Wajeschew 1


Und Jakob saß




  • 1) "Und Jakob saß in dem Land, in dem sein Vater lebte." Wie viele Verleumder gibt es für eine Person von dem Tag an, dem ihm Yahuah eine Seele in dieser Welt gibt? Und weil er auf die Welt kam, erscheint sofort der Böse Trieb um an ihm teilzuhaben, wie geschrieben steht, "die Sünde kauert vor der Tür," da dann der Böse Trieb an ihm teilhat.

    2) Ein Tier passt auf sich selbst auf vom Tag seiner Geburt an, und rennt vor Feuer und vor jedem schlechten Ort davon. Wenn der Mensch geboren wird, wirft er sich sofort ins Feuer, da der Böse Trieb in ihm ist und ihn sofort zum bösen Weg antreibt.

    3) "Ein armes und weises Kind ist besser..." Dies ist der Gute Trieb, welcher ein Kind von wenigen Tagen mit dem Menschen ist, da er mit dem Menschen1 ist, seitdem er 13 Jahre alt ist.

    1 Michael Laitman: dieses bezieht sich auf zwei Stufen jede in einander gekleidet. Zuerst gibt es die Stufe eines Kindes, dann den Erwachsenen, doch das Kind ist immer noch im Erwachsenen eingekleidet.

    4) "...als ein alter und törichter König." Dies ist der Böse Trieb, "König und Herrscher des Menschen in der Welt" genannt. "...alt und töricht," da er mit Menschen ist, von dem Tag an dem er in die Welt geboren wurde.

    5) "...der nicht weiß, wie man sich hütet." Es heißt nicht, "warnen," sondern "sich hüten," da er ein Narr ist. Und Salomon sagte über ihn, "aber der Narr wandert in Dunkelheit." Dies ist so weil die Dunkelheit vom Abfall kommt, und sie hat kein Licht für die Welt. Aber jemand der nicht weiß, wie man andere warnt, wird deswegen nicht als Narr betrachtet.

    6) "Ein armes und weises Kind ist besser..." ist der gute Trieb. Aber ein Kind ist besser, wie geschrieben steht, "Ich war ein Jüngling, nun bin ich alt." Dies ist ein Jüngling, der ein armes Kind ist ohne jeden Besitz. Und er wird ein Jüngling genannt, weil er die Fortführung [Erneuerung] des Mondes hat, die ständig fortgeführt wird, und er ist immer ein armes Kind. Und er ist weise weil Chochma [Weisheit] in ihm ist.

    Es gibt zwei Zustände der Nukwa: 1) die Zeit, wenn sie regiert. Zu dieser Zeit ist sie so groß wie SA. Dies ist der Zustand der Erleuchtung von Chochma in ihr, obwohl sie nicht scheint, aus Mangel an Licht von Chassadim. 2) Die Zeit wenn sie durch ihren Siwug mit SA scheint. Zu dieser Zeit mus sie zu einem Punkt reduziert werden, und dann hat sie keinen Besitz und empfängt alles von SA. Dieser Zustand ist der Zustand der Erleuchtung von Chassadim in ihr. Und aus diesen zwei Zuständen wird die Nukwa bekleidet und scheint im Malechim Metatron.

    Und wenn er den zweiten Zustand der Nukwa empfängt, welcher Erleuchtung von Chassadim ist, sagt Metatron, "Ich war ein Jüngling." Und er wird auch "ein Kind" genannt weil die Erleuchtung von Chassadim WaK ist, "ein Jüngling" oder "ein Kind" genannt. Er wird auch "arm" genannt da in diesem Zustand die Nukwa zu einem Punkt vermindert ist und keinen Besitz hat.

    Und wenn er vom ersten Zustand der Nukwa empfängt, welcher die Zeit ihrer Herrschaft ist, und sie so groß ist wie SA, welches der Zustand der Erleuchtung von Chochma in ihr ist, sagt Metatron, "nun bin ich alt." Dies ist so weil ein Alter jemand ist, der Chochma [Weisheit] erlangt hat. Daher wird er Chacham [Weiser] genannt.

    Frage: Warum wird der Malechim Metatron immer als "Jüngling" bezeichnet und nicht als "Alter"? Schließlich sagte er, "nun bin ich alt." Sollte er nicht als "Alter" betrachtet werden? Antwort: Dies ist so weil er die Fortführung des Mondes, der Nukwa, hat, welches ihr Siwug mit SA ist, der zweite Zustand, der Zustand der Erleuchtung von Chassadim in ihr, welcher als WaK angesehen wird und "ein Kind" genannt wird. Der Zustand der Fortführung gilt immer für sie, permanent. Dies ist, weshalb er "Jüngling" und nicht "Alter" genannt wird, da das hohe Alter, welches er vom ersten Zustand empfängt, welches der Zustand ihrer eigenen Herrschaft ist, nicht immer für ihn gilt.

    7) "...ein alter und törichter König" ist der böse Trieb, welcher sich von gegenüber Metatron her ausbreitet, "boshafter Mensch" genannt, der nie von seiner Unreinheit getrennt worden ist. Und er ist ein Tor da all seine Wege zum bösen Weg hin gehen. Er geht und treibt Leute an und weiß nicht wie man sich hütet. Und er kommt zu den Leuten mit Lügen, um sie vom guten Weg wegzulocken und hin zum bösen Weg.

    8) Aus diesem Grund verbindet sich der böse Trieb sofort mit dem Menschen vom Tag an dem er geboren wird an, so dass er ihm glauben möge. Und später, wenn der gute Trieb kommt, wird der Mensch nicht fähig sein ihm zu glauben und seine Worte werden ihm lästig erscheinen. Ein gerissener Niederträchtiger ist jemand der seine Argumente vor dem Richter vor der Ankunft seines Mitklägers macht.

    9) Der gerissene Niederträchtige ist der böse Trieb, wie geschrieben steht, "die Schlange war listiger..." Auch er trifft früh ein und ist im Innern des Menschen bevor der gute Trieb zu ihm kommt. Und weil er zuerst kommt und seine Argumente vor ihm macht, wird es später, wenn der gute Trieb kommt, schlecht für den Menschen sein mit ihm zusammen zu sein, und er wird nicht fähig sein seinen Kopf zu heben, als ob er mit all der Last in der Welt belastet worden wäre. Dies wird so sein da der böse Trieb zuerst gekommen war. Und Salomon sagte darüber, "des armen Mannes Weisheit wird verachtet, und seine Worte werden nicht gehört," da der andere vorher gekommen war.

    10) Aus diesem Grund ist jeder Richter, der die Worte eines Klägers akzeptiert, bevor sein Kollege eintrifft, wie einer, der es auf sich nimmt, an einen anderen Gott zu glauben. Wenn sein Freund jedoch kommt und ihn fragt, das heißt nachdem sein Freund eingetroffen ist, dann wird er seine Argumente hören. Dies ist der Weg eines gerechten Menschen. Ein gerechter Mensch ist eine Person, welche diesem listigen Niederträchtigen, dem bösen Trieb, nicht geglaubt hat weil er seine Argumente vor der Ankunft seines Freundes, des guten Triebs, machte. Vielmehr behält er den anderen, und sein Freund kam und fragte ihn. Dies ist der Grund, dass die Menschen darin scheitern, von der nächsten Welt belohnt zu werden.

    11) Aber ein Gerechter, der seinen Meister fürchtet, wie viel Böses er in dieser Welt auch erleidet, glaubt nicht an den bösen Trieb und ist nicht Teil von ihm? Aber Yahuah rettet ihn aus allem, wie geschrieben steht: "Vielfältig sind die Übel der Gerechten", aber Yahuah gibt ihnen von allem." Der Text [in Hebräisch] sagt nicht: "Vielfältig sind die Übel der Gerechten", sondern" Vielfältige Übel, Gerechter. "Diese, welche viele Übel erleiden sind gerecht, weil Yahuah sie will. Das ist so, denn die Leiden die er erduldet, entfernen ihn vom bösen Trieb und aus diesem Grund möchte Yahuah diesen Menschen und gibt ihm von allem. Und er ist in dieser Welt und in der nächsten Welt glücklich.

    12) Wie viele Übel hat Jacob erlitten, um nicht am bösen Trieb zu haften und sich von den Seinen getrennt zu haben? Er erlitt zahlreiche Bestrafungen und Übel dafür, aber er ruhte nicht. Und wie viel Übel erleiden die Gerechten in dieser Welt, Schläge über Schläge und Schmerzen über Schmerzen, um sich für die nächste Welt zu reinigen?

    13) Wie hat Jakob ständig Übel über Übel erlitten, wie geschrieben steht, mir war nicht wohl im Haus von Laban, und ich konnte nicht vor ihm gerettet werden. Und ich hatte keine Ruhe vor Esau, von dem Elend, dass mir sein Beauftragter verursacht hatte. Und später, die Furcht vor Esau selbst: "und ich hatte keine Ruhe vor Dinah und Shechem".

    14) Aber es kam Zorn. Dies sind Josefs Ärger und Verwirrung, was am härtesten von allem war, weil Jakob aufgrund seiner Liebe für Josef nach Ägypten gegangen war, welches die Vereinbarung war. Und das ist der Grund dafür, warum er ihn so sehr liebt, seitdem steht geschrieben: "... und ich werde mich an Meine Vereinbarung erinnern," die Erlösung war nur für ihn, seit Göttlichkeit zu ihm gekommen war, mit dem Bund, der Josef ist. Dies ist der Grund warum Josefs Verwirrung schwieriger für ihn war, als all die Probleme, die er zu erdulden hatte.

    15) "Und Jakob saß in dem Land wo sein Vater gewohnt hatte." "Der Gerechte verendet und niemand nimmt es zu Herzen." "Der Gerechte verendet" heißt, dass wenn Yahuah auf die Welt blickt, und die Welt nicht würdig ist, zu existieren und noch Urteil in der Welt ist, Er den Gerechten nimmt, der unter ihnen lebt, so dass das Urteil über die anderen sein möge, und niemand da sein wird, um sie zu beschützen.

    16) Dies ist so, weil, solange der Gerechte in der Welt ist, das Urteil die Welt nicht kontrollieren kann. Woher wissen wir das? Von Moshe, wie geschrieben steht, "Daher sagte Er, dass Er sie zerstören würde, hätte nicht Moshe, Sein Erwählter, vor Ihm gestanden." Aus diesem Grund nimmt Yahuah den Gerechten aus ihren Mitten und erhebt ihn hoch aus der Welt, und dann wird er zurückbezahlt und erhält seinen Anteil. Der Vers "der Gerechte Mensch wird fortgebracht wegen dem Bösen," bedeutet, dass bevor das Böse kommt, um über die Welt zu herrschen, der Gerechte fortgebracht wird. Eine weitere Bedeutung: "wegen des Bösen" bedeutet den bösen Trieb, welcher anstiftet und die Welt in die Irre führt.

    17) Jakob war der Älteste Patriarch und er war dabei, ins Exil zu gehen. Da er aber gerecht war, wurde das Urteil angehalten und es beherrschte nicht die Welt. Zu Jakobs Zeiten herrschte daher das Urteil nicht über die Welt und die Hungerszeit wurde aufgehoben.

    weiter Wajeschew 2