wo ihr doch mitten unter uns wohnt?

9,23 Darum sollt ihr verflucht sein und sollt nicht aufhören, Knechte zu sein, die Holz hauen und Wasser schöpfen für das Haus meines Haschem.

9,24 Sie antworteten Yoshuah: Es wurde deinen Knechten angesagt, daß Haschem, , seinem Knecht Moshe geboten habe, daß er euch das ganze Land geben und vor euch her alle Bewohner des Landes vertilgen wolle. Da fürchteten wir sehr für unser Leben und haben das so gemacht.

9,25 Nun aber, siehe, wir sind in deinen Händen; was dich gut und recht dünkt, mit uns zu tun, das tu.

9,26 Und so tat er mit ihnen und errettete sie aus der Hand der Israeliten, daß sie nicht töteten.

9,27 So machte sie Yoshuah an diesem Tage zu Holzhauern und Wasserschöpfern für die Gemeinde und den Altar Haschem’s bis auf diesen Tag, an der Stätte, die er erwählen würde.

10. Kapitel

10,1 Als aber Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, hörte, daß Yoshuah Ai erobert und an ihm den Bann vollstreckt und mit Ai samt seinem König getan hatte, wie er mit Jericho und seinem König getan hatte, und daß die von Gibeon Frieden mit Israel gemacht hätten und mitten unter ihnen wohnten,

10,2 fürchteten sie sich sehr; denn Gibeon war eine große Stadt wie eine der Königsstädte und größer als Ai, und alle seine Bürger streitbare Männer.

10,3 Und Adoni-Zedek, der König von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem König von Hebron, und zu Piram, dem König von Jarmut, und zu Jafia, dem König von Lachisch, und zu Debir, dem König von Eglon, und ließ ihnen sagen:

10,4 Kommt herauf zu mir und helft mir, daß wir Gibeon schlagen; denn es hat mit Yoshuah und den Israeliten Frieden gemacht.

10,5 Da sammelten sich und zogen hinauf die fünf Könige der Amoriter, der König von Jerusalem, der König von Hebron, der König von Jarmut, der König von Lachisch, der König von Eglon mit ihrem ganzen Kriegsvolk und belagerten Gibeon und kämpften gegen die Stadt.

10,6 Aber die von Gibeon sandten zu Yoshuah ins Lager nach Gilgal und ließen ihm sagen: Zieh deine Hand nicht ab von deinen Knechten; komm eilends zu uns herauf, rette und hilf uns! Denn es haben sich gegen uns versammelt alle Könige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen.

10,7 Da zog Yoshuah hinauf von Gilgal und das ganze Kriegsvolk mit ihm und alle streitbaren Männer.

10,8 Und Haschem sprach zu Yoshuah: Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich habe sie in deine Hände gegeben. Niemand unter ihnen wird vor dir bestehen können.

10,9 So kam Yoshuah plötzlich über sie; denn die ganze Nacht war er heraufgezogen von Gilgal.

10,10 Und Haschem erschreckte sie vor Israel, daß sie eine große Schlacht schlugen bei Gibeon, und sie jagten ihnen nach, den Weg hinab nach Bet-Horon, und schlugen sie bis nach Aseka und Makkeda hin.

10,11 Und als sie vor Israel flohen den Weg hinab nach Bet-Horon, ließ Haschem große Steine vom Himmel auf sie fallen bis Aseka, daß sie starben. Und von ihnen starben viel mehr durch die Hagelsteine, als die Israeliten mit dem Schwert töteten.

10,12 Damals redete Yoshuah mit Haschem an dem Tage, da Haschem die Amoriter vor den Israeliten dahingab, und er sprach in Gegenwart Israels: Sonne, steh still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!

10,13 Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis sich das Volk an seinen Feinden gerächt hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Redlichen? So blieb die Sonne stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen fast einen ganzen Tag.

10,14 Und es war kein Tag diesem gleich, weder vorher noch danach, daß Haschem so auf die Stimme eines Menschen hörte; denn Haschem stritt für Israel.

10,15 Yoshuah aber kehrte ins Lager nach Gilgal zurück und ganz Israel mit ihm.

10,16 Aber die fünf Könige waren geflohen und hatten sich versteckt in der Höhle bei Makkeda.

10,17 Da wurde Yoshuah angesagt: Wir haben die fünf Könige gefunden, verborgen in der Höhle bei Makkeda.

10,18 Yoshuah sprach: So wälzt große Steine vor den Eingang der Höhle und stellt Männer davor, die sie bewachen;

10,19 ihr aber, bleibt nicht stehen, sondern jagt euren Feinden nach und faßt sie von hinten; lasst sie nicht in ihre Städte entrinnen; denn Haschem, , hat sie in eure Hände gegeben.

10,20 Und als Yoshuah und Israel sie ganz geschlagen hatten in dieser sehr großen Schlacht - was übrig blieb von ihnen, entkam in die festen Städte -,

10,21 da kam das ganze Volk ins Lager zurück zu Yoshuah nach Makkeda mit Frieden, und es wagte niemand, gegen Israel seine Zunge zu regen.

10,22 Yoshuah aber sprach: Macht den Eingang der Höhle auf und bringt die fünf Könige heraus zu mir!

10,23 Sie taten so und brachten die fünf Könige zu ihm aus der Höhle: den König von Jerusalem, den König von Hebron, den König von Jarmut, den König von Lachisch, den König von Eglon.

10,24 Als aber die fünf Könige zu ihm herausgebracht waren, rief Yoshuah alle Männer Israels zu sich und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm zogen: Kommt her und setzt eure Füße auf den Nacken dieser Könige. Und sie kamen und setzten ihre Füße auf ihren Nacken.

10,25 Und Yoshuah sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid getrost und unverzagt; denn ebenso wird Haschem allen euren Feinden tun, gegen die ihr kämpft.

10,26 Und Yoshuah schlug sie danach tot und hängte sie an fünf Bäume, und sie hingen an den Bäumen bis zum Abend.

10,27 Als aber die Sonne untergegangen war, gebot er, daß man sie von den Bäumen nehmen und in die Höhle werfen sollte, in die sie sich verkrochen hatten. Und sie legten große Steine vor den Eingang der Höhle. Die sind noch da bis auf diesen Tag.

10,28 An diesem Tag eroberte Yoshuah auch Makkeda und schlug es mit der Schärfe des Schwerts samt seinem König und vollstreckte den Bann an der Stadt und an allen, die darin waren, und ließ niemand übrig und tat mit dem König von Makkeda, wie er mit dem König von Jericho getan hatte.

10,29 Da zogen Yoshuah und ganz Israel mit ihm von Makkeda nach Libna und kämpften gegen Libna.

10,30 Und Haschem gab auch dieses mit seinem König in die Hand Israels; und er schlug die Stadt mit der Schärfe des Schwerts und alle, die darin waren, und ließ niemand darin übrig und tat mit ihrem König, wie er mit dem König von Jericho getan hatte.

10,31 Danach zogen Yoshuah und ganz Israel mit ihm von Libna nach Lachisch, und er belagerte die Stadt und kämpfte gegen sie.

10,32 Und Haschem gab auch Lachisch in die Hände Israels, daß sie es am nächsten Tag eroberten und es schlugen mit der Schärfe des Schwerts und alle, die darin waren, ganz wie sie mit Libna getan hatten.

10,33 Zu dieser Zeit zog Horam, der König von Geser, hinauf, um Lachisch zu helfen; aber Yoshuah schlug ihn und sein Kriegsvolk, bis niemand übrigblieb.

10,34 Und Yoshuah zog von Lachisch mit ganz Israel nach Eglon und belagerte die Stadt und kämpfte gegen sie;

10,35 und sie eroberten sie an diesem Tag und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, und Yoshuah vollstreckte den Bann an allen, die darin waren, an diesem Tage, ganz wie er mit Lachisch getan hatte.

10,36 Danach zog Yoshuah hinauf mit ganz Israel von Eglon nach Hebron, und sie kämpften gegen die Stadt

10,37 und eroberten sie und schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts, samt ihrem König und allen ihren Städten und allen, die darin waren; und er ließ niemand übrig, ganz wie er mit Eglon getan hatte, und vollstreckte an ihm den Bann und an allen, die darin waren.

10,38 Da kehrte Yoshuah um mit ganz Israel nach Debir und kämpfte gegen die Stadt

10,39 und eroberte sie samt ihrem König und allen ihren Städten, und sie schlugen sie mit der Schärfe des Schwerts und vollstreckten den Bann an allen, die darin waren, und er ließ niemand übrig. Wie er mit Hebron getan hatte und wie er mit Libna und seinem König getan hatte, so tat er auch mit Debir und seinem König.

10,40 So schlug Yoshuah das ganze Land auf dem Gebirge und im Süden und im Hügelland und an den Abhängen mit allen seinen Königen und ließ niemand übrig und vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte, wie Haschem Israels, geboten hatte.

10,41 Und er schlug sie von Kadesch-Barnea an bis Gaza und das ganze Land Goschen bis Gibeon

10,42 und unterwarf alle diese Könige mit ihrem Lande auf einmal; denn Haschem Israels, stritt für Israel.

10,43 Und Yoshuah kehrte ins Lager nach Gilgal zurück mit ganz Israel.

 

 
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